Coronavirus-Liveticker: +++ 08:14 Großbritannien lässt Astrazeneca-Impfstoff zu +++

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA lässt den Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca für Großbritannien zu. Es handelt sich um eine Notfallzulassung. Das Vakzin des Unternehmens sowie der Universität Oxford ist kein neuartiger mRNA-Impfstoff wie jene von Biontech/Pfizer oder Moderna, sondern ein herkömmlicher Vektorimpfstoff, der allerdings wesentlich günstiger ist.

+++ 07:52 Schäuble: Dürfen Ärmeren Impfstoff nicht wegschnappen +++
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble weist Vorwürfe zurück, die Bundesregierung habe für Deutschland nicht genug Corona-Impfstoffdosen gesichert. “Ich kann die Kritik zwar nachvollziehen, aber ich halte sie dennoch für falsch”, sagt der CDU-Politiker der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. “Wir können unsere Ungeduld nicht zum Maß aller Dinge machen und den Menschen in ärmeren Weltregionen den Impfstoff wegschnappen.”

Die Hilfsorganisation Caritas international hat am Montag darauf hingewiesen, dass die entwickelten Länder den Großteil der weltweiten Impfproduktion bereits reserviert hätten. Dabei lebten in diesen Ländern nur 14 Prozent der Weltbevölkerung. Die Organisation rechne damit, dass im kommenden Jahr in 70 ärmeren Ländern nur zehn Prozent der Bevölkerung geimpft werden könnten. Kritiker hatten der EU und auch Deutschland vorgehalten, zu wenig Impfstoff bestellt zu haben, weshalb es in anderen Staaten weltweit schneller vorangehe mit den Impfungen.

+++ 07:19 Ciesek erwartet 2021 kein Wundermedikament gegen Covid-19 +++
Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek erwartet 2021 kein Wundermedikament gegen Covid-19. “Ich persönlich glaube nicht, dass da 2021 ein Durchbruch kommen wird. Dass es eine Pille gibt, die man zu Beginn der Erkrankung einnimmt und die verhindert, dass man schwer erkrankt – daran glaube ich nicht fürs nächste Jahr”, sagt die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Die Suche nach Arzneimitteln werde 2021 weitergehen. “Da ist sicherlich noch viel zu tun”, so Ciesek. Bisher seien die Daten “enttäuschend”. Dringend geforscht werden müsse auch an den Spätfolgen der Krankheit. “Das ist ein großer Komplex, den wir noch zu schlecht erforscht haben”, sagt Ciesek. Dennoch erwartet sie 2021 eine schrittweise Verbesserung der Pandemielage. “Ich rechne damit, dass sich die Situation im Frühsommer verbessert.” Ein Grund sei der Beginn der Impfungen.

+++ 06:27 Thüringen hält leichtere Schulprüfungen für vorstellbar +++
Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) zeigt sich offen für leichtere Schulprüfungen aufgrund der Corona-Pandemie. “Wir erheben jetzt mit Klausuren und Klassenarbeiten den Lernstand der Schülerinnen und Schülern”, sagt Linke-Politiker Holter. Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres im Februar soll es dann aus seinem Ministerium eine “klare Ansage” geben, wie es mit den Prüfungen weitergeht. Bereits im Sommer seien die Abiturprüfungen vorsorglich nach hinten verschoben worden, so Holter. Im Zuge des ersten Lockdowns im Frühjahr hatte das Bildungsministerium eine Abmilderungsverordnung mit Erleichterungen für die Abiturprüfungen erlassen. Holter sagt, eine Arbeitsgruppe Prüfungen beschäftige sich nun erneut mit dem Thema. Der Chef des Thüringer Lehrerverbands, Rolf Busch, begrüßt das Vorgehen. “Es kann nur das geprüft werden, was auch behandelt wurde”, sagt er.

+++ 05:50 Wohnungslosenhilfe fordert mehr Notunterkünfte +++
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe fordert von den Kommunen mehr Unterstützung für Obdachlose in der Corona-Krise und angesichts des harten Lockdowns. “Wir befürchten, dass für wohnungslose Menschen der Corona-Winter noch gefährlicher wird”, sagte Werena Rosenke, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft der “Rheinischen Post”. Nach Angaben von Rosenke besteht das Problem, dass das Angebot an Unterkünften derzeit oft knapper ist, um die Abstandsregeln einhalten zu können und das Infektionsrisiko zu verringern. Tagsüber gebe es außerdem zu wenige Orte. In diesem Jahr sind bereits mindestens zwei Wohnungslose in Deutschland erfroren.

+++ 05:37 RKI meldet erstmals mehr als 1000 neue Todesfälle +++
Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus überschreitet zum ersten Mal die Marke von 1000 und erreicht damit einen neuen Höchststand. Binnen einen Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 1129 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Morgen hervorgeht. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen gemeldet. Vergangenen Mittwoch (23.12.) waren 24.740 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 962 Todesfällen gemeldet worden. Das RKI hatte vor den Weihnachtstagen mitgeteilt, dass die aktuellen Zahlen nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar seien, da es zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Dennoch war die Zahl der neuen Todesfälle deutlich höher als vor einer Woche.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag bei 141,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchste Inzidenz hatte am Dienstag Sachsen mit 330,0, den niedrigsten Wert Niedersachsen mit 79,6.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:02 US-Kongressabgeordneter aus Louisiana stirbt an Covid-19 +++
Luke Letlow, ein Republikaner, der in diesem Monat in das Repräsentantenhaus gewählt wurde, um Louisianas fünften Kongressdistrikt zu vertreten, ist an den Folgen von Covid-19 gestorben. Das meldet die New York Times und beruft sich dabei auf einen Kongressabgeordneten. Auch andere US-Medien berichten von dem Tod. Letlow wurde 41 Jahre alt.

+++ 04:31 Sachsen verschärft Regeln bei Einreise aus Risikogebieten +++
Sachsen bleibt Corona-Hotspot in Deutschland und erweitert die Pflichten bei der Einreise aus ausländischen Risikogebieten. Betroffene müssen sich ab Donnerstag nicht nur wie bisher in häusliche Quarantäne begeben, sondern auch unverzüglich ein Testergebnis beim Gesundheitsamt vorlegen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Der Test darf bei der Einreise nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Er kann aber auch bei der Einreise absolviert oder bis zu 48 Stunden danach nachgeholt werden. Die Quarantäne nach der Einreise aus einem Risikogebiet beträgt zehn Tage.

+++ 04:03 Kalifornien verlängert Lockdown +++
Der US-Bundesstaat Kalifornien verlängert wegen der drohenden Überlastung der Krankenhäuser den Lockdown auf unbestimmte Zeit. “Wir könnten Anfang Januar das Schlimmste sehen”, sagt der kalifornische Gesundheitsminister Mark Ghalyer. “Und die meisten Krankenhausleiter, mit denen ich in Südkalifornien gesprochen habe, machen sich genau darauf gefasst.”

+++ 03:29 Ärztepräsident rechnet mit steigender Impfbereitschaft +++
Ärztepräsident Klaus Reinhardt erwartet in den kommenden Monaten mehr Bereitschaft in der Bevölkerung für eine Corona-Impfung. “Für Geimpfte verliert die Pandemie ihren Schrecken, sie werden sich besser fühlen und entspannter sein. Das wird ansteckend sein, aber im positiven Sinne”, sagt der Chef der Bundesärztekammer dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”. Bisher zeigen Umfragen, dass sich nur etwas mehr als die Hälfte der Deutschen impfen lassen will, für eine Herdenimmunität sind zwischen 65 und 70 Prozent nötig.

+++ 02:53 Mehr als eine halbe Million Corona-Tote in Lateinamerika und Karibik +++
In Lateinamerika und der Karibik sind inzwischen mehr als eine halbe Million Todesfälle durch das Coronavirus verzeichnet worden. In der Region gab es mindestens 500.800 Corona-Tote, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP ergab. Lateinamerika und die Karibik sind nach Europa die zweite Weltregion mit mehr als 500.000 registrierten Todesopfern der Pandemie. In Europa war diese Marke zwölf Tage zuvor überschritten worden. Die Staaten in Lateinamerika mit den höchsten Zahlen von verzeichneten Corona-Toten sind Brasilien (rund 192.000) und Mexiko (etwa 120.000).

+++ 02:16 Lauterbach: Altenheime könnten Personal theoretisch zu Impfung zwingen +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach weist darauf hin, dass Personal zur Impfung gezwungen werden könnte. “Mit dem Infektionsschutzgesetz gäbe es zwar eine rechtliche Grundlage dafür, dass Altenheime und Krankenhäuser ihr Personal zu einer Impfung zwingen. Aber die Bundesregierung hat versprochen, dass es keine Impfpflicht geben wird. Dabei wird es bleiben, und das ist auch richtig”, sagte Lauterbach der “Rheinischen Post”.

+++ 01:41 Biontech benötigt EU-Zulassung für zusätzliche Impfdosis in Ampullen +++
Die Europäische Impfstoffbehörde (EMA) rechnet mit einem baldigen Antrag des Impfstoff-Herstellers Bionteech für die Zulassung der Entnahme von sechs Impfeinheiten pro Ampulle. “Das Unternehmen hat angekündigt, in den nächsten Tagen einen Antrag auf Änderung zu stellen, der vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) rasch geprüft wird. Wenn der CHMP feststellt, dass sechs Dosen zuverlässig extrahiert werden können, wird er eine Änderung der aktuellen Bedingungen der Genehmigung empfehlen, um die Mitgliedstaaten bei der Einführung des Impfstoffs zu unterstützen”, erklärt eine EMA-Sprecherin der “Bild”-Zeitung.

+++ 01:04 Ifo-Institut: Mehrwertsteuersenkung brachte wenig +++
Die befristete Senkung der Mehrwertsteuer hat einer Studie zufolge nur vergleichsweise geringe Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum gehabt. Das Ifo-Institut schätze den Konsumeffekt auf 6,3 Milliarden Euro, berichtet das “Handelsblatt” vorab. Damit betrage der Anstieg des Binnenkonsums im Vergleich zum Vorjahr 0,6 Prozent. Kosten und Nutzen der Maßnahme stünden somit in einem eher ungünstigen Verhältnis, zitiert das Blatt den Ifo-Experten Andreas Peichl: Die Senkung habe den Staat 20 Milliarden Euro gekostet und sei die teuerste Maßnahme im Konjunkturpaket.

+++ 00:33 Städtetag bittet um Verzicht auf Feuerwerk und Böller +++
Der Deutsche Städtetag ruft die Bevölkerung auf, zum Jahreswechsel mit Blick auf das Corona-Geschehen verantwortungsvoll zu handeln und auf das Abbrennen von Feuerwerken und Böllern zu verzichten. “Leider ist es uns in diesem außergewöhnlichen Jahr nicht gelungen, die Infektionslage nachhaltig in den Griff zu bekommen. Deswegen appellieren die Städte an die Bürgerinnen und Bürger: Bleiben Sie an Silvester zu Hause oder feiern Sie bei Freunden nur in kleinem Kreis”, sagt Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”. Es müsse auch verhindert werden, dass Notaufnahmen und Krankenhäuser durch unsachgemäßes Hantieren mit Böllern zusätzlich mit Verletzen belastet werden.

+++ 00:06 EU kauft bei Biontech nochmal nach +++
Die Europäische Union kauft weitere 100 Millionen Impfdosen von Pfizer/Biontech. “Wir werden damit über 300 Millionen Dosen dieses Impfstoffes verfügen, der als sicher und effektiv eingestuft wurde”, schreibt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter. Wann der zusätzliche Impfstoff zur Verfügung stehen wird, sagt sie nicht. Die EU hatte im November zunächst 200 Millionen Dosen gekauft mit der Option auf weitere 100 Millionen.

+++ 23:27 Erster Fall der neuen Coronavirus-Variante in den USA nachgewiesen +++
Im US-Staat Colorado ist erstmals die Coronavirus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Die US-Gesundheitsbehörde CDC sei darüber in Kenntnis gesetzt worden, teilte das Büro des Gouverneurs Jared Polis mit. Festgestellt worden sei die erstmals in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante bei einem jungen Mann, der sich derzeit in Isolation befinde und zuletzt nicht gereist sei. Es handelt sich um den ersten bekannten Nachweis des mutierten Virustyps in den USA. Die neue Coronavirus-Variante ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

+++ 23:03 Spahn: Im Sommer ist für alle Impfstoff da +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass sich jeder in Deutschland “Richtung Sommer” impfen lassen kann. Dies hänge allerdings davon ab, ob die Impfstoffe weiterer Unternehmen wie Johnson & Johnson, Astrazeneca und Curevac zugelassen würden, sagt er Bild Live.

+++ 22:31 Erste geimpfte Britin bekommt zweite Dosis +++
Vor drei Wochen wurde Margaret Keenan als erster Mensch in Großbritannien gegen das Coronavirus geimpft – nun hat die mittlerweile 91-Jährige die zweite Dosis des Mittels erhalten. Der Großmutter wurde die Spritze am Nachmittag in der mittelenglischen Stadt Coventry gesetzt. Für den vollen Impfschutz sind zwei Dosen pro Person nötig. “Es ist fantastisch zu sehen, dass Margaret Keenan ihre zweite Dosis der Pfizer-Biontech-Corona-Impfung bekommen hat”, twitterte Gesundheitsminister Matt Hancock. “Wir werden es gemeinsam durch diese Pandemie schaffen.” Keenan hatte nach der Impfung vor drei Wochen weltweit Schlagzeilen gemacht. Ihre Landsleute hatte “Maggie” dazu aufgerufen, sich ebenfalls die Impfung verabreichen zu lassen: “Wenn ich sie mit 90 bekommen kann, können Sie es auch.” Sie hatte zwischen den beiden Impfungen Geburtstag gefeiert.

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Erst ab der zweiten Dosis wirkt der Impfstoff: Margaret Keenan hat seit der ersten Impfung Geburtstag gehabt und ist jetzt 91 Jahre alt.

(Foto: via REUTERS)

+++ 22:01 Höhere Corona-Hilfen für US-Bürger: Republikaner stellen sich gegen Trump +++
Die Republikaner im US-Senat haben zunächst offengelassen, ob sie höheren Corona-Hilfen für US-Bürger zustimmen werden. Die Kongresskammer werde “in dieser Woche damit beginnen, den Fokus zu legen” auf diese und zwei weitere Themen, kündigte Mehrheitsführer Mitch McConnell an. Er blockierte einen Vorstoß der Demokraten, die Aufstockung sofort einstimmig zu beschließen. Dies lastete auf den Aktienmarkt. Das Repräsentantenhaus hat die Zahlung von 2000 Dollar statt wie bislang geplant 600 Dollar an jeden Bürger bewilligt. Auch McConnells Parteikollege Präsident Donald Trump fordert den Schritt. Wenn die Republikaner “keinen Todeswunsch” hätten, müssten sie sofort zustimmen, schrieb der scheidende US-Präsident auf Twitter.

+++ 21:30 Frankreich plant noch härtere Sperrstunde +++
Frankreich will wegen steigender Corona-Zahlen eine Verschärfung der abendlichen Ausgangssperren in besonders betroffenen Gebieten. Man werde dort für Anfang Januar eine Ausgangssperre ab 18 Uhr vorschlagen, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran am Abend im TV-Sender France 2 an. Derzeit gilt landesweit eine solche Ausgangssperre – in Frankreich couvre-feu genannt – ab 20 Uhr. Die Menschen dürfen dann nur mit triftigem Grund das Haus verlassen – einfache Spaziergänge, einkaufen oder Sport gehören nicht dazu. Besonders ernst sei die Lage derzeit in der an Deutschland grenzenden Region Grand-Est, in der Region Auvergne-Rhône-Alpes und in den Gebieten Franche-Comté und Alpes-Maritimes, sagte der Minister.
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat gerade eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden.

(Foto: picture alliance/dpa/POOL Reuters/AP)

+++ 21:01 Sachsen mit höchster Inzidenz im Ländervergleich +++
Bei den Neuinfektionen steht Baden-Württemberg mit 2812 Fällen an der Spitze der Bundesländer. Es folgen mit geringem Abstand Nordrhein-Westfalen (plus 2524), Bayern (2335) und Sachsen (2309). Der Freistaat ist allerdings weiterhin das Bundesland mit der höchsten Inzidenz: Mit 399,5 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt Sachsen nur knapp unter der 400er-Schwelle. Einen neuen Tagesrekord verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern mit 459 gemeldeten Fällen. Keins der 16 Bundesländer kommt auf Zuwächse im zweistelligen Bereich. Bremen (156) und das Saarland (295) melden die niedrigsten Zuwächse.

+++ 20:35 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Erstmals mehr als 1000 Todesfälle gemeldet +++
Erstmals seit Pandemiebeginn liegen die Totenzahlen in Deutschland über der Tausender-Marke. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, stieg die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion um 1051 auf 31.676. Der bisher schlimmste Tag war der Dienstag vor einer Woche (22.12.) mit 940 Todesfällen.

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland kletterte auf 1.680.583. Damit kamen 17.048 neue Fälle hinzu. Als aktuell infiziert gelten rund 360.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,54 angegeben (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 54 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,67 (Vortag: 0,74). Das ist der niedrigste Stand seit dem Frühjahr. Da die Berechnung der R-Werte auf der Verteilung der gemeldeten Fälle aufbaut, werden diese Kennziffern von dem kombinierten Wochenend- und Feiertagseffekt beeinflusst. In seinem Lagebericht warnt das Robert-Koch-Institut davor, die Rückgänge vorzeitig zu bejubeln: “Im Vergleich zur Vorwoche ist in allen Bundesländern über die Weihnachtsfeiertage ein scheinbarer Rückgang der Inzidenzen und Fallzahlen zu beobachten. Es ist gut möglich, dass dies mit verringerter Testaktivität der Bevölkerung über die Weihnachtsfeiertage zusammenhängt, sowie mit dem Verzug der Meldung durch die Gesundheitsämter. Ob dies einen tatsächlichen Trend darstellt, wird in den nächsten Wochen ersichtlich werden.”

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5649 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3071 davon werden beatmet. Rund 4728 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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