Corona: RKI meldet neue Zahlen – Schwesig wütet gegen Spahn

  • Das RKI hat seit Pandemiebeginn in Deutschland mehr als 2,5 Millionen Corona-Infektionen registriert
  • Intensivmediziner halten es für realistisch, dass die Pandemie schon bald besiegt sein könnte
  • Ministerpräsidentin Dreyer beklagt schwere Versäumnisse bei der Corona-Teststrategie
  • Ihre Kollegin Schwesig ärgert sich über Schnelltests bei Aldi und Lidl
  • Laut WHO sind in Europa in der vergangenen Woche eine Million neue Corona-Fälle verzeichnet worden
  • Rund Tausend Menschen haben in Leipzig gegen einen “Querdenken”-Autokorso demonstriert


Berlin. In Deutschland hat die Zahl der offiziell festgestellten Corona-Infektionen die Marke von 2,5 Millionen überstiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntagmorgen 2.500.182 seit Pandemie-Beginn registrierte Covid-19-Erkrankungen.



In Deutschland soll es nach den Beschlüssen des Corona-Gipfels schon ab Montag die ersten Lockdown-Lockerungen geben. So werden wieder private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich sein, jedoch beschränkt auf maximal fünf Personen. Ein wichtiges Werkzeug für den Strategiewechsel in der Corona-Politik ist die Ausweitung der Schnelltests.



Unterdessen wird die Kritik aus den Ländern am Bund wegen immer lauter. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig machte ihrem Ärger unverholen Luft und sagte, sie sei “sehr verärgert”, dass Schnelltests bei Aldi und Lidl verramscht würden, ihr Bundesland aber noch bis Mitte März auf Lieferung warten müsse. Ihre Kollegin Malu Dreyer klagte, Spahn habe Versprechen zu Schnelltests nicht eingehalten. Und der CSU-Generalsekretär Markus Blume schoss gegen seinen Unionskollegen mit dem Vorwurf, der Bund würde sich beim Testen für unzuständig erklären.


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Corona-Zahlen: RKI meldet 8103 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI 8103 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 96 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7890 Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle verzeichnet. Lesen Sie dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert


Corona-News vom 7. März: CSU-Generalsekretär: “Verantwortung nicht auf Länder schieben”

12.23 Uhr: CSU-Generalsekretär Markus Blume hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit scharfen Worten für die Teststrategie der Bundesregierung kritisiert. „Man kann nicht die Verantwortung beim Testen auf die Länder schieben und sich selbst für komplett unzuständig erklären”, sagte der „Bild am Sonntag“ („BamS“).

Tui-Chef sieht gute Chance auf Sommerurlaub

11.49 Uhr: Der Touristikkonzern Tui hat die Politik aufgefordert, den Reiseanbietern klare Vorgaben für Urlaubsreisen unter Corona-Bedingungen zu machen. „Wer jetzt eine Reise bucht, möchte wissen, wann er wieder ins Flugzeug steigen oder an Bord eines Schiffes gehen kann“, sagte der Vorsitzende der Tui- Deutschland-Geschäftsführung, Marek Andryszak, dem Portal „T-Online“ (Sonntag).

„Mein Appell an die Politik lautet deshalb: Gehen Sie mit uns eine Partnerschaft ein, machen Sie Vorgaben fürs Verreisen. Und wir setzen das dann um.“ Lesen Sie hier: Corona-Gipfel – Was jetzt für den Oster-Urlaub gilt

Nach Ansicht von Andryszak könnte es „eine klare Ansage geben, dass jeder Urlauber vor der Abreise einen negativen Test vorweisen muss, der nicht älter als 48 Stunden ist“. Die Reiseanbieter sollten diesen kontrollieren. „Wer keinen hat, fliegt nicht mit. Und genauso könnte man es bei der Rückreise halten.“


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Andryszak gab sich zuversichtlich, dass im Sommer Reisen wieder möglich sein werden. „Im Hochsommer aber können wir alle Reiseziele wieder ansteuern.“ Bis auf Tests und Maskenpflicht werde es kaum noch Einschränkungen geben, sagte Andryszak. Auch mit steigenden Preisen rechne er nicht. Der Urlaub werde im Gegenteil „dieses Jahr sogar günstiger werden“.

“Click and Meet” startet am 8. März

12.00 Uhr: Am Montag startet in Deutschland das Terminshopping nach “Click and Meet”. Damit soll der Einzelhandel unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. Auch Beratungsgespräche in den Geschäften werden damit wieder möglich. Voraussetzung ist, das Kundinnen und Kunden vorab einen Termin vereinbaren. Lesen Sie hier: So funktioniert “Click and Meet”

“Querdenker”-Autokorso in Leipzig kleiner als erwartet

11.11 Uhr: Gerade mal 350 Fahrzeuge haben sich am Samstag in Leipzig an einem Autokorso von sogenannten “Querdenkern” beteiligt. Damit nahmen den Kundgebungen weniger Menschen teil als im Vorfeld erwartet worden war – angemeldet für die Demonstrationen waren teils deutlich mehr Fahrzeuge.

Parallel zu den Autokorsos fanden im Leipziger Stadtgebiet mehrere Gegendemonstrationen statt. An Fahrradkundgebungen beteiligten sich dabei nach Polizeiangaben insgesamt rund tausend Menschen; an einer Motorraddemonstration nahmen rund zwei Dutzend Fahrzeuge teil.


Maskenaffäre – CDU-Abgeordneter Löbel zieht Konsequenzen

10.42 Uhr: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel zieht sich im Zuge der Affäre um Geschäfte im Zusammenhang mit der
Beschaffung von Corona-Masken aus der Politik zurück. Er werde sein Bundestagsmandat Ende August niederlegen und auch nicht mehr für den
nächsten Bundestag kandidieren, teilte Löbel am Sonntag mit. Zugleich werde er seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sofort beenden. Mehr zum Thema: CDU-Mann Löbel zieht sich zurück

Ermutigende Tests bei Covid-19-Medikament

10.26 Uhr: Der deutsche Pharmakonzern Merck und sein US-Partner berichten von ermutigenden ersten Ergebnissen bei der Entwicklung ihres Covid-19-Medikaments Molnupiravir. Das Medikament habe bei Testpersonen nach fünftägiger Behandlung deren Virenlast erheblich reduziert, teilten Merck und sein US-Partner Ridgeback Biotherapeutics am Samstag in den USA mit. „Diese vorläufigen Ergebnisse ermutigen uns“, erklärte Ridgeback-Arzneimittelchefin Wendy Painter.

Der Leiter der Studie, William Fischer von der Universität North Carolina, sprach von vielversprechenden Resultaten. Sollten diese in weiteren Studien bestätigt werden, könne dies „bedeutsame Folgen für die öffentliche Gesundheit haben“.


Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:



Merck hatte im Januar seine Arbeit an der Herstellung von Corona-Impfstoffen eingestellt, aber treibt die Entwicklung von zwei Covid-19-Medikamenten voran. Sowohl Molnupiravir als auch das zweite Präparat, MK-711, können eingenommen werden.

Englische Lehrerinnen und Lehrer begrüßen Schüler mit Take-That-Song

9.35 Uhr: Nicht nur in Deutschland werden Schülerinnen und Schüler langsam aber sicher wieder zum Schulalltag zurück kehren. In England heißt es ab Montag Lebewohl Fernunterricht und Hallo Schiefertafel. An einer Schule in Rochester südöstlich von London haben drei Lehrer ihrer Vorfreude besonders kreativ Ausdruck verliehen. Mit einer Lockdown-Version des Take-That-Hits „Back for Good“ begrüßen sie ihre Schüler nach monatelanger Schließung zurück an der Schule.


