Coronavirus-Liveticker: +++ 21:30 Frankreich plant noch härtere Sperrstunde +++

Frankreich will wegen steigender Corona-Zahlen eine Verschärfung der abendlichen Ausgangssperren in besonders betroffenen Gebieten. Man werde dort für Anfang Januar eine Ausgangssperre ab 18 Uhr vorschlagen, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran am Abend im TV-Sender France 2 an. Derzeit gilt landesweit eine solche Ausgangssperre – in Frankreich couvre-feu genannt – ab 20 Uhr. Die Menschen dürfen dann nur mit triftigem Grund das Haus verlassen – einfache Spaziergänge, einkaufen oder Sport gehören nicht dazu. Besonders ernst sei die Lage derzeit in der an Deutschland grenzenden Region Grand-Est, in der Region Auvergne-Rhône-Alpes und in den Gebieten Franche-Comté und Alpes-Maritimes, sagte der Minister.

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat gerade eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden.

(Foto: picture alliance/dpa/POOL Reuters/AP)

+++ 21:01 Sachsen mit höchster Inzidenz im Ländervergleich +++
Bei den Neuinfektionen steht Baden-Württemberg mit 2812 Fällen an der Spitze der Bundesländer. Es folgen mit geringem Abstand Nordrhein-Westfalen (plus 2524), Bayern (2335) und Sachsen (2309). Der Freistaat ist allerdings weiterhin das Bundesland mit der höchsten Inzidenz: Mit 399,5 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt Sachsen nur knapp unter der 400er-Schwelle. Einen neuen Tagesrekord verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern mit 459 gemeldeten Fällen. Keins der 16 Bundesländer kommt auf Zuwächse im zweistelligen Bereich. Bremen (156) und das Saarland (295) melden die niedrigsten Zuwächse.

+++ 20:35 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Erstmals mehr als 1000 Todesfälle gemeldet +++
Erstmals seit Pandemiebeginn liegen die Totenzahlen in Deutschland über der Tausender-Marke. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, stieg die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion um 1051 auf 31.676. Der bisher schlimmste Tag war der Dienstag vor einer Woche (22.12.) mit 940 Todesfällen.

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland kletterte auf 1.680.583. Damit kamen 17.048 neue Fälle hinzu. Als aktuell infiziert gelten rund 360.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,54 angegeben (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 54 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,67 (Vortag: 0,74). Das ist der niedrigste Stand seit dem Frühjahr. Da die Berechnung der R-Werte auf der Verteilung der gemeldeten Fälle aufbaut, werden diese Kennziffern von dem kombinierten Wochenend- und Feiertagseffekt beeinflusst. In seinem Lagebericht warnt das Robert-Koch-Institut davor, die Rückgänge vorzeitig zu bejubeln: “Im Vergleich zur Vorwoche ist in allen Bundesländern über die Weihnachtsfeiertage ein scheinbarer Rückgang der Inzidenzen und Fallzahlen zu beobachten. Es ist gut möglich, dass dies mit verringerter Testaktivität der Bevölkerung über die Weihnachtsfeiertage zusammenhängt, sowie mit dem Verzug der Meldung durch die Gesundheitsämter. Ob dies einen tatsächlichen Trend darstellt, wird in den nächsten Wochen ersichtlich werden.”

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5649 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3071 davon werden beatmet. Rund 4728 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:10 Hohe Infektionsdynamik in Irland +++
Irland meldet einen Rekordanstieg der Neuinfektionen: Das Land mit etwa 4,9 Millionen Einwohnern gibt 1546 Fälle bekannt. Der bisherige Rekord war am Samstag mit 1296 Neuinfektionen verzeichnet worden. Am Nachmittag hatte Irland mit den Impfungen begonnen. Als erste erhielt eine 79-Jährige in einem Krankenhaus in Dublin das Mittel von Biontech/Pfizer. Anschließend werden weitere Patienten sowie Personal in insgesamt vier Kliniken geimpft. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen setzt die Regierung eine außerordentliche Kabinettssitzung für Mittwoch an. Weitere Maßnahmen schließt Gesundheitsminister Stephen Donnelly nicht aus. Das exponentielle Wachstum müsse gestoppt werden.

+++ 19:40 Dänemark will Lockdown bis 17. Januar verlängern +++
Dänemark wird einem Medienbericht zufolge wegen stark steigender Fallzahlen den Lockdown um zwei Wochen verlängern. Er werde dann bis zum 17. Januar gelten, berichtet der Sender TV2 unter Berufung auf nicht weiter genannte Insider. Die Regierung werde die Maßnahme am Abend bekanntgeben.

+++ 19:10 Auch US-Vize Harris lässt sich live impfen +++
Die designierte US-Vize-Präsidentin Kamala Harris lässt sich vor laufenden Kameras impfen. “Ich will alle dazu ermutigen, sich den Impfstoff geben zu lassen”, sagt sie. Die Impfung sei vergleichsweise schmerzlos, sicher und rette Leben. Harris erhielt den Impfstoff von Moderna. Der designierte Präsident Joe Biden ließ sich vergangene Woche ebenfalls live im Fernsehen impfen.

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Schmerzlos, sicher, lebensrettend: Kamala Harris lässt sich den Impfstoff von Moderna verabreichen.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 18:40 Steiler Anstieg: Großbritannien meldet mehr als 53.000 neue Fälle +++
Die Corona-Neuinfektionen in Großbritannien steigen weiter steil an. Bis zum Abend verzeichneten die Behörden den Rekordwert von 53.135 neuen Fällen. Erst am Montag hatten sie mit 41.385 Neuinfektionen einen Tageshöchstwert gemeldet. Die Quote je 100.000 Einwohner stieg auf 381,5. Die Gesundheitsbehörde Public Health England nennt die Entwicklung “extrem besorgniserregend”. Großbritannien ist eines der am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Länder in Europa. Bisher haben sich fast 2,4 Millionen Menschen landesweit mit dem Virus infiziert, Zehntausende sind mit oder an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

+++ 18:05 Hamburg schließt Schulen bis weit in den Januar +++
Die meisten Hamburger Schüler bleiben nach den Weihnachtsferien länger zu Hause. Die Anwesenheitspflicht in den Hamburger Schulen wird wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 17. Januar aufgehoben. Das hat der Senat am Nachmittag beschlossen. Damit gelte weiterhin ein eingeschränkter Schulbetrieb. Bisher galt die Regel bis zum 10. Januar. Darüber hinaus geht der Senat davon aus, dass auch in den letzten beiden Januarwochen kein regulärer Präsenzunterricht in allen Klassenstufen stattfinden kann. Die endgültige Entscheidung darüber werde der Senat nach Abstimmung mit den anderen Bundesländern sowie unter Berücksichtigung der Infektionslage im Januar treffen.

