Corona: Söder kritisiert Länder-Chefs ++ Kommt harter Lockdown?

  • In Frankreich steigt die Zahl der Intensivpatienten mit einer Corona-Infektion auf einen Höchstwert
  • SPD-Chefin Saskia Esken fordert die Rücknahme der Lockerungen
  • Markus Söder kritisiert andere Bundesländer wegen der laschen Umsetzung der Notbremse
  • Am Sonntagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) deutlich mehr Fälle als noch vor einer Woche
  • Die Rufe nach einem längeren und härteren Lockdown werden angesichts der steigenden Zahlen immer lauter
  • Berlin führt eine FFP2-Maskenpflicht an vielen Orten ein

Berlin. Deutschland steckt mitten in der dritten Corona-Welle. Und trotz aller Appelle zum Reiseverzicht wegen Corona sind zu Beginn der Osterferien am Wochenende Tausende Urlauber nach Mallorca geflogen. Am Samstag kamen 60 Flugzeuge aus Deutschland in der Inselhauptstadt Palma an, weitere 70 wurden nach Angaben des Flughafens am Sonntag erwartet.



Am Sonntagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) erneut deutlich mehr Fälle als in der Vorwoche. Mehrere Politiker fordern deshalb einen neuen und zeitnahen Corona-Gipfel, um härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu beschließen.



Erst Anfang dieser Woche hatten sich Bund und Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammengeschaltet. Die dabei zunächst beschlossene Osterruhe wurde jedoch nur zwei Tage später wieder von der Kanzlerin kassiert. Merkel bezeichnete die Entscheidung für die Ruhetage über die Feiertage als ihren Fehler. Der ist bislang für den 12. April geplant. Lesen Sie hier: Alle Beschlüsse und Regeln vom Corona-Gipfel.

Corona-Zahlen: RKI meldet deutlich mehr Neuinfektionen

Unterdessen steigen die Zahlen stark an. In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 17.100 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Wie das RKI am Sonntagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 17.176 neue Ansteckungen nachgewiesen. Am Samstag waren mehr als 20.400 Neuinfektionen registiert worden, am Sonntag vergangener Woche hatte die Zahl noch bei 13.733 gelegen.


Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Sonntag weiter auf 129,7. Am Samstag hatte der Inzidenzwert bundesweit bei 124,9 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gelegen und am Sonntag vergangener Woche noch bei 103,9. Lesen Sie dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert.


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Corona-News vom Sonntag, 28. März: Göring-Eckardt und Ziemiak wollen Impfreihenfolge flexibler handhaben

20.16 Uhr: Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Katrin Göring-Eckardt und der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak forderten im ARD-“Bericht aus Berlin” die Impfreihenfolge flexibler zu handhaben, um besonders Risikogruppen schneller zu impfen. Zur Frage, was mit übrig gebliebenen Impfdosen geschehen solle, sagte Ziemiak: “Wenn auf Dauer es so ist, dass diejenigen, die eigentlich priorisiert sind – nämlich aus guten Gründen, weil diese Gruppen besonders die Folgen einer Corona-Erkrankung befürchten müssen – wenn die nicht mehr geimpft werden wollen, dann müssen wir darüber nachdenken, eben sehr schnell möglichst viele Menschen zu impfen.”

Göring-Eckardt forderte, besonders Risikogruppen müssten schneller und flexibler geimpft werden: “Es geht in der Tat ja darum, dass sehr viel schneller geimpft wird.


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Frankreich meldet neue Höchstzahl an Intensivpatienten

19.15 Uhr: In Frankreich steigt die Zahl der Intensivpatienten mit einer Corona-Infektion weiter und erreicht erneut einen Höchststand seit Jahresbeginn. Dem Gesundheitsministerium zufolge werden 4872 Menschen auf Intensivstationen behandelt nach 4791 am Samstag. Die Zahl liegt unter der vom November und unter den mehr als 7000 Intensivpatienten im Frühling vergangenen Jahres. In einem Beitrag für die Zeitung “Le Journal du Dimanche” erklären 41 Krankenhausärzte aus der Region Paris, es bestehe die Gefahr, dass nicht mehr alle Patienten eine Notfallbehandlung bekommen könnten. Lesen Sie auch: Corona: Französische Mutante nicht mit PCR-Test nachweisbar


Esken fordert Rücknahme der Lockerungen

16.54 Uhr: SPD-Chefin Saskia Esken fordert angesichts der steigenden Infektionszahlen die Rücknahme der Öffnungen vom 8. März. Bund und Länder hätten klare Mechanismen vereinbart, sagte sie dem “Handelsblatt”. “

Alle vorsichtigen Öffnungsschritte müssen mit sofortiger Wirkung zurückgenommen werden, wenn die Inzidenz den Wert von 100 stabil übersteigt.” Die SPD-Vorsitzende plädierte außerdem dafür, die Präsenzpflicht an den Schulen dort aufzuheben, wo noch keine Osterferien sind. Es sei unverantwortlich, Schülerinnen und Schüler “per Bußgeldandrohung in die Schule zu zwingen, die sich in der Lage sehen, dem Distanzunterricht zu folgen.”

Patientenschützer fodert bundesweite Einführung der Luca-App

16.40 Uhr: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die bundesweite Einführung der Kontaktverfolgungs-App Luca gefordert. “Wenigstens bei dieser kleinen Frage brauchen wir einen Konsens”, sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, der Nachrichtenagentur dpa. Es sei unverständlich, dass sich die Länder “nicht einmal in dieser winzigen Frage” auf einen gemeinsamen Kurs einigen könnten. “Diese Insellösungen sind tödlich für die Patienverfolgung.” Mehrere Bundesländer, darunter Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wollen die Software für die Kontaktverfolgung nutzen. Eine bundesweite Einigung dazu gibt es bisher nicht.


Italien will künftig in Apotheken impfen

16.06 Uhr: Italien will künftig auch in Apotheken Menschen gegen das Virus immunisieren. “Ich hoffe, ab Ende April bis Mai”, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza im Interview der Zeitung “Il Messaggero”. Eine Übereinkunft mit den Apothekern sei auf der Zielgeraden. In Italien beteiligen sich Apotheken schon lange am Testen. Online können dort Termine etwa für Corona-Schnelltests vereinbart werden, die dann oft in einem Zelt oder Container vor der Apotheke erfolgen.

Lesen Sie auch: Corona: 29 Millionen Astrazeneca-Dosen in Italien entdeckt

Papst Franziskus appeliert an Gläubige

15.16 Uhr: Mit einer Messe zum Palmsonntag hat Papst Franziskus im Vatikan die Feiern der Kar- und Ostertage eröffnet. Im Gottesdienst zur Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem rief er dazu auf, sich im persönlichen Glauben wieder mehr erstaunen zu lassen. “Ein christliches Leben ohne Staunen wird grau”, so das Kirchenoberhaupt.

Die Zeremonie fand unter strengen Corona-Schutzmaßnahmen statt. Anstelle einer Messe auf dem Petersplatz gab es nur einen Gottesdienst im Petersdom und statt Zehntausender Pilger im Freien saßen nur etwa 120 Gläubige in der Kirche.

Wann ist Urlaub wieder möglich?

15.08 Uhr: Die Corona-Pandemie erschwert das Reisen im In- und Ausland. Kanzleramtschef Helge Braun hält Urlaub ab Sommer aber für realistisch, wie Sie in diesem Artikel lesen.


Reisen trotz Corona – Mehr zum Thema



Kritik an Jens Spahn wegen Lockdown-Spekulation

14.37 Uhr: Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, hat scharfe Kritik am Corona-Management der Bundesregierung geübt. In Richtung Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte er der „Rheinischen Post“ (Sonntag): „Vom Gesundheitsminister erwarte ich keine Spekulationen über einen neuen Lockdown, sondern konkrete Vorschläge.“

Schneider kritisierte zudem die zurückliegenden Beschlüsse der Bund-Länder-Beratungen. „Die letzte MPK war vom Kanzleramt schlecht vorbereitet. Weil außerdem bei den Maßnahmen zu viele Kompromisse gemacht werden, macht sich der Wegfall der Osterruhe nun besonders bemerkbar.“ Es fehle deshalb jetzt eine Testpflicht für die Wirtschaft und eine Beschränkung für Präsenzgottesdienste zu Ostern. „In beiden Fällen ist Frau Merkel vor der Lobby umgefallen“, so Schneider. Er forderte die strikte Einhaltung der vereinbarten „Notbremse“ ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100.

Berlin führt FFP2-Maskenpflicht an vielen Orten ein

14.00 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie müssen in Berlin ab diesem Mittwoch im öffentlichen Nahverkehr, in Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, im Einzelhandel und in kulturellen Einrichtungen FFP2-Masken getragen werden. Das werde Pflicht, sagte eine Senatssprecherin am Sonntag. Die medizinischen OP-Masken reichten nicht mehr, bekräftigte sie einen Beschluss des rot-rot-grünen Senats vom Samstagabend. Berlin will demnach vorsichtige Lockerungen beibehalten und verschärft gleichzeitig auch die Regeln beim Testen. Unternehmen werden zu Homeoffice für einen Teil der Mitarbeiter verpflichtet.

In den Sozialen Medien wurde bereits Kritik an der verschärften Masken-Pflicht laut – etwa wegen höherer Anschaffungskosten für FFP2-Masken oder bereits gekaufter Vorräte von OP-Masken.

