News heute: Vater von Boris Johnson will französische Staatsbürgerschaft beantragen

Walter Tröger ist tot +++ Papst sagt wegen Ischias-Schmerzen Messen ab +++ Zehn Vermisste nach Erdrutsch in Norwegen +++ Trump und First Lady verbringen Silvester überraschend in Washington +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Vater von Boris Johnson will französische Staatsbürgerschaft beantragen

Angesichts des endgültigen Vollzugs des von seinem Sohn maßgeblich vorangetriebenen Brexit will der Vater von Boris Johnson die französische Staatsbürgerschaft beantragen. Dadurch wolle er eine persönliche “Verbindung” zur Europäischen Union erhalten, sagte Stanley Johnson dem französischen Radiosender RTL. “Ich werde immer Europäer sein, das steht fest.”

+++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 14.40 Uhr: Spanien: Gibraltar tritt Schengen-Raum bei +++

Spanien und Großbritannien haben im letzten Augenblick eine Grundsatzeinigung erzielt, wonach Gibraltar dem Schengen-Raum in der Regel ohne Grenzkontrollen beitritt. Damit werde vermieden, dass die Grenze zwischen Spanien und Gibraltar am Südzipfel der Iberischen Halbinsel ab dem 1. Januar 2021 zu einer undurchlässigen EU-Außengrenze werde, sagte Spaniens Außenministerin Arancha Gonzalez Laya in Madrid.

+++ 14.18 Uhr: Ehemaliger Spitzensportfunktionär Tröger gestorben +++

Der frühere deutsche Spitzensportfunktionär Walther Tröger ist tot. Der ehemalige Präsident des Nationalen Olympischen Komitees sei am Mittwoch im Alter von 91 Jahren gestorben, teilte die Familie am Donnerstag mit.

+++ 13.30 Uhr: Vater von Boris Johnson will französische Staatsbürgerschaft beantragen +++

Angesichts des endgültigen Vollzugs des von seinem Sohn maßgeblich vorangetriebenen Brexit will der Vater von Boris Johnson die französische Staatsbürgerschaft beantragen. Dadurch wolle er eine persönliche “Verbindung” zur Europäischen Union erhalten, sagte Stanley Johnson dem französischen Radiosender RTL. “Ich werde immer Europäer sein, das steht fest.”

+++ 13.21 Uhr: Papst sagt wegen Ischias-Schmerzen zwei Jahresend-Messen ab +++

Papst Franziskus hat wegen Ischias-Schmerzen nach Angaben des Vatikans zwei Termine zum Jahreswechsel abgesagt. Wie Vatikansprecher Matteo Bruni mitteilte, wolle das katholische Kirchenoberhaupt aber am 1. Januar trotzdem wie geplant sein Angelus-Gebet in der Bibliothek im Apostolischen Palast sprechen.

Eigentlich sollte der 84-jährige Franziskus am frühen Silvestertag ein feierliches Abendgebet im Petersdom leiten. Zum Abschluss der Dankvesper erklingt dabei traditionell das “Te Deum”, ein kirchlicher Lobgesang. Bei diesem Termin am Donnerstag sollte der Papst nun von Kardinal Giovanni Battista Re vertreten werden, wie der Vatikansprecher erläuterte. Wegen der Corona-Maßnahmen war der Gottesdienst nur im kleinen Kreis geplant.

Am Neujahrstag werde Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin dann Franziskus bei der Messe zum Jahresbeginn im Petersdom ersetzen, hieß es. Das anschließende Angelus-Gebet am Freitagmittag in der Bibliothek solle aber von Franziskus geleitet werden.

+++ 12.18 Uhr: Regierung: 25 Tote und mehr als 100 Verletzte nach Explosion im Jemen +++

Die Zahl der Todesopfer nach der schweren Explosion auf dem Flughafen in der südjemenitischen Stadt Aden ist auf 25 gestiegen. Weitere 110 Menschen seien verletzt worden, teilte Gesundheitsminister Kasim Buhaibeh via Twitter mit. Unter den Toten waren drei Mitarbeiter des internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), wie die Organisation in Genf mitteilte: Ein Jemenit, der am Flughafen die Logistik koordinierte, ein Röntgenspezialist aus Ruanda und ein angehender jemenitischer Arzt, der in einem Krankenhaus tätig war.

