Corona: RKI-Zahlen steigen ++ Drosten rechnet mit hartem Lockdown

  • Das Robert Koch-Institut meldet am Freitag fast 22.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden
  • In Großbritannien wurden 30 Thrombose-Fälle nach Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin gemeldet
  • Gesundheitsminister Spahn (CDU) plant am Mittwoch ein Gespräch über die Stiko-Empfehlung zu Astrazeneca
  • Patientenschützer fordern Untersuchung: Sind Geimpfte infektiös?
  • Biontech/Pfizer: Neue Daten bestätigen nach Herstellerangaben bestätigen eine Wirksamkeit von 91,3 Prozent
  • Virologe Drosten hält einen erneuten Lockdown für unausweichlich

Berlin. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov wird eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger an Ostern nicht verreisen. So sagten 60 Prozent, dass sie an dem langen Osterwochenende selbst von Tagesausflügen absehen würden. Damit wird der Appell von Angela Merkel (CDU) offenbar beherzigt. Am Donnerstag rief die Bundeskanzlerin in ihrem Video-Podcast alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich auch während der Ostertage konsequent an alle Regeln zur Kontaktbeschränkung zu halten.



In der Nacht zum Karfreitag sind zudem weitere Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Die Landespolizei in Sachsen-Anhalt kündigte an, die Einhaltung der Corona-Beschränkungen an den Osterfeiertagen auch per Luft zu überwachen. Laut Virologe Christian Drosten sind dennoch härtere Maßnahmen erforderlich. Seine Prognose: “Wir werden um einen ernsthaften Lockdown nicht herumkommen.” In Deutschland könne die Pandemie nur durch politisches Handeln und auch die Unterstützung möglichst vieler Menschen eingedämmt werden.



Was die Impfungen gegen das Coronavirus betrifft, teilte die Ständige Impfkommission (Stiko) mit: Astrazeneca-Geimpfte unter 60 Jahren sollen für die Zweitimpfung auf einen anderen Impfstoff umsteigen. Grund dafür ist das Risiko einer Hirnvenenthrombose. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant kommende Woche weitere Beratungen bezüglich der Empfehlung. In Großbritannien wurden mittlerweile 30 Fälle von Blutgerinnseln nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin gemeldet.

Lesen Sie auch: Entscheidung zu Astrazeneca: So äußert sich Merkel

Corona-Zahlen: RKI meldet erneut steigende Zahlen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.888 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 232 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 21.573 Neuinfektionen und 183 neue Todesfälle verzeichnet.


Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 134 und war damit im Vergleich zum Vortag (134,2) ganz leicht gesunken. Lesen Sie dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert.


Corona – Mehr Infos zum Thema



Corona-News vom Freitag, 2. April: Corona: Covid-19 ist die häufigste Berufskrankheit

16.16 Uhr: Covid-19 lässt die Zahl der Berufserkrankungen massiv ansteigen – doch längst nicht jeder Beschäftigte hat Chancen auf Anerkennung. Lesen Sie dazu: Covid-19 ist in Deutschland die häufigste Berufskrankheit


Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:



Österreich hilft Tschechien mit 30.000 Corona-Impfdosen

16.05 Uhr: Nach dem Streit um Corona-Impfstoffe hat Österreich nun Tschechien seine Hilfe angeboten. Wien werde Prag 30.000 Impfdosen zukommen lassen, teilte Kanzler Sebastian Kurz am Freitag mit. Tschechien sei besonders hart getroffen mit zahlreichen Todesfällen und noch immer hohen Ansteckungsfällen, habe aber trotzdem als einziges Land bei der europäischen Impfstoffverteilung keine zusätzlichen Impfdosen bekommen, kritisierte Kurz. „Wenn es in manchen Ländern zu wenig Impffortschritt gibt, dann ist das im Ergebnis schlecht für alle, weil wir die Pandemie nur gemeinsam besiegen können.“


Kinderkrankentage: Giffey will weitere Aufstockung

15.51 Uhr: Kinderkrankentage sind besonders in der Corona-Krise eine Stütze. Familienministerin Giffey fordert nun eine erneute Aufstockung. Lesen sie dazu: Corona: Giffey will für Eltern mehr Kinderkrankentage

Drosten hält “ernsthaften Lockdown” für unumgänglich

15.37 Uhr: Der Berliner Virologe Christian Drosten hält in der Corona-Pandemie einen erneuten Lockdown für unausweichlich. „Wir werden um einen ernsthaften Lockdown nicht herumkommen“, sagt Drosten dem „Spiegel“. Man habe in Paris und London gesehen, dass ein Teillockdown gegen die aggressivere Virusvariante nicht durchgreife. „Die Inzidenz ist dort immer weiter gestiegen wie auch die Zahl der schweren und oft auch tödlichen Krankheitsverläufe.“ Noch bestehe die
Chance, eine solche Entwicklung in deutschen Großstädten abzuwenden. „Dazu ist jetzt aber politisches Handeln und auch die Unterstützung möglichst vieler Menschen notwendig“, sagte Drosten.

Die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann sagte, wenn alles so weiter laufe wie bisher, „wird jeder in seinem ganz direkten Umfeld Menschen kennen, die im Krankenhaus waren, gestorben sind, unter Langzeitschäden leiden“. Sie sei wütend, dass nicht früher reagiert worden sei auf die Warnungen der Wissenschaft. „Wir könnten jetzt schon bei Zehner-Inzidenzen sein, wenn die Politiker bei der
Bund-Länder-Konferenz im Januar ernst genommen hätten, was wir ihnen gesagt haben.“ Innerhalb von vier Wochen bekomme man die Zahlen massiv runter, wenn die Menschen kaum Kontakte hätten. „Je stärker alle auf die Bremse treten, desto kürzer währt der Lockdown.“

CDU will Bundeswehr-Impfzentrum für Berlin

15.19 Uhr: Die Berliner CDU macht sich für ein Bundeswehr-Impfzentrum in der Stadt stark. „Berlin muss sich schon jetzt darauf vorbereiten, dass bald deutlich mehr Impfdosen eintreffen“, sagte der Parteivorsitzende Kai Wegner am Freitag in einer Mitteilung. Ein Impfzentrum der Bundeswehr wäre aus seiner Sicht ein wichtiger Beitrag für die Impfkampagne. „Die Bundeswehr hat dafür das Personal und die Ausrüstung.“ Damt könne das Impfen in Berlin deutlich beschleunigt werden. Wegner sprach von einem „riesigen Gewinn für den Gesundheitsschutz in Berlin, gerade angesichts steigender Infektionszahlen und der Verbreitung von gefährlichen Virusmutanten“.


Reisen trotz Corona – Mehr zum Thema



Glastonbury-Festival bekommt Millionen-Zuschuss wegen Corona

14.53 Uhr: Das berühmte Glastonbury-Festival soll einen staatlichen Zuschuss von umgerechnet etwa 1,06 Millionen Euro (900.000 Britische Pfund) bekommen, um sich durch die Corona-Zeit zu retten. Auch etliche andere kulturelle Veranstaltungen und Institutionen erhalten Gelder aus dem insgesamt 400 Millionen Pfund (etwa 470 Millionen Euro) schweren Kultur-Wiederaufbau-Paket, wie die britische Regierung am Freitag mitteilte. Man wolle der Branche helfen, sich darauf vorzubereiten, in besseren Zeiten wieder Gäste begrüßen zu können, sagte Kulturminister Oliver Dowden.


Deutschland gibt freiwillig 558.000 Impfstoff-Dosen ab

14.50 Uhr: Corona: Deutschland impft zu langsam. Trotzdem verzichtet das Land auf über eine Millionen Impfstoff-Dosen von Biontech. Was dahinter steckt, lesen Sie hier: Warum Deutschland auf 558.000 Impfstoff-Dosen verzichtet

Bericht: Zulassungsanträge für Corona-Schnelltests oft mangelhaft

14.39 Uhr: Die Hersteller von Corona-Selbsttests legen einem Bericht zufolge oft mangelhafte Zulassungsanträge vor. Derzeit seien 30 solcher Antigen-Schnelltests zugelassen, bei weiteren Genehmigungen stocke es aber, berichtete der „Spiegel“ am Freitag vorab. Der weitaus größte Teil der vorliegenden Anträge sei „inhaltlich derzeit nicht bewertbar“, habe das Bundesgesundheitsministerium auf eine Anfrage der FDP-Abgeordneten Katrin Helling-Plahr geantwortet. Grund dafür sei, dass die für die Bearbeitung notwendigen Unterlagen nicht eingereicht worden seien, zitierte das Magazin aus dem Papier. Teils fehle auch eine positive Evaluierung durch das Paul-Ehrlich-Institut, oder es seien nicht genügend Studienergebnisse beigelegt.


Krankenhausgesellschaft: Überlastungsszenarien nicht zielführend

14.26 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, hat die „andauernden Überlastungsszenarien“ in Krankenhäusern und auf Intensivstationen als „nicht zielführend“ bezeichnet. „Eine totale Überlastung unseres Gesundheitssystems oder gar Triage wird es in den kommenden Wochen absehbar nicht geben. Es droht auch kein Ende der Versorgung“, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Jeder Schwerkranke – egal ob Covid oder nicht – wird eine angemessene Versorgung in den Kliniken erhalten.“

Selbst mehr Covid-Patienten als auf dem Höhepunkt der zweiten Welle „hieße keine Überlastung“. „De facto haben wir mehr Kapazitäten auf den Intensivstationen als in der zweiten Welle. Das große Problem der Corona-Ausfälle und Quarantäne-Anordnungen innerhalb der Belegschaft fällt quasi weg.“

Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA steigt – 79.029 Fälle

14.03 Uhr: In den USA ist die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen wieder gestiegen. Für Donnerstag meldeten die Behörden 79.029 neue Fälle nach gut 67.000 am Vortag, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Freitagvormittag (MEZ) hervorging. Im März hatten die täglich erfassten Neuinfektionen laut JHU mehrheitlich um die Marke von 60 000 oder darunter gelegen, am 24.3. gab es dann aber einen Ausreißer mit 86.950. Seitdem setzt sich das Auf und Ab fort. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion erreichte am Donnerstag 1065.

US-Behörde: Bis zu elf Impfdosen aus einem Moderna-Fläschchen möglich

14 Uhr: Aus einem Fläschchen des Corona-Impfstoffs Moderna können nach jüngsten Angaben der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) bis zu elf statt der bisherigen zehn Impfdosen gezogen werden. Das habe eine entsprechende Überprüfung ergeben, teilte die FDA am Donnerstag (Ortszeit) mit. Dies werde einen positiven Einfluss auf die Versorgung mit dem Impfstoff des US-Herstellers haben, hieß es weiter. Denn damit stehe mehr Impfstoff zur Verfügung, und dies sollte dabei helfen, die Pandemie schneller zu beenden, sagte Peter Marks von der FDA. Auch in Deutschland ist Moderna zugelassen.


Philippinen mit Rekordzahl an Neuinfektionen – Ostermessen fallen aus

13.59 Uhr: Die Philippinen haben am Karfreitag eine Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden innerhalb von 24 Stunden 15 310 Fälle bestätigt – das ist die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Zudem wachsen die Sorgen, dass das Gesundheitssystem bald völlig überlastet sein könnte. Seit Anfang März steigen die Zahlen in dem südostasiatischen Inselstaat mit 108 Millionen Einwohnern rasant. Im Rahmen neuer Einschränkungen sind unter anderem Ostergottesdienste verboten worden. Es ist das zweite Jahr in Folge, dass die Menschen in dem katholischen Land an einem ihrer höchsten Feiertage keine Kirchen besuchen dürfen.