Söder kritisiert andere Bundesländer wegen Notbremse

13.03 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisiert die Corona-Politik seiner Kollegen. „Die Corona-Lage spitzt sich zu, einige Länder haben den Ernst der Lage leider noch nicht verstanden“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“ (Montagsausgabe). Zur zuletzt aufgekommenen Debatte um mögliche neue Gespräche zwischen Bund und Ländern zu Corona-Maßnahmen sagte er: „Es braucht nicht ständig neue Gespräche, sondern die konsequente Umsetzung der Notbremse.“

Söder forderte, dass die Notbremse überall in Deutschland bei einer Inzidenz über 100 automatisch greifen müsse. „Der Flickenteppich in der Corona-Bekämpfung muss beendet werden, dazu gehören Ausgangsbeschränkungen wie in Bayern und Baden-Württemberg“, betonte er. „Die braucht es jetzt in allen Städten und Landkreisen in Deutschland bei einer Inzidenz über 100.“ Lesen Sie hier: Corona-Regeln zu Ostern fast überall anders – Das gilt in Ihrem Bundesland.

Mehrere Demos gegen Corona-Maßnahmen

11.55 Uhr: In mehreren deutschen Städten haben am Samstag Demonstrationen und Autokorsos gegen die Corona-Maßnahmen stattgefunden. Die meisten waren angemeldet und blieben friedlich. Durch Dresden zogen allerdings mehrere hundert Menschen in einem nicht angemeldeten Zug und hielten sich dabei größtenteils nicht an die Corona-Vorschriften.

Bis zu 600 Menschen hätten an der Demonstration durch das Stadtzentrum teilgenommen, teilte die sächsische Polizei am Samstagabend mit. „Das Gros der Beteiligten hielt sich nicht an die Abstände und die Maskenpflicht.“ Nach Angaben der Polizei lag keine Versammlungsanzeige vor. In Online-Netzwerken habe es aber zuvor „diffuse Aufrufe“ gegeben, „die in der Form nicht zu verifizieren waren“.

Wegen dieser Aufrufe seien Dresdner Polizisten in Bereitschaft und dann auch im Einsatz gewesen. „Aufgrund der Größenordnung der Protestierenden wurden umgehend mehr als 400 Beamte der Bereitschaftspolizei sowie der Bundespolizei, die in Chemnitz im Einsatz waren, zur Unterstützung gerufen“, erklärte die Polizei.

In Trier, Kaiserslautern und Lübeck fanden Autokorsos gegen die Corona-Regeln statt. In Trier waren es nach Angaben der Polizei 54 Autos, in Lübeck 32 und in Kaiserslautern etwa 70. In Trier und Lübeck versuchten Radfahrer, die Korsos zu stören, was die Polizei jedoch verhinderte.

Wann gibt es Covid-19-Medikamente?

11.20 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat Erwartungen an eine rasche Entwicklung neuer Covid-19-Medikamente gedämpft: „Wir können hier in den nächsten Monaten keine Wunder erwarten“, sagte die CDU-Politikerin unserer Redaktion. „Eine einzige Pille gegen Covid-19 wird es so wohl nicht geben.“ Es gebe jedoch einige vielsprechende Ansätze, die nun von der Bundesregierung „massiv“ unterstützt würden. Die Wissenschaftler kämen Schritt für Schritt voran.

Karliczek betonte, dass auch ohne die Entwicklung spezieller Medikamente, schwerkranken Covid-19-Patienten heute viel besser geholfen werden könne als zu Beginn der Pandemie. Das zeige jetzt eine erste wissenschaftliche Analyse. „Wir wissen inzwischen, dass einige altbekannte Medikamente gerade bei schweren Fällen gut helfen“, so Karliczek. Neben monoklonalen Antikörpern, die bei Hochrisikopatienten schon jetzt einen wichtigen Beitrag leisteten, verfüge die Medizin aber momentan über keine spezifischen Medikamente gegen Covid-19.


Nur noch drei Bundesländer unter Corona-Inzidenz von 100

10.47 Uhr: In ganz Deutschland steigen die Infektionszahlen – Sachsen-Anhalt ist weiterhin stärker vom Coronavirus betroffen als die meisten anderen Bundesländer. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 150,8. Am Samstag waren es noch 146,3 Fälle pro Woche und 100 000 Einwohner gewesen, am Freitag 136,8. Nur in Thüringen (Sonntag: 232,2) und Sachsen (183) lag der Wert am Sonntag noch höher als in Sachsen-Anhalt.

Nur noch drei Bundesländer lagen laut RKI bei der Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag unter 100.

Venezuelas Staatschef mit Corona infiziert

10.03 Uhr: Der venezolanische Oppositionschef Juan Guaidó hat sich mit dem Coronavirus infiziert. „Ich möchte das Land verantwortungsvoll darüber informieren, dass ich nach vier Tagen Isolation aufgrund von Unwohlsein und trotz der getroffenen Vorsichtsmaßnahmen positiv auf Covid-19 getestet wurde“, schrieb der selbsternannte Interimspräsident am Samstagabend (Ortszeit) auf Twitter. Seine Symptome seien mild.

Immer mehr Forderungen nach hartem Lockdown

9.05 Uhr: Nur wenige Tage nach der letzten Bund-Länder-Runde scheint sich die Stimmung zu drehen. Die Forderungen nach einem harten Lockdown und nach einem neuen Corona-Gipfel werden lauter. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) stellte für Anfang der Woche weitere Gespräche zwischen Bund und Ländern über einen harten Lockdown in Aussicht.

„Erstmal überlegen wir alle solche Sachen“, sagte Kretschmann am Samstagabend in Stuttgart. „Wir müssen das auch mit anderen Ländern vorbesprechen, mit dem Bundeskanzleramt. Wir sehen halt, die Zahlen rasen förmlich hoch.“ Bei den Gesprächen am Montag und Dienstag müsse man „zu Klarheit kommen“. Ob die nächste Konferenz der Ministerpräsidenten, die im April geplant ist, vorgezogen werden muss, sagte der Grüne nicht. Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte einen raschen neuen Corona-Gipfel gefordert.


Weniger Menschen sterben an Covid-19

8.00 Uhr: Die Sterberate bei Covid-19-Patienten ist in deutschen Unikliniken einer Studie zufolge im Laufe des Jahres 2020 deutlich gesunken. Das kann aus Sicht der Wissenschaftler ein Beleg für verbesserte Behandlungen und zunehmende Erfahrung der Klinikteams in der Pandemie sein, teilte eine Forschungsgruppe der Universität Erlangen mit. Sie untersuchte Klinikaufenthalte von rund 1300 Covid-19-Patienten in 14 deutschen Unikliniken von Januar bis September 2020.

Die gute Nachricht: Die Analyse zeigt einen Rückgang der durchschnittlichen Sterberate von anfangs 20,7 Prozent (Januar bis April) auf 12,7 Prozent (Mai bis September).

  • Dabei gibt es aber auch viele Wermutstropfen: Insgesamt starb von Januar bis September in den 14 Unikliniken fast ein Fünftel aller Covid-Patienten (18,8 Prozent).
  • Bei beatmeten Menschen lag die Sterberate im ersten Abschnitt von Januar bis April sogar bei 39,8 Prozent. Im späteren Zeitraum von Mai bis September sank sie leicht auf rund ein Drittel (33,7 Prozent).

Corona-News vom Samstag, 27. März: Corona-Hotspot: 80 Beatmungsgeräte in Brasilien eingetroffen

21.19 Uhr: Mit einem Hilfsflug der Bundeswehr sind 80 Beatmungsgeräte aus Deutschland im besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Brasilien angekommen. Die Hilfsgüter seien in der Stadt Manaus entladen worden, teilten die Luftwaffe und das Auswärtige Amt am Samstagabend im Online-Dienst Twitter mit. Manaus ist die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, der innerhalb des südamerikanischen Landes besonders viele Covid-19-Fälle hat.


Berlin hält an Lockerungen fest – Corona-Tests zum Shoppen

21.03 Uhr: Der Berliner Senat nimmt die jüngsten Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen nicht zurück, will sie aber durch eine deutliche Ausweitung von Corona-Tests absichern.

So ist ab Mittwoch für jeden Berliner ein negativer Corona-Test Voraussetzung, um in Geschäften jenseits von Supermärkten, Apotheken oder Drogerien Einkaufen gehen zu können. Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach einer Senatssitzung am Samstag mit.

Lehrerverband: 80 Prozent der Schüler brauchen mehr Lernförderung

20.21 Uhr: Der Deutsche Lehrerverband schätzt, dass mindestens 80 Prozent der Schüler wegen der Corona-Krise eine zusätzliche Lernförderung brauchen. Das Aufholen coronabedingter Lernrückstände von Schülern erfordert nach Schätzungen des Deutschen Lehrerverbands (DL) rund zwei Milliarden Euro.

DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag: „Viele Kinder und Jugendliche werden zukünftig begleitende Förderangebote etwa in Form zusätzlichen Nachmittagsunterrichts oder digitaler Nachhilfe brauchen.“

Beim Großteil der Schülerinnen und Schüler könnten die coronabedingten Lerndefizite in den nächsten zwei Schuljahren wieder aufgeholt werden. Bei mindestens 20 Prozent der Schüler gehe er davon aus, dass wegen der Corona-Krise ein stark erhöhter Förderbedarf entstanden sei. „Da haben wir Bedenken, ob sie überhaupt noch den verpassten Stoff aufholen können.“

Mehrere hundert Menschen ziehen ohne Schutzmasken durch Dresden

20.10 Uhr: Mehrere hundert Menschen sind am Samstag durch Dresden gezogen und haben sich dabei nach Polizeiangaben großteils nicht an die Corona-Vorschriften gehalten. Bis zu 600 Menschen hätten an dem nicht angemeldeten Zug am Nachmittag durch das Stadtzentrum teilgenommen, teilte die sächsische Polizei am Abend mit. „Das Gros der Beteiligten hielt sich nicht an die Abstände und die Maskenpflicht.“

Nach Angaben der Polizei lag keine Versammlungsanzeige vor. In Online-Netzwerken habe es aber zuvor „diffuse Aufrufe“ gegeben, „die in der Form nicht zu verifizieren waren“. Wegen dieser Aufrufe seien Dresdner Polizisten in Bereitschaft und dann auch im Einsatz gewesen. „Aufgrund der Größenordnung der Protestierenden wurden umgehend mehr als 400 Beamte der Bereitschaftspolizei sowie der Bundespolizei, die in Chemnitz im Einsatz waren, zur Unterstützung gerufen“, erklärte die Polizei.

