Coronavirus-Liveticker: +++ 23:20 Londons Grundschüler müssen doch zu Hause bleiben +++

In London sollen nun doch auch sämtliche Grundschulen in den nächsten zwei Wochen geschlossen bleiben, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Regierung sei endlich zur Vernunft gekommen und habe eine Kehrtwende eingelegt, erklärt Bürgermeister Sadiq Khan. Das Bildungsministerium hatte am Mittwoch zunächst Pläne vorgestellt, wonach zwar die Öffnung der weiterführenden Schulen nach den Weihnachtsferien verschobenen werden sollte. Grundschulen sollten aber nur in besonders stark betroffenen Gegenden zubleiben. Dagegen hatten mehrere lokale Behörden protestiert.

+++ 22:04 Thüringer Ministerin: Frühere Hotspot-Strategie gescheitert +++
Nach Meinung von Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner ist die Strategie der lokalen Lockdowns in Corona-Hotspots nicht erfolgreich gewesen. “Man muss jetzt feststellen, dass sich diese Hotspot-Strategie mit den Inzidenzstufen 35 und 50 nicht bewährt hat”, sagte die Linken-Politikerin. Zugleich betonte sie, dass dieses Vorgehen vor dem starken Anstieg der Infektionszahlen im Herbst und Winter auch von einigen Experten empfohlen worden war. “Im Nachhinein wäre es vielleicht gut gewesen, wenn sich die Länderchefs darauf verständigt hätten, früher in den Lockdown zu gehen.” Werner wies auch darauf hin, dass es zu dieser Zeit nicht absehbar gewesen sei, wie explosionsartig sich das Infektionsgeschehen entwickeln würde. “Das Virus hat gerade in den Wintermonaten eine enorm hohe Durchschlagskraft, was wir so im Februar, März und April nicht sehen konnten, weil wir relativ schnell in den Lockdown gegangen waren, und als wir aus dem Lockdown herauskamen, war dann schon bald der Sommer da”, sagte Werner.

+++ 21:34 Philippinen lassen USA-Reisende nicht mehr ins Land +++
Die Philippinen lassen ab Sonntag keine aus den USA kommenden ausländischen Reisenden mehr ins Land. Grund ist eine nun auch in Florida aufgetauchte neue, ansteckendere Variante des Coronavirus. Das Einreiseverbot gilt bis zum 15. Januar, wie ein Sprecher von Präsident Rodrigo Duterte mitteilte. Es betrifft Ausländer, die innerhalb von 14 Tagen vor ihrer geplanten Einreise in dem Inselstaat in den USA waren. Aus den USA kommende Philippiner dürfen zurück in ihre Heimat, müssen sich aber nach ihrer Ankunft für 14 Tage in einer Regierungseinrichtung in Quarantäne begeben.

+++ 20:42 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 18.646 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.753.885 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 18.646 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 406 auf 33.947. Als aktuell infiziert gelten rund 356.700 Personen.

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5598 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3111 davon werden beatmet. 4836 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Das Robert-Koch-Institut weist bei der Interpretation der Fallzahlen darauf hin, dass während der Feiertage und rund um den Jahreswechsel “zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen” und dadurch auch weniger Corona-Tests gemacht werden. “Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.”

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:07 Promis bevorzugt geimpft? Polens Regierung will Vorfall untersuchen +++
Nach einer Corona-Impfaktion mit Prominenten droht der Medizinischen Universität in Warschau möglicherweise großer Ärger. Eine Kontrolle an der Uni-Klinik solle in den kommenden Tagen klären, ob es dort zu einem Regelverstoß gekommen sei, kündigte Polens Gesundheitsminister Adam Niedzielski an. In Polen sieht die erste Phase des Impfplans vor, dass medizinisches Personal und Rettungssanitäter geimpft werden sollen. Am Donnerstag hatte die Universität bekanntgeben, von der Agentur für Materialreserven 450 zusätzliche Impfdosen erhalten zu haben. Da diese bis zum Jahresende hätten genutzt werden müssen, habe man sich entschieden, 300 Mitarbeiter des Krankenhauses und 150 Angehörige von Mitarbeitern sowie “Patienten des Krankenhauses und seiner Niederlassungen” zu impfen, “darunter auch bekannte Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur (18 Personen)”. Diese Promis hätten eingewilligt, später als Botschafter einer Impfkampagne zu fungieren.

+++ 19:34 Ein Viertel der weltweiten Infektionen entfällt auf USA +++
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als 20 Millionen Infektionen mit dem Virus nachgewiesen worden. Das entspricht rund einem Viertel aller weltweit verzeichneten Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie aus Daten der “New York Times” hervorgeht. In keinem anderen Land der Welt gibt es in absoluten Zahlen so viele bestätigte Infektionen wie in den USA. Experten gehen in den meisten Ländern von einer hohen Dunkelziffer aus. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen. Mehr als 346.000 Todesfälle in Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 sind dort bekannt.

+++ 19:12 Ausgangssperre beginnt in Teilen Frankreichs schon um 18 Uhr +++
Frankreich verschärft in einigen Landesteilen die nächtliche Ausgangssperre. In 15 Departements im Nord- und Südosten beginnt diese ab Samstag bereits um 18 Uhr statt wie bisher um 20 Uhr, wie die Regierung mitteilt. Nach einer Woche werde überprüft, wie sich die Maßnahme auf Verbreitung des Coronavirus auswirke. Frankreich zählt mit mehr als 2,62 Millionen bestätigten Infektionen weltweit die fünftmeisten Corona-Fälle. Mehr als 64.600 Menschen starben bereits im Zusammenhang mit dem Virus.