Bund plant 2,5 Milliarden für Corona-Kulturfonds – Kritik von FDP

13.57 Uhr: Der von Bundesfinanzminister Olaf Scholz angekündigte Sicherungsfonds für Kulturveranstaltungen soll mit bis zu 2,5 Milliarden Euro ausgestattet werden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Dürr hervor. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Ziel der Bundesregierung sei es, Kulturveranstaltungen „möglichst bald“ wieder planbar zu machen. Scholz hatte dafür im Januar den Fonds angekündigt. „Wir wollen kleinere Kulturveranstaltungen finanziell fördern, die aufgrund von Hygienevorgaben mit deutlich weniger Publikum stattfinden müssen und sich sonst nicht rechnen würden“, sagte der SPD-Politiker.

Tschechische Regierung kritisiert Kompromiss im Impfstoff-Streit

13.45 Uhr: Im erbitterten Streit um zusätzliche Corona-Impfstoffdosen hat der tschechische Regierungschef Andrej Babis die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft scharf kritisiert. Er verstehe nicht, wie man eine Kompromisslösung bekanntgeben könne, ohne dass ein Konsens unter allen Staaten erreicht worden sei, sagte der 66-Jährige am Freitag der Agentur CTK. „Solidarität gibt es nur in den Erklärungen für die Medien, bei den Verhandlungen hinter verschlossenen Türen existiert sie nicht“, sagte Babis.

Komikerin Bessin möchte nicht mit Kanzlerin Merkel tauschen

13.40 Uhr: Komikerin Ilka Bessin möchte in der Corona-Pandemie nicht an der Stelle von Politikern Entscheidungen treffen müssen. „Ich finde das ganz schwierig, ich möchte nicht mit Frau Merkel tauschen in der heutigen Zeit“, sagte die als Kunstfigur „Cindy aus Marzahn“ bekannt gewordene 49-Jährige bei „Bild Live“ mit Blick auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU). „Die haben natürlich so eine Zeit auch noch nicht erlebt.“ Sie denke zwar mitunter auch: „Mein Gott, wann ist die Kacke jetzt mal zu Ende.“ Aber es dauere eben noch eine Weile. Bessin: „Dieser Virus wird ja nicht weggehen und dann nicht mehr da sein. Der wird uns einfach unser Leben lang begleiten.“


Drei Tage Inzidenz über 100 – München zieht die Corona-Notbremse

13.20 Uhr: Da die Corona-Inzidenz in München den dritten Tag in Folge über 100 liegt, greift ab Sonntag die Notbremse. Damit würden die seit dem 8. März geltenden Lockerungen zurückgenommen, teilte die Stadt am Freitag mit. Zwischen 22 und 5 Uhr gilt dann auch eine Ausgangssperre. Der Einzelhandel sowie Kosmetikstudios und Massagepraxen müssen den Angaben zufolge schließen, ebenso Zoos und Museen. Private Treffen sind ab Sonntag nur mit einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt erlaubt. „Es war absehbar, aber es ist bitter, dass wir jetzt ausgerechnet zu Ostern die 100er-Marke gerissen haben und damit ab Sonntag wieder verschärfte Maßnahmen greifen“, erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Gespräch über Stiko-Empfehlung zu Astrazeneca am kommenden Mittwoch

12.41 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will am kommenden Mittwoch mit den Gesundheitsministern der Länder über die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Zweitimpfungen sprechen. Das kündigte der CDU-Politiker am Karfreitag per Twitter an. „Die ergänzte Empfehlung der Stiko zu Zweitimpfungen schafft Klarheit für die etwa 2,2 Mio Bürgerinnen und Bürger unter 60 Jahren, die in den letzten Wochen eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben“, so Spahn. „Sie können nach 12 Wochen ihre Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna) erhalten. Oder nach individueller Aufklärung im ärztlichen Ermessen Astrazeneca.“

400 Menschen feiern auf Münchner Gärtnerplatz – Polizei greift durch

12.37 Uhr: Hunderte Menschen haben auf dem Münchner Gärtnerplatz lautstark gefeiert, ehe die Polizei das so gar nicht corona-konforme Treiben am Donnerstagabend auflöste. Bis zu rund 400 Menschen mit Klapptischen, Alkohol und lauter Musik, allerdings zumeist ohne Mindestabstände, seien auf dem Platz in der Innenstadt gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Mehrere Anwohner klagten über Ruhestörung bei der Behörde. Rund 30 Beamte räumten schließlich gegen 22 Uhr das Gelände, unter anderem mit Lautsprecherdurchsagen.

Berichte: England plant Ampelsystem für internationale Reisen

12.34 Uhr: In England soll in den nächsten Monaten Berichten zufolge ein Ampelsystem eingeführt werden, das die Regeln für Reisen ins Ausland festlegt. So soll für rot eingestufte Länder weiterhin ein Reiseverbot gelten, während man in grüne Länder barrierefrei reisen können soll, wie unter anderem die „Times“ am Freitag berichtete. Bei Reisen in gelb eingestufte Länder dürften weiter strenge Test- und Quarantäneregeln gelten.

Derzeit gilt in England ein striktes Reiseverbot ins Ausland: Man darf das Land nur mit triftigem Grund – etwa für die Arbeit oder Beerdigungen – verlassen. In den anderen britischen Landesteilen, die ihre Corona-Maßnahmen selbst festlegen, gelten ähnliche Regeln. Premierminister Boris Johnson wollte am Ostermontag seinen Fahrplan für internationale Reisen in den kommenden Monaten vorstellen.

Viele Corona-Todesfälle in Russland

12.33 Uhr: In Russland kommt es trotz vergleichsweise weniger offiziell bekannt gewordener Corona-Infektionen zu vielen Todesfällen. Wie die Tageszeitung „Kommersant“ am Freitag schrieb, gab es im Januar 33,9 Prozent mehr Sterbefälle als im Vorjahresmonat – also vor der Pandemie. Demnach starben laut Zahlen der Statistikbehörde Rosstat im ersten Monat dieses Jahres landesweit 217.800 Menschen und damit 55.700 mehr als im Januar 2020.

Mehr als 81.000 Corona-Fälle an einem Tag in Indien

12.12 Uhr: Mehr als 81.000 Corona-Neuinfektionen sind in Indien in den vergangenen 24 Stunden erfasst worden – 9000 mehr als am Tag davor. Das zeigen offizielle Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums am Freitag. Es handelt sich dabei um den höchsten Wert seit einem halben Jahr. Die Zahl der Corona-Fälle war in Indien in den vergangenen Wochen immer schneller angestiegen. Trotzdem leben viele Menschen wieder so, als gebe es keine Pandemie mehr. Zuletzt wurde teils das Frühlingsfest Holi mit großen Menschenansammlungen und ohne Masken gefeiert. Auch bei Veranstaltungen für die Parlamentswahlen in den Bundesstaaten wurden Corona-Regeln missachtet.

London: 30 Blutgerinnsel bei rund 18 Millionen Astrazeneca-Impfungen

11.51 Uhr: In Großbritannien sind bei mehr als 18 Millionen Impfungen mit Astrazeneca insgesamt rund 30 Fälle von seltenen Blutgerinnseln gemeldet worden. Das teilte die britische Arzneimittelbehörde MHRA in einem aktuellen Bericht mit. „Das Risiko, diesen speziellen Typ von Blutgerinnseln zu bekommen, ist sehr klein“, heißt es darin. Es seien bislang (Stand: 24. März) 22 Fälle der auch in Deutschland aufgetretenen Hirnvenenthrombosen und acht andere Arten von Thrombosen gemeldet worden.


In einem anderen Dokument der Behörde wurden insgesamt 24 Fälle der Hirnvenenthrombosen aufgeführt – eine Erklärung für diese Differenz gab es zunächst nicht. „Auf Basis dieser fortlaufenden Untersuchung sind die Vorteile der Impfungen gegen Covid-19 weiterhin größer als die Risiken“, schreiben die Experten der MHRA.

Ministerrat im Saarland beschließt Umsetzung zu Corona-Lockerungen

11.10 Uhr: Der Ministerrat im Saarland hat die Umsetzung der geplanten Öffnungen mit verstärktem Testen in der Corona-Pandemie ab kommenden Dienstag beschlossen. Das teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken am Freitag mit. Die neue, am Donnerstabend beschlossene Verordnung enthalte ein stringentes Management, das auch eine Notbremse vorsehe. Es sei abhängig vom Infektionsgeschehen und von der Situation der Krankenhausversorgung.

„An die Stelle der reinen Kontaktbeschränkungen werden Testauflagen treten“, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Hinter diesem Systemwechsel stecke das Ziel, die Pandemie mit weniger Grundrechtseinschränkungen ebenso wirkungsvoll einzudämmen, ohne das Risiko einer gefährlichen Covid-19-Infektion einzugehen.

Corona-Hilfen: EU-Rechnungshof warnt vor Betrügereien

10.55 Uhr: Der EU-Rechnungshof warnt vor Missbrauch und Betrügereien bei den 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfen der Europäischen Union. „Je schneller viel Geld auf die Straße gebracht wird, desto mehr steigen die Risiken, das ist zwangsläufig so“, sagte Rechnungshofpräsident Klaus-Heiner Lehne der Deutschen Presse-Agentur. Entscheidend seien deshalb wirksame Kontrollen. Das 750-Milliarden-Euro-Programm mit Wirtschaftshilfen nach der Corona-Krise wird derzeit vorbereitet. Obwohl in Deutschland ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht läuft, hofft die EU-Kommission auf einen pünktlichen Start Ende Juni. Insgesamt sind im EU-Haushaltsrahmen bis 2027 rund 1,8 Billionen Euro eingeplant.

WHO Europa: Langsame Impfkampagnen ziehen Pandemie in die Länge

10.45 Uhr: Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO moniert, dass die schleppenden Impfkampagnen die Corona-Pandemie in die Länge ziehen. Die Bereitstellung der Impfstoffe sei „inakzeptabel langsam“, teilte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge in Kopenhagen mit. „Lassen Sie es mich klar ausdrücken: Wir müssen den Prozess beschleunigen, indem wir die Produktion hochfahren, die Hindernisse für die Verabreichung der Impfstoffe verringern und jetzt jedes einzelne Fläschchen gebrauchen, das wir auf Lager haben.“ Solange der Umfang der Impfungen gering bleibe, müssten dieselben sozialen und gesundheitlichen Corona-Maßnahmen wie in der Vergangenheit Anwendung finden, um die Verspätungen der Impfpläne auszugleichen.

Biontech: Weitere Auswertung bestätigt Wirksamkeit

10.34 Uhr: Neue Daten bestätigen nach Herstellerangaben die gute Wirkung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer. Demnach liegt die Wirksamkeit im Untersuchungszeitraum von sieben Tagen bis sechs Monaten nach der zweiten Impfdosis bei 91,3 Prozent. Dabei geht es um das Verhindern von Corona-Erkrankungen. Die Daten stammen von mehr als 12 000 geimpften Probanden, die ihre zweite Impfung bereits vor mehr als einem halben Jahr erhalten haben, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Noch sind die Ergebnisse aber nicht von Experten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht.

Eine weitere Auswertung der Daten zeigte laut Biontech und Pfizer, dass in Südafrika, wo B.1.351 die vorherrschende Virusvariante ist, eine Wirksamkeit von 100 Prozent erreicht wurde. Alle neun Covid-19-Fälle traten dort in der Placebo-Gruppe auf. In Deutschland ist diese Variante mit einem Anteil von 0,8 Prozent aber kaum verbreitet.


