Corona: RKI meldet neue Zahlen – Steht Lockdown vor Verlängerung?

  • Das Robert Koch-Institut meldet neue Fallzahlen
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gesunken
  • Krankenkassen beobachten einen beunruhigenden Trend bei Kindern und Jugendlichen
  • Die WHO glaubt nicht an ein Ende der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr
  • Ärztevertreter mahnen zu umsichtigen Lockerungen der Corona-Beschränkungen
  • Das deutsche Handwerk fordert vor den Bund-Länder-Beratungen einen kompletten Strategiewechsel


Berlin. Einen Tag vor dem Corona-Gipfel warnen Ärztevertreter vor unüberlegten Lockerungen. Der Marburger Bund verweist auf die dritte Welle und fürchtet einen Anstieg der Patienten auf Intensivstationen, wenn diese Welle ungebremst auf die Riskiogruppen trifft, zu denen diesmal auch jüngere Menschen zählten. Zusammen sei rund ein Viertel der Bevölkerung gefährdet. Auch der Bundesverband der deutschen Amtsärzte fordert, die Politik dürfe “dem Virus nicht den roten Teppich ausrollen“. Lesen Sie hier: Das sind die wichtigsten Themen beim Corona-Gipfel mit Angela Merkel.



Bei jüngeren Menschen macht die Barmer-Krankenkasse derzeit beunruhigende Beobachtungen. Die Zahl von Kindern und Jugendlichen in psychotherapeutischer Behandlung – oder mit Bedarf an einer solchen Betreuung – ist allein im Corona-Jahr um sechs Prozent gestiegen. Dazu kommen noch jene jungen Menschen, die zwar eine Diagnose erhalten haben, aber wegen der Pandemie noch keine Therapie beginnen konnten.



Um die Pandemie zu bewältigen, fordert der Zentralverbande des Deutschen Handwerks einen Strategiewechsel von der Bundesregierung. Dazu gehörten bundesweit einheitliche Regelungen, mehr Tests und erweiterte Öffnungskriterien, etwa die Belegung von Intensivbetten.

Auch interessant: Wann ist die Pressekonferenz mit Merkel nach dem Corona-Gipfel am Mittwoch?


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Corona-News des Tages: RKI meldet 3943 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3943 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 358 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3883 Neuinfektionen und 415 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.25 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Lesen Sie dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Corona-News vom 2. März: Britische Studie bestätigt Astrazeneca und Biontech hohe Effektivität

9.45 Uhr: Die Impfstoffe der Hersteller Astrazeneca und Biontech/Pfizer haben einer weiteren britischen Studie zufolge eine hohe Effektivität beim Schutz vor Corona-Infektionen. Vier Wochen nach der ersten Dosis hätten Geimpfte im Alter ab 70 Jahren rund 57 bis 73 Prozent weniger Covid-19-Erkrankungen gehabt als Ungeimpfte, teilte die Gesundheitsbehörde Public Health England am Montag mit.

Es handelt sich um vorläufige, noch nicht von unabhängigen Experten geprüfte Daten. Wie gut die Impfstoffe Ansteckungen verhindern und damit die Pandemie ausbremsen, ließ sich aus den berücksichtigten Daten nicht schließen.

„Wenn wir geduldig sind und diesem Impfprogramm Zeit geben, seine volle Wirkung zu entfalten, wird es uns hoffentlich in den nächsten Monaten eine ganz andere Welt ermöglichen“, sagte der stellvertretende medizinische Chefberater der Regierung, Jonathan Van-Tam. Gesundheitsminister Matt Hancock betonte, in der Gruppe der über 80-Jährigen seien zuletzt deutlich weniger Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Auch die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken sei deutlich zurückgegangen. Dies seien Effekte des Impfprogramms.


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Für französisches Gebiet Moselle gelten nun verschärfte Einreiseregeln

9.34 Uhr: Mit der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als sogenanntes Virusvariantengebiet seit Dienstag gelten strengere Regeln bei der Einreise nach Deutschland. Menschen aus dem Département müssen künftig bei der Einreise in das angrenzende Rheinland-Pfalz und Saarland einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ein Schnelltest ist dabei ausreichend. Dies gilt auch für Pendler.

Die Bundespolizei kontrolliert die verschärfte Testpflicht stichprobenartig im Grenzgebiet an die Region Moselle in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Grenzkontrollen auf der Grenzlinie wird es nicht geben. „Wir bleiben weiterhin in dieser verstärkten intensivierten Fahndung und Überwachung, also sprich in der Schleierfahndung wie gehabt“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion in Trier. Diese Schleierfahndung finde jeden Tag statt.

Eine „intensivierte Grenzschleierfahndung“ gebe es auch im Grenzgebiet zu Luxemburg und zu Belgien, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Luxemburg und Belgien sind vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft.

Pandemie macht Schokoladen-Hersteller Lindt & Sprüngli zu schaffen

9.35 Uhr: Der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli musste im Corona-Jahr 2020 einen deutlichen Gewinneinbruch verkraften. Der Reingewinn ging um 37,5 Prozent zurück, auf rund 290,5 Millionen Euro (320,1 Millionen Franken). Es hatte schon im Januar einen Umsatzrückgang von 6,1 Prozent auf 4,02 Milliarden Franken gemeldet. Lindt & Sprüngli sprach dennoch von einem soliden Ergebnis bei „globalen Herausforderungen aufgrund der Covid-19-Pandemie“.

Das eigene Ladennetz und die Verkaufsstellen an Flughäfen und Bahnhöfen hätten deutlich gelitten. Ebenso sei das Geschäft Ostern und Weihnachten, wenn traditionell auch Schokolade geschenkt wird, durch die Pandemie-Besuchsbeschränkungen nicht gut gelaufen.

Steht der Lockdown vor einer Verlängerung? Amtsärzte haben Forderung

8.55 Uhr: Neben dem Marburger Bund fordert auch Bundesverband der deutschen Amtsärzte von der Politik, Maß zu halten bei den anstehenden Diskussionen über Öffnungen.

„Es wäre falsch, einfach einige Bereiche zu öffnen, weil die Menschen lockdownmüde sind“, sagte die Vorsitzende Ute Teichert der „Rheinischen Post“ vor den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch. Öffnungen sollten nur in Verbindung mit einer gezielten Test- und Nachverfolgungsstrategie erfolgen, mahnte sie. „Keinesfalls dürfen wir dem Virus den roten Teppich ausrollen.“


Es gehe jetzt darum, die Kontrolle über das Infektionsgeschehen zurückzugewinnen. „Das Virus ist im Augenblick immer noch schneller als unsere Maßnahmen, wir reagieren nur. Das muss sich ändern.“ Teichert forderte daher mehr Tests in den Schulen, in den Betrieben „und auch beim Friseur“. Außerdem müsse noch viel mehr auf Varianten des Coronavirus getestet werden, um einen besseren Überblick über deren Ausbreitung zu erhalten.

Bereits vergangene Woche forderte zudem die Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), den Lockdown um drei weitere Wochen zu verlängern. Entscheidende Faktoren für die Auslastung der Intensivstationen sind nach Divi-Berechnungen unter anderem die Ausbreitung der ansteckenderen Corona-Variante B.1.1.7 und das Tempo beim Impfen der Menschen über 35 Jahre. Nach einem neuen Divi-Prognosemodell, das mit verschiedenen Szenarien rechnet, könnte ein Öffnen im März die Zahlen schwer kranker Corona-Patienten in Kliniken im schlimmsten Fall exorbitant in die Höhe treiben, hieß es.


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Flächendeckende Schnelltests für Schüler – Jugendärzte: „Wäre verheerend“

8.20 Uhr: Sollen Schülerinnen und Schüler flächendecken mit Schnelltests auf Corona-Infektionen getestet werden? Das Bundesgesundheitsministerium befürwortet das, hält zwei Tests pro Woche für sinnvoll. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sieht die Sache etwas anders.

Präsident Thomas Fischbach sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, es bestehe „eine erhebliche Gefahr“, dass die Hygienemaßnahmen nach negativen Testergebnissen nicht mehr eingehalten würden, weil sich die Schüler in falscher Sicherheit wögen.

„Angesichts vieler falsch negativer Ergebnisse könnte das zu mehr Ansteckungen führen, als wenn nicht getestet würde; das wäre verheerend.“ Auf der anderen Seite müssten Kinder bei falsch positiven Ergebnissen unnötig in Quarantäne.

Brasilianischer Gesundheitsrat fordert sofortige Ausgangssperre

8.05 Uhr: Brasilien gehört zu den am stärksten von Covid-19 getroffenen Ländern der Erde – nicht zuletzt dank seines Pandemie-leugnenden Präsidenten Jair Bolsonaro. Die Gesundheitsbeauftragten der brasilianischen Bundesstaaten fordern nun eine Ausgangssperre, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

„Der Nationale Rat der Gesundheitsbeauftragten (CONASS) spricht sich für die sofortige Verabschiedung von Maßnahmen aus, um den drohenden Zusammenbruch der öffentlichen und privaten Gesundheitssysteme zu vermeiden“, hieß es in einem „Brief an die brasilianische Nation“, den der CONASS am Montag auf seiner Webseite veröffentlichte.

Zu den geforderten Maßnahmen gehören die Aussetzung des Präsenzunterrichts und eine landesweite Ausgangssperre von 20 bis 6 Uhr sowie an den Wochenenden.


WHO hält ein Ende der Corona-Pandemie im Jahr 2021 für „unrealistisch“

7.37 Uhr: Das Corona-Virus wird wohl auch im Jahr 2021 weiter die Kontrolle behalten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält ein Ende der Corona-Pandemie noch in diesem Jahr für unrealistisch. Möglich sei, dass es gelingen werde, die Corona-bedingten Krankenhausaufenthalte und Todesfälle stark zu reduzieren, sagte WHO-Notfalldirektor Michael Ryan am Montag vor Journalisten.

Ryan verwies auf den globalen Anstieg bei den Infektionsfällen mit dem Coronavirus in der vergangenen Woche, nachdem es zuvor sechs Wochen in Folge einen Rückgang gegeben hatte. „Es wäre sehr verfrüht und unrealistisch zu denken, dass wir dem Virus bis zum Ende dieses Jahres ein Ende setzen werden“, sagte Ryan. „Aber ich denke, wenn wir klug sind, können wir den Krankenhausaufenthalten, den Todesfällen und der Tragik im Zusammenhang mit dieser Pandemie ein Ende setzen“


Computer und Software darf nun sofort abgeschrieben werden

7.11 Uhr: Wer sich für das Homeoffice im vergangenen Jahr Hard- oder Software angeschafft hat, kann diese nun sofort von der Einkommensteuer abschreiben. Bisher mussten die Kosten oft über die Nutzungsdauer verteilt werden, erklärt der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL).