Die Explosion ereignete sich am Mittwoch kurz nach der Landung eines aus Saudi-Arabien kommenden Flugzeuges mit der neuen Regierung des Jemens an Bord. Die Hintergründe waren am Donnerstag weiter unklar. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff.

+++ 12.11 Uhr: Weiterer schwedischer Atomreaktor wird vom Netz genommen +++

Ein Jahr nach der Abschaltung eines ersten Reaktorblocks wird im schwedischen Kernkraftwerk Ringhals ein weiterer Atomreaktor stillgelegt. Nach knapp 45 Jahren im Betrieb wird der Reaktor Ringhals 1 pünktlich zum Jahreswechsel in der Nacht zum Freitag vom Stromnetz genommen, wie der Haupteigentümer Vattenfall vorab ankündigte. Der umfassende Rückbau von Ringhals 1 und 2 soll Anfang 2023 eingeleitet werden. Der gesamte Abriss dürfte nach Angaben von Vattenfall zwischen acht und zehn Jahre dauern.

+++ 11.04 Uhr: Pandemie-Silvester: Samoa und Kiribati begrüßen 2021 +++

Im östlichsten Teil der Welt hat 2021 bereits begonnen: Als Erste begrüßten die Bewohner der Südsee-Inseln Samoa und Kiribati um 11.00 Uhr MEZ das neue Jahr. In beiden Ländern ist die Neujahrsstimmung aufgrund der Corona-Pandemie eher gedämpft. Obwohl es auf Kiribati noch keine Corona-Infektionen gegeben haben soll und in Samoa der erste Fall erst Mitte November gemeldet worden war, wurden öffentliche Feuerwerke abgesagt. Ausländische Touristen dürfen die Inseln im Südpazifik derzeit nicht besuchen.

Auch blicken beide Länder aufgrund des weltweiten Klimawandels besorgt ins neue Jahr. In Samoas Hauptstadt Apia haben Stürme zu Überflutungen geführt. Die 3000 Inseln, die zu Kiribati gehören, kämpfen aufgrund des steigenden Wasserspiegels des Pazifiks mit Überschwemmungen.

+++ 10.53 Uhr: Zehn Vermisste nach Erdrutsch in Norwegen +++

Mehr als 24 Stunden nach einem heftigen Erdrutsch in Norwegen gelten zehn Menschen weiterhin als vermisst. Einsatzkräfte suchten in der Nacht mit Drohnen und Hubschraubern weiter nach ihnen, sie fanden dabei einen Hund in dem Gebiet, wie die Polizei am Vormittag mitteilte. Zugleich forderte sie die Menschen in der Region auf, vor 23 Uhr kein Feuerwerk in der Region zu zünden, um die Helikopter und Drohnen in der Luft nicht zu gefährden.

Berichte über Tote gab es bis zum Vormittag nicht. Die Polizei machte bereits gestern Abend klar: “Der Fokus des Einsatzes liegt darauf, Leben zu retten.”

Der Erdrutsch in Ask etwa 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Oslo hatte sich am frühen Mittwochmorgen ereignet. Er dehnte sich auf einer Länge von etwa 700 Metern und einer Breite von 300 Metern aus. Mindestens zehn Menschen erlitten Verletzungen.

+++ 10.50 Uhr: 150 Migranten aus Booten vor Kanaren gerettet +++

Die spanische Seenotrettung hat im Atlantik vor der spanischen Kanareninsel Gran Canaria etwa 150 Migranten aus drei Booten gerettet. Die Menschen aus Afrika seien zur Versorgung und Registrierung an Land gebracht worden, schrieb die Seenotrettung auf Twitter.

Die Zahl der Menschen, die die lebensgefährliche Überfahrt von Afrika über den Atlantik Richtung der Inselgruppe wagen, ist in diesem Jahr stark gestiegen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR wurden seit Jahresbeginn 22.249 Migranten gezählt. Im Vorjahr waren es nur knapp 2700. Wie viele Menschen auf See starben, ist nicht bekannt. Das UNHCR geht von mehr als 400 Todesopfern aus.

