Coronavirus News: Mehr als 18 000 Menschen geimpft – Gesundheit

Einen Tag nach dem offiziellen Start der Impfungen gegen das Coronavirus hat das Robert-Koch-Institut (RKI) erste Zahlen zur Kampagne veröffentlicht: Demnach wurden bereits mehr als 18 000 Menschen geimpft. Die Gesamtzahl der Impfungen lag demnach am Montagmorgen bei 18 454 (ohne Hessen, Datenstand 28.12.2020, 8:00 Uhr).

Zu Beginn der Kampagne werden in Deutschland zunächst Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, Menschen über 80 Jahren sowie medizinisches Personal und Pflegende in Heimen und Kliniken geimpft. Offiziell war in Deutschland am Sonntag mit den Corona-Impfungen begonnen worden. Vereinzelt waren jedoch bereits am Samstag Menschen geimpft worden.

Spahn gegen Sonderrechte für Geimpfte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich gegen Sonderrechte für Geimpfte ausgesprochen. “Viele warten solidarisch, damit einige als Erste geimpft werden können. Und die Noch-nicht-Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden”, sagte Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Montag.

“Keiner sollte Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung hatten.” Diese gegenseitige Rücksicht halte die Nation zusammen. “Gegen die Pandemie kämpfen wir gemeinsam – und wir werden sie nur gemeinsam überwinden.” Am Wochenende hatten die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland begonnen. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte sich gegen Sonderrechte ausgesprochen.

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Ramelow und Schwesig erwarten Verlängerung der Beschränkungen

Ungeachtet des bundesweiten Impfstarts geht Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) davon aus, dass die strengen Corona-Einschränkungen, die derzeit gelten, über den 10. Januar hinaus verlängert werden müssen. “Wenn die Ministerpräsidenten am 5. Januar erneut beraten, wird nichts auf Lockerungen hindeuten”, sagte Ramelow am Montag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es sei “zu früh, Entwarnung zu geben”. Er richte sich darauf ein, “dass wir bis März mit Einschränkungen leben müssen”, sagte der Linke-Politiker.

Auch die mecklenburg-vorpommerische Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) rechnet mit einer Verlängerung des Lockdowns. “Wir müssen deutlich unter eine Inzidenz von 50 kommen, damit wir wieder in besserem Fahrwasser sind – und das wird noch eine lange Strecke”, sagte sie im Bild-Talk “Die richtigen Fragen” am Sonntagabend. Der Impfstoff gebe zwar Hoffnung und Zuversicht, dürfe aber nicht leichtsinnig machen, fügte die Ministerpräsidentin hinzu.

Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen bezogen auf 100 000 Einwohner angibt, bundesweit aktuell bei 157,8. Die derzeitigen bundesweiten Einschränkungen mit der Schließung von Läden, Schulen und Kindergärten sind bislang auf den 10. Januar befristet.

Nach Kritik von FDP und Linken: Spahn mahnt zur Geduld bei Impfkampagne

Die Bürger in Deutschland brauchen bei der Impfkampagne gegen das Coronavirus voraussichtlich einen langen Atem. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betonte am Montag, eine Impfstoffproduktion sei hoch komplex und könne nicht beliebig in drei, vier Wochen hochgefahren werden. Die Bundesregierung tue gemeinsam mit den Herstellern Biontech und Pfizer alles, damit es zusätzliche Fertigungsstätten wie etwa im hessischen Marburg geben könne. “Ziel ist, noch im Februar/März dort auch Produktion möglich zu machen. Das würde die Menge enorm erhöhen”, sagte Spahn im ZDF.

Zuvor waren nach dem Start der Corona-Impfungen Forderungen nach einem höheren Tempo bei der Impfstoffproduktion laut geworden. “Es ist ein krisenhafter Zustand, da brauchen wir eine Krisenproduktion”, sagte FDP-Chef Christian Lindner am Sonntagabend in einer Bild-Sendung. Deutschland müsse rechtlich, wirtschaftlich, politisch und technologisch alles tun, damit schneller geimpft werden könne. “Das ist eine Frage von Leben und Tod, eine Frage unserer Freiheit. Und es ist eine Überlebensfrage auch für unsere Wirtschaft, denn die ist schon auf der Intensivstation.”