Das ist jetzt anders: Rückwirkend zum 01.01.2021 haben sich bei der steuerlichen Behandlung von Computern, deren Komponenten und Software erhebliche Vereinfachungen ergeben. „Solche digitalen Wirtschaftsgüter müssen nun nicht mehr abgeschrieben werden, sondern wirken sich im Jahr der Anschaffung in voller Höhe steuerlich aus“, erklärt BVL-Geschäftsführer Erich Nöll.

Bisher betrug die Abschreibungsdauer bei Computern, Laptops und Druckern sowie Scannern drei Jahre. Die Nutzungsdauer für solche Wirtschaftsgüter wurde nun auf ein Jahr festgelegt.


Hotel- und Gaststättenverband fordert klaren „Fahrplan“ bei für Öffnungen

7.00 Uhr: Mit Blick auf mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) eine Abkehr von der ausschließlichen Ausrichtung auf Inzidenzwerten gefordert. Es müsse eine Balance geben zwischen gesundheitspolitisch Notwendigem und dem, was der Wirtschaft noch zugemutet werden könne, forderte Dehoga-Hauptgschäftsführerin Ingrid Hartges im „Tagesspiegel“. Vor den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch forderte sie einen „klaren Fahrplan, mit dem Restaurants und Hotels noch vor Ostern wieder öffnen können“.

„Die Politik muss jetzt dringend ihre Hausaufgaben machen und aus den drei Bausteinen Impfen, Schnelltests und digitaler Aufrüstung der Gesundheitsämter ein Konzept entwickeln, das Öffnungen erlaubt und gesellschaftliches Leben ermöglicht“, sagte Hartges der Zeitung. Das Gastgewerbe müsse gleichberechtigt mit anderen Branchen behandelt werden. „Wir sind immer die ersten und es kann nicht sein, dass wir auch die letzten sind, die wieder öffnen dürfen“, sagte sie.

Sieben-Tage-Inzidenz am Montag leicht gesunken

6.20 Uhr: Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 65,4 – und damit etwas niedriger als am Vortag (65,8). Vor vier Wochen, am 2. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 90 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Therapiebedarf von Kindern und Jugendlichen steigt in der Pandemie

5.30 Uhr: In der Corona-Pandemie ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die eine Psychotherapie benötigen, deutlich gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Arztreport der Barmer-Krankenkasse hervor, der dieser Redaktion vorliegt.

Wie eine Auswertung der Versichertendaten zeigt, wuchs die Anzahl der Akutbehandlungen sowie die Zahl der Anträge für eine erstmalige Therapie und deren Verlängerung bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 24 Jahre um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Noch nicht eingerechnet seien dabei diejenigen jungen Patienten, die bereits eine Diagnose bekamen, aber noch keinen Therapeuten gefunden hatten, beziehungsweise sich scheuten, in Zeiten hoher Infektionsrisiken eine Praxis aufzusuchen, so eine Sprecherin.

Wie aus dem Barmer-Arztreport hervorgeht, setzt sich mit dem wachsenden Therapiebedarf bei Kindern und Jugendlichen in der Pandemie eine Entwicklung fort, die Experten seit Jahren besorgt: Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland sind laut Kassen-Report in psychotherapeutischer Behandlung.

Innerhalb von elf Jahren hat sich die Zahl der jungen Patientinnen und Patienten mehr als verdoppelt. Demnach benötigten im Jahr 2019 bundesweit hochgerechnet rund 823.000 Kinder und Jugendliche psychotherapeutische Hilfe, das waren 104 Prozent mehr als im Jahr 2009. Lesen Sie mehr dazu: Corona-Krise – Auf diese Experten hört die Bundeskanzlerin


Marburger Bund warnt vor übereilten Corona-Lockerungen

4.47 Uhr: Vor den Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Pandemie warnen Ärztevertreter vor übereilten Lockerungen der Corona-Auflagen. „Die Öffnungen sollten langsam und stufenweise erfolgen. Es ist wichtig, Folgewirkungen abzuwarten, bevor man den nächsten Schritt macht“, sagte die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, unserer Redaktion.

Zur Begründung verwies Johna auf die Gefahr einer dritten Infektionswelle, die durch hochansteckende Varianten des Corona-Virus ausgelöst werde. Dies betreffe nicht nur ältere Patienten, „auch jüngere, insbesondere Risikopatienten, sind gefährdet“. Solange die Impfkampagne schleppend vorankomme, seien „nach wie vor Millionen von Risikopatienten“ einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt. „Wir reden hier von einem Viertel der Bevölkerung“, verdeutliche Johna. Sollte die dritte Welle vergleichsweise ungebremst auf diese Menschen treffen, komme es zwangsläufig wieder zu einem Anstieg der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen.


Johna plädierte dafür, Öffnungsschritte mit einer deutlichen Ausweitung der Test zu verbinden. „Jedem positiven Schnelltest sollte rasch auch ein PCR-Test folgen, um falsch-positive Ergebnisse auszuschließen und den für die Infektion verantwortlichen Virustyp festzustellen“, sagte die Vorsitzende. Sie mahnte, es gehe darum, die Zeit bis zur massenhaften Impfung aller Impfwilligen zu überbrücken.

„Mit Vorsicht und sehr viel Disziplin bei der Befolgung der Hygienemaßnahmen könnte das gelingen“, sagte die Verbandschefin.


Interaktiv: So wird in Deutschland gegen Corona geimpft

Handwerkspräsident Wollseifer fordert vor Bund-Länder-Treffen Corona-Strategiewechsel

3.30 Uhr:Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, fordert vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch einen Strategiewechsel. „Aus Sicht des Handwerks braucht es im Umgang mit der Corona-Pandemie einen Politikwechsel, der mit einer veränderten Perspektive einhergeht“, sagte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer unserer Redaktion.

„Wir müssen weg von einem reaktivem und situativem Handeln, das bislang die Strategie von Bund und Ländern geprägt hat, und hin zu einem evidenzbasierten, planbaren und damit gestaltenden Vorgehen.“

Der Handwerkspräsident fordert dabei eine Öffnungsstrategie mit bundesweit einheitlichen Kriterien. „Dabei kann nicht allein der Inzidenzwert entscheidend für Öffnungsschritte sein, sondern es müssen weitere Kriterien wie etwa der R-Wert, die Intensivbetten-Belegung in Krankenhäusern, der Impffortschritt, die Verfügbarkeit von Schnell- und Selbsttests oder lokal begrenzte Infektionscluster berücksichtigt werden“, sagte Wollseifer. Auch müssten die Test-Kapazitäten ausgeweitet, weitere technische Möglichkeiten zur Infektionsnachverfolgung geschaffen und das Impfen beschleunigt werden.

Es gehe um den Wohlstand und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands sowie um die wirtschaftliche und soziale Existenz hunderttausender Betriebe, mahnte Wollseifer. „Das derzeitige Einfrieren großer Teile des wirtschaftlichen Lebens in Deutschland kann nur eine Ausnahmesituation sein – und kein Dauerzustand.“ Auch die Gesundheit der Betriebe sei wichtig. „Um eine Gesundung auch unserer Betriebe zu ermöglichen, muss Politik wirtschaftliches Leben wieder zulassen, wo immer das epidemiologisch verantwortbar und bei höchstmöglichem Gesundheitsschutz gewährleistet ist“, sagte der Handwerkspräsident.


Corona-News vom 1. März: Haseloff warnt vor schwindender Akzeptanz der Corona-Maßnahmen

23.00 Uhr: Vor der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) vor einer schwindenden Akzeptanz der Corona-Schutzmaßnahmen gewarnt und für Lockerungen geworben. „Die Menschen sind nach dem Lockdown erschöpft“, sagte der amtierende Bundesratspräsident dieser Redaktion. „Wir wollen verhindern, dass vieles in den illegalen Bereich wandert. Sonst breitet sich das Virus noch stärker aus – und die Wirtschaft nimmt noch größeren Schaden.“

Als Beispiel nannte Haseloff den Sport: „Statt unkontrollierter Sporttreffs von Gruppen können wir Sport bis zu fünf Personen wieder zulassen, wenn die Vereine darauf achten, dass die Hygieneregeln eingehalten werden. Was wir im Moment machen, kann nicht dauerhaft so bleiben.“ Die Menschen müssten sich „irgendwann auch mal wieder Kleidung kaufen oder ins Museum gehen können“, betonte er. „Es gibt existenzielle Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen.“


Bei den Öffnungen dürfe nicht alles an Inzidenzen von 35 oder 50 festgemacht werden, forderte er. „Wir müssen auch fragen, wie es bei den Intensivbetten, bei der Impfquote oder mit der Teststrategie aussieht.“ Zugleich wandte sich Haseloff gegen einheitliche Regeln für alle Bundesländer. „Es wird einen Plan geben. Aber man kann nicht alle Länder und Landkreise über einen Kamm scheren“, sagte er. „Dafür ist das Infektionsgeschehen zu unterschiedlich. Einheitliche Regeln wären auch gerichtlich nicht haltbar.“ Der Ministerpräsident warb für Rückkehrmöglichkeiten zu den bisherigen Regeln. „Wenn wir sehen, dass die Öffnung von Baumärkten zu vermehrten Ansteckungen führt, werden wir das sofort korrigieren“, sagte Haseloff.

Corona-Profiteur: Zoom erwartet weitere Zuwächse

22.49 Uhr: Der Videokonferenz-Dienst Zoom rechnet nach dem explosiven Wachstum in der Corona-Krise auch für dieses Jahr mit einem rasantem Wachstum. Für das angebrochene Geschäftsjahr peilt die Firma ein Umsatzplus von mindestens 42 Prozent an. Anleger feierten die frischen Quartalszahlen und die Prognose mit einem Kurssprung von zeitweise gut elf Prozent im nachbörslichen Handel am Montag. Im Ende Januar abgeschlossenen vergangenen Geschäftsjahr sprang der Umsatz von 623 Millionen auf 2,65 Milliarden Dollar (2,19 Mrd Euro) hoch. Die große Frage ist danach, ob Zoom noch weiter wachsen kann – oder im Corona-Boom sein Marktpotenzial weitgehend ausgeschöpft hat.

Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz auf 882,5 Millionen Dollar von gut 188 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Quartalsgewinn schoss von 15 Millionen auf 260 Millionen Dollar hoch. Im gesamten Geschäftsjahr blieb ein Überschuss von 671,5 Millionen Dollar in der Bilanz – nach vergleichsweise mageren 25 Millionen Dollar im Vorjahr.

Frankreich weitet Anwendung von Astrazeneca-Impfstoff aus

21.50 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie weitet die französische Regierung die Anwendung des Impfstoffs von Astrazeneca aus. Auch Menschen in der Altersgruppe von 65 bis 75 Jahren können nun den Impfstoff dieses Herstellers erhalten, falls sie beispielsweise an Diabetes oder Bluthochdruck leiden, wie Gesundheitsminister Olivier Véran am Montagabend im TV-Sender France 2 ankündigte. Von der Ausweitung seien potenziell rund 2,5 Millionen Franzosen betroffen.

In Frankreich hatte die oberste Gesundheitsbehörde bisher empfohlen, den Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca vorzugsweise bei Erwachsenen unter 65 Jahren einzusetzen. Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Covid-19-Pandemie betroffen, es starben nach Behördenangaben bereits über 86.000 Menschen.


