Press "Enter" to skip to content

News heute: Öl-ähnliche Substanzen in der Ostsee

Die News von heute im stern-Ticker.

Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier.

Die News von heute im stern-Ticker:

17.27 Uhr: Schwedische Küstenwache meldet Mineralöl in der Ostsee

Eine Öl-ähnliche und mutmaßlich für die Umwelt schädliche Substanz ist auf einer großen Fläche von mehreren Quadratkilometern in der Ostsee entdeckt worden. Wie die schwedische Küstenwache mitteilte, bedeckt der Stoff südöstlich der Insel Öland eine Wasserfläche von 26 Quadratkilometern – das entspricht nach Angaben der Behörde 365 Fußballplätzen.

Die Küstenwache erklärte, dass es sich vermutlich nicht um Mineralöl, aber um eine ähnliche Substanz handele. Bekämpft werden könne sie derzeit nicht, Land werde sie Berechnungen zufolge nicht erreichen. Für den Menschen stellt die Substanz laut bisherigen Analysen keine direkte Gefahr dar. Vorläufige Daten zeigen demnach aber, dass sie schädlich für Meeresumwelt und Tiere ist.

17.15 Uhr: Fridays for Future kritisiert Wahlprogramm der Grünen

An ihrem globalen Aktionstag haben die Klimaschützer von Fridays for Future das gerade erst vorgestellte Wahlprogramm der Grünen als unzureichend kritisiert. “Mit dem vorgestellten Programm bleiben die Grünen meilenweit hinter ihren Versprechen an eine 1,5-Grad-konforme Politik zurück”, sagte die Aktivistin Carla Reemtsma der “Deutschen Presse-Agentur”. Der im Programm geforderte CO2-Preis in Höhe von 60 Euro sei viel zu niedrig. Im Superwahljahr 2021 sei es “die Verantwortung aller Parteien, klimagerechte Programme” vorzulegen.

16.34 Uhr: Jemens Huthi-Rebellen attackieren Ölanlage in Saudi-Arabien

Jemens Huthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben eine Ölanlage in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad mit mehreren Drohnen angegriffen. Diese hätten ihr Ziel “mit großer Genauigkeit” getroffen, erklärte ein Huthi-Sprecher. Saudi-Arabien bestätigte den Angriff. Aus dem Energieministerium in Riad hieß es, in der Raffinerie sei ein Feuer ausgebrochen, wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA meldete. Die Ölversorgung sei nicht beeinträchtigt worden. Es habe keine Opfer gegeben.

16.31 Uhr: Greenpeace verlässt Landwirtschaftskommission

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace steigt aus der Kommission der Bundesregierung zur Zukunft der Landwirtschaft aus. Grund sei, dass Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) mit Plänen zur nationalen Umsetzung der künftigen EU-Agrarfinanzierung das Gremium ignoriere. Für die Arbeit in einer Kommission, deren Vorschläge erst in ferner Zukunft berücksichtigt werden sollten, stehe er nicht zur Verfügung, sagte Greenpeace-Chef Martin Kaiser am Freitag. “Wenn Klöckner damit durchkommt, sind die wichtigsten Leitplanken der Agrarpolitik bis 2027 zementiert.” Nur über die EU-Milliarden könne es aber gelingen, die Landwirtschaft ökologisch zu modernisieren.

Die vom Kabinett eingesetzte “Zukunftskommission” soll einen breiten Konsens suchen und bis zum Sommer Empfehlungen vorlegen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte das Gremium nach Bauernprotesten Ende 2019 vorgeschlagen. Ihm gehören Vertreter von Landwirten und Ernährungsbranche, Natur- und Tierschützern sowie Handel und Wissenschaft an. Merkel hatte erst am Dienstag an einer Sitzung teilgenommen. Greenpeace hatte bereits mit einem Ausstieg gedroht.

16.23 Uhr: Gebärdensprache und Streuobstanbau sind immaterielles Kulturerbe

Die deutsche Gebärdensprache, die Herstellung von Lauschaer Christbaumschmuck und der Streuobstanbau zählen jetzt zum sogenannten immateriellen Kulturerbe in Deutschland. Die Kulturministerkonferenz und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erweiterten das bundesweite Verzeichnis am Freitag um insgesamt 18 Beiträge. Damit gehören in Deutschland nun insgesamt 126 Traditionen oder Handwerke zum immateriellen Kulturerbe. Weiterhin aufgenommen wurden in die Liste des immateriellen Kulturerbes unter anderem das Uhrmacherhandwerk, die traditionelle Karpfenteichwirtschaft in Bayern oder das Ringreiten, bei dem Ringe mit einer Lanze aufgespießt werden.

16.14 Uhr: Bundesgerichtshof fällt erstes Urteil im NSU-Prozess

Fast drei Jahre nach dem Urteil im NSU-Prozess hat der Bundesgerichtshof (BGH) eine erste Entscheidung getroffen. Der für Staatsschutzverfahren zuständige Strafsenat verwarf die Beschwerde des in dem Verfahren zu einer Jugendstrafe verurteilten Carsten S. gegen die Übernahme der Kosten in dem Prozess, wie der BGH am Freitag mitteilte. Die Bundesrichter stuften diese Beschwerde als unzulässig ein.