Unbekannte greifen Mutter an – wegen Maske?

19.35 Uhr: Zwei unbekannte junge Männer haben am Freitag im hessischen Korbach westlich von Kassel einen Kinderwagen umgestoßen und den darin liegenden Säugling dabei schwer verletzt.

Nach Angaben der Frau hatten die Männer zuvor versucht, ihr den Mund-Nasen-Schutz abzunehmen, wie die Polizei mitteilte. Als sie sich gewehrt habe, soll einer der beiden als 15 bis 20 Jahre alt beschriebenen Täter die Frau getreten, der andere den Kinderwagen umgestoßen haben. Lesen Sie die ganze Meldung: Mutter wegen Maske angegriffen? Baby schwer verletzt

Autokorsos gegen Corona-Regeln – Gruppe stört Konvoi

18.29 Uhr: Mit mehreren Autokorsos haben am Samstag zahlreiche Menschen in Brandenburg gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. In Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) fuhren nach Polizeiangaben etwa 200 Autos durch die Stadt und das Umland.

Eine Menschengruppe störte den Konvoi und brachte ihn zwischenzeitlich zum Stehen. Die Polizei nahm Personalien von vier Gegendemonstranten auf. Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz liefen, sagte ein Polizeisprecher.

Protest gegen Corona-Maßnahmen in Darmstadt

17.43 Uhr: Gut eine Woche nach der Demonstration von Tausenden Menschen in Kassel gegen die Corona-Maßnahmen will die Querdenken-Bewegung an diesem Sonntag in Darmstadt protestieren. Für den Protest am Merck-Stadion (13.30 Uhr) sind laut Polizei 1500 Teilnehmer genehmigt.

Die Organisatoren wollten zunächst direkt in der Innenstadt in unmittelbarer Nähe des Impfzentrums protestieren. Dies verbot die Stadt und verlegte die Kundgebung in den Südosten der Stadt. Für die Innenstadt sind parallel vier Gegenproteste mit Hunderten Teilnehmern angemeldet. Es wird mit einem großen Polizeiaufgebot gerechnet.

Corona: Auch Babys mit Covid-19 in Klinken

16.50 Uhr: In Hamburger Kliniken werden auch mit dem Coronavirus infizierte Babys und Kleinkinder behandelt. „Wir haben in dieser Woche sowohl ambulant wie auch stationär Kinder im Alter von wenigen Wochen bis 4 Jahren in unserem KinderHeidberg behandelt, die an einer Covid-19-Infektion erkrankt sind“, sagte Asklepios-Sprecher Mathias Eberenz dem .

Keines musste beatmet werden. „Alle Kinder wurden in gebessertem Gesundheitszustand wieder entlassen.“ Die Klinik beobachte jedoch besorgt die Entwicklung der Infektionszahlen insbesondere bei Kindern. Im Kreis Stormarn war ein vierjähriges Kind mit einer Corona-Infektion gestorben.


Jens Spahn will Hausärzte nach Ostern in Impfkampagne einbeziehen

15.49 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass Ende April/Anfang Mai 80.000 bis 100.000 Arztpraxen Coronavirus-Impfungen verabreichen könnten.

Nach Ostern werde man beginnen, auch Hausärzte in die Impfkampagne einzubeziehen, sagte Spahn am Samstag bei einer Online-Diskussionsveranstaltung der Bundesregierung, bei der Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen konnten. Derzeit impfen Hausärzte nur in Modellprojekten mit. An der geplanten Ausweitung auf Hausärzte sollen laut Spahn zunächst bis zu 50 000 Praxen beteiligt sein.

Jens Spahn plädiert für harten Lockdown

14.25 Uhr: Gleich zu Beginn der Bürgersprechstunde hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für einen weiteren harten Lockdown ausgesprochen.

“Wir sollten das öffentliche Leben nochmal zehn bis 14 Tage richtig runterfahren, das heißt über Ostern die Kontakte einschränken und die Mobilität reduzieren”, sagt Spahn. “Ich hätte auch gerne ein anderes Osterfest, aber wir müssen die Welle brechen und Infektionen vermeiden”.

Bundeswehr bringt Beatmungsgeräte in Corona-Hotspot Brasilien

13.45 Uhr: Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Brasilien liefert die Luftwaffe 80 Beatmungsgeräte in die Amazonas-Metropole Manaus. Ein Transportflugzeug hob am Freitag in Köln-Wahn ab, die Maschine wird Samstagmittag im Nordwesten des größten Lands Lateinamerikas erwartet, wie die Luftwaffe mitteilte.

Brasilien registrierte vor kurzem erstmals mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Donnerstagabend (Ortszeit) 100.158 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. In Manaus werden die deutschen Soldaten den Informationen zufolge nur etwa zwei Stunden am Boden sein und Kontakte vermeiden. Die Beatmungsgeräte stammen aus Beständen des Bundesgesundheitsministeriums und werden im Auftrag des Auswärtigen Amtes nach Brasilien gebracht.

Insgesamt haben sich in Brasilien mehr als 12,3 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Am Mittwoch hatte Brasilien die Marke von 300.000 Toten überschritten, am Dienstag erstmals mehr als 3000 Tote innerhalb eines Tages verzeichnet.


Johnson warnt: Auswirkungen von dritter Corona-Welle unklar

13.30 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson hat erneut vor einer neuen Ausbreitung des Coronavirus im Vereinigten Königreich gewarnt. Es sei offen, welche Auswirkungen eine dritte Corona-Welle auf dem europäischen Festland für das Land haben werde, sagte Johnson am Samstag bei einer Online-Tagung mit Mitgliedern seiner konservativen Partei.

Die „bittere Erfahrung“ sei, dass Großbritannien drei Wochen nach Europa getroffen werde. „Die Frage ist: Wird es diesmal so schlimm sein, wie es in der Vergangenheit war? Oder haben wir die Auswirkungen durch die Ausgabe von Impfstoff ausreichend gemildert, gedämpft und abgestumpft?“, sagte Johnson. Der Regierungschef betonte, dass er an seinem Fahrplan für eine Lockerung der strikten Corona-Regeln festhalte.

Ruhrgebietsstädte wollen mit Tests von Corona-Notbremse abweichen

13.15 Uhr: Mehrere große Ruhrgebietsstädte wollen mit Hilfe von Schnelltests trotz anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen ebenfalls von der Notbremse abweichen. So kündigten Duisburg und Herne an, dass Bürger mit tagesaktuellem negativem Schnelltest weiter mit Termin einkaufen oder etwa Museen besuchen dürfen. „Da Schnelltests mittlerweile an vielen dezentralen Standorten im gesamten Stadtgebiet angeboten werden, hat der Krisenstab der Stadt deshalb in Abstimmung mit dem Land beschlossen, diese Option zu nutzen“, teilte die Stadt Duisburg mit.

Corona: Polen startet in neuen Teil-Lockdown

13.00 Uhr: Polen hat wegen rasant steigender Neuinfektionszahlen die Maßnahmen im Land erneut verschärft. Von heute an müssen Friseure, Kosmetikstudios, Kitas und Baumärkte geschlossen bleiben – zunächst für zwei Wochen. Schulen, Museen und Einkaufszentren sind schon seit einer Woche zu. In Polen liegt die registrierte Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden seit Tagen deutlich über 30.000 – und das Land hat mit rund 38 Millionen Menschen weniger als die Hälfte der Einwohner Deutschlands.

Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

Kretschmann will Corona-Notbremse jetzt strikt durchsetzen

12.45 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will bei der Corona-Notbremse in Hotspot-Regionen keine Verzögerung mehr zulassen. „Das wird strikt durchgesetzt. Da gibt es kein Vertun mehr“, sagte der Grünen-Regierungschef der Nachrichtenagentur dpa. In der Landesregierung wächst dem Vernehmen nach der Ärger über Stadt- und Landkreise, die die Notbremse zunächst nicht konsequent anwenden, obwohl sie den Grenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche schon mehr als 3 Tage lang überschritten haben.


Saale-Orla-Kreis jetzt größter Corona-Hotspot

12.30 Uhr: Der thüringische Saale-Orla-Kreis hat den Kreis Greiz als Corona-Hotspot Nummer eins unter den Landkreisen bundesweit abgelöst. Der Sieben-Tage-Wert bei Neuinfektionen je 100.000 Einwohner lag im Saale-Orla-Kreis Stand 0.00 Uhr bei 514,2, wie aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts hervorgeht.

Es folgen der Kreis Schwäbisch-Hall in Baden-Württemberg mit einer Inzidenz von 438,6 sowie der Thüringer Wartburgkreis (434,5) und der Kreis Greiz (421).Die niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzen haben die Landkreise Ostfriesland in Niedersachsen mit 21,7, Plön in Schleswig-Holstein mit 24,9 und Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz mit 29,3.

Spanien verlangt Corona-Test bei Einreisen aus Frankreich

12.00 Uhr: Spanien will für Einreisen über den Landweg aus Frankreich einen negativen Corona-Test verlangen. Lastwagenfahrer, Berufspendler und Anwohner der Grenzregion sollen ausgenommen werden, kündigt das Gesundheitsministerium an. Viele Franzosen fahren angesichts des Lockdowns in ihrem Land über die Grenze, um etwa in Madrid in Gaststätten und Bars zu gehen. In der vergangenen Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen in Spanien.