Twitter will Falschinformationen über Corona-Impfungen kennzeichnen

21.52 Uhr: Twitter hat ein stärkeres Vorgehen gegen die Verbreitung falscher Informationen über Corona-Impfungen angekündigt. Ab sofort würden Tweets, die irreführende Informationen rund um das Thema enthalten könnten, entsprechend gekennzeichnet, teilte der Kurznachrichtendienst am Montag mit Verweis auf die Ausweitung der Verteilung von Impfstoffen gegen das Coronavirus mit.

Twitter hatte in der Frühphase der Pandemie vergangenes Jahr zunächst seine Definition zu „schädlichen“ Inhalten ausgeweitet und dann ein härteres Vorgehen gegen Tweets mit falschen Informationen über das Coronavirus angekündigt. Seit der Einführung der neuen Corona- Richtlinie hat das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit mehr als 8400 Tweets entfernt und Maßnahmen gegen 11,5 Millionen Konten ergriffen.

Tschechien ordnet Corona-Massentests in Firmen an

21.15 Uhr: Tschechien ordnet verpflichtende Corona-Massentests in allen mittleren und großen Unternehmen an. Das beschloss die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis auf einer Kabinettssitzung am Montagabend. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen rund 2,1 Millionen Arbeiter und Angestellte mindestens einmal getestet werden. Danach gelten wöchentliche Intervalle. Ausgenommen sind Kleinbetriebe mit weniger als 50 Beschäftigten.

Für Firmen und Mitarbeiter ist die Teilnahme obligatorisch. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten der Corona-Antigen- Tests. Alternativ können auch Selbsttests zum Einsatz kommen, die mit umgerechnet rund zweieinhalb Euro je Test bezuschusst werden. Bei Missachtung drohen den Unternehmen empfindliche Geldstrafen.

Kretschmann dämpft Hoffnung auf weitere Öffnungen – auch bei Schulen

21.07 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Hoffnung auf umfassendere Lockerungen des Lockdowns kurz vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch gedämpft – auch bei den Schulen. Man dürfe nicht riskieren, mit zu schnellen Öffnungen in eine dritte Welle hineinzurauschen, sagte Kretschmann am Montagabend beim TV-Duell des SWR zur Landtagswahl mit CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann. Die Frage sei: „Können wir mehr ins Risiko gehen?“ Man habe jetzt bessere Masken, das Impfen gehe voran, und es stünden mehr Schnelltests zur Verfügung. Es dürfe aber nicht soweit geöffnet werden, „dass wir wieder die Kontrolle über die Pandemie verlieren“.

Kretschmann zeigte sich skeptisch, dass die weiterführenden Schulen – wie von Kultusministerin Eisenmann vorgeschlagen – schon am kommenden Montag schrittweise wieder öffnen können. „Das sehe ich eher nicht“, sagte der Grünen-Politiker. Eisenmann sagte dagegen, man müsse sich jetzt auch mal trauen, bei den Schulen nach der behutsamen Öffnung der Grundschulen einen weiteren Schritt zu tun. Sie bemängelte, dass zwar über die Öffnung von Baumärkten diskutiert werde, man aber bei den Schulen noch warten wolle.


Vor Corona-Gipfel: Spahn warnt vor schnellen Lockerungen

19.27 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor raschen Lockerungen der Corona-Regeln gewarnt. „Wir würden es uns allen nicht verzeihen, aber Sie auch Ihrer Regierung nicht, wenn wir jetzt zu schnell lockerten und auf einmal in vier oder sechs Wochen wieder vor ganz anderen Fragen stünden“, sagte er am Montagabend bei einer Veranstaltung des Mittelstandsverbands BVMW. Auch er habe das Bedürfnis, einen Plan für Schritte zu mehr Normalität zu haben. Aber dennoch könnten Lockerungen nur Schritt für Schritt passieren, allein die Öffnung von Schulen und Kitas führe zu Millionen Bewegungen jeden Tag.

Zugleich zeigte sich der Minister optimistisch. „Wir haben den Weg raus aus der Pandemie begonnen“, sagte er. Dies könne das letzte Frühjahr in der Corona-Pandemie sein, möglicherweise habe man im April das Schlimmste hinter sich. Gerade beim Testen gebe es mit Schnell- und Selbsttests große Fortschritte, die auch konkrete Situationen im Alltag absichern könnten – Gastronomie- und Kinobesuche genauso wie Familientreffen. Auch das Impfen machen einen Unterschied, so gehe die Zahl der Krankenhausaufenthalte von Über-80-Jährigen deutlich zurück.

Gesundheitsminister: Besuchseinschränkungen in Altenheimen lockern

19.21 Uhr: Die Gesundheitsminster der Länder wollen die Besuchseinschränkungen in Senioren- und Pflegeheimen lockern. Den Menschen dort sollten nach Corona-Impfungen wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden, teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Montag nach Beratung mit seinen Amtskollegen mit. Der Vorschlag geht nun an die Ministerpräsidentenkonferenz, die an diesem Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die weiteren Schritte in der Corona-Krise beraten will.

Derzeit gelten in Alten- und Pflegeheimen bundesweit Einschränkungen mit regionalen Unterschieden. In Bayern etwa darf jeder Bewohner pro Tag nur einen Besucher empfangen. Nun wollen die Gesundheitsminister die Besuchsmöglichkeiten zwei Wochen nach Zweitimpfung und bei einer hohen Durchimpfungsrate der Bewohnerinnen und Bewohner erweitern. Sobald Corona-Infektionen gemeldet werden, soll es jedoch wie bisher bei Besuchsverboten bleiben.


Britische Studie beweist Effektivität der Corona-Impfstoffe

19.10 Uhr: Die Impfstoffe von Astrazeneca sowie Biontech und Pfizer haben sich nach einer neuen britischen Studie als sehr effektiv erwiesen. Beide Vakzine würden nach einer Dosis zu mindestens 60 Prozent schützen, teilte die Gesundheitsbehörde Public Health England am Montag mit. Noch besser sei die Wirkung auf Krankenhausaufenthalte: Diese würden bei über 80-Jährigen um 80 Prozent sinken. Auch die Sterblichkeit sei bereits nach einer Impfung deutlich zurückgegangen – um 85 Prozent bei über 70-Jährigen. Hier lagen zunächst nur Daten für den Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer vor.

„Wenn wir geduldig sind und diesem Impfprogramm Zeit geben, seine volle Wirkung zu entfalten, wird es uns hoffentlich in den nächsten Monaten eine ganz andere Welt ermöglichen“, sagte der stellvertretende medizinische Chefberater der Regierung, Jonathan Van-Tam. Gesundheitsminister Matt Hancock betonte, in der Gruppe der über 80-Jährigen seien zuletzt deutlich weniger Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Auch die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken sei deutlich zurückgegangen. Dies seien Effekte des Impfprogramms.

WHO meldet weltweit steigende Corona-Zahlen

19.05 Uhr: Die weltweit gemeldeten Corona-Infektionszahlen steigen wieder. Nach sechs Wochen mit sinkender Tendenz gebe es nun wieder einen Zuwachs, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf. Abgesehen von Afrika und der Region im westlichen Pazifik sei überall ein Aufwärtstrend zu beobachten. „Das ist enttäuschend, aber nicht überraschend.“ Ursachen könnten die Corona-Lockerungen und die ansteckenderen Varianten des Virus sein – „und dass die Menschen weniger vorsichtig werden“, sagte Tedros.

Der WHO-Chef ermahnte die internationale Gemeinschaft erneut, nicht allein auf Impfungen zu setzen. Grundsätzliche Hygieneregeln seien weiterhin Fundament der Pandemie-Bekämpfung. Erfreulich sei, dass endlich die Impfung von medizinischem Personal in den ärmeren Ländern begonnen habe, zum Beispiel in Ghana und der Elfenbeinküste. Bis Ende Mai erwarte die WHO, dass 237 Millionen Dosen Impfstoff zur Verteilung in 142 ärmeren Ländern bereitstünden. Tedros fügte hinzu: „Es ist bedauerlich, dass dies beinahe drei Monate nach dem Impfstart in manch besonders reichen Ländern passiert.“

Altmaier und Länder-Wirtschaftsminister wollen Öffnungsschritte schon im März

18.46 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die Wirtschaftsminister der Länder dringen auf branchenübergreifende Öffnungsschritte aus dem Lockdown bereits im März. In einem mit den Wirtschaftsverbänden abgestimmten Öffnungskonzept, das der NachrichtenagenturAFP am Montag vorlag, rücken sie dabei von der „ausschließlichen Orientierung“ an bundesweiten Inzidenzwerten ab. Der Einzelhandel forderte vor den Bund-Länder-Beratungen erneut dringend eine Öffnung der Geschäfte bereits ab kommender Woche.

Die große Mehrzahl der Verbände und der Landeswirtschaftsminister habe sich „nachdrücklich für verantwortliche branchenübergreifende Öffnungsschritte bereits im Monat März ausgesprochen“, heißt es in dem Papier. Das schließe den Einzelhandel und die Gastronomie mit ein, „jedenfalls im Außenbereich“. Zudem müsse es darüber hinaus eine „klare und vorausschaubare Perspektive“ für weitere Öffnungsschritte geben. Vom Inzidenzwert als alleinigem Merkmal rücken die Beteiligten dabei ab: „Eine bundesweite durchschnittliche Inzidenz besagt wenig über die Lage in einzelnen Bundesländern und Landkreisen“, heißt es in den Forderungen.


Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich nicht öffentlich impfen lassen

18.32 Uhr: In der Frage nach der öffentlichen Impfung von Politikerinnen und Politikern, um das Image des Astrazeneca-Impfstoffs aufzupolieren, zeigte sich die Bundesregierung zurückhaltend. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich derzeit nicht im Fernsehen mit Astrazeneca-Impfstoff impfen lassen, wie Seibert deutlich machte. Das hatte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, vorgeschlagen.

Seibert erläuterte, Merkel habe immer wieder gesagt, sie lasse sich dann impfen, wenn sie an der Reihe sei. Merkel sei zudem 66 Jahre alt, und derzeit sei der Impfstoff nur für Unter-65-Jährige empfohlen, so Seibert. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hingegen würde sich „sofort mit Astrazeneca impfen lassen“, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sowohl Seibert als auch Müller wiesen auf die Sicherheit des Impfstoffs hin. Lesen Sie auch: Astrazeneca-Impfstoff: Überraschende Wirkung bei Älteren

Corona-Impfungen bei niedergelassenen Ärzten sollen laut Spahn im April starten

17.50 Uhr: Im April sollen die niedergelassenen Ärzte mit den Corona-Schutzimpfungen beginnen. Das geht aus einem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Änderung der Nationalen Impfstrategie hervor, der unserer Redaktion vorliegt. „Ich habe großes Vertrauen in die Hausärzte, dass sie diese Herausforderungen gut bewältigen werden“, sagte Spahn dazu am Montag in der Schaltkonferenz mit den Gesundheitsministern der Länder.

Zur Begründung des Schrittes heißt es in Spahns Vorschlag: „In den meisten Ländern wird die Zahl der verfügbaren Impfdosen bereits im April die von den Ländern gemeldeten maximalen Kapazitäten in den Impfzentren übersteigen.“ Das Gesundheitsministerium bereite „für den April den Übergang in die nächste Phase der Nationalen Impfstrategie“ vor. In dieser Phase sollen die haus- und fachärztlichen Praxen, die in der Regelversorgung routinemäßig Schutzimpfungen anbieten, umfassend in die Impfkampagne eingebunden werden. Die Impfzentren und mobilen Impfteams der Länder würden aber parallel weiter benötigt und zur besseren Planung ab April kontinuierlich mit der gleichen Menge Impfdosen wöchentlich beliefert.


Die Priorisierung der Coronavirus-Impfverordnung soll demnach im Grundsatz auch für die Impfungen in den Arztpraxen gelten. Die tatsächliche Entscheidung der Priorisierung aber erfolge „nach jeweiliger ärztlicher Einschätzung vor Ort“, heißt es in Spahns Vorschlag. Dies werde helfen, in dieser Phase eine flexiblere Umsetzung von Impfungen zu ermöglichen.

Ab April sollen zudem Betriebsärzte eine wichtige Rolle spielen: „In einem weiteren Schritt werden diese bzw. die Unternehmen im Laufe des zweiten Quartals verstärkt in die Impfkampagne eingebunden“, heißt es in Spahns Vorschlag. Gespräche zur Vorbereitung dieses Schrittes liefen bereits mit der BDA und den Verbänden der Betriebsärzte.

Deutsche Crews der Ryanair-Gruppe weiter ohne Kurzarbeitergeld

17.10 Uhr: Die in Deutschland stationierten Crews der Ryanair-Gruppe müssen weiterhin ohne Kurzarbeitergeld aus den Kassen der Bundesagentur für Arbeit zurechtkommen. Die Ryanair-Tochter Malta Air und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) forderten am Montag gemeinsam die Arbeitsagentur Köln sowie die Bundesregierung auf, die Mitarbeiter genauso zu behandeln wie die Kollegen von anderen Fluggesellschaften. Malta Air hatte im vergangenen Jahr sowohl mit der VC als auch mit der Gewerkschaft Verdi Krisen-Vereinbarungen für die rund 1000 Piloten und Flugbegleiter geschlossen. Beide Seiten waren davon ausgegangen, dass in Deutschland Kurzarbeitergeld gezahlt wird.

Nach Berichten aus dem vergangenen Sommer bezweifeln die deutschen Behörden aber, dass Malta Air in Deutschland einen Flugbetrieb unterhält. Darum wird laut Ryanair auch vor Gericht gestritten. Die Arbeitsagentur wollte sich unter Hinweis auf das laufende Gerichtsverfahren nicht zu dem Vorgang äußern.

Merkel: Corona-Krise unterstreicht Bedeutung des Artenschutzes

17.00 Uhr: Die Corona-Pandemie macht aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Bedeutung des Artenschutzes deutlich. „Denn der Rückgang der Artenvielfalt und das Vordringen des Menschen in sensible Naturräume erhöhen die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern“, sagte Merkel am Montag in einem Grußwort zum 30-jährigen Bestehen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück. Die Pandemie habe einmal mehr auf dramatische Weise die Abhängigkeit von der Natur und der Umwelt ins Bewusstsein gerufen.

Bericht: Bundesregierung will Ausbildungsprämie verdoppeln

16.55 Uhr: Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge die Ausbildungsprämie in der Corona-Krise verdoppeln. Sie soll ab dem 1. Juni einmalig 4000 Euro betragen, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagausgaben) unter Berufung auf einen Änderungsentwurf des Bundesarbeits- und des Bundesbildungsministeriums für die Förderrichtlinie des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ berichteten. Auch die Zahl der Betriebe, die für die Förderung infrage kommen, soll demnach größer werden. Die Corona-Ausbildungsprämie soll dafür sorgen, dass Unternehmen trotz der Corona-Krise weiter so viel ausbilden wie bisher. Im aktuellen Ausbildungsjahr erhalten kleine und mittlere Betriebe eine Prämie von 2000 Euro je neuem Ausbildungsvertrag, wenn sie die Zahl ihrer Lehrlinge konstant halten.

Nach Lockdown-Lockerung: Viel Andrang im Tierpark Neumünster

16.41 Uhr: Fast zwei Monate nach der coronabedingten Schließung hat der Tierpark Neumünster am Montagvormittag wieder geöffnet. Schon am Morgen gab es bei kühlen Temperaturen und verhangenem Himmel einen größeren Besucheransturm vor allem aus Hamburg, wo die Ferien begonnen haben. Eltern und Großeltern mit Kindern nutzten die Gelegenheit zu einem Ausflug. Am Vormittag seien mit 250 Personen bereits so viele Besucher auf dem Gelände wie manchmal an einem ganzen Tag, sagte Tierpark-Chefin Verena Kaspari. „Wir sind total happy, dass wir nach elf Wochen wieder öffnen dürfen. So ein großer Tierpark ohne Besucher ist gespenstisch.“


Impf-Debatte um AfD-Fraktionschef: Bezirksregierung prüft Fall

16.32 Uhr: In die Impf-Vordrängler-Debatte um den nordrhein-westfälischen AfD-Fraktionschef Markus Wagner hat sich nun die Bezirksregierung Detmold eingeschaltet. „Die Bezirksregierung geht dem Fall nach. Hierzu hat sie den Kreis Minden-Lübbecke um Bericht gebeten. Sobald der Bericht vorliegt, wird die Bezirksregierung den Sachverhalt eingehend prüfen“, sagte ein Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Wagner hatte zunächst dem WDR bestätigt, dass er als Betreiber einer Einrichtung der Eingliederungshilfe für psychisch Erkrankte selbst bereits geimpft wurde. Am Wochenende wurde dann bekannt, dass auch sein Sohn (16) und seine Schwiegermutter (81) in der Einrichtung geimpft worden waren.

Er lege Wert darauf, Bewohner und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, betonte Wagner auf dpa-Anfrage. Am Tag der Impfung sei die Impfmenge lange nicht ausgeschöpft gewesen, so dass auch seine 81-jährige Schwiegermutter immunisiert werden konnte, außerdem einige Feuerwehrleute. Dadurch sei aber „niemandem eine Impfung vorenthalten“ worden.

Mit Corona infizierte Düsseldorfer Arzthelferin hatte bis zu 600 Kontakte

16.08 Uhr: Die mit der ansteckenderen britischen Variante des Coronavirus infizierte Düsseldorfer Arzthelferin hatte zu noch mehr Menschen Kontakt als bislang bekannt. Sie sei mit bis zu 600 Personen in Kontakt gekommen, teilte die Stadt Düsseldorf am Montag auf Anfrage mit. Am Wochenende war von 450 möglichen Kontaktpersonen die Rede. Die Frau soll zeitweise ohne Schutzmaske und trotz Krankheitssymptomen gearbeitet haben. Die Arztpraxis wurde geschlossen. Von den rund 600 möglichen Kontakten seien bis Montag 60 Prozent telefonisch erreicht worden. Jeder Einzelfall werde geprüft und je nach Kontakt wird für die Personen Quarantäne verordnet.

Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass die Fachangestellte keine Maske getragen hat, habe sie gegen die Coronaschutz-Verordnung verstoßen. Strafrechtliche Konsequenzen würden derzeit geprüft.

Astrazeneca-Impfstau droht weiter zu wachsen

15.55 Uhr: Mit der erwarteten Lieferung von über einer Million Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs könnte sich der Impfstau in den Bundesländern bis Ende der Woche vergrößern. Bis Donnerstag sollen knapp 1,1 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca geliefert werden, insgesamt erhöht sich die Liefermenge damit auf fast 3,2 Millionen, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Bis einschließlich Sonntag haben nach Zahlen des Robert Koch-Instituts aber nur rund 455.000 Menschen eine Impfung mit Astrazeneca erhalten. Davon sind rund 91.000 Menschen am Samstag und Sonntag geimpft worden.

Eine grundsätzliche Freigabe des Astrazeneca-Impfstoffs für Menschen abseits der Vorranggruppen lehnt die Bundesregierung derzeit ab. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuletzt eine weniger starre Priorisierung für Astrazeneca ins Gespräch gebracht, um den Rückstand möglichst schnell abzubauen. Außerdem regte er am Montag an, Hausärzte, Betriebsärzte oder Schulärzte Astrazeneca auch abseits der Impfzentren impfen zu lassen.

Kritik an fehlenden Impfterminen für chronisch Kranke

15.27 Uhr: Menschen mit Vorerkrankungen wie Demenz, Diabetes oder Fettleibigkeit sollen bald gegen Covid-19 geimpft werden – doch in der Praxis kommen sie bisher kaum an Termine. Das Problem ist laut dem niedersächsischen Corona-Krisenstab, dass die Länder für die Zuordnung nicht auf die Daten der Krankenkassen zurückgreifen dürfen und diese außerdem unvollständig seien. „Dafür bräuchte es eine Rechtsgrundlage durch Änderung der Impfverordnung“, sagte auch der Leiter des Verbands der Ersatzkassen (vdek) in Niedersachsen, Jörg Niemann, der „Bild“-Zeitung (Montag). Die Patienten, die wegen einer Erkrankung die zweithöchste Impfpriorität haben, müssten sich für eine Bescheinigung stattdessen an ihre Arztpraxis wenden.

Die FDP-Politikerin Susanne Schütz bezeichnete es als „inakzeptabel“, dass chronisch Kranke derzeit keine Impftermine bekämen. „Während Tausende Impfdosen ungenutzt herumliegen, schafft Niedersachsen es nicht, diese Hochrisikogruppe schnellstmöglich zu schützen“, kritisierte die Landtagsabgeordnete. Laut Krisenstab umfasst die Gruppe der Vorerkrankten in Niedersachsen bis zu 800 000 Menschen.

Gewerkschaft der Polizei fordert mehr gemeinsame Corona-Kontrollen

15.23 Uhr: Um die Einhaltung der Corona-Regeln besser überprüfen zu können, hat die Hamburger Polizeigewerkschaft (GdP) mehr gemeinsame Kontrollen mit den jeweiligen Fachbehörden gefordert. In den vergangenen Monaten habe sich bei den Einsätzen „viel Kompetenz-Wirrwarr“ gezeigt, sagte Hamburgs GdP-Chef Horst Niens am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Richtiger wären noch mehr sogenannte Verbundeinsätze, mit denen die fachlichen Kompetenzen gleich mit ins Boot geholt werden.“ Das könnten Vertreter der Gewerbe-, Gesundheits- oder Ordnungsämter sowie des Zolls sein.


Ministerium schlägt zwei Gratis-Schnelltests pro Woche für alle vor

15.02 Uhr: Mit Blick auf mögliche weitere Corona-Öffnungen hat das Bundesgesundheitsministerium Überlegungen für deutlich mehr Tests für alle Bürger konkretisiert. Jedermann soll demnach zweimal wöchentlich kostenlos einen Schnelltest durch geschultes Personal machen lassen können – etwa in Testzentren oder Praxen, aber auch bei weiteren Dienstleistern. Das geht aus einem neuen Vorschlag des Ministeriums von Montag hervor, der auch den Ländern zugeleitet wurde. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Diese Möglichkeiten zu „Bürgertests“ sollen vorerst bis Ende Juni angeboten werden, für Anfang Juni ist eine Evaluation geplant. Der konkrete Starttermin im März ist laut dem Vorschlag noch offen.

„Gesellschaftliche Ächtung“: Laumann verurteilt Impf-Vordrängler

14.50 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sogenannte Impf-Vordrängler scharf kritisiert. Er habe volles Verständnis, dass bekannt gewordene Fälle den Menschen „zurecht richtig – wie man in Westfalen sagt – sauer aufstoßen“, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. „Die gesellschaftliche Ächtung darüber steht außer Frage“, sagte der Minister weiter. Der CDU-Politiker sieht nach eigenen Worten kein „Massenproblem“, aber ein „Gerechtigkeitsproblem“. Laumann betonte – ohne Namen zu nennen – die Einzelfälle hätten negative Auswirkungen auf das Vertrauen in das Impfsystem.

NRW: Impfstart für Über-70-Jährigen Ende April/Anfang Mai

14.33 Uhr: Der Impfstart für die nächstfolgende Altersgruppe der Über-70-Jährigen wird nach Einschätzung von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) Ende April/Anfang Mai in Nordrhein-Westfalen erfolgen. Diesen Zeitpunkt nannte er am Montag in Düsseldorf auf der Basis der erwarteten Impfstoffmengen. Die Altersgruppe der Über-70- bis Unter-80-Jährigen umfasse in NRW insgesamt etwa 1,6 Millionen Menschen. Die ältesten Jahrgänge sollen zuerst ein Impfangebot bekommen. Offen sei noch, ob ein Jahrgang nacheinander oder gleich zwei Jahrgänge zusammengenommen eingeladen werden.

30 Corona-Verstöße: Zwei Polizeieinsätze wegen privater Feiern

14.30 Uhr: Die Polizei in Gelsenkirchen hat zwei private Feiern mit insgesamt 30 Personen aufgelöst. Am Samstagabend seien die Beamten zu einem Zusammentreffen in einem Wohnhaus von elf Erwachsenen und sechs Kindern gerufen worden, teilte die Polizei mit. Am Montagmorgen gegen 1.20 Uhr rückten Polizeikräfte erneut aus, um eine Party mit sieben Erwachsenen und sechs Kindern bei lautstarker Musik aufzulösen. In allen Fällen wurden Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung verzeichnet und Anzeigen geschrieben.

Brandenburg sieht keine Impfung aller über 18 in Hotspots

14.18 Uhr: Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat zurückhaltend auf Vorschläge aus Sachsen und Bayern nach einer Ausweitung der Impfungen reagiert. „Ich denke, wir haben jetzt erstmal alle Hände voll zu tun, die Prio 1 noch zu impfen“, sagte Nonnemacher am Montag in Potsdam mit Blick auf die Impfungen für über 80-Jährige, Pflegeheimbewohner und Mitarbeiter in Medizin und Pflege.

Es seien auch sehr große Gruppen, für die nun mit dem Impfstoff von Astrazeneca Impfungen möglich wurden – für Menschen mit schweren Vorerkrankungen und mit Behinderungen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte vorgeschlagen, der gesamten Bevölkerung über 18 Jahren in Hotspot-Regionen an der Grenze bald ein Impfangebot machen zu können.

Corona gibt Paketdienstleister DPD einen Wachstumsschub

14.12 Uhr: Die Corona-Pandemie hat dem Paketdienstleister DPD einen kräftigen Schub gegeben. Der Umsatz sei in Deutschland 2020 um etwa 14 Prozent auf mehr als 2 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Tochter der französischen Post am Montag in Aschaffenburg mit. 2019 hatte das Plus bei 4,5 Prozent gelegen. Der Zuwachs bei der Sendungsmenge lag 2020 mit 13 Prozent ähnlich hoch wie der Anstieg der Erlöse. Grund für die Entwicklung war der in Coronazeiten boomende Online-Handel – viele Menschen bestellen sich Waren im Internet, weil die Geschäfte geschlossen sind oder sie den Gang in die Läden meiden wollen.


Sechs Coronafälle bei Energie Cottbus: Quarantäne bis 11. März

14.03 Uhr: Die Fußballer von Regionalligist Energie Cottbus müssen sich wegen mehrere Coronafälle im Team in Quarantäne begeben. Wie der Viertligist am Montag bestätigte sind insgesamt sechs Spieler positiv getestet worden. Zuvor hatte die „Lausitzer Rundschau“ darüber berichtet. Nach einem positiven Test im familiären Umfeld hatte sich ein Spieler ebenfalls angesteckt. Die folgende Testung aller Energie-Akteure ergab fünf weitere positive Fälle.

SPD-Landeschefin fordert mehr Freiheit im Freien

13.59 Uhr: Die SPD-Spitze in Schleswig-Holstein verlangt eine Entschärfung der Kontaktregeln in der Corona-Pandemie. „Konkret sollten die für viele unverständlichen Verweilverbote im Freien aufgehoben werden“, sagte die Landesvorsitzende Serpil Midyatli am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Zudem kann zum Beispiel die Außengastronomie dadurch früher geöffnet werden.“ Midyatli verwies auf „inzwischen sehr verlässliche Erkenntnisse, dass im Freien kaum Infektionen stattfinden. Das bessere Wetter sollten wir für mehr Freiheiten nutzen.“ Derzeit dürfen sich im Norden die Mitglieder eines Hausstandes nur mit einer weiteren Person treffen, auch im Freien. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat mittlerweile angekündigt, dass die Regel für den Außenbereich auf fünf Personen oder zwei Haushalte geändert werden soll.

Mehr Impfungen ab April in NRW – auch in Schwerpunktpraxen

13.52 Uhr: In NRW sollen ab 1. April die Impfkapazitäten erhöht werden. Dazu sollen die Kreise und kreisfreien Städte jeweils mit bis zu fünf Schwerpunktpraxen kooperieren können, wie aus einem Erlass des Landesgesundheitsministeriums hervorgeht. Der Entwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. In dem Erlass heißt es, dass angesichts der „zu erwartenden steigenden Impfstoffmengen“ statt 7000 Impfungen im Monat pro 70 000 Einwohner dann 8000 Impfungen im Monat pro 70 000 Einwohner möglich sein müssen. Dafür könne pro Kreis oder kreisfreier Stadt ein weiteres Impfzentrum eröffnet werden. „Ebenfalls ermöglicht wird die Kooperation mit Schwerpunktpraxen“, heißt es im Erlass.

Urteil: Pandemie begründet keine Befreiung von Rundfunkbeitrag

13.45 Uhr: Personen mit Schwerbehinderung können sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Eine Voraussetzung: Betroffene haben dauerhaft einen Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 80 und können wegen ihres Leidens an öffentlichen Veranstaltungen ständig nicht teilnehmen. Die Zugehörigkeit zu einer Covid-19-Risikogruppe rechtfertigt die Befreiung aber nicht. Das Rechtsportal des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Sozialgerichts Osnabrück (Az.: S 30 SB 245/18).


Impfstart für Teile der NRW-Polizei am 8. März

13.33 Uhr: Die Impfungen von Polizisten mit „einem hohen Infektionsrisiko durch regelmäßigen Bürgerkontakt“ sollen in Nordrhein-Westfalen am 8. März beginnen. Das geht aus dem Impferlass des NRW-Gesundheitsministeriums hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach sollen zunächst Impfungen von Einsatzhundertschaften Priorität haben.

Ghanas Präsident bekommt weltweit erste Covax-Impfung

13.40 Uhr: Ghanas Präsident Nana Akufo-Addo hat als erster Mensch weltweit von der internationalen Covax-Impfinitiative profitiert. Er wolle mit gutem Beispiel vorangehen und allen Menschen in Ghana zeigen, dass die Impfung gegen das Coronavirus sicher sei, sagte der 76-Jährige am Montag, bevor er vor laufenden Kameras eine erste Spritze des Astrazeneca-Impfstoffs erhielt. Anschließend wurde auch Akufo-Addos Frau Rebecca geimpft. Die Covax-Initiative setzt sich für eine faire weltweite Verteilung der Corona-Vakzine ein. Sie will sicherstellen, dass noch in diesem Jahr in jedem Land – darunter vor allem in den armen Staaten – die am stärksten gefährdeten 20 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft werden können.

Nach Lockdown: Bulgarien öffnet Gastronomie

13.33 Uhr: In Bulgarien haben Cafés und Restaurants seit Montag nach dreimonatigem Corona-Lockdown unter Auflagen wieder geöffnet. An einem Tisch dürfen höchstens sechs Kunden Platz nehmen. Das Personal muss Mund-Nasen-Schutz tragen. Die von Regierungschef Boiko Borissow seit Wochen versprochene Öffnung der Gastronomie erfolgte trotz steigender Corona-Fallzahlen.


Brandenburg kündigt mehr Impfungen an – Start auch in Arztpraxen

13.25 Uhr: Brandenburg will die Impfungen gegen das Coronavirus deutlich ausweiten. Dafür sollten 17 000 weitere Termine freigegeben werden, kündigte der Vize-Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Brandenburg, Holger Rostek, am Montag in Potsdam an. In den elf Impfzentren würden spätestens ab 8. März die Öffnungszeiten erweitert bis auf 20 Uhr und Samstag. „Es wird alles bis März verimpft, was da ist.“ Die Online-Terminvergabe für 18- bis 64-Jährige ist laut Rostek gut angelaufen. Seit kurzem können sich auch Lehrer und Erzieher in Impfzentren impfen lassen – bald zudem in sechs Krankenhäusern in Schwedt, Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Senftenberg, Strausberg und Potsdam.

Corona-Selbsttests ab kommender Woche bei Drogeriekette dm erhältlich

13.20 Uhr: Bei der Drogeriemarktkette dm können Kundinnen und Kunden ab kommender Woche Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung kaufen. Die Tests seien „voraussichtlich“ ab dem 9. März erhältlich, sofern der Hersteller die Lieferzusagen einhalte, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Tests würden „so günstig wie möglich“ angeboten, hieß es. Auf Nachfrage wollte die Kette jedoch noch „keine genauen Angaben zum Verkaufspreis“ machen, da dazu noch Gespräche liefen. Es sei „wichtig, dass sich das Leben so rasch und so weit wie möglich wieder normalisiert“, hieß es in der Mitteilung von dm weiter. Dazu wolle das Unternehmen beitragen. Die Abgabemenge werde allerdings zunächst „pro Person limitiert“, hieß es weiter. Sobald es weitere Lieferungen und weitere zugelassene Tests gebe, entfalle die Begrenzung wieder.

Rossmann arbeite mit Hochdruck daran, auch Tests anderer Hersteller ins Angebot aufnehmen zu können. Andere Einzelhändler planen ebenfalls den Einstieg in dieses Produktsegment, machen dies aber von der Verfügbarkeit abhängig und nennen noch keinen Termin für den Verkaufsstart. Aldi Süd will den Verkauf „in Kürze“ starten. Auch Edeka sitzt an dem Vorhaben, macht hierbei aber keine Angaben für einen möglichen Verkaufsbeginn. Lidl und Rewe teilten mit, so eine Sortimentserweiterung zu prüfen. Lesen Sie dazu: Drogeriekette dm will Schnelltests ab 9. März verkaufen

Verdi pocht auf Schutz für Beschäftigte bei Corona-Öffnungen

13.10 Uhr: Vor den Bund-Länder-Beratungen zu möglichen weiteren Öffnungen des Corona-Lockdowns pocht die Gewerkschaft Verdi auf Schutz für die Beschäftigten. Auch wenn jetzt durch eine Reihe von Wirtschaftsverbänden massiver Druck aufgebaut werde, müsse die Begrenzung des Infektionsgeschehens weiterhin Priorität haben, sagte der Vorsitzende Frank Werneke am Montag. Nötig sei endlich eine Schutzstrategie etwa für Erzieherinnen und Erzieher und Mitarbeiter im Einzelhandel. Es sei gut, dass Beschäftigte in Kitas und Schulen nun früher geimpft werden sollten, sagte Werneke. „Jetzt müssen die Länder aber Tempo machen, damit die Einrichtungen den Kindern wieder ohne unvertretbare Risiken offenstehen können.“

Astrazeneca-Empfehlung soll geprüft werden – Zustimmung aus Rheinland-Pfalz

12.49 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Ankündigung der Ständigen Impfkommission in Deutschland (Stiko) begrüßt, die Empfehlung für den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca zu überdenken.

„Was gut wäre ist, wenn die Ankündigung der Stiko, dass Astrazeneca auch für Ältere geimpft werden kann, dass das käme“, sagte Dreyer am Montag in Mainz. Der Chef der Stiko, Thomas Mertens, hatte angekündigt, es werde „sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen“.

NRW startet am 8. März mit Impfungen von Personal in Kitas und Schulen

12.22 Uhr: Nordrhein-Westfalen startet am 8. März mit Impfungen für das Personal in Kitas und Schulen. Das kündigte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Montag in Düsseldorf an. Stamp sprach von einem Befreiungsschlag für Beschäftigte und Familien.

Um die 186.000 Kita-Erzieher sowie um 89.000 Lehrer an den Grund-, Förder- und Sonderschulen können ab kommenden Montag eine erste Spritze bekommen.

Trotz Lockdown: Stimmung bei den Verbrauchern wird besser

11.35 Uhr: Der Einzelhandel in Deutschland darf sich wohl auf einen Frühjahrs-Lichtblick freuen. Die Stimmung bei den Verbrauchern hat sich nach monatelanger Talfahrt verbessert – erstmals seit dem vergangenen Oktober ist das Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) wieder gestiegen.


Zwar bleibe der Index noch immer hinter seinem Wert aus dem Vorjahresmonat zurück, doch unter Verbrauchern setze sich nach dem bundesweiten Anlaufen der Impfungen ein leichter Optimismus durch, berichtete der HDE am Montag in Berlin. Der Umfragezeitraum endete allerdings, bevor der Trend sinkender Corona-Infektionszahlen zum Erliegen kam. Deshalb gebe es bei der Verbraucherstimmung noch starke Unwägbarkeiten, betonte der HDE.

Die Verbraucher blicken demnach zuversichtlich auf die Entwicklung der Konjunktur. Die Anschaffungsneigung steigt, die Sparneigung stagniert. Das könnte in Verbindung mit Lockerungsmaßnahmen ein kräftiges Konsumwachstum im zweiten Quartal begünstigen, hofft der Verband.


Bayern und Sachsen fordern Hilfe – und wollen Tschechien unterstützen

11.10 Uhr: Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Bayern, Michael Kretschmer (CDU) und Markus Söder (CSU) haben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz Hilfe von der Bundesregierung und der EU gefordert.

  • Für die Corona-Hotspots in den beiden Bundesländern wünschen sie sich „zusätzliche Impfstofflieferungen“, sagte Söder
  • Kretschmer schlug vor, in Hotspots allen Menschen über 18 ein Impfangebot zu machen
  • Beide Ländern wollen zu dem Tschechien unterstützen, die Coronakrise besser zu bewältigen. „Wir müssen das Herz Europas unterstützen, das leidet besonders unter Corona“, sagte Söder
  • Dazu sollen aus Bayern und Sachsen Schnelltests in das Nachbarland geliefert und Patienten zur Behandlung nach Deutschland geholt werden

Dritte Corona-Welle? Söder warnt vor „Öffnungsrausch“ und „Blindflug“

10.40 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor einem „Blindflug in die dritte Welle“ hinein gewarnt. Es dürfe in den anstehenden Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch „kein Öffnungsrausch“ entstehen, sondern es müsse „ein kluges und ausbalanciertes Öffnen“ geben, sagte Söder am Montag in München. „Wir müssen die richtige Balance finden zwischen Vorsicht und Öffnen.“


Söder befürwortete eine regionale Differenzierung bei den weiteren Corona-Maßnahmen. Allerdings dürfe daraus „kein reiner Wildwuchs“ werden. Große Hoffnungen lege er auf die Corona-Schnelltests, die eine echte Hoffnungschance seien. Allerdings seien die Schnelltests keine „Schnellwaffe“, sie lägen nicht sofort in ausreichender Zahl vor.


Kliniken bauten in den letzten Jahren 38.000 öffentliche Betten ab

10.20 Uhr: Gesundheitsversorgung liegt in Deutschland zunehmend in privater Hand. In den 15 Jahren vor Ausbruch der Corona-Pandemie sind in Deutschland 38.000 Betten in öffentlichen Kliniken abgebaut worden. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtete zuerst.

206 öffentliche Kliniken wurden im selben Zeitraum geschlossen. Demgegenüber steht ein Aufwuchs von 154 privaten Häusern und 30.000 Betten in privaten Kliniken. Allein im Vor-Corona-Jahr wurden so viele Betten gestrichen wie in den acht vorangegangenen Jahren insgesamt. 4000 Betten sind zwischen 2018 und 2019 weggefallen. Bei freigemeinnützigen Trägern lag das Minus bei 173 Häusern und 22.000 Betten.

England sucht nach Patient mit brasilianischer Corona-Mutation

9.45 Uhr: In Großbritannien suchen die Behörden derzeit mit Hochdruck nach einem Patienten, der positiv auf eine Ansteckung mit der brasilianischen Coronavirus-Variante P.1 getestet worden war. „Wir müssen die Person so schnell wie möglich finden“, sagte Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi im BBC-Interview.

Die gesuchte Person habe bei ihrem Corona-Test nicht ihre Kontaktdaten angegeben und sei deshalb bislang nicht aufgefunden worden, teilte die Behörde Public Health England am Sonntag mit. Auch am Montag ging die Suche weiter.


Grüne fordern Alternativen zu strengem Lockdown

9.20 Uhr: Die Grünen fordern Alternativen zum strengen Corona-Lockdown und flankierende Maßnahmen für schrittweise Öffnungen. „Wenn Beschränkungen keinen Beitrag mehr zur Eindämmung der Infektion leisten, dürfen sie nicht aufrechterhalten werden“, schreiben Grünen-Chef Robert Habeck und Gesundheitsexperte Janosch Dahmen.

In einem Strategiepapier schlagen die beiden unter anderem vor, dass jeder Bürger sich „mindestens zwei Mal in der Woche“ auf das Coronavirus testen können soll, wie der „Spiegel“ am Montag berichtete. Schnelltests sollten für Menschen, die Sozialleistungen beziehen, kostenlos sein.

In digitalen Impfnachweisen sehen die Grünen-Politiker aber keinen Freifahrtschein für Geimpfte. Digitale Nachweise eines aktuellen Negativtests, der Nachweis von aktueller Immunität durch überstandene Krankheit (aktueller Antikörpertiter) und Impfungen sind dann gleichzustellen“, heißt es in dem Papier. Damit würde eine „rechtliche Ungleichbehandlung von Geimpften und Nichtgeimpften vermieden“.


Familienministerin lehnt Lockdown bis April ab

9.00 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) erhofft sich von den Bund-Länder-Gesprächen am Mittwoch Lockerungen der Corona-Beschränkungen. „Für mich ist ganz klar, dass es Öffnungsschritte geben muss“, sagte Giffey dem „Handelsblatt“.

„Die neuen Entwicklungen bei der Zulassung von Selbsttests und das begonnene Impfen geben Rückenwind dafür.“ Eine Verlängerung des Lockdowns bis April, wie ihn die Intensiv- und Notfallmediziner fordern, lehnte sie ab.

Es sei allerdings nicht verantwortbar, alles gleichzeitig zu öffnen, stellte Giffey klar: „Das Öffnen muss stufenweise geschehen und verantwortlich sein.“


Mehrheit in Deutschland lehnt Öffnung von Fußballstadien vor Saisonende ab

8.50 Uhr: In Deutschland findet ein vorzeitiges Lockdown-Ende für Fußballstadien derzeit keine Mehrheit. 61 Prozent der Befragten in Deutschland wollen nicht, dass bis zum letzten Spieltag im Mai wieder Zuschauer in den Arenen zugelassen werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.

Vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Pandemie am Mittwoch waren nur 23 Prozent der Befragten dafür, die Stadiontore bald wieder für Fans zu öffnen.


Friseure öffnen am Montag – Hamburger empfing erste Kunden um Mitternacht

8.40 Uhr: Seit Montag dürfen die seit Wochen geschlossenen Friseure wieder öffnen. So mancher wollte seine Kunden so früh wie möglich bedienen können und öffnete bereits um Mitternacht. So wie Henry Riehl, der zwei Läden mit Namen „Stadtteil Friseur“ betreibt. In seinem Salon im Stadtteil Barmbek bediente er zu der frühen Stunde mehrere Kunden.

„Die Freude ist riesig“, sagte er über die Wiedereröffnung. „Geld verdienen, Kunden und Mitarbeiter wiedersehen – es hat alles plötzlich wieder einen Sinn.“ Das Nachholbedürfnis der Hamburger ist groß: Die Terminbücher für die kommenden Wochen sind laut Hamburger Innung bereits gut gefüllt.


Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gestiegen

8.03 Uhr: Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 65,8 – und damit höher als am Vortag (63,8). Vor vier Wochen, am 1. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 91 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Grüne sprechen von „historischem Versagen“ der Bundesregierung

7.35 Uhr: Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hielt der schwarz-roten Bundesregierung ein „historisches Versagen“ im Kampf gegen Corona vor. „Nach einem Jahr Pandemie hat sie kaum mehr vorzuweisen als Stückwerk oder nervöses Hin und Her.“ So müsse bei Impfungen und Schnelltests endlich der Turbogang eingelegt werden.