15.57 Uhr: Toter Buckelwal an britischer Küste angeschwemmt

Ein rund elf Meter langer Buckelwal ist an der nordostenglischen Nordseeküste angeschwemmt worden. Der Meeressäuger sei bereits tot gewesen, sagte ein Sprecher der Küstenwache  der Nachrichtenagentur DPA zufolge. Der Strand nahe Blyth in der Grafschaft Northumberland wurde abgesperrt. Ein Gemeindesprecher rief Spaziergänger auf, ihre Hunde anzuleinen. Weil der Wal bereits teilweise verwest sei, halte sich ein unangenehmer Geruch in der Gegend. Das Tier solle so schnell wie möglich abtransportiert werden. Buckelwale sind eher selten in der Nordsee anzutreffen. Erst vor kurzem war aber ebenfalls in Nordostengland ein weiterer Buckelwal angespült worden.

Wal-Kadaver wird von Küstenwache geborgen

15.24 Uhr: CDU will Leserbriefe in Lokalzeitung stoppen

Die angestrebte Bundestagskandidatur von Friedrich Merz hat in seiner sauerländischen Heimat für einen ungewöhnlichen Vorgang gesorgt: Der örtliche CDU-Kreischef forderte die Lokalzeitung “Westfalenpost” schriftlich dazu auf, keine Leserbriefe mehr zu der Kampfabstimmung zwischen Merz und dem amtierenden Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg zu veröffentlichen. Nach der Abstimmung am 17. April gebe es “ausreichend Gelegenheit für die Leserinnen und Leser sich zu äußern”.

Die Redaktion der “Westfalenpost” betonte in ihrem Bericht am Freitag, dass man auch weiterhin Leserbriefe abdrucken werde, “nachdem diese der üblichen Prüfung unterzogen wurden.” Ebenso wie die redaktionelle Berichterstattung seien Leserbriefe Teil der Meinungsbildung. „Dass im Vorfeld – auch von innerparteilichen – Kampfkandidaturen oder Kampfabstimmungen Medien Meinungsäußerungen zurückhalten, entspricht nicht unserem journalistischen Leitbild.“

15.22 Uhr: Toyota stoppt Produktion wegen Chipmangel

Das Toyota-Werk im tschechischen Kolin muss wegen Chipmangels vorübergehend die Pkw-Produktion unterbrechen. Die Fließbänder werden von Sonntag an für zwei Wochen stillstehen, wie ein Sprecher auf Anfrage bestätigte. Extremes Wetter habe zu Lieferengpässen bei einem nordamerikanischen Halbleiter-Lieferanten geführt, hieß es. Der Mangel an Elektronik-Chips für Autos bereitete in letzter Zeit auch anderen Autoherstellern Probleme, darunter Volkswagen und Daimler.

14.40 Uhr: Nach Tod von Tansanias Staatschef: Neue Präsidentin vereidigt

Nach dem Tod von Präsident John Magufuli hat Tansania eine neue Staatschefin. Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan wurde in Daressalam als neue Präsidentin vereidigt und ist somit die erste Frau, die das Amt bekleidet. Die aus Sansibar stammende Politikerin ist seit 2015 Vizepräsidentin; davor war sie unter anderem Abgeordnete in Tansanias Parlament und Ministerin in der halbautonomen Region Sansibar. Sie übernimmt das Amt bis zur nächsten Wahl 2025. Magufuli starb nach Angaben seiner Vizepräsidentin am Mittwoch im Alter von 61 Jahren an Herzversagen.

14.39 Uhr: Brexit-Streit: Weber fordert Lösung bis Ostern

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber knüpft die Ratifizierung des Handelsabkommens mit Großbritannien an eine Schlichtung des Streits über die Brexit-Sonderregeln für Nordirland. Falls bis Ostern keine Lösung gefunden werde, sehe er nicht, wie das EU-Parlament in dieser Zeit den Brexit-Handelsvertrag bestätigen könne, sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei nach einer Meldung des “Spiegels”. “Wir werden uns von Boris Johnson nicht vorführen lassen.” Die britische Regierung hatte angekündigt, die im EU-Austrittsvertrag vereinbarten Einfuhrkontrollen in Nordirland einseitig um ein halbes Jahr zu verschieben. Das eigenmächtige Abweichen vom gültigen Abkommen erbost die EU. Sie hat deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet.

14.38 Uhr: Polen: Mehr als 20 Verletzte bei Unfall mit zwei Bussen

Bei einem Unfall mit zwei Bussen in der polnischen Hafenstadt Stettin sind nach Polizeiangaben 22 Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Unter den Verletzten seien viele Soldaten, sagte ein Sprecher der örtlichen Polizei der Nachrichtenagentur DPA. Beide Busse waren nach Angaben der polnischen Armee angemietet worden, um 50 Soldaten aus Stargard zu Proben für eine Feier nach Stettin zu bringen. An dem Unfall waren auch zwei Transporter beteiligt. Genauere Angaben zum Hergang machte die Polizei zunächst nicht. Bei dem Schwerverletzten handelt es sich laut Polizei um einen der Busfahrer, der in der Kabine eingeklemmt war und von Feuerwehrleuten befreit werden musste. Die meisten Soldaten wurden nur leicht verletzt.

14.35 Uhr: Gauland: AfD muss “besonders stark” Nichtwähler ansprechen

Der Ehrenvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, rät seiner Partei, nach Stimmverlusten bei den letzten beiden Landtagswahlen vermehrt auf Nichtwähler zu setzen. Die AfD müsse “mit ihren Botschaften besonders stark die Gruppe der Nichtwähler ansprechen”, sagte der 80-Jährige Fraktionsvorsitzende im Bundestag dem “Spiegel”. “Bürgerlich kann nicht heißen, dass wir die Arbeiter links liegen lassen.” Das schlechte Abschneiden seiner Partei bei den Wahlen auf Landesebene nannte Gauland einen “Weckruf”.

