Corona: So laufen die ersten Impfungen – Aktuelle Zahlen RKI

Berlin. 

  • Europol warnt vor gefälschten Corona-Impfstoffen
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 13.755 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das RKI hatte wegen der deutlich niedrigeren Testkapazität aufgrund der Feiertage aber mit deutlich weniger Meldungen von Neuinfektionen gerechnet
  • Finanzminister Scholz verteidigt Ende der Corona-Mehrwertsteuersenkung
  • In einem Seniorenzentrum in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) wurde bereits mit den ersten Corona-Impfungen am Samstag begonnen
  • Die mutierte Coronavirus-Variante aus Großbritannien ist mittlerweile auch in Deutschland, Frankreich, Japan, Spanien und Schweden nachgewiesen worden
  • Vor dem Start der größten Impfkampagne in der deutschen Geschichte hat Gesundheitsminister Jens Spahn zu einem „nationalen Kraftakt“ aufgerufen
  • Nach unseren Recherchen haben sich in Deutschland bisher mehr als 1.652.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 29.900 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben


Genau elf Monate nach Bekanntwerden einer ersten Corona-Infektion in Deutschland beginnen am Sonntag in allen Bundesländern die Impfungen gegen das Virus. Zuerst sollen Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden. Dazu werden vor allem mobile Impfteams unterwegs sein. Die mehr als 400 Impfzentren werden größtenteils erst in den nächsten Tagen in Betrieb genommen.



In einem Seniorenzentrum in Halberstadt in Sachsen-Anhalt wurden bereits am Samstag die ersten Bewohner und Mitarbeiter geimpft. Grund: Der Landkreis Harz wollte nicht bis Sonntag warten. Die 101-jährige Edith Kwoizalla wurde geimpft, ebenso rund 40 der 59 Bewohnerinnen und Bewohner. Von den rund 40 Mitarbeitern wollten sich zehn impfen lassen.



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Corona-News des Tages: RKI meldet 13.755 Corona-Neuinfektionen

Am zweiten Weihnachtstag haben die deutschen Gesundheitsämter insgesamt 13.755 Corona-Neuinfektionen in Deutschland gemeldet. Außerdem wurden binnen 24 Stunden 356 weitere Todesfälle verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen bekanntgab.

Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Vor genau einer Woche waren 22.771 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am Mittwoch vergangener Woche (16.12.) registriert worden.

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Sonntag, 27. Dezember: Impfen gegen das Coronavirus gestartet – Seniorin bekam Spritze

9.10 Uhr: In der Hauptstadt haben die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Im Beisein von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bekam in einem Pflegeheim in Berlin-Steglitz am Sonntagmorgen eine 101 Jahre alte Seniorin eine Spritze mit dem Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer. Für den Start hat Berlin nach Angaben der Gesundheitsverwaltung zunächst 9750 Impfdosen erhalten.

Zuerst sollen berlinweit Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden, die als besonders gefährdete Gruppe gelten. Dafür stehen 60 mobile Impfteams zur Verfügung. Sie fahren Pflegeheime in der ganzen Stadt an. Pro Team sind künftig 50 Impfungen am Tag geplant. Die Gesundheitssenatorin rechnet damit, dass die Impfungen von Pflegeheim-Bewohnern bis Anfang Februar dauern werden.

Die Mitarbeiter der Pflegeheime sollen parallel geimpft werden. Dafür geht am Sonntagnachmittag (14.00 Uhr) das mit 80 Impfkabinen größte der sechs Berliner Impfzentren in Betrieb. Es wurde in der Arena-Halle in Treptow aufgebaut, in der sonst Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden.

Europol warnt vor gefälschten Corona-Impfstoffen

7.45 Uhr: Unmittelbar vor dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland warnt das Europäische Polizeiamt Europol vor gefälschten Impfstoffen und anderen Straftaten im Zusammenhang mit dem Vakzin. Europol-Direktorin Catherine De Bolle sagte unserer Redaktion: „Wir haben den Mitgliedstaaten bereits eine Warnmeldung übermittelt und sie aufgerufen, sehr wachsam zu sein.“ Es bestehe die reale Gefahr, dass kriminelle Gruppen versuchten, den Bedarf an Impfstoff für ihre Verbrechen auszunutzen.

So werde von Kriminellen etwa Impfstoff angeboten, der nach der Bezahlung gar nicht geliefert werde. „Oder die Täter bieten gefälschten Impfstoff an – wenn man Opfer eines solchen Betrugs wird, kann das natürlich ernste gesundheitliche Folgen haben.“ Die Behörden-Chefin fügte hinzu: „Wir haben bereits solche Hinweise. Es gibt schon Impfstoff-Angebote zum Beispiel in sozialen Netzwerken.“

De Bolle warnte zugleich vor Diebstahlsversuchen. Im ersten Lockdown hätten es Banden zum Beispiel auf Schutzmasken-Transporte abgesehen. „Das ist jetzt auch beim Impfstoff eine Gefahr.“ Europol versuche, mögliche Hotspots zu identifizieren, an denen eine besonders hohe Gefahr für entsprechende Straftaten bestehe können, und warne dann die nationalen Behörden. „Außerdem gibt es auch eine spezielle Polizei-Kooperation in der EU, um die Transporte zu beschützen.“


Scholz verteidigt Ende der Corona-Mehrwertsteuersenkung

7.28 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat die Entscheidung verteidigt, die Mehrwertsteuersenkung zum Jahreswechsel auslaufen zu lassen. „Die Senkung der Mehrwertsteuer haben wir im Sommer bewusst befristet, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher größere Anschaffungen nicht wegen der Pandemie aufschieben”, sagte der SPD-Politiker unserer Redaktion.

Das neue Jahr beginne mit einer „ordentlichen Steuersenkung”, betonte Scholz. „Der Soli wird für 90 Prozent der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler komplett abgeschafft. Weitere 6,5 Prozent zahlen deutlich weniger. Zudem gibt es mehr Kindergeld und höhere Kinderfreibeträge. Zum Januar kommt also richtig was!”


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Samstag, 26. Dezember: Auch Slowakei hat mit ersten Impfungen begonnen

21.14 Uhr: Die Schließung nicht essenziell notwendiger Läden angesichts erneut steigender Corona-Zahlen hat in der brasilianischen Amazonas-Hauptstadt Manaus zu Protesten geführt. Dutzende Menschen demonstrierten in den Hauptgeschäftsstraße dagegen, wie das Nachrichtenportal „G1“ am Samstag berichtete. „Ladenbesitzer bereiten sich das ganze Jahr auf den Dezember vor, damit Sie jetzt schließen, Gouverneur“, zitierte „G1“ einen Demonstranten. „Sie haben zu essen, aber viele Leute nicht.“

Die Regierung des Bundesstaates Amazonas hatte die Maßnahmen, die am Samstag in Kraft traten und zunächst für 15 Tage gelten, ergriffen, weil die Corona-Infektionen und Belegungsquoten der Krankenhäuser zuletzt wieder zunahmen. Das Hospital „Delphina Aziz“, das in Manaus als führend bei der Behandlung von Patienten im Zusammenhang mit Covid-19 gilt, ist „G1“ zufolge zu 100 Prozent ausgelastet.

Manaus war eine der ersten brasilianischen Städte gewesen, die in der Corona-Krise im Frühjahr ans Limit gerieten, das Gesundheitssystem und das Bestattungswesen kollabierten. Fast 200.000 Menschen haben sich im Amazonas, der etwa 4,5 Mal größer ist als Deutschland und rund vier Millionen Einwohner hat, mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 5000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 bislang gestorben.


20.40 Uhr: Auch in der Slowakei sind am Samstag erste Corona-Impfungen verabreicht worden. Vladimir Krcmery, ein Mediziner und Experte für Infektionskrankheiten, kam am Abend als Erster an die Reihe, wie die Nachrichtenagentur TASR berichtete. „Wir haben die Wette gewonnen, dass es bis Weihnachten eine Impfung geben würde“, sagte der 60-Jährige. Die Aktion im Universitätskrankenhaus in Nitra, rund 75 Kilometer östlich der Hauptstadt Bratislava, fand unter dem Motto „Wir beginnen“ statt. Zuvor waren die ersten rund 10.000 Impfdosen der Firmen Pfizer und Biontech in dem EU-Mitgliedstaat eingetroffen.

Die Europäische Kommission hatte eigentlich den 27. Dezember zum gemeinsamen europaweiten „V-Day“ (Vaccine Day, Impftag) erklärt. In der Slowakei gab es nach offiziellen Behördenangaben seit Pandemiebeginn 166.649 mit einem PCR-Test bestätigte Corona-Infektionen und 1732 Todesfälle. Das Land hat knapp 5,5 Millionen Einwohner.

Mehr als 80 Millionen Corona-Infektionen weltweit seit Pandemie-Beginn

19.20 Uhr: Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen ist seit Beginn der Pandemie auf mehr als 80 Millionen angestiegen. Das geht aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Erst vor etwa einem Monat, am 25. November, war die Schwelle von 60 Millionen Infektionen überschritten worden. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt inzwischen bei 1,75 Millionen. Experten gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen von hohen Dunkelziffern aus.

