Corona: Tausende Klagen gegen Einschränkungen – Inzidenz steigt

  • Laut Vizekanzler Olaf Scholz sollen ab Ende März bis zu zehn Millionen Menschen pro Woche geimpft werden
  • Das “Click and Meet”-Einkaufen beginnt in einigen Bundesländern
  • Die Zahl der Neuinfektionen ist laut RKI-Bericht von Montagmorgen weiter gestiegen
  • Ab sofort sollen sich Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal pro Woche kostenlos testen lassen können
  • In Italien erreichen viele Krankenhäuser ihre Kapazitätsgrenze bei den Covid-19-Patienten
  • Bald könnte es in der EU mit den Corona-Impfungen deutlich schneller vorangehen
  • Die norwegische Regierungschefin schwört ihre Bürgerinnen und Bürger auf womöglich härtere Maßnahmen ein


Berlin. Ab heute sollen für alle Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal pro Woche kostenlose Corona-Tests zur Verfügung stehen. Die kostenfreien Schnelltests will der Bund finanzieren. Getestet werden soll in örtlichen Testzentren, die weitgehend die Kommunen organisieren. Zudem sollen das Personal in Schulen und Kitas sowie Schülerinnen und Schüler in jeder Präsenzwoche mindestens einen kostenlosen Schnelltest erhalten.





Die rheinland-pfälzische Landesregierung kündigte für den heutigen Montag den Start von landesweit 300 Teststellen an, weitere 150 sollen folgen. In Berlin starten zunächst zwölf Teststellen, auch in Hamburg werden ab Montag eine Reihe von Testzentren, Apotheken und Hausärzte in die kostenlosen Testungen eingebunden.

Lesen Sie hier: Corona-Gipfel mit Merkel – Was Bund und Länder beschlossen haben

Mit Schnell- und Selbsttests wollen Bund und Länder die schrittweisen Öffnungen begleiten, unter anderem in der Gastronomie. Heute soll mit dem Modell “Click and Meet” zudem der Einzelhandel öffnen dürfen. Um die Pandemie einzudämmen sollen ab Ende des Monats wöchentlich zehn Millionen Menschen geimpft werden, so Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz im ZDF-Interview bei “Berlin direkt”.


Corona – Mehr Infos zum Thema



Corona-Zahlen: RKI meldet 5011 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI 5011 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 34 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4732 Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle verzeichnet. Lesen Sie dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert


Corona-News vom 8. März: Israel startet mit Corona-Impfung von palästinensischen Arbeitern

12.47 Uhr: Die israelischen Behörden haben offiziell mit Corona-Impfungen von Palästinensern begonnen, die eine Arbeitserlaubnis für Israel und die Siedlungen im Westjordanland besitzen. Dazu wurden an mehreren Kontrollpunkten Impfstationen errichtet. Die Maßnahme sei „in unserem gemeinsamen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Interesse, da wir in einer einzigen epidemiologischen Region leben“, sagte der Leiter der israelischen Behörde Cogat, Generalmajor Kamil Abu Rukun, laut Mitteilung vom Montag. Rund 100.000 Palästinenser besitzen eine Arbeitserlaubnis für Israel. Viele von ihnen arbeiten dort auf dem Bau. Impfwillige konnten über ihre israelischen Arbeitgeber Termine vereinbaren.

Studie: Pfleger und Erzieher am häufigsten wegen Corona krankgemeldet

12.31 Uhr: Menschen in Pflegeberufen und Erzieherinnen und Erzieher werden einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge am häufigsten wegen Covid-19 krankgeschrieben. Das geht aus vorab ausgewerteten Daten zum TK-Gesundheitsreport 2021 hervor, der im Juni erscheinen soll. Die bundesweit größte gesetzliche Krankenversicherung hat für das vergangene Jahr alle Corona-Diagnosen seiner erwerbstätigen Mitglieder erfasst, insgesamt knapp 28.000 Diagnosen bei rund 5,4 Millionen TK-Versicherten.

Demnach wurden 2020 aus der Berufsgruppe der sogenannten Haus- und Familienpflege 1242 Menschen je 100.000 Erwerbstätige mit Covid-19 krankgeschrieben. Darunter fallen auch die Beschäftigten ambulanter Pflegedienste. Auf Platz zwei und drei folgen jeweils die Beschäftigten in der Altenpflege mit 1205 Betroffenen pro 100 000 Erwerbstätigen und die Kita-Beschäftigten mit 1127 krankgeschriebenen Personen pro 100.000.

Weitere Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff – 1000 Arbeiter sitzen fest

12.29 Uhr: Nach weiteren Corona-Infektionen auf dem Meyer-Kreuzfahrtschiff „Odyssey of the Seas“ sitzen rund 1000 Arbeiter und Besatzungsmitglieder auf dem Luxusliner in Bremerhaven fest. Bei fünf weiteren Personen an Bord seien Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden, wie ein Sprecher der Bremer Senatorin für Gesundheit am Montag sagte. Die Infizierten würden nun von Bord gebracht und in einem Hotel isoliert. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Papenburger Meyer-Werft, bei der das Schiff gebaut wurde, zwei Corona-Infektionen bestätigt.

Bundesfinanzminister Scholz verspricht zehn Millionen Impfungen die Woche

11.53 Uhr: Laut Bundesfinanzminister Olaf Scholz sollen die Impfkapazitäten ab Ende des Monats hochgefahren werden. Wie der SPD-Kandidat für die Bundestagswahl im ZDF-Interview mitteilte, sollen bereits ab Ende März wöchentlich bis zu zehn Millionen Impfdosen verabreicht werden. “Wir müssen jede Woche Millionen impfen. Im März schon, ab Ende des Monats, im April, im Mai, im Juni – es wird bis zu zehn Millionen Impfungen pro Woche geben und dass das jetzt gut vorbereitet wird, dafür habe ich gesorgt”, so der Vizekanzler bei “Berlin direkt”.


Kostenlose Corona-Freitests noch Theorie – Druck aus Kommunen

11.35 Uhr: Seit Montag greifen auch in Nordrhein-Westfalen Lockerungen im Corona-Lockdown. Die Möglichkeit, sich auf Kosten des Bundes etwa für einen Besuch bei der Kosmetikerin frei zu testen, blieb aber vorerst theoretisch. Da die Testverordnung des Bundes noch nicht vorlag, gab es zum Start in die kleinen neuen Bewegungsspielräume zumindest am Montagmorgen noch keine klaren Ansagen für die Bürger. Allerdings wurde noch für den Montag eine Information des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums erwartet.


Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:



Brandenburgs Gesundheitsministerin sieht Corona-Öffnungen kritisch

10.32 Uhr: Seit Montag können bisher geschlossene Einzelhandelsgeschäfte in Brandenburg mit vorheriger Terminvereinbarung wieder öffnen – Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sieht das nicht ohne Bedenken. „Das ist schon eine schwierige Situation, dort weitere Öffnungen zu haben“, sagte sie am Montag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Es gebe Erfolge bei der Eindämmung der ursprünglichen Variante des Coronavirus. „Aber wir haben praktisch ein zweites Infektionsgeschehen mit den Mutationen – da gehen die Zahlen nach oben.“


Karliczek dringt während Pandemie auf mehr Gleichstellung

10.15 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert mehr Anstrengungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft. „Die Corona-Pandemie zeigt uns wie durch ein Brennglas, dass wir beim Thema Gleichberechtigung von Frauen und Männern noch längst nicht am Ziel sind“, erklärte Karliczek anlässlich des Weltfrauentages am Montag in Berlin. „Noch immer haben Frauen mit dem Spagat zwischen Beruf und Privatleben stärker zu kämpfen als Männer.“ „Wir brauchen mehr weibliche Rollenvorbilder in Wissenschaft und Forschung“, forderte Karliczek. Ihr Ministerium habe deshalb den neuen Förderschwerpunkt „Innovative Frauen im Fokus“ entwickelt. „Wir fördern Strukturen für eine nachhaltige Umsetzung von Maßnahmen, die die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschafts- und Innovationskultur im Sinne der Chancengerechtigkeit erhöhen.“

Ärztekammerpräsidentin fordert mehr Tempo beim Impfen

10.01 Uhr: Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker fordert weniger Bürokratie beim Impfen. „Es mangelt nicht am Impfstoff“, sagte Wenker der in Oldenburg erscheinenden „Nordwest-Zeitung“. Es hake bei der Terminvergabe und der Reihenfolge der Priorisierungen. Alle, die impfen könnten, müssten auch impfen. Damit seien die Impfzentren, die Impfteams sowie die Haus- und Betriebsärzte gemeint. Jeder verfügbare Impfstoff müsse verteilt werden: „Wir brauchen jetzt keine Modellprojekte mehr, in denen wir noch impfen üben müssen.“

Buchmesse 2021: Präsenzveranstaltung mit digitaler Ergänzung

9.50 Uhr: Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Jahr wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Das teilten die Veranstalter am Montag in Frankfurt mit. Verlage könnten sich ab sofort bis zum 31. Mai für die 73. Auflage der Messe vom 20. bis 24. Oktober anmelden. Im vergangenen Jahr hatte es eine coronabedingt fast ausschließlich digitale Version gegeben. Die Präsenzveranstaltung werde von digitalen Formaten ergänzt und könne flexibel an die Entwicklungen der Corona-Pandemie angepasst werden. Im Fokus stünden der internationale Rechtehandel sowie reichweitenstarke Angebote für das Publikum, hieß es. Kanada holt seinen Auftritt als Ehrengastland in diesem Jahr nach.

Lindner: Sonderermittler könnte Maskenaffäre aufklären

9.24 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat die Einrichtung eines Sonderermittlers ins Gespräch gebracht, um die Affäre um Provisionen von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken aufzuklären. Man müsse auch schauen, was „auf der anderen Seite des Beschaffungsprozesses, also in den Ministerien passiert ist“, sagte Lindner am Montag in der Sendung „Frühstart“ von RTL/n-tv.

„Sicherlich wäre die CDU/CSU gut beraten, einen Sonderermittler zu fordern, der mit besonderen Befugnissen und Akteneinsicht als unabhängige Persönlichkeit hier Transparenz und Klarheit schafft“, betonte Lindner. Ein Sonderermittler könne ganz ohne Vorverurteilung „Licht ins Dunkel“ bringen. Der Vorgang könnte laut Lindner noch „deutlich“ vor der Bundestagswahl abgeschlossen werden.


Söder sieht in Lockerungen Mischung aus Perspektiven und Sicherheit

9.15 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat die am Montag in Kraft tretenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen als angemessen gerechtfertigt. Mit den zugrunde liegenden Regeln gebe es „auf der einen Seite Perspektiven, auf der anderen Seite die Sicherheit“, sagte Söder am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“ in Bezug auf die Inzidenzwerte, nach denen die Öffnungen etwa im Handel geregelt sind. Gleichzeitig warnte der bayerische Ministerpräsident aber vor steigenden Infektionszahlen – „die dritte Welle rollt heran“. Söder sprach sich absehbar auch für eine Anpassung der Impfstrategie aus.