14.25 Uhr: Sieben von zehn Deutsche sehen ein Amigo-Problem bei der CSU

Sieben von zehn Deutschen glauben, dass die CSU ein generelles Problem mit fragwürdigen Nebentätigkeiten ihrer Abgeordneten hat. In einer repräsentativen Umfrage für die “Augsburger Allgemeine” wurden deutschlandweit Internetnutzer gefragt: “Hat die CSU Ihrer Meinung nach ein strukturelles Problem mit unsauberen Privatgeschäften von politischen Mandatsträgern?” Mehr als 72 Prozent beantworteten dies mit “Ja” oder “Eher ja”. Die Unterschiede zwischen Befragten aus Bayern und ganz Deutschland waren dabei eher gering. Zuletzt hatte der CSU-Bundestagsabgeordnete Tobias Zech wegen möglicher “Interessenkollisionen” sein Mandat und seine Parteiämter niedergelegt.

14.24 Uhr: Flick entschuldigt sich für emotionalen Ausbruch gegen Salihamidzic

Trainer Hansi Flick hat sich nach seinem verkündeten Friedensschluss mit Hasan Salihamidzic noch einmal öffentlich für eine überzogene Aussage gegen den Sportvorstand entschuldigt. Ihm sei – auch unter der großen Anspannung einiger Corona-Fälle beim deutschen Rekordmeister in der jüngeren Vergangenheit – aus der Emotionalität heraus ein Satz gegen Salihamidzic herausgerutscht, “auf den ich nicht stolz war und der mir leid tut”. Den Inhalt des Satzes wiederholte der 56 Jahre alte Bayern-Coach jedoch nicht. Diese Sache und jüngste Meinungsverschiedenheiten seien aber nach einer Aussprache inzwischen ausgeräumt, wie Flick sagte. “Wir haben uns die Hand gegeben”, so Flick weiter.

14.22 Uhr: Deutsche wollen Verbrenner behalten

Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt einer aktuellen Umfrage zufolge ein Zulassungsverbot für neue Benzin- und Dieselautos ab. Auf die Frage: “Ab wann sollten Ihrer Meinung nach keine Autos mit Verbrennungsmotoren in Deutschland mehr verkauft werden?”, sagten 55 Prozent der Befragten: “Kein zeitliches Limit.” Die Grünen wollen ab dem Jahr 2030 “nur noch abgasfreie Neuwagen zulassen”. Laut der Umfrage stimmen lediglich 22 Prozent der befragten Bundesbürger dieser Forderung zu. Selbst unter den Grünen-Anhängern befürworten nur 55 Prozent ein solches Zulassungsverbot von Benzinern und Dieselautos.

14.21 Uhr: Migranten gefesselt ins Meer geworfen – Ankara beschuldigt Athen

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hat schwere Vorwürfe gegen die griechische Küstenwache erhoben. Die türkische Küstenwache habe in der Nacht Flüchtlinge aufgegriffen, die von griechischer Seite mit verbundenen Händen ins Meer geworfen worden seien, twitterte Soylu. Ein Mensch sei tot geborgen worden, zwei habe man retten können. Vier weitere würden vermisst. Die türkische Küstenwache berichtete von drei Toten. Athen äußerte sich vorerst nicht zu dem Vorfall. Die griechische Küstenwache habe die insgesamt sieben Migranten geschlagen, ihnen ihre Sachen abgenommen, sie mit Plastikhandschellen gefesselt und ohne Rettungsweste oder Boot im Meer zurückgelassen, hieß es. Soylu teilte ein Video, das die Rettung zeigen soll und in dem einer der mutmaßlichen Geretteten von dem Vorfall berichtete.

14.17 Uhr: Massenkarambolage im Hagel auf Autobahn 9 Richtung München

Auf der Autobahn 9 Richtung München sind nördlich von Ingolstadt mehrere Dutzend Autos und Laster ineinander gekracht. In die Massenkarambolage zwischen Denkendorf und Lenting seien nach bisherigen Erkenntnissen rund 30 Fahrzeuge verwickelt gewesen, twitterte die Polizei Oberbayern. Mindestens zwei Personen wurden schwer verletzt. Der Grund sei wohl Hagel gewesen, der plötzlich einsetzte. So verloren viele Fahrer die Kontrolle. Die Autobahn Richtung München wurde bei Lenting komplett gesperrt, auch die beiden linken Fahrstreifen Richtung Nürnberg.

14.09 Uhr: Essener Bischof fordert Änderung der Lehre zu Homosexualität

In einem Brief an alle Pfarreien im Bistum Essen hat Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck eine “ernsthafte und zutiefst wertschätzende Neubewertung der Homosexualität“ durch die katholische Kirche verlangt. Nach dem Nein des Vatikans zur Segnung homosexueller Paare habe er zahlreiche Zuschriften von Seelsorgerinnen und Seelsorgern erhalten, die ihm ihre offene Ablehnung der Position des Vatikans übermittelt hätten, berichtete Overbeck nach einer Mitteilung des Bistums.

News von heute: Droht eine Umweltkatastrophe? Schwedische Küstenwache meldet Öl-ähnliche Substanzen in der Ostsee

13.35 Uhr: Bulgarien deckt russisches Agentennetz auf

Im Nato- und EU-Staat Bulgarien soll erstmals eine organisierte Gruppe aufgedeckt worden sein, die für Russland spioniert hat. Festgenommen wurden fünf jetzige und frühere bulgarische Militärs, wie die Sprecherin des Generalstaatsanwalts, Sijka Milewa, sagte. Unter den Festgenommenen sei auch ein früherer Militärattaché, der jetzt das Register für klassifizierte Information beim bulgarischen Parlament leitet.