„Ich kann nicht erkennen, dass die Bundesregierung für die steigenden Liefermengen der nächsten Wochen ausreichend vorbereitet ist“, sagte sie. „Es braucht jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern, damit sämtliche Impfstoffe binnen kürzester Zeit verimpft werden.“

Impfzentren müssten mit voller Auslastung arbeiten, Hausärzte in der Breite impfen können, und die Impfberechtigten müssten leicht erfahren, wo, wann und wie sie einen Termin bekämen.

Städte und Kommunen fordern schnelleres Impfen – auch mit Astrazeneca-Impfstoff

7.10 Uhr: Die Impfkampagne der Bundesregierung geht den deutschen Städten und Gemeinden zu schleppen voran. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund forderte, die Menschen schneller und effektiver gegen das Coronavirus zu impfen.

Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte, es sei nicht akzeptabel, dass „Hunderttausende von Impfdosen“ in Kühlschränken lagerten, während gleichzeitig Millionen Menschen auf eine Impfung warteten.

Der Deutsche Städtetag appellierte zudem an die Länder, das Impfen mit dem Impfstoff Astrazeneca zu vereinfachen. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag), es müssten auch kurzfristig Menschen geimpft werden können, die in der zweiten Gruppe an der Reihe seien. In einigen Bundesländern würden die strikten Vorgaben bereits flexibilisiert – andere müssten zügig folgen.

Mehrheit der Deutschen für umfassende Lockerungen

6.55 Uhr: Trotz der heranrollenden dritten Welle: Mehr als die Hälfte der befragten Deutschen hat sich in einer Umfrage gegen die Aufrechterhaltung des harten Lockdowns ausgesprochen. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge sind nur noch gut ein Drittel für eine Beibehaltung (26 Prozent) oder Verschärfung (9 Prozent) der geltenden Einschränkungen. 43 Prozent meinen dagegen, der Lockdown sollte weiter gelockert werden. 17 Prozent sind sogar für eine komplette Rückkehr zur Normalität. Fünf Prozent machten keine Angaben.

Nachfrage nach Papp-Kartons deutlich gestiegen

6.40 Uhr: Die Coronapandemie hat den Strukturwandel in der deutschen Papierindustrie verschärft. Die heimischen Fabriken stellten im vergangenen Jahr 12,4 Millionen Tonnen Verpackungen her und damit 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte der Verband Deutscher Papierfabriken am Montag in Bonn mit. Ein Grund für den Anstieg war die erhöhte Nachfrage nach Kartons für den Online-Handel.

Die Herstellungsmenge des grafischen Papiers – etwa für Zeitungen und Werbeprospekte – brach hingegen um 15,1 Prozent auf 6 Millionen Tonnen ein, 2019 waren es noch minus 8,3 Prozent gewesen. Die Produktionsmenge im Bereich Hygienepapiere stieg um zwei Prozent auf 1,5 Millionen Tonnen – das lag unter anderem an einer temporär höheren Nachfrage nach Toilettenpapier.

Mittelstand verliert bei Bewerbern an Attraktivität

3.33 Uhr: Mittelständische Unternehmen und auch Familienunternehmen verlieren in der Corona-Krise an Attraktivität bei Bewerbern. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstitut Trendence, das dieser Redaktion vorliegt.

Vor allem bei Studierenden büßen mittelständische Arbeitgeber demnach in der Gunst ein. Zwar würden sich aktuell 24,9 Prozent der Studierenden bei kleinen und mittelständischen Unternehmen bewerben. Dies seien aber 19 Prozent weniger als noch im Juni 2020.

Bei Arbeitnehmern mit abgeschlossenem Hochschulstudium sank das Interesse an mittelständischen Arbeitgebern der Studie zufolge um sieben Prozent auf 27 Prozent. Bei nichtakademischen Fachkräften verlor der Mittelstand um sechs Prozent an Attraktivität. Auch Familienunternehmen waren demnach weniger gefragt. Lesen Sie dazu: Wie sich das Bewerbungsverhalten in der Corona-Krise ändert

Verbraucherschützer wollen Kinder besser vor Falschinformationen schützen

1.11 Uhr: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will Kinder künftig stärker für den Umgang mit Waren, Dienstleistungen und Informationen sensibilisieren. „Das Corona-Jahr hat gezeigt, wie wichtig diese Kompetenz ist, um falsche Gesundheitsversprechen, Fake News oder Datenkraken unter den Online-Diensten zu erkennen“, sagte vzbv-Vorstand Klaus Müller dieser Redaktion.

„Verbraucherbildung kennt kein Mindestalter. Kinder und Jugendliche müssen in der Schule lernen, ihre Konsumentscheidungen kompetent, informiert und im Bewusstsein der Folgen zu treffen“, sagte Deutschlands oberster Verbraucherschützer.

Müller forderte, dass Verbraucherbildung bundesweit und in allen Schulformen zum Einsatz komme. „Dafür muss sich die kommende Bundesregierung einsetzen und bestehende rechtliche Grundlagen nutzen“, sagte er. Lesen Sie dazu: Verbraucherschutz bei Kindern: Verband appelliert an Schulen

Corona-News vom 28. Februar: Diskussionen um Impfreihenfolge – Moselle wird Virusvariantengebiet

  • Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat sich dafür ausgesprochen, den Astrazeneca-Impfstoff zunächst nur der ersten Prioritätsgruppe zur Verfügung zu stellen.
  • Der Virologe Christian Drosten sieht in Deutschland den beginn einer dritten Infektionswelle.
  • CDU-Parteichef Armin Laschet hat sich dafür ausgesprochen beim Corona-Gipfel am 3. März möglichst bundesheitliche Lockerungsregeln zu beschließen.
  • Die SPD hat in Person von Fraktionschef Rolf Mützenich für einheitliche Corona-Regeln in den Bundesländern plädiert. „Die Menschen müssen endlich wissen, wann und nach welchen Kriterien gelockert oder gegebenenfalls auch wieder verschärft wird“, sagte Mützenich der „Süddeutschen Zeitung“.
  • Die tschechische Regierung hat angesichts der zähen Impffortschritte im Land in Russland eine Lieferung des Vakzins Sputnik V geordert. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat bisher weder dem chinesischen noch dem russischen Impfstoff eine Zulassung in der EU erteilt.
  • Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier unterstützt Forderungen nach einer flexibleren Impfstoffvergabe. „Ich habe viel Sympathie für die Idee, den ungenutzten Impfstoff von Astrazenena allen Bürgern zur Verfügung zu stellen“, sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende unserer Redaktion. Lesen Sie mehr dazu: Corona: Mehr Forderungen nach Lockerung der Impfreihenfolge
  • Sachsen, Bayern und Thüringen wollen Tschechien mit Corona-Impfstoff aushelfen. Ab Montag sei die Lieferung von insgesamt 15.000 Impfstoff-Dosen an das Nachbarland geplant, sagte Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber am Sonntag.
  • Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) will mit Hilfe von massenhaften Tests mögliche Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz vermeiden.
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) geht davon aus, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen Mitte der Woche gemeinsame Kriterien für eine schrittweise Öffnungsstrategie in der Corona-Krise beschließen.
  • Die US-Arzneimittelbehörde hat den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen. Das Vakzin bietet mehrere Vorteile. Wie wirksam das Mittel ist und was man noch zu dem Imfpstoff wissen sollte, lesen Sie hier.
  • Im Kampf gegen die Ausbreitung gefährlicher Mutationen des Coronavirus wird die Einreise aus der französischen Grenzregion Moselle nach Deutschland erschwert. Mit Wirkung ab Dienstag stufte die Bundesregierung die an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzende Region am Sonntag als sogenanntes Virusvariantengebiet ein.
  • Der SPD-Politiker und Epidemiologe Karl Lauterbach hat eine Neuausrichtung der deutschen Impfstrategie gefordert. Der Astrazeneca-Impfstoff solle für alle unter 65-Jährigen in den ersten drei Prioritätsgruppen der Impfverordnung “sofort zur Verfügung gestellt werden”, sagte Lauterbach unserer Redaktion.
  • Alle Familien mit schulpflichtigen Kindern in England sollen von März an kostenlose Corona-Selbsttests erhalten.

Corona-News vom 27. Februar: Städtetag warnt Bund und Länder vor umfassenden Corona-Lockerungen

  • Städtetagspräsident Burkhard Jung hat Bund und Länder vor der nächsten Corona-Schaltkonferenz am Mittwoch zur Vorsicht bei weiteren Öffnungsschritten aufgerufen. „Umfassende Lockerungen kann es jetzt noch nicht geben“, sagte er unserer Redaktion. „Nur ein stabil niedriges Niveau bei den Neuinfektionen bringt uns die Aussicht, einen erneuten exponentiellen Anstieg zu verhindern.“
  • Die Bundesärztekammer fordert eine zentrale Erfassung der Ergebnisse von Corona-Schnelltests durch das Robert-Koch-Institut: „Mit der wachsenden Bedeutung der Antigen-Schnelltests in Deutschland sollten die Ergebnisse dieser Testverfahren detailliert ausgewertet werden“, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt unserer Redaktion.
  • Erzwungene Nähe in der Pandemie stellt Beziehungen auf eine harte Probe. Bestseller Autor Michael Nast sagt, wie die Liebe halten kann. Lesen Sie hier: Corona – Wie die Liebe eine Pandemie übersteht
  • Vom Corona-Lockdown betroffene Firmen können seit Samstag auch große Hilfsbeträge von mehr als zwei Millionen Euro beantragen. Hintergrund sind neue Vereinbarungen mit der EU-Kommission, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.
  • In deutschen Pflegeheimen hat es zuletzt weniger Tote Menschen, die an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind. Die großen deutschen Pflegeheimbetreiber führen das auf die steigende Zahl an Impfungen in den Hochrisiko-Gruppen zurück.
  • Einreisende aus Gebieten mit einem hohen Anteil an Sars-Cov-2-Mutationen sollen auch weiterhin vorerst nicht mit öffentlichen Transportmitteln befördert werden dürfen. Das sieht ein Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministerium vor-
  • Die deutscher Tourismus-Branche hofft mit Impfungen und Schnelltests auf eine Reisewelle im Sommer. Im vergangenen Jahr waren der Umsatz von Veranstaltern und Reisebüros um 80 Prozent zurückgegangen.
  • Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor den Bund-Länder-Gesprächen zu einem gemeinsamen Vorgehen bei möglichen Öffnungen in der Corona-Pandemie gemahnt. „Ich bestehe darauf, dass wir hier eine gemeinschaftliche Führungsleistung in Deutschland zustande bringen“, sagte Scholz.
  • US-Präsident Joe Biden hat im Repräsentantenhaus die Zustimmung für sein Corona-Hilfspaket gefordert. Das 1,9 Billion Dollar schwere Maßnahmenpaket muss jetzt noch durch den US-Senat.
  • Eine Mehrheit der Deutschen hat sich in einer Umfrage für die Einführung eines Impfpasses nach dem Vorbild von Israel ausgesprochen. Dieser ermöglicht freies Reisen oder etwa den Theaterbesuch.
  • Patientenschützer haben die Pläne von Bund und Ländern, weitere Öffnungsschritte mit Hilfe von millionenfachen, flächendeckenden Corona-Schnelltests abzusichern, im Gespärch mit unserer Redaktion als „reines Wunschdenken“ kritisiert.
  • Bundeswahlleiter Georg Thiel hat eine einheitliche Regelung für den Umgang mit Maskenverweigerern in Wahllokalen gefordert. Gleichzeitig sieht Thiel aber keine Not, die Bundestagswahl im September als reine Briefwahl abzuhalten. Mehr dazu im Interview: Bundeswahlleiter gibt sein Wort: Die Briefwahl ist sicher
  • Deutschland hat für die Erforschung von Covid-19-Medikamenten bisher 73 Millionen Euro ausgegeben. Für Importe von Impfstoffen hingegen hat der Bund bereits rund 400 Millionen Euro bezahlt – ein Schieflage, kritisiert der Wissenschaftspolitiker der Grünen, Kai Gehring, kritisierte das Vorgehen der Koalition. „Wären vergleichbare Summen frühzeitig in die Medikamentenforschung zu Covid-19 geflossen, wären wir heute viel besser aufgestellt“, sagte er unserer Redaktion.
  • Der UN-Sicherheitsrat hat in einer einstimmig verabschiedeten Resolution eine gerechte weltweite Verteilung von Corona-Impfstoffen gefordert. Vor allem der Zugang zu Corona-Vakzinen in konfliktgeplagten und ärmeren Ländern soll verbessert werden.
  • Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat einstimmig empfohlen, dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson eine Notfallzulassen zu erteilen. Der Impfstoff steht auch in Deutschland vor der Zulassung und soll ab April verspritzt werden können.