+++ 10.13 Uhr: Hongkonger Aktivist und Medienmogul Jimmy Lai muss wieder in Haft +++

Der Hongkonger Medienmogul und Demokratie-Aktivist Jimmy Lai, der auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden war, muss wieder in Untersuchungshaft. Hongkongs Oberstes Berufungsgericht entschied zugunsten der Staatsanwaltschaft, die eine erneute Prüfung der Kautionsentscheidung des Obersten Gerichts gefordert hatte. Der 73-Jährige war Anfang Dezember zunächst wegen Betrugsvorwürfen und kurz darauf wegen angeblicher Verstöße gegen das Hongkonger Sicherheitsgesetz angeklagt worden. Bei einer Verurteilung droht ihm im schlimmsten Fall eine lebenslange Haftstrafe. Nach 20 Tagen Untersuchungshaft hatte Lai unter strengen Auflagen das Gefängnis am 23. Dezember verlassen, musste sich aber in Hausarrest begeben. Diese Entscheidung wurde nun revidiert.

+++ 9.18 Uhr: Ein Toter und sechs Verletzte nach Explosion in Wohnhaus in Lettland +++

Bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Lettlands Hauptstadt Riga ist ein Mensch ums Leben gekommen, sechs weitere Menschen wurden verletzt. Das dreistöckige Gebäude wurde von der Wucht der vermutlich durch Gas verursachten Explosion teilweise zerstört, meldete der lettische Rundfunk unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Die Feuerwehr rettete demnach drei Bewohner aus dem der Stadt Riga gehörenden Haus, fünf weitere brachten sich selbst in Sicherheit. Die genaue Unglücksursache wird noch ermittelt.

+++ 7:55 Uhr: Weitere Nachbeben in Kroatiens Zentralregion +++

Nach dem Erdbeben am Dienstag haben in der Nacht weitere Nachbeben die Zentralregion Kroatiens erschüttert. Das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) meldete im Raum Petrinja einen Erdstoß der Stärke 3,8 sowie zwei der Stärke 3,1. Das Beben am Dienstag hatte die Stärke 6,4. Es hatte die Kleinstädte Sisak, Petrinja und Glina sowie dazwischen liegende Dörfer verwüstet. Sieben Menschen waren ums Leben gekommen, 26 weitere hatten Verletzungen erlitten. In der Region südöstlich von Zagreb bebt die Erde seit Montag. Mit Stand Mittwochnachmittag waren 66 Erdstöße innerhalb von 58 Stunden verzeichnet worden. 

+++ 5.11 Uhr: Trump und First Lady verbringen Silvester überraschend in Washington +++

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania verbringen Silvester überraschend in Washington. Die beiden sollten am Donnerstagvormittag (Ortszeit) und damit früher als geplant in Florida aufbrechen, wie aus dem vom Weißen Haus veröffentlichten Tagesprogramm hervorging. Trump wird somit auch nicht bei der Neujahrsparty in seinem Club-Resort Mar-a-Lago zugegen sein, obwohl Gäste dies erwartet hätten, berichteten US-Medien. Gründe für die verfrühte Abreise nannte das Weiße Haus nicht.

+++ 4.50 Uhr: “Schlimmster Serienmörder der US-Geschichte” im Alter von 80 Jahren gestorben +++

Der “schlimmste Serienmörder der US-Geschichte” ist im Alter von 80 Jahren in Kalifornien gestorben. Samuel Little, der im vergangenen Jahr die Ermordung von 93 Menschen gestanden hatte, sei am frühen Mittwoch (Ortszeit) in einem Krankenhaus gestorben, teilte die Gefängnisleitung mit. Das Obduktionsergebnis steht demnach noch aus.

Little hatte gestanden, 93 Menschen – die meisten davon Frauen – zwischen 1970 und 2005 umgebracht zu haben. Seine Mordserie von Küste zu Küste blieb jahrzehntelang unentdeckt. Die Opfer des ehemaligen Boxers waren meist Drogenabhängige und Prostituierte, nicht alle konnten bislang identifiziert werden. Die Ermittler wiesen Littles Beteiligung an 50 Morden nach, hielten jedoch auch seine Angaben zu den 43 weiteren Fällen für glaubwürdig.