Chef der Spionagegruppe sei ein früherer hochgestellter Mitarbeiter der Militäraufklärung des bulgarischen Verteidigungsministeriums, sagte die Sprecherin weiter. Dieser sei bei der russischen Militäraufklärung ausgebildet worden. Seine Aufgabe sei gewesen, ein “illegales Agenturnetz” aufzubauen. Er habe Personen angeworben, die Zugang zu klassifizierter Information über Bulgarien, die Nato und die EU hätten.

13.18 Uhr: Nordkorea bricht Beziehungen zu Malaysia ab

Nordkorea hat seine diplomatischen Beziehungen zu Malaysia abgebrochen und damit die einst guten Verbindungen zwischen beiden Ländern gekappt. Pjöngjang reagierte mit dem Schritt auf die jüngste Auslieferung eines nordkoreanischen Staatsbürgers an die USA durch Malaysia, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Das nordkoreanische Außenministerium bezeichnete die Auslieferung als “unverzeihliches Verbrechen”, das in “blindem Gehorsam” unter dem Druck der USA erfolgt sei. 

Malaysia, das seit 1973 diplomatische Beziehungen zu Pjöngjang unterhielt, erklärte am Freitag, es bedauere den Schritt “zutiefst” und forderte alle nordkoreanischen Diplomaten auf, das Land binnen 48 Stunden zu verlassen.

12.55 Uhr: Heimlich Kondom entfernt: Gericht hebt Freispruch auf

Wenn ein Mann beim Geschlechtsverkehr heimlich das Kondom entfernt, obwohl die Frau dem Akt ausdrücklich nur mit Kondom zugestimmt hat, erfüllt dies den Tatbestand eines sexuellen Übergriffs – zu diesem Schluss ist das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht (OLG) gekommen. Die Richter des II. Strafsenats hoben einen Freispruch des Kieler Amtsgerichts zu einem Fall des sogenannten Stealthings (von “stealt” = engl. List) auf. Das Amtsgericht Kiel hatte den Mann im November 2020 freigesprochen.

12.52 Uhr: BBC-Journalist in Myanmar vermisst

Ein Journalist der britischen BBC in Myanmar ist nach Angaben des Senders von Unbekannten verschleppt worden. “Wir sind äußerst besorgt wegen unseres BBC-News-Reporters Aung Thura, der von unbekannten Männern mitgenommen wurde”, teilte die BBC im Onlinedienst Twitter mit. Der myanmarische BBC-Mitarbeiter arbeitete für das lokale Programm des Senders.

Nach Angaben der myanmarischen Nachrichtenwebsite Mizzima wurde auch einer ihrer Reporter, Than Htike Aung, zusammen mit Aung Thura in Naypyidaw “festgenommen”. Die BBC rief die Behörden in Myanmar auf, dabei zu helfen, den Kontakt zu ihrem vermissten Reporter herzustellen und zu bestätigen, “dass er in Sicherheit ist”.

News von heute: Droht eine Umweltkatastrophe? Schwedische Küstenwache meldet Öl-ähnliche Substanzen in der Ostsee

12.46 Uhr: Migranten gefesselt ins Meer geworfen – Ankara beschuldigt Athen

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hat schwere Vorwürfe gegen die griechische Küstenwache erhoben. Die türkische Küstenwache habe in der Nacht Flüchtlinge aufgegriffen, die von griechischer Seite mit verbundenen Händen ins Meer geworfen worden seien, twitterte Soylu am Freitag. Ein Mensch sei tot geborgen worden, zwei habe man retten können. Vier weitere würden vermisst. Türkische Medien berichteten von drei Toten. Athen äußerte sich vorerst nicht zu dem Vorfall.

Die griechische Küstenwache habe die insgesamt sieben Migranten geschlagen, ihnen ihre Sachen abgenommen, sie mit Plastikhandschellen gefesselt und ohne Rettungsweste oder Boot im Meer zurückgelassen, hieß es. Soylu teilte ein Video, das die Rettung zeigen soll und in dem einer der mutmaßlichen Geretteten von dem Vorfall berichtete.

12.40 Uhr: Meeresforscher wegen Spionage für China verurteilt

In Estland ist ein Wissenschaftler von einem Gericht in Tallinn einem Medienbericht zufolge zu einer Haftstrafen von drei Jahren wegen Spionage für China verurteilt worden. Der bekannte Meeresforscher soll für den chinesischen Geheimdienst gearbeitet und dafür bezahlt worden sein, berichteten die estnische Wochenzeitung „Eesti Ekspress“ und das US-Nachrichtenportal “The Daily Beast”. Demnach habe der im September 2020 gemeinsam mit einem Komplizen festgenommene Mann seine Schuld eingestanden.

Norwegen: Ist dieser Beluga-Wal ein russischer Spion? Fischer entdecken verdächtiges Zaumzeug

12.32 Uhr: EU-Kommission verklagt Vereinigtes Königreich

Die EU-Kommission verklagt das Vereinigte Königreich vor dem Europäischen Gerichtshof, weil es aus Sicht der Brüsseler Behörde gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen hat. Konkret geht es unter anderem um Steuererleichterungen und andere Unterstützungsmaßnahmen in Gibraltar. Insgesamt handle es sich, so die Kommission, um illegale staatliche Beihilfen in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro. Dies habe zu unfairen Vorteilen für manche Unternehmen geführt, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Freitag in Brüssel mit.