Konkret regte er an, darüber nachzudenken, ob ein knapper Impfstoff wie der von Biontech nicht von anderen Herstellern in Lizenz produziert werden könnte. “Die Regierung sollte mit der pharmazeutischen Industrie insgesamt prüfen: Wo gibt es noch Kapazitäten, die genutzt werden können für die Produktion eines Impfstoffs?”

Der Linke-Gesundheitspolitiker Achim Kessler sagte dem Spiegel: “Der Gesundheitsminister kann nach dem Ersten Bevölkerungsschutzgesetz Unternehmen zwingen, anderen Unternehmen eine Lizenz zum Nachproduzieren zu gewähren.” Das müsse die Bundesregierung jetzt schnell tun. “Wenn die Bundesregierung jetzt nicht alle gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpft, gefährdet sie zahllose Menschenleben.”

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte vor negativen Folgen durch Lieferengpässe gewarnt. “Endloses Warten reduziert auch die Bereitschaft der Bevölkerung, sich impfen zu lassen”, sagte der CSU-Chef der dpa. Leider sei noch nicht genügend Impfstoff vorhanden.

Warnend äußerte sich auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. “Die Impfung läuft gut an. Das Problem aber ist, dass wir mit dem vorhandenen Impfstoff nur fünf Millionen Menschen bis Ende März impfen können”, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). “Uns läuft aber die Zeit davon. Das Virus hat bereits Mutationen gebildet.”

Kritiker hatten der EU und auch Deutschland vorgehalten, zu wenig Impfstoff bestellt zu haben, weshalb es in anderen Staaten weltweit schneller vorangehe mit den Impfungen.

Die Pharmaindustrie widersprach dem Vorwurf, wonach die Produktion des Corona-Impfstoffs zu langsam anläuft. “Wir sehen in Deutschland sechs Tage nach der Zulassung erste Corona-Impfungen, und wir werden im Januar noch deutlich mehr Impfungen haben, weil immer mehr der vom Staat bestellten Mengen geliefert werden”, sagte der Präsident des Verbands der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), Han Steutel, der Augsburger Allgemeinen.

Mehr als 30 000 Pandemie-Tote in der Bundesrepublik

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 348 weitere Todesfälle – damit stieg die Zahl auf 30 126, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen bekannt gab. Darüber hinaus wurden 10 976 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die Zahl der Neuinfizierten und der Opfer sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete.

Vor genau einer Woche waren 16 643 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am 16. Dezember registriert worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 157,8. Ihr bisheriger Höchststand war am vergangenen Dienstag mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Montag Sachsen mit 371,3 und Thüringen mit 288,2, den niedrigsten Wert hatte Mecklenburg-Vorpommern mit 77,0.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1 651 834 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 28.12., 00.00 Uhr). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 255 700 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 0,83 (Samstag: 0,89). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, “so dass der R-Wert zudem ggf. unterschätzt wird”.

Corona-Impfungen bundesweit gestartet

Bundesweit haben am Sonntag die Impfungen gegen Covid-19 begonnen. In Berlin bekam eine 101 Jahre alte Seniorin im Beisein von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in einem Pflegeheim in Berlin-Steglitz eine Spritze mit dem Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer. Kalayci dankte der Seniorin für die Bereitschaft, sich impfen zu lassen. Es sei das Signal, dass es für das Impfen nie zu spät sei, sagte die Senatorin vor Ort. Die Senatorin zeigte sich erleichtert über den “guten Start” der Impfungen gegen das Coronavirus in der Hauptstadt. Die SPD-Politikerin appellierte an die Hausärzte, ihre Patienten in den Pflegeheimen gut auf das Impfen vorzubereiten und sie zu begleiten. Das mobile Impfteam, das zum ersten Mal im Einsatz war, habe “super funktioniert”, so Kalayci.

Für den Start hat Berlin nach Angaben der Gesundheitsverwaltung zunächst 9750 Impfdosen erhalten. Ein Mannschaftswagen der Polizei war vor dem Pflegeheim platziert worden. Das mobile Impfteam war gegen 7:45 Uhr vorgefahren. Den Transporter fuhr ein Bundeswehrsoldat. Die Mitarbeiter der Pflegeheime sollen parallel geimpft werden. Dafür geht am Sonntagnachmittag das mit 80 Impfkabinen größte der sechs Berliner Impfzentren in Betrieb. Es wurde in der Arena-Halle in Treptow aufgebaut, in der sonst Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich zum bundesweiten Impfstart optimistisch gezeigt, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. “Der Impfstart heute macht Hoffnung und gibt Zuversicht”, schrieb der CDU-Politiker am Sonntag auf Twitter.