Weil verteidigt Inzidenzwert als Grundlage für Lockerungen

9.05 Uhr: Ministerpräsident Stephan Weil hat das Festhalten am Corona-Inzidenzwert als Grundlage für Lockerungen verteidigt. Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen bezogen auf 100 000 Einwohner an. „Hohen Inzidenzwerten folgt leider meist ein Anstieg bei den Schwerstkranken, wenn auch um einige Wochen zeitversetzt“, sagte der SPD-Politiker der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ). Daher werde der Inzidenzwert unbedingt benötigt. Kritiker hatten wiederholt gefordert, neben dem Inzidenzwert etwa auch die Zahl der verfügbaren Intensivbetten in den Krankenhäusern zu berücksichtigen.


Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:



Über 10.000 Eilverfahren und Klagen gegen Corona-Auflagen

8.50 Uhr: Die Corona-Verordnungen haben die Gerichte im vergangenen Jahr stark in Anspruch genommen. Nach Angaben des Deutschen Richterbundes (DRB) gingen 2020 bei den Gerichten mehr als 10.000 Eilverfahren und Klagen gegen Corona-Auflagen ein. „Die Gerichte haben Maßnahmen des Infektionsschutzes inzwischen in Tausenden Verfahren überprüft und nötigenfalls korrigiert“, sagte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag). Größtenteils hätten die Gerichte die angegriffenen Corona-Beschränkungen bestätigt. Trotz starker Auslastung hätten die Kammern das Aufkommen gut bewältigen können, berichtete Rebehn. Ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen zeichne sich noch nicht ab

Söder droht Nüßlein nach Masken-Skandal auch Sanktionen durch CSU-Präsidium an

8.30 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat dem im Zusammenhang mit einem Geschäft mit Masken unter Korruptionsverdacht stehenden CSU-Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein Sanktionen durch die Parteiführung angedroht. Nüßlein habe mit seinem Verhalten auch gegen die parteiinternen Regeln verstoßen, sagte Söder am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Das CSU-Präsidium werde noch am Montag beraten, „welche parteilichen Konsequenzen das haben muss“. Söder forderte Nüßlein nach seinem am Sonntag erklärten Rückzug aus der Unionsfraktion im Bundestag auf, nun auch sein Bundestagsmandat abzugeben.

Apotheken: Schnelltests noch nicht überall ab sofort möglich

8.08 Uhr: Die Organisation von Schnelltests stellt die Apotheken in Deutschland vor erhebliche Herausforderungen. Es werde nicht möglich sein, dies sofort überall umzusetzen, sagte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Gabriele Regina Overwiening, am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. So müsse die Wegeführung für Testkunden zumeist eine andere sein als für andere Kunden. Es bestehe aber die Möglichkeit, außerhalb der Apotheken Räume anzumieten. Die Mitarbeiter bräuchten zudem für den eigenen Schutz eine entsprechende Ausrüstung. Eine Vergabe von Terminen nannte Overwiening sinnvoll. Es gebe auch Apotheken, wo man sich spontan testen lassen könne. Die Arbeitslast müsse aber für die Apotheken kalkulierbar sein.


Unicef: Corona-Pandemie erhöht Risiko von Kinderehen

7.55 Uhr: Die Verwerfungen der Corona-Pandemie erhöhen nach Einschätzung von Unicef für Millionen Mädchen weltweit das Risiko von Kinderehen. „Covid-19 hat eine bereits für Millionen Mädchen schwierige Situation noch verschärft“, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung des UN-Kinderhilfswerks. Demnach könnte bis zum Ende des Jahrzehnts die Zahl der Kinderehen weltweit noch einmal um weitere zehn Millionen steigen. Schulschließungen, wirtschaftlicher Druck, das Zusammenbrechen der öffentlichen Dienste und der Tod der Eltern als Folgen der Pandemie führten dazu, dass „die verletzlichsten Mädchen einem erhöhten Risiko der Kinderehe ausgesetzt sind“, hieß es in der Erklärung.

Corona: Millionenverlust und digitaler Schub bei Volkshochschulen

7.40 Uhr: Die Corona-Krise hat mit der Schließung der Bildungseinrichtungen ein Millionenloch in die Kassen der Thüringer Volkshochschulen gerissen. Die Einnahmeausfälle beliefen sich seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr auf bislang schätzungsweise rund 1,3 Millionen Euro, sagte die Direktorin des Thüringer Volkshochschulverbandes, Sylvia Kränke, der Deutschen Presse-Agentur. „Die Teilnehmerentgelte sind durch die ausgefallenen Präsenzkurse um mehr als die Hälfte geschrumpft.“


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In 111 Fällen gegen Homeoffice-Pflicht verstoßen

7.24 Uhr: Kontrolleure haben in Thüringer Betrieben 111 Fälle festgestellt, in denen Arbeitgeber kein Homeoffice angeboten hatten, obwohl die Tätigkeiten dies zugelassen hätten. Die Verstöße seien bei 315 Kontrollen mit Blick auf geltende Corona-Regeln seit Jahresbeginn bis zum 3. März erfasst worden, teilte das Arbeits- und Gesundheitsministerium von Heike Werner (Linke) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die allermeisten Firmen in Nordrhein-Westfalen halten sich an die Pflicht zum Homeoffice in Pandemie-Zeiten. Nur knapp sechs Prozent der kontrollierten Betriebe, die ihren Beschäftigten Heimarbeit anbieten müssen, hätten dies „nicht oder nicht entsprechend der betrieblichen Möglichkeiten“ getan, teilte das NRW-Arbeitsministerium auf Anfrage mit.


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Lockdown bringt Wäschereien und Reinigungen „enorme“ Verluste

7.14 Uhr: Viel Homeoffice, keine Feiern und Hotelbesuche: Die Folgen der Corona-Pandemie bekommt auch die Textilreinigungsbranche in Hessen zu spüren. Der Lockdown habe die Umsätze von Unternehmen mit Privatkundengeschäft ebenso wegbrechen lassen wie von Wäschereien, die auf Hotels oder die Gastronomie spezialisiert sind, teilte der Verband Textile Dienste Südwest mit. „Bei Privatpersonen reduziert sich durch die Maßnahmen schlichtweg der Bedarf nach professioneller Reinigung“, sagte Geschäftsführer Andreas Schumacher der Deutschen Presse-Agentur.

Abstandregeln: Apotheken machen schlechtere Geschäfte

7.06 Uhr: Die Apotheken in Deutschland haben in der Pandemie schlechtere Geschäfte mit rezeptfreien Arzneien etwa gegen Erkältungen gemacht. Grund sei das Befolgen von Abstands- und Hygieneregeln, teilte die Apothekervereinigung ABDA der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei Erkältungs-, Durchfall- und Läusemitteln sei der Absatz rezeptfreier Medikamente in den ersten drei Quartalen 2020 deutlich gefallen, sagte der Apothekerverband mit Verweis auf Daten des Marktforschers Insight Health.


Nachfrage nach Psychotherapeuten wächst

7.00 Uhr: In der Corona-Pandemie haben die Psychotherapeuten in Niedersachsen mit weit mehr Patienten zu tun, als sie versorgen können. Die Nachfrage habe deutlich zugenommen, Zahlen für Niedersachsen gebe es aber nicht, sagte Roman Rudyk, Präsident der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen. Psychotherapeuten könnten erwachsenen Patienten „in der Regel“ keine Therapieplätze mehr anbieten, bei Kindern und Jugendlichen sei die Lage etwas besser. Laut bundesweiten Zahlen der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung stieg die Nachfrage nach Therapien in der Pandemie um 40 Prozent, bei Kinder- und Jugendtherapeuten um 60 Prozent.

Darf mein Arbeitgeber jetzt einen Corona-Schnelltest verlangen?

6.50 Uhr: Dürfen Arbeitgeber von ihren Beschäftigten einen solchen Schnelltest verlangen? „Eine schwierige Frage“, sagt Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Gütersloh. Schließlich gibt es dazu noch keine Rechtsprechung. Der Fachanwalt hat aber eine Einschätzung: „Meine persönliche Meinung geht klar dahin, dass Arbeitgeber einen solchen Schnelltest verlangen können.“ Arbeitgeber seien zum Beispiel ihren Kunden und auch ihren Arbeitnehmern gegenüber verpflichtet.

„In einer solchen Pandemie-Situation müssen Arbeitgeber zum Schutz der Beschäftigten versuchen, möglichst schnell zu identifizieren, ob jemand erkrankt ist. Insbesondere weil viele Erkrankte ja auch gar keine Symptome zeigen“, sagt Schipp. Das heißt: Wo Kontakte mit Kunden oder anderen Arbeitnehmern für Beschäftigte unvermeidbar sind, müssen sich Arbeitnehmer wohl auf Verlangen des Arbeitgebers einem Test unterziehen.

Italien verschärft Corona-Beschränkungen

6.40 Uhr: Italien hat wegen steigender Corona-Zahlen in mehreren Regionen die Beschränkungen verschärft. Viele Schulen bleiben dort ab Montag wieder geschlossen, Restaurants in betroffenen Gebieten dürfen nicht mehr für Gäste öffnen. Die süditalienische Urlaubsregion Kampanien, zu der Neapel und die Amalfiküste gehören, ist nun als dritte Region in dem 60-Millionen-Einwohner-Land eine Rote Zone mit den schärfsten Corona-Sperren. Das hatte das Gesundheitsministerium in Rom am Freitag festgelegt.

Englische Schüler kehren nach zwei Monaten Lockdown in Schulen zurück

6.20 Uhr: Nach Monaten im Lockdown kehren an diesem Montag in England die Schüler in ihre Schulen zurück. Es ist der erste Schritt eines Lockerungsplanes der Regierung. Weiterführende Schulen können nach Bedarf stufenweise öffnen. So soll Zeit für mehrere freiwillige Corona-Tests sein. Die Regierung stellt zu Beginn Dutzende Millionen Schnelltests bereit. Danach kann jede Familie mit einem Schulkind pro Woche zwei Selbsttests je Haushaltsmitglied in Anspruch nehmen.

Corona-Proteste in Paraguay

6.00 Uhr: Demonstranten in Asunción, Paraguay fordern den Rücktritt von Präsident Benitez wegen seines Umgangs mit der Coronavirus-Pandemie und protestieren gegen den Zustand des öffentlichen Gesundheitssystems. Am Wochenende hatte das Staatsopberhaupt noch alle Kabinettsminister zum Rücktritt aufgefordert. Der Präsident habe die Botschaft der Bürger gehört, sagte Kommunikationsminister Juan Manuel Brunetti am Samstag vor Journalisten. „Er hat alle Mitglieder des Kabinetts gebeten, ihre Posten zur Verfügung zu stellen.“


Kanzleramtschef Braun: „Wir brauchen geschulte Helfer aus der breiten Bevölkerung“

4.00 Uhr: Als Konsequenz aus der Corona-Pandemie hat Kanzleramtsminister Helge Braun die Schaffung einer zivilen Reserve zur Unterstützung staatlicher Behörden in Krisenlagen vorgeschlagen. „Wir brauchen geschulte Helfer aus der breiten Bevölkerung. Eine Art zivile Reserve – wie es auch eine militärische Reserve gibt“, sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. Die Bundesländer müssten aktuell Aufgaben in Größenordnungen bewältigen, die vorher nicht da gewesen seien. Als Beispiel nannte Braun die Bearbeitung von Asylanträgen und die Kontaktnachverfolgung in der Pandemie.