12.22 Uhr: Möglicherweise weniger Quarantäne für Flugreisende

Bundesregierung und Länder denken über Erleichterungen für Flugpassagiere nach. Nach dem Entwurf einer Arbeitsgruppe aus Bundesministerien, Ländervertretern und Verbänden sollen Reisende zumindest aus einfachen Risikogebieten künftig die Quarantäne mit einem einfachen negativen Corona-Test bei Einreise vermeiden können. Hierzu sollten auch zugelassene Antigen-Tests verwendet werden dürfen. Die Ergebnisse sollten umgehend zur vorherigen digitalen Einreiseanmeldung hochgeladen werden, geht aus einem Papier hervor, das der “Deutschen Presse-Agentur” vorlag.

12.20 Uhr: Soldaten wegen Spionagevorwürfen in Bulgarien festgenommen

Zwei Militärangehörige sind in Bulgarien wegen des Verdachts der Spionage festgenommen worden. Sie werden beschuldigt, geheime Informationen an einen ausländischen Staat weitergegeben zu haben, wie das Verteidigungsministerium in Sofia mitteilte. Bulgarische Medien hatten zuvor über die Festnahme mehrerer Verdächtiger berichtet, die für Russland spioniert haben sollen. Einer von ihnen habe versucht zu fliehen. Ermittler nahmen in dem Fall außerdem Durchsuchungen vor, wie aus Polizeikreisen verlautete.

12.15 Uhr: Die Gegner der Champions League stehen fest

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund muss im Viertelfinale der Champions League gegen Manchester City antreten. Das Duell mit dem Tabellenführer der englischen Premier League wurde am Sitz der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Nyon ausgelost. Titelverteidiger FC Bayern München trifft im Viertelfinale der Champions League auf den vergangenen Finalgegner Paris Saint-Germain.

11.49 Uhr: Weiterer Weihbischof wegen Missbrauchsgutachten beurlaubt

Die Veröffentlichung des Gutachtens zur Aufarbeitung von Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln hat weitere personelle Konsequenzen. Wie das Erzbistum mitteilte, bat der Kölner Weihbischof Ansgar Puff den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki um seine vorläufige Beurlaubung. Woelki entsprach demnach dieser Bitte und stellte Puff vorläufig von dessen Aufgaben frei.

11.30 Uhr: Russische Polizei durchsucht Büros des Kremlkritikers Chodorkowski

Ein halbes Jahr vor der Parlamentswahl in Russland hat die Polizei Büros der Organisation “Offenes Russland” des im Westen lebenden Kremlkritikers Michail Chodorkowski durchsucht. Betroffen seien auch die Redaktionsräume seines Onlineportals MBCh Media, wie Chodorkowski in sozialen Netzwerken mitteilte.

Nach Angaben der Redaktion hielten sich zum Zeitpunkt der Durchsuchung keine Mitarbeiter in dem Gebäude auf. Nach Angaben eines Anwaltes steht der Einsatz offenbar im Zusammenhang mit der Festnahme eines Aktivisten, der mit “Offenes Russland” zusammengearbeitet habe. Die staatliche Kommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor hatte zuvor vom Kurznachrichtendienst Twitter verlangt, den Account des Onlineportals wegen “Verstoßes gegen Gesetze” zu sperren.

Der frühere Ölmanager Chodorkowski gehört zu den finanzstarken Gegnern des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Behörden in Russland waren zuletzt vor allem massiv gegen Mitarbeiter und Unterstützer des inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny vorgegangen. Im September wird eine neue Staatsduma gewählt.

11.20 Uhr: Drei Menschen sterben bei Gasexplosion in Russland

Bei einer Gasexplosion in einem neunstöckigen Plattenbau nordwestlich der russischen Hauptstadt Moskau sind drei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein drei Jahre altes Kind. Ein zwölf Jahre altes Kind sei aus den Trümmern gerettet worden, teilten die Behörde mit. Insgesamt seien mindestens vier Menschen verletzt worden. Auf Videos war zu sehen, wie Teile der Fassade durch die Wucht der Explosion herausgerissen wurden. Die Behörden wollten prüfen, ob zum Beispiel ein Leck an einer Gasleitung zu dem Vorfall führte. In Russland kommt es immer wieder zu Gasexplosionen mit Toten und Verletzten. Wie Medien berichteten, sollte der Dreijährige eigentlich im Kindergarten sein, blieb aber wegen Krankheit zu Hause.

11.08 Uhr: Oscar-Verleihung wird nicht übertragen

Die Oscars mal intim und nur vor Ort: Bei der Verleihung der diesjährigen Academy Awards soll es keine Videoschalten geben. Stattdessen sollen die Nominierten vor Ort sein, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die Produzentinnen und Produzenten der Show berichtete. Zuvor werden den Angaben nach alle auf das Coronavirus getestet. Auch werde ein „Covid-19 safety team“ bei der 93. Oscar-Gala am 25. April anwesend sein und für die Sicherheit sorgen. Wie die Jahre zuvor findet auch die diesjährige Trophäen-Verleihung im traditionellen Dolby Theatre in Downtown Los Angeles statt.

11.07 Uhr: Klimaprotesttag ist gestartet

Zahlreiche überwiegend junge Demonstranten in verschiedenen Weltteilen haben den ersten globalen Klimastreiktag seit knapp einem halben Jahr eingeläutet. Die internationale Klimabewegung Fridays for Future und die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teilten bereits in den Morgenstunden Bilder und Eindrücke von Protestaktionen in aller Welt. Darunter waren vor allem diejenigen von Aktivisten in Staaten, die die Folgen der Klimakrise bereits heute stark spüren, etwa asiatische Länder wie Bangladesch, Sri Lanka und die Philippinen oder das afrikanische Kenia.