Auch in anderen Bundesländern hat das Impfen begonnen. In Siegen (Nordrhein-Westfalen) wurde am Sonntagvormittag die 95-jährige Erika Löwer in einem Seniorenheim geimpft. In einem Logistikzentrum der Johanniter in Lübeck (Schleswig-Holstein) sind am Sonntagvormittag im Beisein von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) drei mobile Impfteams mit Impfstoff ausgestattet worden. Kurz darauf sollte in Seniorenheimen der Stadt mit dem Impfen von Bewohnern und Pflegepersonal begonnen werden. Ebenfalls am Sonntag sollte auch in Kliniken des Landes die Impfung besonders gefährdeter Mitarbeiter starten. Günther rief zu einer großen Beteiligung auf: Wer sich impfen lasse, “schützt seine Gesundheit und die Gesundheit anderer und hilft Leben zu retten”.

“Das ist ein Piks und fertig,” sagte die 83 Jahre alte Helga Klingseisen, die am Sonntag in Germering als eine der Ersten in Bayern geimpft worden ist, zur Erfahrung bei der Verabreichung des Impfstoffs. Fast ein wenig enttäuscht zeigte sich die Empfängerin des Impfstoffs in Rheinland-Pfalz. “Das war es schon! Ich hab gedacht, da kommt noch was,” sagte Lieselotte Ziegler, die am Sonntag in einem Heim in Koblenz in Rheinland-Pfalz eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff erhielt.

Sachsen-Anhalt hatte bereits am Samstag mit dem Impfen begonnen. In einem Seniorenzentrum in Halberstadt bekam bundesweit als Erste die 101-jährige Edith Kwoizalla den Impfstoff verabreicht. Auch andere Bewohner und Personal des Pflegeheims im Landkreis Harz wurden bereits am Samstag geimpft. Der Landkreis Harz hatte nicht bis Sonntag warten wollen. Am heutigen Sonntag verabreichen drei mobile Impfteams auch in Magdeburg seit kurz vor neun Uhr den Bewohnerinnen und Bewohnern eines kommunalen Pflegeheims den Impfstoff. Etwa 120 Senioren und 60 Mitarbeiter wollten sich immunisieren lassen, wie Matthias Boxhorn, organisatorischer Leiter vom zuständigen Johanniter-Regionalverband sagte.

Zuerst sollen Menschen über 80 geimpft werden, sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal. Zunächst werden mobile Impfteams die Spritzen mit dem Vakzin verabreichen. Die mehr als 400 Impfzentren bundesweit werden größtenteils in den kommenden Tagen in Betrieb genommen.

Erste Impfungen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind am Samstag bereits die ersten Impfdosen verteilt worden. Die 101 Jahre alte Edith Kwoizalla war in einem Seniorenzentrum in Halberstadt die erste Empfängerin einer Impfung. Beobachtern zufolge nahm sie den Piks gelassen und mit einem Lächeln hinter dem Mund-Nasen-Schutz entgegen. Der offizielle Impfstart in allen Bundesländern ist für morgen geplant.

Der Landkreis habe zuvor angefragt, ob die Einrichtung vorbereitet sei, sagte Betreiber und Pflegefachkraft Tobias Krüger. “Jeder Tag, den wir warten, ist ein Tag zu viel”, sagte er. Insgesamt ließen sich den Angaben zufolge 40 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 10 Mitarbeitende impfen.

Einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums zufolge werden als erstes Hochaltrige geimpft, weil sie besonders häufig schwer erkranken, sowie medizinisches Personal und Pflegekräfte, die ein hohes Risiko für eine Ansteckung haben. Am Samstag wurden einige Zehntausend Impfdosen ausgeliefert. Die Seniorenheime werden dafür von mobilen Teams besucht.

Spahn über Impfungen: “Wer mitmacht, rettet Leben”

Um so viele Menschen wie möglich gegen das Coronavirus zu immunisieren, hat Gesundheitsminister Jens Spahn mit Blick auf die größte Impfkampagne in der deutschen Geschichte zu einem “nationalen Kraftakt” aufgerufen. “Wir wollen so viele Menschen impfen, dass das Virus keine Chance mehr hat, in Deutschland und in Europa”, sagte der CDU-Politiker am Samstag in Berlin. Jede Impfung mehr bedeute weniger Infektionen und weniger Todesfälle. “Wer mitmacht, rettet Leben”, betonte Spahn. “Dieser Impfstoff ist der entscheidende Schlüssel, diese Pandemie zu besiegen. Er ist der Schlüssel dafür, dass wir unser Leben zurückbekommen können.”