Der Kanzleramtschef regte zudem an, nach dem Ende der Pandemie über die Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern zu sprechen: Der Föderalismus mit seiner Fähigkeit, vor Ort sehr konkret zu handeln, sei in der Pandemie ein großer Gewinn. Nötig sei aber eine bessere Abstimmung zwischen den Ländern: „Wenn die Pandemie ein Stück hinter uns liegt, muss man über einen Punkt nochmal sprechen: Wie können wir möglichst einheitlich vorgehen?“, so Braun.

Corona-News vom 7. März: Solberg verspricht Kraftakt

21.53 Uhr: Norwegens Premierministerin Erna Solberg hat die Bürger ihres Landes für ihren Zusammenhalt in der Corona-Krise gelobt und auf einen weiteren Kraftakt eingeschworen. In einer Fernsehansprache am Sonntag anlässlich des Jahrestags der Corona-Maßnahmen in Norwegen mahnte Solberg, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei. „Es gibt eine weitere Bergspitze (zu erklimmen), möglichwerweise mit härteren Maßnahmen“, sagte die Regierungschefin. Es gehe in den kommenden Monaten darum, die Infektionsraten niedrig zu halten, während geimpft werde.

Von der Leyen rechnet mit schnellerer Impfkampagne

20.48 Uhr: EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen rechnet mit einer deutlichen Beschleunigung der EU-weiten Corona-Impfkampagne ab April. Die Impfstoff-Liefermengen könnten sich ab April „nach den Plänen der Hersteller nochmal verdoppeln, auch weil weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen“, sagte sie im Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montagsausgaben). Pro Monat erwarte sie im zweiten Quartal die Lieferung von rund 100 Millionen Impfstoff-Dosen.

Dies würde eine massive Aufstockung der bisher bereitgestellten Impfstoff-Mengen bedeuten. Von der Leyen sagte den Zeitungen, im Januar seien rund 20 Millionen Impfstoff-Dosen in die EU geliefert worden, im Februar seien es bereits rund 30 Millionen gewesen. Für März erwarte die EU rund 50 Millionen Dosen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden mit Stand am vergangenen Freitag seit dem 28. Dezember insgesamt nur rund 7,3 Millionen Impfungen in Deutschland verabreicht.

Masken lindern Heuschnupfen-Symptome

19.59 Uhr: Die gegen das Coronavirus eingesetzten Masken können auch Pollen auffangen und so Heuschnupfen-Symptome in der Pollensaison verringern. „Egal welche Maske man trägt, es ist sehr wahrscheinlich, dass Pollen durch das Material abgehalten werden“, sagte der Allergologe und Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Karl-Christian Bergmann, der Deutschen Presse-Agentur. Dadurch könnte die Menge eingeatmeter Pollen zumindest reduziert werden.

Der Allergologe Arthur Helbling konkretisierte in einem Interview mit dem Schweizer Allergiezentrum, dass FFP2-Masken zwar besser filterten, die Entzündungssymptome bei Heuschnupfen aber „kaum zusätzlich“ verringerten.

Bereits gewöhnliche Hygienemasken seien für die meisten Pollen schon nicht mehr durchlässig, so Helbling, Leiter der Allergologisch-Immunologischen Poliklinik am Inselspital Bern. Wer trotz Maske niesen müsse, solle diese regelmäßig wechseln. „Ist die Maske feucht, bietet sie kaum mehr Schutz, weder vor Pollen noch vor Viren.“


Nüßlein erklärt Rücktritt aus Bundestagsfraktion

19.26 Uhr: Gegen den CSU-Fraktionsvize Georg Nüßlein wird wegen Bestechlichkeit ermittelt. Jetzt zieht er Konsequenzen und erklärt seinen Rücktritt aus der Unionsfraktion – bleibt aber weiter im Bundestag.

Corona-Lockdown: Wann öffnen Fitnessstudios wieder?

19 Uhr: Ab Montag dürfen in den Bundesländern viele Geschäfte und Dienstleister wieder öffnen. Wie steht es um Fitnessstudios und Solarien?

Lage in Italien spitzt sich zu – Lockdown?

18.18 Uhr: In Italien spitzt sich die Lage zu. In vielen Regionen hätten die Intensivstationen der Krankenhäuser ihre Kapazitätsgrenze bei den Covid-19-Patienten bereits überschritten, wie italienische Medien übereinstimmend berichten. Als Grund wird die immer stärker voranschreitende Verbreitung der britischen Mutationsvariante angesehen. Ein mehrere Wochen andauernder Lockdown ist den Berichten zufolge im Gespräch.

Italien ist in den vergangenen Monaten einen anderen Weg als Deutschland gegangen. Das südeuropäische Land hat bislang versucht, einen landesweiten Lockdown zu verhindern. Je nach Infektionslage werden Geschäfte, Schulen, Bars und Restaurant in einzelnen Regionen geöffnet oder geschlossen.

Zuletzt gab es aber einen deutlichen Anstieg bei den Corona-Fallzahlen in ganz Italien. Nach Zahlen unserer Redaktion wurden in den vergangenen 24 Stunden 24.000 Neuinfektionen gemeldet, die 7-Tage-Inzidenz lag landesweit bei 230,6 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Italien ist eines der schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder der Welt. Über 3 Millionen Menschen steckten sich bislang mit dem Virus an, fast 100.000 starben an Covid-19.

Union verliert in Umfrage an Zustimmung

17.16 Uhr: Eine Woche vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und inmitten der öffentlichen Diskussion um Corona-Pannen gerät die Union in immer schwereres Fahrwasser. Erstmals seit Ende März vergangenen Jahres rutschten CDU und CSU im „Sonntagstrend“ der „Bild am Sonntag“ um weitere zwei Prozentpunkte auf 32 Prozent und damit unter ihr Bundestagswahlergebnis von 32,9 Prozent.

Die SPD erhielt bei der wöchentlichen Umfrage des Kantar-Instituts im Auftrag der Zeitung 16 Prozent und blieb damit unverändert, ebenso die Linke (9 Prozent). Die Grünen (19), die AfD (10) und die FDP (9) gewannen jeweils einen Punkt hinzu.

Kita-Beschäftigte erkranken besonders oft an Covid-19

16.42 Uhr: Pflegekräfte und Kita-Beschäftigte erkranken nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) öfter an Covid-19 als andere Berufstätige. Das berichtete der NDR am Sonntag unter Berufung auf die ihm vorliegende Untersuchung. Die gesetzliche Krankenversicherung hat danach alle Corona-Diagnosen ihrer erwerbstätigen Mitglieder ausgewertet, insgesamt knapp 28 000. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsgruppen seien extrem.

  • Während im Durchschnitt von 100.000 Erwerbstätigen knapp 500 wegen einer Corona-Infektion krankgeschrieben wurden, waren es bei ambulanten und stationären Altenpflegekräften mit gut 1200 mehr als doppelt so viele.
  • Es folgen Kita-Beschäftigte sowie Krankenschwestern und -pfleger.
  • Ebenfalls unter den besonders betroffenen Berufsgruppen sind Ergo- und Physiotherapeuten, medizinische Fachangestellte wie Arzthelferinnen sowie Sonderpädagoginnen und -pädagogen, Ärztinnen und Ärzte.

Markus Söder fordert wegen Masken-Affäre Konsequenzen

16.05 Uhr: Die Rückzugsankündigungen der in Geschäfte mit Corona-Masken verwickelten Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel (CDU) und Georg Nüßlein (CSU) reichen CSU-Chef Markus Söder nicht aus. „Alle Betroffenen sollten umgehend reinen Tisch machen und grundlegende Konsequenzen ziehen. Alles andere beschädigt das Vertrauen in die Politik“, twitterte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag. „Es ist nicht zu tolerieren, wenn Volksvertreter die Krise zum Geschäft machen. Das ist mit den Grundwerten der Union unvereinbar.“

Löbel und Nüßlein hatten erklärt, auf eine neue Bundestagskandidatur zu verzichten. Löbel will zudem sofort aus der Unionsfraktion austreten, sein Mandat aber erst zu Ende August niederlegen.


Studie gestartet: Großbritannien infiziert Freiwillige mit Corona

15.10 Uhr: In Großbritannien sind die ersten Freiwilligen im Zuge einer Studie mit Corona infiziert worden. Die sogenannten Human-Challenge-Analysen hätten am Samstag begonnen, bestätigte das britische Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Nach früheren Angaben der britischen Regierung handelt es sich um die erste Studie weltweit, bei der Menschen gezielt mit Sars-CoV-2 infiziert werden.

“Das Human-Challenge-Programm wird die Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungen gegen Covid-19 verbessern und beschleunigen”, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. “Die erste Gruppe von Freiwilligen hat nun am Royal Free Hospital in London mit der Virus-Charakterisierungs-Studie begonnen.” Die Probanden würden “in einer sicheren und kontrollierten Umgebung dem Virus ausgesetzt, rund um die Uhr überwacht von Medizinern und Wissenschaftlern”, hieß es.

Lage bei Neuinfektionen verschärft sich in Thüringen

14.06 Uhr: Im Gegensatz zu anderen Bundesländern verschärft sich die Corona-Infektionslage in Thüringen. Die Zahl der neuen Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage lag am Sonntag bei einem Wert von 132 nach 128 am Samstag. Das geht aus Angaben des Gesundheitsministeriums hervor, das sich auf Daten des Robert Koch-Instituts stützte. Thüringen bleibt damit das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland.

Innerhalb von sieben Tagen gab es danach 2815 Neuinfektionen im Freistaat, innerhalb von 24 Stunden waren es 428. Bei den Daten am Wochenende ist zu berücksichtigen, dass möglicherweise nicht alle Gesundheitsämter Zahlen übermittelt haben. Frühestens bei einem Schwellenwert unter 100 sind nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern Öffnungsschritte möglich.

Berlin und Hamburg bieten ab Montag unentgeltliche Corona-Schnelltests an

13.55 Uhr: Die Berlinerinnen und Berliner können sich von diesem Montag an unentgeltlich auf das Corona-Virus testen lassen. Für die Schnelltests steht in jedem Bezirk ein Testzentrum bereit, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonntag mitteilte. Zum eigenen Schutz und zum Schutz des persönlichen Umfelds seien die Menschen aufgerufen, sich einmal pro Woche testen zu lassen. Sie erhalten dafür eine Bescheinigung.

Auch Hamburgerinnen und Hamburger können sich von Montag an einmal pro Woche per Schnelltest kostenlos auf Corona testen lassen. Für die neue Teststrategie habe der Senat bisher 27 der bereits in Hamburg ansässigen Testzentren und 18 Apotheken sowie 67 Hausarztpraxen gewinnen können, teilte die Gesundheitsbehörde am Wochenende mit.

Der Deutsche Hausärzteverband hält es für illusorisch, dass der ab Montag geltende Anspruch aller Bürger auf kostenlose Corona-Schnelltests umgesetzt werden kann.

In Niedersachsen werde es flächendeckende kostenlose Schnelltests auf das Coronavirus bei Ärzten, in Impfzentren und Apotheken zum Beispiel zunächst noch nicht geben. Die Landesregierung werde alles tun, damit den Bürgerinnen und Bürgern Schnelltests angeboten werden können, sagte eine Regierungssprecherin in Hannover. Aber weder der Bund noch das Land Niedersachsen hätten flächendeckende Schnelltests für die kommende Woche angekündigt, die nationale Teststrategie solle bis Anfang April schrittweise umgesetzt werden.