Fridays for Future hatte für diesen Freitag zum ersten globalen Klimagroßprotest des Jahres aufgerufen. Unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises – keine leeren Versprechungen mehr – wollten die Organisatoren in mehr als 50 Ländern gegen die Förderung fossiler Brennstoffe und eine aus ihrer Sicht verfehlte und mangelhafte Klimapolitik protestieren. In Deutschland sind nach Angaben der Veranstalter unter Einhaltung von Corona-Hygieneregeln Präsenz-Aktionen in mehr als 210 Städten geplant. Größere Kundgebungen sollten etwa in Berlin, Köln und Hamburg stattfinden.

10.53 Uhr: Keine neuen EU-Sanktionen gegen Türkei

Vor den Beratungen mit dem türkischen Präsidenten Präsident Recep Tayyip Erdogan plant die EU vorerst keine neuen Sanktionen im Gasstreit im östlichen Mittelmeer. Die Planungen für neue Strafmaßnahmen lägen weiter auf Eis, hieß es von EU-Diplomaten. Die EU-Außenminister hatten bereits Ende Januar beschlossen, zunächst keine neuen Sanktionen zu verhängen, nachdem Ankara sich in dem Konflikt mit Griechenland und Zypern gesprächsbereit gezeigt hatte.

Das Verhältnis der EU zur Türkei ist seit Jahren belastet. Neben dem Gasstreit sieht die EU auch Ankaras Rolle in den Konflikten in Syrien, Libyen oder Berg-Karabach kritisch. Regelmäßige Proteste gibt es zudem wegen der Menschenrechtslage in der Türkei. Gleichzeitig ist die Türkei aber ein wichtiger Partner für die EU in der Migrationsfrage. Ein vor fünf Jahren geschlossener Flüchtlingspakt sorgte dafür, dass die Ankunftszahlen in Griechenland deutlich zurückgingen.

10.42 Uhr: Firmenpleiten könnten sich 2021 verdoppeln

Die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel rechnet aufgrund der Corona-Pandemie noch in diesem Jahr mit einer Insolvenzwelle in Deutschland. Die Zahl der Firmenpleiten könne sich gegenüber 2020 mehr als verdoppeln. Insgesamt 35.500 Firmeninsolvenzen seien möglich, berichtete Crifbürgel-Geschäftsführer Frank Schlein in Hamburg.

Mehr als 300 000 Unternehmen seien aktuell in finanziellen Schwierigkeiten. Dies spiegle sich jedoch in den Insolvenzzahlen bislang noch nicht wieder. Die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft würden erst allmählich – in diesem und im kommenden Jahr – voll sichtbar, sagte Schlein. Neben dem “normalen” Insolvenzgeschehen drohten rund 16.500 zusätzliche Insolvenzen. “Betroffen sind vor allem Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern”, sagte Schlein.

News von heute: Droht eine Umweltkatastrophe? Schwedische Küstenwache meldet Öl-ähnliche Substanzen in der Ostsee

10.31 Uhr: 22 Verletzte bei Busunfall in Polen

 Bei einem Unfall mit zwei Bussen in der polnischen Hafenstadt Stettin sind nach Polizeiangaben 22 Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Unter den Verletzten seien viele Soldaten, sagte ein Sprecher der örtlichen Polize der “Deutschen Presse-Agentur”. An dem Unfall waren auch zwei Transporter beteiligt. Genauere Angaben zum Hergang machte die Polizei zunächst nicht.

Aufnahmen des Senders TVN24 zeigten, dass ein Bus auf den anderen aufgefahren war. Bei dem Schwerverletzten handelt es sich laut Polizei um einen der Busfahrer, der in der Kabine eingeklemmt war und von Feuerwehrleuten befreit werden musste. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand sei kritisch, hieß es weiter.

10.30 Uhr: Finnland bleibt glücklichstes Land der Erde

Wenn die Finnen über Glück im Sinne von Zufriedenheit reden, dann sprechen sie von “onn” – und davon haben sie offenbar eine ganze Menge: Finnland ist zum vierten Mal in Folge zum glücklichsten Land der Erde gewählt worden. Deutschland machte einen deutlichen Satz nach vorne und landet nach Rang 17 im Vorjahr diesmal auf Platz 7. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Weltglücksbericht hervor, der sich diesmal vor allem auf die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Wohlbefinden der Menschen fokussiert, darunter das Vertrauen der Bevölkerungen in ihre Mitmenschen und Regierungen.

Demnach bleiben die Finnen nach vorläufigen Daten auch in Corona-Zeiten die glücklichsten Menschen der Erde, gefolgt von Isländern und Dänen sowie den Menschen aus der Schweiz, der Niederlande und Schweden. Komplettiert werden die Top 10 von Norwegen, Neuseeland und Österreich. Die unglücklichsten unter den für 2020 ausgewerteten 95 Ländern sind dagegen Simbabwe, Tansania und Jordanien.

10.24 Uhr: Rassismusvorwurf in Europa League

Das hitzige Europa-League-Spiel der Glasgow Rangers gegen Slavia Prag dürfte zum Fall für die UEFA werden. Nach dem 0:2 der Rangers daheim gegen die Tschechen erheben beide Seiten Vorwürfen in Richtung des Gegners. Laut Glasgows Trainer Steven Gerrard wurde sein Spieler Glen Kamara von Ondrej Kudela rassistisch beleidigt. “Es ist krank, schrecklich”, sagte der 40 Jahre alte ehemalige englische Nationalspieler und betonte: “Jetzt ist die Sache bei der UEFA und ich hoffe nur, dass sie nicht unter den Teppich gekehrt wird.”