Chinesischer Hersteller Sinovac verdoppelt Kapazitäten für Impfstoff-Produktion

10.24 Uhr: Das chinesische Biotech-Unternehmen Sinovac hat die Produktionskapazitäten zur Herstellung seines Corona-Impfstoffs nach eigenen Angaben verdoppelt. Es können nun jährlich zwei Milliarden Dosen des Vakzins Coronavac hergestellt werden, wie Sinovac am Freitag mitteilte. Bislang seien mehr als 200 Millionen Dosen des Mittels zur Verwendung in China und über 20 weiteren Ländern ausgeliefert worden. Coronavac ist einer von vier einheimischen Impfstoffen, der in der Volksrepublik zum Einsatz kommt.

Lebenslektionen eines 100-Jährigen: Buch von Corona-Held Captain Tom

10.14 Uhr: Der kürzlich im Alter von 100 Jahren gestorbene britische Rekordspendensammler Captain Tom Moore begleitet die Briten posthum mit einem Buch durch die Corona-Pandemie. An diesem Freitag ist der Band mit dem Titel „Life Lessons“ („Lebenslektionen“) erschienen. Die Sammlung von Anekdoten des Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg ist zunächst nur als englische Ausgabe beim Penguin-Verlag erhältlich. Captain Tom reflektiert darin über den Sinn des Lebens und den Tod. Captain Tom, der zuletzt selbst an Covid-19 erkrankt war, hatte im vergangenen Jahr umgerechnet knapp 37 Millionen Euro an Spenden für den in der Pandemie unter Druck geratenen Gesundheitsdienst NHS gesammelt.


Sachsen-Anhalt kontrolliert an Ostern auch per Luft die Corona-Regeln

10.06 Uhr: Die Landespolizei wird die Einhaltung der Corona-Beschränkungen an den Osterfeiertagen auch per Luft überwachen. „Es ist geplant – wie auch im vergangenen Jahr – zusätzlich an den Osterfeiertagen verstärkt unsere Polizeihubschrauber einzusetzen“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Damit solle vor allem die Einhaltung der Kontaktreduzierungen beispielsweise bei Osterfeuern kontrolliert werden. Das sei aus der Luft gut zu erkennen.

„Würmer“ in Corona-Tests und Masken? Das steckt hinter dem Mythos

10.00 Uhr: In sozialen Netwerken kursieren Videos, die zeigen sollen, dass es in Corona-Tests und Masken Parasiten gäbe. Was ist an dem Mythos dran? Die Erklärung lesen Sie hier: Neuester Verschwörungsmythos: „Würmer“ in Masken und Tests?

Gera verlängert Schulschließungen wegen vieler Corona-Infektionen

9.48 Uhr: Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen verlängert die kreisfreie Stadt Gera die Schließung der Schulen über die Osterferien hinaus. Sie sollen bis einschließlich 18. April für den Präsenzunterricht geschlossen bleiben, wie die Stadt in einer am Donnerstag erlassenen Allgemeinverfügung heißt. Ursprünglich sollten Kinder und Jugendliche am 12. April wieder in die Schulen zurückkehren. Sie sind in Gera bereits seit dem 24. März geschlossen. Bis für die 6. Klassen wird eine Notbetreuung angeboten. Das gilt auch für die Kindergärten, die ebenfalls länger zu bleiben als zunächst vorgesehen.


Unbekannte sollen WDR-Frequenz für Querdenker-Thesen gekapert haben

9.40 Uhr: Unbekannte sollen im Münsterland eine Radio-Frequenz des WDR für Botschaften aus der Querdenker-Szene zur Corona-Pandemie gekapert haben. Nach Angaben der in solchen Fällen zuständigen Bundesnetzagentur wandte sich die Polizei aus dem Ort Ahaus an die Behörde und berichtete von einem entsprechenden Vorfall. Bei einer Frau sei während einer Autofahrt plötzlich das Programm des WDR-Senders 1Live überlagert worden. Für etwa 45 Sekunden sei stattdessen eine „blecherne Stimme“ erklungen, „die Corona-Thesen aus der Querdenker-Szene“ verbreitet habe. Mehrere Medien berichteten.

Auch der WDR bestätigte am Donnerstag die Störungen. Seit der ersten Märzwoche seien nun schon mehrere Meldungen dieser Art von Hörerinnen und Hörern eingegangen. „Die Frequenz wurde vor allem im Kreis Borken zeitweise von Unbekannten gekapert“, erklärte der Sender.

Städte- und Gemeindebund fordert Unterrichtsverbot für Test-Verweigerer

9.30 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund fordert ein Unterrichtsverbot für Schüler, die sich nicht zum Corona-Test bereitfinden. ‚Wer sich nicht testen lassen möchte, sollte nach den Osterferien nicht am Schulunterricht in Präsenz teilnehmen dürfen‘, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg unserer Redaktion. ‚Wir brauchen jetzt keine Diskussionen, sondern konkrete Maßnahmen. Mangelnde Solidarität und Unvernunft müssten Konsequenzen haben, betonte Landsberg. ‚Wer Testung und Quarantäne nicht einhält, darf nicht hoffen, wie alle anderen behandelt zu werden.‘ Das gelte auch für die Schulen.

Patientenschützer: Es muss geklärt werden, ob Geimpfte infektiös sind

8.50 Uhr: Patientenschützer fordern eine rasche Antwort auf die Frage, ob Geimpfte andere anstecken können oder nicht. „Es ist unerträglich, dass diese Schlüsselfrage immer noch nicht von der Bundesregierung beantwortet wird“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. „Das RKI als oberste Pandemie-Behörde muss endlich für Klarheit sorgen, ob Geimpfte infektiös sind oder nicht.“ Angaben von Impfstoff-Herstellern allein seien ohne amtliche Bestätigung praktisch wertlos.

Es ist weiterhin unklar, ob gegen Corona Geimpfte andere mit dem Virus anstecken können. Zuletzt weckte eine Studie aus den USA die Hoffnung, dass mit den Vakzinen von Pfizer/Biontech und Moderna geimpfte Menschen andere in den meisten Fällen nicht mehr anstecken können und Infektionsketten so unterbrochen werden.

Mehrheit der Deutschen will an Ostern zu Hause bleiben

8.43 Uhr: Eine deutliche Mehrheit der Deutschen will an Ostern nicht verreisen. In einer Umfrage der Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 60 Prozent, dass sie an dem langen Wochenende noch nicht einmal einen Tagesausflug planten. 10 Prozent wollen im Inland verreisen, etwa um Verwandte oder Freunde zu besuchen, weitere 2 Prozent wollen ins Ausland. Bei 19 Prozent der Befragten steht mindestens ein Tagesausflug ins Umland ihres Wohnorts auf dem Osterprogramm. 6 Prozent hatten sich zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht entschieden, 4 Prozent machten keine Angaben.

Scheuer: Generelle Testpflicht für Flug-Einreisen verlängern

8.42 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sich dafür ausgesprochen, die bisher bis zum 12. Mai befristete generelle Testpflicht für Flugreisen nach Deutschland zu verlängern. Der CSU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Sie muss beibehalten werden. Das wird sich in den nächsten Wochen einspielen. Testen wird zu einer Selbstverständlichkeit werden, wenn man unterwegs ist. Das brauchen wir als Brücke, bis wir durchgeimpft sind.“ Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gilt seit Dienstag eine generelle Testpflicht für alle Flugreisen nach Deutschland.


Klare Mehrheit der Deutschen für Ausgangsbeschränkungen

8.41 Uhr: Eine klare Mehrheit der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ist für nächtliche Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich angesichts steigender Infektionszahlen 56 Prozent dafür aus, solche Maßnahmen bundesweit zu ergreifen. 37 sind dagegen, 7 Prozent machten keine Angaben. Je älter die Befragten, desto größer sind die Sympathien für Ausgangsbeschränkungen. Von den 18- bis 24-Jährigen sind nur 36 Prozent dafür, unter den über 55-Jährigen sind es 66 Prozent.

Laschet will bundesweit einheitliche Lösung für Schulen

8.40 Uhr: Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet will eine bundesweit einheitliche Regelung erreichen, wie es für die Schulen in der Corona-Pandemie nach den Osterferien weitergeht. Diese sollten die Länder selbst treffen und nicht der Bund. „Ich wünsche mir, dass alles, was wir in den kommenden Wochen tun, möglichst bundeseinheitlich erfolgt. Das ist auch in Schulfragen möglich“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Es kann einen Konsens der Kultusministerkonferenz geben, den wir alle verbindlich umsetzen.“ Ob die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen werden, ist Laschet zufolge noch nicht entschieden. Bis zum Schulbeginn müsse eine bundeseinheitliche Antwort gefunden werden.

Protest gegen Ausgangsbeschränkung in Hamburg – Polizei schreitet ein

8.30 Uhr: Die Teilnehmer einer Kundgebung gegen die nächtliche Ausgangsbeschränkung in Hamburg sind am Donnerstagabend trotz eines Verbotes mit Transparenten durch die Stadtteile St. Pauli und Altona gezogen – und schließlich von der Polizei zerstreut worden. Wie ein Sprecher der Polizei in der Nacht zum Freitag sagte, war zwar eine Kundgebung mit 50 Teilnehmern auf St. Pauli angemeldet und zugelassen worden. Im Laufe des Abends hätten sich aber deutlich mehr, überwiegend junge Menschen am Demonstrationsort versammelt und und später dem nicht erlaubten Marsch angeschlossen. Die Teilnehmer des Aufzugs seien dem linken Spektrum zuzuordnen gewesen. Einzelheiten zum Polizeieinsatz waren zunächst nicht bekannt.


Verfassungsrichter Harbarth verteidigt deutsches Corona-Management

7.02 Uhr: Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, hat das Corona-Management in Deutschland gegen wachsende Kritik verteidigt. „Alle freiheitlichen Gesellschaften haben in der Pandemie mit kolossalen Herausforderungen zu kämpfen, und natürlich ist jeder Fehler einer zu viel“, sagte Harbarth unserer Redaktion. „Wenn man aber unter Zeitdruck und unter Unsicherheit entscheiden muss, besteht immer die Gefahr von Fehlern.“

Harbarth stellte sich auch hinter die umstrittenen Videokonferenzen der Regierungschefs von Bund und Ländern. Die Notwendigkeit einer raschen Reaktion auf neue Entwicklungen erfordere Handlungsspielräume für die Regierungen. „Sind die Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern aufgeteilt, so führt bei lebensnaher Betrachtung kein Weg an einem Koordinierungsgremium vorbei“, sagte er. „Die Befugnisse der Parlamente dürfen dadurch aber nicht verkürzt werden.“

Der oberste Richter Deutschlands brach eine Lanze für den Föderalismus. „Frankreich kennt keinen Föderalismus und kommt mit seinem zentralstaatlichen Ansatz bisher schlechter durch die Krise als Deutschland“, sagte er. Harbarth schränkte allerdings ein, es gebe Konstellationen, „in denen ein bundesweit einheitliches Vorgehen sinnvoller sein kann als föderale Vielfalt“. Das Grundgesetz gebe letztlich nur einen Rahmen vor, innerhalb dessen der Gesetzgeber sich für mehr oder weniger Föderalismus entscheiden könne.