Hunderte Menschen versammelt – Polizei räumt Frankfurter Park

13.50 Uhr: Mehrere Hundert Menschen haben sich laut Polizei bei gutem Wetter in einem Park in Frankfurt versammelt und dabei die Corona-Regeln missachtet. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, beendete die Polizei im Laufe des Samstags mehrere Versammlungen und räumte schließlich den Hafenpark im Frankfurter Ostend. Zunächst hätten sich am Nachmittag rund 50 Menschen zu einem sogenannten Flashmob versammelt. Bei dem organisierten Tanz trugen laut Polizei nicht alle eine Maske, zudem seien viele Zuschauer angelockt worden. Die Veranstaltung sei daraufhin beendet worden. Zudem hätten sich viele Menschen auf den Sportplätzen aufgehalten und sich dabei nicht an die Corona-Verordnungen gehalten.

Am Abend seien dann immer mehr Menschen in den Hafenpark geströmt, hätten Musik gehört und Alkohol getrunken. Hinweise, dass es sich um eine organisierte Veranstaltung handelte, gebe es keine.

CSU-Generalsekretär: “Verantwortung nicht auf Länder schieben”

12.23 Uhr: CSU-Generalsekretär Markus Blume hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit scharfen Worten für die Teststrategie der Bundesregierung kritisiert. “Man kann nicht die Verantwortung beim Testen auf die Länder schieben und sich selbst für komplett unzuständig erklären”, sagte der “Bild am Sonntag”.

Tui-Chef sieht gute Chance auf Sommerurlaub

11.49 Uhr: Der Touristikkonzern Tui hat die Politik aufgefordert, den Reiseanbietern klare Vorgaben für Urlaubsreisen unter Corona-Bedingungen zu machen. “Wer jetzt eine Reise bucht, möchte wissen, wann er wieder ins Flugzeug steigen oder an Bord eines Schiffes gehen kann”, sagte der Vorsitzende der Tui- Deutschland-Geschäftsführung, Marek Andryszak, dem Portal “T-Online”.

“Mein Appell an die Politik lautet deshalb: Gehen Sie mit uns eine Partnerschaft ein, machen Sie Vorgaben fürs Verreisen. Und wir setzen das dann um.” Lesen Sie hier: Corona-Gipfel – Was jetzt für den Oster-Urlaub gilt

Nach Ansicht von Andryszak könnte es „eine klare Ansage geben, dass jeder Urlauber vor der Abreise einen negativen Test vorweisen muss, der nicht älter als 48 Stunden ist“. Die Reiseanbieter sollten diesen kontrollieren. „Wer keinen hat, fliegt nicht mit. Und genauso könnte man es bei der Rückreise halten.“

Andryszak gab sich zuversichtlich, dass im Sommer Reisen wieder möglich sein werden. „Im Hochsommer aber können wir alle Reiseziele wieder ansteuern.“ Bis auf Tests und Maskenpflicht werde es kaum noch Einschränkungen geben, sagte Andryszak. Auch mit steigenden Preisen rechne er nicht. Der Urlaub werde im Gegenteil „dieses Jahr sogar günstiger werden“.


“Click and Meet” startet am 8. März

12.00 Uhr: Am Montag startet in Deutschland das Terminshopping nach “Click and Meet”. Damit soll der Einzelhandel unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. Auch Beratungsgespräche in den Geschäften werden damit wieder möglich. Voraussetzung ist, das Kundinnen und Kunden vorab einen Termin vereinbaren.

“Querdenker”-Autokorso in Leipzig kleiner als erwartet

11.11 Uhr: Gerade mal 350 Fahrzeuge haben sich am Samstag in Leipzig an einem Autokorso von sogenannten “Querdenkern” beteiligt. Damit nahmen den Kundgebungen weniger Menschen teil als im Vorfeld erwartet worden war – angemeldet für die Demonstrationen waren teils deutlich mehr Fahrzeuge.

Parallel zu den Autokorsos fanden im Leipziger Stadtgebiet mehrere Gegendemonstrationen statt. An Fahrradkundgebungen beteiligten sich dabei nach Polizeiangaben insgesamt rund tausend Menschen; an einer Motorraddemonstration nahmen rund zwei Dutzend Fahrzeuge teil.


Maskenaffäre – CDU-Abgeordneter Löbel zieht Konsequenzen

10.42 Uhr: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel zieht sich im Zuge der Affäre um Geschäfte im Zusammenhang mit der
Beschaffung von Corona-Masken aus der Politik zurück. Er werde sein Bundestagsmandat Ende August niederlegen und auch nicht mehr für den
nächsten Bundestag kandidieren, teilte Löbel am Sonntag mit. Zugleich werde er seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sofort beenden. Mehr zum Thema: CDU-Mann Löbel zieht sich zurück

Ermutigende Tests bei Covid-19-Medikament

10.26 Uhr: Der deutsche Pharmakonzern Merck und sein US-Partner berichten von ermutigenden ersten Ergebnissen bei der Entwicklung ihres Covid-19-Medikaments Molnupiravir. Das Medikament habe bei Testpersonen nach fünftägiger Behandlung deren Virenlast erheblich reduziert, teilten Merck und sein US-Partner Ridgeback Biotherapeutics am Samstag in den USA mit. „Diese vorläufigen Ergebnisse ermutigen uns“, erklärte Ridgeback-Arzneimittelchefin Wendy Painter.

Der Leiter der Studie, William Fischer von der Universität North Carolina, sprach von vielversprechenden Resultaten. Sollten diese in weiteren Studien bestätigt werden, könne dies „bedeutsame Folgen für die öffentliche Gesundheit haben“.

Merck hatte im Januar seine Arbeit an der Herstellung von Corona-Impfstoffen eingestellt, aber treibt die Entwicklung von zwei Covid-19-Medikamenten voran. Sowohl Molnupiravir als auch das zweite Präparat, MK-711, können eingenommen werden.

Englische Lehrerinnen und Lehrer begrüßen Schüler mit Take-That-Song

9.35 Uhr: Nicht nur in Deutschland werden Schülerinnen und Schüler langsam aber sicher wieder zum Schulalltag zurück kehren. In England heißt es ab Montag Lebewohl Fernunterricht und Hallo Schiefertafel. An einer Schule in Rochester südöstlich von London haben drei Lehrer ihrer Vorfreude besonders kreativ Ausdruck verliehen. Mit einer Lockdown-Version des Take-That-Hits „Back for Good“ begrüßen sie ihre Schüler nach monatelanger Schließung zurück an der Schule.


„Und wir werden zusammen sein, Daumen gedrückt, diesmal für immer. Wir werden kämpfen, und wir werden für immer in unserer Hoffnung vereint sein, wir werden nie wieder im Lockdown sein“, singen die Leiter der King’s School, Rektor Ben Charles, Grundschulleiter Tom Morgan und Kindergartenchefin Catherine Openshaw. „Was immer wir gesagt haben, was immer wir getan haben. Wir haben es geschafft, wir wollen euch einfach nur zurück“, interpretieren die drei den Song leicht schief in dem Video.

Erste Corona-Impfungen für Menschenaffen – im Zoo von San Diego

8.45 Uhr: Im Zoo von San Diego (Kalifornien) sind die ersten Menschenaffen gegen Covid-19 geimpft worden. Das bestätigte der Betreiber des Zoos, die San Diego Zoo Wildlife Alliance, am Freitag (Ortszeit) auf Twitter. „Der Impfstoff wurde speziell für Tiere entwickelt“, hieß es weiter. Geimpft wurden laut „National Geographic“ vier Orang-Utans und fünf Bonobos, demnächst sollen vier weitere Affen an der Reihe sein. Die Tiere erhielten jeweils nach drei Wochen ihre zweite Dosis.


„Den Tieren geht es gut und wir haben keine unerwünschten Reaktionen auf den Impfstoff festgestellt“, sagte Darla Davis, Sprecherin der Wildlife Alliance, dem Sender CNN. Zuvor waren im Januar acht Gorillas des Zoos positiv auf das Virus getestet worden – und waren damit die ersten positiv getesteten Menschenaffen weltweit. Die Symptome waren jedoch mild und beschränkten sich auf Husten, Verstopfung und Müdigkeit.


Die Affen haben sich seitdem vollständig erholt. Es wurde vermutet, dass sich die Tiere trotz Sicherheitsvorkehrungen des Zoos bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt hatten. Lesen Sie hier: Husten und Quarantäne: Gorillas positiv auf Corona getestet

Intensivmediziner: Pandemie kann schon im Hochsommer besiegt sein

7.32 Uhr: Führende Intensivmediziner halten ein baldiges Ende der Pandemie für realistisch: Wenn sich alle an die Regeln hielten und sich das Impftempo beschleunige, werde die Pandemie möglicherweise schon im Hochsommer besiegt sein, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) unserer Redaktion. Lesen Sie dazu: Mediziner – Im Hochsommer kann die Pandemie zu Ende sein

Pandemie: Weber verteidigt Exportstopp für Astrazeneca-Impfstoff

6.27 Uhr: Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europaparlament, Manfred Weber, hat die Europäische Union dazu aufgerufen, bei der Impfstoffversorgung eigene Interessen im Blick zu behalten. „Weltweit ist Europa eine der am stärksten betroffenen Regionen, was die Todesfälle und Infektionen angeht, und dennoch sind wir derzeit der größte Impfstoffexporteur“, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. „Es geht nicht um Europe first. Aber auch die EU muss ihre Bürger selbstverständlich in dieser Pandemie schützen.“

Wenn Zusagen nicht eingehalten würden wie im Fall des Herstellers Astrazeneca, sei „die Option eines Exportstopps für in der EU produzierte Impfstoffe richtig“, betonte Weber. „Deshalb ist das Vorgehen der italienische Regierung verständlich und konsequent, den Astrazeneca-Impfstoffexport nach Australien gemeinsam mit der EU-Kommission zu stoppen.“ Italien hatte die Lieferung von 250.000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astra Zeneca an Australien blockiert.

Dreyer kritisiert Spahn: “Hat Test-Versprechen nicht gehalten”

6.02 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Corona-Teststrategie vorgeworfen. „Mitte Februar hat Gesundheitsminister Jens Spahn kostenlose Schnelltests für alle versprochen. Und er hat behauptet, er habe für Deutschland 500 Millionen Test vertraglich gesichert“, sagte die SPD-Politikerin unserer Redaktion. „Das war ein großes Versprechen und hat sehr hohe Erwartungen geweckt, die er nicht einhalten konnte.“

Zuvor hatte Kanzleramtsminister Helge Braun die Länder in die Pflicht genommen. „Es war nie verabredet, dass der Bund für die Länder Schnelltests bestellt. Das ist die Aufgabe der Länder selbst“, sagte der CDU-Politiker dieser Redaktion. „Der Bund bezahlt, aber er schafft nicht die Infrastruktur – und er schafft die Tests auch nicht an. Man kann sie am Markt jetzt kaufen.“

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nahm die Bundesregierung in Schutz. „Schnelltests sind im Übermaß produziert und lieferbar“, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. „Der Vorwurf an den Bund ist billig.“ Die Zusage des Bundes, die Hälfte der Kosten für die Testung in Schulen und Kitas zu übernehmen, sei eine wichtige Unterstützung.