Die Tschechen, die durch den Auswärtssieg das Viertelfinale der Europa League erreichten, stritten den Rassismusvorwurf vehement ab. Sie beschuldigten vielmehr Kamara, Kudela nach dem Spiel geschlagen zu haben. Kudela sei von Kamara beleidigt worden und mit Fäusten am Kopf getroffen worden, hieß es in einem Statement auf der Homepage von Slavia.

10.22 Uhr: Gericht beschließt: Achillessehnenriss kein Arbeitsunfall

Ein bewusstes seitliches Ausweichen beim Völkerball während einer Bewegungstherapie kann laut einem Gerichtsbeschluss nicht zum Riss einer bis dahin gesunden Archillessehne führen. Eine Sehnenruptur bei einer solchen Ausweichbewegung könne nur in Kombination mit einer Vorschädigung der Sehne auftreten und sei daher kein Arbeitsunfall, befand das hessische Landessozialgericht in einem veröffentlichten Beschluss.

Im dem Rechtsstreit ging es um einen Unfall, den ein Versicherter bei einem Aufenthalt in einer Rehaklinik auf Kosten der Deutschen Rentenversicherung erlitten hatte. Bei einem Völkerballspiel während einer Bewegungstherapiestunde zog er sich beim Ausweichen vor dem Ball einen Riss der Achillessehne zu.

10.21 Uhr: 99-jähriger Brite singt und sammelt fast 3000 Pfund

Ein 99 Jahre alter Brite hat mit seiner Performance eines alten Kriegsliedes bereits mehr als 2700 Pfund Spenden (umgerechnet rund 3160 Euro) für andere Kriegsveteranen gesammelt. “Ich wollte gerne Geld sammeln für die Kollegen, mit denen ich im Krieg war“, erzählte der im südenglischen Maidstone lebende Charlie Pallett der Nachrichtenagentur PA. Dass er mittlerweile schwerhörig und als blind registriert ist, hielt den 99-Jährigen nicht davon ab, sich beim Singen seines Lieblingsliedes “Keep Right On to The End of The Road” aufnehmen zu lassen und das Video für den guten Zweck im Netz zu verbreiten.

Pallett feiert im April seinen 100. Geburtstag – statt Geschenken wünschte er sich Spenden für die Organisationen “Help for Heroes”. Diese unterstützt Veteranen, die körperliche oder psychische Schäden erlitten haben.

9.35 Uhr: Triebwerke der künftigen Nasa-Mondrakete erfolgreich getestet

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat erfolgreich die Triebwerke einer Rakete getestet, die im Rahmen des Programms “Artemis” in Zukunft Astronauten zum Mond bringen soll. Die vier RS-25-Triebwerke der Trägerrakete SLS seien wie geplant für acht Minuten und 19 Sekunden gezündet worden, teilte die Nasa mit. Der Erfolg des als “hot fire” bekannten Tests sei ein Meilenstein der “Artemis”-Mission, sagte der kommissarische Nasa-Chef Steve Jurczyk. Ein erster Versuch war Mitte Januar vorzeitig abgebrochen worden.

Mars-Landung: Nasa versteckt geheime Botschaft im Fallschirm – und das hat Tradition

8.58 Uhr: Erste Frau wird in Tansania als Staatspräsidentin vereidigt

Nach dem Tod von Präsident John Magufuli hat Tansania eine neue Staatschefin. Vizepräsidentin Samia Suluhu Hassan wurde in Daressalam als neue Präsidentin vereidigt und ist somit die erste Frau, die das Amt bekleidet.

Die aus Sansibar stammende Politikerin ist seit 2015 Vizepräsidentin; davor war sie unter anderem Abgeordnete in Tansanias Parlament und Ministerin in der halbautonomen Region Sansibar. Sie übernimmt das Amt bis zur nächsten Wahl 2025.

8.56 Uhr: Studentin schmuggelt 100 Kilo verbotener Kosmetik

Rund 100 Kilogramm verbotene Cremes und Kosmetikprodukte haben Zollbeamte am Münchner Flughafen im Gepäck einer 22-jährigen Studentin gefunden. Wie der Zoll berichtete, hatte die junge Frau den Abfertigungsbereich mit mehreren Reisetaschen verlassen wollen. Als die Beamten diese kontrollierten, stießen sie darin auf etwa 400 verbotene rezeptpflichtige Cremes sowie 100 Kosmetikprodukte, die nicht in die EU oder nach Deutschland eingeführt werden dürfen.

8.42 Uhr: Laschet und Kurz fordern europäische Lösung im Kampf gegen Corona

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz haben im Kampf gegen die Corona-Pandemie europäische Lösungen angemahnt. “Das Virus macht nicht an einer Grenze halt”, sagte Laschet vor einem Vier-Augen-Gespräch mit Kurz in Berlin. “Wir brauchen eine Kooperation über die Grenzen hinweg. Wir können in der Pandemie nur voneinander lernen.”

Kurz sieht Europa bei der Corona-Pandemie “auf den letzten Metern”. “So dramatisch es ist, dass wir jetzt noch immer diese Pandemie ertragen müssen, so schön wird es sein, wenn wir im Sommer endlich wieder normal leben können”, sagte er.