+++ 17:55 Britische Mutation erreicht NRW +++
Die britische Mutation des Coronavirus ist nun auch in Nordrhein-Westfalen angekommen: Die neue Variante sei bei einem Menschen aus dem Kreis Viersen “und damit erstmals auch in NRW nachgewiesen”, teilte das Landesgesundheitsministerium in Düsseldorf auf Anfrage der “Rheinischen Post” mit. Das Landeszentrum Gesundheit sei darüber am Montagnachmittag vom Robert-Koch-Institut telefonisch informiert worden. Zuvor hatte die niedersächsische Regierung mitgeteilt, dass die neue Variante des Virus in dem Bundesland nachgewiesen worden sei. Das mutierte Virus ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern deutlich ansteckender als die bisher bekannte Version.

+++ 17:34 Litauen entdeckt vergessene Corona-Tote +++
In Litauen gibt es vermutlich deutlich mehr Corona-Tote als bislang angenommen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind bei der Digitalisierung von Daten der zuständigen Gesundheitsbehörde 804 zuvor nicht erfasste Todesfälle entdeckt worden. “Es wurde festgestellt, dass 324 Coronavirus-Todesfälle und 480 Todesfälle von Corona-infizierten Personen mit anderen Ursachen nicht gezählt wurden”, teilte das Ministerium in Vilnius mit. Aufgefallen seien die bislang unerfassten Fälle beim Abgleich der Statistiken der Behörde und des staatlichen Registerzentrums im Zeitraum von Oktober bis Dezember. Litauen weist nach Angaben der EU-Behörde ECDC aktuell die höchste Infektionsrate in Europa auf, nachdem zu Beginn der Corona-Pandemie die Zahl der Neuinfektionen lange relativ niedrig geblieben war. Insgesamt wurden in dem Ostseestaat mit knapp drei Millionen Einwohnern bislang über 134.000 Fälle erfasst. Offiziell starben nach bisherigen Angaben 1347 Menschen an dem Virus.

+++ 17:04 “Kein Raum für Lockerung”: Laschet glaubt an längeren Lockdown +++
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet sieht derzeit “wenig Raum”, dass der Lockdown im Januar beendet werden kann. Gesundheitsämter und Testlabore würden über die Feiertage nur bedingt arbeiten, sagte der CDU-Politiker im ARD-Mittagsmagazin. Darum würde das Corona-Infektionsgeschehen im Moment nicht vollständig abgebildet. Ähnlich wie Laschet äußerten sich zuvor schon die Regierungschefs von Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen. Am 5. Januar wollen die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammenkommen, um darüber zu beraten, ob die Corona-Schutzmaßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden sollen. In Deutschland ist seit dem 16. Dezember ein verschärfter Lockdown in Kraft.

+++ 16:32 Schwedens Premier muss sich für Shopping-Tour rechtfertigen +++
Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven hat mit einem Besuch in einem Einkaufszentrum für Schlagzeilen gesorgt. Trotz des Appells seiner Regierung, wegen der Corona-Pandemie auf den Besuch solcher Orte zu verzichten, war der Regierungschef kurz vor Weihnachten selbst in einer Mall, wie nun bekannt wurde. Die Tageszeitung Expressen veröffentlichte Fotos, die Löfven am 20. Dezember im Gallerian-Einkaufszentrum in Stockholm zeigen. Zwei Tage zuvor hatte Löfven die Bürger aufgefordert, überfüllte Einkaufszentren in der Vorweihnachtszeit und in der Nachweihnachtszeit zu meiden. “Ich hoffe und glaube, dass die Menschen erkennen, dass dies ernst ist”, hatte Löfven damals auf einer Pressekonferenz gesagt. Ein Sprecher von Löfven erklärte dazu, der Ministerpräsident habe das Einkaufszentrum besucht, “um einen Artikel abzuholen, den er zuvor abgegeben hatte”. Der Besuch sei sorgfältig geplant gewesen, und Löfven habe die Empfehlungen der Gesundheitsbehörde und seine eigenen beachtet, Menschenansammlungen zu vermeiden.
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Den eigenen guten Rat in den Wind geschlagen: Schwedens Premier Löfven.

(Foto: picture alliance/dpa/Bildbyran via ZUMA Press)

+++ 16:11 Astrazeneca-Impfstoff: Noch kein Antrag in der EU gestellt +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hält eine Zulassung des Corona-Impfstoffes des britischen Pharmakonzerns Astrazeneca schon im Januar für unwahrscheinlich. “Sie haben noch nicht einmal einen Antrag bei uns gestellt”, sagte der stellvertretende EMA-Direktor Noel Wathion der belgischen Zeitung “Het Nieuwsblad”. Die EMA habe zwar einige Informationen über den Impfstoff erhalten. Diese reichten aber nicht, um eine bedingte Marketinglizenz zu rechtfertigen. “Wir benötigen zusätzliche Daten zur Qualität des Impfstoffs. Danach muss das Unternehmen einen formellen Antrag stellen”, sagte Wathion. Dies mache es unwahrscheinlich, dass eine Genehmigung bereits im Januar erteilt werden könne. In Großbritannien wird dagegen erwartet, dass die nationale Arzneimittelbehörde den Astrazeneca-Impfstoff in den kommenden Tagen zulässt.
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Der britische Premier Johnson ist ein großer Fan des Astrazeneca-Impfstoffs.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

+++ 15:44 Labore verzeichnen massiven Einbruch bei Corona-Tests +++
In der Weihnachtswoche ist die Zahl der Labortests auf das Coronavirus in Deutschland nach Verbandsdaten eingebrochen. Knapp 976.200 sogenannte PCR-Tests seien vom 21. bis 27. Dezember durchgeführt worden, teilte der Verein Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) in Berlin mit und berief sich auf Angaben von 169 Laboren bundesweit. In der Woche zuvor seien es noch rund 1,47 Millionen solche Tests gewesen. Der Anteil positiver Tests stieg nun auf 13,2 Prozent (Vorwoche 11,8 Prozent). Die Labore hätten ihre Kapazitäten auch über die Feiertage auf dem üblichen Wochenendniveau verfügbar gehalten, betonte der Verband. Diese seien aber deutlich weniger in Anspruch genommen worden. Begründet wurde dies mit weniger Abstrich-Entnahmen und mit Schnelltestangeboten, die kurz vor Weihnachten noch verstärkt genutzt worden seien. Schnelltest-Befunde hätten nur eine Gültigkeit von Stunden, mahnte der Verband und rief zum Einhalten der Regeln zur Viruseindämmung auf.

+++ 15:25 Spahn gibt Klinikmitarbeitern Gehälter-Garantie +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Debatte um die Finanzknappheit der Krankenhäuser eine Gehälter-Garantie für die Beschäftigten in den Kliniken abgegeben. “Bund und Länder stehen gemeinsam in der Verantwortung. Wir wollen und werden die Liquidität der Krankenhäuser in der Krise sichern. Darauf können sich die Beschäftigten verlassen”, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Bund und Länder würden Anfang Januar über weitere notwendige Maßnahmen beraten, kündigte Spahns Ministerium an. Das Ministerium verwies zudem auf die seit Beginn der Pandemie bestehende finanzielle Unterstützung für Krankenhäuser, die Intensivbetten für Covid-Patienten freihalte. Auch würden coronabedingte Mindereinnahmen krankenhausindividuell ermittelt und ausgeglichen. Eine Sprecherin verwies auch auf eine seit dem 17. Dezember geltende Verordnung, die den Ländern mehr Möglichkeiten gebe, Krankenhäuser zu bestimmen, die Ausgleichszahlungen erhalten. Sie solle bis zum 31. Januar gültig bleiben.
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Kliniken in Finanznot: Gesundheitsminister Spahn spannt ein Rettungsnetz.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 15:02 Verstöße gegen Ausgangsregeln: Hanauer Polizei macht nächtliche Kontrollen +++
Die Polizei hat bei Kontrollen der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Hanau mehrere Verstöße festgestellt. Von etwa 100 Kontrollierten hätten mehr als 30 in der Nacht zum Dienstag keine plausible Erklärung dafür gehabt, warum sie nach 21 Uhr noch unterwegs waren. Das teilte das Polizeipräsidium Südosthessen in Offenbach mit. Die Kontrollierten müssten nun mit Anzeigen rechnen. Neben der Einhaltung der Corona-Regelungen standen laut Polizei auch die Tuner- und Poserszene im Fokus der Kontrollen. Wegen hoher Corona-Infektionszahlen gelten in Hanau nächtliche Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr. Nur aus “triftigem Grund” darf die Wohnung verlassen werden – dazu zählen das Gassigehen mit dem Hund oder der Weg zur Arbeit und zu einem Arzt.

+++ 14:31 Neuer Ausbruch in China: Peking riegelt zehn Stadtteile ab +++
In Peking werden zehn Stadtteile im nordöstlichen Bezirk Shunyi abgeriegelt. Dort wurden 16 Infektionen seit dem 18. Dezember gemeldet. “Die Covid-Prävention und -Kontrolle der Hauptstadt muss den Notfallmodus einleiten”, sagt ein Sprecher der Stadtverwaltung. Dies ist die erste Absperrung in der chinesischen Hauptstadt seit dem letzten Ausbruch des Coronavirus in den Monaten Juni und Juli.

+++ 14:01 Frau nach Impfpanne weiter in Klinik +++
Nach der Impfpanne in einem Stralsunder Pflegeheim wird eine Frau weiter in einer Klinik behandelt. Wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Rügen sagt, leidet sie unter grippeähnlichen Symptomen wie Kopfschmerzen oder Schwindel. Die anderen sieben Betroffenen waren am Sonntag, dem Tag des Vorfalls, beziehungsweise am Montag nach Hause geschickt worden. Sie sind alle Mitarbeiter eines Stralsunder Pflegeheims. Ihnen war versehentlich die fünffache Dosis des Impfstoffs gegen Covid-19 gespritzt worden.

Inzwischen lägen Details zur fehlerhaften Impfung vor. Entgegen den Anweisungen des Impfstoffherstellers Biontech/Pfizer habe eine Krankenschwester den Inhalt der Gläser zwar mit der korrekten Menge Kochsalzlösung gemischt. Dann habe sie dem Arzt aber Spritzen mit dem kompletten Inhalt statt nur mit einem Fünftel des Volumens zum Impfen gereicht.

+++ 13:42 Kreis Sonneberg ruft Katastrophenfall aus +++
Der Thüringer Landkreis Sonneberg ruft pandemiebedingt den Katastrophenfall aus. Hauptgrund sei die angespannte Lage in mehreren Pflege- und Betreuungseinrichtungen, dem Rettungswesen sowie den örtlichen Krankenhäusern, erklärt Landrat Hans-Peter Schmitz. All das ergebe sich aus Personalengpässen, die auf die Corona-Pandemie zurückzuführen seien. “Nach sorgfältiger Prüfung haben wir uns entschlossen, den Katastrophenfall auszurufen, um das Leben und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen”, sagt der parteilose Schmitz. Es gehe vor allem darum, einen rechtlichen Rahmen für den Einsatz von ehrenamtlichen Kräften zu schaffen, “um die Bewältigung der diffusen pandemischen Lage in wesentlichen Bereichen der Daseinsvorsorge zu gewährleisten”. Außerdem wurde der Katastrophenschutzzug des Landkreises in Alarmbereitschaft versetzt.

+++ 13:22 Corona-Fehltritte kosten niederländischen König Vertrauen +++
Mit mehreren Fehltritten in der Corona-Krise verspielt der niederländische König Willem-Alexander einer Umfrage zufolge das Vertrauen vieler Landsleute. Nur noch 47 Prozent der Niederländer sind deutlich zufrieden mit dem 53-Jährigen – etwa 30 Prozentpunkte weniger als noch im Frühjahr, wie aus der Umfrage des Instituts Ipsos hervorgeht. Grund für die ungewöhnlich schlechten Noten ist das Fehlverhalten des Königspaares in der Corona-Krise. Fast 70 Prozent der Niederländer sagen, dass das dem Image der Oranjes sehr geschadet hat. Im Herbst war die königliche Familie etwa mit dem Regierungsflugzeug in ihr Ferienhaus in Griechenland geflogen – obwohl die Regierung die Bürger aufgerufen hatte, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben. Im Sommer sorgte ein Foto für Aufregung: Es zeigt das Königspaar in Griechenland mit dem Eigentümer eines Restaurants – ohne Sicherheitsabstand.

+++ 13:03 Viel mehr Selbstständige beantragen Hartz IV +++
Mehr als 10.000 Solo-Selbstständige und Künstler in Nordrhein-Westfalen mussten wegen der Corona-Pandemie Hartz IV beantragen. Nun gibt es auch Zahlen für ganz Deutschland: Von April bis November 2020 sind 89.000 Selbstständige in die Grundsicherung gegangen, wie die Bundesagentur für Arbeit ntv mitteilt. Das sind 78.000 mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Anstieg geht demnach “zum großen Teil” auf die Corona-Krise zurück. Die Zahlen für Dezember liegen erst Anfang Januar vor.

+++ 12:39 Impf-Anmeldungen im Norden starten – großes Interesse +++
Seit heute können sich berechtigte Menschen in Schleswig-Holstein zu Corona-Impfungen anmelden. Bereits nach drei Stunden gingen laut Gesundheitsministerium 13.084 Anmeldungen für 15.120 verfügbare Einzeltermine in der ersten buchbaren Woche ab 4. Januar ein. “Die große Resonanz zeigt die hohe Impfbereitschaft”, sagt Minister Heiner Garg von der FDP. “Das ist ein gutes Signal und unterstreicht das Verantwortungsbewusstsein der Menschen in Schleswig-Holstein.” Um 8 Uhr war die Anmeldefunktion unter www.impfen-sh.de für die Terminbuchung für Personen der Gruppe mit der höchsten Priorität freigeschaltet. Dazu gehören Menschen über 80 Jahren und besonders exponiertes medizinisches Personal. Seit 9 Uhr waren telefonische Anmeldungen unter der Nummer 116 117 möglich. Laut Ministerium war Schleswig-Holstein damit eines der ersten Bundesländer.

+++ 12:05 Englische Kliniken melden Höchststand an Corona-Patienten +++
Die Zahl der Covid-19-Patienten in englischen Krankenhäusern erreicht einen neuen Höchststand. Mittlerweile würden mehr Corona-Patienten stationär behandelt als während des Höhepunkts der ersten Infektionswelle im April, teilt der britische Gesundheitsdienst NHS mit. “Wir sind zurück im Auge des Sturms”, sagt der NHS-Chef in England, Simon Stevens. Derzeit werden den Angaben zufolge 20.426 Menschen mit Covid-19 in englischen Krankenhäusern behandelt. Im April waren es auf dem Höhepunkt der ersten Infektionswelle 18.974.

Auch die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien binnen eines Tages erreichte am Montag mit 41.385 einen neuen Höchstwert – und das, obwohl Schottland und Nordirland über die Weihnachtsfeiertage die Weitermeldung von Fällen ausgesetzt hatten. Seit Beginn der Pandemie wurden in Großbritannien 71.109 Corona-Tote gezählt.

+++ 11:47 Belarus startet Impfungen mit Sputnik V +++
Nach der ersten Lieferung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V verkündet Belarus den Start einer Corona-Impfkampagne. “Die erste Charge des Impfstoffs ist heute in Belarus eingetroffen”, teilt das Gesundheitsministerium in Minsk mit. Dies bedeute den “Beginn der Impfung der belarussischen Bevölkerung”. Wie viele Impfdosen das Land erhielt, teilen die belarussischen und russischen Behörden nicht mit. Das stark von Moskau abhängige, autoritär regierte Belarus ist der erste ausländische Staat, der den russischen Impfstoff offiziell zugelassen hat.

+++ 11:28 Lauterbach gegen Bevorzugung von Geimpften +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich gegen Sonderrechte für geimpfte Menschen aus. “Wir können eine Priorisierung auch deshalb rechtfertigen, weil diese Menschen das höchste Risiko haben”, sagt der Politiker bei ntv über diejenigen, die zuerst die Impfung erhalten haben. “Aber dass sie dann andere Rechte haben sollen, das ist wenig vertretbar. Wir wissen ja noch nicht einmal, ob die Geimpften sich anstecken können oder andere wieder anstecken können.” Daher sei die Grundlage für eine Bevorzugung von denjenigen, die schon geimpft sind, zu dünn.

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+++ 11:08 Winterberg appelliert weiter an Tagesausflügler +++
Winterberg im Sauerland appelliert erneut an Tagesausflügler, den Wintersportort nicht zu besuchen. “Bitte überlege, ob eine Anreise wirklich erforderlich ist”, heißt es auf der Internetseite – den dritten Tag in Folge. “Aufgrund der hohen Nachfrage ist mit kilometerlangen Staus zu rechnen.” Das Gebot des Tages heiße Kontaktvermeidung. “Wir lieben unsere Berge. Ihr auch. Aber in diesen Zeiten müssen wir diese Liebe ruhen lassen, denn der Ansturm führt zu Stau und zu Menschenaufläufen”, erklärt die Stadt. “Verstopfte Straßen, fehlende Parkplätze und viele potenzielle Kontakte. Wer will das schon! Tu Dir das doch nicht an.” Die Stadt weist darauf hin, dass es keine Einkehr- oder Aufwärmmöglichkeiten gebe. In der Stadtmitte seien nur die öffentlichen Toiletten geöffnet. Zahlreiche Tagesausflügler hatten bereits am Sonntag und Montag für ein Verkehrschaos mit überfüllten Parkplätzen und kilometerlangen Staus rund um die 13.000-Einwohner-Stadt gesorgt. Unter den Besuchern waren viele Familien, die zum Schlittenfahren gekommen waren.

+++ 10:42 Fast 42.000 Menschen in Deutschland geimpft +++
Bis 8 Uhr heute Morgen wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 41.962 Menschen in Deutschland gegen das Corona-Virus geimpft. Das sind 19.084 mehr als am Vortag. Die meisten davon bekamen das Biontech/Pfizer-Vakzin demnach wegen ihres Berufes: 14.964 Menschen. Es handelt sich dabei um Mitarbeiter in Pflege- und Altenheimen, Intensivstationen, Notaufnahmen oder Rettungsdiensten. Die Impfungen haben offiziell am Sonntag begonnen, an einigen Orten wurde bereits am Vortag gestartet.

+++ 10:10 Iran beginnt Tests mit eigenem Impfstoff +++
Im Iran wird erstmals der in dem Land entwickelte Corona-Impfstoff “Coviran Barekat” getestet. Laut Staatsfernsehen wurden in Anwesenheit des iranischen Gesundheitsministers drei Testpersonen mit dem Mittel geimpft. In der ersten Testphase sollen 56 weitere Testpersonen geimpft und in weniger als einem Monat Ergebnisse bekanntgegeben werden. Nach Angaben von Präsident Hassan Ruhani wird der Iran sowohl ausländische Impfstoffe importieren als auch die vor Ort produzierten benutzen. Wegen der US-Sanktionen hat der Iran keinen Zugang zum globalen Banksystem und daher auch Probleme mit dem Zahlungsverkehr. Diese wirken sich auch auf die Bestellung von Impfstoffen aus. Die iranische Zentralbank hat aber bereits 200 Millionen Euro für die Einfuhr der Corona-Impfstoffe bereitgestellt.

+++ 09:37 Pharma-Industrie: Impfstoff-Menge dürfte bald schnell steigen +++
Die Pharma-Industrie rechnet damit, dass in Deutschland schon bald eine größere Zahl an Dosen mit Corona-Impfstoff zur Verfügung steht. “Wir werden im Januar noch deutlich mehr Impfungen haben, weil immer mehr der vom Staat bestellten Mengen geliefert werden”, sagt Han Steutel, der Präsident des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (Vfa), der “Rheinischen Post”. Demnach funktioniert dies nur, weil die Hersteller vorproduziert hätten. “Jeder weitere Hersteller, der eine Zulassung erhält, wird ebenfalls mit vorproduzierten Chargen schnell im Markt sein”, so Steutel. Er verweist darauf, dass gerade überall in Deutschland Produktionskapazitäten für den Corona-Impfstoff hochgefahren würden.

+++ 09:12 Neuinfektionen in Israel auf höchstem Stand seit Oktober +++
Zwei Tage nach Beginn eines neuen Teil-Lockdowns in Israel sind die Corona-Infektionszahlen in dem Land auf den höchsten Stand seit drei Monaten geklettert. Das Gesundheitsministerium teilt mit, binnen 24 Stunden seien 5449 neue Fälle registriert worden – zuletzt waren die Zahlen Anfang Oktober so hoch gewesen. Zum Vergleich: Die deutschen Gesundheitsämter haben binnen 24 Stunden 12.892 Corona-Neuinfektionen gemeldet – Deutschland hat aber etwa neunmal so viele Einwohner.

Am Sonntagnachmittag war in Israel ein dritter Teil-Lockdown in Kraft getreten, der zunächst zwei Wochen dauern soll. Es wird jedoch mit einer Verlängerung um mehrere Wochen gerechnet. Parallel dazu läuft eine massive Impfkampagne. In den vergangenen zehn Tagen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits rund eine halbe Million Israelis gegen das Coronavirus geimpft worden – allein 115.000 davon am Montag.

+++ 08:48 Müller rechnet fest mit Lockdown-Verlängerung +++
Trotz aktuell leicht sinkender Infektionszahlen könnte der Shutdown nach Einschätzung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller nach dem 10. Januar in die Verlängerung gehen. “Ich gehe fest davon aus, dass wir weiterhin mit Einschränkungen leben müssen. Ob das so umfassend ist, wie wir das jetzt erleben, das muss man dann eben anhand der Zahlen bewerten”, sagt der Vorsitzende der Ministerpräsidenten-Konferenz im ZDF.

Derzeit stagnierten die Zahlen auf hohem Niveau oder gingen im besten Fall leicht zurück, so Müller. Daher müssten die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin, die am 5. Januar zusammenkommen, schauen, wie sich die Zahlen weiter entwickeln. Die Infektionszahlen sind derzeit aber nur bedingt mit den Vorwochen vergleichbar, weil über Weihnachten und zum Jahreswechsel weniger getestet und gemeldet wird.

+++ 08:09 NRW: Mehr als 10.000 Solo-Selbstständige und Künstler beantragen Hartz IV +++
In der Corona-Krise haben bislang 13.500 Solo-Selbstständige und Künstler in Nordrhein-Westfalen Hartz IV beantragt. Das berichtete die “Rheinische Post” unter Berufung auf die NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. “Eine Überbrückung mit der Grundsicherung kann ein guter Weg sein, um in der Zeit danach wieder durchzustarten”, sagt der Chef der Regionaldirektion, Torsten Withake. Betroffene sollten deshalb keine Scheu haben, Hartz IV zu beantragen. “Ich verstehe die Vorbehalte”, so Withake. Trotzdem müsse da keiner ein schlechtes Gefühl haben. Zugleich macht Withake deutlich, dass die Anträge trotz des sogenannten vereinfachten Verfahrens umfangreich seien. “Wir helfen aber gerne dabei, diese auszufüllen.” Wegen der Corona-Krise biete die Bundesagentur für Arbeit (BA) zudem nun auch eine Online-Arbeitslosmeldung an.

+++ 07:40 Lage auf Intensivstationen weiter “sehr angespannt” +++
Auch nach dem Impfstart in Deutschland bleibt die Auslastung der Krankenhäuser hoch. “Die Lage auf den Intensivstationen ist nach wie vor wirklich sehr angespannt”, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung der Intensivmediziner (DIVI), Uwe Janssens, im ZDF. So gebe es etwa im Raum Aachen oder auch in Köln unter zehn Prozent freie Intensivbetten. “In anderen Regionen sieht das ähnlich aus”, betont der Mediziner. Allein im Norden sei die Lage mit rund 30 Prozent freien Betten noch gut. “Insgesamt kämpfen wir noch mit der Last der hohen Infektionszahlen der letzten Wochen.”

+++ 07:18 FDP: Corona-Krise verstärkt Benachteiligung von Frauen +++
Die FDP fordert von der Bundesregierung mehr Anstrengungen für die Gleichstellung von Frauen – gerade in der Corona-Krise. Diese lege schonungslos offen, in welchen Bereichen es “noch erheblichen Nachholbedarf gibt”, sagt die Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Bundestagsfraktion, Bettina Stark-Watzinger, der dpa. “Wir fordern daher, dass dringend an mehreren Stellschrauben nachgebessert wird.” So müssten die Steuerklassen III und V wegfallen. “Diese Konstellation wirkt sich häufig nachteilig für Frauen aus, da sie in den meisten Fällen Steuerklasse V und damit ein geringeres Nettogehalt erhalten.” Durch die ausschließliche Orientierung des coronabedingten Kurzarbeitergelds am Nettogehalt entstünden eine doppelte Benachteiligung und eine verstärkte finanzielle Abhängigkeit. Darüber hinaus sollte das Rentensplitting bei Ehegatten von vornherein durchgeführt und kommuniziert werden. Jeder der beiden Partner müsse einen separaten Ausweis über die Rentenansprüche bekommen.

+++ 06:48 Schulze: Corona-Krise verstärkt Naturbewusstsein +++
Die Corona-Krise stärkt aus Sicht von Bundesumweltministerin Svenja Schulze das Bewusstsein der Menschen für die Natur. Die Menschen hätten “Natur ganz anders wahrgenommen”, gerade in der ersten Phase des Lockdowns, sagt die SPD-Politikerin der dpa. “Wie wichtig Natur ist, wie gut sie der Erholung tut.” Messbar sei das an den Download-Zahlen von Apps ihres Ministeriums etwa zur Naturbeobachtung oder zur Vogelbestimmung: “Die sind viel stärker nachgefragt worden in dieser Zeit.” Weiter sagt Schulz, dass die Politik im Krisenmanagement den Klimaschutz nicht wie früher beiseitegeschoben habe. “Ich hatte große Sorge, dass es diesmal laufen würde wie bei der Finanzkrise 2008, nämlich dass der Klimaschutz komplett in den Hintergrund gerät.” Aber im Konjunkturpaket gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sei er ein wichtiger Bestandteil.

+++ 06:10 “Anfängerfehler”: Kritik an Terminvergabe für Impfungen +++
Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Karin Maag von der CDU, kritisiert die Terminvergabe für die Corona-Impfungen. “Es kann nicht sein, dass man eine Impfkampagne startet und dann keine Termine bekommen kann”, sagte die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete der “Augsburger Allgemeinen”. Sie habe vergeblich versucht, für ihre 85-jährige Mutter einen Impftermin über den bundesweiten Patientenservice unter der Telefonnummer 116117 zu reservieren. Sie sei auf die gleichnamige Handy-App verwiesen worden. “Doch bei der App ist die Termin-Vergabe noch nicht freigeschaltet.” Maag meinte: “Das sind Anfängerfehler. Das ärgert mich.”

Das Bundesgesundheitsministerium erklärte laut Zeitung, dass die Länder für Impfungen und Terminvergabe zuständig seien. Die Bundesländer können demnach das Terminsystem hinter der Patientennummer nutzen, müssten das aber nicht. Manche Länder wollten die Terminvergabe unter 116117 auf eigene Systeme weiterleiten.

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+++ 05:23 RKI meldet knapp 13.000 Neuinfektionen und 852 Tote +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben binnen 24 Stunden 12.892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 852 weitere Todesfälle verzeichnet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) bekannt gab. Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Dennoch war die Zahl der Todesfälle vor einer Woche mit 731 Fällen geringer. Ein Höchststand von 952 Todesfällen war am 16. Dezember registriert worden. Die Zahl der Neuinfektionen betrug vor einer Woche 19.528. Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Dienstagmorgen bei 149,2.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:01 Studie: Frauen stecken in Corona-Krise mehr zurück +++
In der Corona-Krise müssen Frauen höhere Arbeitszeiteinbußen hinnehmen als Männer. Sie erhalten auch seltener Aufstockungen beim Kurzarbeitergeld, wie aus einer Umfrage der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. Als wichtige Ursache gilt, dass Frauen in dem erneuten Shutdown wiederum zusätzliche Sorgearbeit übernommen haben, etwa um Kinder zu betreuen oder Angehörige zu pflegen. Die Stiftung hat nach eigenen Angaben im November mehr als 6100 Menschen befragt, die bereits im April und im Juni Auskunft über ihre Situation in der Pandemie gegeben haben.

+++ 04:29 Rio sperrt zu Silvester die Strände +++
Rio de Janeiro sperrt zu Silvester die Strände. Das schreibt die Stadtverwaltung auf Twitter. Bewohner und Arbeiter in diesen Gegenden müssten mit Dokumenten belegen, dass sie berechtigt seien, sich dort aufzuhalten. Betroffen von den neuen Einschränkungen sind 30 Kilometer Küstenlinie zwischen Leme und Pontal in Recreio dos Bandeirantes. In der vergangenen Woche hatte die Stadtverwaltung die Maßnahme bereits für Copacabana angekündigt, traditionell das Herz der Feier. Die Silvesterparty in Rio ist eine der berühmtesten der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Touristen in die Hafenstadt. Das Feuerwerk, das für gewöhnlich von Flößen in der Atlantikbucht abgefeuert wird, wurde dieses Jahr abgesagt.

+++ 03:52 Studie: Großbritannien müsste zwei Millionen Menschen pro Woche impfen +++
Nach einer Studie der Londoner Hygiene- und Tropenmedizinhochschule (LSHTM) müsste Großbritannien wöchentlich zwei Millionen Menschen impfen, um eine dritte Welle des Coronavirus-Ausbruchs zu verhindern. “Das strengste Interventionsszenario mit dem härtesten Lockdown in ganz England und geschlossenen Schulen im Januar sowie zwei Millionen Impfungen pro Woche ist das einzige Szenario, das die maximale Belastung der Intensivstationen unter das Niveau der ersten Welle senkt”, heißt es in der Studie. Ohne umfassende Impfkampagnen könnten Fälle, Krankenhausaufenthalte, Patienten auf der Intensivstation und Todesfälle im Jahr 2021 die im Jahr 2020 übersteigen.

+++ 03:19 Guterres: 2021 wird das “Jahr der Heilung” +++
Mit Blick auf die Klimakrise und die Corona-Pandemie ruft UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Neujahrsansprache dazu auf, 2021 zum “Jahr der Heilung” zu machen. “Sowohl der Klimawandel als auch die Covid-19-Pandemie sind Krisen, die nur von allen gemeinsam angegangen werden können – als Teil eines Übergangs zu einer integrativen und nachhaltigen Zukunft”, sagt Guterres in einer Videoansprache.

+++ 02:33 Corona “wie Brandbeschleuniger” für Diskriminierung +++
Die Corona-Pandemie hat zu einer deutlichen Zunahme der Diskriminierungsfälle in Deutschland geführt. Die Pandemie habe für die Diskriminierung einzelner Gruppen “wie ein Brandbeschleuniger gewirkt”, sagt der Leiter der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes, Bernhard Franke, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bei rassistischen Diskriminierungen habe es bis Oktober eine Zunahme von mehr als 70 Prozent gegeben, so Franke. Zunächst seien vor allem Menschen mit asiatischem Aussehen diskriminiert, angepöbelt und teilweise mit Gewalt angegangen worden. Auch Sinti und Roma, “deren Wohnhäuser publikumswirksam abgeriegelt wurden”, seien von Diskriminierung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie betroffen gewesen, führt Franke aus. Menschen mit türkischem oder arabischem Hintergrund hätten sich unter Generalverdacht gestellt gefühlt, “weil einzelne Hochzeitsfeiern zu Infektionssprüngen geführt hatten”.

+++ 01:42 Kliniken können bald Gehälter nicht mehr zahlen +++
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft schlägt angesichts der coronabedingten Betriebseinschränkungen Alarm: “Wenn die Bundesregierung die Hilfen nicht deutlich erhöht, werden flächendeckend Kliniken bereits im ersten Quartal 2021 nicht mehr die Gehälter ihrer Mitarbeiter zahlen können”, sagt der Präsident der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Das Geld aus der Regelversorgung fehlt.” Die Krankenhäuser verfügten nur noch begrenzt über finanzielle Mittel. Die Bundesregierung hatte Mitte Dezember einen neuen Rettungsschirm für die Krankenhäuser aufgespannt. Nach dem Konzept des Gesundheitsministeriums erhalten diese in besonders coronabelasteten Gebieten Ausgleichszahlungen, wenn sie auf aufschiebbare Eingriffe verzichten und damit Betten frei halten. Davon würden aber lediglich 25 Prozent der Kliniken erfasst, so Gaß.

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+++ 01:01 GroKo will Sonderrechte für Geimpfte verbieten +++
Die Große Koalition erwägt ein gesetzliches Verbot von Sonderrechten für Bürger mit Corona-Impfung. Die SPD-Bundestagsfraktion prüfe derzeit gesetzliche Maßnahmen, “wie Ungleichbehandlungen von Nicht-Geimpften und Geimpften durch die Privatwirtschaft ausgeschlossen werden könnten”, sagt der rechtspolitische Fraktionssprecher Johannes Fechner der “Welt”. Es sei nicht hinnehmbar, wenn Fluggesellschaften nur Geimpfte mitnehmen oder Restaurants Nicht-Geimpften den Zutritt verwehren, warnt der SPD-Politiker. Derartige Vorzugsbehandlungen von Geimpften würden “zu Spaltungen in der Gesellschaft führen”.

+++ 00:34 Bereits rund 21.500 Menschen in Deutschland geimpft +++
Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht die Zahl der bereits in Deutschland geimpften Menschen. Die Statistik umfasst nun auch Geimpfte aus Hessen. Damit haben nun 21.566 Personen eine Dosis des Biontech-Pfizer-Vakzins erhalten. Hier der Überblick nach Bundesländern:

+++ 00:16 Aussichtsreicher Vakzinkandidat startet in Phase-3-Studie +++
In den USA und Mexiko sind klinische Tests mit dem Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Novavax angelaufen. Insgesamt rund 30.000 Freiwillige werden sich an der sogenannten Phase-3-Studie in beiden Ländern beteiligen, wie die US-Medizinforschungsbehörde NIH ankündigt. In Großbritannien laufen bereits klinische Tests des Vakzins mit 15.000 Probanden. Der Wirkstoff namens NVX-CoV2373 sei bereits der fünfte Corona-Impfstoffkandidat, der in den USA in einer Phase-3-Studie auf seine Wirksamkeit und Sicherheit geprüft werde, sagt der US-Virologe Anthony Fauci. Der Novavax-Impfstoff kann bei Temperaturen zwischen zwei und acht Grad Celsius gelagert werden, was seinen Transport im Vergleich zu anderen Vakzinen erheblich erleichtern würde.