Schulöffnung in England: Johnson lobt „nationale Kraftanstrengung“

4.27 Uhr: Vor der Wiedereröffnung der Schulen in England hat Premierminister Boris Johnson die „nationale Kraftanstrengung“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewürdigt. „Aufgrund der Entschlossenheit jedes Menschen in diesem Land können wir uns einem Gefühl der Normalität nähern. Und es ist richtig, dass es der erste Schritt ist, unsere jungen Leute wieder in den Unterricht zu bringen“, sagte der britische Regierungschef einer Mitteilung vom Sonntag zufolge.

An diesem Montag öffnen in England alle Schulen nach rund zwei Monaten Lockdown wieder die Türen. Bildungsminister Gavin Williamson sprach von einem „Moment der Freude für Millionen Menschen“. Gesundheit ist im Vereinigten Königreich Sache der einzelnen Landesteile, in Schottland etwa sind einige Schüler bereits seit einer Woche wieder im Unterricht.


Um die Situation unter Kontrolle zu halten, hat die Regierung nach eigenen Angaben knapp 57 Millionen Corona-Schnelltests an Schulen und Colleges geschickt. Außerdem sollen Familien mit Schulkindern künftig jede Woche pro Person zwei Tests machen können. Die Teststrategie ist ein zentraler Bestandteil von Johnsons Plan für einen Ausstieg aus den Corona-Maßnahmen. Dabei sind die Schulöffnungen der erste Schritt. Für den 21. Juni peilt die Regierung das Ende aller Restriktionen an.

Ein weiterer Grundpfeiler der Strategie ist die Impfkampagne. Bisher haben etwa 21,5 Millionen Menschen landesweit eine erste Dosis erhalten. Bis Ende Juli will die Regierung allen Erwachsenen eine erste Impfung anbieten. Als nächstes sind nun die 56- bis 59-Jährigen an der Reihe, wie der nationale Gesundheitsdienst NHS ankündigte.

Corona-News vom 6. März: Corona-Lockerungen – In Israel machen die Restaurants wieder auf

22.01 Uhr: Die israelische Regierung hat weitere Corona-Lockerungen beschlossen. So können ab Sonntag Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder öffnen, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Samstagabend mit.

Dabei gilt unter anderem, dass im Innenbereich nur Gäste mit Grünem Pass bedient werden dürfen. Ungeimpfte dürfen nur im Außenbereich Platz nehmen. Studenten mit Grünem Pass dürfen zudem ab Sonntag an ihre Hochschulen zurückkehren. Ungeimpfte können den Lehrveranstaltungen weiterhin nur per Video folgen.

WHO sieht steigende Infektionszahlen in Europa

21.20 Uhr: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in Europa in der vergangenen Woche eine Million neue Corona-Fälle verzeichnet worden – neun Prozent mehr als in der Vorwoche. Damit endete eine sechswöchige Phase mit rückläufigen Infektionszahlen. Der Anstieg werde durch die Ausbreitung neuerer Varianten des Virus angetrieben sowie von der Öffnung der Gesellschaft, wenn sie nicht auf eine sichere und kontrollierte Weise durchgeführt werde, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge.

Schwesig kritisiert Bund wegen Corona-Selbsttests scharf

20.45 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat den Bund für fehlende Corona-Selbsttests verantwortlich gemacht und scharf kritisiert. „Ich will an dieser Stelle nicht verhehlen, dass ich sehr verärgert bin darüber, dass der Bund es zulässt, dass zunächst Aldi und Co. Selbsttests verramschen können und wir die Selbsttests erst Mitte März geliefert bekommen“, sagte Schwesig am Samstag in Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern habe bereits vor dem Corona-Gipfel zwei Millionen dieser Selbsttests geordert, „weil wir geahnt haben, dass wir uns nicht auf den Bund verlassen können“, sagte sie.


WM-Qualifikationsspiele wegen Pandemie abgesagt

20.15 Uhr: Die nächsten zwei Spieltage der südamerikanischen Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 sind im Zuge der Corona-Pandemie abgesagt worden. Der Weltverband FIFA prüfe eine Neuansetzung der für Ende März geplanten Partien, teilte der südamerikanische Fußballverband Conmebol mit. Hintergrund sind Reiserestriktionen, wodurch Spieler mitunter in Quarantäne müssen.

Wann der fünfte und sechste Spieltag nachgeholt werden, steht noch nicht fest. Im Gespräch sind Termine im September und Oktober. Unter anderem stand am 30. März ein Duell der Erzrivalen Brasilien und Argentinien auf dem Spielplan. Zuvor hatte eine Reihe von Trainern europäischer Vereine wie Pep Guardiola von Manchester City oder Jürgen Klopp vom FC Liverpool betont, ihre südamerikanischen Profis nicht zu den Länderspielen reisen lassen zu wollen, wenn diese danach für längere Zeit in Quarantäne müssen.

Corona-Maßnahmen: Proteste in Wien und Chur

19.40 Uhr: Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen sind in der Schweiz Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Wie die Nachrichtenagentur SDA unter Berufung auf die Polizei berichtete, zogen mehr als 4000 Demonstranten schweigend durch die Stadt Chur. Einige der Menschen hielten Protest-Plakate mit Aufschriften wie “Stopp Diktatur” oder “Finger weg von unseren Kindern” in die Höhe. Die Churer Stadtpolizei hatte den vom Verein “Stiller Protest” initiierten Demonstrationszug unter Auflagen bewilligt. Einen Auftritt während der Kundgebung hatte unter anderem der SVP-Politiker Ruedi Weber.

Auch in der österreichischen Hauptstadt Wien gingen erneut Gegner der Corona-Maßnahmen auf die Straße. Unter ihnen waren Rechtsextreme, Antisemiten und Anhänger von Verschwörungserzählungen. Eine Rede vor den zunächst am Heldenplatz versammelten Demonstranten hielt der frühere österreichische Innenminister Herbert Kickl von der rechtspopulistischen FPÖ, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete.


US-Senat stimmt für Corona-Hilfspaket

19.00 Uhr: Der US-Senat hat dem neuen Konjunkturpaket von Präsident Joe Biden zur Bewältigung der Corona-Krise zugestimmt. Das Maßnahmenbündel im Umfang von rund 1,9 Billionen US-Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) muss nun nochmals im Repräsentantenhaus verhandelt werden. In der Parlamentskammer stellen Demokraten die Mehrheit, eine Zustimmung gilt daher als recht sicher.

Nach mehrtägigen Beratungen und Änderungsanträgen stimmten am Samstag 50 Demokraten für das Paket, 49 Republikaner dagegen. Ein republikanischer Senator fehlte bei der Abstimmung. Im Fall eines Patts hätte die demokratische Vizepräsidentin Kamala Harris die entscheidende Stimme abgeben können, um das Paket durchzusetzen.


Corona-Pandemie: R-Wert steigt weiter

18.35 Uhr: Der R-Wert in Deutschland steigt weiter an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,06. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Am Vortag hatte er bei 1,04 gelegen, am Donnerstag noch bei 0,99.

Corona in Kita – Quarantäne für 200 Menschen

17.45 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einem Kindergarten in Geislingen an der Steige in Baden-Württemberg müssen etwa 200 Menschen in Quarantäne. Bei insgesamt neun Kindern und Erziehern aus mehreren Gruppen des Kindergartens sei das Coronavirus nachgewiesen worden, wobei es sich in mindestens zwei Fällen um die zunächst in Großbritannien entdeckte ansteckendere Corona-Variante handle, teilte das Landratsamt Göppingen mit.

Zudem sei das Virus bereits in mindestens fünf Fällen im familiären Umfeld einzelner Kindergartenkinder oder -mitarbeiter entdeckt worden, auch hier zum Teils in mutierter Form. Das Gesundheitsamt ordnete daraufhin laut Landratsamt eine Quarantäne für alle positiv getesteten Kinder und Erwachsene, deren Kontaktpersonen sowie weitere Haushaltsangehörige an. Alleine in der Stadt Geislingen seien in diesem Zusammenhang mindestens 200 Quarantänen notwendig.

Hacker-Attacken – China und Russland griffen EU-Arzneibehörde an

17.15 Uhr: Hinter Hacker-Angriffen auf die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) während der Zulassung von Corona-Impfstoffen im vergangenen Jahr stecken einem Medienbericht zufolge Spione aus China und Russland.

Wie die niederländische Zeitung „De Volkskrant“ am Samstag unter Berufung auf Personen aus dem Umfeld der Ermittlungen berichtete, wurde die EMA im ersten Halbjahr 2020 von chinesischen Spionen und im weiteren Jahresverlauf von einem russischen Geheimdienst angegriffen. Bei den Cyberattacken war nach Angaben des Unternehmens Biontech vom Dezember auf Dokumente seines damaligen Covid-19-Impfstoffkandidaten zugegriffen worden.

Corona-Protest in Leipzig geringer als erwartet

16.45 Uhr: Gegner der Corona-Maßnahmen haben für ihren Protest in Leipzig offenbar weniger Menschen mobilisieren können als angekündigt. Die Polizei sprach von etwa 350 Fahrzeugen bei verschiedenen Autokorsos, die sich auch aus anderen Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts auf den Weg gemacht hatten. Angemeldet waren etwa 1000 Fahrzeuge.

Die Demonstranten waren unter anderem aus Naumburg und Dresden unter Begleitung der Polizei nach Leipzig gefahren. An ihre Autoscheiben hatten sie Plakate geheftet, auf denen sie ihren Unmut etwa gegen die Impfungen äußerten – oder die Sorge, die Demokratie könne durch die Maßnahmen zum Schutz vor Corona Schaden nehmen.

An einem Gegenprotest beteiligten sich laut Polizei ersten Schätzungen zufolge mehr als 1000 Menschen in der Stadt.. Ein Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Parteien und Gewerkschaften hatte dazu aufgerufen, sich den Gegnern der Corona-Maßnahmen entgegenzustellen. Das Motto lautete: “Querdenken ausbremsen.”


NRW nimmt Corona-Patienten aus Slowakei auf

16.15 Uhr: Nordrhein-Westfalen nimmt kurzfristig schwerkranke Covid-19-Patienten aus der Slowakei auf. Am Samstag wurden am Flughafen Dortmund die ersten beiden Patienten erwartet, die mit einer Chartermaschine nach Deutschland kommen sollten, teilte die Landesregierung mit. Sie sollen am Klinikum Dortmund behandelt werden. In den nächsten Tagen könnten weitere Patienten kommen.

Insgesamt habe NRW der Slowakei zehn Plätze zur Behandlung von Covid-19-Patienten angeboten. Die Slowakei ist besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Bezogen auf die Bevölkerungszahl hat das Land mittlerweile die höchste Zahl an Corona-Toten weltweit, und die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt weiter.

Gay Pride-Parade in Sydney ohne Corona-Sorgen

15.46 Uhr: Im großen Cricket Ground von Sydney haben sich heute tausende Menschen zur alljährlichen Gay Pride versammelt, die völlig ohne Corona-Sorgen über die Bühne ging. Wegen der Pandemie wurde die Parade für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen mit ihren 5000 Teilnehmern von der Innenstadt in das Stadion verlegt. Das Ereignis zog 36.000 Zuschauer an.

Die Anhänger der LGBTQ-Gemeinde verfolgten eine farbenfrohe und lautstarke Veranstaltung. Zahlreiche Einwohner begaben sich zu Feiern in Bars und Pubs, denn schon seit 48 Stunden hatte es im gesamten Bundesstaat New South Wales keine einzige gemeldete Infektion mit dem Coronavirus gegeben.