„Und wir werden zusammen sein, Daumen gedrückt, diesmal für immer. Wir werden kämpfen, und wir werden für immer in unserer Hoffnung vereint sein, wir werden nie wieder im Lockdown sein“, singen die Leiter der King’s School, Rektor Ben Charles, Grundschulleiter Tom Morgan und Kindergartenchefin Catherine Openshaw. „Was immer wir gesagt haben, was immer wir getan haben. Wir haben es geschafft, wir wollen euch einfach nur zurück“, interpretieren die drei den Song leicht schief in dem Video.

Erste Corona-Impfungen für Menschenaffen – im Zoo von San Diego

8.45 Uhr: Im Zoo von San Diego (Kalifornien) sind die ersten Menschenaffen gegen Covid-19 geimpft worden. Das bestätigte der Betreiber des Zoos, die San Diego Zoo Wildlife Alliance, am Freitag (Ortszeit) auf Twitter. „Der Impfstoff wurde speziell für Tiere entwickelt“, hieß es weiter. Geimpft wurden laut „National Geographic“ vier Orang-Utans und fünf Bonobos, demnächst sollen vier weitere Affen an der Reihe sein. Die Tiere erhielten jeweils nach drei Wochen ihre zweite Dosis.


„Den Tieren geht es gut und wir haben keine unerwünschten Reaktionen auf den Impfstoff festgestellt“, sagte Darla Davis, Sprecherin der Wildlife Alliance, dem Sender CNN. Zuvor waren im Januar acht Gorillas des Zoos positiv auf das Virus getestet worden – und waren damit die ersten positiv getesteten Menschenaffen weltweit. Die Symptome waren jedoch mild und beschränkten sich auf Husten, Verstopfung und Müdigkeit.


Die Affen haben sich seitdem vollständig erholt. Es wurde vermutet, dass sich die Tiere trotz Sicherheitsvorkehrungen des Zoos bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt hatten. Lesen Sie hier: Husten und Quarantäne: Gorillas positiv auf Corona getestet

Intensivmediziner: Pandemie kann schon im Hochsommer besiegt sein

7.32 Uhr: Führende Intensivmediziner halten ein baldiges Ende der Pandemie für realistisch: Wenn sich alle an die Regeln hielten und sich das Impftempo beschleunige, werde die Pandemie möglicherweise schon im Hochsommer besiegt sein, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) unserer Redaktion. Lesen Sie dazu: Mediziner – Im Hochsommer kann die Pandemie zu Ende sein

Pandemie: Weber verteidigt Exportstopp für Astrazeneca-Impfstoff

6.27 Uhr: Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europaparlament, Manfred Weber, hat die Europäische Union dazu aufgerufen, bei der Impfstoffversorgung eigene Interessen im Blick zu behalten. „Weltweit ist Europa eine der am stärksten betroffenen Regionen, was die Todesfälle und Infektionen angeht, und dennoch sind wir derzeit der größte Impfstoffexporteur“, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. „Es geht nicht um Europe first. Aber auch die EU muss ihre Bürger selbstverständlich in dieser Pandemie schützen.“

Wenn Zusagen nicht eingehalten würden wie im Fall des Herstellers Astrazeneca, sei „die Option eines Exportstopps für in der EU produzierte Impfstoffe richtig“, betonte Weber. „Deshalb ist das Vorgehen der italienische Regierung verständlich und konsequent, den Astrazeneca-Impfstoffexport nach Australien gemeinsam mit der EU-Kommission zu stoppen.“ Italien hatte die Lieferung von 250.000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astra Zeneca an Australien blockiert.

Dreyer kritisiert Spahn: “Hat Test-Versprechen nicht gehalten”

6.02 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Corona-Teststrategie vorgeworfen. „Mitte Februar hat Gesundheitsminister Jens Spahn kostenlose Schnelltests für alle versprochen. Und er hat behauptet, er habe für Deutschland 500 Millionen Test vertraglich gesichert“, sagte die SPD-Politikerin unserer Redaktion. „Das war ein großes Versprechen und hat sehr hohe Erwartungen geweckt, die er nicht einhalten konnte.“

Zuvor hatte Kanzleramtsminister Helge Braun die Länder in die Pflicht genommen. „Es war nie verabredet, dass der Bund für die Länder Schnelltests bestellt. Das ist die Aufgabe der Länder selbst“, sagte der CDU-Politiker dieser Redaktion. „Der Bund bezahlt, aber er schafft nicht die Infrastruktur – und er schafft die Tests auch nicht an. Man kann sie am Markt jetzt kaufen.“

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nahm die Bundesregierung in Schutz. „Schnelltests sind im Übermaß produziert und lieferbar“, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. „Der Vorwurf an den Bund ist billig.“ Die Zusage des Bundes, die Hälfte der Kosten für die Testung in Schulen und Kitas zu übernehmen, sei eine wichtige Unterstützung.

Schulöffnung in England: Johnson lobt „nationale Kraftanstrengung“

4.27 Uhr: Vor der Wiedereröffnung der Schulen in England hat Premierminister Boris Johnson die „nationale Kraftanstrengung“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewürdigt. „Aufgrund der Entschlossenheit jedes Menschen in diesem Land können wir uns einem Gefühl der Normalität nähern. Und es ist richtig, dass es der erste Schritt ist, unsere jungen Leute wieder in den Unterricht zu bringen“, sagte der britische Regierungschef einer Mitteilung vom Sonntag zufolge.

An diesem Montag öffnen in England alle Schulen nach rund zwei Monaten Lockdown wieder die Türen. Bildungsminister Gavin Williamson sprach von einem „Moment der Freude für Millionen Menschen“. Gesundheit ist im Vereinigten Königreich Sache der einzelnen Landesteile, in Schottland etwa sind einige Schüler bereits seit einer Woche wieder im Unterricht.


Um die Situation unter Kontrolle zu halten, hat die Regierung nach eigenen Angaben knapp 57 Millionen Corona-Schnelltests an Schulen und Colleges geschickt. Außerdem sollen Familien mit Schulkindern künftig jede Woche pro Person zwei Tests machen können. Die Teststrategie ist ein zentraler Bestandteil von Johnsons Plan für einen Ausstieg aus den Corona-Maßnahmen. Dabei sind die Schulöffnungen der erste Schritt. Für den 21. Juni peilt die Regierung das Ende aller Restriktionen an.

Ein weiterer Grundpfeiler der Strategie ist die Impfkampagne. Bisher haben etwa 21,5 Millionen Menschen landesweit eine erste Dosis erhalten. Bis Ende Juli will die Regierung allen Erwachsenen eine erste Impfung anbieten. Als nächstes sind nun die 56- bis 59-Jährigen an der Reihe, wie der nationale Gesundheitsdienst NHS ankündigte.

Corona-News vom 6. März: Corona-Lockerungen – In Israel machen die Restaurants wieder auf

22.01 Uhr: Die israelische Regierung hat weitere Corona-Lockerungen beschlossen. So können ab Sonntag Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder öffnen, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Samstagabend mit.

Dabei gilt unter anderem, dass im Innenbereich nur Gäste mit Grünem Pass bedient werden dürfen. Ungeimpfte dürfen nur im Außenbereich Platz nehmen. Studenten mit Grünem Pass dürfen zudem ab Sonntag an ihre Hochschulen zurückkehren. Ungeimpfte können den Lehrveranstaltungen weiterhin nur per Video folgen.

WHO sieht steigende Infektionszahlen in Europa

21.20 Uhr: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in Europa in der vergangenen Woche eine Million neue Corona-Fälle verzeichnet worden – neun Prozent mehr als in der Vorwoche. Damit endete eine sechswöchige Phase mit rückläufigen Infektionszahlen. Der Anstieg werde durch die Ausbreitung neuerer Varianten des Virus angetrieben sowie von der Öffnung der Gesellschaft, wenn sie nicht auf eine sichere und kontrollierte Weise durchgeführt werde, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge.

Schwesig kritisiert Bund wegen Corona-Selbsttests scharf

20.45 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat den Bund für fehlende Corona-Selbsttests verantwortlich gemacht und scharf kritisiert. „Ich will an dieser Stelle nicht verhehlen, dass ich sehr verärgert bin darüber, dass der Bund es zulässt, dass zunächst Aldi und Co. Selbsttests verramschen können und wir die Selbsttests erst Mitte März geliefert bekommen“, sagte Schwesig am Samstag in Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern habe bereits vor dem Corona-Gipfel zwei Millionen dieser Selbsttests geordert, „weil wir geahnt haben, dass wir uns nicht auf den Bund verlassen können“, sagte sie.


WM-Qualifikationsspiele wegen Pandemie abgesagt

20.15 Uhr: Die nächsten zwei Spieltage der südamerikanischen Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 sind im Zuge der Corona-Pandemie abgesagt worden. Der Weltverband FIFA prüfe eine Neuansetzung der für Ende März geplanten Partien, teilte der südamerikanische Fußballverband Conmebol mit. Hintergrund sind Reiserestriktionen, wodurch Spieler mitunter in Quarantäne müssen.

Wann der fünfte und sechste Spieltag nachgeholt werden, steht noch nicht fest. Im Gespräch sind Termine im September und Oktober. Unter anderem stand am 30. März ein Duell der Erzrivalen Brasilien und Argentinien auf dem Spielplan. Zuvor hatte eine Reihe von Trainern europäischer Vereine wie Pep Guardiola von Manchester City oder Jürgen Klopp vom FC Liverpool betont, ihre südamerikanischen Profis nicht zu den Länderspielen reisen lassen zu wollen, wenn diese danach für längere Zeit in Quarantäne müssen.

Corona-Maßnahmen: Proteste in Wien und Chur

19.40 Uhr: Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen sind in der Schweiz Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Wie die Nachrichtenagentur SDA unter Berufung auf die Polizei berichtete, zogen mehr als 4000 Demonstranten schweigend durch die Stadt Chur. Einige der Menschen hielten Protest-Plakate mit Aufschriften wie “Stopp Diktatur” oder “Finger weg von unseren Kindern” in die Höhe. Die Churer Stadtpolizei hatte den vom Verein “Stiller Protest” initiierten Demonstrationszug unter Auflagen bewilligt. Einen Auftritt während der Kundgebung hatte unter anderem der SVP-Politiker Ruedi Weber.

Auch in der österreichischen Hauptstadt Wien gingen erneut Gegner der Corona-Maßnahmen auf die Straße. Unter ihnen waren Rechtsextreme, Antisemiten und Anhänger von Verschwörungserzählungen. Eine Rede vor den zunächst am Heldenplatz versammelten Demonstranten hielt der frühere österreichische Innenminister Herbert Kickl von der rechtspopulistischen FPÖ, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete.


US-Senat stimmt für Corona-Hilfspaket

19.00 Uhr: Der US-Senat hat dem neuen Konjunkturpaket von Präsident Joe Biden zur Bewältigung der Corona-Krise zugestimmt. Das Maßnahmenbündel im Umfang von rund 1,9 Billionen US-Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) muss nun nochmals im Repräsentantenhaus verhandelt werden. In der Parlamentskammer stellen Demokraten die Mehrheit, eine Zustimmung gilt daher als recht sicher.

Nach mehrtägigen Beratungen und Änderungsanträgen stimmten am Samstag 50 Demokraten für das Paket, 49 Republikaner dagegen. Ein republikanischer Senator fehlte bei der Abstimmung. Im Fall eines Patts hätte die demokratische Vizepräsidentin Kamala Harris die entscheidende Stimme abgeben können, um das Paket durchzusetzen.


Corona-Pandemie: R-Wert steigt weiter

18.35 Uhr: Der R-Wert in Deutschland steigt weiter an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,06. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Am Vortag hatte er bei 1,04 gelegen, am Donnerstag noch bei 0,99.

Corona in Kita – Quarantäne für 200 Menschen

17.45 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einem Kindergarten in Geislingen an der Steige in Baden-Württemberg müssen etwa 200 Menschen in Quarantäne. Bei insgesamt neun Kindern und Erziehern aus mehreren Gruppen des Kindergartens sei das Coronavirus nachgewiesen worden, wobei es sich in mindestens zwei Fällen um die zunächst in Großbritannien entdeckte ansteckendere Corona-Variante handle, teilte das Landratsamt Göppingen mit.

Zudem sei das Virus bereits in mindestens fünf Fällen im familiären Umfeld einzelner Kindergartenkinder oder -mitarbeiter entdeckt worden, auch hier zum Teils in mutierter Form. Das Gesundheitsamt ordnete daraufhin laut Landratsamt eine Quarantäne für alle positiv getesteten Kinder und Erwachsene, deren Kontaktpersonen sowie weitere Haushaltsangehörige an. Alleine in der Stadt Geislingen seien in diesem Zusammenhang mindestens 200 Quarantänen notwendig.

Hacker-Attacken – China und Russland griffen EU-Arzneibehörde an

17.15 Uhr: Hinter Hacker-Angriffen auf die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) während der Zulassung von Corona-Impfstoffen im vergangenen Jahr stecken einem Medienbericht zufolge Spione aus China und Russland.

Wie die niederländische Zeitung „De Volkskrant“ am Samstag unter Berufung auf Personen aus dem Umfeld der Ermittlungen berichtete, wurde die EMA im ersten Halbjahr 2020 von chinesischen Spionen und im weiteren Jahresverlauf von einem russischen Geheimdienst angegriffen. Bei den Cyberattacken war nach Angaben des Unternehmens Biontech vom Dezember auf Dokumente seines damaligen Covid-19-Impfstoffkandidaten zugegriffen worden.

Corona-Protest in Leipzig geringer als erwartet

16.45 Uhr: Gegner der Corona-Maßnahmen haben für ihren Protest in Leipzig offenbar weniger Menschen mobilisieren können als angekündigt. Die Polizei sprach von etwa 350 Fahrzeugen bei verschiedenen Autokorsos, die sich auch aus anderen Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts auf den Weg gemacht hatten. Angemeldet waren etwa 1000 Fahrzeuge.

Die Demonstranten waren unter anderem aus Naumburg und Dresden unter Begleitung der Polizei nach Leipzig gefahren. An ihre Autoscheiben hatten sie Plakate geheftet, auf denen sie ihren Unmut etwa gegen die Impfungen äußerten – oder die Sorge, die Demokratie könne durch die Maßnahmen zum Schutz vor Corona Schaden nehmen.

An einem Gegenprotest beteiligten sich laut Polizei ersten Schätzungen zufolge mehr als 1000 Menschen in der Stadt.. Ein Bündnis aus Vereinen, Initiativen, Parteien und Gewerkschaften hatte dazu aufgerufen, sich den Gegnern der Corona-Maßnahmen entgegenzustellen. Das Motto lautete: “Querdenken ausbremsen.”