+++ 18:55 Britische Ärzte-Verbände warnen vor Burnout des Krankenhaus-Personals +++
Britische Mediziner-Verbände haben angesichts der extrem angespannten Corona-Situation in Großbritannien vor einer Überlastung des Krankenhaus-Personals gewarnt. “Wir sind quasi auf Gefechtsstationen”, sagte der Vize-Präsident des Royal College of Emergency Medicine der BBC. “Es gibt große Sorgen wegen Burnouts.” Zwar sei das Personal auf den Nofall- und Intensivstationen auf harte Zeiten vorbereitet, aber die Ärztinnen und Pfleger seien müde, frustriert und ausgelaugt, so wie jeder andere auch. Notfall-Krankenhäuser werden bereits auf ihren Einsatz vorbereitet, da die Intensivstationen unter anderem in London überlastet sind. Mike Adams vom Royal College of Nursing’s England warnte bei “Sky News” jedoch, es gebe nicht ausreichend Personal, um diese Krankenhäuser auch zu betreiben.

+++ 18:37 Biontech meldet “fortgeschrittene Diskussionen” über zusätzliche Impfstoff-Lieferungen +++
Biontech will mehr Impfstoff als geplant an die Europäische Union liefern. Das Unternehmen befinde sich “in fortgeschrittenen Diskussionen, ob und wie wir weitere Impfstoffdosen aus Europa für Europa in diesem Jahr zur Verfügung stellen können”, teilte Unternehmenschef Ugur Sahin mit. “Wir arbeiten mit der EU zusammen, um unsere Produktionskapazitäten weiter auszubauen und zusätzliche Impfstoffdosen bereitstellen zu können.” Wie schnell nun ein Vertrag über zusätzliche Lieferungen zustande kommen könnte und um welche Mengen es geht, wollte eine Unternehmenssprecherin noch nicht sagen. Die EU-Kommission sprach ebenfalls nur davon, dass es “fortgeschrittene Gespräche” über weitere Lieferungen 2021 gebe.

+++ 18:14 Bund erwartet bis Anfang Februar noch 2,68 Millionen Impfdosen +++
Die Bundesregierung erwartet bis Anfang Februar noch 2,68 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech. Die nächste Lieferung an die Länder sei weiterhin für den 8. Januar geplant, teilte das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt sind bis einschließlich 1. Februar vier Liefertermine vorgesehen. Das entspricht den bereits bekannten Plänen, nach denen zunächst rund 670.000 Impfdosen pro Woche geliefert werden sollen. Inklusive der Lieferungen aus dem alten Jahr wären es dann insgesamt 3,98 Millionen Dosen. Allerdings könnte im Verlauf des Monats ein weiterer Impfstoff vom Hersteller Moderna dazukommen. Das Ministeriums rechnet damit, dass dieser am 6. Januar zugelassen wird. “Die genauen Lieferpläne für diesen Impfstoff werden wir dann zügig mit der EU und dem Unternehmen abstimmen”, hieß es. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:00 Umfrage: Erwarten Sie eine Verlängerung des Lockdowns? +++
Kanzlerin Merkel und mehrere Länderchefs rufen die Bürger in ihren Neujahrsansprachen zum Durchhalten in der Corona-Pandemie auf. Am Dienstag beraten die Spitzen von Bund und Ländern darüber, ob der harte Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert wird.

+++ 17:49 Russland meldet über 27.000 neue Infektionsfälle +++
Russland hat 27.039 neue Coronafälle gemeldet, davon 5907 im Moskau. Insgesamt seien damit 3.186.336 Ansteckungen in dem Land registriert worden. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 536 auf 57.555.

+++ 17:23 Berlins Gesundheitssenatorin ist empört über Unklarheit bei Impfstoff +++
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci zeigt sich empört über die anhaltende Unklarheit im Hinblick auf weitere Lieferungen von Corona-Impfstoff. “Ich erwarte jetzt von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Aufklärung und endlich eine verlässlich und belastbare Auflistung des Impfstoffes, der da kommen soll”, sagte die SPD-Politikerin. “Wir wissen ja noch nicht einmal, ob die jetzt für den 8. Januar angekündigte Lieferung zusätzlich oder nur vorgezogen ist”, so Kalayci. “Und jetzt weiß die Firma Biontech offenbar auch nicht, was sie leisten, was sie liefern kann. So können wir die Priorisierung, die der Bund uns vorgegeben hat, nicht umsetzen.” Biontech-Chef Ugur Sahin versucht aktuell neue Kooperationspartner zu gewinnen, die für sein Unternehmen Impfstoff produzieren. Ende Januar werde man wissen, ob und wie viel mehr produziert werden könne, hatte er dem “Spiegel” gesagt.

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Die Königin bei ihrer Neujahrsansprache an Silvester.

(Foto: via REUTERS)

+++ 17:05 Dänische Königin Margrethe ist geimpft +++
Die dänische Königin Margrethe II. ist an Neujahr gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilte das dänische Königshaus mit. Ihre zweite Impfung erhält die 80-jährige Monarchin demnach in rund drei Wochen. Der Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer war kurz vor Weihnachten in der EU zugelassen worden. In Dänemark waren die ersten Menschen am 27. Dezember gegen Corona geimpft worden. Mittlerweile haben knapp 30.000 Menschen im Land ihre erste Impfdosis erhalten, das entspricht in etwa 0,5 Prozent der dänischen Bevölkerung.

+++ 16:48 Söder und Kretschmann mahnen zu Geduld +++
Wie schon zuvor die Kanzlerin rufen mehrere Ministerpräsidenten in ihren Neujahrsansprachen die Menschen zum Durchhalten in der Corona-Pandemie auf. Unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hob die nach wie vor ernste Lage hervor: “Wir erleben gerade die zweite Welle, manche prophezeien sogar schon eine dritte Welle.” Nachrichten über mutierte Corona-Viren machten große Sorgen. Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann mahnte: “Wir alle haben noch eine Durststrecke vor uns. Wir werden noch einige Monate durchhalten müssen.” Die Regierungschefs verwiesen aber auch auf die mit dem Start der Corona-Impfungen verbundenen Hoffnungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:29 FC Chelsea meldet Corona-Fälle +++
Nachdem zahlreiche Corona-Infektionen in der Premier League für Wirbel gesorgt haben, meldet auch der FC Chelsea zwei positive Testergebnisse. Teammanager Frank Lampard sagte, niemand aus der Mannschaft sei betroffen, ohne weitere Details zu nennen. Das für Sonntag angesetzte Spitzenspiel gegen Manchester City sei “Stand jetzt” nicht gefährdet, ergänzte der Trainer der deutschen Nationalspieler Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger. Bei ManCity sind dagegen “fünf Spieler” betroffen, die “sich für zehn Tage isolieren”, sagte Teammanager Pep Guardiola. Dabei handelt es sich unter anderem um den englischen Nationalverteidiger Kyle Walker und den brasilianischen Stürmer Gabriel Jesus.

+++ 16:14 Norwegen lässt wieder Flieger aus Großbritannien landen+++
Norwegen lässt ab Samstag wieder Flugzeuge aus Großbritannien landen und verhängt gleichzeitig eine Testpflicht für alle aus dem Ausland kommenden Reisenden. Die Regierung in Oslo hatte das Landeverbot am 21 Dezember verhängt, um die Ausbreitung einer in Großbritannien aufgetretenen, möglicherweise sehr ansteckenden Corona-Variante zu verhindern. “Sollte sich dieser Virusstamm in Norwegen ausbreiten, würde das wahrscheinlich einen vollständigen Lockdown der Gesellschaft bedeuten”, hatte Ministerpräsidentin Erna Solberg am Donnerstag gesagt.

+++ 15:36 Krematorium in Wuppertal muss Särge in Zelten zwischenlagern +++
Ein Krematorium in Wuppertal ist einem Medienbericht zufolge so ausgelastet, dass sich die Särge dort in Zelten stapeln. Die “Westdeutsche Zeitung” berichtet, bedingt durch die Feiertage und die hohe Anzahl an Corona-Toten sei das privatbetriebene Bergische Krematorium über das Normalmaß hinaus ausgelastet. Alle Flächen, auf denen die Särge bis zur Verbrennung aufbewahrt werden, seien belegt. Daher habe das Technische Hilfswerk auf dem Gelände des Krematoriums mehrere Zelte aufgestellt, wo Särge abgestellt worden seien. Das Gelände sei inzwischen mit einem Sichtschutz abgehängt worden, schreibt die Zeitung weiter.

+++ 15:03 RKI: Über 160.000 Menschen haben erste Impfdosis erhalten +++
Mehr als 160.000 Menschen in Deutschland wurden bislang gegen das Coronavirus geimpft – sie bekamen jeweils die erste von zwei Impfdosen. Bis zum Mittag (12.30 Uhr) wurden insgesamt 165.575 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 31.846, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI. Unter den Geimpften sind 71.590 Bewohner von Pflegeheimen. 77.253 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen. Darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 39.214 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft.

+++ 14:41 DIW-Chef Fratzscher warnt vor “Jahr der Ernüchterung” +++
DIW-Chef Marcel Fratzscher rechnet nicht mit einer schnellen wirtschaftlichen Erholung in diesem Jahr. “Viele Wirtschaftsprognosen sind zurzeit vom Wunschdenken eines schnellen Endes der Pandemie und einer umgehenden wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2021 geprägt”, schreibt er in einem Gastbeitrag für den “Tagesspiegel”. “Dies dürfte sich als Illusion erweisen.” Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung geht davon aus, dass mit der andauernden zweiten Infektionswelle die Wirtschaftskrise nicht so schnell überwunden wird. “So könnte 2021 zum Jahr der Ernüchterung werden, zumindest was die Wirtschaft betrifft”, schreibt Fratzscher. Unternehmensinsolvenzen und auch die Arbeitslosigkeit könnten deutlich steigen. “Vor allem die Schwächsten, wie die MinijobberInnen, dürften den höchsten Preis zahlen.”

+++ 14:12 In Frankreich trafen sich Tausende zu illegalen Silversterfeiern +++
In Frankreich haben sich zum Jahreswechsel Tausende auf mehreren illegalen Großpartys getroffen. Bei einer Veranstaltung südlich der bretonischen Stadt Rennes waren etwa 2500 Menschen anwesend, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Département Ille-et-Vilaine berichtete. Die Feiernden waren demnach auch aus anderen französischen Départements und sogar aus dem Ausland angereist. Gendarme sicherten die Umgebung der Party in Lieuron ab, wie AFP berichtete. Desinfektionsmittel und Masken seien verteilt worden, um das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Die Staatsanwaltschaft habe in dem Fall Untersuchungen eingeleitet. Laut AFP feierten auch in Marseille und Seine-et-Marne etwa 300 und 100 Menschen ins neue Jahr. Ordnungskräfte hätten die Feiern aufgelöst. Wegen der Corona-Pandemie gelten in Frankreich enge Kontaktbeschränkungen. Laut einer Regierungsempfehlung sollten sich auch am Silvesterabend nicht mehr als sechs Erwachsene zuhause treffen. Eine nächtliche Ausgangssperre untersagt zudem das Verlassen des Hauses zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr ohne triftigen Grund.

+++ 13:53 Frankreich zeichnet Tausende Bürger für ihren Einsatz aus +++
Für ihr Engagement im Kampf gegen Covid-19 hat Frankreich mehr als 2000 Menschen ausgezeichnet. Dies sei von Präsident Emmanuel Macron so gewünscht gewesen, teilte die Großkanzlei der Ehrenlegion mit. Unter den Würdenträgerinnen und Würdenträgern des nationalen Verdienstordens und der Ehrenlegion befinden sich demnach besonders viele Menschen aus dem Gesundheitsbereich. Dennoch bezeuge die große Vielfalt von Aktivitäten der Ausgezeichneten die starke Mobilisierung der Franzosen für die nationalen Bemühungen. 40 Personen wurden posthum mit der Ehrenlegion ausgezeichnet. Es handle sich hierbei hauptsächlich um Ärzte, Pfleger und Personal in Krankenhäusern und Altenheimen, hieß es in der Mitteilung. Auch Unternehmer, deren Firmen in der Krise Beatmungsgeräte, Masken oder Handdesinfektionsmittel hergestellt haben, befinden sich unter den Geehrten. Ebenso Personen, die Franzosen im Ausland geholfen oder Unternehmen finanziell unterstützt haben.

+++ 13:16 Rund 5600 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen +++
Die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, bleibt auf einem hohen Niveau. Nach aktuellem Divi-Intensivregister werden in Deutschland 5598 Patienten auf Intensivstationen versorgt (41 weniger als am Vortag). Die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen, sank im Vergleich zum Donnerstag um einen auf 3111. Der Anteil der freien Intensivbetten liegt derzeit bei knapp 18 Prozent. 21.639 Intensivbetten sind belegt.

+++ 12:58 Kurz vor entscheidender Senats-Stichwahl: Kandidat muss in Quarantäne +++
Wenige Tage vor der für die Machtverhältnisse in den USA entscheidenden Senats-Stichwahl in Georgia hat sich einer der Kandidaten in Quarantäne begeben. Der republikanische Senator David Perdue hatte Kontakt zu einem Corona-Infizierten, wie sein Wahlkampfteam mitteilte. US-Präsident Donald Trump und sein Nachfolger Joe Biden kündigten unterdessen an, unmittelbar vor dem am kommenden Dienstag stattfindenden Urnengang Wahlkampfveranstaltungen in Georgia abhalten zu wollen. Die demokratischen Senatskandidaten Jon Ossoff und Raphael Warnock fordern am Dienstag die republikanischen Amtsinhaber Perdue und Kelly Loeffler heraus. Umfragen zufolge ist mit knappen Duellen um die beiden Senatssitze zu rechnen. Die Stichwahl ist von großer Bedeutung, weil sie über die künftige Mehrheit im US-Senat entscheidet.

+++ 12:35 EMA sieht Probleme bei einer verspäteten zweiten Impfdosis +++
In der Diskussion um ein Aufschieben der zweiten Impfdosis zugunsten mehr möglicher Erstimpfungen dämpft die europäische Zulassungsbehörde EMA die Erwartungen. Zwar sei eine Obergrenze für den zeitlichen Abstand zwischen den Dosen nicht explizit definiert, der Nachweis der Wirksamkeit basiere aber auf einer Studie, bei der die Verabreichung der Dosen im Abstand von 19 bis 42 Tagen erfolgte. Eine Verabreichung etwa im Abstand von sechs Monaten stehe nicht im Einklang mit den Bestimmungen und wäre demnach als Off-Label-Anwendung zu werten, hieß es weiter. Konkret bedeute dies, dass eine solche Änderung eine Änderung der Zulassung sowie mehr klinische Daten zur Unterstützung einer solchen Änderung erfordern würde, “da es zurzeit keine Daten gibt, die einen Schutz nach der ersten Dosis über zwei bis drei Wochen hinaus zeigen”. Seit einigen Tagen wird diskutiert, ob man die nötige zweite Impfdosis später verabreichen könnte, um zunächst möglichst viele Menschen mit den knappen Vorräten zu impfen.

+++ 12:03 “Rekordniveau”: Corona treibt Deutsche vor den Fernseher +++
Den letzten Abend des Jahres haben diesmal deutlich mehr Menschen vor dem Fernseher verbracht als sonst. Waren es in den letzten Jahren jeweils um die 22 Millionen, die Silvester zwischen 20 Uhr abends und 1 Uhr nachts vor dem Fernseher saßen, waren es zum Jahreswechsel 2020/21 rund 26,3 Millionen, wie die AGF Videoforschung GmbH mitteilte. Die Vorsitzende der AGF-Geschäftsführung, Kerstin Niederauer-Kopf, sagte am Neujahrsmorgen: “Corona hinterlässt auch an Silvester deutliche Spuren. Die Beschränkungen für persönliche Treffen, die für den Jahreswechsel galten, spiegeln sich in einer sichtlich höheren TV-Nutzung wider: Mit 26,288 Millionen Zuschauern liegt die Sehbeteiligung im Zehn-Jahres-Vergleich auf einem Rekordniveau.” Insbesondere bei den Über-50-Jährigen sei die Nutzung gestiegen. “Aufgrund der Kontaktbeschränkungen scheint man sich diesmal – deutlich stärker als in den Vorjahren – Unterhaltung und Geselligkeit über das Fernsehen nach Hause geholt zu haben”, sagte Niederauer-Kopf.

+++ 11:28 “Chaos”, “Showveranstaltung”: SPD-Fraktion macht Druck auf Spahn +++
CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn muss sich nach Ansicht der SPD-Fraktion stärker für mehr Impfstoff gegen das Coronavirus einsetzen und dafür mit Pharmafirmen kooperieren. Bei einem Gipfel mit allen in Deutschland produzierenden pharmazeutischen Unternehmen müsse Spahn klären, “welche Produktionsstätten bestehen und kurzfristig nutzbar gemacht werden können”, sagte der Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider. “Der Bundesgesundheitsminister muss das Chaos um die Lieferung und Verteilung des Impfstoffes nun schnell beenden.” Spahn habe alle Möglichkeiten, weitreichende Maßnahmen zur Umstellung und Öffnung von Produktionsstätten der pharmazeutischen Industrie zu ergreifen, sagte Schneider. Wenn die erste Woche des neuen Jahres ohne Impfstofflieferung beginne, dränge sich der Verdacht auf, “dass der Impfbeginn eine Showveranstaltung war”.

+++ 11:02 Wasserpfeifen verraten Corona-Verstoß: Für Café-Betreiber wird’s sehr teuer +++
Bei einer Razzia in einem Shisha-Cafe im Londoner Stadtteil Wembley hat die Polizei gravierende Verstöße gegen das Covid-Kontaktverbot festgestellt. Zwar hätten rund 50 Personen, die sich dort mit Rauchen, Musikhören und Fußballschauen beschäftigt hätten, unerkannt fliehen können, teilte die Polizei mit. Doch habe man 21 warme und dampfende Shisha-Wasserpfeifen als Beweismittel sichergestellt. Der Besitzer des Cafes müsse nun mit einem Bußgeld von umgerechnet 11.000 Euro rechnen.

+++ 10:32 Neymar startet mit “kleinem Abendessen” ins neue Jahr – und nicht mit 500 Gästen +++
Der exzentrische Fußball-Superstar Neymar hat die Kritik an seinen vermeintlichen Silvesterplänen mit einigem Sarkasmus gekontert. Bei Instagram veröffentlichte der Brasilianer Videos eines gedeckten Esstisches, an dem etwa 40 Gäste mit einigem Abstand zusammensaßen. “Ein kleines Abendessen – und keine 500 Leute”, schrieb Neymar und fügte ein lachendes Emoji hinzu. In den Tagen vor Silvester wurde berichtet, dass der Profi von Paris St. Germain trotz der Corona-Pandemie eine große Party zum Jahreswechsel mit bis zu 500 Gästen plane. Dies hatte dem Brasilianer viel Kritik eingebracht.

+++ 10:08 Eine Million Menschen: In Israel wird im Rekord-Tempo geimpft +++
Weniger als zwei Wochen nach dem Beginn einer Impfkampagne im Rekord-Tempo hat Israel schon fast eine Million seiner Bürger geimpft. Inzwischen wurde bereits der Millionste Israeli geimpft. Das sind mehr als zehn Prozent der Bevölkerung – das Land hat fast 9,3 Millionen Einwohner. Allein am Donnerstag wurden in Israel nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 15.400 Menschen geimpft. Mehr als 40 Prozent der über 60-Jährigen im Land haben demnach schon die erste Dosis des Biontech-Pfizer-Impfstoffs erhalten. Israel impft damit nach Informationen von Oxford-Forschern schneller als jedes andere Land auf der Welt. Eine Grafik auf der Website “Our World in Data” vergleicht verschiedene Staaten nach der Zahl der verabreichten Dosen pro 100 Einwohner. Dort hatte Israel mit 9,18 Dosen je 100 Einwohner (Stand 30. Dezember) weiter klar die Nase vorn – wenn auch nicht in absoluten Zahlen, wo die USA, China und Großbritannien führen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:28 Aktuelle Virus-Lage: Zwei sächsische Landkreise haben höchste 7-Tage-Inzidenzwerte +++
Im Vogtlandkreis im Südwesten Sachsens ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Berechnung des Robert-Koch-Instituts (RKI) sogar über 800 gestiegen. Der Sprung über die 800 geht aber anscheinend nur auf einen rechnerischen Effekt zurück (=> Fallerfassung nach Meldedatum, Sieben-Tage-Zeitraum). Die zuständige Landesbehörde, deren Daten ntv.de auswertet, sieht die Region – bei gleicher Fallzahl – bei 762,4.

+++ 09:03 Schäuble: “Können nicht um jeden Preis jedes Leben schützen” +++
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat vor dem anstehenden Corona-Gipfel von Bund und Ländern “ausgewogene Entscheidungen” angemahnt. Bei den Corona-Maßnahmen “bleibt es zentral, dass die Exekutive die Verantwortung des Einzelnen fest im Blick hält und auf so viel Freiheit wie möglich setzt”, sagte Schäuble der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Samstagsausgabe). “Es ist schier unmöglich, per Gesetz jeden Corona-Todesfall zu verhindern.” Mit Blick auf die Abwägung zwischen Lebensschutz und Kollateralschäden verwies der Bundestagspräsident auf Warnungen der UNO und der Welthungerhilfe vor Millionen von Unterernährung und Hungertod bedrohten Menschen. “Gesperrte Häfen, geschlossene Märkte und unterbrochene Lieferketten treffen Bauern hart. Sie können ihre Ernte nicht mehr verkaufen, und es fehlt ihnen an Dünger und Saatgut, die Nahrungsmittelpreise steigen dadurch massiv”, erklärte Schäuble. “Das zeigt die komplexen Zusammenhänge: Wir können nicht um jeden Preis jedes Leben schützen, und alles andere muss dahinter zurücktreten.”

+++ 08:32 Situation ist “nicht rosig”: Biontech will Produktion schnell erhöhen +++
Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass das Unternehmen Ende Januar Klarheit über die weiteren Produktionsmengen für den Corona-Impfstoff haben wird. “Wir versuchen, neue Kooperationspartner zu gewinnen, die für uns produzieren. Aber es ist ja nicht so, als stünden überall in der Welt spezialisierte Fabriken ungenutzt herum, die von heute auf morgen Impfstoff in der nötigen Qualität herstellen könnten”, sagte Sahin dem “Spiegel”. “Ende Januar haben wir Klarheit, ob und wie viel wir mehr produzieren können.” Derzeit sehe es hinsichtlich der insgesamt verfügbaren Impfstoffe gegen Covid-19 “nicht rosig” aus, “weil weitere zugelassene Impfstoffe fehlen, und wir mit unserem Impfstoff diese Lücke füllen müssen”, meinte Sahin. Daher sei man mit dem US-Partner Pfizer daran, die Möglichkeit für eine erhöhte Produktion des eigenen Präparats auszuloten. Der Impfstoff von Biontech und Pfizer wurde kurz vor Weihnachten in der EU zugelassen und wird seit einigen Tagen auch verabreicht. Weitere Zulassungen für Corona-Impfstoffe gibt es in der EU bisher nicht.

+++ 07:55 Sorge um Arbeitsmarkt und Gesundheit: Trump verlängert Einreisebeschränkungen +++
Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat mit Verweis auf die andauernde Corona-Pandemie die Aussetzung der Vergabe bestimmter Arbeitsvisa und Green Cards bis Ende März verlängert. Die Auswirkungen der Pandemie auf den US-Arbeitsmarkt und auf die Gesundheit der amerikanischen Bevölkerung gäben weiterhin Anlass zur Sorge, hieß es in einer Proklamation des Präsidenten. Deshalb sollten die im April und Juni verhängten Maßnahmen, die die legale Einwanderung in die USA deutlich einschränken, vorerst weiter bestehen bleiben. Arbeits-, Heimatschutz- und Außenministerium sollen regelmäßig überprüfen, ob Änderungen der Maßnahmen notwendig sind. Die Verfügungen gelten nur für Ausländer, die sich aktuell außerhalb der Vereinigten Staaten befinden und noch keine Einreiseerlaubnis haben. Wer bereits über eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis verfügt, ist nicht betroffen, zudem gibt es Ausnahmen unter anderen für Ehepartner und Kinder von US-Bürgern. Wegen der Pandemie ist die weltgrößte Volkswirtschaft schwer angeschlagen. Die Zahl der Empfänger von Arbeitslosenhilfe liegt inzwischen bei 19,6 Millionen Menschen, vor einem Jahr waren es lediglich rund 1,8 Millionen.

+++ 07:17 Zu langsam, zu gelassen: EU-Strategie verwundert Biontech-Chef +++
Der Chef des Mainzer Biotech-Forschers Biontech hat sich nach eigener Aussage über die zögerlichen Impfstoff-Bestellungen der EU gewundert. Der Prozess in Europa sei nicht so schnell und geradlinig abgelaufen wie in anderen Ländern, sagte Firmenchef Ugur Sahin dem “Spiegel”. Die EU habe zudem auch auf andere Hersteller gesetzt, die nun doch nicht so schnell liefern können. “Offenbar herrschte der Eindruck: Wir kriegen genug, es wird alles nicht so schlimm, und wir haben das unter Kontrolle”, sagte Sahin: “Mich hat das gewundert.”

+++ 06:57 Trotz dringenden Appells: Die Niederlande warten weiter mit dem Impfstart +++
In den Niederlanden nimmt die Kritik an der Corona-Impfstrategie zu. Obwohl in einem Speziallager im Osten des Landes bereits rund 175.000 Impfdosen der Hersteller Pfizer und Biontech lagern, will das Land erst am 8. Januar als letztes Land in der EU die ersten Menschen impfen und am 18. Januar landesweit starten. Trotz der Kritik will die Regierung den Start der Impfkampagne nicht vorziehen. Das sei aus logistischen Gründen nicht möglich. Der Fahrplan werde vorerst nicht verändert, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Verbände der akuten medizinischen Versorgung hatten dringend an den Gesundheitsminister appelliert, bereits am kommenden Montag Pflegepersonal der Krankenhäuser und Intensivstationen gegen Covid-19 zu impfen. Dies könne schnell in den Krankenhäusern geregelt werden. Außerdem reichten die Vorräte an Impfdosen aus. Gesundheitsminister Hugo de Jonge will sich erst Anfang der kommenden Woche dazu äußern.

+++ 06:10 “Noch ein paar Monate durchhalten”: Amtsarzt ist für Lockdown bis ins Frühjahr +++
Der Berliner Amtsarzt Patrick Larscheid hält einen Lockdown bis zum Frühjahr für unausweichlich – nicht allein in der Hauptstadt. “Wir haben weiter irre hohe Infektionszahlen”, sagte er. “Nach dem Silvesterwochenende werden wir den Effekt der Weihnachtstage sehen.” Es sei zu vermuten, dass die Mobilität im zweiten Lockdown nicht so stark nachgelassen habe wie beim ersten im Frühjahr. Larscheid ist Amtsarzt im Berliner Bezirk Reinickendorf und spürt die Folgen der Pandemie jeden Tag. Die Möglichkeit der Impfung sei eine ganz tolle Sache, betonte er. Doch bislang sei unklar, ob die Geimpften das Virus nicht trotzdem weitertragen könnten. “Wir müssen bitte noch ein paar Monate durchhalten”, sagte Larscheid. “Man müsste jetzt einen Appell an die Bevölkerung richten, dass wir uns das alles zumuten müssen.” Diesen Mumm sehe er im Moment zu wenig. “Aber wir haben den ethischen Konsens, dass wir die medizinischen Notwendigkeiten stärker gewichten wollen als die wirtschaftlichen”, betonte er. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:35 RKI meldet fast 23.000 Neuinfektionen +++
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 22.924 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 553 neue Todesfälle verzeichnet, wie das Institut am Morgen bekannt gab. Eine Interpretation der Daten ist momentan schwierig, weil während der Feiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI nachfolgend zu Nachmeldungen kommen. Vor einer Woche waren 25.533 Neuinfektionen und 412 Todesfälle binnen 24 Stunden registriert worden.

+++ 05:19 Mehr als 550 Impfdosen zerstört – Festnahme in den USA +++
Ein ehemaliger Mitarbeiter einer Krankenhausapotheke im US-Bundesstaat Wisconsin ist festgenommen worden, weil er rund 570 Dosen eines Corona-Impfstoffes ruiniert haben soll. Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass der Verdächtige den Impfstoff vorsätzlich aus der Kühlung genommen und über Nacht stehen gelassen habe, erklärte die Polizei in Grafton. Der Mann habe zugegeben, dass er gewusst habe, dass die Impfdosen damit unbrauchbar wurden.

+++ 04:14 WHO erteilt Notfall-Zulassung für Biontech-Impfstoff +++
Nach der Zulassung des Biontech-Corona-Impfstoffs in mehreren Ländern hat auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) grünes Licht für den Einsatz gegeben. Sie hat am Silvestertag eine Notfallzulassung erteilt, wie sie in Genf mitteilte. Die WHO drängte auf eine gerechte Verteilung des Impfstoffs in allen Ländern der Welt. Die WHO prüft wie die Regulierungsbehörden einzelner Länder wissenschaftliche Studien zu neuen Medikamenten oder Impfstoffen und wägt die Risiken eines Einsatzes ab. Mit der WHO-Notfallzulassung (EUL – Emergency Use Listing) können UN-Organisationen den Impfstoff einkaufen und verteilen. Ebenso können Länder, die keine eigenen Kapazitäten für solche wissenschaftlichen Prüfungen haben, aufgrund der Vorarbeit der WHO eine Zulassung in ihrem Land erteilen.

+++ 03:32 Merz: Schulen so schnell wie möglich wieder öffnen +++
CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz pocht auf eine schnellstmögliche Öffnung der Schulen in der Corona-Pandemie. Im Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe stellte er sich hinter eine entsprechende Forderung von Baden-Württembergs CDU-Kultusministerin Susanne Eisenmann. “Susanne Eisenmann hat den Mut, etwas Richtiges zu sagen, dass nämlich die Schulen so schnell wie möglich wieder geöffnet werden müssen”, sagte Merz. “Und es ist ja auch der politische Wille aller Beteiligten, je nach Inzidenzlage in diese Richtung zu gehen.” Eisenmann hatte gefordert, dass Kindergärten und Grundschulen auf jeden Fall schon ab dem 11. Januar wieder öffnen sollten.

+++ 02:19 Corona-Demos in Stuttgart aufgelöst +++
Zum Jahresende haben Menschen in Stuttgart gegen die Corona-Politik der Bundesregierung und der Landesregierung Baden-Württembergs demonstriert. Dabei kam es wiederholt zu Verstößen gegen die Auflagen. Insgesamt fanden über den Donnerstagabend verteilt fünf Demonstrationen statt, wie die Polizei mitteilte. Am Karlsplatz sei am Abend eine Versammlung aufgelöst worden, weil die rund 100 Teilnehmer die Mindestabstände nicht einhielten und eine daraufhin erlassene Auflage zum Tragen von Masken ebenfalls ignoriert worden sei. Aus dieser Demonstration sei unter “lautstarkem Unmut” gegen die Polizei eine Spontanversammlung hervorgegangen. Diese umfasste ebenfalls rund 100 Personen und wurde aufgelöst. Am späten Abend fand erneut eine Versammlung am Karlsplatz mit rund 50 Teilnehmern statt. Diese wurde kurz nach Mitternacht ebenfalls aufgelöst.

+++ 01:23 Italien will am 7. Januar Schulen öffnen +++
Italien will ab 7. Januar die Schulen auch für ältere Schüler verstärkt wieder öffnen. Das bestätigte das Innenministerium in Rom in einer Mitteilung. Trotz der Corona-Pandemie müsse ein sicherer Unterricht gewährleistet werden, hieß es. Die Verantwortlichen vor Ort und in der Regierung in Rom peilten an, dass zunächst 50 Prozent Präsenzunterricht erteilt werde. Dafür muss etwa der Schülertransport strenge Gesundheitsvorgaben erfüllen. Für den Rest der Mädchen und Jungen bleibt es zunächst beim Online-Lernen. Rom hatte zuvor mehrfach von 75 Prozent Präsenzunterricht zum Start nach Neujahr gesprochen.

+++ 00:10 Ausbrüche in südkoreanischen Gefängnissen +++
Nach Hunderten von Corona-Infektionen in einem Gefängnis in Seoul hat Südkorea die Kontaktbeschränkungen für sämtliche Haftanstalten des Landes verschärft. Das Justizministerium entschuldigte sich für die schnelle Ausbreitung des Coronavirus unter Insassen und Beschäftigten der Vollzugsanstalt Seoul Dongbu. Die Häufung sei unter anderem auf einen Mangel an Schutzmaßnahmen zurückzuführen, sagte Vizeminister Lee Yong Gu. Bis zum Donnerstag wurden in der Anstalt mehr als 790 Infektionsfälle unter Insassen und dem Gefängnispersonal erfasst. Deshalb mussten in den vergangenen Tagen mehr als 600 Strafgefangene in andere Anstalten oder, bei positivem Infektionsbefund, in andere Einrichtungen verlegt werden.

+++ 23:14 Lettland geht mit Rekordzuwächsen ins neue Jahr +++
In Lettland ist das Jahr mit einer Rekordzahl neuer Corona-Fälle zu Ende gegangen. Die Gesundheitsbehörde in Riga meldete mit 1861 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden den zweiten Tag in Folge einen Höchststand – nach 1367 am Vortag. Damit wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt mehr als 40.000 Fälle in dem baltischen EU-Land erfasst, 635 Menschen starben an oder mit einer Corona-Infektion. Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern registriert seit Herbst einen rapiden Anstieg bei den Neuinfektionen. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung gegenwärtig deutlich schlechter als in Deutschland. Die Regierung in Riga versucht mit immer schärferen Beschränkungen eine Trendumkehr zu bewirken: Zusätzlich zum Lockdown wurde über den Jahreswechsel eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

+++ 22:01 Erst 200 Menschen: Frankreich beschleunigt Impfkampagne +++
Frankreich beschleunigt seine Impfkampagne gegen das neuartige Coronavirus. Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die älter als 50 Jahre sind, können sich ab Montag impfen lassen, wie Gesundheitsminister Olivier Véran ankündigte. Damit wird diese Altersgruppe früher als bislang geplant geimpft. Politiker und Ärzte hatten zuvor den langsamen Start der Impfkampagne kritisiert. Präsident Emmanuel Macron betonte in seiner Neujahrsansprache am Donnerstag, er werde keine “ungerechtfertigten Verzögerungen” bei den Massenimpfungen zulassen. Auf der anderen Seite dürfe aber nicht “die Sicherheit aufs Spiel gesetzt werden”. Seit Sonntag wurden in Frankreich weniger als 200 Menschen gegen Corona geimpft, während Deutschland und Italien mehrere Tausend Menschen eine Impfung erhielten.

+++ 21:43 Türkei verschärft Sperrstunden +++
Über die Neujahrstage treten in der Türkei verschärfte Ausgangsregeln in Kraft. Türkische Staatsbürger dürfen in der Zeit nur in Ausnahmefällen oder tagsüber zum Einkaufen vor die Tür, teilte das Innenministerium mit. Die Regelungen gelten ab 21.00 Uhr am Donnerstagabend bis 5.00 Uhr Ortszeit am Montagmorgen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte vorher verschärfte Kontrollen in der Silvesternacht angekündigt, um Feiern zu verhindern. In Istanbul würden mehr als 34 000 Sicherheitskräfte eingesetzt, verkündete der Gouverneur der Millionenmetropole, Ali Yerlikaya. Andere Regeln gelten für Touristen und Ausländer: Sie sind grundsätzlich von den Beschränkungen ausgenommen.

+++ 21:10 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 28.914 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.735.239 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 28.914 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 825 auf 33.541. Als aktuell infiziert gelten rund 363.024 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,74 angegeben (Vortag: 0,54). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 74 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,8 (Vortag: 0,68). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5639 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3112 davon werden beatmet. 4746 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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