8.17 Uhr: Schwierige Regierungsbildung in Israel

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich Umfragen zufolge eine schwierige Regierungsbildung ab. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und sein rechtskonservativer Likud gingen am Freitag in Erhebungen unter anderem für „Israel Hayom“ zwar als stärkste Kraft hervor. Für die Bildung einer Koalition aus Parteien des rechten Lagers reicht es für den 71-Jährigen jedoch nicht.

8.14 Uhr: Sprecher von Aung San Suu Kyi festgenommen

Die Militärjunta in Myanmar hat in der Nacht ein weiteres prominentes Mitglied von Aung San Suu Kyis Regierungspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD) festgenommen. Es handele sich um den Parteisprecher Kyi Toe, der seit dem Putsch die Medien im Land über die NLD und die Entwicklungen informiert hatte, teilte Phyo Zayar Thaw, ein weiteres bekanntes Mitglied der Partei, auf Facebook mit. Beobachtern zufolge wird befürchtet, dass Kyi Toe gefoltert werden könnte. In den vergangenen Wochen waren bereits zwei NLD-Mitglieder kurz nach ihrer Inhaftierung gestorben.

4.00 Uhr: Lkw statt Waggon: Marktanteil des Schienengüterverkehrs geht zurück

Der Marktanteil des Schienengüterverkehrs in Deutschland ist in der Coronakrise zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor. Demnach sank unter Verweis auf Prognosewerte bei der Transportleistung der Marktanteil des Güterverkehrs auf der Schiene von 19 Prozent im Jahr 2019 auf 17,5 Prozent im Jahr 2020. Der Anteil des Straßengüterverkehrs stieg dagegen leicht. Gründe dafür wurden nicht genannt.

3.52 Uhr: Frau bei Spaziergang mit Enkeln von Auto erfasst und gestorben 

Bei einem Spaziergang mit dem wenige Monate alten Enkel im Kinderwagen und dessen elfjähriger Schwester ist eine 60-Jährige am Rand einer Landstraße in Kriegsfeld in Rheinland-Pfalz von einem Auto angefahren und getötet worden. Auch der Kinderwagen des Babys sei am Donnerstagnachmittag vom Wagen eines 71-Jährigen erwischt und durch die Luft geschleudert worden, sagte ein Polizeisprecher. Der kleine Junge sei aber unverletzt geblieben und zur Überwachung in ein Krankenhaus gekommen. Die Frau starb in einer Klinik, die Elfjährige wurde nicht verletzt.

1.21 Uhr: Mindestens 13 Polizisten in Mexiko bei Angriff auf Patrouille getötet

Mutmaßliche Kartell-Mitglieder haben in Mexiko mindestens 13 Polizisten getötet. Ein patrouillierender Konvoi der Polizei geriet in der zentralmexikanischen Gemeinde Coatepec Harinas in einen Hinterhalt, wie Sprecher der Staatsanwaltschaft und der Polizei mitteilten. Die Beamten seien im Kampf gegen Gruppen des organisierten Verbrechens im Einsatz gewesen, die in der Gegend – etwa 140 Kilometer südwestlich von Mexiko-Stadt – aktiv seien. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht.

0.11 Uhr: Migration an US-Südgrenze: Rund 14.000 Kinder in Obhut der Behörden

Derzeit sind gut 14.000 unbegleitete minderjährige Migranten und Flüchtlinge in der Obhut der amerikanischen Behörden, nachdem sie über die südliche US-Grenze ins Land gekommen sind. Aktuell würden 9562 Kinder vom Heimatschutzministerium betreut und rund 4500 von der Grenzschutzbehörde CBP, erklärten ranghohe Beamte der US-Regierung in einem Briefing für Journalisten. “Unser oberstes Ziel ist es, unbegleitete Kinder so schnell wie möglich mit einem Angehörigen oder Sponsor in den Vereinigten Staaten zu vereinen”, sagte eine Beamtin. Etwa 90 Prozent der Minderjährigen könnten auf diesem Weg aus der Obhut der Behörden entlassen werden.

Die Zahl der Migranten, die aus Mexiko kommend illegal in die USA einreisen, ist zuletzt deutlich angestiegen. Daten des Grenzschutzes zufolge kamen allein im Februar knapp 9500 Minderjährige über die Grenze – fast doppelt so viele wie noch im Dezember.

News von heute: Droht eine Umweltkatastrophe? Schwedische Küstenwache meldet Öl-ähnliche Substanzen in der Ostsee

0.00 Uhr: USA werfen China Gefährdung der weltweiten Stabilität vor 

US-Außenminister Antony Blinken hat zum Auftakt eines Treffens mit chinesischen Diplomaten in Alaska schwere Vorwürfe gegen Peking erhoben. China bedrohe “die regelbasierte Ordnung, durch die die weltweite Stabilität aufrechterhalten wird”, sagte Biden zum Beginn der zweitägigen Beratungen im US-Bundesstaat Alaska. 

Es ist das erste Treffen zwischen Blinken und seinem chinesischen Kollegen Wang Yi seit dem Amtsantritt der neuen US-Regierung. An den Gesprächen nimmt unter anderem auch der höchste Verantwortliche der Kommunistischen Partei Chinas für die Außenpolitik, Yang Jiechi, teil. Die US-Diplomaten werden bei den Gesprächen mit ihren chinesischen Kollegen “unsere große Besorgnis” wegen des Umgangs Chinas mit den Uiguren in Xinjiang ansprechen, sagte Blinken. Weitere Themen seien die seit langem schwelenden Konflikte um Taiwan und Tibet, Cyberangriffe auf die USA und unfaire Handelspraktiken.​​​​

wue
DPA
AFP

Be First to Comment

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *