Corona: RKI meldet Zahlen später – Astrazeneca-Engpass in Bundesländern

  • Das RKI meldet am Sonntag, dass die aktuellen Fallzahlen später veröffentlicht werden
  • Der Lockdown kostet die Wirtschaft laut einer Berechnung im ersten Quartal 50 Milliarden Euro
  • Die Lieferkürzungen von Astrazeneca führen zu einer Impfdosen-Knappheit in den Bundesländern
  • Das RKI rechnet an Ostern mit mehr Neuinfektionen als an Weihnachten
  • Im Corona-Jahr 2020 sind die Todesfälle auf deutschen Baustellen gestiegen
  • Mediziner befürchten eine massive Verschärfung des Pflegenotstands auf den Intensivstationen


Berlin. Allein im ersten Quartal des Jahres soll der Corona-Lockdown die Wirtschaft in Deutschland 50 Milliarden Euro gekostet haben. Das hat eine Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. Gleichzeitig fürchten Experten wie SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, dass eine dritte Pandemie-Welle nicht mehr zu verhindern ist.



Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder wollen mit dem Impfungen und Tests dennoch den Weg aus dem Corona-Lockdown schaffen. Doch gerade beim Thema Impfen reißen die Probleme nicht ab.



So melden einige Bundesländer am Wochenende, dass sich Lieferengpässe des Astrazenca-Vakzins negativ auf ihre Impfkampagne auswirken. Der Chef der Konservativen im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), hat in der „Welt am Sonntag“ mit einem Exportstopp des Astrazeneca-Impfstoffs gedroht. Im Vorfeld hatten mehrere europäische Länder die Impfungen mit dem Vakzin wegen möglicher Nebenwirkungen ausgesetzt.


Corona-Zahlen: RKI meldet Verzögerung bei Fallzahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Sonntag noch keine akteullen Zahlen zu Neuinfektionen und Todesfällen gemeldet. Lesen Sie dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert


Corona – Mehr Infos zum Thema



Corona-News vom 14. März: ARD-Doku zeigt Covid-19-Behandlung an Charité

8.36 Uhr: Maschinen, Schläuche und Handgriffe, die sitzen müssen: Eine TV-Dokumentation zeigt den harten Kampf um das Leben von schwer erkrankten Covid-19-Patienten an der Berliner Charité. Sie wird am Montagabend im Ersten gezeigt (22.50 Uhr). Es sind Einblicke in den Arbeitsalltag von Ärztinnen und Ärzten, von Intensivpflegepersonal und anderen beteiligten Berufsgruppen – und in die Schicksale hinter den nüchternen Corona-Statistiken.

Gefilmt wurde die Doku des Regisseurs Carl Gierstorfer über mehrere Monate auf der Covid-Station 43 des berühmten, europaweit größten Uniklinikums. Diese Station war schon vor der Pandemie auf die Behandlung von Menschen mit schweren Lungenversagen spezialisiert. Nun liegen dort Menschen mit schwersten Covid-19-Verläufen.

Lockdown kostet Wirtschaft im ersten Quartal 50 Milliarden Euro

7.52 Uhr: Der Corona-Lockdown kostet die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres 2021 rund 50 Milliarden Euro. Das berichtete die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf eine Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Insgesamt beläuft sich der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts durch die Corona-Krise demnach auf bislang 250 Milliarden Euro.

„Die Corona-Krise war und ist ein Schock für die deutsche Wirtschaft, der seinesgleichen sucht“, sagte IW-Direktor Michael Hüther der Zeitung. Die Hilfspakete der Bundesregierung und das Kurzarbeitergeld hätten noch schlimmere Folgen abwenden können. „Allerdings haben die Auszahlungen der Hilfen lange, teilweise zu lange, auf sich warten lassen“, kritisierte er.

Das Institut der deutschen Wirtschaft schätzt die Zahl sogenannter „Zombie“-Unternehmen, die nur noch existieren, weil die Insolvenzregeln ausgesetzt wurden, auf rund 5000. Die Bundesregierung hatte wegen der Corona-Pandemie die Pflicht zur Anmeldung von Firmenpleiten ausgesetzt und diese Frist zuletzt noch einmal bis Ende April verschoben.


Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:



Verschärfter Pflegenotstand durch
Pandemie – Pflegebeauftragter alarmiert

7.08 Uhr: Der Notstand in der Krankenpflege hat sich durch die
Corona-Pandemie deutlich verschlimmert. In einem gemeinsamen Papier
fordern die DIVI und die Deutsche Gesellschaft für
Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) konkrete
Verbesserungen zur Stärkung der Intensivpflege in Deutschland. Der
Forderungskatalog, der unserer Redaktion vorliegt, umfasst unter
anderem eine am tatsächlichen Pflegebedarf orientierten
Personalschlüssel, moderne Arbeitszeitmodelle und eine der
Qualifikation angemessene Bezahlung.

Wichtig sei zudem eine bessere
psychische Unterstützung der oft extrem belasteten Intensivpfleger:
„Bis zum heutigen Tag gibt es keinen Psychologen oder
professionelle Strukturen im Krankenhaus, an die sich ein
Mitarbeiter wenden kann, wenn er mit einem belastenden Ereignis
nicht mehr alleine emotional fertig werden kann“, kritisierte
Walcher. Der DGF-Vorsitzende Lothar Ullrich mahnte dringend dazu,
die Arbeitsbedingungen in der Intensivpflege zu verbessern.

Der
Pflegebeauftragte der Bundesregierung zeigte sich ebenfalls
alarmiert: Aufgrund der momentanen Arbeitsbedingungen spielten
zahlreiche Pflegende mit dem Gedanken, aus ihrem Beruf
auszusteigen, sagte Andreas Westerfellhaus dieser Redaktion. „Das
hätte katastrophale Folgen für unsere Gesundheitsversorgung.“ Er
begrüße es, dass sich Pflegekräfte und Ärzte zusammengetan hätten
und gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen in der Intensivpflege
einträten.


Todesfälle auf dem Bau im Corona-Jahr gestiegen

4.31 Uhr: Im Corona-Jahr 2020 sind 97 Bauarbeiter während der Arbeit tödlich
verunglückt. Das geht aus einer Statistik der Gewerkschaft IG BAU
unter Berufung auf vorläufige Zahlen der Berufsgenossenschaft BG
BAU hervor, die unserer Redaktion vorliegt. 2019
hatte es mit 70 tödlichen Unfällen noch deutlich weniger Todesfälle
gegeben.

19 Menschen starben 2020 zudem auf dem Weg von oder zu der
Arbeit, zwei weniger als im Jahr zuvor. Insgesamt ging zwar die
Summe der Arbeitsunfälle zurück, diese endeten aber häufiger
tödlich. 2020 wurden 104.165 Arbeitsunfälle auf dem Bau erfasst,
rund 2.600 Unfälle weniger als im Vorjahr. Von den 97 tödlichen
Arbeitsunfällen entstanden 44 durch Abstürze, vor allem von Dächern
und Gerüsten. Zwölf Bauarbeiter starben bei Maschinenunfällen, zehn
Beschäftigte wurden von herabfallenden Teilen erschlagen.

Lesen Sie hier mehr: Zahl der Todesfälle auf Baustellen im Corona-Jahr gestiegen


Reisen trotz Corona – Mehr zum Thema



Corona-News vom 13. März: Italien will bis September 80 Prozent der Einwohner geimpft haben

22.21 Uhr: Italien will bis September mindestens 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft haben. Das ist das Ziel eines nationalen Impfplans, den die Regierung in Rom am Samstag bekanntgab. Dazu sollen künftig pro Tag mindestes 500.000 Dosen verabreicht werden. Damit soll in Zukunft rund drei Mal so viel pro Tag geimpft werden wie bisher (170.000).

Wegen steigender Infektionszahlen gehen zahlreiche Regionen wie die Lombardei, Venetien, Latium oder die Emilia-Romagna ab Montag wieder in einen harten Lockdown. Schulen und Kitas schließen dann genauso in den sogenannten roten Zonen wie Geschäfte. Restaurants dürfen nur Speisen zum Mitnehmen verkaufen. Die Bewegungsfreiheit wird stark eingeschränkt.

Intensivmediziner warnen vor einer massiven Verschärfung des Personalmangels auf den Intensivstationen

22.00 Uhr: Intensivmediziner und Pflegeexperten warnen vor einer massiven Verschärfung des Personalmangels auf den Intensivstationen. „Die Krise der deutschen Pflege hat sich durch die Corona Pandemie jetzt noch einmal erheblich verschärft und wird sich weiter verschärfen“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dieser Redaktion. „Wir müssen die Flucht aus dem Pflegeberuf unbedingt stoppen.“ In der beginnenden dritten Welle der Covid-19-Pandemie hielten die Pflegenden derzeit aus Pflichtgefühl noch durch, die Frage sei aber, was danach komme, so der Marx. Nach einer neuen Umfrage überlegten rund 32 Prozent der Pflegenden derzeit, aus dem Beruf auszusteigen.

Auch DIVI-Präsidiumsmitglied Felix Walcher warnte vor einem Kollaps der Intensivversorgung: „Die Pandemie führt uns mehr als deutlich vor Augen, wie fragil auch das deutsche Gesundheitswesen ist.“ Es gebe kein Intensivbett ohne Pflege. Nötig seien jetzt rasche Verbesserungen im Arbeitsalltag des Pflegepersonals. „Sonst wird uns dieses hochqualifizierte Personal von der Fahne gehen und das System ist so wie jetzt nicht mehr aufrecht zu erhalten“, warnte der Direktor der Unfallchirurgie der Uniklinik Magdeburg.

Dritte Welle laut Lauterbach nicht mehr zu verhindern

Der SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach glaubt, dass eine dritte Corona-Welle in Deutschland „auf keinen Fall verhinderbar“ sei. Das sagte der Politiker in der „Aktuellen Stunde“ des WDR.

Es sei unbedingt notwendig, jetzt die im Beschluss vom letzten Corona-Gipfel festgehaltene „Notbremse“ zu ziehen und Lockerungen zurückzunehmen, erklärte Lauterbach. Auf Twitter legte er noch einmal nach: Die Welle sei zwar nicht mehr zu verhindern – „aber wie wir reagieren bestimmt die Zahl der Todesfälle“.


Lesen Sie auch: RKI-Prognose: Mehr Corona-Fälle an Ostern als Weihnachten

Corona-Proteste in Dresden – Vier Polizisten verletzt

18.56 Uhr: In Dresden sind am Samstag bei Demonstrationen im Zusammenhang mit Corona-Protesten vier Polizisten verletzt worden. Das teilte die Polizeidirektion Dresden am Samstagabend nach dem Einsatz mit. Zudem wurden bisher 32 Straftaten registriert – unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Insgesamt wurden 49 Platzverweise erteilt sowie knapp 400 Anzeigen wegen Verstoßes gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung gefertigt. Die Zahl werde sich noch erhöhen, weil am Abend noch rund 200 Menschen kontrolliert wurden, hieß es.

Trotz Verbots der „Querdenken“-Demonstration hatten sich am Samstag nach Angaben der Polizei mehrere Hundert Kritiker der Corona-Maßnahmen in der Stadt versammelt. Allein am Kongresszentrum in der Nähe des Landtages versammelten sich laut der Einsatzbilanz der Polizei mehr als 1000 Menschen – viele ohne Maske und Mindestabstand. Mehrere Hundert Demonstranten marschierten anschließend Richtung Ostragehege. Dabei seien Polizeibeamte bedrängt worden, hieß es.


Astrazeneca-Lieferprobleme haben Auswirkungen auf Berlin

18.11 Uhr: Die Lieferreduzierung beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca hat Konsequenzen für die Impfkampagne in Berlin. „Grundsätzlich gilt: Alle die einen Impftermin haben, werden geimpft“, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Aber wir werden neue Termine strecken müssen.“ Nach Angaben von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sollte Berlin bis Ende März rund 204 000 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca bekommen. Nun seien bis dahin nur noch 172 800 Dosen zu erwarten.

Das britisch-schwedische Unternehmen Astrazeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zuletzt avisierten 220 Millionen Dosen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen. Thüringen hatte daraufhin die Vergabe von Impfterminen gestoppt und den geplanten Start von Impfungen beim Hausarzt verschoben.

Österreich verschiebt Entscheidung über weitere Öffnungsschritte

17.44 Uhr: Österreich wartet mit Lockerungen von Corona-Maßnahmen noch weiter ab. Bei Gesprächen zwischen der Regierung und den Bundesländern am Montag seien entgegen früherer Ankündigungen keine Entscheidungen zur Öffnung von Gastronomie oder Veranstaltungen zu erwarten, hieß es am Samstag aus dem Kanzleramt. Die Regierung wolle die Situation erst noch weiter beobachten.

Die Zahl der täglichen Neuansteckungen steigt seit rund zwei Wochen an und lag zuletzt bei 3023. Die 7-Tage-Inzidenz stand am Samstag bei fast 205. Trotzdem werden schon am Montag Öffnungsschritte gesetzt. Kinder und Jugendliche dürfen landesweit wieder in Kleingruppen Sport und organisierte Freizeitaktivitäten ausüben. Im westlichen Bundesland Vorarlberg, wo die Inzidenz unter 70 liegt, werden zusätzlich auch Gastronomie und Veranstaltungen mit Zutrittstests ermöglicht.

„Ihr seid doch Spinner“: Sanitäter bedankt sich für Unterstützung

17.29 Uhr: „Ihr seid doch Spinner!“: Der Sanitäter, der mit seiner Durchsage an „Corona-Rebellen“ in Düsseldorf für Aufsehen gesorgt hat, hat sich für den Zuspruch bedankt. „Vielen Dank für die Unterstützung und die tollen Jobangebote in den letzten Tagen. Ich arbeite gerne beim DRK Düsseldorf“, sagte Sanitäter Nils in einem am Samstag veröffentlichten kurzen Video im Facebook-Account des DRK (Deutschen Roten Kreuzes) Düsseldorf. Dort präsentierte er mit einem Augenzwinkern einen Intensivtransporter des Deutschen Roten Kreuzes „ohne Außenmikrofon“. „Ja, Nils, da haben wir bewusst drauf verzichtet“, sagt sein Vorgesetzter in dem Film.

Ein kurzes Video der Durchsage hatte seit Donnerstag für Aufsehen im Internet gesorgt. In der Sequenz ist zu sehen und hören, wie der Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn an der Kundgebung vorbeifährt und aus dem Lautsprecher dann „Ihr seid doch Spinner“ kommt.


Mehr als 500 Menschen demonstrieren gegen Corona-Politik in Erfurt

17.26 Uhr: Mehr als 500 Menschen haben nach Polizei-Angaben in der Erfurter Innenstadt gegen die aktuelle Corona-Politik in Deutschland protestiert. Über Lautsprecherwagen forderte die Polizei die Teilnehmer am Samstag mehrfach dazu auf, sich an die Infektionsschutzregeln zu halten. Einige Teilnehmer trugen erkennbar keine Masken oder standen zu dicht beieinander, obwohl unter anderem eine Maskenpflicht als Auflage für die Kundgebung bestand. Teils konnten die Demonstranten aber auch Atteste vorweisen, die sie von der Maskenpflicht befreiten, wie eine Sprecherin der Polizei am Rande der Demonstration sagte.

Astrazeneca-Lieferprobleme – Auswirkungen auf Bayern unklar

17.00 Uhr: Nach Bekanntwerden drastischer Lieferprobleme des Corona-Impfstoffs Astrazeneca sind die Konsequenzen für Impfungen in Bayern unklar. „Wir werden die genauen Auswirkungen sorgfältig prüfen“, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag auf Anfrage in München. Für die kommende Woche solle sich erstmal nichts ändern: „Die Auslieferungen von Impfstoff an die Impfzentren in der kommenden Woche laufen wie geplant“, betonte der Sprecher. Weitere Angaben machte er nicht.Thüringen hatte zuvor die Vergabe von Impfterminen gestoppt und den geplanten Start von Impfungen beim Hausarzt verschoben.

Protest gegen Corona-Einschränkungen in Berlin

16.21 Uhr: Mehr Menschen als erwartet haben in Berlin gegen die Auswirkungen des Corona-Lockdowns wie Schulschließungen, Isolation und Einschränkungen der Wirtschaft demonstriert. Bei regnerischem Wetter trafen sich am Samstagmittag nach Polizeiangaben „in der Spitze rund 1000 Demonstranten“ vor dem Bundesgesundheitsministerium zu einer Kundgebung der Bewegung „Es reicht!“. Ein dpa-Reporter sprach von hunderten Teilnehmern. „Die Demonstranten haben sich später verstreut und auf 400 verringert“, sagte eine Polizeisprecherin. Angemeldet waren nach Polizeiangaben 50 Menschen.


Sechs Corona-Patienten nach Ausfall der Sauerstoffzufuhr in Klinik in Jordanien gestorben

16.20 Uhr: In Jordanien sind sechs Corona-Patienten wegen einer Störung der Sauerstoffversorgung in einem Krankenhaus nahe der Hauptstadt Amman gestorben. Die Sauerstoffzufuhr sei eine Stunde lang unterbrochen gewesen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf Gesundheitsminister Nathir Ubaidat am Samstag. Ubaidat kündigte wegen des Vorfalls seinen Rücktritt an. Die Sauerstofftanks seien ausgelaufen, erklärte er. Eine Untersuchung zu den Hintergründen des Vorfalls habe begonnen. Inzwischen wurde die Sauerstoffversorgung auf der Intensivstation der Klinik dem Bericht zufolge wieder hergestellt. Auch Jordaniens König Abdullah II. ist demnach für einen Besuch in der Klinik eingetroffen.

Astrazeneca-Lieferprobleme – Deutliche Auswirkungen in Sachsen-Anhalt

16.07 Uhr: Sachsen-Anhalt erhält in den kommenden drei Wochen rund 70 Prozent weniger Impfstoffdosen des Herstellers Astrazeneca als bislang zugesichert. Das teilte das Sozialministerium am Samstag in Magdeburg mit. „Das ist ein herber Dämpfer für den Impffortschritt im Land. Darauf müssen wir reagieren und unsere Verteilung anpassen“, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Die reduzierten Impfstofflieferungen werden in den kommenden beiden Wochen zu gleichen Teilen auf die Impfzentren Magdeburg und Halle aufgeteilt. Angesichts der geringen Menge sei die Belieferung aller Impfzentren im Land nicht effektiv, erklärte die Ministerin. „Zudem müssen wir vorerst die Impfungen der Polizei zurückstellen“, sagte Grimm-Benne laut Mitteilung.

Millionen Italiener wieder im Lockdown – Öffnungen in Südtirol

15.46 Uhr: Während für Millionen Menschen in Italien ab Montag wieder ein strikter Lockdown gilt, gibt es in Südtirol vorsichtige Öffnungsschritte. Ab Montag können Kinder in der ganzen Provinz wieder Kitas und Grundschulen besuchen, wie die Landesverwaltung am Samstag mitteilte. Auch Friseure und Kosmetiksalons dürfen wieder öffnen. Eine Woche später darf auch der Handel wieder loslegen. Über Ostern vom 3. bis zum 5. April gelten in der beliebten Urlaubsregion allerdings wieder die strengen Corona-Sperren, die für ganz Italien – außer Sardinien – beschlossen wurden.

Es sei das Ziel, nach den Osterfeiertagen zur „gelben Zone“ zu werden, um dann weitere Lockerungen anzugehen, wie die Öffnung von Bars und Restaurants, heißt es in der Mitteilung. Die sind derzeit zu.Von Montag an werden Regionen wie Latium mit der Hauptstadt Rom, die Lombardei mit Mailand, Piemont, Venetien oder die Emilia-Romagna zu sogenannten roten Zonen.


Polizei löst Demo gegen Corona-Einschränkungen in München auf

15.10 Uhr: Die Polizei hat eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit mehreren Tausend Teilnehmern in der Nähe des bayerischen Landtags in München am Samstag aufgelöst. „Die Demonstration wurden wegen mehrerer nicht-eingehaltener Auflagen polizeilich beendet, also aufgelöst“, sagte ein Polizeisprecher. So sei nicht nur die zugelassene Teilnehmerzahl überschritten worden. Vielfach sei die Maskenpflicht ignoriert und der Mindestabstand nicht eingehalten worden.

Der Aufforderung, die Demo zu verlassen, kamen allerdings nicht alle Teilnehmer nach. „Wir sind gerade dabei, zu schauen, wie wir jetzt damit umgehen“, sagte der Sprecher. Unter dem Motto „Ein Jahr Lockdown-Politik – es reicht“ hatten Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen für diesen Samstag Demonstrationen vor Parlamenten überall in Deutschland angekündigt.


RKI rechnet in Osterwoche mit mehr Infektionen als an Weihnachten

14.40 Uhr: Das Robert Koch-Institut prognostiziert in der Woche nach Ostern höhere Neuinfektionszahlen als rund um Weihnachten. „Die Extrapolation der Trends zeigt, dass mit Fallzahlen über dem Niveau von Weihnachten ab KW 14 zu rechnen ist“, heißt es im Lagebericht vom Freitagabend. Die Kalenderwoche 14 beginnt am 5. April, dem Ostermontag. Die Inzidenz könnte dann bei 350 liegen. Demnach zeigt sich bei der Variante B.1.1.7 ein exponentiell ansteigender Trend der Sieben-Tage-Inzidenz seit der zweiten Kalenderwoche. Alle zwölf Tage habe sich diese verdoppelt. Demgegenüber zeige der Verlauf bei allen übrigen Varianten einen Rückgang um etwa 19 Prozent pro Woche. Diese beiden Trends würden sich zurzeit noch überlagern, was insgesamt zu der nur langsam ansteigenden Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen vier Wochen geführt habe.

WTO-Chefin ruft zu Lizenzherstellung von Corona-Impfstoffen auf

14.22 Uhr: Die neue Generaldirektorin der Welthandelsorganisation WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, appelliert an die Hersteller von Corona-Impfstoffen, den Weg für eine Lizenzfertigung ihrer Vakzine durch andere Unternehmen freizumachen. Dies sei dringend notwendig, um auch arme Länder mit Impfstoff zu versorgen, sagte die WTO-Chefin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Es gebe weltweit mehr als 130 Staaten „ohne eine einzige Dosis“ Impfstoff. „Das ist nicht akzeptabel, denn es sterben deshalb Menschen.“

Vakzine für arme Länder zu beschaffen sei im Eigeninteresse der reichen Staaten, betonte Okonjo-Iweala: „Wenn wir nicht weltweit solidarisch handeln, dann werden sich die Virus-Mutationen vervielfachen und uns alle heimsuchen.“

Studie: Alle deutschen Impfwilligen bis Ende Juli immunisiert

13.47 Uhr: Laut einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung könnten alle deutschen Impfwilligen bis Ende Juli immunisiert sein. Für ihre Berechnung haben die Autoren der Studie die zu erwartenden Impfstoffdosen addiert und der Anzahl von deutschen Impfwilligen, die sich aus einer Umfrage ergeben hat, gegenübergestellt.

Aktuell sind vier Impfstoffe zugelassen – bis Ende Juli werden von diesen insgesamt 136,6 Millionen Dosen erwartet. Rein rechnerisch könnten damit 77,6 Millionen Erwachsene vollständig geimpft werden, so die Autoren. Tatsächlich liegt die Zahl der deutschen Impfwilligen sogar nur bei 52,5 Millionen.

So wird in Deutschland gegen Corona geimpft

13.46 Uhr: Der Impfmonitor unserer Redaktion zeigt, wie ganz Deutschland und die Bundeslänger beim Impfen gegen das Coronavirus vorankommen. Mittlerweile haben 6.113.484 Menschen mindestens eine Erstimpfung erhalten. Das entspricht 7,4 Prozent der Bevölkerung. 3,3 Prozent genießen bereits einen vollen Impfschutz.


Panne: Nicht-Getestete erhielten in Duisburg Corona-Testergebnis

13.14 Uhr: In Duisburg haben Menschen ein Corona-Testergebnis erhalten, obwohl sie noch gar nicht getestet waren. Auf Grund eines Anwenderfehlers sei es zu einer Übermittlung von fehlerhaften Testergebnissen gekommen, teilte die Feuerwehr am Samstag mit. Betroffene wurden gebeten, an ihrem vereinbartem Test-Termin festzuhalten und die Nachricht zu ignorieren. Es werde mit Hochdruck an der Behebung des Problems gearbeitet. Dennoch könne es mitunter zu längeren Wartezeiten an den Teststellen kommen.

Land weist Kreis Elbe-Elster auf Regelung zu Corona-Maßnahmen hin

13.06 Uhr: Die Brandenburger Landesregierung hat den Landkreis Elbe-Elster auf die geltende Regelung für zusätzliche Corona-Schutzmaßnahmen ab einem Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von 100 aufmerksam gemacht. Damit reagierte sie darauf, dass der Kreis trotz eines Wertes neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche über 100 keine zusätzlichen Corona-Maßnahmen einführen will. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) hatte gesagt, wenn die geltenden Regelungen beachtet werden, bedürfe es keiner neuen Einschränkungen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag dort am Samstag bei 156.

Frankreich strebt mehr als zehn Millionen Corona-Imfpungen bis Mitte April an

13.04 Uhr: Die französische Regierung hofft darauf, bis Mitte April mehr als zehn Millionen Menschen im Land gegen das Coronavirus geimpft zu haben. „Wir haben uns das Ziel von zehn Millionen Impfungen bis 15. April gesetzt und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir es übertreffen“, sagte Regierungschef Jean Castex am Samstag beim Besuch eines Impfzentrums im westfranzösischen Saint-Maixent-l’Ecole.

„Wir werden im April eine große Herausforderung zu stemmen haben, weil wir sehr viele Vakzine haben werden“, sagte Castex. „Einigen Kummer“ bereiteten jedoch die Hersteller wegen der Verzögerungen bei den Impfstofflieferungen, kritisierte er. Landesweit haben bislang rund 4,5 Millionen Menschen eine Corona-Impfung erhalten.

Niederlande: Halten uns bei Impfstoffbeschaffung an EU-Regeln

12.53 Uhr: Die Niederlande haben Vorwürfe Österreichs zurückgewiesen, sich außerhalb der EU-Vereinbarungen extra Impfdosen zu beschaffen. Das Land erhalte Impfstoffe über den Mechanismus in der EU, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir halten uns an die Absprachen.“ Die Niederlande nutzten aber den Spielraum „maximal“ aus. Kontingente könnten freikommen, weil ein Land verzichte, sagte der Sprecher. Dann könnten andere Länder diese übernehmen. Das hätten die Niederlande getan.

Die Niederlande, die als letztes Land der EU die Impfkampagne begonnen hatten, holen inzwischen auf. Zur Zeit haben etwa 1,4 Millionen Bürger zumindest eine Dosis erhalten. Mehr als 400.000 hätten bereits zweimal eine Spritze bekommen. Das sind etwa 2,5 Prozent der Bevölkerung.

Fast 1800 Corona-Tote binnen 24 Stunden in den USA

12.51 Uhr: In den USA sind den Behörden für den Freitag 1798 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet worden. Zudem wurden für denselben Zeitraum 61.204 Neuinfektionen registriert, wie aus der Internetseite der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagvormittag (MEZ) hervorging. Der bisherige Tageshöchstwert an Todesfällen seit Beginn der Pandemie war in den USA am 12. Januar mit 4465 Toten erreicht worden. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden markierte am 2. Januar mit 300.416 ihren bisher höchsten Wert.

Immer mehr Infektionen: Inzidenz im Corona-Hotspot Thüringen steigt

12.45 Uhr: Thüringen entfernt sich bei der Sieben-Tage-Inzidenz immer weiter von der wichtigen Markierung von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Der Inzidenzwert im Freistaat lag am Samstag bei 152,1, wie die Thüringer Staatskanzlei mitteilte. Am Samstag vor einer Woche hatte der Wert noch bei rund 128 gelegen. Thüringen bleibt bundesweit das Land mit den höchsten Inzidenzwerten. Dagegen sank die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten in Thüringen unter den als kritisch geltenden Anteil von 20 Prozent. Den Daten zufolge waren am Samstag 623 Intensivbetten belegt, 116 Covid-19-Patienten befanden sich in intensivmedizinischer Behandlung. Ihr Anteil an der Intensivbettenbelegung betrug rund 18,6 Prozent.

109 Millionen Euro Lockdown-Hilfen für Betriebe und Selbstständige

12.22 Uhr: Seit Mitte Februar sind an hessische Unternehmen und Selbstständige insgesamt 109 Millionen Euro Lockdown-Hilfen geflossen. Das teilte das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden am Samstag mit. Es seien bislang Abschläge der sogenannten Überbrückungshilfe III in Höhe von 75,7 Millionen Euro an Betriebe sowie 33,3 Millionen Euro als Neustarthilfe an Solo-Selbstständige ausgezahlt worden, so Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

Das Land könne nun mit der eigentlichen Bearbeitung der Anträge beginnen, da der Bund das entsprechende Verfahren dafür freigeschaltet habe. Dabei geht es dem Ministerium darum, die restlichen Beträge der Überbrückungshilfe III, die die Betriebe über die ersten Abschlagszahlungen hinaus erhalten, zu bewilligen.

Paris: Höchste Vorsicht bei Preisverleihungen

12.15 Uhr: Am 12. März fand die 46. Verleihung des Filmpreises César im Konzertsaal «The Olympia» in Paris, Frankreich statt. Eine DarstellerIn mit Schutzanzug bringt während der Veranstaltung eine Trophäe auf die Bühne.


Thüringen stoppt Impfterminvergabe wegen Astrazeneca-Lieferproblemen

11.28 Uhr: Wegen drastischer Lieferprobleme des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca stoppt Thüringen vorerst die Terminvergabe für Impfungen und verschiebt den Start von Impfungen bei Hausärzten. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete die angekündigte Lieferkürzung als „absolut inakzeptabel“, wie Werners Ministerium am Samstag mitteilte. Nach Thüringen sollten kommende und die darauffolgende Woche 31.200 Astrazeneca-Impfdosen geliefert werden. Laut Gesundheitsministerium werden es nun nur noch 9600 sein.

Mit RTL-Moderatorin: Virologe Streek bekommt eigenen Podcast

11.15 Uhr: Nach dem Virologen Christian Drosten geht jetzt auch sein Wissenschaftskollege Hendrik Streeck unter die Podcaster. Zusammen mit der RTL-Moderatorin Katja Burkhard („Punkt 12“) beantwortet der Professor der Uni Bonn ab dem 13. März Fragen rund um das Coronavirus, wie die Mediengruppe RTL am Freitag mitteilte. Immer samstags beantwortet der Experte unter dem Titel „Hotspot – der Pandemie-Talk mit Katja Burkard und Hendrik Streeck“ Fragen. Dabei soll die aktuelle Situation für jeden verständlich erklärt und eingeordnet sowie Tipps an die Hand gegeben werden, teilte RTL mit. Lesen Sie hier: „Hotspot“: Das steckt hinter Hendrik Streecks neuem Podcast

Kreis Elbe-Elster trotz höherer Zahlen gegen schärfere Corona-Regeln

10.58 Uhr: Der Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg will trotz einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 keine schärferen Corona-Regeln einführen – anders als vorgegeben. Der Kreis betont zwar, er gehöre seit mehreren Wochen zu den Regionen mit den höchsten Infektionswerten im Land. «Wenn die geltenden Regelungen beachtet werden, bedarf es keiner neuen Einschränkungen», erklärte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) aber am Freitag bei Facebook. Die meisten Infektionen gingen auf private Zusammenkünfte und Feiern sowie Nachlässigkeiten beim Arbeitsschutz zurück. Weitergehende Einschränkungen für Geschäfte, Kitas oder Schulen hätten auf das Infektionsgeschehen vergleichsweise wenig Einfluss, wären aber mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden. Bei Twitter kritisierten viele die Entscheidung.

Ministerin spricht von schlimmem Impf-Start in Brandenburg

10.57 Uhr: Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat sich für den holprigen Start der Corona-Impfungen entschuldigt. «Am 4. Januar ist die Hotline an den Start gegangen. Da haben am ersten Tag 200 000 Menschen angerufen. Unter dieser Last ist die Hotline zusammengebrochen», sagte sie der Zeitung «Der Prignitzer» und den «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (Samstag). «Dass so viele alte Menschen tagelang, von morgens bis abends, am Telefon sich die Finger wund gewählt haben, tut mir aufrichtig leid. Einen schlimmeren Start hätte man kaum hinlegen können.» Nun bekämen alle über 80-Jährigen schrittweise einen Brief mit Sonderrufnummer, es gebe Online-Buchungen und die Kommunen würden stärker eingebunden.

Bildungsministerin wirbt für Corona-Schnelltests an Schulen

10.55 Uhr: Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat vor dem Start von Corona-Selbsttests an den Schulen bei den Eltern für den Einsatz geworben. «Wir bitten Sie und Ihre Kinder darum, dieses Angebot zur freiwilligen Selbsttestung zu nutzen, um die Sicherheit an unseren Schulen für die Schülerinnen und Schüler sowie die Beschäftigten zu erhöhen», heißt es in einem Schreiben vom Freitag von Ernst und Staatssekretärin Ines Jesse an die Eltern und Erziehungsberechtigten. Alle Schülerinnen und Schüler erhielten das Angebot eines Selbsttests pro Woche an einem Tag mit Anwesenheit in der Schule.

Am Montag öffnen Gesamtschulen, Oberschulen und Gymnasien für den Wechselunterricht zwischen der Schule und zuhause. Die Grundschulen sind hierfür seit 22. Februar geöffnet. Für Brandenburg stehen zunächst 300 000 Selbsttests für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler bereit, bis zum Sommer sollen es 2,6 Millionen sein. Die erste Lieferung werde die Schulen ab Montag erreichen, schrieb Ernst. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Test selbst machen, die Lehrkräfte erklären ihnen, wie es funktioniert. Bei einem positiven Selbsttest folgt ein PCR-Test – bis zum Ergebnis geht es zunächst in häusliche Quarantäne.


Fünf Regierungschefs fordern EU-Gespräche zu Impfstoffverteilung

10.46 Uhr: Fünf EU-Länder dringen auf hochrangige EU-Gespräche für eine gerechtere Verteilung von Corona-Impfdosen. Das derzeitige Bestellsystem würde sonst «bis zum Sommer riesige Ungleichheiten unter Mitgliedsstaaten schaffen und vertiefen», schrieben die Regierungschefs von Österreich, Bulgarien, Lettland, Slowenien und Tschechien an den EU-Ratspräsidenten Charles Michel und die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Der Brief lag der Deutschen Presse-Agentur am Samstag vor.

Mehr als 10 000 Verfahren wegen Coronavorschriften

10.36 Uhr: In der Corona-Pandemie haben die Verfassungs- und Verwaltungsgerichte in Deutschland im vergangenen Jahr in mehr als 10.000 Verfahren die Verordnungen von Bund, Ländern und Gemeinden überprüft. Das geht aus Zahlen des Deutschen Richterbundes hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Zuerst hatte der «Spiegel» darüber berichtet. Ein deutlicher Rückgang zeichne sich auch in diesem Jahr nicht ab.

Die Verfahren drehen sich zum Beispiel um Kontaktverbote und Schulschließungen, Testpflichten und Quarantäneauflagen. Aber auch Kinos oder Restaurants wollen vor Gerichten erreichen, dass sie ihre Betriebe wieder öffnen dürfen. Zum größten Teil hätten die Gerichte die jeweiligen Corona-Beschränkungen bislang bestätigt, erklärte der Deutsche Richterbund. Unter den Bundesländern liegt laut den Zahlen Nordrhein-Westfalen an der Spitze. Die sieben Verwaltungsgerichte und das Oberverwaltungsgericht des Landes haben demnach 2020 rund 2000 Corona-Verfahren erreicht.

Gesundheitsexperte Lauterbach twittert Studie zu „Long-Covid“

9.26 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat auf Twitter eine wissenschaftliche Studie aus Kalifornien zu „Long-Covid“ geteilt. Dabei geht es darum, dass nach einer Infektion mit dem Coronavirus bestimmte Symptome noch lange anhalten können. „Auch die leichten Fälle, kein Krankenhaus, hatten zu 27 Prozent nach zwei Monaten noch Symptome“, schreibt Lauterbach. Auch viele, die anfangs keine Symptome zeigten, entwickelten später welche.


Handelsverband fordert Ende der Grenzkontrollen zu Corona-Risikogebieten

8.50 Uhr: Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat ein Ende der Kontrollen an den Grenzen zu Österreich, Tschechien und der Slowakei gefordert. „Das einseitige Herunterlassen von Schlagbäumen ist zu keiner Zeit ein gutes Signal, in Corona-Zeiten aber ist es vollkommen kontraproduktiv“, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der „Heilbronner Stimme“ vom Samstag. Die Grenzkontrollen dürften nicht über den 17. März hinaus verlängert werden, forderte er.

„Innerhalb der EU und des Schengen-Raums müssen Grenzkontrollen so gut es geht vermieden werden“, sagte Genth. Sonst drohten Verunsicherung und Verzögerungen bei den Lieferketten. „Wir müssen das Virus grenzüberschreitend bekämpfen. Ein Rückfall in Nationalismen und in die Engstirnigkeit der eigenen Grenzen hilft nichts“, sagte er der Zeitung.

Italien geht wieder in den Corona-Lockdown

8.05 Uhr: In Italien müssen ab Montag erstmals auch die Grundschulen schließen. Mit einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen zieht die italienische Regierung die Notbremse. Am Donnerstag war die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf knapp 26.000 gestiegen. Deshalb wird die Mehrheit der insgesamt 20 Regionen im geltenden Ampelsystem ab nächster Woche als rot eingestuft.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Erneuter Corona-Lockdown: Italien zieht die Notbremse

Lindner: Bundesregierung soll Impfgarantie bis Sommerferien geben

7.46 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat die Bundesregierung aufgefordert, den Bürgern eine Garantie für eine Corona-Erstimpfung bis zum Beginn der Sommerferien zu geben. Dazu müsse es beim Impfgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Landesregierungschefs am kommenden Mittwoch aber handfeste Ergebnisse geben. „Insbesondere erwarte ich, dass schneller über Haus-, Fach- und Betriebsärzte geimpft wird“, sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Merkel hatte davon gesprochen, dass allen Erwachsenen bis zum kalendarischen Sommerende am 21. September ein Impfangebot gemacht werden solle.

Lindner sagte, US-Präsident Joe Biden habe den US-Bürgern zum Nationalfeiertag am 4. Juli ein weitgehend normales Leben in Aussicht gestellt. Die Bürger in Deutschland wüssten dagegen noch nicht einmal, ob das Land am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, so weit sei.

Ärztegewerkschaft fordert höheres Tempo in den Impfzentren

5.35 Uhr: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert ein höheres Tempo in den Impfzentren: „Die Impfzentren der Länder müssen endlich besser aufgestellt werden“, sagte die Vorsitzende, Susanne Johna, dieser Redaktion. Es müsse unbedingt verhindert werden, dass durch ausgefallene Termine Impfstoff vorübergehend auf Halde liege oder gar verworfen werde. „Alles, was an einem Tag verimpft werden kann, muss jetzt schnell an die Leute.“ Nötig seien dazu „flexible und pragmatische Lösungen, um das Tempo beim Impfen weiter zu erhöhen“. Gerade angesichts der dritten Welle komme es buchstäblich auf jeden Tag an, so Johna.

Konkret schlug Johna vor, mit Hilfe von Nachrückerlisten und lokalen Hotlines übrig gebliebenen Impfstoff noch am selben Tag zu verimpfen: „Nachrücker müssten die aktuelle Impfpriorität oder die nächste aufweisen, möglichst schnell ins Impfzentrum kommen können und einverstanden sein, dass ihre Telefonnummer dem Impfzentrum bekannt ist.“ Dazu müsse es in jedem Impfzentrum eine Art Disponenten geben, der die Nachrückerlisten führe und die Impfkandidaten anrufe, sobald ein Termin freigeworden sei. Zudem müsse es eine Nachrücker-Hotline in jedem Impfzentrum geben, bei der sich jeden Tag für kurze Zeit Interessenten melden könnten.

Impfstoffbeauftragter: Europa soll 500 Millionen Impfdosen in drei Monaten produzieren können

2.59 Uhr: Der Impfstoffbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Krupp, fordert einen massiven Ausbau der deutschen und europäischen Impfstoffproduktion. „Im Pandemiefall sollten die Europäer in der Lage sein, einen neuen Wirkstoff in einem Vierteljahr für die gesamte europäische Bevölkerung zu herzustellen“, sagte Krupp unserer Redaktion. „Das wären 500 Millionen Impfdosen. Dazu sollte Deutschland einen kraftvollen Beitrag leisten.“ Von 2022 an solle „ eine sichere Versorgung Deutschlands über eigene Produktionskapazitäten gewährleistet“ sein, betonte Krupp. Die Taskforce der Bundesregierung werde dazu bis Mai ein Konzept erstellen. Im Vordergrund stünden neuartige Technologien wie mRNA.

Mehr dazu im Interview: Impfstoffbeauftragter: So will er die Engpässe bezwingen

Corona-News vom 12. März: Mehr als 100 Millionen Impfdosen in den USA verabreicht

23.01 Uhr: Knapp drei Monate nach Beginn einer beispiellosen Impfkampagne gegen Covid-19 ist in den USA die Marke von 100 Millionen verabreichten Impfdosen überschritten worden. Bis einschließlich Freitag wurden in den Vereinigten Staaten mehr als 101 Millionen Dosen eines der drei zugelassenen Impfstoffe gespritzt, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht.

Demnach hat in dem Land mit etwa 330 Millionen Einwohnern mehr als jeder vierte Erwachsene mindestens eine erste Dosis verabreicht bekommen. 13,5 Prozent sind vollständig geimpft. Bei der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe im Alter von mehr als 65 Jahren lagen diese Werte bei 61,1 Prozent beziehungsweise 32,4 Prozent.

Millionen Italiener von Montag an im Lockdown

21.13 Uhr: Für mehr als die Hälfte der italienischen Regionen und auch die Hauptstadt Rom soll von Montag an wegen der sich verschlechternden Corona-Lage ein Lockdown gelten. Dies teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi am Freitagabend in Rom mit. Betroffen sind unter anderem auch die Emilia-Romagna, die Lombardei und das Piemont. Sie gehören dann zur sogenannten Roten Zone mit den strengsten Corona-Regeln. Rot sind bereits Kampanien und die Basilikata.

In Regionen dieser Zone dürfen Bars und Restaurants nur noch Bestellungen zum Mitnehmen verkaufen. Die Bewegungsfreiheit innerhalb der Region ist eingeschränkt. Schulen bleiben vorerst zu und die Kinder müssen auf den Unterricht via Internet ausweichen. Das Haus sollen die Menschen nur noch für notwendige Erledigungen verlassen, wobei Ausnahmen für die Arbeit oder in Notfällen gelten. Besuche sind nur einmal am Tag maximal zu zwei bei einem Haushalt erlaubt.


Astrazeneca liefert nur 100 Millionen Impfdosen für EU im ersten Halbjahr

20.03 Uhr: Astrazeneca hat eine weitere drastische Kürzung seiner Impfstoff-Lieferungen in die Europäische Union angekündigt. Man beabsichtige, im ersten Halbjahr dieses Jahres 100 Millionen Dosen in die EU-Staaten liefern, 30 Millionen davon im ersten Quartal, teilte der britisch-schwedische Pharmakonzern am Freitagabend mit. Zuletzt war der Konzern noch von 220 Millionen Dosen bis zur Jahresmitte ausgegangen.

„Obwohl unermüdlich daran gearbeitet wurde, die Lieferungen zu beschleunigen, muss Astrazeneca enttäuschenderweise eine Kürzung der geplanten Corona-Impfstoff-Lieferungen in die EU ankündigen“, hieß es in einer Mitteilung. Schon vor Wochen hatte Astrazeneca Lieferkürzungen bekanntgegeben: Damals hatte der Konzern angekündigt, im ersten Quartal statt mindestens 80 Millionen Impfdosen nur 40 Millionen in die EU liefern zu können. Allerdings versprach der Hersteller, die Produktion schnellstmöglich hochzufahren und die EU auch aus anderen Teilen der „globalen Lieferkette“ zu versorgen.

Alle Unionsabgeordneten geben in Maskenaffäre Ehrenerklärung ab

19.42 Uhr: Nach dem Ultimatum ihrer Fraktionsspitze haben alle gut 240 Unionsabgeordneten in der Maskenaffäre die angeforderte Ehrenerklärung unterzeichnet. Sie bestätigten damit, keine finanziellen Vorteile im Zusammenhang mit der Corona-Bekämpfung erzielt zu haben. Das teilten Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt am Freitag nach Ablauf des Ultimatums um 18.00 Uhr den Bundestagsabgeordneten mit. Die E-Mail liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

Die Fraktionsspitze hatte die Parlamentarier aufgefordert, bis zu diesem Zeitpunkt zu erklären, dass sie keine finanziellen Vorteile im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie erzielt hätten – weder direkt noch über Gesellschaften. Mehr dazu:

Woidke schließt Impfungen für alle in Corona-Hotspots nicht aus

18.31 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) schließt eine Impffreigabe für alle Bürger in Corona-Hotspots nach dem Vorbild des sächsischen Vogtlandkreises nicht aus. Derzeit sei das in Brandenburg zwar kein Thema, sagte Woidke der „Märkischen Allgemeinen“ (Maz/Samstag). „Wenn es allerdings regionale Infektionsherde wie in Sachsen gibt, kann ich das nicht ausschließen.“ Grundsätzlich sei es aber richtig, die über 65-Jährigen zuerst zu impfen, betonte der Regierungschef. „Sie stehen für mehr als 90 Prozent der Todesfälle in der Corona-Pandemie.“

Das sächsische Gesundheitsministerium hatte am Freitag mitgeteilt, dass das Portal für die Terminbuchungen für alle Menschen ab 18 Jahren im Vogtlandkreis freigeschaltet worden sei. Das Robert Koch-Institut hatte am Freitag fast 253 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen ausgewiesen.

Auch WHO gibt grünes Licht für Impfstoff von Johnson & Johnson

18.06 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson eine Notfall-Zulassung erteilt. Somit kann das Produkt des US-Herstellers für das internationale Covax-Programm zur Versorgung ärmerer Länder eingesetzt werden, gab die UN-Behörde am Freitag in Genf bekannt. Zuvor hatte die WHO die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und von Astrazeneca gelistet

Astrazeneca für Ältere – Stiko legt neue Impfempfehlung vor

17.58 Uhr: Die Nachricht kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für den von Negativschlagzeilen geplagten Astrazenca-Impfstoff: Gut eine Woche nach einer entsprechenden Ankündigung hat die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Corona-Impfempfehlung aktualisiert. das Vakzin darf damit auch für Menschen ab 65 verwendet werden. Das Dokument samt wissenschaftlicher Begründung ist am Freitagnachmittag auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlicht worden. Nach sorgfältiger Prüfung neuer Daten empfehle die Stiko seit 12. März das Astrazeneca-Präparat für Menschen ab 18 Jahren ohne obere Altersgrenze, heißt es darin.

Zwischen der Gabe der zwei Impfdosen soll nach dem Rat des Gremiums ein verlängerter Abstand von 12 Wochen liegen, „da dadurch die beste Schutzwirkung zu erzielen ist“. Die Impfung habe in der Altersgruppe ab 65 eine „gute Effektivität“, um eine Covid-19-Erkrankung und eine damit verbundene Krankenhausbehandlung zu verhindern, schreibt die Kommission.


Spahn pocht auf digitale Vernetzung aller Gesundheitsämter

17.51 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) pocht auf mehr digitale Kommunikation im öffentlichen Gesundheitsdienst. „Wir brauchen vernetzte Gesundheitsämter“, sagte er am Freitag bei einem digitalen Termin mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Landtagskandidaten Pascal Badziong. Nach mehr als 70 Jahren öffentlicher Gesundheitsdienst gebe es endlich die Chance dafür, erklärte Spahn mit Blick auf die Corona-Software „Sormas“. Damit sollen die Gesundheitsämter beispielsweise die Kontakte von Infizierten effizienter identifizieren und nachverfolgen können.

Bund und Länder hatten ursprünglich die deutschlandweite Einführung der neuen Software in allen rund 375 Gesundheitsämtern bis Ende Februar beschlossen. Doch dieses Ziel wurde bislang nicht erreicht, viele der Ämter nutzen das System noch nicht. Spahn sprach sich gegen digitale Insellösungen und für eine Vereinheitlichung mit „Sormas“ aus.


Reisen trotz Corona – Mehr zum Thema



Bulgarien stoppt Corona-Impfungen mit Astrazeneca

17.13 Uhr: Trotz schnell steigender Corona-Zahlen ist in Bulgarien am Freitag ein vorübergehender Impfstopp für Dosen von Astrazeneca angeordnet worden. Der Chef der Arzneimittelagentur in Sofia, Bogdan Kirilow, verfügte, dass die dem Lande bereits gelieferten Mengen des Impfstoffs von Astrazeneca blockiert werden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Die Verimpfung werde wegen Bedenken bei Nebenwirkungen, die in anderen Staaten und auch in Bulgarien angemeldet wurden, bis zur Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur ausgesetzt. Gesundheitsminister Kostadin Angelow sagte, er erwarte eine klare Stellungnahme zu Astrazeneca. Anlass des Impfstopps sei der Tod einer 57-jährigen Frau mit einer Reihe von begleitenden Erkrankungen in der Nacht zum Freitag, der am Donnerstagmittag eine Dosis von Astrazeneca verabreicht worden sei, erläuterte Gesundheitsminister Angelow. Hier eine Übersicht aller Länder, die die Astrazeneca-Impfungen gestoppt haben: Astrazeneca: Wo die Impfung gestoppt wurde – und wo nicht

Nach Corona-Infektion mit Operationen sieben Wochen warten

16.21 Uhr: Operationen sollten nach einer Infektion mit dem Corona-Virus erst mindestens sieben Wochen nach dem Nachweis stattfinden. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, an dem auch die Universitätsmedizin Halle beteiligt war. Wie die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am Freitag berichtete konnte darin nachgewiesen werden, dass Operationen innerhalb von sechs Wochen nach dem Nachweis einer Sars-CoV-2-Infektion mit einer erhöhten Sterblichkeit einhergehen.

Deshalb sollten planbare Eingriffe, bei denen kein Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung oder zwischenzeitlicher Komplikationen besteht, mindestens sieben Wochen aufgeschoben werden, erklärte Jörg Kleeff, einer der Autoren der Studie.

Bei dringenden Eingriffen, wie etwa Tumoroperationen, müsse das Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung streng gegen das erhöhte Operationsrisiko abgewogen werden. In bestimmten Fällen müsse dann auch früher operiert werden, so Kleeff weiter.


Kanzler Kurz sieht gerechte Impfstoff-Verteilung in der EU gefährdet

16.02 Uhr: Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht die angestrebte gerechte Verteilung von Corona-Impfstoff innerhalb der EU in Gefahr. Recherchen des Kanzleramts hätten ergeben, dass möglicherweise Nebenabsprachen zwischen Pharmafirmen und einzelnen Mitgliedsstaaten existierten. Diese Zusatzvereinbarungen unterliefen das gemeinsame EU-Ziel einer pro Kopf berechneten Zuteilung, sagte Kurz am Freitag in Wien.

Von der EU-Kommission hieß es dazu, die Verteilung laufe zunächst nach Bevölkerungszahlen. Dies könne sich aber verschieben, wenn nicht alle Länder gemäß ihrem Anteil bestellen. Nicht genutzte Kontingente könnten unter anderen Mitgliedstaaten aufgeteilt werden.

Südafrika-Mutation im Saarland bereits bei rund 15 Prozent

15.41 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich besorgt gezeigt über die Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante im Saarland. „Es ist auf dem Weg zu 15 Prozent Südafrika-Variante“, sagte Spahn am Freitag in Berlin. „Das ist der höchste Anteil mit Abstand in ganz Deutschland.“

Er sei mit Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) in engem Austausch darüber. Gemeinsames Interesse sei es, dass diese Variante sich nicht in ganz Deutschland ausbreite – so wie die zuerst in Großbritannien entdeckte Virus-Mutante. Der Anteil der britischen Variante war im Saarland in den vergangenen Tagen ebenfalls besonders hoch. Bundesweit ist die südafrikanische Variante B.1.351 insgesamt bislang ziemlich selten.

So wird in Deutschland gegen Corona geimpft

15.20 Uhr: Der Impfmonitor unserer Redaktion zeigt, wie ganz Deutschland und die Bundeslänger beim Impfen gegen das Coronavirus vorankommen. Mittlerweile haben 5.978.551 Menschen mindestens eine Erstimpfung erhalten. Das entspricht 7,2 Prozent der Bevölkerung. 3,3 Prozent genießen bereits einen vollen Impfschutz.


EMA: Schwere Allergien mögliche Nebenwirkung von Astrazeneca-Impfstoff

14.47 Uhr: Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca kann nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) schwere allergische Reaktionen auslösen. Anaphylaxie sowie Überempfindlichkeitsreaktionen sollten in die Liste der möglichen Nebenwirkungen des Vakzins aufgenommen worden, erklärte die EMA am Freitag unter Verweis auf mehrere solcher Fälle in Großbritannien.

Es gebe Berichte über 41 mögliche Anaphylaxie-Fälle unter fünf Millionen Impflingen in Großbritannien, erklärte die Behörde mit Sitz in Amsterdam. Nach einer sorgfältigen Auswertung der Daten halte das für die Impfstoff-Risikobewertung zuständige Komitee einen Zusammenhang zwischen der allergischen Reaktion und der Impfung mindestens in einigen dieser Fälle für wahrscheinlich.

Gleichzeitig wies die EMA darauf hin, dass schwere allergische Reaktionen auch bei Impfungen gegen andere Krankheiten eine bekannte seltene Nebenwirkung sind. Der Astrazeneca-Beipackzettel empfiehlt bereits jetzt, dass Patienten nach einer Impfung noch mindestens 15 Minuten unter Beobachtung bleiben sollten, um auf mögliche allergische Reaktionen reagieren zu können.

WHO sieht keinen Grund zur Aussetzung von Impfungen mit Astrazeneca-Vakzin

14.30 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht nach Berichten über schwere Fälle von Blutgerinnseln keinen Anlass, die Impfungen mit dem Corona-Vakzin des Herstellers Astrazeneca zu stoppen. „Ja, wir sollten den Astrazeneca-Impfstoff weiterhin verwenden“, betonte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Freitag vor Journalisten. „Es gibt keinen Grund, ihn nicht einzusetzen.“

Am Donnerstag hatten Dänemark, Island und Norwegen den vorsorglichen Stopp der Impfungen mit Astrazeneca bekannt gegeben. Hintergrund waren Befürchtungen, wonach es einen Zusammenhang zwischen der Impfung und Thromboembolien geben könnte. Am Freitag erklärte auch Bulgarien, die Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers vorerst auszusetzen.

Vereinfachter Zugang zu Kurzarbeit soll verlängert werden

14.09 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Regeln für einen vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld bis Ende Juni verlängern. Eine entsprechende Verordnung solle noch im März im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Die Regeln sind bis Ende dieses Monats befristet. Es gebe aber weiterhin große Unsicherheiten, begründete Heil das Vorhaben. Kurzarbeit sei das wichtigste Instrument im Kampf um Arbeitsplätze und habe Arbeitsplätze in vielen Branchen gesichert.


Reguläre Auszahlung der Überbrückungshilfe III angelaufen

13.51 Uhr: Unternehmen, die besonders unter der Corona-Krise leiden, können bald mit neuen Überweisungen vom Staat rechnen. Neben den Abschlagszahlungen sind am Freitag auch die regulären Auszahlungen der sogenannten Überbrückungshilfe III angelaufen, wie das Wirtschaftsministerium erklärte. Die Länder könnten nun mit der Prüfung der Anträge beginnen.

„Die vollständigen Auszahlungen werden damit wie geplant noch im März fließen können“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist eine wichtige Nachricht für viele Unternehmerinnen und Unternehmen, die weiterhin stark von den Corona-Beschränkungen betroffen sind.“

USA starten Impf-Allianz mit Japan, Indien und Australien

13.21 Uhr: Die USA starten am Freitag eine groß angelegte Impf-Allianz mit Japan, Indien und Australien. Die sogenannten Quad-Staaten wollen zusammenarbeiten, um bis 2022 bis zu eine Milliarde Impfdosen herzustellen, vor allem um dem Impfstoff-Mangel in Südostasien entgegenzuwirken, wie es aus US-Regierungskreisen hieß. Wenngleich nicht explizit erwähnt, dürfte die Initiative auch eine Reaktion auf das chinesische Engagement bei der Verteilung von Impfstoffen in der Welt sein.

Der neue US-Präsident Joe Biden wollte am Freitag einen virtuellen Gipfel mit den Regierungschefs von Indien, Australien und Japan abhalten. Sie wollten ein „historisches Abkommen“ zu einer „drastischen“ Steigerung der Impfstoff-Produktion verkünden, wie es aus US-Regierungskreisen weiter hieß. Der Plan sehe vor, die Produktionskapazitäten vor allem der indischen Pharma-Industrie zur Herstellung des Impfstoffs der Firma Johnson & Johnson zu nutzen. Japan solle bei der Finanzierung helfen und Australien den Transport organisieren.

Mallorca ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

12.51 Uhr: Wegen stark sinkender Corona-Infektionszahlen hebt die Bundesregierung die Reisebeschränkungen für Mallorca auf. Die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen gilt ab Sonntag wie auch die anderen Balearen-Inseln und einige spanische Festlandsregionen nicht mehr als Risikogebiet, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet mitteilte.


Späte Lieferung von Johnson & Johnson wegen Zweifel an US-Linie

12.30 Uhr: Hintergrund des späten Lieferstarts für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in Europa sind neue Zweifel, dass die USA die Ausfuhr dort abgefüllter Impfstoffe gestatten. Deshalb habe das Unternehmen nach eigenen Angaben die Lieferkette umgestellt, um die USA zu umgehen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus EU-Kreisen. Die Abfüllung solle nun an einem anderen Ort stattfinden, und die Änderung brauche etwas Zeit.

Der Impfstoff des US-Herstellers war am Donnerstag in der EU zugelassen worden und die EU hat 200 Millionen Dosen davon bestellt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte aber anschließend in der ARD: „Die Wahrheit ist, dass frühestens Mitte, Ende April mit Lieferungen zu rechnen ist nach Angaben von Johnson & Johnson.“

Kritik an Start von Corona-Schnelltests in Brandenburg wächst

12.20 Uhr: Der Widerstand gegen den Beginn der möglichst flächendeckenden Corona-Schnelltests in Brandenburger Schulen ab Montag wächst. Der Landeslehrerrat wandte sich gegen die Pläne, deren Umsetzung mit der Öffnung der Gesamtschulen, Oberschulen und Gymnasien für den Wechselunterricht zwischen der Schule und zuhause beginnen soll. Das Gremium hat Bedenken wegen der Handhabung der Tests, warnt aber auch vor einem Gesundheitsrisiko.

„Als pädagogisch ausgebildetes Personal sehen wir uns nicht in der Lage, alle Schülerinnen und Schüler zu medizinischen
Maßnahmen anzuleiten“, schreibt der Landeslehrerrat an Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) in einem Brief, der am Freitag veröffentlicht wurde.

Spahn: Impfstoff-Liefermengen im April teils noch nicht klar

12.06 Uhr: Im April soll neuer Impfstoff geliefert werden – doch wie viel das sein könnte, das ist nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch unklar. „Wir wissen noch nicht abschließend alle Lieferdaten für den nächsten Monat von allen Herstellern“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Bei Biontech/Pfizer hätten sich die Planungen gut eingespielt, von deren Impfstoff seien im April gut neun Millionen Dosen zu erwarten. Für die anderen beiden zugelassenen Impfstoffe von Astrazeneca und Moderna seien Planungen und Produktionsprozesse vorerst noch volatiler.

Spahn kritisiert Aussetzung von Impfungen mit Astrazeneca

11.29 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Aussetzung von Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca in einigen Ländern kritisiert. Der CDU-Politiker verwies am Freitag in Berlin auf die Europäische Arzneimittelbehörde EMA. Diese habe nach Beratung der Experten erklärt, dass es keine auffällige Häufung von Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gebe. Das für Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut komme zu derselben Einschätzung. „Ich bedaure es, dass auf dieser Grundlage – Wissensstand jetzt Freitagvormittag – einige Länder in der Europäischen Union das Impfen mit Astrazeneca ausgesetzt haben.“ „Mit dem was wir bisher wissen, ist der Nutzen (…) bei weitem höher als das Risiko“, fügte er hinzu.

Verwaltungsgericht kippt Maskenpflicht für Jogger an Alster und Elbe

11.21 Uhr: Das Verwaltungsgericht Hamburg hat die an Wochenenden und Feiertagen geltende allgemeine Maskenpflicht für Jogger an Alster, Elbe und im Jenischpark gekippt. Einem entsprechenden Eilantrag wurde in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss stattgegeben. Zwar diene die Maskenpflicht einem legitimen Zweck. Insbesondere die Tatsache, dass sie allgemein und unabhängig von Wetter und Zahl der Besucher in den Grünanlagen jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr gelte, entspreche aber nicht dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, entschieden die Richter. Weder in der Verordnung selbst noch in dem Verfahren habe die Stadt deutlich machen können, warum dies aus Infektionsschutzgründen erforderlich sein soll, hieß es. Gegen die Entscheidung kann die Stadt Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht einlegen.

„Ihr seid doch Spinner“-Durchsage: Netz-Zuspruch für Rettungsdienst

11.15 Uhr: Das kurze Video eines Düsseldorfer Rettungswagens, dessen Besatzung selbst ernannte „Corona-Rebellen“ über Lautsprecher als „Spinner“ bezeichnet hat, sorgt für Debatten und eine Welle der Solidarität im Internet. Der Hashtag #IhrSeidDochSpinner war einer der meist benutzten am Freitag bei Twitter. In der Sequenz, die am Donnerstag in zahlreichen Sozialen Medien geteilt wurde, ist zu sehen, wie ein Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn an der Kundgebung vorbeifährt und aus dem Lautsprecher „Ihr seid doch Spinner“ zu hören ist.

Die Düsseldorfer Feuerwehr bestätigte den Vorfall, das Video sei am vergangenen Sonntag entstanden. „Die Äußerung über die Lautsprecheranlage des Fahrzeugs ist unangemessen und spiegelt nicht die Professionalität wider, die wir von allen Mitarbeitenden erwarten“, teilte die Feuerwehr am Donnerstagabend mit. Es habe sich wohl um eine Reaktion „aus einer sehr belastenden Situation heraus gehandelt“. Der Mitarbeiter habe ermittelt werden können und gehöre zu einer Partnerorganisation des Rettungsdienstes. Dort solle der Sachverhalt intern aufgeklärt werden.


Merkel und Länderchefs wollen am 17. März über Impffragen reden

10.53 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am 17. März unter anderem mit dem Start von Corona-Impfungen in Arztpraxen befassen. An diesem Mittwoch wolle man sich von 19.00 Uhr an über aktuelle Impffragen abstimmen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Teilnehmerkreisen.

Die Gesundheitsminister hatten sich am Mittwoch auf die 16. Kalenderwoche (19. bis 25. April) oder früher als Starttermin für die routinemäßigen Impfungen in Arztpraxen geeinigt – sollten dies die Liefermengen zulassen. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte mitgeteilt, Merkel und die Ministerpräsidenten wollen zeitnah über die Empfehlungen der Gesundheitsministerkonferenz entscheiden. Am 22. März will sich Merkel wie geplant mit der Ministerpräsidentenrunde über das weitere Vorgehen im Corona-Lockdown abstimmen.

Kosmetische Gesichtsbehandlungen ab Montag nur mit Corona-Test

10.31 Uhr: Wer sich ab Montag beim Friseur rasieren oder im Kosmetiksalon im Gesicht behandeln lassen will, muss vorher einen Corona-Test machen. „Ein Nachweis über einen negativen Coronavirus-Testbefund ist Voraussetzung, um bestimmte Einrichtungen zu besuchen und Leistungen in Anspruch zu nehmen“, teilte die Hamburger Gesundheitsbehörde am Freitag mit. Sollten demnächst auch Gaststätten und Hotels in Hamburg öffnen dürfen, brauchen Gäste auch dafür einen Test. Selbsttests reichen nicht aus. Akzeptiert würden nur maximal zwölf Stunden alte Schnelltests, die von geschultem Personal durchgeführt werden müssen, oder höchstens 48 Stunden alte PCR-Tests.

Spahn: Impfungen gewinnen an Dynamik – Corona-Lage weiter angespannt

10.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts wieder steigender Infektionszahlen zu Vorsicht in der Corona-Krise gemahnt, setzt aber auch auf weiter anziehende Impfungen. „Die Lage bleibt angespannt“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Man müsse sich noch „auf einige sehr herausfordernde Wochen“ einstellen, in denen um die Balance zwischen Gesundheitsschutz und der ersehnten Rückkehr in die Normalität mit vorsichtigen Öffnungen zu ringen sei.

Spahn sagte, die Impfkampagne gewinne deutlich an Dynamik. Mehr als sieben Prozent der Bevölkerung seien nun mindestens einmal geimpft. Zuletzt habe es bundesweit mehr als 270.000 Impfungen am Tag gegeben. Auch die Arztpraxen sollten so früh wie möglich routinemäßig mitimpfen – spätestens ab Mitte April. Angesichts von Rufen nach einem früheren Start erläuterte Spahn erneut, dass zunächst genügend Impfstoff verfügbar sein müsse, um Praxen und parallel die Impfzentren zu beliefern, die Länder und Kommunen weiterbetreiben wollten.

Auch in den Arztpraxen könne nicht gleich auf Priorisierungen bei der Reihenfolge von Impfungen zunächst für gefährdete Gruppen verzichtet werden, sagte Spahn. Mit wachsender Impfstoffmenge könnten Übergänge zusehends fließend gestaltet werden.Die Zahl der bundesweit gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt nun mit 72,4 deutlich höher als am Vortag (69,1), wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag bekannt gab. Vor vier Wochen, am 12. Februar, hatte diese Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 62,2 gelegen.


Steinmeier nennt Masken-Geschäfte „Gift für die Demokratie“

10.20 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Geschäfte einzelner Unions-Abgeordneter mit Corona-Schutzmasken als „schäbig“ und „schändlich“ verurteilt. Die bekannt gewordenen Fälle persönlicher Bereicherung verdienten nicht nur Empörung – „sie sind Gift für die Demokratie“, sagte er am Freitag laut Redemanuskript bei einem digitalen Kongress der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Steinmeier betonte, es gehe um sehr viel mehr als individuelles Fehlverhalten. „Es geht nicht nur um das Vertrauen in die Integrität Einzelner – es geht um das Vertrauen in die Integrität des Staates und seiner Institutionen.“ Steinmeier rief „um der Demokratie willen“ alle im Bundestag vertretenen Parteien dazu auf, „nicht nur schnell, sondern vor allem belastbar zu klären, ob weitere Fälle zu befürchten sind“. Das sei dringlicher denn je.

Corona-Mutation: Symptome und Verlauf der britischen Variante

10.10 Uhr: Die britische Corona-Variante B.1.1.7. hat sich in Deutschland und der Welt verbreitet. Welche Symptome ruft die Mutation hervor? Lesen Sie hier: Corona: Symptome und Verlauf der britischen Virus-Variante

Preisunterschiede bei Selbsttests im Einzelhandel

9.55 Uhr: Mittlerweile sind Corona-Selbsttests in Supermärkten und Drogerien erhältlich. Bei dem Verkauf im Einzelhandel machen sich allerdings preisliche Unterschiede bemerkbar: Während bei der Drogeriemarktkette dm ein Antigen-Schnelltest für 4,95 Euro erhältlich ist, bietet Lidl ein Set von fünf Tests an. Kostenpunkt: 21,99 Euro und damit 2,76 Euro weniger als bei der Konkurrenz.

Wolfgang Bosbach: Wurde auch von Schutzmasken-Anbietern kontaktiert

9.30 Uhr: Auch der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach (68) ist nach eigenen Angaben von zahlreichen Anbietern von Corona-Schutzmasken kontaktiert und um Vermittlung gebeten worden. Das sei im Frühjahr und Sommer 2020 der Fall gewesen. „Damals haben sich die Anbieter die Klinken in die Hand gegeben. Einige waren tatsächlich persönlich da, die allermeisten haben sich per Mail gemeldet oder angerufen“, berichtete der Bosbach im Podcast „Die Wochentester“ von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Freitag. „Manchmal hatte ich das Gefühl, es gibt mehr chinesische Maskenhersteller als Chinesen.“

Neue Schutzverordnung erlaubt wieder Veranstaltungen in Pflegeheimen

9.02 Uhr: Die neue Version der nordrhein-westfälischen Coronaschutz-Verordnung erlaubt wieder „interne Veranstaltungen in stationären Pflegeeinrichtungen“, an denen neben den Bewohnerinnen und Bewohnern Beschäftigte und direkte Angehörige teilnehmen dürfen. Die entsprechende Regelung wurde am Donnerstagabend veröffentlicht. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Donnerstag bereits umfassende Lockerungen für die Altenheime in Nordrhein-Westfalen angekündigt.


Hintergrund sei die die breit angelegte Impfaktion und der deutliche Rückgang der Corona-Infektionen in diesen Einrichtungen. Laumann sprach von einer „Herdenimmunität“ in den Heimen. Der Minister hatte mitgeteilt, dass gemeinschaftliche Aktivitäten wie Singen, Gottesdienste, Basteln oder Kochen wieder möglich sein sollen. Bewohner dürften auch wieder zusammen essen.

Altmaier: Auszahlung der Corona-Hilfen startet ab sofort wieder

9.00 Uhr: Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen erhalten ab sofort wieder Abschlagszahlungen des Bundes im Rahmen der November-, Dezember- und Überbrückungshilfe III. „Die Abschlagszahlungen für Corona-Hilfsprogramme starten heute wieder“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der „Rheinischen Post“ (Freitag). „Das ist eine gute Nachricht für unsere Unternehmen. Aufgrund von Betrugsfällen mussten die Abschlagszahlungen zuvor kurzfristig angehalten werden.“

Die Bundesregierung hatte die Zahlungen nach mehreren Betrugsfällen Ende vergangener Woche gestoppt. „Die kurzzeitige Unterbrechung der Abschlagszahlungen war rechtlich geboten und notwendig, um im Austausch mit den strafrechtlichen Ermittlungsbehörden, aber auch dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Bundesfinanzministerium Unregelmäßigkeiten zu prüfen und Vorkehrungen zu treffen, um die Wiederholung derartiger Betrugsversuche künftig zu verhindern“, sagte eine Ministeriumssprecherin dem Blatt.

Mehrheit nicht mehr mit Krisenmanagement der Regierung einverstanden

8.55 Uhr: In der Corona-Pandemie kippt offensichtlich die Stimmung. Nachdem lange eine breite Mehrheit den Kurs der Regierenden in Bund und Ländern unterstützte, bescheinigen laut einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Instituts YouGov nur noch 35 Prozent der Befragten der Bundesregierung einen guten Umgang mit der Krise. Im vergangenen September waren dies noch 63 Prozent gewesen, im Februar immerhin noch 43 Prozent

Durchbruch in Indien: Ältere verlassen für Impfungen wieder das Haus

8.50 Uhr: Pandemiemüde und ein Jahr lang meist in ihren Häusern eingesperrt, stehen Indiens ältere Menschen jetzt in langen Schlangen vor den Impfstellen und krempeln dann die Ärmel hoch, um sich gegen das neuartige Coronavirus impfen zu lassen.


Corona-Lockerungen in Los Angeles: Kinos dürfen wieder öffnen

8.40 Uhr: In der Filmstadt Los Angeles dürfen die Kinos nach monatelanger Zwangspause aufgrund der Corona-Krise nun wieder öffnen. Bei abnehmenden Neuinfektionen und verstärkten Impfmaßnahmen kündigte die Gesundheitsbehörde am Donnerstag die Lockerung strikter Auflagen für kommende Woche an. Dann dürfen Lichtspielhäuser mit 25-Prozentiger Auslastung wieder öffnen. Sitzplätze müssen vorab reserviert werden, ein Mindestabstand gewahrt bleiben. Vorige Woche hatte auch New York grünes Licht für die eingeschränkte Öffnung der Kinos in der Ostküsten-Metropole gegeben.

Kunst-Initiative zieht in Bayern vor Verfassungsgericht

8.35 Uhr: Die Initiative „Aufstehen für die Kunst“ will wegen der Schließung von Theatern und Opernhäusern im Corona-Lockdown vor den Bayerischen Verfassungsgerichtshof ziehen. „Wir wollen Mitte der Woche eine Popularklage einreichen, weil wir grundsätzliche Klarheit wollen“, sagte der Opernsänger Wolfgang Ablinger-Sperrhacke der Deutschen Presse-Agentur. „Die geplanten allgemeinen Öffnungsschritte zeigen zwar Perspektiven für die Theater auf, sind aus unserer Sicht aber immer noch verfassungswidrig, weil sie inzidenzabhängig sind und mit zahlreichen Auflagen versehen sind, die anderen Bereichen so nicht zugemutet werden.“

Fläschchen von erster Corona-Impfung in den USA kommt ins Museum

8.31 Uhr: Das Fläschchen von der ersten Corona-Impfung in den USA kommt ins Museum. Der New Yorker Krankenhausbetreiber Northwell Health spendete das leere Fläschchen des Biontech-Pfizer-Vakzins dem Nationalmuseum für Amerikanische Geschichte in Washington, wie das Museum mitteilte. Gespendet wurden außerdem die Impfkarte, die Mitarbeiterkarte und der Kittel der New Yorker Krankenschwester Sandra Lindsay, die am 14. Dezember als offiziell erste US-Bürgerin geimpft worden war.


Verbraucherpreise ziehen an – Inflation im Februar bei 1,3 Prozent

8.29 Uhr: Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im Februar weiter beschleunigt. Die Inflationsrate lag bei 1,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Januar hatte sie noch eine Rate von 1,0 Prozent und im Dezember von minus 0,3 Prozent gemessen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Februar 2021 um 0,7 Prozent. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Daten.

Mittlerweile zehn NRW-Kommunen über 100er-Wert bei Corona-Infektion

8.25 Uhr: In Nordrhein-Westfalen liegen mittlerweile wieder zehn Kommunen über der für Lockerungen relevanten Schwelle von maximal 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag überschritten Herne (140,6), der Märkische Kreis (138,9), der Kreis Düren (138,3), Remscheid (115,0), der Kreis Kleve (113,0), Hagen (112,9), der Oberbergische Kreis (107,7), Duisburg (106,1), Solingen (104,2) und Wuppertal (102,5) den kritischen Wert. Er gilt als Voraussetzung für Lockerungen, etwa beim Shoppen oder bei Ausstellungen.

Dockville-Festival und Schlagermove hoffen weiter auf Neuauflage

8.20 Uhr: Trotz der Absage zahlreicher Großveranstaltungen hoffen die Verantwortlichen des Hamburger Festivals „MS Dockville“ und des Schlagermoves weiter auf eine Neuauflage. „Die Tatsache, dass das “MS Dockville”-Wochenende recht spät im Sommer liegt, erhält bei uns eine Resthoffnung, dass wir das Festival regulär veranstalten können“, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Dementsprechend haben wir die Planungen auch noch nicht aufgegeben.“ Das Festival ist vom 13. bis 15. August vorgesehen. Gleichzeitig laufen den Angaben zufolge intensive Planungen zu kleineren Alternativen.


Mitglied des Ethikrats: Mehr Spielraum für Ärzte beim Impfen

8.18 Uhr: Das Ethikratmitglied Wolfram Henn hat mehr Spielraum für Hausärzte bei der Impfreihenfolge gefordert, sobald der Corona-Impfstoff in den Praxen verfügbar ist. Grundsätzlich sei es richtig, an der Impfpriorisierung festzuhalten, aber: „Je mehr Impfstoff verfügbar wird, desto stärker kann man die weiterhin bestehenden ethischen Kriterien individualisieren“, sagte Henn am Freitag dem Bayerischen Rundfunk. Sobald Hausärzte mitimpfen dürfen, sollte die Entscheidung in den Praxen liegen.

Start zum 1. April – Bayerns Hausärzte sollen schneller impfen

8.15 Uhr: In Bayern sollen die Hausärzte früher gegen das Coronavirus impfen können als anderswo in Deutschland. „Wir erwarten, dass die Impfstofflieferungen des Bundes die Arztpraxen in die Lage versetzt, ihren Patienten zum 1. April ein Impfangebot machen zu können“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut Mitteilung vom Freitag. „In Bayern werden ab Anfang April die niedergelassenen Ärzte als zweite Säule die Bayerische Impfstrategie ergänzen.“

Thailand setzt Impfungen mit Astrazeneca-Präparat vorerst aus

8.05 Uhr: Der thailändische Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha und Mitglieder seines Kabinetts haben ihre für Freitag geplante Impfung mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca vorerst verschoben. Die Regierung reagiere damit auf die Entscheidung Dänemarks und anderer Länder, vorübergehend niemanden mehr mit dem Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens zu impfen, berichtete die Zeitung „Bangkok Post“. Als Grund wurden Berichte über schwere Fälle von Blutgerinnseln genannt.

Sasha singt in leerer Barclaycard-Arena für einen einzigen Fan

7.59 Uhr: Sänger Sasha (49) hat inmitten der leeren Hamburger Barclaycard-Arena ein exklusives Konzert für einen einzelnen Fan gegeben. Umgeben von Lagerfeuer- und Kerzenschein hat der Pop- und Rockmusiker am Donnerstagabend für die Sächsin Heike Hacker mehrere Lieder gespielt. „Es ist eine coole Aktion. Einen Fan einzuladen zu einem One-and-One-Campfire-Konzert in der großen Barclaycard-Arena – ich glaube, das hat es noch nie gegeben. Ich darf der erste sein und ich freue mich tierisch darüber“ sagte Sasha kurz vor dem Konzert der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.


Mit der Aktion – Fans konnten sich auf dem Instagram-Account von Sasha um das exklusive Ticket bewerben – solle auch ein positives Signal gesendet werden, sagte Mitorganisator Jan Schierhorn. Er ist auch Initiator des Hamburger Fame Forests. Ursprünglich sollte Sasha das kuschelige 1:1-Konzert in dem kleinen Wald – für jeden Auftritt eines Künstlers in der Arena wird in Hamburg-Schnelsen ein Baum gepflanzt – geben.

Zweiter Sanofi-Impfstoff geht in klinische Testphase

7.55 Uhr: Der französische Pharmariese Sanofi geht mit seinem zweiten Corona-Impfstoff in die klinische Testphase. Der Wirkstoff werde zunächst an einer Gruppe von gut 400 Menschen getestet, teilte Sanofi am Freitag mit. Der Wirkstoff auf Basis von Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA), die auch als Boten-RNA bezeichnet wird, wurde zusammen mit dem US-Unternehmen Translate Bio entwickelt. Erste Ergebnisse sind laut Sanofi vor der entscheidenden dritten Testphase im Herbst zu erwarten.

Sanofi arbeitet mit seinem Partner GlaxoSmithKline (GSK) bereits länger an einem weiteren Corona-Impfstoff. Im Februar gaben die beiden Unternehmen neue klinische Tests mit dem Wirkstoff bekannt, der im vierten Quartal auf den Markt kommen soll. Im Dezember hatten Sanofi und GSK einen Rückschlag bei der Entwicklung dieses Impfstoffs eingeräumt. Erste Testreihen bei älteren Menschen waren nicht so gut verlaufen wie erhofft. Die Europäische Union hat bei den beiden Konzernen 300 Millionen Impfdosen reserviert.

Mehr als vier Millionen Zweitimpfungen in Israel erreicht

7.43 Uhr: Fast zwei Drittel der derzeit für eine Impfung gegen das Coronavirus in Frage kommenden Israelis haben ihre zweite Dosis erhalten. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mitteilte, wurde die Marke von vier Millionen Zweitimpfungen übertroffen.