Die Einwohner von Sydney waren auch deshalb in Feierlaune, weil ihr Land im internationalen Vergleich im Umgang mit der Corona-Krise gut abschneidet. Seit Pandemie-Beginn wurden in dem Land mit 25 Millionen Einwohnern nur 29.000 Infektionen und gut 900 Todesfälle registriert.

Virologin Melanie Brinkmann zum Frauentag: Starke Frauen sind ihre Vorbilder

15.15 Uhr: Die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann hat sich in ihrer Karriere von Frauen in der Wissenschaft leiten lassen. Zum Internationalen Frauentag sagte sie unserer Redaktion, zu ihren größten Vorbildern zählten die Mathematikerin Emmy Noether, die Biochemikerin Rosalind Franklin und vor allem die Physikerin und Chemikerin Marie Curie. „Es sind starke Frauen, die ihren Weg mutig und entschlossen gegangen sind, trotz aller Widrigkeiten“, erklärte die Professorin am Braunschweiger Helmholz-Institut.

Neben Entschlossenheit und Mut gehöre aber auch der Diskurs, die Auseinandersetzung, zum Erfolg: „ Ich liebe den Diskurs in der Wissenschaft, er bereichert und verbessert unsere Arbeit, ist also absolut notwendig in der Wissenschaft“. Während der Corona-Pandemie – „eine Phase großer Unsicherheit mit gleichzeitig sehr großer Dynamik“ – sei der Diskurs allerdings „außerordentlich herausfordernd“.

Ihre Motivation ist Neugierde auf wissenschaftliche Erkenntnisse, mit denen Menschen geholfen werden kann. Und ihre drei Söhne. „Die Zukunft meiner Kinder hängt davon ab, dass wir heute kluge Entscheidungen treffen – nicht für uns, sondern für die Generationen, die nach uns kommen.“

Verschärfte Wochenend-Ausgangssperren in weiteren französischen Regionen

14.54 Uhr: Wegen steigender Corona-Zahlen sind in Frankreich am Samstag weitere örtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Von den für das Wochenende geltenden Restriktionen betroffen sind nun auch rund 1,5 Millionen Bürger im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais mit der Hafenstadt Calais. Sie dürfen ihre Häuser samstags und sonntags nur noch aus triftigem Grund verlassen, etwa zum Einkaufen oder Joggen. Auch sehr große Geschäfte müssen schließen.

In der Region am Ärmelkanal breitet sich die zuerst in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.1.7 rapide aus. Nach Angaben der Behörden sind die Krankenhäuser in der Region bereits zu 90 Prozent ausgelastet.

Im benachbarten Dünkirchen und in Teilen der Côte d’Azur gelten bereits Ausgangssperren an Wochenenden. Zudem gilt landesweit in ganz Frankreich eine nächtliche Sperrstunde ab 18.00 Uhr. In anderen Risikogebieten wie dem Pariser Großraum oder im Mosel-Gebiet an der deutschen Grenze sollen ab diesem Wochenende stark frequentierte Zonen gesperrt werden.


Baden-Württemberg liefert keine Impfdosen mehr an Krankenhäuser

14.32 Uhr: Angesichts eines weiter großen Mangels an Corona-Impfstoffen stellt die baden-württembergische Landesregierung den Krankenhäusern im Südwesten vorerst keine gesonderten Impfdosen mehr für das Personal zur Verfügung. Man habe entschieden, „zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Impfstoff mehr exklusiv an die Krankenhäuser zu geben“, teilte das Landesgesundheitsministerium am Samstag in Stuttgart auf Anfrage mit.

Stattdessen wolle man neue Impfdosen komplett an die Impfzentren liefern. „Noch immer ist der Impfstoff knapp und die dem Land zur Verfügung gestellten Impfdosen sind über Wochen in den Impfzentren verplant“, hieß es zur Begründung.

Spahn – „Nie vereinbart, dass Bund Tests beschafft“

14.10 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Corona-Teststrategie der Bundesregierung gegen Kritik verteidigt. „Es war nie vereinbart, dass der Bund diese Tests beschafft“, sagte Spahn am Samstag bei einer digitalen Gesprächsrunde mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf. „Was vereinbart war, ist, dass wir mithelfen, dass sie zugänglich sind, dass sie verfügbar sind.“

„Die Schnelltests sind mehr als genug verfügbar“, bekräftigte der Bundesgesundheitsminister. „Deswegen können wir ab Montag als Bund auch sagen, wir übernehmen die Kosten für einen Bürgertest für jeden, der sich mindestens einmal die Woche testen lassen will.“ Die Strukturen dafür würden entstehen. „Sie werden noch nicht überall am Montag gleich vollständig da sein.“ Aber viele Bundesländer und viele Kommunen hätten gesagt, dass sie am Montag damit starten können.

Aldi von Kundenandrang auf Corona-Selbsttests „überrascht“

13.32 Uhr: Der Discounter Aldi ist vom Ansturm auf die ersten Corona-Selbsttests im Einzelhandel am Samstag selbst überrascht gewesen. „Die Artikel, die wir stationär in den Filialen vorrätig hatten, waren am Vormittag in den meisten unserer Filialen erwartungsgemäß ausverkauft“, teilten Aldi Süd und Aldi Nord mit. Das Interesse an den Tests habe den Discounter „in dieser Intensität doch überrascht“.

Aldi bat Kunden, die leer ausgingen, um Verständnis. In der neuen Woche werde bereits mit den nächsten Lieferungen gerechnet. Schon vorab hatte der Discounter darauf hingewiesen, dass die Aktionsware bereits am ersten Aktionstag vergriffen sein könnte. Lesen Sie dazu: Corona-Schnelltests – Ansturm auf Tests bei Aldi und Lidl

Ansturm auf Andy Warhol-Ausstellung in Köln – Server brechen zusammen

13.27 Uhr: Nach vier Monaten Lockdown-Zwangspause dürfen auch in NRW die Museen wieder öffnen. Beim berühmten Museum Ludwig in Köln war das Interesse aber so groß, dass am Samstag innerhalb kurzer Zeit die Server für die Besucherbuchung zusammenbrachen. „Unsere Techniker arbeiten auf Hochtouren“, sagte eine Sprecherin.

In dem Museum ist zur Zeit eine Ausstellung über den Pop Art Künstler Andy Warhol zu sehen. Nur 73 Besucher dürfen gleichzeitig für zwei Stunden in die Ausstellung. Als eines der ersten Museen in NRW startete das Ausstellungshaus am Samstag den Verkauf von Tickets – und wurde überrannt.

Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff – Arbeiter sitzen fest

13.02 Uhr: Auf dem neugebauten Kreuzfahrtschiff „Odyssey of the Seas“ ist nach Angaben der Meyer-Werft bei zwei Arbeitern das Coronavirus festgestellt worden. Der Luxusliner liege deswegen vorerst in Bremerhaven fest, sagte ein Werftsprecher am Samstag. Nach Anordnung des Hafenärztlichen Dienstes dürfen demnach mehrere hundert Arbeiter, die noch für die Endausrüstung an Bord sind, das Schiff vorerst nicht verlassen. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet.

Laut der Meyer-Werft waren die Fälle am Mittwoch bekannt und am Donnerstag mit PCR-Tests bestätigt worden. Die Infizierten seien separiert worden. Ob sie zwischenzeitlich von Bord gebracht wurden, war laut Sprecher nicht bekannt. Weitere Fälle gebe es bislang nicht. Die Mannschaft werde täglich getestet, über das weitere Vorgehen werde noch mit den Behörden beraten, hieß es.


US-Senat ringt weiter um Bidens Corona-Hilfspaket

12.41 Uhr: Der US-Senat hat in der Nacht zum Samstag weiter um das Corona-Hilfspaket des neuen Präsidenten Joe Biden gerungen. Bidens Demokraten mussten zunächst den Senator Joe Manchin aus ihren eigenen Reihen davon überzeugen, dass er den Plan unterstützt und damit die hauchdünne Mehrheit in der zweiten Parlamentskammer nicht aufs Spiel setzt. „Täuscht Euch nicht – wir werden die Arbeit erfolgreich zum Abschluss bringen“, sagte der demokratische Mehrheitsführer Chuck Schumer vor den weiteren Etappen der Debatte.

Die Verhandlungen im Senat, in dem bis auf die Stimme von Vize-Präsidentin Kamala Harris zwischen den Demokraten und Republikanern von Ex-Präsident Donald Trump Stimmengleichheit herrscht, kamen neun Stunden lang nicht voran, bis mit Manchin eine Einigung erzielt wurde. Manchin stimmte einem Kompromiss zu, nachdem die Unterstützung für Arbeitslose von umgerechnet 335 auf 250 Euro herabgesetzt, die Laufzeit aber bis zum 6. September verlängert wird. Der Kompromiss wurde schließlich mit 50 zu 49 Stimmen angenommen.

Pfizer-Deutschlandchef würde sich mit Astrazeneca-Vakzin impfen lassen

12.20 Uhr: Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland, Peter Albiez, hat den von Astrazeneca entwickelten Konkurrenzimpfstoff gelobt. „Den würde ich nehmen, den Impfstoff, ja“, sagte Albiez in der Internetsendung „Bild live“ am Freitag. Jeder Impfstoff werde von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geprüft und sei daher „sicher und verträglich“.

Grundsätzlich halte er in Deutschland „eine größere Dynamik“ der Impfkampagne für nötig, sagte Albiez. „Da müssen wir in großen Schritten denken, in großen Dimensionen.“ Er forderte, mit Blick auf die kommenden Monate, „alles“ zu mobilisieren. Die Angebote zum Impfen müssten „flächendeckend und niederschwellig“ sein.

Zwar seien Impfungen in Supermärkten oder Bars derzeit in Deutschland nicht realistisch, aber ein „Zukunftsbild“. Möglich seien aber beispielsweise Impfungen durch „niedergelassene Ärzte, die haben wir in sehr hoher Zahl“, sagte Albiez. Auch die Einbindung von Unternehmen könne „ein weiterer großer Schritt“ sein.

„Querdenker“-Proteste und Störaktionen in Leipzig erwartet

11.41 Uhr: In Leipzig werden am Samstag zahlreiche Teilnehmer von Protesten gegen die Corona-Maßnahmen erwartet. Es seien zahlreiche Autokorsos mit Hunderten Fahrzeugen aus angekündigt worden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Gleichzeitig wird mit massiven Gegenprotesten gerechnet. Die Polizei rechnete bereits vorab mit einem Großeinsatz.

Nach Informationen der „Bild“ wurden jedoch schon vor ihrem Start einige der Korsos abgesagt oder verboten. Das Ziel der übrigen Demonstranten ist das Impf-Zentrum in Leipzig. Dieses wurde bereits vorab von der Polizei abgeriegelt. Über der Stadt sollen nach Polizei-Angaben mehrere Hubschrauber eingesetzt werden, um das Geschehen zu überwachen.

Bundesweit für Aufsehen hatte eine Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Leipzig im November des vergangenen Jahres gesorgt. Der Protest war damals aus dem Ruder gelaufen, nachdem sich mehrere zehntausend Teilnehmer in der Innenstadt versammelt und in vielen Fällen gegen die Corona-Auflagen verstoßen hatten. Als die Stadt die Versammlung auflöste, erzwangen die Demonstranten einen Marsch über den Leipziger Innenstadtring, obwohl dieser verboten gewesen war.