+++ 23:06 Gericht bestätigt Verkaufsverbot für Feuerwerk +++
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigt: Es bleibt bei dem bundesweiten Verkaufsverbot für Silvester-Feuerwerk. Zur Begründung heißt es: Nach allgemeiner langjähriger Erfahrung sei damit zu rechnen, dass unsachgemäßer Gebrauch von Silvester-Feuerwerk zu akut behandlungsbedürftigen Verletzungen führe. Die Behandlung der Verletzten würde das zurzeit ohnehin stark in Anspruch genommene Krankenhauspersonal zusätzlich treffen und die Behandlung der zahlreichen Corona-Patienten potenziell beeinträchtigen. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte von Pyrotechnikherstellern und -händlern gestellte Anträge, das Verbot vorläufig außer Vollzug zu setzen, zurückgewiesen. Die Richter in zweiter Instanz argumentieren, das Verbot greife zwar gravierend in deren Berufsausübungsfreiheit ein. Doch es überwiege das Ziel, einer weiteren Belastung der angespannten medizinischen Versorgungssituation insbesondere in den Krankenhäusern entgegenzuwirken.

+++ 22:18 Intensivmediziner Janssens rät zu Geduld bei Impfungen +++
Der Chef der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Uwe Janssens, fordert mehr Geduld bei der Umsetzung der Impfungen. “Wir müssen jetzt ein bisschen Geduld haben. Wir können jetzt nichts vom Zaun brechen. Wir haben jetzt wirklich in Windeseile einen Impfstoff auf dem Markt, der sogar wirkt. Das ist sensationell”, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) dem RTL-“Nachtjournal”. “Lassen wir uns das jetzt doch nicht kaputtreden von der Politik, die meint, es müsste jetzt noch schneller gehen. Ich bin wirklich super zufrieden, dass es jetzt so ist. Wir freuen uns auf 2021, aber es wird halt dauern bis die Wirkung voll durchschlägt.” Er weist darauf hin, dass noch ungeklärt ist, ob nach einer Impfung das Virus noch übertragen werden kann. “Das ist noch nicht letztendlich geklärt. Deshalb gilt für die nächsten Monate weiter: Abstand halten, Mund-Nasen-Bedeckung tragen … auch, wenn man geimpft ist.”

+++ 21:56 Alkoholverbot und Maskenpflicht: Südafrika verschärft Maßnahmen +++
Angesichts steigender Fallzahlen erlässt Südafrika strengere Vorschriften wie ein Verkaufsverbot für Alkohol, eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und eine längere Ausgangssperre. In dem Land ist eine neue, ansteckendere Variante des Virus mit der Bezeichnung 501.V2 nachgewiesen worden. Seit Ende November steigen die Fallzahlen rapide an, zuletzt wurden mehr als eine Million Infektionen und fast 27.000 Todesfälle gezählt.

+++ 21:31 Flugzeuge aus Südafrika dürfen in Österreich nicht mehr landen +++
In Österreich dürfen wegen des mutierten Coronavirus von Mittwoch an keine Flugzeuge aus Südafrika mehr landen. Die Maßnahme gilt vorerst bis zum 10. Januar, wie aus einer veröffentlichten Verordnungsnovelle hervorgeht. Zudem werde das vor wenigen Tagen verhängte Landeverbot für Flieger aus Großbritannien bis 10. Januar verlängert. Der Stopp der Flüge aus Südafrika, wo sich die neue Corona-Variante verbreitet hat, stopft ein Schlupfloch für deutsche Reisende. Wie “Spiegel Online” berichtet hatte, sollen Fluggäste aus Südafrika wegen des früheren Landeverbots in Deutschland in den vergangenen Tagen via Wien in ihre Heimat zurückgekehrt sein.

+++ 21:05 Neue Variante des Virus: WHO rechnet demnächst mit Klarheit +++
Die Untersuchungen über die neue Variante des Coronavirus dauern noch an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechne in den nächsten Tagen oder Wochen mit Ergebnissen entsprechender Studien aus Großbritannien und Südafrika, sagte die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove in Genf. Solche Untersuchungen bräuchten ihre Zeit. “Veränderungen sind normal, Veränderungen wurden erwartet und je mehr das Virus im Umlauf ist, desto mehr Gelegenheit zur Veränderung hat es”, sagte Van Kerkhove. Eine der wichtigen Fragen ist, ob Impfungen auch bei der neuen Variante wirksam sind. Ein Jahr nach den ersten Hinweisen auf das neue Virus aus China appellierte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Lehren aus der Pandemie zu ziehen. Zwar sei das Bewusstsein für eine solche Herausforderung gestiegen. Aber es sei noch Zeit nötig, sich wirklich auf ähnliche weitere Krisen vorzubereiten. “Das Virus hat die Probleme, die wir haben, klargemacht.” Dazu gehöre das Ausmaß der Ungleichheit, der Armut und der Ausgeschlossenheit.

+++ 20:37 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Rund 11.500 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.663.535 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.615 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 540 auf 30.625. Als aktuell infiziert gelten rund 366.060 Personen. Im Wochenvergleich wird deutlich, wie sehr die Zahlen noch unter dem Eindruck der Wochenend- und Feiertagseffekt stehen: Am Montag vor einer Woche waren es 21.803 Neuinfektionen (also 10.208 mehr als heute).

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,71 angegeben (Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 71 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,74 (Vortag: 0,83). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5597 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3017 davon werden beatmet. Rund 5033 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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