Die meisten bestätigten Infektionen gibt es mit fast 19 Millionen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Dort gibt es auch mehr bestätigte Todesfälle als in jedem anderen Land, rund 330 000. In Indien sind mittlerweile knapp 10,2 Millionen Infektionen nachgewiesen worden, in Brasilien sind es fast 7,5 Millionen.

Mutierte Corona-Variante nun auch in Spanien nachgewiesen

18.00 Uhr: Die in Großbritannien aufgetretene Variante des Corona-Virus hat erstmals auch Spanien erreicht. In Madrid seien vier Ansteckungen mit dieser Mutation nachgewiesen worden, teilte der stellvertretende regionale Gesundheitsminister Antonio Zapatero am Samstag mit. Außerdem gebe es drei Verdachtsfälle.

Drei der bestätigten Fälle seien alle per PCR-Tests in der Familie eines Mannes festgestellt worden, der in den vergangenen Tagen mit einem Flugzeug aus London eingetroffen sei. Beim vierten Infizierten handele es sich um einen jungen Mann, der ebenfalls aus London kommend am Dienstag in Madrid eingereist sei.


Zapatero beruhigte die Bürger der Region um die Hauptstadt: „Das ist für uns kein Grund, nervös zu werden.“ Die britische Variante des Virus sei zwar ansteckender als andere, aber sie führe den bisherigen Erkenntnissen zufolge nicht zu einem schwereren Verlauf der Covid-19-Erkrankung. Den vier mit dieser neuen Virusvariante infizierten Menschen gehe es auch relativ gut, betonte er.

Erste Impfungen in Seniorenzentrum in Sachsen-Anhalt

17.05 Uhr: In Halberstadt (Landkreis Harz) haben am Samstag bereits die Corona-Impfungen begonnen. Im Seniorenzentrum Krüger wurde die 101 Jahre alte Edith Kwoizalla als erste Bewohnerin geimpft. Beobachtern zufolge nahm sie den Pieks gelassen und mit einem Lächeln hinter dem Mund-Nasen-Schutz entgegen. Der Landkreis habe zuvor angefragt, ob die Einrichtung vorbereitet sei, sagte Betreiber und Pflegefachkraft Tobias Krüger. „Jeder Tag, den wir warten, ist ein Tag zu viel“, sagte er. Insgesamt ließen sich den Angaben zufolge 40 der 59 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 10 Mitarbeitende impfen.

Das Land Sachsen-Anhalt hatte am Samstagmorgen die erste Lieferung mit 9750 Impfdosen in Empfang genommen und sie gleich weiterverteilt an die Landkreise und kreisfreien Städte. Der offizielle Impfstart ist für Sonntag geplant.

Corona-Mutation aus Großbritannien auch in Schweden entdeckt

16.50 Uhr: Auch in Schweden ist ein erster Fall der in England aufgetretenen Variante des Coronavirus festgestellt worden. Die Ansteckung sei bei einem zu den Weihnachtsferien aus Großbritannien eingetroffenen Reisenden nachgewiesen worden, teilte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde am Samstag mit. Andere Mitglieder des Haushalts seien nicht betroffen. Der Reisende habe sich nach der Ankunft in Isolation begeben, hieß es. Dass es weitere Fälle gebe, könne aber nicht ausgeschlossen werden.

Aus Sorge vor der Corona-Mutation aus England hatte Schweden kürzlich ein Flugverbot für Passagiermaschinen aus Großbritannien erlassen. Es gilt bis einschließlich Silvester. Frachtmaschinen und Ambulanzflüge sind davon ausgenommen, Ausnahmen gibt es auch in dringenden Familienangelegenheiten. Die neue Corona-Variante ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

Auch zweiter Corona-Test von Markus Söder negativ

16.20 Uhr: Auch der zweite Corona-Test bei Markus Söder hat keine Infektion des bayerischen Ministerpräsidenten erbracht. Der erneute Test sei ebenfalls negativ, twitterte Söder am Samstag. Er hoffe, dass alle „das Fest mit Herz und Vernunft gefeiert“ hätten, ergänzte er.

Der CSU-Chef war kurzzeitig in Quarantäne gewesen, nachdem er Kontakt zu dem nachweislich mit Corona infizierten Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) gehabt hatte. Er war trotz eines ersten negativen Tests und einer Aufhebung der Quarantänepflicht durch das Gesundheitsamt im Homeoffice geblieben.

Corona-Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft in Hamburg

14.30 Uhr: In einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Harburg ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen: 32 Menschen wurden positiv getestet. Die Feuerwehr brachte die Infizierten sowie 25 Familienangehörige zur Isolation in eine Unterkunft im Hamburger Stadtteil Rahlstedt, wie ein Sprecher der Innenbehörde am Samstag mitteilte.

Kanzler Kurz warnt vor dritter Welle mit massiven Ansteckungszahlen

12.30 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet im kommenden Jahr europaweit mit einer dritten Corona-Welle und einem massiven Anstieg der Infektionszahlen. Zum Sommer sei dann mit einer gewissen Rückkehr zur Normalität zu rechnen, sagte Kurz dem Sender ORF am Samstag in einem Interview.

Für Österreich hat seine Regierung die Corona-Einschränkungen am 2. Weihnachtstag nach einer kurzen Lockerung wieder verschärft. Häuser und Wohnungen dürfen nur mit gutem Grund verlassen werden – dazu gehören aber auch Sport treiben und spazieren gehen. Die Regeln gelten bis zum 17. Januar.

„Das erste Quartal 2021 wird sicherlich für Europa noch eine extreme Herausforderung, die dritte Welle wird über uns hereinbrechen, und die Ansteckungszahlen werden in vielen europäischen Ländern wieder massiv zunehmen“, sagte Kurz. „Danach gehe ich davon aus, dass es aufgrund der wärmeren Temperaturen, aber auch aufgrund der stetig steigenden Zahlen derer, die geimpft sind, eine stetige Entspannung geben wird. Und ich rechne damit, dass wir im Sommer wieder in weiten Teilen zur Normalität zurückkehren können.“

Jens Spahn informiert in Live-Pressekonferenz zum Impfstart am Sonntag

11.31 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in einer Live-Pressekonferenz über den Impfstart in Deutschland informiert. Derzeit werden deutschlandweit Impfstoff-Dosen ausgeliefert. In mehreren deutschen Bundesländer sind die ersten Lieferungen bereits angekommen.

Deutschland sei laut Spahn gut auf die größte Impfkampagne in der Geschichte des Landes vorbereitet. „Die Impfzentren sind startklar, die Impfteams stehen“, sagte der CDU-Politiker am Samstag in Berlin. Gleichzeitig machte er klar, dass das Coronavirus mit dem Start der Impfaktion noch nicht besiegt ist. „Wir werden einen langen Atem brauchen, um diese Pandemie hinter uns zu lassen.“

Spahn stimmte die Bürger darauf ein, dass angesichts der Größe der Kampagne vielleicht nicht alles sofort ganz glatt laufen wird. „Es wird an der einen oder anderen Stelle auch mal ruckeln, das ist ganz normal.“ Der Gesundheitsminister bekräftigte das Ziel, Mitte des Jahres „mit dem Impfen in die Fläche zu gehen und jedem der will, ein Impfangebot zu machen“.

Corona-Variante aus England erreicht Japan

10.42 Uhr: Die in England aufgetretene Variante des Coronavirus ist nun erstmals auch in Japan nachgewiesen worden. Sie wurde bei fünf Menschen festgestellt, die zwischen dem 18. und 21. Dezember aus Großbritannien eingereist waren, wie Gesundheitsminister Norihisa Tamura mitteilte.

Die Betroffenen seien in eine 14-tägige Quarantäne geschickt worden. Einer von ihnen habe Erschöpfungserscheinungen, die anderen vier seien symptomfrei. Die fünf waren eingereist, bevor Japan Einreisebeschränkungen wegen der in Großbritannien entdeckten Virus-Mutation verhängte. Diese ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

Impfstoff gelangt unter Polizeischutz nach Wien

10.29 Uhr: In Österreich sind in der Nacht zu Samstag die ersten Impfdosen mit dem Biontech/Pfizer-Stoff gegen das Coronavirus eingetroffen. Die Lieferung kam über Deutschland aus Belgien,wie die Behörden mitteilten. Die etwa 10.000 Dosen seien ab dem Grenzübergang in Suben in Oberösterreich unter Polizeibegleitschutz in ein Lager in Wien gebracht worden. Die Impfaktion soll am Sonntag beginnen, zunächst bei über 80-Jährigen Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen.

Mehr als drei Millionen Corona-Infektionen in Russland

10.13 Uhr: In Russland ist die Zahl der Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie über die Marke von drei Millionen gestiegen. Das geht aus der am Samstag in der Hauptstadt Moskau veröffentlichten offiziellen Statistik hervor. Demnach gab es landesweit binnen eines Tages 29.200 Neuinfektionen.