Spahn sprach von einem “großartigen Tag für Deutschland”. Der Gesundheitsminister bereitete aber auch darauf vor, dass angesichts der Größe der Kampagne vielleicht nicht alles sofort ganz glatt laufen wird. “Es wird an der einen oder anderen Stelle auch mal ruckeln, das ist ganz normal.”

Der Gesundheitsminister will bis Ende des Jahres 1,3 Millionen Impfdosen ausliefern lassen. Im Januar rechne er nach eigenen Angaben mit fast 700 000 Dosen pro Woche. Bis Ende März sei von mehr als 10 Millionen Dosen des Herstellers Biontech auszugehen, hinzu kämen weitere 1,5 Millionen Dosen, wenn Anfang Januar der Moderna-Impfstoff in der Europäischen Union zugelassen werde.

Spahn verteidigte außerdem das gemeinsame europäische Vorgehen bei der Zulassung des Impfstoffs. “Wir wollten keinen nationalen Alleingang mit einer Notzulassung. Wir wollten und werden in Europa auch und gerade in dieser Krise zusammenstehen.” Das europäische Verfahren war kritisiert worden, weil die Zulassung des Impfstoffs in der EU so deutlich später als zum Beispiel in Großbritannien erfolgte.

Tausende Anzeigen wegen Corona-Verstößen in Bayern

In der ersten Woche des Lockdowns mit strikten Corona-Regeln sind in Bayern 4420 Menschen wegen Verstößen angezeigt worden. Am häufigsten wurde gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen: 2264 Anzeigen gab es nach Angaben des bayerischen Innenministeriums vom 16. bis zum 23. Dezember. Nach 21 Uhr dürfen die Menschen im Freistaat derzeit das Haus nicht mehr verlassen, außer in begründeten Einzelfällen wie in Notfällen oder zum Gassi-Gehen mit dem Hund.

Wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht stellten die Behörden in der ersten Lockdown-Woche 966 Anzeigen aus. 717 Menschen bekamen Anzeigen wegen verbotener Menschenansammlungen. Gegen Quarantäneauflagen gab es kaum Verstöße – 44 Menschen bekamen deshalb Post von den Ordnungsbehörden.

Zwei Drittel der Deutschen wollen sich impfen lassen

Etwa zwei Drittel der Deutschen wollen sich laut einer Umfrage gegen Covid-19 impfen lassen. In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 32 Prozent der Befragten an, sich so schnell wie möglich immunisieren lassen zu wollen. Weitere 33 Prozent sind zwar ebenfalls dazu entschlossen, wollen aber trotzdem erst einmal mögliche Folgen der Impfung bei anderen abwarten. 19 Prozent haben sich gegen eine Impfung entschieden, 16 Prozent sind noch unentschlossen.

Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent hat aber auch Angst vor Nebenwirkungen der Impfung. Nur ein Drittel hat solche Befürchtungen nicht. Zehn Prozent machten dazu keine Angaben. Am kommenden Sonntag sollen die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland starten. Anfangs sollen Ältere über 80 sowie Bewohner und Personal in Pflegeheimen zum Zug kommen, daneben Gesundheitspersonal mit sehr hohem Infektionsrisiko, etwa in Intensivstationen und Notaufnahmen.

Nach der YouGov-Umfrage steigt die Impfbereitschaft kontinuierlich mit dem Alter. Von den 18- bis 24-Jährigen wollen sich 54 Prozent impfen lassen, von Menschen über 55 sind es dagegen 71 Prozent. Auch bei den Wählern der AfD liegt sie mit 51 Prozent deutlich niedriger als bei den Anhängern aller anderen im Bundestag vertretenen Parteien. Besonders hoch ist sie bei den Grünen-Wählern mit 82 Prozent. Bis Ende März sollen 11 bis 12 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Da das Präparat zweimal verabreicht werden muss, würde diese Menge in etwa für 5,5, bis 6 Millionen Menschen reichen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, bis zum Sommer allen Bürgern in Deutschland ein “Impfangebot” machen zu können – sofern weitere Präparate eine Zulassung erhalten.

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