Corona-Krise verschlechtert wirtschaftliche Lage von Freiberuflern teils drastisch

6.15 Uhr: Die Corona-Krise hat auch die Freiberuflerinnen und Freiberufler in Deutschland teils schwer getroffen. Für mehr als jeden dritten Solo-Selbstständigen in freien Berufen – 37,7 Prozent – ist das Jahr 2020 schlecht oder sehr schlecht verlaufen. Für fast jeden Fünften (19 Prozent) ist der bisher entstandene wirtschaftliche Schaden sogar existenzbedrohend. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Freie Berufe (IFB), die unserer Redaktion vorab vorliegt. Lesen Sie mehr dazu hier: Jeder fünfte Freiberufler fürchtet laut Studie um die Existenz

Donnerstag, 1. April: Stiko: Anderer Impfstoff für zweite Dosis bei Astrazeneca-Geimpften

22.28 Uhr: Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben, sollen nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die zweite Impfung auf einen sogenannten mRNA-Impfstoff umsteigen.

Das steht in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschlussentwurf der Stiko. In Deutschland sind momentan die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen. Das Astrazeneca-Präparat ist ein sogenannter Vektorimpfstoff.

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte dem „Spiegel“ dazu in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Interview: „Tierexperimentelle Daten zeigen, dass die Immunreaktion nach heterologer (zweiter) Impfung gleich ausfällt. Man muss noch wissenschaftlich klären, wie gut der Schutz dann beim Menschen ist. Ich hoffe, dass dazu bald Daten vorliegen.“

Bericht: Merkel wusste schon vergangene Woche von Astrazeneca-Problem

22.08 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einem Medienbericht zufolge bereits am Freitag vergangener Woche vom erneuten Anpassungsbedarf beim Impfstoff von Astrazeneca erfahren – vier Tage vor der bundesweiten Entscheidung, das Präparat nur noch Menschen über 60 Jahren zu spritzen.

„Angesichts der nationalen Tragweite der Entscheidung bat die Bundeskanzlerin darum, auch die Expertise des Ethikrates und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hinzuzuziehen“, sagte eine Regierungssprecherin dem Online-Portal ZDFheute.


Corona-Zahlen verharren auf Mallorca auf niedrigem Niveau

21.05 Uhr: Auch nach der Ankunft tausender Urlauber aus Deutschland sind die Corona-Zahlen auf Mallorca relativ niedrig. Die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Donnerstag auf der spanischen Mittelmeerinsel bei 34,57. Die Sieben-Tage-Inzidenz war damit genauso hoch wie am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte.

In den meisten anderen spanischen Regionen lag die Sieben-Tage-Inzidenz über 50. Das ist der Wert, bei dem die Bundesregierung eine Region als Risikogebiet einstuft und eine Reisewarnung ausspricht. Für Deutschland nannte das Robert Koch-Institut am Donnerstag einen Wert von 134.

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Polizei geht gegen Party in Brüsseler Park vor

20.23 Uhr: In einem Brüsseler Park haben sich Polizisten heftige Auseinandersetzungen mit tausenden Menschen geliefert, die sich dort trotz Verbots zu einer als Aprilscherz deklarierten Party eingefunden hatten.

Als Vertreter der berittenen Polizei und der Antiaufruhreinheiten in dem am südlichen Stadtrand gelegenen Park eintrafen, wurden sie mit Wurfgeschossen aus der Menge empfangen, wie AFP-Reporter berichteten. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und nahm mehrere Teilnehmer fest.

Die Staatsanwaltschaft der belgischen Hauptstadt hatte noch am Mittwoch darauf hingewiesen, dass die Feier, zu denen in den Online-Netzwerken aufgerufen worden war, aufgrund der Corona-Auflagen verboten sei. Sie warnte vor strafrechtlichen Konsequenzen wegen der mit einer Missachtung des Verbots verbundenen Infektionsgefahren.


Umfrage: Mehrheit für härteren Lockdown

19.37 Uhr: Die Mehrheit der Deutschen unterstützt die Forderung nach einem härteren Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Zwei Drittel (67 Prozent) der Bundesbürger stimmen angesichts steigender Infektionszahlen einem entsprechenden Appell von Intensivmedizinern zu, wie aus einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend hervorgeht. Die Mediziner fordern, das gesellschaftliche Leben in Deutschland für zwei bis drei Wochen herunterzufahren, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern.

Die derzeitigen Maßnahmen gehen etwa der Hälfte der Befragten (48 Prozent) nicht weit genug. Dies sind 16 Prozentpunkte mehr als noch Mitte März. Gut ein Viertel der Befragten sagte jeweils, dass die derzeitigen Maßnahmen ausreichend (24 Prozent) oder zu streng (24 Prozent) seien.

Impfziel der WHO vor dem Scheitern

18.54 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht bei ihrem Ziel, bis zum 10. April in allen Ländern der Welt mit Impfungen gegen das Coronavirus zu beginnen, vor dem Scheitern. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte reiche Länder vergangene Woche aufgerufen, dringend zehn Millionen Impfdosen aus ihren Beständen zu spenden. Bis Donnerstag erhielt er nach eigenen Angaben aber keine Zusagen. Die WHO hatte Anfang Januar die Losung ausgegeben, dass in den ersten 100 Tagen des Jahres 2021 überall auf der Welt mit dem Impfen begonnen werden soll. Der 100. Tag des Jahres ist der 10. April.

Tedros sagte in Genf, 20 Länder stünden in den Startlöchern für Impfungen, hätten aber bislang keine einzige Dosis erhalten. „Ich hoffe immer noch, dass ein paar politische Führungskräfte vortreten, die vorausblickend und aufgeklärt sind“, sagte Tedros. Die UN-Impfinitiative Covax hat bislang 35 Millionen Impfdosen an insgesamt 78 Länder ausgeliefert. Covax hatte vergangene Woche eingeräumt, dass es Verzögerungen gibt.

Nordrhein-Westfalen führt Testpflicht an Schulen ein

18.46 Uhr: Nordrhein-Westfalen führt eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler ein. Nach den Osterferien sollen die Kinder und Jugendlichen aller Schulen zwei Mal pro Woche Selbsttests durchführen. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf an.

Bundesregierung einigt sich auf zusätzliche Corona-Hilfen für Firmen

18.27 Uhr: Die Bundesregierung hat sich in der Corona-Krise auf zusätzliche milliardenschwere Hilfen für Unternehmen verständigt. Firmen, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, sollen einen neuen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Das teilten das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mit.

Konkret sollen alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, einen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Dieser werde zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

Maskenpflicht auch am Strand

17.59 Uhr: Die Urlaubsorte in Schleswig-Holstein fürchten, dass über die Osterfeiertage zu viele Menschen kommen könnten. An mehreren Orten gilt deshalb eine Maskenpflicht. Eine Strandampel zählt in Scharbeutz per App, wie viele Besucher ans Meer wollen.


Corona-Überbrückungshilfe für Studierende auch im Sommersemester

17.28 Uhr: In Not geratene Studierende an Hamburgs Hochschulen können auch für das Sommersemester Corona-Überbrückungshilfen beantragen. Die Zuschüsse zwischen 100 und 500 Euro müssen nicht zurückgezahlt werden, wie das Studierendenwerk Hamburg am Donnerstag mitteilte. Die Hilfen würden monatlich zugesagt. Seit dem Start der Überbrückungshilfe im Sommer 2020 seien bis Ende März bereits 16 921 Anträge bewilligt und fast 7,8 Millionen Euro ausbezahlt worden. Die Mehrzahl der Studierenden erhielt den Höchstzuschuss in Höhe von 500 Euro.

Nach Ostern mehr Impfungen bei Hausärzten

17.19 Uhr: Die Anzahl der Hausarztpraxen in Berlin, die nach Ostern mit den Corona-Impfungen beginnen, steht laut Kassenärztlicher Vereinigung noch nicht fest. Die Praxen hätten ihre Impfdosen über die Apotheken bestellt, sagte KV-Sprecherin Dörthe Arnold am Donnerstag auf Anfrage. Daher habe die KV keine aktuelle Übersicht. Eine Abfrage bei 2500 Praxen habe allerdings jüngst ergeben, dass etwa 1800 bei Impfen mitmachen wollen. Ergänzend verwies Arnold darauf, dass im Rahmen eines Modellversuchs bereits rund 200 Berliner Arztpraxen impften.

Nächtliche Ausgangssperre auch in Wolfsburg

17.15 Uhr: Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen hat auch die Stadt Wolfsburg eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, gilt sie von Freitag an jeweils von 21.00 bis 5.00 Uhr. Die Inzidenz lag am Donnerstag bei 168 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Dass sie auch in den nächsten Tagen über 150 liegen werde und die Kommune deshalb eine Ausgangsbeschränkung gemäß der Corona-Verordnung des Landes erlassen müssen werde, sei äußerst wahrscheinlich, hieß es. Um über die Osterfeiertage nicht wertvolle Zeit im Kampf gegen das Coronavirus verstreichen zu lassen, sei dieser Schritt notwendig.

Gera verlängert Schulschließungen wegen vieler Corona-Infektionen

17.00 Uhr: Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen verlängert die kreisfreie Stadt Gera die Schließung der Schulen über die Osterferien hinaus. Sie sollen bis einschließlich 18. April für den Präsenzunterricht geschlossen bleiben, wie die Stadt in einer am Donnerstag erlassenen Allgemeinverfügung heißt. Ursprünglich sollten Kinder und Jugendliche am 12. April wieder in die Schulen zurückkehren. Sie sind in Gera bereits seit dem 24. März geschlossen. Bis für die 6. Klassen wird eine Notbetreuung angeboten. Das gilt auch für die Kindergärten, die ebenfalls länger zu bleiben als zunächst vorgesehen.

WHO warnt vor Corona-Ausbreitung im muslimischen Fastenmonat Ramadan

16.42 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einem Anstieg der Corona-Infektionen im arabischen Raum während des muslimischen Fastenmonats Ramadan gewarnt. „Die Lage wird nicht besser und viele Länder entwickeln sich in eine besorgniserregende Richtung“, sagte Ahmed al-Mandhari, WHO-Regionaldirektor für den östlichen Mittelmeerraum, am Donnerstag. Ramadan wie auch Ostern brächten die Gefahr eines weiteren Anstiegs der Infektionen mit sich. „Uns ist klar, dass dies wichtige Anlässe sind, die gefeiert werden sollten, aber bitte schützen Sie sich und andere.“

Der Beginn des Ramadans hängt vom Erscheinen der Neumondsichel ab, da der islamische Kalender sich nach dem Mond richtet. Dieses Jahr beginnt er voraussichtlich um den 13. April. Gläubige Muslime verzichten im Ramadan von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Abends kommen sie zum gemeinsamen Fastenbrechen (Iftar) zusammen. Bei den Treffen im großen Kreis sowie bei Gebeten, zu denen in Moscheen meist hoher Andrang herrscht, ist die Gefahr der Corona-Ausbreitung besonders groß.

Lockerung bei Besuch von Pflegeheimen: Aber nur in bestimmten Fällen

16.36 Uhr: In Brandenburg kann beim Besuch von Bewohnern in Pflegeheimen auf das Tragen der Hygienemaske verzichtet werden – aber nur, wenn strenge Kriterien laut Eindämmungsverordnung eingehalten werden. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) waren zum Jahreswechsel 5,5 Prozent der Bewohner infiziert, aktuell seien es nur noch 0,3 Prozent, sagte sie am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtages.

Nach Angaben des Ministeriums müssen laut Eindämmungsverordnung alle Besucher von Pflegeheimen getestet sein. Während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung und in den Außenbereichen müsse eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil getragen werden. Ein schriftlich oder elektronisch vorliegendes negatives Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein. Wenn mindestens 75 Prozent der Bewohner vor mindestens 14 Tagen die Zweitimpfung gegen das Virus erhalten haben, die Beschäftigten die Möglichkeit zur Impfung hatten und aktuell kein Infektionsgeschehen vorliegt, ist nach den Angaben die Zahl der Besucher nicht begrenzt.