Karl Lauterbach fordert zeitnah neue Corona-Beratungen

11.45 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen zeitnah erneute Corona-Beratungen. „Wir müssen rasch nochmal neu verhandeln“, sagte Lauterbach dem „Tagesspiegel“. „Ohne einen scharfen Lockdown wird es nicht gehen“, betonte er und verteidigte seine Forderung nach bundesweiten Ausgangssperren. „Ausgangsbeschränkungen ab 20 Uhr für zwei Wochen würden wirken – wir haben es in Frankreich, Großbritannien und Portugal gesehen.“

„Es wird allgemein im politischen Berlin zu wenig über die Gefahren gesprochen“, kritisierte Lauterbach. „Es wird viel zu wenig über die Stärke der dritten Welle gesprochen, welche Altersgruppen das betrifft und wie gefährlich die Mutationen für die mittleren Altersgruppen sind.“


Schwarze Menschen in Pandemie benachteiligt

11.15 Uhr: Während der Corona-Pandemie ist in Großbritannien die Arbeitslosigkeit unter jungen Schwarzen, Asiaten und Angehörigen anderer Minderheiten einer Studie zufolge deutlich stärker gestiegen als bei Weißen. Die Quote bei den BAME (Black, Asians and minority ethnic) im Alter von 16 bis 24 Jahren sei von 18,2 auf 27,3 Prozent geschnellt, teilte die Gewerkschaft TUC mit.

Bei gleichaltrigen Weißen habe sie sich nur von 10,1 auf 12,4 Prozent verändert. TUC-Generalsekretärin Frances O’Grady sagte, der unverhältnismäßige Effekt auf junge BAME-Mitglieder sei ein weiterer Beweis für Rassismus auf dem Arbeitsmarkt. “Covid hat jeden Zweifel daran beseitigt, dass Rassismus in unseren Arbeitsstätten und in der Gesellschaft existiert.”

Corona-Krise – Anonyme Alkoholiker verzeichnen höhere Nachfrage

10.45 Uhr: In Zeiten der Pandemie haben auch die Anonymen Alkoholiker (AA) ihre Treffen teilweise in das Internet verlegt. Das senkt die Hemmschwelle, sich zu beteiligen, sagt ein Sprecher der Selbsthilfegruppe. Zwar gebe es keine konkreten Zahlen, weil keine Mitgliederlisten geführt werden, jedoch sei ein Zulauf spürbar. Insbesondere mehr junge Menschen nähmen an den Online-Treffen teil.

Ganz grundsätzlich sei die Teilnehmerzahl in den vergangenen Jahren eher rückläufig gewesen. “Ich habe den Eindruck, wir wachsen jetzt.” Dass die Menschen in der Pandemie wesentlich mehr trinken, denkt der Sprecher nicht. “Gesoffen wird mit und ohne Corona.” Nun seien eben die Kneipe und die Pizzeria geschlossen und die Leute kauften sich Alkohol im Supermarkt.

Großbritannien plant dritte Corona-Impfung

10.15 Uhr: Zum Schutz gegen neue Varianten des Coronavirus sollen die Menschen in Großbritannien eine dritte Impfung erhalten. Über 70-Jährige könnten diese “Booster”-Impfung ab September bekommen, sagte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi der Zeitung “Daily Telegraph”. Auch medizinisches Personal und Pflegekräfte sollen dann ihre dritte Dosis innerhalb von zehn Monaten bekommen.

Damit reagiert die britische Regierung auf Virus-Mutationen: Die können können mittelfristig dazu führen, dass Impfstoffe nicht mehr wirken. Wer schon zwei Impfdosen erhalten hat, müsste dann noch ein weiteres Mal geimpft werden. Die Regierung hat angekündigt, dass alle Erwachsenen bis Ende Juli eine erste Dosis gegen das Coronavirus erhalten sollen. Über die Zeit danach hat sie aber noch keine konkreten Ankündigungen gemacht.


Corona-Demonstrationen in Chemnitz bleibt verboten

10.00 Uhr: Kundgebungen von Kritikern der Corona-Maßnahmen und Gegendemonstranten am Samstag in Chemnitz bleiben weiter untersagt. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage der “Bild”-Zeitung mitteilte, hat das Verwaltungsgericht Chemnitz am Freitagabend das Verbot bestätigt. Der Stadtverwaltung war genauso wie der Polizeidirektion Chemnitz nicht bekannt, ob sich die Anmelder an das Oberverwaltungsgericht Bautzen (OVG) wandten. Die Stadt Chemnitz hatte ihre Verbote mit der Infektionslage begründet.

CDU-Vize fordert “kurzen allumfassenden Lockdown”

9.45 Uhr: CDU-Vize Thomas Strobl fordert angesichts der steigenden Infektionszahlen schnelle neue Corona-Beschränkungen. “Wir bräuchten in Wahrheit jetzt sofort einen kurzen allumfassenden Lockdown, um die rasante Ausbreitung der Mutante B117 zu stoppen“, sagt der Vorsitzende der baden-württembergischen CDU der “Stuttgarter Zeitung“.

Japan will auch Zahl ausländischer Olympia-Offizieller beschränken

9.15 Uhr: Japans Regierung will die Zahl der offiziellen Olympia-Gäste bei den Sommerspielen in Tokio Medienberichten zufolge wegen der Corona-Pandemie deutlich einschränken. Wie der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf das Internationale Olympische Komitee (IOC) berichtete, habe die japanische Regierung gegenüber dem IOC die Notwendigkeit geäußert, die Zahl der nicht unmittelbar mit der Austragung der Wettkämpfe befassten offiziellen Besucher signifikant zu reduzieren.

Nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo soll die Zahl der offiziellen Olympia-Gäste um die Hälfte auf rund 30.000 Personen reduziert werden. Demnach werden schätzungsweise 90.000 Personen aus dem Ausland erwartet, einschließlich rund 30.000 Athleten, Trainer und Teammitglieder.

In Japans Hauptstadt Tokio steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit der Aufhebung des Notstands wieder an. Am Samstag meldete der Austragungsort der im Sommer geplanten Olympischen Spiele 430 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das ist der höchste Stand seit dem 18. Februar. Auch andernorts nimmt die Sorge über wieder steigende Infektionszahlen zu. Am Freitag meldete Japan erstmals seit dem 6. Februar mehr als 2000 Neuinfektionen.


1,5 Milliarden Euro für Corona-Nachhilfe

9.00 Uhr: Das Aufholen coronabedingter Lernrückstände von Schülern erfordert nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zusätzliche öffentliche Mittel von rund 1,5 Milliarden Euro, wie die “Rheinische Post” berichtet. Die Studie des arbeitgebernahen Instituts geht dem Bericht zufolge von rund 1,5 Millionen Schülern aus, bei denen durch die Krise ein stark erhöhter Förderbedarf entstanden ist.

Die Autoren rechnen mit einem durchschnittlichen Förderbedarf von rund 100 Stunden pro betroffenem Schüler und kommen so auf die Milliardensumme. Das sei “gut angelegtes Geld, um die Verschärfung der Ungleichheit der Bildungschancen und deutlich größere Folgekosten zu vermeiden”. Über ein entsprechendes Förderprogramm beraten Bund und Länder bereits seit einigen Wochen.

Corona-Impfstoff: Söder und Ramelow plädieren für Sputnik V

8.54 Uhr: Aus den Ländern werden Forderungen laut, im Kampf gegen die Corona-Pandemie auch auf den russischen Impfstoff Sputnik V zu setzen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte im Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ und dem „Donaukurier“, es müsse „so schnell wie möglich über die Zulassung von Sputnik V entschieden werden”

„Und wir sollten aus den schlechten Erfahrungen bei der ersten Bestellung gelernt haben“, mahnte Söder. „Deshalb sollte die EU diesmal zügig alle nötigen Verträge abschließen, um so viel Impfstoff wie möglich zu bekommen.“ Die Corona-Pandemie werde schließlich nur durch Impfen besiegt, so Söder.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) beklagte in einem Interview mit der “Welt” die Vorbehalte in Westdeutschland gegen den russischen Corona-Impfstoff. “Ich kämpfe nicht für Sputnik V, nur weil er aus Russland käme, sondern ich bin der Meinung, dass wir alle Impfstoffe kaufen sollten, die wir kaufen können”, sagte Ramelow. “Mit Parteipolitik oder einer mir unterstellten Nähe zu Moskau hat das nichts zu tun.” Er registriere “westdeutsche ideologische Befindlichkeiten in dieser Frage, die ich albern finde”. Sputnik V müsse wie alle anderen Impfstoffe auch geprüft werden, sagte Ramelow.

Lockdown für 23 Millionen Bürger in Frankreich

8.45 Uhr: Wegen der dritten Corona-Welle weitet Frankreich seinen Lockdown aus: Fortan schließen in drei weiteren Départements die Geschäfte und die Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger wird eingeschränkt. Insgesamt betreffen die verschärften Corona-Auflagen 19 Verwaltungsbezirke mit mehr als 23 Millionen Menschen. Seit einer Woche gilt der Lockdown bereits im Pariser Großraum und Teilen Nord- und Südfrankreichs. Nung sind auch das Département Rhone um die Großstadt Lyon betroffen sowie die Verwaltungsbezirke Aube südöstlich von Paris und Nièvre südlich der Hauptstadt.

Facebook sperrt Präsident Maduro wegen Falschinformationen zu Corona

8.15 Uhr: Facebook hat die Seite von Venezuelas Präsident Nicolas Maduro wegen möglicher Falschinformationen eingeschränkt. Der US-Konzern löschte ein Video, in dem Maduro ein Heilmittel für Covid-19 anpreist. Dies entspreche nicht den Vorschriften des sozialen Netzwerks, sagte eine Facebook-Sprecherin. “Wir halten uns an die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO wonach es derzeit kein Mittel zur Heilung gibt.” Für 30 Tage könne auf der Seite von Maduro nichts gepostet werden. Sie sei aber weiter zu lesen.

Lauterbach hält Schnelltests „bei weitem nicht so sicher, wie man glaubt”

7.30 Uhr: Corona-Schnelltests haben nach Darstellung des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach eine höhere Fehlerquote als angenommen. „Antigentests sind bei weitem nicht so sicher, wie man glaubt“, sagte Lauterbach dieser Redaktion. Studien zeigten: „Wenn jemand wirklich asymptomatisch ist, schlägt der Schnelltest in sechs von zehn positiven Fällen an. In vier von zehn Fällen ist der Test negativ.“ Ob die Menschen in diesen Fällen wirklich ansteckend seien, „weiß man nicht so genau“, so Lauterbach.

Das Problem könne man aber lösen, wenn in Schulen und Betrieben regelmäßig ganze Cluster getestet würden. In der Wiederholung zeigten sich oft die Fälle, die vorher nicht aufgefallen seien. Und wenn sich jemand in einer Klasse oder Büro infiziere, gehe ohnehin die ganze Gruppe in Quarantäne. „Ich hätte mir gewünscht, wir hätten jetzt schon die Testpflicht in der Wirtschaft durchgesetzt“, sagte Lauterbach.

Der Epidemiologe rechnet damit, dass sich die Pandemie nach Ostern deutlich verschlechtern wird: „Es ist ganz klar, dass wir im exponentiellen Wachstum sind und innerhalb von kurzer Zeit Tageszahlen von 30.000, 40.000, 50.000 Infizierten erreichen können.“


Rostock erfolgreich im Kampf gegen Corona

4.01 Uhr: Die vergangene Woche mit dem chaotischen Corona-Gipfel inklusive der gekippten Osterruhe lässt Deutschland als Versager im Kampf gegen Corona erscheinen. Doch es gibt auch weiterhin Positivbeispiele. Während mancherorts die Inzidenzen durch die Decke steigen, öffnen in Rostock demnächst Stadien, Theater und Geschäfte. Lesen Sie hier, was die Stadt besser macht als andere: Wie Rostock zu Deutschlands Corona-Coldspot wurde.

Charité-Virologe Drexler: „Deutschland teilt viele Probleme mit unterentwickelten Ländern“

3.33 Uhr: Der Berliner Virologe Jan Felix Drexler sieht in Deutschland schwere Versäumnisse bei der Bekämpfung des Coronavirus. „Wir teilen viele Probleme mit den unterentwickelten Ländern“, sagte der Leiter der Arbeitsgruppe Virusepidemiologie an der Charité dieser Redaktion. Deutschland habe es nicht geschafft, die zweite und dritte Welle abzuwenden, obwohl die Wellen weltweit zeitlich versetzt aufgetreten seien. „Und wir teilen die Müdigkeit der Bevölkerung gegen die Corona-Einschränkungen. Das mündet dort wie bei uns in Risikoverhalten“, so Drexler.

Länder wie Chile und Ecuador seien viel weiter in der Digitalisierung als Deutschland, obwohl sie viel ärmer als Deutschland seien, stellte Drexler fest. In Chile ist bereits ein Viertel der Bevölkerung geimpft, ein Zehntel ist immunisiert. Früher sei er häufig im Ausland gefragt worden, was andere Länder bei der Kontrolle der Pandemie von Deutschland lernen könnten, jetzt während der dritten Welle sei das nicht mehr der Fall. Zwar habe die deutsche Wissenschaft im Ausland einen exzellenten Ruf. Doch diese Ruf fuße auf die Erfolge während der ersten Welle. „Es gab wenig Länder, die besser mit Covid-19 umgegangen sind als wir. So dachten wir. Das erwies sich leider als Trugschluss“, sagte Drexler dieser Redaktion. Daran zeige sich: „Man darf sich eben nie in Sicherheit wiegen.“

Corona: Dritte Welle ist in Greiz am schlimmsten

2.22 Uhr: Nirgendwo in Deutschland rollt die dritte Welle gerade mit einer Heftigkeit wie im Landkreis Greiz in Thüringen. Die Inzidenz dort liegt über 500. Reporterin Theresa Martus hat sich auf die Spurensuche begeben, warum gerade dort die Fallzahlen derartig hoch sind.

Lesen Sie dazu: Warum Greiz der schlimmste Corona-Hotspot des Landes ist

Bildungsministerin will eine Milliarde für Corona-Nachhilfe ausgeben

1.12 Uhr: Damit lernschwache Schüler in Folge der Pandemie nicht den Anschluss verlieren, will Bildungsministerin Anja Karliczek eine Milliarde Euro für ein bundesweites Nachhilfeprogramm ausgeben. Nach dem Willen der Ministerin soll es dazu am Ende dieses Schuljahres in allen Bundesländern Lernstandserhebungen in den Kernfächern geben. „20 bis 25 Prozent der Schüler haben vermutlich große Lernrückstände – vielleicht sogar dramatische“, sagte die CDU-Politikerin dieser Redaktion. „Wenn wir ein Nachhilfeprogramm für die Kernfächer auflegen, brauchen wir dazu etwa eine Milliarde Euro.“

Erstmals nannte die Ministerin weitere konkrete Details des geplanten Bund-Länder-Programms: Spätestens zum neuen Schuljahr würden zusätzliche Förderangebote bereitgestellt, die sich auf Kernfächer, also etwa Deutsch, Mathe und möglicherweise auch die erste Fremdsprache beziehen sollten. Zielgruppe des Programms seien vor allem Schülerinnen und Schüler, bei denen ein Wechsel bevorstehe – entweder auf eine weiterführende Schule oder in eine Ausbildung.

Der jeweilige Bedarf müsse „vorher in einer Lernstandserhebung ermittelt werden“, erklärte die Ministerin. Schon in den Sommerferien solle es erste Angebote geben. Für das Programm will Karliczek auf vorhandene Strukturen in den Ländern zurückgreifen: „Eingebunden werden könnten zum Beispiel Lehramtsstudierende, pensionierte Lehrkräfte, Bildungsstiftungen und natürlich auch private Nachhilfeanbieter.“ Lesen Sie dazu: Bildungsministerin fordert vorgezogene Impfungen für ältere Lehrer 231901085

Corona-News vom 26. März: Tschechien verlängert den Corona-Notstand

22.05 Uhr: Die tschechische Regierung hat den Corona-Notstand um zwei Wochen verlängert. Laut Präsident Andrey Babis besteht jedoch die Hoffnung, dass dies der letzte Lockdown für den deutschen Nachbarn sein könnte. Babis bat die Bevölkerung zeitgleich um Geduld. Der Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte auszusetzen.

In Tschechien darf man seinen Wohnbezirk – vergleichbar einem Landkreis – derzeit nur in Ausnahmefällen verlassen. Eine Mehrheit der Abgeordneten forderte die Regierung auf, diese Maßnahme spätestens nach Ostern aufzuheben. Zudem solle die Maskenpflicht entfallen, wenn man allein auf der Straße ist.

WHO bittet um Impfstoffspenden für arme Länder

21.19 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat reiche Länder aufgerufen, so schnell wie möglich Impfstoffdosen für ärmere Staaten zu spenden. Innerhalb der nächsten Tage seien zehn Millionen Dosen erforderlich, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitagabend in Genf. Dann könnten auch 20 Länder, die ansonsten bis Anfang April nicht beliefert würden, mit Impfungen starten. “Es gibt jede Menge Länder, die es sich ohne großen Einfluss auf ihre eigenen Impfkampagnen leisten könnten, Impfdosen zu spenden.”

Das Projekt Covax, das vor allem ärmere Länder mit Impfstoffen versorgen soll, hat große Schwierigkeiten mit dem Nachschub. Ein Problem sind Exportkontrollen in Indien, wo ein erheblicher Anteil produziert wird. Wegen steigender Infektionszahlen will Indien mehr Impfstoff für die eigene Bevölkerung nutzen.

Brandenburg will Ausgangsbeschränkungen über Ostern erlassen

19.53 Uhr: Die Regierung von Brandenburg hat für die Osterfeiertage eine Ausgangsbeschränkung angekündigt. Vom 1. bis 6. April soll diese von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 an drei Tagen hintereinander gelten, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit. Ausnahmen aus triftigem Grund seien möglich. Darauf habe sich das Kabinett am Freitag verständigt, der Beschluss soll aber erst am Dienstag fallen.

Niedersachsen nutzt die Luca-App

19.29 Uhr: In Niedersachsen wird künftig die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung genutzt. Dafür sei ein einjähriger Vertrag mit den Betreibern abgeschlossen worden, teilte das Innenministerium mit. Die Kosten dafür belaufen sich laut den Angaben auf drei Millionen Euro.

Die App solle bei den Modellversuchen einzelner Kommunen helfen, die nach Ostern Öffnungen in Handel, Gastronomie oder Kultur erproben wollen. Bis in einem Monat sollten alle 43 niedersächsischen Gesundheitsämter an das System der Luca-App angeschlossen werden.Die Software läuft den Angaben nach auf allen gängigen Smartphones. Die Nutzung sei für Bürgerinnen und Bürger, teilnehmende Betriebe und Behörden kostenlos.


Laschet fordert mehr Handeln und weniger Ankündigungen

18.44 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat mit Blick auf die Lockerungspläne des Saarlandes zur Vorsicht aufgerufen. “Auch dort muss man vorsichtig bleiben, denn die brasilianische Variante, die noch gefährlicher ist, ist direkt hinter der Grenze in Frankreich“”, sagte der CDU-Chef am Freitag im Fernsehsender Phoenix.

Das Saarland will die Corona-Maßnahmen nach Ostern weitreichend lockern: Von Dienstag nach Ostern an sollen unter anderem Kinos, Theater, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen.

800 Mitarbeiter von dm in Quarantäne

18.22 Uhr: Nach positiven Corona-Tests in der Belegschaft sind 800 Mitarbeiter eines Verteilzentrums der Drogeriemarktkette dm im Kreis Euskirchen in Quarantäne. Das teilten der Kreis und das Unternehmen am Freitag mit. Nach eine “Neubewertung der Lage” sei entschieden worden, weitere 600 Mitarbeiter des Standorts in Weilerswist in Quarantäne zu schicken, erklärte der Kreis. 200 waren bereits zuvor von der Maßnahme betroffen. Hintergrund sei das Infektionscluster, das sich bei der Aufschlüsselung der mittlerweile bekannten 94 Corona-Fällen gezeigt habe. Zuvor hatte der “Kölner Stadt-Anzeiger” berichtet.


EU will Export von Astrazeneca-Impfstoff vorerst verbieten

17.51 Uhr: Bis der Impfstoffhersteller Astrazeneca seine Lieferverpflichtungen an die EU-Staaten erfüllt hat, will die EU dem Unternehmen Exporte des Impfstoffes verbieten. Das teilte Binnenmarktkommissar Thierry Breton am Freitag in einer im Internet übertragenen Pressekonferenz in Spanien mit. “Wir werden sicherstellen, dass alles in Europa bleibt, bis die Firma ihre Zusagen einlöst”, sagte Breton. Dies soll über den diese Woche verschärften Export-Kontrollmechanismus sichergestellt werden.

Astrazeneca habe der EU für das erste Quartal 120 Millionen Dosen Corona-Impfstoff zugesagt, sagte Breton. Doch erhalte die EU nur 30 Millionen Dosen. „Wir sind jetzt in Diskussionen mit der Firma, um zu verstehen, was passiert ist“, fügte der Kommissar hinzu. Lesen Sie dazu: 29 Millionen Astrazeneca-Dosen in Italien entdeckt

Gerichtsurteil – Corona-Zuschuss ist zu niedrig

17.12 Uhr: Das Sozialgericht Karlsruhe hat den von der Bundesregierung geplanten Corona-Zuschuss als zu niedrig und verfassungswidrig eingestuft. Empfänger von Grundsicherung sollten ursprünglich 150 Euro extra erhalten. Anspruch darauf hätten Erwachsene gehabt, die im Mai 2021 einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld haben.

Das Existenzminimum von Arbeitsuchenden für Januar bis April dürfe nicht erst im Mai gedeckt werden. Auch seien Anforderungen an das Verfahren zur Ermittlung der Höhe existenzsichernder Leistungen nicht erfüllt worden, rügte das Gericht in einer Mitteilung vom Freitag. Nötig sei eine Erhöhung des Regelsatzes um etwa 100 Euro für jeden Pandemiemonat.

Damit hatte eine alleinerziehende Mutter aus dem Kreis Rastatt mit ihrem Eilantrag Erfolg. Sie hatte zuvor beim Jobcenter erfolglos FFP2-Masken beantragt. Nun könne sie ihre herzkranke zweijährige Tochter sicher im ÖPNV zu den wöchentlichen Behandlungen ins Krankenhaus und zum Physiotherapeuten bringen, so das Gericht.

Frankreich wird Hochinzidenzgebiet

16.04 Uhr: Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Frankreich ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise ein. Das österreichische Bundesland Tirol sowie Tschechien und die Slowakei werden gleichzeitig von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Damit wird ein wesentlicher Teil der Einreisebeschränkungen für diese Länder und Regionen aufgehoben.

EMA erteilt Biontech-Werk in Marburg die Zulassung

15.49 Uhr: Die EU-Arzneimittelagentur EMA erteilte am Freitag die offizielle Zulassung für das neue Biontech-Werk in Marburg. Das Werk produziert seit Februar, durfte bisher aber die Vakzine nicht ausliefern. Grünes Licht gab die EMA auch für das Astrazeneca-Werk im niederländischen Leiden. Hier wird bereits seit Monaten produziert, doch hatte Astrazeneca mit einem Zulassungsantrag bei der EU gezögert.

Die Arzneimittelagentur EMA gab auch den Weg frei für eine einfachere Handhabung des Biontech-Impfstoffs. Er darf jetzt bei schnellem Verbrauch innerhalb von zwei Wochen auch bei Temperaturen zwischen -15 und -25 Grad gelagert werden, bislang galt eine Vorgabe von -60 bis -90 Grad. Mit der Entscheidung werde die rasche Einführung und Verteilung des Impfstoffs in der EU erleichtert, so die EMA.

Die EU rechnet nun mit der Auslieferung von insgesamt 360 Millionen Impfstoffdosen von April bis Ende Juni. Von Biontech werden 200 Millionen Impfdosen erwartet, von Moderna 35 Millionen, von AstraZeneca 70 Millionen (statt der vertraglich vereinbarten 180 Millionen Dosen) und von Johnson & Johnson ab Ende April 55 Millionen.“

Spahn hat Verständnis für Stimmung im Land

15.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wirbt für weiteres Durchhalten in der Krise. “Ich verstehe die Stimmung”, sagte er im Interview des “Spiegel”. Gegen die aktuell steigenden Infektionszahlen gebe es jedoch “nur ein Hauptgegenmittel: Mobilität und Kontakte reduzieren”. Der Minister verglich die Lage mit den letzten Kilometern eines Marathons. “Wir sind jetzt irgendwo um Kilometer 38”, sagte Spahn. “Ich bin noch nie Marathon gelaufen, aber ich stelle mir vor, dass diese letzten Kilometer die härtesten sind und man nur noch denkt: Ich kann nicht mehr. So geht es dem Land gerade. Aber jetzt aufzuhören hieße, die Kilometer vorher umsonst gerannt zu sein.”

Infektionszahlen auf Mallorca weiterhin niedrig

14.04 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln ist weiterhin relativ niedrig. Nach den aktuellen Zahlen des regionalen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag wurden binnen eines Tages 36 Menschen auf den Inseln im Mittelmeer positiv auf das Virus getestet. Davon entfielen 30 auf Mallorca, wo zurzeit viele Deutsche trotz der Warnungen der Bundesregierung ihren Urlaub verbringen, und je drei auf Ibiza und Menorca.

Das Gesundheitsministerium in Madrid gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen für die Balearen am Donnerstagabend mit 29,32 an, ein leichter Rückgang im Vergleich zu Mittwoch.


Söder fordert konsequente Umsetzung der Notbremse

13.23 Uhr: Angesichts steigender Corona-Zahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder alle Bundesländer eindringlich zur regionalen Umsetzung der Notbremse in Hotspots aufgefordert. Wo die Notbremse ausgesetzt werde, drohe die Gefahr einer Verharmlosung der Pandemie, sagte der CSU-Chef nach einer Videokonferenz des CSU-Vorstands.

Nötig sei das Motto “Sicherheit zuerst”. Söder mahnte, es dürfe angesichts der neuen gefährlichen Lage keinen “Ermüdungsbruch” in der Bekämpfung der Pandemie geben. “Viele scheinen die Nerven auch zu verlieren”, sagte Söder und mahnte auch die Union: “Wer Nerven verliert, verliert ganz sicher auch Wahlen.”

Steinmeier ruft dazu auf, die Geduld in der Corona-Krise nicht zu verlieren

12.34 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der nicht enden wollenden Corona-Pandemie Verständnis für wachsende Unzufriedenheit gezeigt, aber zugleich zu Zuversicht aufgerufen. “Ich verstehe den Frust”, sagte er am Freitag in Berlin. “Ja, der Tunnel ist länger, als wir gedacht und gehofft haben. Aber gerade jetzt im Angesicht der dritten Welle ist nicht die Zeit für Resignation, Verzweiflung oder Abrechnung.” Steinmeier äußerte sich bei der Verleihung von Bundesverdienstkreuzen im Schloss Bellevue an fünf Frauen und einen Mann, die sich in der Corona-Pandemie ehrenamtlich engagiert haben.

Die vergangenen Monate hätten viel Verunsicherung mit sich gebracht, “große Sorgen, Frust und Unmut, auch das Gefühl von Ohnmacht”, sagte der Bundespräsident. Alle seien corona-müde und hätten darauf vertraut, dass die Einschränkungen und Hygienemaßnahmen das Virus bändigen könnten, dass der Impfstoff schneller komme und die Warteschleife in der Impfhotline kürzer sei, sagte Steinmeier.


Steinmeier rief aber dazu auf, die Geduld nicht zu verlieren. “Der Kampf gegen das Coronavirus ist ein Marathonlauf, das letzte Drittel ist der härteste Teil der Strecke. Auf diesem Abschnitt dürfen wir nicht den Mut, nicht die Zuversicht, auch nicht das Selbstvertrauen verlieren“, sagte er. “Wir wissen, was getan werden muss, um ins Ziel zu gelangen: Wir müssen impfen, schneller und umfassender als bisher, mit allen Mitteln, die wir haben, und mit mehr Pragmatismus als bisher.”

NRW lockert Kontaktbeschränkungen über Ostern

12.27 Uhr: Nordrhein-Westfalen lockert über das Osterwochenende die Kontaktbeschränkungen in Regionen mit hoher Corona-Inzidenz. Von Gründonnerstag bis Ostermontag (1. bis 5. April) dürften sich landesweit unabhängig vom örtlichen Infektionsgeschehen fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Corona-Schutzverordnung. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgerechnet.

Eigentlich gilt in Kommunen mit Sieben-Tage-Inzidenz über 100, dass sich Menschen aus einem Hausstand nur mit einer weiteren Person im öffentlichen Raum treffen dürfen. Diese Regelung wird für das Osterwochenende aufgeweicht.

Mehr als zehn Prozent der Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft

11.52 Uhr: Etwas mehr als 10 Prozent der Menschen in Deutschland haben mindestens die erste Dosis der Corona-Impfung erhalten. Insgesamt seien mehr als 12 Millionen Dosen verabreicht worden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin. Die zweite Dosis haben bereits 4,4 Prozent der Menschen bekommen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Freitagmorgen hervorgeht.

Tui unterstützt Testpflicht vor Flugreisen

11.24 Uhr: Der Reisekonzern Tui unterstützt die Corona-Testpflicht für Flugpassagiere vor der Rückreise nach Deutschland. “Impfen und Testen sind die wirksamsten Wege zur Pandemie-Bekämpfung und damit auch zur Rückkehr zu mehr Freiheitsrechten”, sagte Tui-Chef Fritz Joussen am Freitag. “Wir werden für die Rückkehrer die Tests wie vereinbart anbieten und am Urlaubsort möglich machen”, sagte Joussen am Freitag.

Tui will Joussen zufolge die Testmöglichkeiten in den eigenen Hotels und Robinson Clubs innerhalb weniger Tage ausbauen. Erfahrungen damit hat der Reisekonzern bereits auf den Kanaren gemacht.

Hausärzte in Thüringen können ab Dienstag Corona-Impfstoff ordern

11.15 Uhr: Hausärzte in Thüringen können nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) vom kommenden Dienstag (30. März) an Impfstoff für die Corona-Schutzimpfung in ihren Praxen bestellen. Die Praxen seien darüber in einem Schreiben informiert worden, teilte eine Sprecherin der KV am Freitag mit. Aus dem Schreiben geht hervor, dass die Ärzte pro Woche maximal 30 Impfdosen in einer Apotheke ihrer Wahl ordern können.

Eingesetzt wird das Mittel von Biontech/Pfizer. Die erste Lieferung mit Impfstoff solle voraussichtlich in der Woche nach Ostern – am 6. oder 7. April – in den Praxen eintreffen. Steht nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung, soll der vorhandene so verteilt werden, dass alle Praxen die gleiche Menge erhalten. Zunächst sollen Menschen im höheren Lebensalter geimpft werden – auch im Hausbesuch. Die KV verwies die Praxen darauf, dass die Impfrangfolge (Priorisierung) einzuhalten sei.

Generelle Testpflicht bei Flug-Einreisen erst ab Dienstagfrüh

10.51 Uhr: Die generelle Corona-Testpflicht für Einreisen per Flugzeug nach Deutschland soll erst in der Nacht von Montag zu Dienstag in Kraft treten. Der Starttermin werde noch einmal etwas verschoben, um mehr Zeit für die Vorbereitung zu geben, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin. Zunächst war geplant, dass die neuen strengeren Vorgaben in der Nacht zu Sonntag in Kraft treten.

RKI: Wachsende Gefahr durch dritte Pandemiewelle

10.46 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat vor einer gefährlichen dritten Welle in der Pandemie gewarnt und um einen Reiseverzicht zu Ostern gebeten. “Es gibt sehr deutliche Signale, dass diese Welle noch schlimmer werden kann als die ersten beiden Wellen”, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. “Wir müssen uns darauf einstellen, dass wieder mehr Menschen schwer erkranken, dass Kliniken überlastet und dass viele Menschen auch sterben werden.”

Das Impfen allein könne diese Entwicklung noch nicht aufhalten. Für die Osterzeit empfahl Wieler nur Treffen im engsten Familienkreis – und sonst mit Maske am besten draußen. “Bitte verreisen Sie möglichst nicht, weder im Inland noch ins Ausland.” Bisher habe Umsicht eine viel schlimmere Situation verhindern können. “Wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung. Und wenn wir nicht sofort gegensteuern, dann werden die Folgen gravierend sein. Da ist sich die Wissenschaft einig”, sagte Wieler.

Corona-Zahlen auf Mallorca weiterhin niedrig

10.28 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln ist weiterhin relativ niedrig. Nach den aktuellen Zahlen des regionalen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag wurden binnen eines Tages 36 Menschen auf den Inseln im Mittelmeer positiv auf das Virus getestet. Davon entfielen 33 auf Mallorca, wo zurzeit viele Deutsche trotz der Warnungen der Bundesregierung ihren Urlaub verbringen, und 3 je auf Ibiza und Menorca. Das Gesundheitsministerium in Madrid gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen für die Balearen am Donnerstagabend mit 29,32 an, ein leichter Rückgang im Vergleich zu Mittwoch.

100 Tage Lockdown: Handel sieht bis zu 120.000 Geschäfte bedroht

10.26 Uhr: Nach 100 Tagen Lockdown sind nach Schätzungen des Handelsverbandes Deutschland (HDE) bis zu 120 000 Geschäfte in Existenzgefahr. “Mit den Unternehmen wanken ganze Innenstädte”, warnte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Freitag in Berlin. Der Verband bezifferte den Umsatzverlust durch den Lockdown seit dem 16. Dezember auf bis zu 40 Milliarden Euro. Die erneute Verlängerung des Lockdowns bis 18. April sorge pro geschlossenem Verkaufstag für weitere Verluste von bis zu 700 Millionen Euro.


Indien: Doppel-Mutante breitet sich aus

10.17 Uhr: In Indien ist eine Kombination der britischen und der südafrikanischen Variante des Coronavirus entstanden. Sie breite sich besonders schnell aus, berichtet “Tagesschau”. Laut Sujeet Kumar Singh, der Direktor des Nationalen Zentrums für Seuchenbekämpfung, ist die Doppel-Mutante in mehr als 200 Fällen im Bundesstaat Maharashtra und in ein paar einzelnen Fällen auch in Delhi festgestellt worden.

Bisher gebe es aber keine Hinweise darauf, dass die neue Corona-Variante ansteckender oder tödlicher sei als die bisher bekannten Mutanten, schreibt “The Guardian”.

Spahn: Gesundheitssystem könnte im April an Belastungsgrenze kommen

10.14 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt bei weiter steigenden Corona-Infektionszahlen vor einer baldigen Überlastung des deutschen Gesundheitssystems. “Momentan steigen die Zahlen zu schnell und die Virusvarianten machen die Lage besonders gefährlich”, sagte er am Freitag in Berlin. “Wenn das ungebremst weitergeht, laufen wir Gefahr, dass unser Gesundheitssystem im Laufe des Aprils an seine Belastungsgrenze kommt.”

“Wenn wir nicht sofort massiv gegensteuern, werden die Folgen gravierend sein”, betonte Spahn. Er forderte die Bevölkerung auf, Kontakte zu reduzieren und die Regeln zur Pandemie-Eindämmung einzuhalten. Spahn appellierte an die Bundesländer, die vereinbarte Notbremse zur Rücknahme von Öffnungen “konsequent umzusetzen”. Die Bürgerinnen und Bürger sollten sich zudem “idealerweise nur draußen” treffen. Sowohl Spahn als auch Wieler baten zudem, die Möglichkeit zur Impfung zu nutzen.

Impfen wirkt: Weit weniger Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen

10.12 Uhr: In Niedersachsen ist die Impfkampagne in den Alten- und Pflegeheimen fast abgeschlossen – als Folge gibt es weit weniger Corona-Fälle in den Einrichtungen. Während im Januar noch 336 Heime mindestens eine Covid-19-Erkrankung verzeichneten, waren es vergangene Woche nur noch 86. “Ein erster wichtiger Meilenstein beim Schutz der Gruppe hochverletzlicher Personen ist erreicht”, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Freitag in Hannover. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es niedersachsenweit insgesamt 104.459 Erstimpfungen in 1473 Einrichtungen, in 98 Prozent der Heime wurde bereits zweifach geimpft. Die Zahl der an oder mit Sars-Cov-2 gestorbenen Heimbewohner sank von 370 im Januar auf 291 im Februar und bisher 65 im März.

Staatliche Kunstsammlungen Dresden öffnen weitere Museen

10.10 Uhr: Zehn Tage nach der Gemäldegalerie Alte Meister öffnen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) weitere Museen. Seit Freitag sind auch das Residenzschloss, der Zwinger, das Albertinum, der Lipsiusbau und der Jägerhof wieder zugänglich – so lange es die Inzidenz zulässt. Besucher müssen sich vorab einen Slot buchen, es gelten die üblichen Hygienemaßnahmen. Generaldirektorin Marion Ackermann sprach von “wichtigen Schritten, die Hoffnung machen – für unser Publikum und für uns selbst”. Die SKD könnten zeigen, “dass die Bedingungen in unseren Museen extrem safe sind”. Über Ostern allerdings blieben die SKD erneut geschlossen. Ab Samstag sind auch zwei lange vorbereitete Ausstellungen zu sehen.

Deutschland schickt wegen dramatischer Corona-Lage Hilfsflug nach Brasilien

9.59 Uhr: Wegen der dramatischen Corona-Lage in Brasilien schickt die Bundesregierung einen Hilfsflug in das südamerikanische Land. Ein Flug der Flugbereitschaft sollte am Freitag um 10.00 Uhr vom Flughafen Köln-Bonn aus in Richtung Brasilien starten, wie ein Sprecher der Luftwaffe der Nachrichtenagentur AFP sagte. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Bundesgesundheitsministeriums sollen 80 Beatmungsgeräte in die besonders schwer von der Pandemie getroffene Region Manaus gebracht werden. Brasilien hat derzeit die höchste Corona-Sterberate der Welt.


“Paar-Impfung” in NRW ermöglicht auch Termine für Menschen unter 70

9.54 Uhr: Der neue Impferlass ermöglicht es auch Menschen unter 70 Jahren, ab dem 8. April in NRW geimpft zu werden: Die 79-Jährigen, die nach Ostern als nächste dran sind, können einen Termin für ihren Lebenspartner oder ihre Lebenspartnerin mit ausmachen – egal wie alt diese sind. Das hat das Gesundheitsministerium klar gestellt. Wie man belegt, dass man verpartnert ist, wenn man nicht verheiratet ist, überlässt das Gesundheitsministerium den Kreisen und kreisfreien Städten. Man spreche sich hier “für ein möglichst pragmatisches Vorgehen” aus, so das Ministerium auf seiner Internetseite.

Gericht lehnt Eilantrag wegen Corona-Testpflicht für Friseurkunden ab

9.38 Uhr: Wer im Vogtland zum Friseur geht, muss einen Corona-Test mitbringen. Das Verwaltungsgericht Chemnitz lehnte jetzt einen Eilantrag aus dem Vogtlandkreis gegen die Testpflicht ab. Wie das Gericht am Freitag mitteilte, hatte die Inhaberin eines Friseursalons in Plauen gegen die Allgemeinverfügung des Landkreise Widerspruch eingelegt. Sie sah unter anderem in der aktuellen Corona- Verordnung des Landes Sachsen keine Rechtsgrundlage für eine solche Testpflicht. Ein Corona-Test 48 Stunden vor Friseurbesuch erscheine aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr sinnlos und unverhältnismäßig, argumentierte die Frau. Es gebe keine wissenschaftliche Erkenntnis, dass damit Infektionen vermieden werden könnten.Das Gericht entschied, dass die Regelung zur Corona-Testpflicht rechtmäßig ist. Die Richter beriefen sich dabei auch auf das Infektionsschutzgesetz.

Ministerium: 79-Jährige werden mit Biontech-Wirkstoff geimpft

9.30 Uhr: Die 79-Jährigen in NRW sollen ab dem 8. April mit dem Wirkstoff von Biontech geimpft werden. Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag und bestätigte eine Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. Termine können ab dem 6. April über die Hotline 0800 116 117 01 oder die Internetseite termin.corona-impfung.nrw ausgemacht werden. Alle Menschen des entsprechenden Jahrgangs werden von den Städten oder Kreisen schriftlich informiert. Sie können laut KV aber auch ohne den Brief ab dem 6. April einen Termin ausmachen.


Vorläufige Geburtenstatistik zeigt: Kein Babyboom im ersten Lockdown

9.20 Uhr: Der erste Corona-Lockdown 2020 hat nicht zu mehr Babys in Deutschland geführt: Die Kontaktbeschränkungen hätten sich “nicht spürbar” auf die Geburtenzahl ausgewirkt, berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden. Die Maßnahmen in der ersten Phase der Pandemie dauerten von Mitte März bis Anfang Mai 2020. Die in dieser Zeit gezeugten Kinder wurden zwischen Dezember 2020 bis Februar 2021 geboren. Nach einer ersten Auswertung der Geburtenmeldungen wurden in diesem Zeitraum rund 182.000 Kinder geboren. “Zwar war die Zahl der Geburtenmeldungen damit 0,8 Prozent höher als in den entsprechenden Vorkrisenmonaten Dezember 2019 bis Februar 2020”, berichtete das Amt. “Allerdings bewegt sich diese Veränderung im Bereich der üblichen Schwankungen monatlicher Geburtenzahlen.”

Oktoberfest 2021 – Münchens Oberbürgermeister skeptisch

8.35 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat Zweifel an einem Oktoberfest in diesem Jahr. Auf die Frage: “Kann die Wiesn heuer stattfinden?” antwortete er nach Angaben des “Münchner Merkurs” (Freitagsausgabe) in einer digitalen Bürgersprechstunde: “Man darf sehr skeptisch sein.” Spätestens im Mai solle die Entscheidung fallen, sagte Reiter. “Aber ich würde keine Wetten auf ein Oktoberfest 2021 abschließen.” Schon im vergangenen Jahr war die Wiesn wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden – ein schwerer Schlag für München.

Brasilien meldet 100.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages

8.00 Uhr: Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Brasilien hat einen neuen Höchststand von mehr als 100.000 Fällen erreicht. Binnen 24 Stunden seien 100.158 Ansteckungen nachgewiesen worden, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium am Donnerstag (Ortszeit) mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in dem südamerikanischen Land auf 12,3 Millionen. Mit 2777 weiteren Opfern innerhalb eines Tages hat Brasilien mittlerweile 303.462 Corona-Tote zu beklagen. Nur in den USA wurden noch mehr Infektionen und Todesfälle registriert.

In Brasilien hat sich die Lage seit Februar verschärft. Zum einen halten viele Menschen die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nicht ein, zum anderen ist die mittlerweile in Brasilien grassierende Virusvariante P1 offenbar deutlich ansteckender als der ursprüngliche Covid-19-Erreger.

Corona-Spätfolgen – Zunahme der Fallzahlen bei Jugendlichen erwartet

6.55 Uhr: Mit der Zunahme der Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen sind nach Einschätzung eines pädiatrischen Infektiologen auch mehr Spätfolgen in diesen Gruppen zu erwarten. “Wir rechnen durch die Lockerungen der Maßnahmen mit mehr Betroffenen mit meist diffusen, länger anhaltenden gesundheitlichen Problemen” sagte Markus Hufnagel vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. “Darauf ist die Pädiatrie im Vergleich zur Versorgungssituation bei Erwachsenen nach überstandener Infektion noch nicht vorbereitet.”

Akute Corona-Infektionen laufen bei Kindern oft symptomlos ab, schwere Krankheitsverläufe sind auch noch bei Jugendlichen eher selten. Von Spätfolgen wird dennoch auch bei Minderjährigen berichtet: Diese setzten manchmal auch erst Monate nach der Corona-Infektion ein oder verschlechterten sich, schildert Hufnagel. Für Ärzte gelte es in solchen Fällen zum Beispiel, das Vorliegen anderer Infektionen durch Tests auszuschließen. Um den Betroffenen ambulante Angebote machen zu können, gebe es Überlegungen zum Aufbau von Spezialambulanzen für Kinder und Jugendliche. Lesen Sie hier: Wie Eltern ihr Kindergartenkind auf Corona testen sollten


Pandemiebekämpfung – Kommunen fordern Reform der Bund-Länder-Runde

5.30 Uhr: Nach dem Scheitern der Oster-Ruhetage hat der Städte- und Gemeindebund eine Reform der Bund-Länder-Runde zur Corona-Bekämpfung gefordert. Zwar bleibe die Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten “ein unverzichtbares Gremium, in dem insbesondere bundeseinheitliche Maßstäbe wie etwa die Notbremse abgesprochen werden können”, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg unserer Redaktion.

“Wünschenswert wäre allerdings, dass die Struktur der Arbeit in dieser Runde optimiert, beschleunigt und nachvollziehbar für die Bürgerinnen und Bürger kommuniziert wird.”

Landsberg nannte die Pandemielage “besorgniserregend gefährlich”. Daher müssten sich alle auch an Ostern an die Beschränkungen halten. Ein Großteil der Infektionen entstehe bei privaten Kontakten, am Arbeitsplatz und zunehmend auch in Schulen und Kindertagesstätten. Daher müsse die Schnellteststrategie “massiv hochgefahren werden, das gilt insbesondere für Schulen, Kindertagesstätten, aber auch für die Arbeitsstätten”, forderte der Hauptgeschäftsführer. Die digitale Kontaktnachverfolgung müsse rasch etabliert werden, dabei solle sich zumindest jedes Bundesland für eine einheitliche App entscheiden.

Vorerst nur 20 Corona-Impfdosen pro Hausarztpraxis

5.10 Uhr: Die Hausärzte sollen ab dem 7. April gegen Covid-19 impfen – einen Tag später als geplant. In den ersten Wochen – mindestens aber bis zum 18. April – werden sie allerdings nur den Stoff von Biontech/Pfizer verabreichen, wie aus einem Informationsschreiben der Kassenärztlichen Vereinigung hervorgeht. Lesen Sie hier: Hausärzte – Impfkampagne als Mangelverwaltung

Biontech/Pfizer testet Corona-Impfstoff nun auch an jüngeren Kindern

5.00 Uhr: Nach den Konkurrenten Moderna und Astrazeneca haben auch die Mainzer Firma Biontech und ihr US-Partner Pfizer begonnen, ihren Corona-Impfstoff an jüngeren Kindern zu testen. “Gemeinsam mit unserem Partner Biontech haben wir den ersten gesunden Kindern in einer globalen fortlaufenden Phase 1/2/3-Studie eine Dosis verabreicht”, teilte Pfizer am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit.

Start frei für die Olympischen Spiele in Corona-Zeiten

4.00 Uhr: Mit dem Beginn des Fackellaufs wird “Tokio 2020” kaum noch aufzuhalten sein. Lesen Sie hier: Wozu diese in der Pandemie gefährlichen Spiele?


Corona-News vom 25. März: Umfrage: Jeder Dritte für härtere Corona-Maßnahmen in Deutschland


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(fmg/pcl/dpa/afp)

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