Mehr als 54.200 Menschen starben bislang mit dem Virus – mehr als 560 Todesfälle gab es allein innerhalb von 24 Stunden. Den Behörden zufolge sind Moskau und die Hafenstadt St. Petersburg im Norden des Landes am stärksten betroffen.

Die Regierung hofft, mit den von russischen Forschern entwickelten Impfstoffen die Pandemie in den Griff zu bekommen. Seit Anfang des Monats laufen die Impfungen mit dem Wirkstoff „Sputnik V“, der als weltweit erster Corona-Impfstoff trotz Bedenken internationaler Forscher für eine breite Anwendung freigegeben wurde. Den Behörden zufolge wurden bislang mehr als 300.000 Menschen damit geimpft.

Erster Fall von englischer Coronavirus-Variante in Frankreich

8.10 Uhr: In Frankreich ist ein erster Fall der in Großbritannien aufgetretenen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Ein Franzose, der in Großbritannien lebe, habe sich angesteckt, berichtete die Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Der Mann sei vor einer Woche von London aus ins westfranzösische Tours gereist. Er habe keine Symptome und sei isoliert.

In Großbritannien war zuletzt eine mutierte Variante des Coronavirus aufgetaucht. Sie ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

Erste Lieferung des Corona-Impfstoffs in NRW eingetroffen

6.10 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist am Samstag die allererste Lieferung des Corona-Impfstoffs der Firma Biontech eingetroffen. Das sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatskanzlei am frühen Morgen. Zunächst kamen 9750 Impfdosen ins bevölkerungsreichste Bundesland. Sie wurden aus einer Impfstoff-Fabrik in Belgien transportiert und in ein geheimes Zentrallager des Landes NRW gebracht.


Ministerpräsident Armin Laschet betonte: „Das ist ein wichtiger Moment der Zuversicht. Mit der Lieferung des ersten Corona-Impfstoffes entsteht Hoffnung auf ein normales Leben, wie wir es vor dem Virus gekannt haben.“

Experte: „Das Impfen wird die Epidemie vorerst nicht beeinflussen“

6.05 Uhr: Der Corona-Impfstart am Sonntag in ganz Deutschland wird nach Einschätzung des Kieler Infektionsmediziners Prof. Helmut Fickenscher „die Epidemie vorerst nicht beeinflussen“. „Dies liegt daran, dass wir einfach viel zu viele Leute zu impfen haben und noch längere Zeit nicht genügend Impfstoff zu Verfügung haben werden“, sagte Fickenscher der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten.

Eine günstige Corona-Entwicklung 2021 hängt laut Fickenscher davon ab, ob die weitgehende Durchimpfung der Bevölkerung – seien es nun 60 oder 80 Prozent – vor dem Winter 2021/2022 abgeschlossen ist.

CDU-Vize Breher für Einführung von Familienzeitkonten

5.20 Uhr: Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher hat sich für die Einführung von Familienzeit-Konten ausgesprochen, bei denen ein Teil des Lohns unversteuert angelegt und etwa in Phasen von reduzierter Arbeit ausgezahlt werden kann.

„Familien sollen sich ihre “Familienzeit” selbst erarbeiten oder ansparen können – und sich diese Zeit auch selbst einteilen“, sagte Breher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Sie forderte zudem, dass Eltern ihren Anspruch von zehn Wochen Entschädigung für Verdienstausfall in Corona-Zeiten auf den anderen Elternteil übertragen können.

„Wenn man es in Hochzeiten der Arbeit nicht schafft, seinen Urlaub abzubauen oder man Überstunden angesammelt hat, sollte es möglich sein, diese Leistung unversteuert in ein Familiengeld-Konto einzuzahlen“, verlangte Breher. „Das Konto würde nach diesem Modell ein Leben lang erhalten bleiben. Egal, bei welchem Arbeitgeber ich bin, kann ich daraus dann beispielsweise Stunden wieder herausnehmen, die ich für meine Familie brauche.“ Dabei könne es um Kinderbetreuung genauso gehen wie um Zeit für die Pflege im Alter.

Weißer Ring sieht 2020 deutlich mehr Opfer häuslicher Gewalt

4.10 Uhr: Beim Weißen Ring haben sich in den ersten zehn Monaten des Corona-Jahrs 2020 gut zehn Prozent mehr Opfer von häuslicher Gewalt, Sexualdelikten und Körperverletzung gemeldet als im Vorjahreszeitraum.

„Die Zahlen waren nach dem ersten Lockdown im Frühjahr sehr verhalten und sind dann aber im Juni wieder deutlich angestiegen“, sagte der Bundesvorsitzende des Weißen Rings und frühere Chef des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. „Wir müssen leider mit dem Schlimmsten rechnen.“ Dies bestätigten die Zahlen aus der zweiten Jahreshälfte bis Oktober; neuere gibt es noch nicht.

„Unsere Erfahrung ist, dass sich häusliche Gewalttaten nicht sehr schnell in Zahlen niederschlagen. Das kommt erst nach und nach“, sagte Ziercke. „Wir wissen aus Studien, dass Frauen bis zu sieben Anläufe brauchen, um sich aus einer gewalttätigen Beziehung zu befreien.“

Dazu komme in Zeiten des Lockdowns die Gefahr des unentdeckten Missbrauchs von Kindern oder auch Gewalt gegen sie. Wenn Kitas, Schulen und Sportvereine schließen müssten, gebe es auch weniger Möglichkeiten hinzuschauen, wenn Jungen oder Mädchen Verhaltensauffälligkeiten zeigten.

Kuba fordert negativen Corona-Test zur Einreise

4.10 Uhr: Kuba verlangt künftig bei der Einreise einen negativen Test auf das Coronavirus. Dies berichtete die Parteizeitung „Granma”. Demnach gilt die Regelung von 10. Januar an, der Corona-Test muss bis zu 72 Stunden vor dem Abflug gemacht werden.

Städtetag warnt vor zu hohen Erwartungen an Impfstart

1.00 Uhr: Der Deutsche Städtetag hat davor gewarnt, zu hohe Erwartungen mit dem Impfstart an diesem Wochenende zu verbinden. “Wir sind in den Städten sehr erleichtert, dass jetzt mit den Impfungen begonnen werden kann. Es ist ein Anfang gemacht, aber der Spuk mit dem gefährlichen Coronavirus ist noch nicht vorbei‘, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung dieser Redaktion. “Die Infektionslage ist aktuell weiterhin besorgniserregend.”

Die Impfzentren seien eingerichtet und könnten innerhalb von einer Arbeitswoche hochgefahren werden. ‚Wann in den Impfzentren geimpft werden kann, hängt aber stark von der Zahl der Impfdosen ab‘, betonte Jung. ‚Die Zeit für Massenimpfungen ist noch nicht gekommen. Dafür gibt es zunächst viel zu wenig Impfstoff.‘

Die Menschen sollten ‚erst dann mit den Impfzentren oder Ärzten Kontakt aufnehmen, wenn genügend Impfstoff da ist und zur Terminvereinbarung aufgerufen wird‘, appellierte der Leipziger Oberbürgermeister. ‚Die Mitarbeitenden an der zentralen Rufnummer 116117 sowie an den Corona-Hotlines der Städte und Kreise dürfen nicht durch Terminanfragen belastet werden, solange eine Terminvergabe mangels Impfdosen nicht möglich ist.‘

Freitag, 25. Dezember: Türkei verlangt von allen Einreisenden Corona-Tests

21.03 Uhr: Die Türkei verlangt bei allen Einreisen künftig einen negativen Corona-Test. Für Flugpassagiere gilt dies schon ab diesem Montag, für alle anderen Reisenden ab Mittwoch, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Freitagabend sagte. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Wer als Fluggast keinen Test vorweisen könne, dürfe gar nicht erst nicht einsteigen, sagte er.

Und wer aus Großbritannien, Südafrika oder Dänemark komme, werde nach der Einreise separat in Quarantäne genommen. In den Staaten waren zuletzt mutierte Viren nachgewiesen worden, die mutmaßlich deutlich ansteckender sind.

Saudi-Arabiens Kronprinz vor laufender Kamera gegen Corona geimpft

20.01 Uhr: Vor laufender Kamera hat sich Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman, faktischer Herrscher des Wüstenstaats, als Erster im Königreich gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Video wurde am Freitag von der staatlichen Nachrichtenagentur SPA via Twitter verbreitet. Saudi-Arabien hatte den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer Mitte des Monats zugelassen.

In dem Wüstenstaat mit rund 34 Millionen Einwohnern wurden bisher rund 360 000 Infektionen gemeldet. Die Impfungen sollen für Landsleute und ausländische Bewohner des Königreichs kostenlos sein. Das Gesundheitsministerium strebt an, bis Ende kommenden Jahres 70 Prozent der Bevölkerung geimpft zu haben.

Dritter Lockdown in Österreich beginnt

19.15 Uhr: In Österreich beginnt am Samstag der dritte Lockdown. Viele Geschäfte müssen drei Wochen schließen. Außerdem gelten bis mindestens Mitte Januar Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Mit der Maßnahme will das Land die Verbreitung des Coronavirus weiter eindämmen. Zuletzt war das öffentliche Leben von Mitte November bis Anfang Dezember heruntergefahren worden. Seitdem ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gefallen.