Halle will Schulen nach Ostern nicht öffnen

16.20 Uhr: Die Stadt Halle will die Schulen wegen der hohen Corona-Infektionslage nach Ostern nicht öffnen. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sagte am Donnerstag: „Wir haben das Bildungsministerium heute schriftlich gebeten, für die Schulen in Halle ab der kommenden Woche die Umstellung auf Distanzunterricht zu erlassen. Wir halten Einschränkungen im Schulbetrieb für dringend nötig“. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Kindern im Grundschulalter liege aktuell bei rund 307, bei Jugendlichen bei 312.


Merkel ruft zu Ostern im kleinen Kreis auf

16.05 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bürgerinnen und Bürger vor den Ostertagen aufgerufen, sich konsequent an alle Regeln zur Kontaktbeschränkung zu halten. „Mit unserem Verhalten können wir das starke Wachstum der Infektionszahlen wieder bremsen, stoppen und dann umkehren. Auch darum geht es an Ostern in diesem Jahr“, sagte Merkel in ihrem am Donnerstag verbreiteten Video-Podcast. Ärzte und Pflegekräfte könnten den Kampf gegen die dritte Welle der Pandemie alleine nicht gewinnen. „Wir sollten sie nicht allein lassen, sondern sie mit unserem Verhalten unterstützen“, appellierte Merkel und ergänzte: „Wir werden das Virus gemeinsam besiegen.“

Für die nächsten Tage heiße das vor allem, „dass es ein ruhiges Osterfest werden soll, eines im kleinen Kreis, mit sehr reduzierten Kontakten“, sagte Merkel. „Es wird leider noch einmal ein Ostern mit Einschränkungen sein müssen.“ Sie bitte die Menschen dringend, „auf alle nicht zwingenden Reisen zu verzichten“. Zugleich wolle sie den Menschen Mut machen, „denn diese noch einmal wirklich schwierige Phase der Pandemie ist anders als ihr Beginn vor einem Jahr“, sagte die Kanzlerin: „Wir haben jetzt zwei ganz handfeste Helfer, die wir im letzten Jahr noch nicht hatten“ – die Tests und die Impfungen.

Corona-Test von Staatskanzlei-Chef Hoff negativ

16.04 Uhr: Nach einer Kontaktmeldung in der Corona-Warnapp ist ein Corona-Test bei Staatskanzlei-Chef und Minister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) negativ ausgefallen. Das teilte eine Sprecherin der Staatskanzlei in Erfurt am Donnerstag auf Anfrage mit. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass ein PCR-Test auf das Virus bei Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) ebenfalls negativ war. Hintergrund ist, dass Hoff, Ramelow und Justizminister Dirk Adams (Grüne) auf der Corona-Warnapp eine Risikobegegnung angezeigt bekommen hatten – also einen Kontakt mit jemandem, der später positiv auf eine Infektion getestet worden ist. Bekannt wurde das am Montag. Die drei waren gemeinsam bei einer Bundesratssitzung gewesen. Auch bei Adams sei ein Test negativ ausgefallen, sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag.

Luca-App wird in sechs Landkreisen und Städten installiert

16.03 Uhr: In den Gesundheitsämtern von sechs Landkreisen und kreisfreien Städten in Brandenburg wird laut Gesundheitsministerium die Luca-App gegen die Ausbreitung des Coronavirus eingerichtet. Techniker seien mit den Ämtern im Austausch, sagte Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Donnerstag im Gesundheitsausschuss. Die Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Barnim und die Städte Cottbus, Potsdam, Brandenburg an der Havel hatten sich demnach zuerst um die Einsetzung der App zur Kontaktverfolgung beworben.

Das Land Brandenburg hatte zur Nutzung der Luca-App über den Informations- und Kommunikations-Dienstleister Dataport einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Mit dem Landesvertrag könnten noch vor Ostern bis zu sechs und bis etwa Ende April alle Landkreise und kreisfreien Städte die Luca-App anwenden, hatte es geheißen. Die Nutzung der App, die auf allen gängigen Smartphones läuft, ist kostenfrei.

Nächtliche Ausgangsbeschränkung ab Samstag in Halle

15.57 Uhr: Die Stadt Halle führt wegen des hohen Corona-Infektionsgeschehens ab Samstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Demnach sei zwischen 21.00 und 5.00 Uhr das Verlassen der Wohnung nur noch aus „gewichtigem Grund“ erlaubt, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag. Halle wies am Donnerstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts eine Inzidenz von etwa 240 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen auf. Damit lag die Stadt nach RKI-Zahlen 5 Tage in Folge über dem Grenzwert von 200.

Niedersachsen führt verpflichtende Corona-Selbsttests für Schüler ein

15.50 Uhr: Niedersachsen führt verpflichtende Corona-Selbsttests für alle Schüler ein. Nach den Osterferien müssen sich beginnend ab dem 12. April Schüler und Beschäftigte an Schulen zweimal pro Woche zu Hause selbst testen, wie das niedersächsische Kultusministerium am Donnerstag in Hannover mitteilte. Eltern oder Erziehungsberechtigte müssen das negative Testergebnis dann schriftlich bestätigen. Die Schulen können auch die Vorlage des genutzten Testkits verlangen.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) erklärte: „Ich denke, wir haben mit dieser Lösung eine Regelung gefunden, die sich an der großen Mehrheit orientiert, die Ängste und Sorgen aller Beteiligten sehr ernst nimmt und die Belastungen für alle möglichst gering hält.“ So könnten Infektionsketten frühzeitig unterbrochen und möglicherweise unerkannte Infektionen erkannt werden.Ohne ein negatives Testergebnis dürfen niedersächsische Schüler nicht mehr am Unterricht teilnehmen.


Terminbuchung mit Astrazeneca für 60 bis 70-Jährige zunächst gestört

15.40 Uhr: Starker Andrang und ein technisches Problem haben Terminbuchungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca für die neu zugelassene Altersgruppe von 60 bis 70 Jahren am Donnerstag in Berlin erschwert. Die Senatsgesundheitsverwaltung berichtete gegen Mittag von mehr als 1,7 Millionen Anrufen bei der Hotline. Interessenten mussten sich gedulden, weil das System bisher stets eine Impfcode verlangte, den Berechtigte mit ihrer Benachrichtigung erhalten. Der am Mittwoch neu zugelassene Personenkreis hat keine Benachrichtigung und damit keinen Code. Termine können für diese Gruppe aber zunächst nur bei der stark frequentierten Impfhotline unter der Nummer 030 90282200 vergeben werden. Das technische Problem solle rasch gelöst werden, hieß es.

Fälle von Coronavirus-Mutationen steigen – Ministerin besorgt

15.30 Uhr: Die Zahl der Infektionen mit Coronavirus-Varianten in Brandenburg ist laut Gesundheitsministerium im März deutlich gestiegen. In der vergangenen Woche machte die Mutante B.1.1.7 demnach fast die Hälfte (42,5) der Corona-Fälle aus. Mit Beginn des Monats waren es noch 29,5 Prozent. Diese Variante wurde zuerst in Großbritannien entdeckt, sie gilt als deutlich ansteckender als frühere Corona-Varianten. Bundesweit liegt der Anteil der Varianten nach Daten des Robert Koch-Instituts deutlich über 70 Prozent – Tendenz steigend.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Nonnemacher (Grüne) bezeichnete die Lage mit Blick auf die höhere Gefährlichkeit der Varianten im Krankheitsverlauf als „außerordentlich besorgniserregend“. Besonders betroffen mache, dass Ausbrüche bei Kindern und jungen Menschen in Kita und Hort bundesweit stark zugenommen hätten, sagte sie am Donnerstag im Gesundheitsausschuss. Das zeige den Ernst der Lage.

Steinmeier hält Fernseh-Ansprache zur Corona-Pandemie

15.18 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Abend des Karsamstag eine Fernsehansprache zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie halten. Das teilte das Bundespräsidialamt in Berlin am Donnerstag mit. Steinmeier hatte sich bereits im vergangenen Jahr an Ostern per Fernsehen an die Bürger gewandt. Dabei rief er die Menschen in Deutschland zu Geduld, Disziplin und Solidarität in der Corona-Krise auf. Der Bundespräsident erhielt am Donnerstag seine erste Corona-Schutzimpfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca.


Biontech-Impfstoff auch gegen südafrikanische Coronavirus-Variante effektiv

15.15 Uhr: Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer schützt nach Angaben der beiden Unternehmen wirksam auch vor der südafrikanische Virusvariante. Dies sei das Ergebnis einer Studie, bei der die Daten von Teilnehmern an klinischen Tests in Südafrika bis zu sechs Monate nach der Injektion ausgewertet wurden, teilten die Hersteller am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung in Mainz und New York mit. „In Südafrika, wo derzeit die Virusmutante B.1.351 vorherrscht, zeigte der Impfstoff eine 100-prozentige Schutzwirkung vor einer Covid-19-Erkrankung“, erklärten die Unternehmen. An den Tests der sogenannten klinischen Phase 3 in Südafrika nahmen den Angaben zufolge 800 Menschen teil. Dabei seien neun Fälle von Covid-19 aufgetreten, alle in der Placebo-Gruppe – also in der Gruppe, die keinen Impfstoff erhielt.

Insgesamt hätten Phase-3-Tests mit mehr als 44.000 Teilnehmern in mehreren Ländern gezeigt, dass der Impfstoff „sieben Tage bis sechs Monate nach der zweiten Impfdosis mit einer Wirksamkeit von 91,3 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung schützt“, hieß es weiter. Dabei seien „keine bemerkenswerten Unterschiede in der Wirksamkeit in Bezug auf Alter, Geschlecht, ethnische Hintergründe oder bei Teilnehmern mit bestehenden Vorerkrankungen“ aufgetreten.

Bulgarien lockert Corona-Einschränkungen

14.57 Uhr: In Bulgarien dürfen Lokale seit Donnerstag nach einem zehntägigen Corona-Lockdown die Außenbereiche unter Auflagen wieder öffnen. Die Lockerung der erst am 22. März verhängten Einschränkungen gilt auch für Theater, Kinos, Museen sowie Fitnessstudios, Sport- und Schwimmzentren. Allerdings dürfen sie den Betrieb bei höchstens 30 Prozent ihrer Kapazitäten wieder aufnehmen. Erlaubt sind wieder Besuche in Galerien, Bibliotheken und Zirkusvorstellungen unter Corona-Auflagen. Die Einschränkungen wurden kurz vor der Parlamentswahl am 4. April trotz rekordhoher Corona-Fallzahlen aufgehoben.

Über eine halbe Million Corona-Impfungen im Norden

14.51 Uhr: Mehr als eine halbe Million Impfungen gegen das Coronavirus sind mittlerweile in Schleswig-Holstein verabreicht worden. Bis einschließlich Mittwoch wurden im Norden 502.200 Dosen verimpft, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. 386.046 Menschen sind demnach bereits mindestens einmal geimpft worden. Bei den Erstimpfungen steht Schleswig-Holstein mit einer Impfquote von 13,3 Prozent nach Bremen und dem Saarland auf dem dritten Platz. Der Bundesdurchschnitt betrug 11,6 Prozent.116.154 Menschen im Norden haben auch die zweite Dosis erhalten und sind damit vollständig durchgeimpft. Hier liegt die Quote mit 4,0 Prozent – das ist gemeinsam mit Brandenburg der niedrigste Wert aller Bundesländer – deutlich unter dem deutschen Durchschnitt von 5,0 Prozent.

135 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt

14.37 Uhr: Die Studentenwerke in Deutschland haben nach Angaben ihres Dachverbands inzwischen mehr als 300 000 Mal eine Zusage zur Zahlung von Corona-Nothilfe an Studenten gegeben und insgesamt rund 135 Millionen Euro ausgezahlt. Seit dem Start der sogenannten Überbrückungshilfe im vergangenen Juni seien mehr als 460 000 Anträge gestellt worden, teilte das Deutsche Studentenwerk (DSW) am Donnerstag mit.

Die Leistung ist für Betroffene gedacht, die während ihres Studiums zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Überwiesen werden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat, wenn per Kontoauszug nachgewiesen werden kann, dass eine pandemiebedingte Notlage besteht. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Die Nothilfe muss für jeden Monat neu beantragt werden.

Schweden-Schnellfähre von Rügen fährt wieder – Corona-Test nötig

14.15 Uhr: Zwischen Deutschland und Schweden fährt wieder eine Schnellfähre. Wie ein Sprecher der Reederei FRS Baltic GmbH & Co KG (Flensburg) sagte, wurde am Donnerstag die Fährverbindung zwischen Sassnitz/Mukran (Vorpommern-Rügen) und dem schwedischen Ystad für 2021 wieder aufgenommen. Im April fährt der Hochgeschwindigkeitskatamaran „Skåne Jet“ immer von Donnerstag bis Sonntag einmal hin und wieder zurück. Ab Mai soll es dann täglich je zwei Abfahrten in jedem Hafen geben.Passagiere, die nach Schweden wollen, müssen ein negatives Covid-19-Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 48 Stunden sein darf und in Englisch oder einer skandinavischen Sprache verfasst sein muss. Gäste, die aus Schweden nach Deutschland reisen, müssen auch einen negativen Test vorlegen sowie eine digitale Anmeldung.


Scharfe Kritik im französischen Parlament an Corona-Krisenmanagement

14.00 Uhr: Im Unterhaus des französischen Parlaments gibt es massive Kritik am Corona-Krisenmanagement von Staatschef Emmanuel Macron und der Mitte-Regierung. „Wir sind nicht dafür da, Ihre aufeinanderfolgenden Misserfolge anzuerkennen“, sagte der Fraktionschef der konservativen Republikaner, Damien Abad, am Donnerstag nach einer Rede von Regierungschef Jean Castex. Der Linksaußenpolitiker Jean-Luc Mélenchon monierte, dass Macron allein entscheide.

Versicherer registrieren „historisches Tief“ bei Wohnungseinbrüchen

13.40 Uhr: Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist der Versicherungsbranche zufolge coronabedingt auf ein „historisches Tief“ gefallen. Im Jahr 2020 habe man 85 000 versicherte Wohnungseinbrüche registriert, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in Berlin mit. Das sei ein Minus von rund 10 000 im Vergleich zum Vorjahr und der niedrigste Wert in der bis 1998 zurückreichenden Statistik.

„Der Rückgang der Einbruchzahlen liegt vor allem daran, dass die Menschen wegen der Corona-Pandemie viel Zeit zu Hause verbracht haben“, erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Einbrechern fehlte somit oft die Gelegenheit für ihre Tat.“ Mit dem Rückgang der Einbrüche habe sich die Höhe der Gesamtschäden um 70 Millionen Euro auf 230 Millionen Euro verringert.

Lindner: Impfung des Staatsoberhauptes ist „wichtiges Signal“

13.28 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner wertet es als „wichtiges Signal“, dass sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Staatsoberhaupt mit dem Vakzin von Astrazeneca hat impfen lassen. „Der Kreis der für Astrazeneca Impfberechtigten sollte bundesweit über die ersten beiden Impfgruppen hinaus ausgeweitet werden“, sagte Lindner am Donnerstag weiter. „Im Zweifel sollte er generell auf freiwilliger Basis ohne Impfreihenfolge zugänglich gemacht werden, um Tempo zu gewinnen.“ Steinmeier hatte kurz zuvor im Bundeswehr-Krankenhaus in Berlin seine erste Corona-Schutzimpfung erhalten.

Stiftung: Corona-Schutzkleidung wird zur Falle für Wildtiere

13.15 Uhr: Falsch entsorgte Masken, Plastikhandschuhe und andere Corona-Schutzmaterialien können nach Angaben der Deutsche Wildtier Stiftung Tieren zum Verhängnis werden. Beispielsweise können sich Haltegummis von Masken um die Schnäbel von Vögeln wickeln, oder Tiere verheddern sich mit Flügeln oder Füßen darin, warnt die Stiftung. Außerdem fressen Vögel, aber auch Säugetiere wie Füchse und Wildschweine unbeabsichtigt Reste von Schutzkleidung. So werden auch Wildtiere zu Opfern der Pandemie, sagt Stiftungsvorstand Klaus Hackländer. Er rät: Abfälle wie Masken und Plastikhandschuhe nie lose wegwerfen, sondern in reißfeste, dichte Müllsäcke geben, fest verschließen und in den Restmüll geben.


Neuer Höchstwert in Polen – 35.251 Neuinfektionen

13.00 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 35.251 neue Fälle hinzu, die meisten davon (5997) in der Region Schlesien, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 621 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Höchstwert war erst Ende der vergangenen Woche erreicht worden.

Viele Krankenhäuser arbeiten inzwischen am Rande ihrer Kapazität. Gesundheitsminister Adam Niedzielski hatte zuvor bereits angekündigt, dass noch vor Ostern bis zu 170 Covid-Patienten aus dem besonders betroffenen Schlesien in Kliniken in anderen Region gebracht werden sollen. Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft.

Corona: Schweden gibt ursprüngliches Impfziel auf

12.45 Uhr: Schweden verabschiedet sich angesichts von Verzögerungen bei der Impfstoff-Lieferung von seinem Ziel, bis zur Jahreshälfte allen Erwachsenen eine Corona-Schutzimpfung angeboten zu haben. Für diese Zielmarke stehe einfach nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung, sagte Sozialministerin Lena Hallengren auf einer Pressekonferenz in Stockholm.

Die neue Prognose von Regierung und Behörden sei, dass allen Menschen über 18 Jahren sowie Minderjährigen in Risikogruppen vor dem 15. August mindestens eine Impfdosis angeboten werden könne, sagte Hallengren. Allen über 65-Jährigen bereits vor dem 16. Mai.

Bislang haben in Schweden rund 1,1 Millionen Menschen ihre erste Impfdosis erhalten, knapp 490.000 auch schon ihre zweite Dosis. Das entspricht einem Anteil von 13,7 beziehungsweise 5,9 Prozent aller Erwachsenen im Land.

Indien weitet Corona-Impfaktion aus

12.30 Uhr: Angesichts eines massiven Anstiegs der Corona-Zahlen in Indien hat das Land seine Impfkampagne ausgeweitet. Inzwischen dürfen sich alle Menschen ab 45 Jahren impfen lassen. Bislang waren nur unter anderem Gesundheitspersonal, Polizisten sowie Menschen über 65 und Risikopatienten zur Impfung zugelassen.

Zuletzt wurden mehr als 72.000 neue Corona-Fälle an einem Tag erfasst, wie offizielle Zahlen zeigten.Die indische Regierung hatte das Ziel ausgegeben, bis zum Sommer 300 Millionen Menschen zu impfen. Seit dem Impfstart im Januar wurden 65 Millionen Dosen verabreicht.

Bundespräsident Steinmeier geimpft – mit Astrazeneca

12.04 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Dem Staatsoberhaupt wurde am Donnerstag im Bundeswehr-Krankenhaus in Berlin der Impfstoff von Astrazeneca gespritzt, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.


Neue Corona-Variante in Afrika entdeckt

11.45 Uhr: In Afrika ist laut der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC eine neue Corona-Variante registriert worden. Sie sei bei Reisenden aus Tansania in Angola entdeckt worden, teilte der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit. Die neue Variante weise bis zu 40 Mutationen auf. „Das ist sicherlich eine Variante, die Anlass zur Sorge gibt“, sagte er.

Das ostafrikanische Tansania hat seit Mitte vergangenen Jahres keine Daten über Covid herausgegeben. Auch aktuell gebe es keine Informationen zur genauen Zahl der Fälle dort, so die CDC. Der vor kurzem verstorbene tansanische Präsident John Magufuli hatte vergleichsweise lockere Corona-Einschränkungen spät eingeführt.

WHO bezeichnet Europa beim Impfen als “inakzeptabel langsam”

11.30 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Corona-Impfkampagne in Europa als „inakzeptabel langsam“ angeprangert. „Impfstoffe sind gegenwärtig unser bester Weg, um aus dieser Pandemie herauszukommen“, sagte WHO-Europa-Direktor Hans Kluge. Die langsame Verteilung der Vakzine in Europa führe zu einer „Verlängerung“ der Pandemie.

Spahn zu Corona-Impfung bei Hausärzten

11.15 Uhr: Nach Ostern sollen auch niedergelassene Ärzte gegen Corona impfen. Wie die Impfung beim Hausarzt abläuft und was es zu beachten gibt, erklärt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zusammen mit dem Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, bei einer Pressekonferenz.

Den Ärzten steht zunächst allerdings nur knapp eine Million Dosen in der Woche zur Verfügung, rund 20 Dosen für jede Praxis. Die Lieferungen sollen nach Ostern dann aber Schritt für Schritt deutlich ansteigen. Neben Hausärzten sollen in Zukunft auch Fach- und Privatärzte Teil der Impfkampagne werden können, so Spahn.

Auf eine Frage nach der Art der Impfstoffe antwortet Spahn: “Zunächst wird der Impfstoff Biontech für Arztpraxen bereitgestellt. Ab KW16 wird es Biontech und Astrazeneca sein, ab der Woche darauf wird für die Arztpraxen zusätzlich auch Johnson & Johnson verfügbar sein.” Spahn ergänzt, dass Moderna künftig nur in Impfzentren verimpft werden soll. Das hänge mit Anforderungen an die Lieferung und Aufbewahrung des Impfstoffs zusammen.

Seehofer will sich nicht mit Astrazeneca impfen lassen

11.00 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich derzeit ausdrücklich nicht mit dem Impfstoff der Firma Astrazeneca impfen lassen. „Die Antwort auf die Aufforderung von Jens Spahn lautet nein“, sagte Seehofer am Donnerstag der „Bild“-Zeitung. Dem 71-jährigen gehe es dabei jedoch nicht um eine Bewertung des Impfstoffs an sich. „Ich lasse mich nicht bevormunden“, sagte Seehofer.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte dem Bericht zufolge in der Kabinettssitzung am Mittwoch seine über 60-jährigen Ministerkollegen aufgefordert, sich als vertrauensbildende Maßnahme mit dem Astrazeneca-Vakzin impfen zu lassen. Auch in der Runde der Ministerpräsidenten, die am Dienstag über die Zulassung des Impfstoffs beraten hatte, habe Spahn darauf verwiesen, dass eine Impfung mit Astrazeneca eine gute Vorbildwirkung entfalten könne, berichtete die Zeitung weiter.


Bund – Versorgung mit Schnelltests ist gesichert

10.30 Uhr: Die Bundesregierung sieht die Versorgung Deutschlands mit einer ausreichenden Zahl an Schnell- und Selbsttests als gesichert an. Allein der Bund habe über seine Wege für 2021 mehr als 1,1 Milliarden Corona-Testkits gesichert, heißt es in einem Brief von Gesundheitsminister Jens Spahn und Verkehrsminister Andreas Scheuer an die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten.

Die Beteiligten in der Taskforce Testlogistik seien sich einig gewesen, dass Schnelltests “auch unmittelbar über den Markt bestellt werden können”, heißt es. Der von Bund und Ländern am 3. März beschriebene Bedarf sollte deshalb gedeckt werden können.

Bund sichert sich für dieses Jahr 1,1 Milliarden Corona-Testkits

10.15 Uhr: Allein der Bund hat sich nach Angaben des Gesundheits- und Verkehrsministeriums für 2021 Testkapazitäten von mehr als 1,1 Milliarden Corona-Testkits gesichert. Das geht aus einem Brief von Gesundheitsminister Jens Spahn und Verkehrsminister Andreas Scheuer an die Ministerpräsidenten hervor. Die Beteiligten in der Taskforce Testlogistik seien sich einig gewesen, dass Schnelltests „auch unmittelbar über den Markt bestellt werden können“, hieß es. Der Bedarf auch bei den Selbsttests sollte deshalb gedeckt werden können.


Wohnungseinbrüche sinken in Pandemie auf Rekordtief

10.00 Uhr: Die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche ist vor allem wegen mehr Homeoffice-Arbeit auf ein historisches Tief gesunken. Die deutschen Versicherer zählten 2020 rund 85.000 Einbrüche und damit etwa 10.000 weniger als im Jahr zuvor, wie der Branchenverband GDV mitteilte. Dies sei der niedrigste Wert seit Beginn der Statistik 1998.

“Der Rückgang der Einbruchzahlen liegt vor allem daran, dass die Menschen wegen der Corona-Pandemie viel Zeit zu Hause verbracht haben”, sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. “Einbrechern fehlte somit oft die Gelegenheit für ihre Tat.”

Corona-Lockdown belastet Einzelhandel

9.30 Uhr: Der Corona-Lockdown hat dem Einzelhandel in Deutschland auch im Februar zu schaffen gemacht. Zwar stiegen die Umsätze gegenüber Januar real um 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nominal gab es den vorläufigen Daten zufolge ein Plus von 1,3 Prozent.

Gegenüber Februar 2020, dem Monat vor dem Lockdown in Deutschland, sank der Umsatz allerdings um real 9,0 Prozent und nominal 7,7 Prozent. Besonders hart trafen die Beschränkungen auch im Februar den Textilhandel, die Erlöse brachen real um 73,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ein. Möbelhändler und Heimwerkermärkte verzeichneten ebenfalls einen deutlichen Umsatzrückgang (34,1 Prozent).

Höchstwert an Corona-Todesfällen in Ukraine

9.00 Uhr: Die Ukraine verzeichnet mit 421 neuen Todesfällen in Verbindung mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge einen neuen Höchstwert. Insgesamt stieg damit die Zahl der nach einer Infektion Verstorbenen binnen 24 Stunden auf 33 246, wie Gesundheitsminister Maxim Stepanow mitteilte.

Zudem seien am Vortag 5160 Covid-19-Patienten in Krankenhäuser eingewiesen worden und damit so viele wie noch nie. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg um 17 569 auf mehr als 1,691 Millionen. Das ist nur knapp unter dem Höchstwert von 18 132 Neuinfektionen in der vergangenen Woche.


Corona – Polizei erwartet schwierige Oster-Einsätze

8.30 Uhr: Die Deutsche Polizeigewerkschaft rechnet an den Ostertagen mit schwierigen und gefährlichen Polizeieinsätzen. Grund sei die schwindende Akzeptanz der Corona-Maßnahmen. “Die Stimmung heizt sich auf. Die Leute werden immer nervöser und aggressiver”, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Immer häufiger würden Menschen die Maskenpflicht und die Abstandsregeln ignorieren und sich aggressiv gegenüber Polizisten verhalten, die die Einhaltung der Vorschriften kontrollieren und durchsetzen wollen. “Viele nehmen keine Weisungen der Polizei mehr an”, sagte Wendt. Randale und Pöbeleien bis hin zu Gewaltausbrüchen seien inzwischen an der Tagesordnung. “Da werden Polizeibeamte angespuckt, beleidigt und getreten”, so Wendt.

Sehbehinderte und Blinde kritisieren Corona-App “Luca”

8.00 Uhr: Blinde und Sehbehinderte haben die Nutzungsbarrieren der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten kritisiert. „Hier wurde im Vorfeld nicht bedacht, die Anwendung barrierefrei zu gestalten. Blinde Menschen werden von der Nutzung ausgeschlossen“, sagte Bernd Peters, Leiter der Geschäftsstelle des Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen-Anhalt. „Ich finde, die Barrierefreiheit hätte eine Bedingung für den Kauf der App sein müssen.“ Sachsen-Anhalt wird die App künftig einsetzen.

Infektionszahlen überschatten Olympia-Fackellauf

7.30 Uhr: Japans Olympia-Machern droht wegen wieder steigender Corona-Infektionszahlen ein weiterer Rückschlag. Der Gouverneur der Präfektur Osaka, Hirofumi Yoshimura, sprach sich dagegen aus, dass der kürzlich begonnene Fackellauf für die Olympischen Spiele durch die Großstadt Osaka führt. Grund sind die wieder deutlich steigenden Infektionszahlen.

Gestern wurden in Osaka innerhalb von 24 Stunden 599 Neuinfektionen gemeldet. Auch in der Hauptstadt Tokio ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder gestiegen, gestern lag sie bei 414.


Mehr als 72.000 Corona-Neuinfektionen in Indien

7.15 Uhr: Indien hat mit 72.330 Corona-Neuinfektionen den höchsten Wert seit dem 11. Oktober gemeldet. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg damit auf 12,22 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das sind weltweit die drittmeisten Infektionen nach den USA und Brasilien. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um 459 auf 162 927.

Nur 25 Prozent der Deutschen vertrauen in Impfpolitik

7.00 Uhr: Laut einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut INSA für “Bild” hat der Großteil der Deutschen das Vertrauen in die Impfpolitik der Bundesregierung verloren. Demnach sagen nur 25 Prozent der Bürger, dass sie der Impfstrategie der Bundesregierung vertrauen. Lediglich 21 Prozent glauben, dass die Bundesregierung ihr Versprechen halten kann, bis zum 21. September jeden Erwachsenen gegen Corona impfen zu können.

Mediziner warnen: Intensivstationen in vier Wochen voll

6.45 Uhr: Deutsche Intensivmediziner schlagen angesichts der hohen Infektionszahlen Alarm. “Seit Mitte März sind unterm Strich 1000 Intensivpatienten zusätzlich in den Krankenhäusern gelandet. Wenn sich diese Geschwindigkeit fortsetzt, sind wir in weniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt”, sagt der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, der Zeitung “Rheinische Post”.

“Wir malen keine Schreckensbilder, unsere Warnungen sind von den Zahlen gedeckt. Es braucht jetzt dringend einen harten Lockdown für zwei Wochen, verpflichtende Tests an Schulen zweimal in der Woche und deutlich mehr Tempo bei den Impfungen in den Zentren und Arztpraxen.”


Neue Corona-Variante in Brasilien entdeckt

6.30 Uhr: Bei einer Frau in Brasilien ist offenbar eine neue Variante des Coronavirus festgestellt worden. Die Wissenschaftler des (Instituto) Butantan, die ein Netzwerk für den Alarm für Covid-19-Varianten koordinieren, hätten die neue Variante in der Stadt Sorocaba in der Nähe der Millionenmetropole São Paulo identifiziert, schrieb die Forschungseinrichtung »Instituto Butantan« auf Twitter. Demnach ähnele die neue Variante der südafrikanischen und müsse noch untersucht werden.

Die Variante sei bei einer 34-jährigen Frau entdeckt worden, die leichte Symptome aufwies, berichtete das Nachrichtenportal »G1«. Laut Paulo Menezes, Direktor des Coronavirus-Notfallzentrums von São Paulo, habe die Patientin angegeben, in jüngster Zeit keine Reisen innerhalb oder außerhalb Brasiliens unternommen zu haben.

Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson wohl unbrauchbar

6.00 Uhr: Millionen Impfdosen des US-Unternehmens Johnson & Johnson in einem US-Werk sind einem Medienbericht zufolge unbrauchbar. Das Unternehmen bestätigte, dass eine Charge des Vakzins in einer Produktionsstätte in Baltimore „nicht den Qualitätsanforderungen“ entsprochen habe, nannte jedoch keine Zahlen. Die „New York Times“ berichtete von 15 Millionen Dosen.

Der Zeitung zufolge sei mit einer Untersuchung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA zu rechnen, was die Produktion weiter einschränken könnte. Die Behörde teilte mit, von der Situation zu wissen, machte aber keine weiteren Angaben. Das Werk wird von der Firma Emergent Biosolutions betrieben und war nach Unternehmensangaben bisher noch nicht von der FDA für die Produktion des Impfstoffs zugelassen worden.

„Mehrheit der Gläubigen wird Ostergottesdienste digital feiern“

5.30 Uhr: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) rechnet damit, dass die meisten Gläubigen in diesem Jahr aus Sorge vor einer Infektion auf den Besuch der Ostergottesdienste verzichten werden: „Ich gehe davon aus, dass die Mehrheit der Gläubigen die Ostergottesdienste digital feiern wird und nicht in die Kirchen kommt“, sagte Bedford-Strohm dieser Redaktion. Wenn Schutzkonzepte eingehalten würden, sei es aber weiterhin verantwortlich, Gottesdienste auch in Präsenzform zu feiern.

Angesichts steigender Infektionszahlen müsse die Vorsicht aber besonders groß sein. Als Beispiel nannte Bedford-Strohm die Regelungen in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Hier sollen Gemeinden in Regionen mit einer Inzidenz zwischen 200 und 300 intensiv prüfen, ob ein geplanter Gottesdienst tatsächlich in Präsenz verantwortbar ist. In Gegenden über der 300er-Marke würden dort alle Präsenzgottesdienste abgesagt.


Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz für Präsenzgottesdienste „mit einem Höchstmaß an Vorsicht“

3.27 Uhr: Trotz steigender Infektionszahlen will auch die katholische Kirche in Deutschland nicht auf Präsenzgottesdienste zu Ostern verzichten: „Ostern ist das wichtigste Fest der Christinnen und Christen. Da sind Gottesdienste nicht schmückendes Beiwerk, sondern für viele Gläubige zentraler Bestandteil des Festes“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, dieser Redaktion.

GEW fordert Rückkehr zu Notbetreuung, bis Kita-Personal geimpft ist

1.12 Uhr: Nach der Änderung der Impfempfehlung für Astrazeneca fordert die Bildungsgewerkschaft GEW eine Rückkehr zur Notbetreuung in Kitas, bis das dortige Personal geimpft ist. „Nach Ostern müssen wir zurück zu einer echten Notbetreuung in den Kitas, bis die Kolleginnen und Kollegen geimpft sind“, sagte die GEW-Bundesvorsitzende Marlis Tepe dieser Redaktion. „Es ist nicht zu verstehen, warum die Länder hier nicht handeln.“

Erzieherinnen und Erzieher sind aktuell in der Prioritätsgruppe 2 eingestuft. Viele von ihnen sollten ursprünglich mit Astrazeneca geimpft werden. Tepe zeigte sich besorgt, dass verzögerte Impfungen bei steigenden Infektionszahlen in Kitas das Personal gefährden könnten: „Kitas haben gar keine Osterferien, und dort steigen die Infektionen schnell“, sagte sie. „71 Prozent der Kinder sind mittlerweile zurück in den Kitas, von Notbetreuung kann man da nicht mehr reden.“ Nachdem bekannt sei, dass Kinder von der neuen Mutante stärker betroffen sind, müsse deshalb in Kitas die Notbremse gezogen werden.