Bartsch: Brinkhaus soll in Affäre um Maskenbeschaffung „reinen Tisch machen“

10.45 Uhr: In der Affäre um Geldzahlungen an Abgeordnete der Unionsfraktion im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Schutzmasken hat Linksfraktionschef Dietmar Bartsch den Vorsitzenden der Unionsfraktion, Ralph Brinkhaus, in die Pflicht genommen. „Ralph Brinkaus muss umgehend reinen Tisch machen und erklären, wie viele Mitglieder seiner Fraktion sich in der Krise eine goldene Nase verdient haben oder dies versucht haben“, sagte Bartsch unserer Redaktion. Außerdem solle das Gesundheitsministerium „jegliche Kommunikation offenlegen, die in der Pandemie zwischen Abgeordneten, Wirtschaft und Ministerium stattgefunden hat“.

Bartsch betonte: „Dass Abgeordnete der Union so gierig und ehrlos sind, sich persönlich an dieser Krise zu bereichern, ist unanständig. Das schadet dem Land und der Politik insgesamt und zerstört weiteres Vertrauen in die Pandemiebekämpfung der Bundesregierung.“

Der Linksfraktionschef nannte den Verzicht des unter Korruptionsverdacht geratenen CSU-Politikers Georg Nüsslein, erneut für den Bundestag zu kandidieren, „ein klares Schudeingeständnis“. Dieses ändere aber nichts an der notwendigen Aufklärung der Maskendeals innerhalb der Unionsfraktion und dürfe nicht als Alibi dienen, Korruption in der Politik auszutrocknen.

Corona und die Geschlechter: 41 Prozent sehen Frauen als Verlierer

10.21 Uhr: Was hat Corona mit der Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern in Deutschland gemacht? Dass Frauen nun stärker als vor der Pandemie belastet sind, findet knapp die Hälfte der Befragten (41 Prozent), wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zum Internationalen Frauentag am 8. März ergab. Dabei sind 21 Prozent der Meinung, dass sich die Belastungen durch Corona „stark“ zu Lasten der Frauen verschoben haben.

Dass Corona mit den beiden Lockdowns die Belastungen durch Beruf, Familie, Kinder und Haushalt gleichmäßig oder zumindest gleichmäßiger auf die Geschlechter verteilt hat, findet jeder oder jede Fünfte (20 Prozent). Eine Verschiebung zu Lasten der Männer sehen 2 Prozent der Befragten, 23 Prozent können keine Veränderungen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit feststellen.


Sozialverbände: Ein kostenloser Corona-Schnelltest pro Person und Woche ist nicht genug

9.50 Uhr: Der Sozialverband VdK Deutschland warnt vor einer vertieften sozialen Spaltung der Gesellschaft und fordert mehr kostenlose Corona-Schnelltests. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Ein kostenfreier Test pro Person und Woche ist nicht genug, besonders wenn der Besuch von Veranstaltungen von einem negativen Testergebnis abhängig gemacht wird.“

Bentele verwies auf die ohnehin schon schwierige Lage von Grundsicherungsempfängern und kritisierte: „Zu den Kosten für Masken oder Desinfektionsmittel kommen jetzt noch die Kosten für die Tests obendrauf. Das spaltet die Gesellschaft weiter: in die, die sich jeden Tag einen Test leisten können, und die, die sich zukünftig fragen müssen, ob sie die Großeltern besuchen oder mit den Kindern in den Zoo gehen.“ Gesellschaftliche Teilhabe dürfe nicht vom Geldbeutel abhängen. Lesen Sie jetzt: Hartz IV – Verbände fordern mehr kostenlose Corona-Tests

Aldi startet Verkauf von Schnelltests – Wenige Exemplare schnell ausverkauft

9.10 Uhr: Die Discounter-Kette Aldi hat am Samstag mit dem Verkauf von Corona-Selbsttests begonnen. Sowohl Fililalen von Aldi-Nord als auch Aldi-Süd bieten nun den Test “Aesku.Rapid Sars CoV-2” an. Eine Packung mit fünf der Schnelltests kostet laut Unternehmensangaben 24,99 Euro. Damit liegt der Verkaufspreis von Aldi laut “Ärztezeitung” rund 20 Euro unter dem Preis, den Apotheken für das gleiche Produkt im Einkauf zahlen müssen.

Der Ansturm auf die Filialen des Einzelhändlers war am Samstagmorgen groß. Bereits vor Ladenöffnung hatten sich vor einzelnen Filialen lange Schlangen gebildet. Schon nach wenigen Minuten waren die wenigen vorhandenen Schnelltests, einer Filiale in Berlin waren etwa nur sieben Packungen geliefert worden, dann in ersten Filialen ausverkauft.


Labore in der Corona-Krise: manche verlieren, manche gewinnen

8.42 Uhr: Die Nachfrage nach PCR-Tests ist in der Pandemie erheblich gestiegen und doch sind die Labore insgesamt nicht die wirtschaftlichen Gewinner der Corona-Krise. „Besonders fachärztliche Labore, die keine Coronavirus-Tests durchführen, trifft die Versorgungskrise besonders hart“, erklärte der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Dies seien vor allem ambulante, aber auch Krankenhaus-Labore. „Diese medizinisch hochproblematischen Einbrüche vor allem bei Routine- und Vorsorgeleistungen halten bis heute an.“

Konkret hätten die Praxen im Corona-Jahr 2020 etwa 30 bis 40 Prozent weniger diagnostische Leistungen bei den Laboren angefordert als in den Vorjahren. „Vielfach mussten deshalb Gelder aus der Schutzschirm-Vereinbarung in Anspruch genommen werden.“

Unternehmen in Deutschland wollen selbst impfen

8.13 Uhr: Das Impfen gegen Corona geht in Deutschland nur schleppend voran. Erst 5,7 Prozent haben hier ihre erste Impfung erhalten. Länder wir Israel, Großbritannien oder die USA sind da bereits viel weiter. Immer mehr Konzerne wollen deshalb selbst tätig werden und ihre Mitarbeiter durch ihre Betriebsärzte impfen lassen.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Post, Telekom und Co: Konzerne wollen jetzt selbst impfen

Chef der Jungen Union fordert Jugendgipfel

5.40 Uhr: Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, hat die Ergebnisse des Corona-Gipfels kritisiert und einen Jugendgipfel gefordert. „Auch bei dieser Ministerpräsidentenkonferenz stand die junge Generation auf dem Abstellgleis“, sagte er unserer Redaktion. Zahlreiche wichtige Themen für junge Menschen wie Abschlussprüfungen in der Pandemie, der Erhalt von Ausbildungsplätzen oder die Milderung psychischer Schäden seien nicht thematisiert worden.

„Es muss deshalb dringend ein Jugendgipfel mit den wesentlichen Ministerien und Jugendorganisationen im Kanzleramt folgen“, sagte Kuban. Am Samstag diskutiert die Junge Union in einem „Debattencamp“ die Folgen der Corona-Krise und das Wahlprogramm der Union.

Corona: Mittelstand dringt auf Impfungen in Betrieben

3.25 Uhr: Der Mittelstand hat enttäuscht auf die Absage des Spitzengesprächs der Bundesregierung mit Vertretern der Wirtschaft reagiert, bei dem es neben einer Teststrategie in den Betrieben auch um das Angebot von Unternehmen, durch die Betriebsärzte selber zu impfen, hätte gehen sollen. „Die Impf-Ignoranz der Bundesregierung hat ein unerträgliches Ausmaß erreicht“, sagte Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) dieser Redaktion.

„Anstatt dankbar das Angebot aus der Wirtschaft anzunehmen, Mitarbeiter im Unternehmen gegen Corona zu impfen und somit das Impftempo in Deutschland zu erhöhen, zeigt Frau Merkel der Wirtschaft die kalte Schulter.“ Jerger forderte, dass ab sofort auch Hausärzte und anderes medizinisches Personal Impfungen verabreichen sollten. Die Impflogistik könne über mittelständische Unternehmen gewährleistet werden. Zudem forderte er eine klare Teststrategie. „Allen Unternehmen, die willens und dazu in der Lage sind, muss es möglich sein, ihre Mitarbeiter zu testen“, sagte Jerger. Außerdem drang der Mittelstands-Chef darauf, die Auszahlung der Hilfsgelder für Betriebe aus dem Härtefallfonds zu beschleunigen.

Corona-News vom 5. März: Ziemiak fordert sofortige Aufklärung der Maskenbeschaffungs-Affäre