Corona-News vom 26. Februar: Impfkommission plant neue Empfehlung für Astrazeneca-Vakzin

  • Die Ständige Impfkommission in Deutschland (Stiko) will ihre Empfehlung zum Impfstoff des Herstellers Astrazeneca überdenken. Es werde „sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen“, so der Chef der Kommission, Thomas Mertens.
  • Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass sich die Infektionsrate ab Mai deutlich verändern wird. „Bis zum Spätsommer sollten wir die Pandemie deutlich besser unter Kontrolle haben, wenn sich genügend Menschen impfen lassen“, sagt der 55-Jährige. Das bedeute nicht, dass es keine neuen Ansteckungen mehr gebe. „Aber, dass wir ein normales Leben haben können.“
  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält eine Öffnung der Außengastronomie in Deutschland um Ostern herum für möglich.
  • Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung das beliebte Urlaubsland Malta ab Sonntag als Hochrisikogebiet eingestuft.
  • Die Gründer des Impfstoffherstellers Biontech, Özlem Türeci und Ugur Sahin, bekommen das Bundesverdienstkreuz.
  • Geringverdiener, Langzeitarbeitslose und Sozialhilfebezieher erhalten in der Corona-Krise weitere Unterstützung. Der Bundestag billigte am Freitag ein Hilfspaket, das einen Zuschuss zur Grundsicherung vorsieht.
  • Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) tragen 36 Millionen Deutsche das Risiko eines schweren Covid-19-Verlaufs. Damit gehört mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung über 15 Jahren zur Covid-19-Risikogruppe. Lesen Sie dazu: 36,5 Millionen Deutsche gehören zur Corona-Risikogruppe
  • Menschen mit Vorerkrankungen und einem besonders hohem Gesundheitsrisiko können in Einzelfällen bevorzugt in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen geimpft werden.
  • Urlaub in Spanien, Italien oder Frankreich: Die Bürger sehnen sich danach. Tourismusbeauftragter Bareiß hofft auf einen Sommerurlaub im Süden. SPD-Politiker Lauterbach ist, selten genug, überfragt. Und warnt. Lesen Sie hier: Corona-Pandemie: Was wird aus dem Sommerurlaub im Süden?
  • Wenige Tage vor der nächsten Bund-Länder-Runde zur Corona-Politik hat RKI-Chef Lothar Wieler große Vorsicht bei möglichen Öffnungsschritten angemahnt. Man müsse „weiter wachsam“ sein, „ansonsten steuern wir in eine weitere, in eine dritte Welle hinein“, sagte Wieler.
  • Die Mehrheit der Deutschen möchte einer ZDF-Umfrage zufolge umgehend Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ finden 56 Prozent der Befragten, dass jetzt gelockert werden sollte.
  • Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hält es für denkbar, Inlandsreisen jenen Bürgern zu ermöglichen, die ihre Corona-Impfung mit einem Impfpass nachweisen können.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soll am Tag vor seiner positiver Corona-Testung an einer Lobby-Veranstaltung teilgenommen haben. Laut „Spiegel“-Informationen soll er noch am selben Abend ein Unternehmerdinner in Leipzig mit rund zwölf Gästen besucht haben. Dass es sich um ein CDU-Spendendinner gehandelt habe, ließ Spahn unkommentiert. Lesen Sie dazu: Anspruch und Wirklichkeit: Jens Spahns fatales Abendessen
  • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat angeregt, in der Corona-Pandemie nicht nur geimpften Menschen, sondern auch aktuell Getesteten mehr Freiheiten zu geben.
  • Die deutsche Luftverkehrswirtschaft fordert anlässlich des EU-Gipfels zur Bewältigung der Corona-Pandemie praktikable Regeln für sicheres Reisen unter Pandemiebedingungen. Lesen Sie dazu: Coronavirus in Europa – Einige Länder lockern – geht das gut?
  • Der Handel kämpft ums Überleben. Jeder zweite Betrieb sieht sich ohne die stockende staatliche Hilfe in akuter Insolvenzgefahr. Lesen Sie hier: „Der Handel wird zum Schafott geführt“
  • Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Bundesregierung aufgefordert, am Beförderungsverbot und den Grenzkontrollen für Einreisende aus Virusvariantengebieten festzuhalten.

25. Februar: Rund die Hälfte der Infektionen in Frankreich mit britischer Mutante

  • Rund die Hälfte der Corona-Infektionen in Frankreich beruht inzwischen auf der erstmals in Großbritannien aufgetretenen Mutante des Virus
  • Einer Studie zufolge können zwei Wirkstoffe zur Behandlung von Rheuma den Verlauf einer Covid-19-Erkrankung verbessern und die Sterblichkeit der Patienten senken. Mehr dazu: Studie: Rheuma-Medikamente helfen Covid-19-Patienten
  • Laut einer RKI-Erhebung, für die 1006 Erwachsene in Deutschland befragt wurden, wollen sich 66,8 Prozent “auf jeden Fall” gegen Corona impfen lassen
  • Die EU hat auf einem Sondergipfel über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Unter anderem wurde über die Einführung eines gemeinsamen EU-Impfpasses in Verbindung mit möglichen Vorteilen beim Reisen debattiert. Mehr dazu: Urlaub 2021 – Was ein europäischer Impfapass ändern würde
  • Seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr sind weltweit bereits mehr als 2,5 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben
  • Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigt sich offen für Vorteile für gegen Corona geimpfte Menschen
  • Deutschlands Intensiv- und Notfallmediziner haben eine Verlängerung des Lockdowns bis Anfang April gefordert
  • Wegen der Häufung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten verschärft das Saarland die Einreiseregeln an der Grenze zum französischen Verwaltungsbezirk Moselle
  • Das RKI ist der Frage nach dem Beitrag von Schulen zur Pandemie nachgegangen. Eine Analyse von Meldedaten und Studien lege nahe, dass Schüler „eher nicht als “Motor” eine größere Rolle spielen“
  • Regierungen in aller Welt haben nach Erkenntnissen von EU-Ermittlern insgesamt 400 Millionen Dosen sogenannter “Geisterimpfstoffe” angeboten bekommen, die nicht direkt von den Herstellern kommen
  • Der Bundestag hat die Immunität des CSU-Abgeordneten Georg Nüßlein aufgehoben. Mehr dazu: Bundestag genehmigt Durchsuchung bei Abgeordnetem Nüßlein
  • Der Vizepräsident des Bundestages, Wolfgang Kubicki, hat die von der Koalition geplanten hohen Bußgelder für Impf-Vordrängler als “sinnlos” kritisiert
  • Nach einem Coronavirus-Ausbruch in einer Fabrik der Firma Miele im nordrhein-westfälischen Euskirchen sind rund 200 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt worden
  • Die Zahl der Verkehrstoten ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren gesunken. 2724 Menschen kamen ums Leben – das waren 10,6 Prozent weniger als 2019. Hauptgrund ist die Pandemie
  • Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat in der Corona-Pandemie Hoffnungen auf Biergartenbesuche im Sommer gemacht. Die nächsten Öffnungsschritte könne man mit Schnelltests verbinden
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet wegen der höheren Priorisierung von Grundschul- und Kita-Personal nicht mit einer späteren Corona-Impfung von vorerkrankten Menschen
  • Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hat sich im ARD-Talk “Maischberger. Die Woche” für einen digitalen Impfpass nach israelischem Vorbild ausgesprochen
  • Lehrervertreter fordern eine lückenlose Erfassung aktueller Corona-Fälle in Schulen, um frühzeitig zu erkennen, was in den Bildungseinrichtungen passiert

24. Februar: RKI legt Roadmap zur Normalität vor

  • Alle reden über Lockerungen. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI). In einer “Handreichung zur Entwicklung von Stufenkonzepten bis Frühjahr 2021” schlagen die Virologen des Instituts vor wie Öffnungsschritte aussehen könnte. Mehr dazu: RKI-Papier zu Corona: In vier Stufen zurück zur Normalität
  • Der Pharmakonzern Moderna geht davon aus, in diesem Jahr weltweit 700 Millionen Impfdosen herstellen zu können und damit 100 Millionen mehr als bislang erwartet
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht für mögliche Lockerungen von Corona-Beschränkungen auf deutlich mehr Tests. “Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden”, sagte sie der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”
  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung mehr als 25 Millionen Gesichtsmasken an einkommensschwache Bürger verteilen
  • Impfvordängler müssen in Zukunft mit einem Bußgeld in der Höhe von bis zu 25.000 Euro rechnen
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen Privilegien für Geimpfte ausgesprochen. “Solange die Zahl der Geimpften noch so viel kleiner ist als die derjenigen, die auf die Impfung warten, sollte der Staat beide Gruppen nicht unterschiedlich behandeln”, wird Merkel in der “FAZ” zitiert
  • Die Bundesregierung hält es für wahrscheinlich, dass die Reihenfolge der Impfungen gegen Covid-19 in den kommenden Monaten noch einmal angepasst wird

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14.45 Uhr: Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

(fmg/dpa/afp)

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