Corona-News vom Mittwoch, 31. März: Italien verlängert viele Corona-Maßnahmen bis Ende April

  • Italien verlängert zahlreiche Corona- Beschränkungen bis Ende April. Das teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi nach einer Sitzung am Mittwochabend in Rom mit.
  • Die Entertainer Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf haben bei ProSieben wieder freie Sendezeit erspielt und sie am Mittwochabend genutzt, um unter dem Motto #Nichtselbstverständlich auf den Pflegenotstand hinzuweisen. Was Pflegerinnen und Pfleger täglich leisten müssen, wird in der Pandemie immer wieder deutlich.
  • Nach der Entscheidung von Bund und Ländern für eine Alterseinschränkung beim Impfstoff Astrazeneca ist die generelle Impfbereitschaft in Deutschland einer Umfrage zufolge weiter hoch. 69 Prozent der Befragten wollen sich impfen lassen, sobald sie die Möglichkeit haben, wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv am Mittwoch ergab.
  • In der Modellkommune Tübingen mit Lockerungen und massenhaften Tests sind die Corona-Fallzahlen auch am Mittwoch stark gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt legte nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums auf 89,6 Fälle je 100.000 Einwohner und binnen einer Woche zu. Am Vortag hatte der Wert noch bei 78,7 gelegen.
  • Angesichts der dritten Corona-Welle wird in Frankreich ein landesweiter Lockdown verhängt. Die bereits in 19 Verwaltungsbezirken geltenden Auflagen werden für vier Wochen auf das ganze Land ausgeweitet, wie Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache ankündigte.
  • Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac geht weiter davon aus, dass sein Corona-Impfstoff Anfang Juni auf den Markt kommt. Er sei zuversichtlich, rechtzeitig eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zu erhalten, so dass in zwei Monaten mit den Curevac-Impfungen begonnen werden könne, sagte Unternehmenschef Franz-Werner Haas der „Stuttgarter Zeitung“.
  • Covid-19 ist in den USA im vergangenen Jahr die dritthäufigste Todesursache nach Herzerkrankungen und Krebs gewesen. Das ergibt sich aus den vorläufigen Berechnungen der Gesundheitsbehörde CDC, die im Auftrag des US-Gesundheitsministeriums die Daten auswertete und am Mittwoch veröffentlichte.
  • Der Impfmonitor unserer Redaktion zeigt, wie ganz Deutschland und die Bundesländer beim Impfen vorankommen. Mittlerweile haben 9.428.662 Menschen zumindest eine Dosis gegen das Coronavirus erhalten. Das sind 11,3 Prozent der Bevölkerung. 4,9 Prozent der Deutschen haben sogar schon den vollen Impfschutz.
  • Kroatien erlaubt Ausländern ab diesem Donnerstag mit dem Nachweis einer Corona-Impfung wieder die Einreise. Dies gab Innenminister Davor Bozinovic am Mittwoch in Zagreb bekannt.
  • Belgien muss nach einem Gerichtsurteil innerhalb von 30 Tagen alle Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zurücknehmen oder eine ausreichende Rechtsgrundlage dafür schaffen. Dies entschied ein Gericht der Hauptstadt Brüssel in erster Instanz nach einer Klage der Liga für Menschenrechte, wie mehrere Medien am Mittwoch berichteten.
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die vom Hamburger Senat beschlossene Ausgangsbeschränkung als vorbildlich gelobt. „Ich begrüße die Ausgangssperre in Hamburg ausdrücklich“, twitterte er am Mittwoch nach einem entsprechenden Beschluss der rot-grünen Landesregierung.
  • Für das geplante Saarland-Modell mit Corona-Öffnungen hat die Landesregierung die Macher der „Luca“-App mit der Kontaktnachverfolgung beauftragt. Schon diese Woche könnten alle sechs Gesundheitsämter an die App angebunden werden, erklärte die Staatskanzlei.
  • Schweden verlängert wegen der steigenden Neuinfektionszahlen die Beschränkungen für Restaurants, Kneipen und Cafés. Die Maßnahmen sollten ursprünglich am 11. April auslaufen. Die Lokale müssen damit unter anderem weiter um 20.30 Uhr schließen, dürfen danach aber weiter Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten
  • Nach der Einschränkung des Einsatzes des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca in Deutschland hat die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) erklärt, dass sie die derzeit keine altersspezifischen Risiken bei dem Corona-Vakzin sehe. Die EMA teilte mit, dass die Überprüfung bisher keine besonderen Risikofaktoren, etwa Alter, Geschlecht oder frühere Blutgerinnsel, ergeben habe.
  • Deutschland und viele andere Länder haben das EU-Impfziel für Menschen über 80 Jahre nach jüngsten Daten verfehlt. Ziel der EU-Kommission war, dass mindestens 80 Prozent dieser Altersgruppe bis Ende März gegen das Coronavirus geimpft sind. Gemeldete Daten aus deutschen Bundesländern liegen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) aber deutlich darunter.
  • Österreich steht kurz vor einer Bestellung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. „Wir sind auf den letzten Metern und eine Bestellung von Sputnik kann wahrscheinlich schon nächste Woche erfolgen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch nach einem Treffen mit dem russischen Botschafter in Wien. Es gehe um 300.000 Dosen im April, 500.000 Dosen im Mai und 200.000 Dosen Anfang Juni.
  • Die für das erste Quartal in der Europäischen Union erwartete Menge an Corona-Impfstoffen wird nach offiziellen Angaben erreicht. Bis Ende der Woche würden 107 Millionen Impfdosen an die EU-Staaten ausgeliefert, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit.
  • Angesichts der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen in Hamburg hat der Senat eine nächtliche Ausgangsbeschränkung beschlossen. Ab Karfreitag sollen die Hamburger zwischen 21.00 Uhr abends und 5.00 Uhr morgens zu Hause bleiben, wenn sie keinen triftigen Grund haben, ihre Wohnung zu verlassen, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Mittwoch.
  • In der deutschen Corona-Warn-App sollen in wenigen Wochen auch Ergebnisse von Schnelltests eingetragen werden können. „Wer bei einem Schnelltest positiv auf Corona getestet wird, kann dann auch direkt über die Corona-Warn-App mögliche Kontaktpersonen warnen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.
  • Trotz einer erfolgreichen, effizienten Impfkampagne sehen Experten die USA vor einer vierten Coronawelle. Diese Sorge brachte jetzt auch US-Präsident Joe Biden zum Ausdruck. „Wir befinden uns mit dem Virus in einem Rennen um Leben und Tod.“ Angesichts der „hart erkämpften Fortschritte“ der vergangenen Wochen drängte Biden die Bundesstaaten, die vielerorts umgesetzten Corona-Lockerungen zu stoppen.
  • Der Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt Herstellerangaben zufolge auch Jugendliche zuverlässig vor einer Covid-19-Erkrankung. Das geht aus Ergebnissen einer Studie mit 2260 jungen Menschen zwischen 12 und 15 Jahren in den USA hervor, die Biontech und Pfizer am Mittwoch veröffentlichten.
  • Die Corona-Krise hat die Probleme von Obdachlosen in Schleswig-Holstein weiter verschärft. „Die anhaltend hohe Zahl der von Wohnungslosigkeit bedrohten oder betroffenen Menschen gibt Anlass zur Sorge“, sagte Diakonievorstand und Landespastor Heiko Naß am Mittwoch.
  • Das warme Frühlingswetter hat in ganz Niedersachsen viele Menschen ins Freie gezogen – dabei aber auch für viele Verstöße gegen die Corona-Regelungen gesorgt. In Oldenburg hat die Polizei eine Versammlung von rund 200 Menschen an der Hafenpromenade aufgelöst.
  • Russland hat nach eigenen Angaben den ersten Corona-Impfstoff für Tiere zugelassen. Das Vakzin Carnivak-Cov sei seit Oktober an Hunden, Katzen, Nerzen, Füchsen und anderen Tieren getestet worden und habe sich zu 100 Prozent als wirksam erwiesen, erklärte die Agrar-Aufsichtsbehörde Rosselchosnadsor am Mittwoch.
  • Nach den Osterferien sollen in Hessen für 23.500 Schülerinnen und Schüler die schriftlichen Prüfungen für das Landesabitur 2021 beginnen. „Wie schon im vergangenen Jahr finden die Abiturprüfungen wegen der Corona-Pandemie unter erschwerten Bedingungen statt“, erklärte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden.
  • Im erbitterten Streit um Corona-Impfstoffe haben die EU-Staaten am Mittwoch einen möglichen Kompromiss diskutiert. Der portugiesische EU-Vorsitz habe einen Vorschlag zur Verteilung von zehn Millionen Impfdosen der Hersteller Biontech/Pfizer gemacht, der besonders bedürftigen Staaten helfen soll, berichteten Diplomaten. Österreich ist damit aber noch nicht zufrieden.
  • In Nordrhein-Westfalen hat es nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) bisher acht „schwere Ereignisse“ nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff gegeben. Fünf Personen seien gestorben, sagte Laumann am Mittwoch in Düsseldorf. Alle seien unter 60 Jahre alt gewesen.
  • Zum zweiten Mal binnen zwei Wochen hat die griechische Polizei wegen der Missachtung der Corona-Regeln Geldstrafen gegen Dutzende Erasmus-Studenten verhängt. Nun müssen 52 junge Leute, die aus Frankreich, Spanien, Italien, den Niederlanden und anderen Staaten der EU stammen, insgesamt 15.600 Euro zahlen.
  • Durch die Corona-Krise haben die Kirchen einer Studie zufolge im vergangenen Jahr 800 Millionen Euro weniger Kirchensteuer eingenommen. Das entspreche einem Minus von sechs Prozent, teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Mittwoch in Köln mit. Die katholische und die evangelische Kirche bekamen 2020 demnach 11,9 Milliarden Euro an Kirchensteuer.
  • Der Thüringer Verfassungsgerichtshof hegt Zweifel an der Zulässigkeit der AfD-Klage gegen die Corona-Verordnung zum Teil-Lockdown im vergangenen November. Es bestünden gewisse Bedenken, da der Antrag nicht hinreichend begründet sei, sagte der Präsident des Verfassungsgerichts, Stefan Kaufmann, zu Beginn der Verhandlung am Mittwoch in Weimar.
  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) kann üblicherweise abgeschlossen werden, wenn eine vorangegangene Krankheit vollständig ausgeheilt ist. Das gilt auch für Covid-19, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) klarstellt.
  • CDU-Chef Armin Laschet war zu Gast bei “Markus Lanz”. Dort äußerte er sich zur Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel und verteidigte seine Corona-Politik. Er habe ein “so gutes Verhältnis” zur Kanzlerin, da könne es mal “einen unterschiedlichen Akzent in einem kleinen Detail geben”.
  • Knapp ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland haben im März dem Ifo zufolge ganz oder teilweise von zu Hause aus gearbeitet. Der Anteil stieg von 30,3 Prozent im Februar leicht auf 31,7 Prozent im März, wie das Münchner Forschungsinstitut am Mittwoch mitteilte.
  • Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden.
  • Angesichts der steigenden Corona-Zahlen mahnt der Berliner Virologe Christian Drosten schärfere Maßnahmen an. „Ich glaube, es wird nicht ohne einen neuen Lockdown gehen, um diese Dynamik, die sich jetzt ohne jeden Zweifel eingestellt hat, noch einmal zu verzögern“, sagte der Charité-Wissenschaftler am Dienstag im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“.

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(fmg/dpa/afp)

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