In den vergangenen sieben Tagen wurden rund 160 Fälle pro 100.000 Einwohner gezählt. Damit liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Gegensatz zu den vergangenen Monaten inzwischen unter den aktuellen Werten in Deutschland.

Pilot fliegt Umrisse einer Impfspritze

18.10 Uhr: Um auf die Möglichkeit der Corona-Impfung aufmerksam zu machen, ist ein junger Pilot in der Form einer Spritze im Himmel über Baden-Württemberg unterwegs gewesen. Aufzeichnungen der Flugdaten zeigen das perfekte Abbild des medizinischen Hilfsmittels.

Der 20-jährige Pilot eines Luftsportclubs aus Friedrichshafen wolle damit die Menschen auf die seit Kurzem mögliche Corona-Impfung aufmerksam machen, sagte Frank Fischer von dem Luftsportclub am Freitag. Der Flug habe sich über Hunderte Kilometer zwischen Friedrichshafen und Ulm erstreckt und der junge Pilot habe die Route genau geplant.

Über 20 Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung in Grafschaft Bentheim

18.06 Uhr: In der Nacht zum ersten Weihnachtstag hat die Polizei 22 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung in der Grafschaft Bentheim festgestellt. Die meisten Betroffenen hätten sich zum Beispiel nach einem Verwandtenbesuch an Heiligabend schlicht zu spät auf den Heimweg begeben, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Ihnen drohe ein Bußgeld von 150 Euro aufwärts.

Generell treffe die coronabedingte Einschränkung auf hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Seit Mittwoch dürfen in dem Landkreis an der niederländischen Grenze wegen der hohen Infektionszahlen Häuser und Grundstücke zwischen 21.00 Uhr abends und 5.00 Uhr morgens nur noch aus beruflichen oder medizinischen Gründen verlassen werden.

Rund 150 Corona-Patienten im Land auf Intensivstation behandelt

17.45 Uhr: In Sachsen-Anhalt haben am Freitag 149 Corona-Patienten auf einer Intensivstation gelegen. Wie das Sozialministerium mitteilte, wurden davon 77 Menschen beatmet. Am Vortag lagen 145 Corona-Patienten in Intensiv- und Beatmungsbetten. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen erhöhte sich unterdessen binnen eines Tages um 608 Fälle.

Hälfte der evangelischen Gemeinden ohne Gottesdienste in Kirchen

14.22 Uhr: An Heiligabend haben einige Kirchengemeinden in Sachsen-Anhalt und Thüringen coronabedingt auf einen klassischen Gottesdienst verzichtet. In etwa der Hälfte aller zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) gehörenden Gemeinden habe es keine Präsenz in den Gotteshäuser gegeben, sagte EKM-Sprecher Friedemann Kahl am Freitag. Stattdessen seien weihnachtliche Inhalte – wie etwa Krippenspiele und Andachten – digital übermittelt worden.

Um die Corona-Regeln bei den veranstalteten Gottesdiensten einzuhalten, wurden besondere Maßnahmen ergriffen, wie Kahl erklärte. Unter anderem habe es Ticket-Reservierungen gegeben, um die Zahl der Menschen in den Gotteshäusern zu reduzieren. Aber auch unter freiem Himmel wurden Andachten gefeiert. Zu Gedränge sei es nicht gekommen.

Erstmals mehr als 4000 Corona-Neuinfektionen in der Slowakei

14.07 Uhr: Die Slowakei hat am Freitag zum ersten Mal die Grenze von mehr als 4000 bestätigten Corona-Neuinfektionen pro Tag überschritten. Insgesamt meldeten die Gesundheitsbehörden 4046 neue Fälle nach PCR-Tests. Schon vorher hatten die Ärztekammer und andere Gesundheitsorganisationen vor einem Kollaps der Krankenhäuser gewarnt und der Regierung eine chaotische Corona-Politik vorgeworfen.

US-Behörde: Corona-Impfstoff in Italien angekommen

13.43 Uhr: In Italien sind die ersten Corona-Impfstoffe angekommen. Das bestätigte das italienische Gesundheitsministerium am Freitag. 9750 Dosen von Pfizer-Biontech aus Belgien hätten die Staatsgrenze in der norditalienischen Ortschaft Brenner passiert, berichteten mehrere Medien, darunter auch die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und ADNKronos am Freitagvormittag.

Der Transport wurde von Polizeiautos der Carabinieri eskortiert, wie auf einem Video zu sehen war, das das Gesundheitsministerium verbreitete. Die Impfdosen seien auf dem Weg nach Rom. Am 27. Dezember will Italien in der Hauptstadt die ersten Impfstoffe gegen Corona verabreichen.

Einreise für Fluggäste aus Großbritannien mit Coronatest

12.19 Uhr: Zur Einreise in die USA sollen Flugpassagiere aus Großbritannien künftig einen negativen Coronatest vorlegen. Der PCR- oder Antigentest dürfe höchstens drei Tage vor der Abreise in die Vereinigten Staaten vorgenommen worden sein, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit.

Corona beschert Fernsehsendern Heiligabendrekord

11.09 Uhr: Eigentlich haben viele Menschen an Heiligabend Besseres zu tun als vor dem Fernseher zu sitzen. Am 24. Dezember ist die TV-Nutzung in der sogenannten besten Sendezeit von 20 bis 23 Uhr deutlich geringer als an anderen Tagen. In den meisten Jahren ist Heiligabend sogar der Tag im Jahr, an dem abends am wenigsten ferngesehen wird. Doch im Corona-Jahr ist auch das anders gewesen.

Statt wie letztes Jahr knapp 19,6 Millionen saßen diesmal an Heiligabend im Schnitt 21,1 Millionen vor dem Bildschirm, wie die AGF Videoforschung am ersten Weihnachtstag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. „Die Sehbeteiligung von 21,142 Millionen Zuschauern im Gesamtpublikum markiert ein Zehn-Jahres-Hoch“, sagte am Freitag Kerstin Niederauer-Kopf, die Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung.

Der Anstieg komme vor allem durch eine höhere Sehbeteiligung älterer Zielgruppen, das heißt bei Personen ab 50 Jahren, zustande. „Offensichtlich wurde Fernsehen als Alternative für etwa das fehlende Zusammenkommen im Kreis der Familie oder die Absage von Präsenzgottesdiensten genutzt.“

Die TV-Hitliste war laut Niederauer-Kopf geprägt von nostalgischen Sendungsformaten wie „Kevin – Allein zu Haus“ und der „Feuerzangenbowle“, von Weihnachtsshows wie „Heiligabend mit Carmen Nebel“, aber auch von Gottesdiensten, die von vielen als Alternative zum Kirchgang gesehen wurden.


Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen wollen sich impfen lassen

9.32 Uhr: Etwa zwei Drittel der Deutschen wollen sich laut einer Umfrage gegen das Coronavirus impfen lassen. In der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 32 Prozent der Befragten an, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen. Weitere 33 Prozent sind zwar ebenfalls dazu entschlossen, wollen aber trotzdem erst einmal mögliche Folgen der Impfung bei anderen abwarten. 19 Prozent haben sich gegen eine Impfung entschieden, 16 Prozent sind noch unentschlossen.

Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent hat aber auch Angst vor Nebenwirkungen der Impfung. Nur ein Drittel hat solche Befürchtungen nicht.

Entwicklungsminister fordert Corona-Soli von Superreichen

8.09 Uhr: Entwicklungsminister Gerd Müller fordert einen größeren Beitrag von Milliardären zur Finanzierung der Corona-Folgen. „Ich fände es angemessen, wenn sich superreiche Krisengewinner jetzt freiwillig an der Finanzierung der Krisenbewältigung beteiligen“, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. „Mein Vorschlag ist, dass sie in einen Solidaritätsfonds einzahlen – etwa bei den Vereinten Nationen. Oder sie unterstützen direkt die globale Impfplattform COVAX oder das Welternährungsprogramm.“ Damit könnten fehlende Mittel erbracht werden, etwa für die globale Covid-19-Impfkampagne oder die Ernährungssicherung in Flüchtlingslagern.

Allein Amazon-Chef Jeff Bezos sei in den vergangenen Monaten um mehr als 70 Milliarden Dollar reicher geworden, rechnete Müller vor. Das Nettovermögen von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sei teilweise an einem einzigen Tag um acht Milliarden Dollar gestiegen. Der Minister nannte Bill und Melinda Gates, deren Stiftung sich für Gesundheitsförderung engagiert, als Beispiel für „Milliardäre, die ihr Vermögen freiwillig für humanitäre Zwecke einsetzen“.

Querdenken-Gründer Ballweg kündigt monatelange Demo-Pause an

6.11 Uhr: „Querdenken“-Initiator Michael Ballweg hat dazu aufgerufen, sich an das Verbot der „Querdenken“-Demo in Berlin zum Jahreswechsel zu halten. Er bat in einer am Heiligabend im Netz veröffentlichten Video-Botschaft darum, „das Verbot der Demonstrationen in Berlin zu akzeptieren und am 30.12., am 31.12. und am 1.1. nicht nach Berlin zu fahren“.

Ballweg kündigte in der Video-Botschaft zudem an, zunächst keine großen „Querdenken“-Demonstrationen mehr anzumelden. Mit diesem Rückzug im Winter sollten nach seinem Bekunden Kräfte für den Frühling gesammelt werden. „Aus diesem Grund, werde ich auf Weiteres keine Großdemonstrationen mehr anmelden.“ Dies empfehle er auch anderen „Querdenken“-Gruppen in Deutschland. Zugleich rufe er dazu auf, dass sich eine Organisation finde, die „in naher Zukunft“ eine Großdemonstration anmelde. Er freue sich zudem über alle, die selbst aktiv seien und die kleinere Versammlungen abhielten.


Corona-Impfungen in Südamerika gestartet

5.30 Uhr: Mit Chilé, Mexiko und Costa Rica haben die ersten Nationen in Südamerika mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Der Impfstart in Mexiko wurde während der morgendlichen Pressekonferenz von Präsident Andrés Manuel López Obrador live übertragen. Die Oberschwester der Intensivstation des Krankenhauses Rubén Leñero in Mexiko-Stadt war die erste Mexikanerin, die die Corona-Impfung bekam, wie die mexikanische Zeitung „El Universal“ berichtete – und damit auch die erste Lateinamerikanerin.

Kurz nach Ramírez bekam Zulema Riquelme in Chile die erste Impfung. „Auf dass alle Leute sich impfen mögen“, zitierte die chilenische Zeitung „La Tercera“ Riquelme, die im „Hospital Metropolitano“ in Santiago de Chile arbeitet. In Costa Rica war die 91 Jahre alte Elizabeth Castillo, die in einem Altenheim in Tres Ríos in der Provinz Cartago lebt, die erste Bürgerin, die die Impfung erhielt.

Alle drei Länder benutzten den Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer. Die erste Ladung des Impfstoffes war am Mittwoch aus Belgien in Mexiko angekommen

Donnerstag, 24. Dezember: Corona-Pandemie: Rund 360 Menschen Heiligabend auf Intensivstationen

19.27 Uhr: In Berlin haben 364 Menschen Heiligabend nach einer Corona-Infektion auf der Intensivstation verbracht. Weitere elf Todesfälle sind am Donnerstag im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie registriert worden. Allerdings melden nicht alle Bezirke an Feiertagen ihre Zahlen. Insgesamt stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona damit auf 1116, heißt es im jüngsten Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit. Insgesamt waren fast 30 Prozent der Berliner Intensivbetten mit Pandemie-Patienten belegt.

Premiere in Lateinamerika: Mexiko startet Corona-Impfung

17.52 Uhr: Mexiko hat als erstes Land in Lateinamerika mit der Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus begonnen. Der Impfstart wurde während der morgendlichen Pressekonferenz von Präsident Andrés Manuel López Obrador am Donnerstag live übertragen. Die Oberschwester der Intensivstation des Krankenhauses Rubén Leñero in Mexiko-Stadt war die erste Mexikanerin, die die Corona-Impfung bekam, wie die mexikanische Zeitung „El Universal“ berichtete.

Englische Coronavirus-Variante erstmals in Deutschland nachgewiesen

16.47 Uhr: Die in Großbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus ist erstmals auch in Deutschland nachgewiesen worden. Bei einer Frau, die am 20. Dezember aus Großbritannien nach Baden-Württemberg einreiste, wurde am Donnerstag die mutierte Variante B.1.1.7 festgestellt. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Die Frau habe milde Krankheitssymptome und befinde sich in häuslicher Isolation. Drei enge Kontaktpersonen seien ebenfalls in Quarantäne.

Neue Coronavirus-Variante in Nigeria

15.23 Uhr: In Nigeria ist nach Angaben der afrikanischen Seuchenbehörde CDC eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden. Das Virus sei nicht identisch mit der in Großbritannien aufgetretenen Mutation, erklärt der Leiter des Afrikanischen Zentrums für Krankheiten und Prävention, John Nkengasong. Bislang gäbe es noch wenige Informationen über die Mutation, man erforsche sie weiter.

Kardinal Marx verteidigt Präsenzgottesdienste

15.02 Uhr: Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat die Entscheidung zu weihnachtlichen Präsenzgottesdiensten in der Corona-Pandemie verteidigt. “Wir haben uns das gut überlegt. Die Pfarrgemeinden bereiten seit Wochen die Gottesdienste intensiv vor und setzen die Auflagen mit großem Engagement um”, sagte der Erzbischof von München und Freising dem “Münchner Merkur”.

“Wir sind in einer anderen Situation als an Ostern, als wir nichts wussten über die Krankheit und auch noch keine überzeugenden Hygienekonzepte hatten”, so Marx. Allerdings müsse jeder für sich entscheiden, ob er zum Gottesdienst komme. “Ich sehe auch die vielen, die gerade in dieser Zeit hungern nach einer Begegnung, nach einem Gottesdienst, nach der Feier der Eucharistie. Man darf nicht unterschätzen, dass das eine Quelle der Hoffnung und des Trostes ist für viele Menschen. Das wollen wir auf jeden Fall ermöglichen.”


Pandemie trübt auch in Bethlehem das Weihnachtsfest

14.30 Uhr: Auch in Bethlehem hat die Corona-Pandemie dem Weihnachtsfest viel seiner gewöhnlichen Lebendigkeit genommen. Marschkapellen liefen am Donnerstag durch die Stadt im Westjordanland und spielten Weihnachtslieder. Doch sie hatten weniger Zuschauer als in den vergangenen Jahren.

Dänisches Verbot für Flüge aus Großbritannien wird aufgehoben

13.13 Uhr: Ab dem ersten Weihnachtstag dürfen Flugzeuge aus Großbritannien wieder in Dänemark landen. Das Flugverbot für Passagiermaschinen aus dem Vereinigten Königreich werde am 25. Dezember um 0.00 Uhr aufgehoben, teilte der Bürgerservice des dänischen Außenministeriums am späten Mittwochabend auf Twitter mit. Dänen mit britischem Wohnsitz werden jedoch ausdrücklich aufgefordert, nicht nach Dänemark zu reisen und den Empfehlungen der britischen Behörden zu folgen.


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Serbien beginnt mit Corona-Impfungen – Regierung macht den Anfang

12.37 Uhr: Serbien hat am Donnerstag damit begonnen, die Bevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen. Vor laufenden Kameras ließ sich Ministerpräsidentin Ana Brnabic als erste Bürgerin des Balkanlandes den Impfstoff des deutsch-amerikanischen Konsortiums Biontech-Pfizer injizieren. Im Belgrader Virologie-Institut Torlak folgten ihr Gesundheitsministerin Darija Kisic-Tepavcevic und der serbische Chef-Virologe Predrag Kon.

Coronazahlen in den USA weiter auf hohem Niveau

11.00 Uhr: In den USA breitet sich das Coronavirus weiter aus. Am Mittwoch – einen Tag vor Heiligabend – wurden binnen eines Tages 228.131 Neuinfektionen und 3359 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion erfasst, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen hervorging. Die bisher höchsten Werte wurden vergangene Woche mit 249 709 Neuinfektionen (18. Dezember) und 3682 Toten (16. Dezember) verzeichnet.


Höchstwert bei Neuinfektionen und Todesfällen in Russland

10.16 Uhr: Russland meldet 29.935 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Insgesamt haben sich damit mehr als 2,9 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt. Zudem starben 635 weitere Menschen mit oder an dem Virus, das ist ebenfalls ein neuer Höchstwert. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 53.096. Bei den Infektionszahlen liegt Russland weltweit hinter den USA, Indien und Brasilien an vierter Stelle.

Corona: Israel beschließt dritten Teil-Lockdown

10.00 Uhr: Wegen steigender Corona-Fallzahlen haben die israelischen Behörden einen dritten Teil-Lockdown beschlossen. Die Restriktionen treten am Sonntag um 17 Uhr (Ortszeit, 16 Uhr MEZ) für mindestens zwei Wochen in Kraft, wie das Büro von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag mitteilte. Sie könnten für weitere zwei Wochen verlängert werden, sollte die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen nicht unter tausend fallen. Im Rahmen des Teil-Lockdown dürfen die Menschen in Israel sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause weg bewegen.

Pandemie: Ausgangssperre in Griechenland – Traditionelles Weihnachtssingen verboten

9.45 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie ist das traditionelle Weihnachtssingen der Kinder in Griechenland (Kalanta) am Vormittag von Heiligabend ausgefallen. Der Zivilschutz hatte den liebgewonnenen Brauch, bei dem die Kinder von Haus zu Haus ziehen, aus Angst vor Ansteckungen verboten. „So weit ich mich zurückerinnern kann, hat es so was noch nie gegeben. Nicht mal während des Zweiten Weltkrieges“, sagte ein älterer Athener im Staatsfernsehen (ERT) am Donnerstag.