  • In der Affäre um Geschäfte von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Masken hat CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak die Betroffenen scharf kritisiert. Lesen Sie dazu auch: Korruptionsverdacht: Nüßlein zieht sich aus Politik zurück
  • Kanzleramtsminister Helge Braun hat eine vollständige Rücknahme der Corona-Beschränkungen für den Sommer in Aussicht gestellt. Mehr dazu im Interview: Helge Braun über Corona: „Im Sommer zur Normalität zurück“
  • Der Landkreis Borken bietet ein besonderes Angebot für Impfwillige: Bewohner können sich bei einer digitalen „Rest-Impfdosenbörse” registrieren.
  • Ab kommenden Montag dürfen die Geschäfte in Rheinland-Pfalz wieder öffnen.
  • Auch Brandenburg will – abhängig von der Infektionslage vor Ort – ab Montag die Öffnung von Geschäften und Museen unter Auflagen zulassen. Schulen des Bundeslandes sollen ab dem 15. März Wechselunterricht anbieten.
  • Die EU-Kommission dringt auf ein rasches einheitliches System von Impfzertifikaten.
  • Italien hat im Pandemie-Jahr 2020 nach offiziellen Angaben die höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet.
  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die EU-Staaten Schweden und Ungarn sowie Jordanien als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft.
  • Die Corona-Pandemie hat einem Bericht der EU-Kommission zufolge verheerende Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frauen.
  • Nach der schrittweisen Öffnung der Schulen im Corona-Lockdown fordern auch die Hochschulen die Rückkehr zu mehr Präsenzlehre.
  • Eine Grafik der Deutschen Presse-Agentur zeigt, wie ein Corona-Schnelltest für Laien funktioniert. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Corona-Spucktest – So funktioniert der Selbsttest für Laien
  • Die Start-up-Initative „Wir für Digitalisierung“ hat sich gegen eine exklusive Einführung der Luca-App zur bundesweiten Kontaktverfolgung in der Corona-Pandemie ausgesprochen.
  • Familien, Firmen und Grundsicherungsempfänger bekommen weitere Finanzhilfen in der Corona-Krise.
  • Auch in der von hohen Infektionszahlen betroffenen Stadt Flensburg werden die besonders strengen Corona-Regeln von Montag an etwas gelockert.
  • Alle bisher zugelassenen Coronavirus-Schnelltests für Laien verlangen einen Abstrich in der Nase.
  • Die Kultureinrichtungen des Landes Hessen öffnen ab dem 12. März für Besucher.
  • Das EU-Mitglied Zypern erlaubt vom 1. Mai an allen Briten, die gegen das Coronavirus geimpft sind, ohne Quarantänepflicht und andere Formalitäten ihren Urlaub auf der Mittelmeerinsel zu verbringen.
  • Tschechien führt im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine Quarantäne-Bonuszahlung ein.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an die vielen Menschen erinnert, die in Deutschland im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben sind.
  • Frauen sind in Sachsen besonders stark in Berufen vertreten, die in der Corona-Pandemie als systemrelevant gelten.
  • Nach dem Export-Stopp für Corona-Impfstoffe des Herstellers Astrazeneca hat Italien betont, dass das von Rom erwirkte Verbot dem Gesundheitsschutz dienen soll und keine Attacke gegen Australien sei.
  • Das Angebot kostenloser Schnelltests wird nach Einschätzung von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nicht gleich am 8. März für alle Bürger flächendeckend verfügbar sein.
  • Australiens Regierung hat auf den Lieferstopp von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union enttäuscht, aber auch mit Verständnis reagiert.
  • Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dem Bund „ernste Versäumnisse“ wegen der späten Bestellung von Corona-Selbsttests vorgehalten.
  • Museen, Galerien, Burgen, Schlösser oder Zoos dürfen in NRW ab Montag unter Auflagen wieder öffnen.
  • Ein an Krebs erkrankter 78-Jähriger ist vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit dem Versuch gescheitert, sich eine frühere Corona-Schutzimpfung zu erstreiten.
  • Südafrikas Friedens-Nobelpreisträger Desmond Tutu prangert über seine Stiftung die ungleiche globale Verteilung der Corona-Impfstoffe an.
  • Frankreich begrüßt den europäischen Lieferstopp von Corona-Impfstoff für Australien.
  • Nordrhein-Westfalen holt ab 15. März auch alle Schüler der weiterführenden Schulen zumindest tageweise in die Klassen zurück.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht „Signale einer Trendumkehr“ bei der Corona-Pandemie in Deutschland.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut zu Vorsicht bei weiteren Lockerungen von Corona-Beschränkungen gemahnt.
  • Der Kauf eines Computerspiels hat einen Mann in England die Freiheit gekostet. Polizisten fiel der Mann auf, weil er trotz Ausgangsbeschränkungen mit einem Kumpel in der Innenstadt von Birmingham unterwegs war.
  • Papst Franziskus ist zu einem historischen Besuch im Irak aufgebrochen. Es ist der erste Besuch eines katholischen Kirchenoberhaupts in dem krisengeschüttelten Land und die erste Auslandsreise des Papstes seit Beginn der Corona-Pandemie.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat „ernste Bedenken“ gegen den von der EU geplanten Corona-Impfpass angemeldet.
  • Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey bestehende Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern „sichtbar gemacht und auch verstärkt“.
  • Schlagerstar Roberto Blanco („Ein bisschen Spaß muss sein“) trauert um seinen Bruder Victor (73). Zuerst sei zu hoher Blutdruck als Ursache vermutet worden. Doch dann habe ein Corona-Test positiv angeschlagen.
  • Angesichts des gestaffelten Wiederbeginns des Schulunterrichts fordert der Schulleitungsverband Niedersachsen ein Impfangebot für alle Schulbeschäftigten.
  • Die Corona-Pandemie trifft einem Bericht zufolge vor allem die unteren Einkommensschichten.
  • Die TSV Reinbek im südlichen Schleswig-Holstein bietet den Bewohnern einer nahe gelegenen Seniorenwohnanlage zweimal wöchentlich Fenstergymnastik an.
  • China will in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von „mehr als sechs Prozent“ erreichen.
  • Alle Schüler sollen nach den Worten der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, noch im März wieder in die Schule gehen können.

Corona-News vom 4. März: Scholz hält Nachtragshaushalt 2021 für notwendig

  • Bundesfinanzminister Olaf Scholz zufolge wird dieses Jahr trotz bereits hoher Neuverschuldung ein Nachtragshaushalt nötig. Deutschland werde in der Corona-Krise solange wie nötig gegenhalten, sagte der SPD-Kanzlerkandidat in einem TV-Interview der “Welt”. “Das können wir auch.”
  • Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hält den Covid-19-Impstoff von AstraZeneca für ebenso gut wie die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna.
  • Trotz Lockdown sind erste Garten- und Baumärkte offen. Ab Montag gelten zudem bundesweit einheitliche Regeln. Wir geben einen Überblick: In diesen Bundesländern dürfen Baumärkte jetzt wieder öffnen
  • Viele hatten beim Corona-Gipfel auf Lockerungen für Hotel- und Reisebranche gehofft. Doch ob Oster-Urlaub möglich ist, bleibt unklar.
  • Nach 55 Prozent im Vormonat sind aktuell 50 Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 49 Prozent üben Kritik. Das ist der schlechteste Wert für das Berliner Kabinett seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr. Auch interessant: Merkel nach Corona-Gipfel – So war die Pressekonferenz
  • Hat der Mensch Schuld am Coronavirus? Eine Studie legt nahe, dass die Menschheit zumindest eine Teilschuld an dessen Entstehung trifft. Lesen Sie dazu: Wie der Klimawandel, Fledermäuse und Corona zusammenhängen
  • In Gartenmärkten und Gartencentern kann auch ohne Buchung eingekauft werden. Lesen Sie dazu auch: Corona-Lockdown: Was sich wo für den Einzelhandel ändert
  • Bei der digitalen Nachverfolgung der Kontakte soll am Montag die Entscheidung über eine bundeseinheitliche App gefällt werden, die in allen Ländern zum Einsatz kommen soll. Lesen Sie dazu: “luca”: So erleichtert die Corona-App den Weg aus dem Lockdown
  • Rund ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie schränken die Menschen zumindest bei schönem Wetter ihre Mobilität kaum noch ein. Wie aus einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden vom Freitag hervorgeht, hat sich die Mobilität in der zweiten Februarhälfte 2021 „stark dem Vorkrisenniveau angenähert“.
  • Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca künftig auch für Ältere ab 65 Jahren. Lesen Sie hier: Astrazeneca-Impfung hat überraschende Wirkung bei Älteren
  • Mehr als die Hälfte der Länder in Europa haben in der vergangenen Woche einen Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Wie das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Donnerstag mitteilte, ist die Anzahl der Neuinfektionen um neun Prozent gestiegen.
  • Das Impfen gegen Corona soll in Deutschland deutlich schneller vorankommen. Haus- und Facharztpraxen sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Auch sie sollen ab April die Impfstoffe verabreichen. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Covid-19: Wann bekomme ich die Impfung beim Hausarzt?
  • Die Corona-Pandemie hat auch für die Behandlung krebskranker Kinder weltweit negative Folgen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die US-Forscher am Donnerstag im Fachblatt „The Lancet Child and Adolescent Health“ veröffentlichten.
  • Intensivmediziner gehen angesichts des Öffnungs-Fahrplans von Bund und Ländern in der Pandemie von einer deutlichen Zunahme der Corona-Fälle aus.
  • Die Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik-V in Deutschland und den anderen EU-Staaten rückt näher. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA gab am Donnerstag überraschend bekannt, dass sie offiziell eine fortlaufende Überprüfung des Russen-Impfstoffs begonnen hat.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat auch bei möglichen nächsten Öffnungen in der Corona-Krise zu notwendiger Vorsicht gemahnt. Niemand wolle Einschränkungen einen Tag länger als nötig, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Bundestag. Doch die Pandemie sei „noch nicht am Ende“, wie die Infektionszahlen, die Lage auf den Intensivstationen und ein Blick in europäische Nachbarländer zeigten.
  • Der Geschäftseinbruch in der Corona-Krise hat der Lufthansa 2020 einen Rekordverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von 6,7 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden ein Jahr zuvor, wie der vom Staat gestützte Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Nach dem schwierigen Start ins neue Jahr wird Vorstandschef Carsten Spohr auch für 2021 ein Stück pessimistischer.
  • Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des Corona-Lockdowns und einige Lockerungen geeinigt. Doch der Fahrplan ist mutlos, kommentiert Chefkorrespondent Miguel Sanches. Lesen Sie hier: Corona-Gipfel – Ergebnis ist ein Kompromiss ohne Perspektive
  • Die Apotheken fordern die Politik auf, nachvollziehbare Regeln für die jetzt beschlossene Ausweitung der kostenlosen Corona-Tests zu schaffen. Notwendig seien „klare und detaillierte Rahmenvorgaben, welche Personengruppen wie oft kostenfrei in Apotheken, Arztpraxen oder Testzentren getestet werden sollen“, sagte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Regina Overwiening, dieser Redaktion.
  • Nach der Bund-Länder-Vereinbarung zu einer stärkeren Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten bei den Corona-Impfungen, fordern die Hausärzte bürokratische Entlastungen und eine stärkere organisatorische Einbeziehung der Krankenkassen. Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Testungen stemmen zu können, „muss jeglicher vermeidbarer Aufwand wegfallen“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, unserer Redaktion.
  • Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels als „Corona-Irrgarten“ bezeichnet. „Heute haben wir ein Inzidenz- und Lockerungswirrwarr erlebt, der die Bürger und Bürgerinnen weiter verunsichern wird“, sagte Bartsch unserer Redaktion.

Corona-News vom 3. März: Pressekonferenz nach fast zehnstündigen Beratungen

  • Nach fast zehnstündiger Beratung gab Kanzlerin Angela Merkel die Ergebnisse des Corona-Gipfels gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller auf einer Pressekonferenz bekannt.
  • Der Discounter Aldi verkauft ab Samstag deutschlandweit Corona-Schnelltests. Pro Kunde werde die Abgabemenge auf eine Packung begrenzt, damit möglichst viele Kunden zum Zuge kämen, teilten Aldi Nord und Aldi Süd mit.
  • Das RKI hat einen neuen Bericht zum Anteil von Varianten in Deutschland getwittert. Darin erläutern die Experten, wie häufig besorgniserregende Varianten des Coronavirus zurzeit in Deutschland vorkommen.
  • Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) will die Beschränkungen für Geimpfte zügig aufheben.
  • Deutlich mehr Menschen in Deutschland könnten einer Studie des ifo-Instituts zufolge im Homeoffice arbeiten.
  • Österreichs Bundeshauptstadt Wien will den Impfstoff von Astrazeneca ab sofort auch bei über 65-jährigen Personen einsetzen.
  • Die stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sollen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa zunächst bis zum 17. März verlängert werden.
  • Lediglich jeder achte Landkreis in Deutschland liegt bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz derzeit unter der politisch definierten Schwelle von 35. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen hervor.
  • Um die Geschwindigkeit bei den Corona-Impfungen zu beschleunigen, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möglichst bald auch über 65-Jährige mit dem Vakzine von Astrazeneca impfen lassen.
  • Unser Impfmonitor zeigt, wie ganz Deutschland und die Bundesländer beim Impfen vorankommen, wie gut Risikogruppen bereits versorgt sind – und wo welcher Impfstoff im Kühlschrank liegen bleibt. Hier sehen Sie alle Grafiken.
  • Der Einzelhandel fordert vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern eine rasche Wiedereröffnung der Geschäfte. „Wir möchten Sie eindringlich auffordern, die Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels auf der Basis der funktionierenden Hygienekonzepte zum 8. März zu ermöglichen“, heißt es in einem Schreiben des Branchenverbands HDE an das Kanzleramt.

Alle bisherigen Corona-News

10.00 Uhr: Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

(fmg/dpa/afp)

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