Die Regierung will zunächst mindestens 6,2 Millionen Menschen impfen. Rund ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre, diese Gruppe kann bislang nicht geimpft werden. Eine Erstimpfung erhielten in Israel bislang etwa 5,1 Millionen Menschen. Die Impfkampagne in Israel mit seinen etwa 9,3 Millionen Einwohnern hat kurz vor Weihnachten begonnen, sie zählt zu den erfolgreichsten weltweit.

Brasilien meldet erneut über 2000 Corona-Tote binnen 24 Stunden

6.45 Uhr: Nach der bisher todbringendsten Woche in der Pandemie hat Brasilien den zweiten Tag in Folge mehr als 2000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. 2233 Menschen starben nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Donnerstagabend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden (Mittwoch: 2286). Insgesamt sind damit in Brasilien 272.889 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Lauterbach: „Zu Ostern wird die Inzidenz über der 100er-Marke liegen“

5.40 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet mit stark steigenden Infektionszahlen in den kommenden drei Wochen: „Zu Ostern wird die Inzidenz über der 100er-Marke liegen“, sagte der Mediziner dieser Redaktion. Ursache dafür sei vor allem die Ausbreitung der britischen Mutante: Der Anteil der hochansteckenden Mutationen liege bei den gemeldeten Fällen aktuell bei etwa 55 Prozent.

„Bei denen, die sich in diesen Tagen anstecken, liegt er wahrscheinlich bereits bei über 70 Prozent. Bleiben wir bei den aktuell geltenden Corona-Regeln, werden die Inzidenzen in der Folge weiter steigen“, mahnte Lauterbach. Da die Sterblichkeit bei der britischen Mutante um über 60 Prozent höher liege als bei den herkömmlichen Virusvarianten, werde man in der Folge auch wieder mehr Patienten auf Intensivstationen sehen „und vier Wochen später auch wieder mehr Todesfälle“, so Lauterbach. Zudem geht der studierte Epidemiologe davon aus, dass es erst im Mai zu einer flächendeckenden Beteiligung der Hausärzte an den Corona-Impfungen kommen wird.


Biden will Impfstoffe für alle Erwachsenen bis Mai freigeben lassen

4.30 Uhr: US-Präsident Joe Biden will die Staffelung nach Impfgruppen in der Corona-Pandemie aufheben und Impfstoffe bis spätestens 1. Mai für alle Erwachsenen in den USA freigeben lassen. Bei seiner ersten großen Fernsehansprache an die Nation kündigte Biden am Donnerstagabend (Ortszeit) eine entsprechende Anordnung an die Bundesstaaten an. Der Präsident rief die Amerikaner zugleich eindringlich dazu auf, sich impfen zu lassen. Jeder müsse seinen Teil dazu beitragen, das Virus zu stoppen, betonte er ein Jahr nach Beginn der Pandemie. „Dieser Kampf ist noch lange nicht vorbei.“

Biden stellte seinen Landsleuten in Aussicht, am Nationalfeiertag am 4. Juli wieder in kleinen Gruppen feiern zu können. „Nach diesem langen, harten Jahr wird das diesen Unabhängigkeitstag, an dem wir nicht nur unsere Unabhängigkeit als Nation begehen, sondern auch damit beginnen, unsere Unabhängigkeit von diesem Virus zu begehen, zu etwas ganz Besonderem machen.“ Voraussetzung sei aber, dass die Menschen weiterhin Regeln zum Infektionsschutz einhielten, mahnte er. Wissenschaftler hätten deutlich gemacht, dass sich die Lage mit der Ausbreitung neuer Virus-Varianten wieder verschlechtern könne.

Vorsitzende der Amtsärzte kritisiert mangelnde Flexibilität beim Impfen in Deutschland

4.01 Uhr: Die Amtsärzte in Deutschland kritisieren die mangelnde Flexibilität bei der Ausweitung der Impfungen gegen das Coronavirus. „In Deutschland wollen wir immer alles ganz besonders ordentlich und gründlich machen“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, unserer Redaktion. Das sehe man jetzt bei den Impfungen: Priorisieren, Einladen, Registrieren und Dokumentieren nehme viel zu viel Zeit und Energie in Anspruch.

„Beim Impfen stehen uns Gründlichkeit und Perfektionismus im Moment im Weg“, so Teichert. „Wir müssen unkomplizierte Lösungen finden“, forderte sie. Ziel müsse es sein, „den vorhandenen Impfstoff so schnell wie möglich zu verimpfen“. Jeder, der impfen könne, „sollte jetzt impfen“. Dazu müssen die niedergelassen Ärzte und die Betriebsärzte schnell eingebunden werden. Zudem könnten die Gesundheitsämter Impfsprechstunden anbieten.

Evangelische Kirche will Entscheidung über Präsenzgottesdienste erst kurz vor Ostern treffen

3.31 Uhr: Die Evangelische Kirche (EKD) will die Entscheidung über die Form der Ostergottesdienste kurzfristig von der Infektionslage abhängig machen: „Mit Blick auf Ostern fahren wir im Moment auf Sicht“, sagte EKD-Sprecher Carsten Splitt dieser Redaktion. „Wir haben vor Weihnachten gesehen, wie schnell sich die Infektionslage verschärfen kann.“

Die Kirchen und Gemeinden würden kurzfristig entscheiden, ob und in welchem Umfang Präsenzgottesdienste zu Ostern möglich sein werden. Wahrscheinlich werden hybride Angebote umgestzt. Anders als im vergangenen Jahr rechnet die Evangelische Kirche zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit einer kompletten Schließung der Kirchen zu Ostern.

Rückzahlungen drohen: Unternehmer können Antrag auf Überbrückungshilfe III bislang nicht korrigieren

2.44 Uhr: Bei Fehlern in Anträgen auf Überbrückungshilfe III ist bislang keine Korrektur möglich. So können Unternehmerinnen und Unternehmer trotz der weiter unklaren Öffnungsperspektive nicht nachträglich ihre Umsatzprognose anpassen. Das geht aus einem Schreiben der Bundesregierung auf eine Anfrage von Marco Buschmann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, hervor, das unserer Redaktion vorliegt. „Statt schneller, unbürokratischer Hilfen, gibt es überbordende Bürokratie, einen Regelungsdschungel, den Verwaltung und Anwender nicht mehr durchschauen und Software-Tools, die nicht zu Ende gedacht sind“, kritisierte Buschmann.

Um die Antragssteller etwa vor hohen Rückzahlungsforderungen zu schützen, sei es nachvollziehbar, wenn die Umsatzprognose im Antrag auf Überbrückungshilfe eher vorsichtig ausfalle, erklärt Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nußbaum in dem Schreiben. Sollte der tatsächliche Umsatzeinbruch höher liegen als die Prognose, könne dies mit einem Änderungsantrag korrigiert werden, teilte er mit und schränkte ein: „Sobald diese Funktion verfügbar ist.“ Einen Termin dafür nannte Nußbaum nicht. Die Schlussabrechnung für die Überbrückungshilfe III habe bis zum 30. Juni 2022 zu erfolgen.

Corona-News vom 11. März: Lieferungen von Johnson & Johnson laut Spahn frühestens Mitte April

  • Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson erwartet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn frühestens Mitte oder Ende April Lieferungen.
  • Deutschland und Frankreich setzen die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca nicht aus.
  • Die EU-Kommission hat das Corona-Vakzin des US-Unternehmens Johnson & Johnson zugelassen.
  • Das Risiko von Blutgerinnseln erhöht sich nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) nicht durch eine Corona-Impfung.
  • Die Impfbereitschaft unter Ärzten und Pflegekräften auf Intensivstationen ist laut einer Umfrage zweier medizinischer Fachverbände im Februar auf 75 Prozent gestiegen.
  • Mehrere Länder haben den Gebrauch des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca ausgesetzt.
  • Die ehemalige First Lady der USA hat öffentlich über ihre persönliche Krise in der Corona-Krise gesprochen. Im Gespräch mit dem US-Magazin „People“ bezeichnete Michelle Obama ihren Gesundheitszustand als „leichte Depression“. Lesen Sie hier mehr: Michelle Obama spricht über Depressionen in Pandemie
  • Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sieht die Haus- und Fachärzte nicht wie von der Bundesregierung geplant im April mit den Corona-Impfungen starten.

Corona-News vom 10. März: Britische Corona-Variante hat sich in Deutschland durchgesetzt

  • Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sieht derzeit keinen Zusammenhang zwischen einem Todesfall und einer Astrazeneca-Impfung in Österreich.
  • Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hat sich die hoch ansteckende Mutante aus Großbritannien als die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland durchgesetzt.
  • Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern peilen den Start von Corona-Impfungen in den Arztpraxen spätestens für Mitte April an.
  • Die Corona-Lage in Deutschland wird nach Einschätzung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch bis in den Sommer angespannt bleiben.
  • Die Corona-Warn-App des Bundes wird um eine „Event“-Funktion erweitert, die die Kontaktverfolgung nach einem Restaurant-, Konzert- oder Theaterbesuch verbessern und erleichtern soll.
  • Die Deutsche Stiftung Patientenschutz befürchtet, dass durch Veränderungen bei der Reihenfolge der Corona-Impfungen die besonders gefährdeten Gruppen ins Hintertreffen geraten.
  • In Corona-Hotspots in Grenzregionen soll nach Worten von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) künftig von der eigentlich vorgegebenen Impfreihenfolge abgewichen werden können.
  • Die Europäische Union hat mit dem Hersteller Biontech/Pfizer die Lieferung von vier Millionen zusätzlichen Dosen Corona-Impfstoff im März vereinbart.
  • Sieben große Open-Air-Festivals in Deutschland und der Schweiz fallen auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Lesen Sie hier mehr: Corona: Diese Open-Air-Festivals sind für 2021 abgesagt
  • Bei der Lieferung von Corona-Impfstoffen in Deutschland und Europa droht ein neuer Rückschlag: Der Hersteller Johnson & Johnson kann voraussichtlich nicht so zügig wie liefern erwartet.
  • In Alaska dürfen sich alle Bewohner ab 16 Jahren von nun an gegen Corona impfen lassen.
  • Vor dem für April geplanten Start der Corona-Impfungen in Arztpraxen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Ärzteschaft sein Vertrauen bei der Einhaltung der Impfreihenfolge ausgesprochen.
  • Den gesetzlichen Krankenkassen droht nach Einschätzung ihres Spitzenverbands eine Finanzierungslücke in Milliardenhöhe. Grund sei, dass sämtliche Reserven während der Corona-Pandemie aufgebraucht werden.
  • Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V gelobt.
  • Die seit Kurzem bei Aldi erhältlichen Corona-Schnelltests für den Heimgebrauch sind wohl betrugsanfällig, berichtet die “Deutsche Apotheker Zeitung“ (DAZ).

Corona-News vom 9. März: Engpässe bei Rohstoffen für Vakzine – Dritte Welle droht

  • Wegen dem beispiellosen Bedarf an Impfstoffen melden immer mehr Hersteller Engpässe bei den Impfstoff-Bestandteilen.
  • Der Handelskonzern Rewe hat angekündigt, er werde seinen mehr als 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland „schnellstmöglich“ und kostenlos Corona-Selbsttests zur Verfügung stellen.
  • Angesichts der fragwürdigen Geschäfte von Bundestagsabgeordneten mit Corona-Masken hat die SPD die Union zu Gesetzesverschärfungen aufgefordert.
  • Das Bundesgesundheitsministerium will vier Unternehmen mit der Entwicklung des geplanten digitalen Impfpasses beauftragen.
  • Angesichts hoher Infektionszahlen sollen sich in Kürze im Vogtland alle Einwohner ab 18 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen können.
  • Der SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach warnt vor einer schweren dritten Pandemie-Welle durch die großzügigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen.

Alle bisherigen Corona-News

14.00 Uhr: Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

(fmg/dpa/afp)

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