Corona-Krise hat viele Deutsche ärmer gemacht

9.30 Uhr: Der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) beklagt eine Vergrößerung des sozialen Gefälles in Deutschland durch die Folgen der Corona-Pandemie. “Viel zu viele Menschen sind in der Pandemie noch ärmer geworden – auch durch Kurzarbeit”, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der Nachrichtenagentur dpa.

Geringe Löhne, schmerzhafte Einkommenseinbußen und steigende Wohnkosten brächten viele Menschen in Deutschland in eine schwierige Lage. “In Deutschland arbeiten sieben Millionen Menschen im Niedriglohnbereich”, sagte Hoffmann. Zuletzt waren im September 2,2 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit, im April waren es knapp sechs Millionen Menschen. Für November und Dezember mit erst teilweisem und dann erweitertem Lockdown wird wieder ein Anstieg erwartet.

Pandemie: Rio de Janeiro will Copacabana an Silvester abriegeln

8.30 Uhr: Nach der Absage der weltberühmten Silvesterparty an der Copacabana hat Rio de Janeiro angekündigt, das gesamte Viertel abzusperren, um Menschenansammlungen zum Jahreswechsel zu vermeiden. Nur Anwohner würden Zugang bekommen, berichtete das brasilianische Fernsehen unter Berufung auf Jorge Felippe, der nach der Verhaftung von Marcelo Crivella wegen des Verdachts auf Korruption das Amt des Bürgermeisters ausübt. Dem Bericht zufolge wird auch erwogen, die Stadt für Touristenbusse zu schließen. Die Silvesterparty in Rio zieht jedes Jahr Millionen Touristen in die Hafenstadt. Sie soll dieses Jahr virtuell stattfinden.


Corona-Testkapazitäten in der Weihnachtswoche reduziert

7.26 Uhr: Wie aus dem Lagebericht des Robert Koch-Instituts von Mittwochabend hervorgeht, sind die Test-Kapazitäten in der Weihnachtswoche deutlich geringer. „Insgesamt ist während der Feiertage mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen“, schreibt das RKI.

Die Daten dazu könnten nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage in Deutschland ergeben. Demnach können die Labore in Kalenderwoche 52 (21.12. bis 27.12.) rund 1,2 Millionen PCR-Tests durchführen. Zum Vergleich: In Kalenderwoche 51 wurden in Deutschland knapp 1,6 Millionen Tests tatsächlich durchgeführt. Dabei lagen die Kapazitäten mit rund 2,0 Millionen noch deutlich darüber.

Mediziner appellieren: Weihnachten an Corona-Regeln halten

6.46 Uhr: Vor dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland appellieren Ärzte zur Vernunft an Weihnachten. Auch beim Einsatz von Corona-Schnelltests müssten die Corona-Regeln über die Festtage eingehalten werden, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, der „Rheinischen Post“. Diese Tests hätten durchaus ihre Berechtigung, „aber ich warne vor einer Scheinsicherheit dieser Testergebnisse: Ein negatives Testergebnis, beispielsweise vor Familienfeiern, darf nicht zu einem sorglosen Umgang verleiten.“ Negative Testergebnisse seien immer nur eine Momentaufnahme und können am nächsten Tag schon positiv ausfallen.

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen und der angespannten Lage in den Krankenhäusern sollte sich auch jeder kritisch fragen, ob er wirklich die gesetzlichen Höchstgrenzen für Zusammenkünfte ausreizen müsse, sagte Reinhardt. „Eine dritte, noch stärkere Infektionswelle, würde unser Gesundheitssystem überlasten. Jeder einzelne kann dazu beitragen, dass zu verhindern.“

Studie: 3,3 Prozent der Münchner hatten schon Corona

6.10 Uhr: Einer großangelegten Antikörper-Studie zufolge haben sich in München bis November knapp 3,3 Prozent der Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. Damit habe sich die Zahl derjenigen, die Antikörper gegen das Sars-CoV-2-Virus entwickelt haben, seit der ersten Welle fast verdoppelt, teilten die Forscher der Infektions- und Tropenmedizin der Uniklinik München mit. Es ist die erste große Studie bundesweit, die Ergebnisse über die Infektionszahlen in der zweiten Welle liefert.

Polizeigewerkschaft: Demonstrationen vor Corona-Impfzentren verbieten

5.32 Uhr: Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat ein Demonstrationsverbot vor Corona-Impfzentren in Deutschland gefordert. „Wir brauchen Demoverbote, sowohl auf den Transportstrecken als auch bei den Impfstationen“, sagte Wendt der „Passauer Neuen Presse“ (PNP, Weihnachtsausgabe). Der Impfstoff sei ein wertvolles Gut. „Man muss sich auf alle Eventualitäten vorbereiten, um den Impfstoff zu schützen.“

Eigentlich müsse es jetzt selbstverständlich sein, auf solche Demonstrationen zu verzichten, doch von solchen Selbstverständlichkeiten könne man leider nicht ausgehen. „Wenn die Impfstoff-Transporte so ablaufen wie die Castor-Transporte, werden wir das nicht hinbekommen. Das schafft die Polizei dann kräftemäßig nicht“, warnte Wendt. Die Kommunen sollten rasch Verbote erlassen, die Länder koordinieren. Denn „wir haben diese Querdenker-Demos bereits erlebt und gesehen, welches aggressive Potenzial es da gibt.“

Corona-Jahr bringt Rekord an Sondersendungen

5.17 Uhr: Ein Rekordjahr in Sachen Sondersendungen: 73 Mal ist 2020 ein „ARD extra“ zur Corona-Lage nach der 20-Uhr-„Tagesschau“ ausgestrahlt worden. Auch das ZDF änderte häufig seinen Programmablauf: 60 „ZDF spezial“-Sendungen beschäftigten sich mit der Pandemie. RTL brachte bislang 30 Sondersendungen zu Corona mit dem Titel „RTL Aktuell Spezial“. Die Einschaltquoten gaben den Sendern recht für ihre vertiefenden Formate. Reichweitenstärkste Sondersendung war ein „ARD extra“ zum erneuten harten Lockdown Mitte Dezember. Am dritten Advent sahen fast 15 Millionen die Sendung in allen ausstrahlenden ARD-Programmen, davon fast 12 Millionen im Ersten. Auch RTL und ZDF zeigten sich zufrieden.

Mittwoch, 23. Dezember: Sächsischer Umweltminister Günther positiv auf Corona getestet

  • Der sächsische Umwelt- und Agrarminister Wolfram Günther (Grüne) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.
  • Als fünftes Land in Lateinamerika und 17. Land der Welt hat Peru mehr als eine Million Corona-Fälle registriert.
  • In Großbritannien sollen zwei Fälle der Corona-Mutante namens 501.V2 aus Südafrika entdeckt worden sein.
  • Nach dem Stopp von Flugreisen aus Großbritannien wegen einer Corona-Mutation hat die italienische Regierung Italienern die Heimreise von dort unter gewissen Umständen wieder ermöglicht.
  • Es ist ein trauriger Rekord: 962 Corona-Tote hat das Robert-Koch-Institut am Dienstag gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen ging hingegen leicht zurück im Vergleich zur Vorwoche – auf 24.740 frisch gemeldete Fälle. Die Folgen sind schon dramatisch. Einige Krankenhäuser haben ihre Belastungsgrenze erreicht.
  • Nach den USA hat auch Kanada den Einsatz des Coronavirus-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna erlaubt. Das teilte das Gesundheitsministerium in Ottawa am Mittwoch mit.
  • Die polnische Regierung hat ein Hilfspaket von 35 Milliarden Zloty (7,8 Milliarden Euro) geschnürt, um Firmen zu unterstützen, die vom Corona-Lockdown betroffen waren.
  • Nordkoreanische Hacker haben nach Angaben des russischen Sicherheitssoftware-Herstellers Kaspersky versucht, illegal an Informationen über Corona-Impfstoffe zu gelangen..
  • Angesichts der Tausenden in England festsitzenden Lkw-Fahrer fordert der Verband der Automobilindustrie (VDA) von den Bundesländern für Weihnachten eine Aufhebung der Lkw-Fahrverbote.
  • Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hat das Abhalten von Weihnachtsgottesdiensten in der Corona-Pandemie verteidigt.
  • Der Gesundheitszustand des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, der sich mit dem Coronavirus angesteckt hatte, verbessert sich. Das bestätigten Kreise des Präsidialamtes am Mittwoch.
  • Als Hilfe bei der Versorgung britischer Supermärkte hat die Lufthansa 80 Tonnen Obst und Gemüse ins Vereinigte Königreich geflogen.
  • Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer liefern zusätzliche 100 Millionen Dosen ihres Corona-Impfstoffes an die USA. Die Präparate werden in Anlagen in den USA produziert, wie die
  • Berichte über allergische Reaktionen auf den Biontech-Impfstoff sollten Allergiker nicht allzu sehr beunruhigen, sagt Prof. Ludger Klimek, Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen.
  • In den USA sind binnen eines Tages 3401 Tote im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verzeichnet worden. Das teilte die Johns-Hopkins-Universität (JHU) mit.
  • Das für die Prüfung von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut hat den Weg für den Start der Corona-Impfungen freigemacht: Das Bundesinstitut gab drei Chargen mit rund 4,1 Millionen Dosen des Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer frei.
  • In der Schweiz sind am Mittwoch in einigen Kantonen die Corona-Impfungen angelaufen.
  • In Österreich dürfen ab 24. Dezember die Skilifte unter strengen Auflagen öffnen. Touristen werden zunächst keine erwartet, da jeder Einreisende bis zu zehn Tage in Quarantäne muss.
  • Die Impfungen gegen das Coronavirus stehen kurz bevor. Doch viele Menschen fürchten sich vor Nadeln. Ein Psychotherapeut gibt Tipps. Lesen Sie dazu: Corona-Impfung: Was hilft gegen die Angst vor Spritzen?
  • Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Fehler im Umgang der Politik mit der Pandemie eingeräumt. “Im Frühling sind viele Menschen allein gestorben, weil die Heime abgeriegelt wurden”, sagte Laschet im “Spiegel”. “Das ist ein Schaden, den wir nicht wiedergutmachen können. Irreparabel. Nicht korrigierbar. Da können wir Verantwortlichen in der Politik die Angehörigen nur um Verzeihung bitten.”
  • Kurz vor dem Start der ersten Corona-Impfungen in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstrichen, dass zunächst nur ausgewählte Gruppen den Schutz erhalten können.
  • Am Sonntag sollen die ersten Deutschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Lesen Sie hier: Was man über den Biontech/Pfizer-Impfstoff wissen muss
  • Beschäftigte in Gesundheitsberufen sollen die Corona-Schutzimpfung bevorzugt erhalten – auch weil viele von ihnen wegen des Kontakts zu Patientinnen und Patienten einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind.
  • In Sachsen spitzt sich die Situation weiter zu. Wegen der dramatisch hohen Todeszahlen im ostsächsischen Zittau müssen dort Leichen außerhalb des Krematoriums zwischengelagert werden.
  • Die Amtsärzte haben ein bundesweites Verbot von Weihnachtsgottesdiensten gefordert.
  • Der künftige US-Präsident Joe Biden macht den Amerikanern angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie keine Hoffnung auf eine rasche Besserung der Lage – im Gegenteil. “Hier ist die einfache Wahrheit: Die dunkelsten Tage im Kampf gegen Covid liegen noch vor uns, nicht hinter uns”, sagte Biden.