NRW nimmt Corona-Patienten aus Slowakei auf

16.15 Uhr: Nordrhein-Westfalen nimmt kurzfristig schwerkranke Covid-19-Patienten aus der Slowakei auf. Am Samstag wurden am Flughafen Dortmund die ersten beiden Patienten erwartet, die mit einer Chartermaschine nach Deutschland kommen sollten, teilte die Landesregierung mit. Sie sollen am Klinikum Dortmund behandelt werden. In den nächsten Tagen könnten weitere Patienten kommen.

Insgesamt habe NRW der Slowakei zehn Plätze zur Behandlung von Covid-19-Patienten angeboten. Die Slowakei ist besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Bezogen auf die Bevölkerungszahl hat das Land mittlerweile die höchste Zahl an Corona-Toten weltweit, und die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt weiter.

Gay Pride-Parade in Sydney ohne Corona-Sorgen

15.46 Uhr: Im großen Cricket Ground von Sydney haben sich heute tausende Menschen zur alljährlichen Gay Pride versammelt, die völlig ohne Corona-Sorgen über die Bühne ging. Wegen der Pandemie wurde die Parade für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen mit ihren 5000 Teilnehmern von der Innenstadt in das Stadion verlegt. Das Ereignis zog 36.000 Zuschauer an.

Die Anhänger der LGBTQ-Gemeinde verfolgten eine farbenfrohe und lautstarke Veranstaltung. Zahlreiche Einwohner begaben sich zu Feiern in Bars und Pubs, denn schon seit 48 Stunden hatte es im gesamten Bundesstaat New South Wales keine einzige gemeldete Infektion mit dem Coronavirus gegeben.


Die Einwohner von Sydney waren auch deshalb in Feierlaune, weil ihr Land im internationalen Vergleich im Umgang mit der Corona-Krise gut abschneidet. Seit Pandemie-Beginn wurden in dem Land mit 25 Millionen Einwohnern nur 29.000 Infektionen und gut 900 Todesfälle registriert.

Virologin Melanie Brinkmann zum Frauentag: Starke Frauen sind ihre Vorbilder

15.15 Uhr: Die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann hat sich in ihrer Karriere von Frauen in der Wissenschaft leiten lassen. Zum Internationalen Frauentag sagte sie unserer Redaktion, zu ihren größten Vorbildern zählten die Mathematikerin Emmy Noether, die Biochemikerin Rosalind Franklin und vor allem die Physikerin und Chemikerin Marie Curie. „Es sind starke Frauen, die ihren Weg mutig und entschlossen gegangen sind, trotz aller Widrigkeiten“, erklärte die Professorin am Braunschweiger Helmholz-Institut.

Neben Entschlossenheit und Mut gehöre aber auch der Diskurs, die Auseinandersetzung, zum Erfolg: „ Ich liebe den Diskurs in der Wissenschaft, er bereichert und verbessert unsere Arbeit, ist also absolut notwendig in der Wissenschaft“. Während der Corona-Pandemie – „eine Phase großer Unsicherheit mit gleichzeitig sehr großer Dynamik“ – sei der Diskurs allerdings „außerordentlich herausfordernd“.

Ihre Motivation ist Neugierde auf wissenschaftliche Erkenntnisse, mit denen Menschen geholfen werden kann. Und ihre drei Söhne. „Die Zukunft meiner Kinder hängt davon ab, dass wir heute kluge Entscheidungen treffen – nicht für uns, sondern für die Generationen, die nach uns kommen.“

Verschärfte Wochenend-Ausgangssperren in weiteren französischen Regionen

14.54 Uhr: Wegen steigender Corona-Zahlen sind in Frankreich am Samstag weitere örtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Von den für das Wochenende geltenden Restriktionen betroffen sind nun auch rund 1,5 Millionen Bürger im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais mit der Hafenstadt Calais. Sie dürfen ihre Häuser samstags und sonntags nur noch aus triftigem Grund verlassen, etwa zum Einkaufen oder Joggen. Auch sehr große Geschäfte müssen schließen.

In der Region am Ärmelkanal breitet sich die zuerst in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.1.7 rapide aus. Nach Angaben der Behörden sind die Krankenhäuser in der Region bereits zu 90 Prozent ausgelastet.

Im benachbarten Dünkirchen und in Teilen der Côte d’Azur gelten bereits Ausgangssperren an Wochenenden. Zudem gilt landesweit in ganz Frankreich eine nächtliche Sperrstunde ab 18.00 Uhr. In anderen Risikogebieten wie dem Pariser Großraum oder im Mosel-Gebiet an der deutschen Grenze sollen ab diesem Wochenende stark frequentierte Zonen gesperrt werden.


Baden-Württemberg liefert keine Impfdosen mehr an Krankenhäuser

14.32 Uhr: Angesichts eines weiter großen Mangels an Corona-Impfstoffen stellt die baden-württembergische Landesregierung den Krankenhäusern im Südwesten vorerst keine gesonderten Impfdosen mehr für das Personal zur Verfügung. Man habe entschieden, „zum jetzigen Zeitpunkt keinen weiteren Impfstoff mehr exklusiv an die Krankenhäuser zu geben“, teilte das Landesgesundheitsministerium am Samstag in Stuttgart auf Anfrage mit.

Stattdessen wolle man neue Impfdosen komplett an die Impfzentren liefern. „Noch immer ist der Impfstoff knapp und die dem Land zur Verfügung gestellten Impfdosen sind über Wochen in den Impfzentren verplant“, hieß es zur Begründung.

Spahn – „Nie vereinbart, dass Bund Tests beschafft“

14.10 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Corona-Teststrategie der Bundesregierung gegen Kritik verteidigt. „Es war nie vereinbart, dass der Bund diese Tests beschafft“, sagte Spahn am Samstag bei einer digitalen Gesprächsrunde mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf. „Was vereinbart war, ist, dass wir mithelfen, dass sie zugänglich sind, dass sie verfügbar sind.“

„Die Schnelltests sind mehr als genug verfügbar“, bekräftigte der Bundesgesundheitsminister. „Deswegen können wir ab Montag als Bund auch sagen, wir übernehmen die Kosten für einen Bürgertest für jeden, der sich mindestens einmal die Woche testen lassen will.“ Die Strukturen dafür würden entstehen. „Sie werden noch nicht überall am Montag gleich vollständig da sein.“ Aber viele Bundesländer und viele Kommunen hätten gesagt, dass sie am Montag damit starten können.

Aldi von Kundenandrang auf Corona-Selbsttests „überrascht“

13.32 Uhr: Der Discounter Aldi ist vom Ansturm auf die ersten Corona-Selbsttests im Einzelhandel am Samstag selbst überrascht gewesen. „Die Artikel, die wir stationär in den Filialen vorrätig hatten, waren am Vormittag in den meisten unserer Filialen erwartungsgemäß ausverkauft“, teilten Aldi Süd und Aldi Nord mit. Das Interesse an den Tests habe den Discounter „in dieser Intensität doch überrascht“.

Aldi bat Kunden, die leer ausgingen, um Verständnis. In der neuen Woche werde bereits mit den nächsten Lieferungen gerechnet. Schon vorab hatte der Discounter darauf hingewiesen, dass die Aktionsware bereits am ersten Aktionstag vergriffen sein könnte. Lesen Sie dazu: Corona-Schnelltests – Ansturm auf Tests bei Aldi und Lidl

Ansturm auf Andy Warhol-Ausstellung in Köln – Server brechen zusammen

13.27 Uhr: Nach vier Monaten Lockdown-Zwangspause dürfen auch in NRW die Museen wieder öffnen. Beim berühmten Museum Ludwig in Köln war das Interesse aber so groß, dass am Samstag innerhalb kurzer Zeit die Server für die Besucherbuchung zusammenbrachen. „Unsere Techniker arbeiten auf Hochtouren“, sagte eine Sprecherin.

In dem Museum ist zur Zeit eine Ausstellung über den Pop Art Künstler Andy Warhol zu sehen. Nur 73 Besucher dürfen gleichzeitig für zwei Stunden in die Ausstellung. Als eines der ersten Museen in NRW startete das Ausstellungshaus am Samstag den Verkauf von Tickets – und wurde überrannt.

Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff – Arbeiter sitzen fest

13.02 Uhr: Auf dem neugebauten Kreuzfahrtschiff „Odyssey of the Seas“ ist nach Angaben der Meyer-Werft bei zwei Arbeitern das Coronavirus festgestellt worden. Der Luxusliner liege deswegen vorerst in Bremerhaven fest, sagte ein Werftsprecher am Samstag. Nach Anordnung des Hafenärztlichen Dienstes dürfen demnach mehrere hundert Arbeiter, die noch für die Endausrüstung an Bord sind, das Schiff vorerst nicht verlassen. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet.

Laut der Meyer-Werft waren die Fälle am Mittwoch bekannt und am Donnerstag mit PCR-Tests bestätigt worden. Die Infizierten seien separiert worden. Ob sie zwischenzeitlich von Bord gebracht wurden, war laut Sprecher nicht bekannt. Weitere Fälle gebe es bislang nicht. Die Mannschaft werde täglich getestet, über das weitere Vorgehen werde noch mit den Behörden beraten, hieß es.


US-Senat ringt weiter um Bidens Corona-Hilfspaket

12.41 Uhr: Der US-Senat hat in der Nacht zum Samstag weiter um das Corona-Hilfspaket des neuen Präsidenten Joe Biden gerungen. Bidens Demokraten mussten zunächst den Senator Joe Manchin aus ihren eigenen Reihen davon überzeugen, dass er den Plan unterstützt und damit die hauchdünne Mehrheit in der zweiten Parlamentskammer nicht aufs Spiel setzt. „Täuscht Euch nicht – wir werden die Arbeit erfolgreich zum Abschluss bringen“, sagte der demokratische Mehrheitsführer Chuck Schumer vor den weiteren Etappen der Debatte.

Die Verhandlungen im Senat, in dem bis auf die Stimme von Vize-Präsidentin Kamala Harris zwischen den Demokraten und Republikanern von Ex-Präsident Donald Trump Stimmengleichheit herrscht, kamen neun Stunden lang nicht voran, bis mit Manchin eine Einigung erzielt wurde. Manchin stimmte einem Kompromiss zu, nachdem die Unterstützung für Arbeitslose von umgerechnet 335 auf 250 Euro herabgesetzt, die Laufzeit aber bis zum 6. September verlängert wird. Der Kompromiss wurde schließlich mit 50 zu 49 Stimmen angenommen.

Pfizer-Deutschlandchef würde sich mit Astrazeneca-Vakzin impfen lassen

12.20 Uhr: Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland, Peter Albiez, hat den von Astrazeneca entwickelten Konkurrenzimpfstoff gelobt. „Den würde ich nehmen, den Impfstoff, ja“, sagte Albiez in der Internetsendung „Bild live“ am Freitag. Jeder Impfstoff werde von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geprüft und sei daher „sicher und verträglich“.

Grundsätzlich halte er in Deutschland „eine größere Dynamik“ der Impfkampagne für nötig, sagte Albiez. „Da müssen wir in großen Schritten denken, in großen Dimensionen.“ Er forderte, mit Blick auf die kommenden Monate, „alles“ zu mobilisieren. Die Angebote zum Impfen müssten „flächendeckend und niederschwellig“ sein.

Zwar seien Impfungen in Supermärkten oder Bars derzeit in Deutschland nicht realistisch, aber ein „Zukunftsbild“. Möglich seien aber beispielsweise Impfungen durch „niedergelassene Ärzte, die haben wir in sehr hoher Zahl“, sagte Albiez. Auch die Einbindung von Unternehmen könne „ein weiterer großer Schritt“ sein.

„Querdenker“-Proteste und Störaktionen in Leipzig erwartet

11.41 Uhr: In Leipzig werden am Samstag zahlreiche Teilnehmer von Protesten gegen die Corona-Maßnahmen erwartet. Es seien zahlreiche Autokorsos mit Hunderten Fahrzeugen aus angekündigt worden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Gleichzeitig wird mit massiven Gegenprotesten gerechnet. Die Polizei rechnete bereits vorab mit einem Großeinsatz.

Nach Informationen der „Bild“ wurden jedoch schon vor ihrem Start einige der Korsos abgesagt oder verboten. Das Ziel der übrigen Demonstranten ist das Impf-Zentrum in Leipzig. Dieses wurde bereits vorab von der Polizei abgeriegelt. Über der Stadt sollen nach Polizei-Angaben mehrere Hubschrauber eingesetzt werden, um das Geschehen zu überwachen.

Bundesweit für Aufsehen hatte eine Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Leipzig im November des vergangenen Jahres gesorgt. Der Protest war damals aus dem Ruder gelaufen, nachdem sich mehrere zehntausend Teilnehmer in der Innenstadt versammelt und in vielen Fällen gegen die Corona-Auflagen verstoßen hatten. Als die Stadt die Versammlung auflöste, erzwangen die Demonstranten einen Marsch über den Leipziger Innenstadtring, obwohl dieser verboten gewesen war.

Bartsch: Brinkhaus soll in Affäre um Maskenbeschaffung „reinen Tisch machen“

10.45 Uhr: In der Affäre um Geldzahlungen an Abgeordnete der Unionsfraktion im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Schutzmasken hat Linksfraktionschef Dietmar Bartsch den Vorsitzenden der Unionsfraktion, Ralph Brinkhaus, in die Pflicht genommen. „Ralph Brinkaus muss umgehend reinen Tisch machen und erklären, wie viele Mitglieder seiner Fraktion sich in der Krise eine goldene Nase verdient haben oder dies versucht haben“, sagte Bartsch unserer Redaktion. Außerdem solle das Gesundheitsministerium „jegliche Kommunikation offenlegen, die in der Pandemie zwischen Abgeordneten, Wirtschaft und Ministerium stattgefunden hat“.

Bartsch betonte: „Dass Abgeordnete der Union so gierig und ehrlos sind, sich persönlich an dieser Krise zu bereichern, ist unanständig. Das schadet dem Land und der Politik insgesamt und zerstört weiteres Vertrauen in die Pandemiebekämpfung der Bundesregierung.“

Der Linksfraktionschef nannte den Verzicht des unter Korruptionsverdacht geratenen CSU-Politikers Georg Nüsslein, erneut für den Bundestag zu kandidieren, „ein klares Schudeingeständnis“. Dieses ändere aber nichts an der notwendigen Aufklärung der Maskendeals innerhalb der Unionsfraktion und dürfe nicht als Alibi dienen, Korruption in der Politik auszutrocknen.

Corona und die Geschlechter: 41 Prozent sehen Frauen als Verlierer

10.21 Uhr: Was hat Corona mit der Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern in Deutschland gemacht? Dass Frauen nun stärker als vor der Pandemie belastet sind, findet knapp die Hälfte der Befragten (41 Prozent), wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zum Internationalen Frauentag am 8. März ergab. Dabei sind 21 Prozent der Meinung, dass sich die Belastungen durch Corona „stark“ zu Lasten der Frauen verschoben haben.

Dass Corona mit den beiden Lockdowns die Belastungen durch Beruf, Familie, Kinder und Haushalt gleichmäßig oder zumindest gleichmäßiger auf die Geschlechter verteilt hat, findet jeder oder jede Fünfte (20 Prozent). Eine Verschiebung zu Lasten der Männer sehen 2 Prozent der Befragten, 23 Prozent können keine Veränderungen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit feststellen.


Sozialverbände: Ein kostenloser Corona-Schnelltest pro Person und Woche ist nicht genug

9.50 Uhr: Der Sozialverband VdK Deutschland warnt vor einer vertieften sozialen Spaltung der Gesellschaft und fordert mehr kostenlose Corona-Schnelltests. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Ein kostenfreier Test pro Person und Woche ist nicht genug, besonders wenn der Besuch von Veranstaltungen von einem negativen Testergebnis abhängig gemacht wird.“

Bentele verwies auf die ohnehin schon schwierige Lage von Grundsicherungsempfängern und kritisierte: „Zu den Kosten für Masken oder Desinfektionsmittel kommen jetzt noch die Kosten für die Tests obendrauf. Das spaltet die Gesellschaft weiter: in die, die sich jeden Tag einen Test leisten können, und die, die sich zukünftig fragen müssen, ob sie die Großeltern besuchen oder mit den Kindern in den Zoo gehen.“ Gesellschaftliche Teilhabe dürfe nicht vom Geldbeutel abhängen. Lesen Sie jetzt: Hartz IV – Verbände fordern mehr kostenlose Corona-Tests

Aldi startet Verkauf von Schnelltests – Wenige Exemplare schnell ausverkauft

9.10 Uhr: Die Discounter-Kette Aldi hat am Samstag mit dem Verkauf von Corona-Selbsttests begonnen. Sowohl Fililalen von Aldi-Nord als auch Aldi-Süd bieten nun den Test “Aesku.Rapid Sars CoV-2” an. Eine Packung mit fünf der Schnelltests kostet laut Unternehmensangaben 24,99 Euro. Damit liegt der Verkaufspreis von Aldi laut “Ärztezeitung” rund 20 Euro unter dem Preis, den Apotheken für das gleiche Produkt im Einkauf zahlen müssen.

Der Ansturm auf die Filialen des Einzelhändlers war am Samstagmorgen groß. Bereits vor Ladenöffnung hatten sich vor einzelnen Filialen lange Schlangen gebildet. Schon nach wenigen Minuten waren die wenigen vorhandenen Schnelltests, einer Filiale in Berlin waren etwa nur sieben Packungen geliefert worden, dann in ersten Filialen ausverkauft.


Labore in der Corona-Krise: manche verlieren, manche gewinnen

8.42 Uhr: Die Nachfrage nach PCR-Tests ist in der Pandemie erheblich gestiegen und doch sind die Labore insgesamt nicht die wirtschaftlichen Gewinner der Corona-Krise. „Besonders fachärztliche Labore, die keine Coronavirus-Tests durchführen, trifft die Versorgungskrise besonders hart“, erklärte der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Dies seien vor allem ambulante, aber auch Krankenhaus-Labore. „Diese medizinisch hochproblematischen Einbrüche vor allem bei Routine- und Vorsorgeleistungen halten bis heute an.“

Konkret hätten die Praxen im Corona-Jahr 2020 etwa 30 bis 40 Prozent weniger diagnostische Leistungen bei den Laboren angefordert als in den Vorjahren. „Vielfach mussten deshalb Gelder aus der Schutzschirm-Vereinbarung in Anspruch genommen werden.“

Unternehmen in Deutschland wollen selbst impfen

8.13 Uhr: Das Impfen gegen Corona geht in Deutschland nur schleppend voran. Erst 5,7 Prozent haben hier ihre erste Impfung erhalten. Länder wir Israel, Großbritannien oder die USA sind da bereits viel weiter. Immer mehr Konzerne wollen deshalb selbst tätig werden und ihre Mitarbeiter durch ihre Betriebsärzte impfen lassen.

Lesen Sie hier mehr zum Thema: Post, Telekom und Co: Konzerne wollen jetzt selbst impfen

Chef der Jungen Union fordert Jugendgipfel

5.40 Uhr: Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, hat die Ergebnisse des Corona-Gipfels kritisiert und einen Jugendgipfel gefordert. „Auch bei dieser Ministerpräsidentenkonferenz stand die junge Generation auf dem Abstellgleis“, sagte er unserer Redaktion. Zahlreiche wichtige Themen für junge Menschen wie Abschlussprüfungen in der Pandemie, der Erhalt von Ausbildungsplätzen oder die Milderung psychischer Schäden seien nicht thematisiert worden.

„Es muss deshalb dringend ein Jugendgipfel mit den wesentlichen Ministerien und Jugendorganisationen im Kanzleramt folgen“, sagte Kuban. Am Samstag diskutiert die Junge Union in einem „Debattencamp“ die Folgen der Corona-Krise und das Wahlprogramm der Union.

Corona: Mittelstand dringt auf Impfungen in Betrieben

3.25 Uhr: Der Mittelstand hat enttäuscht auf die Absage des Spitzengesprächs der Bundesregierung mit Vertretern der Wirtschaft reagiert, bei dem es neben einer Teststrategie in den Betrieben auch um das Angebot von Unternehmen, durch die Betriebsärzte selber zu impfen, hätte gehen sollen. „Die Impf-Ignoranz der Bundesregierung hat ein unerträgliches Ausmaß erreicht“, sagte Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) dieser Redaktion.

„Anstatt dankbar das Angebot aus der Wirtschaft anzunehmen, Mitarbeiter im Unternehmen gegen Corona zu impfen und somit das Impftempo in Deutschland zu erhöhen, zeigt Frau Merkel der Wirtschaft die kalte Schulter.“ Jerger forderte, dass ab sofort auch Hausärzte und anderes medizinisches Personal Impfungen verabreichen sollten. Die Impflogistik könne über mittelständische Unternehmen gewährleistet werden. Zudem forderte er eine klare Teststrategie. „Allen Unternehmen, die willens und dazu in der Lage sind, muss es möglich sein, ihre Mitarbeiter zu testen“, sagte Jerger. Außerdem drang der Mittelstands-Chef darauf, die Auszahlung der Hilfsgelder für Betriebe aus dem Härtefallfonds zu beschleunigen.

Corona-News vom 5. März: Ziemiak fordert sofortige Aufklärung der Maskenbeschaffungs-Affäre

22.47 Uhr: In der Affäre um Geschäfte von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Masken hat CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak die Betroffenen scharf kritisiert. „Ich empfinde es als zutiefst unanständig, dass sich Parlamentarier mit der Masken-Beschaffung in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg bereichert haben“, schrieb er am Freitag auf Twitter. Die Bürgerinnen und Bürger, die Mitglieder der CDU und er selbst hätten dafür kein Verständnis.

„Als Generalsekretär der CDU erwarte ich, dass dieses Fehlverhalten aufgeklärt und vollständig aus der Welt geschafft wird. Nicht irgendwann, sondern jetzt“, schrieb Ziemiak weiter. „Es kann nicht sein, dass Einzelne die ganze Union und die harte Arbeit aller Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie der Bundesregierung in Verruf bringen.“ Lesen Sie dazu auch: Korruptionsverdacht: Nüßlein zieht sich aus Politik zurück


Kanzleramtsminister Braun stellt volle Rücknahme der Corona-Beschränkungen für den Sommer in Aussicht

22.00 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun hat eine vollständige Rücknahme der Corona-Beschränkungen für den Sommer in Aussicht gestellt. „Wenn wir jedem in Deutschland ein Impfangebot gemacht haben, dann können wir zur Normalität in allen Bereichen zurückkehren“, sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. „Diejenigen, die ihr Impfangebot nicht wahrnehmen, treffen ihre individuelle Entscheidung, dass sie das Erkrankungsrisiko akzeptieren. Danach können wir aber keine Grundrechtseinschränkung eines anderen mehr rechtfertigen.“ Braun wörtlich: „Dann kehren wir im vollen Umfang zur Normalität zurück. Und alle Einschränkungen fallen.“

Auf die Nachfrage, wann das sein werde, antwortete der Kanzeramtsminister: „Im Sommer – unter zwei Bedingungen: Die Impfstoffhersteller halten ihre Lieferversprechen ein. Und es taucht keine Mutante auf, die den ganzen Impferfolg infrage stellt.“ Mehr dazu im Interview: Helge Braun über Corona: „Im Sommer zur Normalität zurück“


WHO-Chef veröffentlicht Wuhan-Bericht erst Mitte März

21.13 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will in der Woche ab dem 15. März ihren Bericht über ihre Mission zu den Ursprüngen der Corona-Pandemie im chinesischen Wuhan veröffentlichen. Zuvor werde der Bericht den WHO-Mitgliedstaaten vorgelegt und erläutert, teilte WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag mit. Den ursprünglichen Plan, schon vorher einen kurzen Zwischenbericht vorzulegen, hatte die WHO fallengelassen.

Ein internationales Expertenteam unter Leitung des dänischen Wissenschaftlers Peter Ben Embarek war im Januar im Auftrag der WHO nach Wuhan gereist, um den Ursprüngen der Pandemie auf den Grund gehen. In der chinesischen Millionenstadt waren im Dezember 2019 die ersten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet worden.

Landkreis startet Impfbörse für Rest-Impfstoff

20.25 Uhr: Der Landkreis Borken bietet ein besonderes Angebot für Impfwillige: Bewohner können sich bei einer digitalen „Rest-Impfdosenbörse” registrieren. Übriggebliebene Impfdosen, die nicht bis zum Folgetag lagerfähig waren, wurden bislang unter anderem an Einsatzkräfte des Rettungsdienstes verteilt – diese sind nach Angaben des Kreises jedoch nun weitgehend versorgt.

Wer sich nun bei der Impfbörse registriert, bekommt allerdings nicht gleich ein konkretes Impfangebot, sondern die Priorisierung wird gemäß der Impfverordnung angewendet, wie der Kreis informiert. Wenn abends Dosen übrig bleiben, werden aus der am höchsten priorisierten Gruppe Personen kontaktiert, die dann innerhalb von 60 Minuten am Impfzentrum sein müssen.

Geschäfte in Rheinland-Pfalz dürfen Montag öffnen

19.57 Uhr: Ab kommenden Montag dürfen die Geschäfte in Rheinland-Pfalz wieder öffnen. Das Bundesland liege mit der heutigen Sieben-Tage-Inzidenz von 47,5 den siebten Tag in Folge unter 50 und erfülle damit die Voraussetzungen des von Bund und Ländern beschlossenen Perspektivplans, erklärt Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Für die ersten 800 Quadratmeter kann wie verabredet ein Kunde je zehn Quadratmeter bedient werden, ab 801 Quadratmetern Verkaufsfläche ein Kunde pro 20 Quadratmeter.

Auch Brandenburg will – abhängig von der Infektionslage vor Ort – ab Montag die Öffnung von Geschäften und Museen unter Auflagen zulassen. Schulen des Bundeslandes sollen ab dem 15. März Wechselunterricht anbieten.


EU-Kommission macht Druck bei Impfzertifikaten

18.12 Uhr: Die EU-Kommission dringt auf ein rasches einheitliches System von Impfzertifikaten. Dieses soll in der Staatengemeinschaft rechtzeitig noch vor dem Sommer eingeführt werden. Die Regierungen müssten dazu umgehend mit den entsprechenden technischen Vorbereitungen beginnen, heißt es in einem Schreiben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an die Mitgliedstaaten.

Vor allem Griechenland und Spanien, die stark vom Tourismus abhängig sind, pochen auf Impfpässe, damit das Reisegeschäft wieder auf Touren kommt. Die EU-Kommission will dazu am 17. März entsprechende Pläne vorlegen.

Italien meldet höchste Todeszahl seit dem zweiten Weltkrieg

17.06 Uhr: Italien hat im Pandemie-Jahr 2020 nach offiziellen Angaben die höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet. Insgesamt habe es im Vorjahr 746.146 Sterbefälle gegeben – und damit über 15 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, teilte das Statistikamt Istat in Rom mit.

Nachdem die erste große Corona-Welle das 60-Millionen-Einwohner-Land Ende Februar 2020 getroffen hatte, ermittelten die Fachleute auch die sogenannte Übersterblichkeit für die Monate März bis Dezember. In dieser Phase starben den Angaben zufolge gut 20 Prozent mehr Menschen als im Schnitt der Jahre 2015 bis 2019.

Das waren mehr als 108.000 Tote. Wobei dieser Wert nicht bedeutet, dass dies die Zahl zusätzlicher direkter Covid-19-Opfer war. Experten hatten schon früher darauf hingewiesen, dass es auch vermehrt Tote unter anderem wegen der Überlastung des Krankenhaussystems gegeben haben könnte.


Lauterbach hält Öffnungsschritte für unrealisitisch

16.57 Uhr: In einem Interview mit n-tv hat sich Karl Lauterbach skeptisch hinsichtlich anstehender Lockerungen geäußert: „Die Öffnungsschritte, die in dem Papier drin sind, werden zum größten Teil nie umgesetzt, weil die Voraussetzungen dafür – entweder stabile oder gar sinkende Fallzahlen – nie erreicht werden“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte.

Lockerungen selbst zu Ostern Anfang April hält er für unrealistisch. „Ich glaube nicht, dass wir in den nächsten vier Wochen sinkende Fallzahlen oder gar nur stabile Fallzahlen sehen werden.“ Hoffnung setzt er auf Antigenschnelltests: „Wir müssen darauf hoffen, dass endlich diese Antigenschnelltests in ausreichender Stückzahl zur Verfügung stehen. So könnten wir Schulen und Betriebe sicherer machen und auch den R-Wert senken. Das würde die dritte Welle richtig abbremsen“, so Lauterbach.

RKI zu neuen Risiko- und Hochinzidenzgebieten

15.59 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die EU-Staaten Schweden und Ungarn sowie Jordanien als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft. Die neue Einstufung, die am Freitag bekanntgegeben wurde, tritt in der Nacht zu Sonntag in Kraft. Damit verbunden sind strengere Vorschriften für die Einreise nach Deutschland.

Für Reisende aus Hochinzidenz- oder Virusvariantengebieten gilt, dass sie bereits vor der Einreise nach Deutschland oder bei Flugreisen in der Regel vor dem Abflug einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Außerdem gab das RKI bekannt, dass die Bundesregierung erstmals ganz Griechenland ab Sonntag als Risikogebiet einstuft. Für Teile Kroatiens – darunter die bei Urlaubern sehr beliebte Halbinsel Istrien – werden gleichzeitig sämtliche Einreisebeschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben. Als Risikogebiete gelten die Länder und Regionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen übersteigt.