+++ 4.10 Uhr: Trierer Amokfahrer macht keine Angaben zum Motiv +++

Rund einen Monat nach der Amokfahrt in Trier mit fünf Toten und vielen Verletzten ist das Motiv des Täters weiter unklar. Der Inhaftierte habe dazu bislang keine Einlassungen gemacht, teilte Polizeisprecher Karl-Peter Jochem auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Trier mit. Die 50-köpfige Sonderkommission “Fußgängerzone” sei derzeit dabei, das Tatgeschehen anhand von Zeugenaussagen, Spuren und Videos zu rekonstruieren.

+++ 2.45 Uhr: Ärger über Wahlergebnis: Trump startet neuen Versuch am Supreme Court +++

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat sich in seinem Ärger über den Ausgang der Wahl erneut an das Oberste Gericht gewandt. Trump habe eine Klage beim Supreme Court in Washington eingereicht, mit der er erreichen wolle, dass die Wahl im Bundesstaat Wisconsin wegen “mehrfacher Rechtsbrüche” für verfassungswidrig und ungültig erklärt werde, teilte sein Wahlkampfteam mit. Trump wolle zudem erreichen, dass das Parlament in dem Bundesstaat alternative Wahlleute ernennt.

+++ 2.18 Uhr: USA verhängen neue Zölle auf französische und deutsche Produkte +++

Im langjährigen Streit über Subventionen für die Flugzeughersteller Airbus und Boeing wollen die USA zusätzliche Zölle auf französische und deutsche Produkte erheben. Die Zölle betreffen “Flugzeugbauteile aus Frankreich und Deutschland, bestimmte Weine sowie Cognacs und andere Branntweine aus Frankreich und Deutschland”, wie der US-Handelsbeauftragte (USTR) mitteilte. Den Schritt bezeichnete der USTR als Maßnahme gegen die von der Europäischen Union verhängten Zölle, die er als unfair erachtet. Die Zölle sind Teil des Streits um öffentliche Beihilfen, die an Airbus und Boeing gezahlt werden. Außerdem wurde die EU in diesem Jahr von der Welthandelsorganisation (WTO) ermächtigt, zusätzliche Zölle auf US-Produkte zu erheben.

+++ 1.32 Uhr: Königin Elizabeth setzt britisches Brexit-Gesetz in Kraft +++

Der Weg für den Brexit-Handelspakt zwischen Großbritannien und der Europäischen Union ist frei. Königin Elizabeth II. stimmte dem Ratifizierungsgesetz des britischen Premierministers Boris Johnson in der Nacht zu. Damit tritt es nun in Kraft.

+++ 1.03 Uhr: Raumfahrer der ISS können 16 Mal ins neue Jahr rutschen +++

Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS kann in diesem Jahr gleich 16 Mal ins neue Jahr starten. So oft umrundet die Station die Erde am Silvestertag, wie Kosmonaut Sergej Kud-Swertschkow im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb. Das erste Mal werden die Raumfahrer um 13 Uhr (MEZ) anstoßen – wenn sie in 400 Kilometer Höhe über der Halbinsel Kamtschatka fliegen. Die ISS umkreist den Planeten alle eineinhalb Stunden.

+++ 0.43 Uhr: Bericht: Bund und Länder rechnen mit Krisen-Ausgaben von 1,3 Billionen Euro für 2020 +++

Die Kosten zur Bewältigung der Corona-Pandemie für Bund und Länder belaufen sich allein in diesem Jahr einem Medienbericht zufolge auf bis zu 1,3 Billionen Euro. Die Berechnung umfasst die Staatshilfen und öffentlichen Ausgaben, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Darin enthalten sei der Gesamtbetrag “aller Hilfspakete, die in der Corona-Krise bislang seitens der Regierungen in Bund und Ländern auf den Weg gebracht wurden”, die erwarteten Einnahmeausfälle durch die Krise sowie die Summe der Garantien von rund 826,5 Milliarden Euro, die Bund und Länder gewährleisten. Für das Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung dem Bericht zufolge mit weiteren Corona-Folgekosten von rund 184 Milliarden Euro, die aber auch nicht oder unvollständig in Anspruch genommene Gelder aus dem Jahr 2020 beinhalten können.

kng
DPA
AFP

Leave a Comment