Dienstag, 22. Dezember: Spahn warnt vor Corona-Risiko durch Rückkehrer aus Süd- und Osteuropa

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor einem Corona-Risiko durch heim- und zurückreisende Menschen aus ost- und südosteuropäischen Ländern gewarnt.
  • Alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten unterliegen ab Mittwoch in Bayern einer Corona-Testpflicht. Dies hat am Dienstag das bayerische Kabinett in München beschlossen.
  • In Lettland sollen künftig Hotels zur Unterbringung von Menschen genutzt werden, die wegen einer Corona-Erkrankung oder als enge Kontaktperson in Quarantäne müssen.
  • Papst Franziskus hat seine Planungen für Weihnachten nach zwei Corona-Fällen in seinem Umfeld angepasst. Seine traditionelle Weihnachtsbotschaft am 25. Dezember wird der Papst in diesem Jahr nicht von der Loggia des Petersdoms aus vortragen.
  • Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat den Verkauf von Silvesterfeuerwerk bundesweit untersagt. Laut dem Verbot dürften auch bereits zuvor etwa über den Online-Handel getätigte Bestellungen nicht mehr an den Endkunden ausgeliefert werden, teilte das Innenministerium mit.
  • Wegen des Demonstrationsverbots an Silvester in Berlin will die Initiative “Querdenken” nun bereits am 30. Dezember gegen die Corona-Verordnungen protestieren.
  • Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, warnt vor einer dritten Infektionswelle mit dem neuartigen Coronavirus nach den Feiertagen. Experten würden davon ausgehen, dass sich die dritte Welle vom 10. bis 15. Januar in Deutschland zeigt, so der Ministerpräsident.
  • Die Krankenkasse Barmer informiert ab sofort in ihrer Corona-Hotline auch über Covid-19-Impfungen, und zwar nicht nur die eigenen Versicherten. Unter der Telefonnummer 0800 84 84 111 wird allen Interessierten kostenfrei erklärt, wer wann und wo geimpft wird, wie sicher die Impfung ist oder wer die Kosten übernimmt.
  • Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, scheint mit Blick auf das mutierte Coronavirus aus Großbritannien nun doch beunruhigt zu sein. Beim Nachrichtendienst Twitter schrieb er in der Nacht auf Dienstag: “Neue Daten zur Mutante. Das sieht leider nicht gut aus.”
  • Der Chef der Mainzer Firma Biontech geht davon aus, dass auch die Mutation des Coronavirus mit dem von seinem Unternehmen entwickelten Impfstoff in den Griff zu bekommen ist.
  • Der nordrhein-westfälische Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat die Kirchen in Deutschland zur Absage aller Präsenzgottesdienste zu Weihnachten aufgerufen.
  • Nach der bedingten Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union wollen die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer sofort die ersten Lieferungen des Präparats in die EU-Mitgliedsstaaten veranlassen.
  • Die Intensivmediziner in Deutschland appellieren angesichts anhaltend hoher Corona-Zahlen an die Bürger, an Weihnachten auf Treffen im größeren Kreis zu verzichten.
  • Die Polizei will die Einhaltung der Corona-Beschränkungen an Weihnachten und Silvester scharf kontrollieren.

Montag, 21. Dezember: Erste Menschen in den USA bekommen Moderna-Impfstoff

  • Die EU hat das Biontech-Vakzin zugelassen – doch wirkt das auch gegen die neue Virus-Variante aus Großbritannien. Lesen Sie dazu hier: Corona: Wie gut hilft der Biontech-Impfstoff gegen Covid-19?
  • In den USA haben am Montag die ersten Menschen den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna verabreicht bekommen
  • In der Europäischen Union ist der erste Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen worden. Die EU-Kommission erteilte dem Präparat des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer die bedingte Marktzulassung, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte
  • Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat über die Zulassung des Vakzins der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer entschieden
  • Nach der Corona-Infektion von Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat sich Ministerpräsident Markus Söder als Kontaktperson eins über Weihnachten in Quarantäne begeben
  • Von den am Sonntag am Hamburger Flughafen getesteten Passagieren aus Großbritannien sind sieben Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei einem Fluggast in Hannover hat sich ebenfalls eine Infektion bestätigt
  • Deutschlands Top-Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass die mutierte Version des Coronavirus aus Großbritannien bereits in Deutschland angekommen ist. Dennoch zeigte sich Drosten nicht allzu besorgt über die Coronavirus-Mutation. Lesen Sie dazu: Drosten – Coronavirus-Mutation wohl schon in Deutschland
  • Nach monatelangem Ringen ist im US-Kongress eine parteiübergreifende Einigung auf ein neues gigantisches Hilfspaket gegen die Corona-Krise erzielt worden
  • Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist nach Angaben des RKI in Deutschland bundesweit auf 197,1 gestiegen. Das ist der höchste Wert fürs ganze Land, der seit Beginn der Pandemie erhoben worden ist
  • Wegen der in Großbritannien entdeckten Variante des Coronavirus schottet sich Europa zum Wochenbeginn zunehmend vom Vereinigten Königreich ab

Sonntag, 20. Dezember: Dänemark will vier Millionen gekeulte Nerze wieder ausgraben

  • Großbritannien wird wegen der raschen Ausbreitung der neuen Variante des Coronavirus immer weiter vom Festland abgeschnitten. Weil Frankreich die Grenzen zum Vereinigten Königreich dicht gemacht hat, wurden der wichtige britische Hafen Dover am Ärmelkanal sowie der Eurotunnel geschlossen. Frachtverkehr als auch Passagiere würden gebeten, nicht mehr anzureisen, teilte der Hafen am Sonntagabend bei Twitter mit
  • Die neue Corona-Variante hat Italien erreicht. Das Gesundheitsministerium des südeuropäischen Landes teilt mit, dass die Mutation bei einem Patienten nachgewiesen worden sei. Der Patient sei zusammen mit einer weiteren Person in den vergangenen Tagen aus Großbritannien zurückgekehrt und mit dem Flugzeug in Rom gelandet
  • Man muss dem Coronavirus den Weg abschneiden. Wichtig sind strenge Regeln für Reisende, meint Politik-Korrespondent Miguel Sanches zur neuen Corona-Variante in Großbritannien. Lesen Sie den Kommentar hier:Reaktion auf mutiertes Virus: Grenzkontrollen – was sonst?
  • Auch Frankreich, Bulgarien und Irland verhängen wegen der neuen Variante des Coronavirus ein Verbot von Flügen aus Großbritannien. Das teilen die zuständigen Behörden in den drei Ländern mit. Die Regelung gelte ab Mitternacht zunächst bis zum 31. Dezember
  • Wegen der neuen Variante des Coronavirus wird der Flugverkehr von Großbritannien nach Deutschland weitgehend gestoppt. Ab Mitternacht sind Landungen aus Großbritannien untersagt, wie aus einer Verfügung des Bundesverkehrsministeriums vom Sonntag hervorgeht – Ausnahmen gelten etwa für Frachtflüge. Zunächst berichtete die „Bild“-Zeitung über entsprechende Pläne.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben wegen der neuen Coronavirus-Variante in Großbritannien mit den Spitzen der EU beraten
  • Die Corona-Pandemie hat das Einkaufsverhalten der deutschen maßgeblich zu Gunsten des Onlinehandels verschoben. Der Einzelhandel hingegen leidet unter teils deutlichen Einsatzbußen. Daher plant die Unionsfraktion im Bundestag laut einem Bericht der „Welt am Sonntag“ eine Besteuerung von Paketen im Online-Handel. Das eingenommene Geld soll zum Aufbau eines „Innenstadtfonds“ dienen, der dem Einzelhandel zugute kommt.
  • Belgien hat aufgrund der mutierten Version des Coronavirus in Großbritannien seine Verkehrsverbindungen zum Vereinigten Königreich gekappt
  • Die Mutation des Corona-Virus in Großbritannien stellt nach Einschätzung von Weltärzte-Präsident Frank Ulrich Montgomery die bisherige Impfstrategie nicht in Frage
  • In Deutschland ist die neue Coronavirus-Variante, die sich derzeit in Großbritannien ausbreitet, nach Angaben von Christian Drosten bisher nicht aufgetaucht
  • Um die Ausbreitung einer in Großbritannien aufgetretenen neuen Variante des Coronavirus zu verhindern, dürfen aus dem Königreich kommende Passagiermaschinen vorerst nicht mehr in den Niederlanden landen

Samstag, 19. Dezember: US-Gesundheitsbehörde meldet über 400.000 Neuinfektionen

  • Wegen der raschen Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien hat die Regierung einen neuen Shutdown für die Hauptstadt London verhängt. Die kürzlich entdeckte Variante sei um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form, sagte Premierminister Boris Johnson am Samstag vor Journalisten in London
  • Die Italiener müssen Weihnachten und Silvester in diesem Jahr unter einem strikten Lockdown verbringen. Wegen rasant steigender Corona-Zahlen wird das ganze Land zur „roten Zone“ erklärt. Das ist die höchste Stufe der Corona-Maßnahmen
  • Deutschland soll sich noch einmal 30 Millionen Dosen des Biontech-Impfstoffs auf nationaler Ebene gesichert haben, wie die Bild am Sonntag berichtet. Lesen Sie dazu:Corona: Bundesregierung kauft Millionen Impfdosen nach
  • In Südafrika ist eine neue Mutation des Coronavirus entdeckt worden. Die 501.V2 genannte Variante könnte hinter der raschen Ausbreitung der zweiten Corona-Welle im Land stecken, erklärte Gesundheitsminister Zwelini Mkhize
  • Die Schweiz hat dem vom Mainzer Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff eine Zulassung erteilt
  • Über 300 Wissenschaftler fordern in einem offenen Brief ein gemeinsames Vorgehen der EU-Staaten gegen das neuartige Coronavirus. Das Papier wurde unter anderem vom Chef-Virologen der Berliner Charité, Christian Drosten, und dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, unterschrieben. Gemeinsames Handeln und gemeinsame Ziele seien unabdingbar. Lesen Sie mehr dazu:Wissenschaftler schlagen Drei-Stufen-Plan gegen Corona vor
  • Der Corona-Impfstoff des US-Pharmaunternehmens Moderna hat erstmals eine Notfallzulassung bekommen. Das Mittel dürfe ab sofort in den USA eingesetzt werden, teilte die nationale Arzneimittelbehörde FDA am Freitagabend (Ortszeit) mit
  • Finanzminister Olaf Scholz hat Corona-Hilfen auf lange Sicht zugesagt. Lesen Sie hier:Olaf Scholz: „Wir können den Lockdown lange durchhalten“

Freitag, 18. Dezember: Gewählter US-Präsident Biden lässt sich am Montag öffentlich gegen Corona impfen

  • Der gewählte US-Präsident Joe Biden wird sich am kommenden Montag öffentlich gegen das Coronavirus impfen lassen.
  • Der Pflegerat NRW schlägt Alarm: In der Altenpflege sei die Situation dramatisch, besonders in den stationären Einrichtungen der Langzeitpflege, betonte der Pflegerat.
  • In Südafrika kursiert eine neue Variante des Sars-CoV-2-Virus. Entdeckt worden sei die vorerst 501.V2 genannte Variante bei genetischen Untersuchungen von Proben aus verschiedenen Provinzen, sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Freitagabend in einer TV-Rede.
  • Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat sich erstmals seit seiner Corona-Infektion direkt an seine Landsleute gewandt. „Mir geht es gut“, sagte der 42-Jährige in einem via Twitter verbreiteten Video.
  • Die EU-Kommission nutzt ihre Option auf 80 Millionen zusätzliche Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna.
  • In Sachsen hat die Zahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie die 100.000er-Marke überschritten. Lesen Sie dazu: Inzidenzen über 2000 – Extrem hohe Corona-Werte in Sachsen
  • Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hält eine Verlängerung des harten Lockdowns für notwendig – bis mindestens in den Februar hinein. Lesen Sie hier:Verhalten zum Fest bestimmt Länge des Lockdowns
  • Heimbetreiber befürchten gravierende Probleme bei den geplanten Corona-Impfaktionen in Altenheimen. Mehr zum Thema:Corona-Schnelltests – Können Laien die Tests kaufen?
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat heute die neue Impfverordnung unterzeichnet. Stand heute gehe man von elf bis 13 Millionen Impfdosen im ersten Quartal 2021 aus, sagte Spahn. Lesen Sie dazu: „Maybrit Illner“ – Warum der Corona-Lockdown wohl länger geht
  • Eine Mehrheit der Deutschen will die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen über Weihnachten beachten: Rund 53 Prozent der Bürgerinnen und Bürger geben an, die Regeln „sehr genau“ einhalten zu wollen, 24 Prozent immerhin „eher genau“.
  • Rentner im Westen müssen sich im kommenden Jahr auf eine Nullrunde einstellen – es wird die erste seit dem Jahr 2010 sein. Im Osten wird es ein mageres Plus um 0,72 Prozent geben. Lesen Sie hier:
  • Die Bundesregierung plant eine zentrale Gedenkveranstaltung für die Opfer der Pandemie. Das teilte ein Regierungssprecher unserer Redaktion mit. Lesen Sie hier: „Markus Lanz“ – Launige Corona-Debatte über Tod und Hoffnung

Donnerstag, 17. Dezember: EU-Behörde beschleunigt Zulassung von US-Impfstoff

  • Die Europäische Arzneimittelagentur EMA will bereits am 4. Januar über die Zulassung eines weiteren Corona-Impfstoffes entscheiden. Es geht um das Präparat des US-Herstellers Moderna.
  • Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie hat Polen für Silvester und Neujahr Ausgangsbeschränkungen verhängt.
  • Die Ständige Impfkommission hat ihre Empfehlungen zur Corona-Impfung veröffentlicht. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Impfung sollte zunächst Personen über 80 Jahren und Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden.
  • Weil immer mehr Menschen an oder mit Covid-19 sterben, steht die Stadt Hanau in Hessen unter Druck. Ein seit April auf dem Hauptfriedhof stehender Kühlcontainer kommt deshalb jetzt zur Lagerung von Toten zum Einsatz.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angesichts des geplanten Corona-Impfstarts am 27. Dezember um Geduld gebeten. „Wer nicht über 80 ist und nicht im Alten- oder Pflegeheim ist, muss sich noch ein Stück gedulden“, sagte der CDU-Politiker im Interview mit der „Welt“.
  • Immer mehr Unternehmen haben wegen der Corona-Maßnahmen wirtschaftliche Probleme. Deshalb hat der Bundestag Lockerungen im Insolvenzrecht verlängert.
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach war im Jahr 2020 der mit Abstand häufigste Gast in den Fernseh-Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender. Insgesamt 30 Auftritte hatte der 57-Jährige. Lesen Sie dazu auch:„Markus Lanz“: Lauterbach schockt mit Prognose zu Corona
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel ist negativ auf Corona getestet worden, wie eine Sprecherin der Bundesregierung mitteilte. Sie hatte zu Beginn der Woche an einem EU-Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilgenommen.
  • Der Bund hat laut Linksfraktionschef Dietmar Bartsch keine Erkenntnisse darüber, inwieweit die Quarantänepflicht von Einreisenden aus Risikogebieten eingehalten wird.
  • Schwedens König hat deutliche Kritik am Umgang der Regierung mit der Corona-Pandemie geäußert. „Ich denke, dass wir gescheitert sind“, sagte König Carl XVI. Gustaf im schwedischen Fernsehen.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erhofft sich von den bevorstehenden Corona-Impfungen einen Durchbruch bei der Bekämpfung der Pandemie. „Wenn wir sehen, wie viele Menschen im Augenblick an Corona sterben, dann weiß man, wie viel Leben das retten kann“, sagte Merkel.

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