Tschechien bittet Deutschland um Übernahme von Covid-19-Patienten

15.41 Uhr: Tschechien nimmt in der Corona-Krise nach langem Zögern nun doch Hilfsangebote aus dem Ausland an. Man habe Deutschland, Polen und die Schweiz um die Übernahme und Behandlung von mindestens einem Dutzend Covid-19-Patienten gebeten, teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Freitagnachmittag mit. Grund sei die Überlastung der Krankenhäuser, so dass die üblichen Behandlungsstandards nicht mehr gewährleistet werden könnten.

Tschechien hat derzeit EU-weit die höchste Neuinfektionsrate, sie ist gut zehnmal so hoch wie in Deutschland. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich nach Berechnungen mehr als 800 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an. Seit

63 Regionen haben eine Inzidenz von über 100

15.19 Uhr: Bund und Länder haben auf dem Corona-Gipfel am Mittwoch Öffnungsschritte abhängig von der Sieben-Tagen-Inzidenz in dem jeweiligen Bundesland oder Region beschlossen. Die Marke für Lockerungen liegt bei einer Inzidenz von hundert pro 100.000 Einwohner. Liegt sie höher greift eine Notbremse und Öffnungen werden zurückgenommen. Am heutigen Freitag würde dies 63 Kreise und kreisfreie Städte betreffen. Am höchsten liegt der Wert in Hof (Bayern) mit 342,61 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Freitag in seiner Regierungserklärung im Landtag: „Die Inzidenz ist nach wie vor der mit Abstand beste und verlässlichste Wert.“ Es mache aus seiner Sicht keinen Sinn zu warten, bis die Zahl der Corona-Toten wieder steigt.

Der Ministerpräsident verteidigte das von Bayern übernommene Konzept von Bund und Ländern zur stufenweisen Lockerung. Es gebe keinen Blindflug, sondern eine „atmende Matrix“, die auch wieder zu Schließungen führen könne, wenn dies angemessen sei. „Es gibt bei allem Verständnis und Ärger, den die Einschränkungen bedeuten, keinen Grund nachzulassen“, so Söder. Die britische Mutation gewinne die Oberhand, dies sei besonders in den Regionen an den bayerischen Außengrenzen zu beobachten.

“Ungleichheiten verschärft” – Corona zerstört Fortschritte bei Gleichberechtigung

14.52 Uhr: Die Corona-Pandemie hat einem Bericht der EU-Kommission zufolge verheerende Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frauen. „In Europa und darüber hinaus hat die Pandemie die bestehenden Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern in fast allen Lebensbereichen verschärft und hart erkämpfte Fortschritte der vergangenen Jahre wieder zunichtegemacht“, teilte die Behörde mit.

Zudem wird bemängelt, dass es in Corona-Krisenstäben einen „eklatanten“ Mangel an Frauen gebe. Eine Studie, die auch 17 EU-Länder betrachtet habe, habe ergeben, dass mehr als 85 Prozent dieser Gremien hauptsächlich männlich besetzt seien.

Außerdem habe die Pandemie zu mehr häuslicher Gewalt gegen Frauen geführt. So sei etwa die Zahl der Meldungen zu häuslicher Gewalt in der ersten Lockdown-Woche in Frankreich um 32 Prozent und den ersten drei Wochen in Litauen um 20 Prozent gestiegen. „Irland verzeichnete einen Anstieg der Fälle von häuslicher Gewalt um das Fünffache, und die spanischen Behörden meldeten einen Anstieg der Meldungen um 18 Prozent in den ersten zwei Wochen des Lockdowns“, heißt es in einer Mitteilung der EU-Kommission. Dabei stehen Frauen in der Pandemie auch an vorderster Front: Allein 86 Prozent der Pflegekräfte im Gesundheitswesen sind laut Kommissionsangaben Frauen.

Hochschulen fordern Öffnungen und kostenlose Schnelltests

14.31 Uhr: – Nach der schrittweisen Öffnung der Schulen im Corona-Lockdown fordern auch die Hochschulen die Rückkehr zu mehr Präsenzlehre. „Wir haben Studierende, die seit zwei Semestern immatrikuliert sind und ihre Hochschule und Kommilitonen noch nie in Präsenz erlebt haben“, sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Peter-André Alt, am Freitag in Berlin.

Vor allem Examenskandidaten müssten die Möglichkeit bekommen, ihre Prüfungsvorbereitung in Präsenz fortzusetzen. Das gleiche gelte für Laborübungen. „Hier können und müssen Testkonzepte vorsichtig erprobt und Schnelltests genutzt werden“, sagte Alt.

Die Öffnungsmöglichkeiten für Schulen, die Bund und Länder vereinbart hätten, seien zwar nicht direkt auf die Hochschulen übertragbar. „Wenn über Test- und Impfstrategien aber wieder mehr Präsenzlehre möglich ist, sollten diese Optionen auch genutzt werden“, forderte HRK-Vize Oliver Günther. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulen sollten ebenso auf kostenlose Schnelltests zurückgreifen können, wie dies für Angestellte von Unternehmen avisiert sei.

Wie ein Corona-Selbsttest funktioniert

14.06 Uhr: Eine Grafik der Deutschen Presse-Agentur zeigt, wie ein Corona-Schnelltest für Laien funktioniert. Aktuell sind drei Tests zur Selbstanwendung zugelassen. Sie funktionieren mit einem Abstrich im vorderen Nasenbereich. Die Übertragung der Probe in die Flüssigkeit sowie die Art der Auslesung des Testergebnisses können je nach Hersteller variieren.


Start-up-Initiative gegen bundesweite Einführung der Luca-App

13.47 Uhr: Die Start-up-Initative „Wir für Digitalisierung“ hat sich gegen eine exklusive Einführung der Luca-App zur bundesweiten Kontaktverfolgung in der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Eine einheitliche Lösung kann, auch mit Blick auf die Erfahrung mit der Corona-Warn-App, nur zum Scheitern verurteilt sein“, erklärte am Freitag Jan Kus, Geschäftsführer der Railslove GmbH, die mit der Recover-App eine konkurrierende Lösung zur Luca-App anbietet.

Die Initiative strebe eine „kollaborative, offene und gemeinsame Schnittstelle“ an, an die sich alle Kontaktdatenerfassungssysteme anbinden könnten, darunter auch Luca. Die Kontaktdaten aus den verschiedenen Erfassungslösungen könnten dann über eine einheitliche Schnittstelle zur Nachverfolgung an Systeme der Gesundheitsämter übermittelt werden.

Am Montag wollen die Bundesländer eine Entscheidung über eine bundeseinheitliche App zur digitalen Nachverfolgung der Kontakte treffen. Diese soll dann in allen Ländern zum Einsatz kommen. Die Luca-App gilt dabei als favorisierte Lösung.

Familien und Firmen bekommen weitere Hilfen in der Corona-Krise

13.19 Uhr: Familien, Firmen und Grundsicherungsempfänger bekommen weitere Finanzhilfen in der Corona-Krise. Der Bundesrat billigte am Freitag ein vom Bundestag vor einer Woche beschlossenes Gesetzespaket, zu dem der Kinderbonus, steuerliche Erleichterungen und das Sozialpaket III mit einer Einmalzahlung für Grundsicherungsempfänger gehören.

Der Kinderbonus in Höhe von 150 Euro wird für jedes kindergeldberechtigte Kind gezahlt. Einen solchen Bonus hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben; damals betrug er 300 Euro. Daneben wurde beschlossen, auf Speisen in Gaststätten länger als zunächst geplant nur den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent zu erheben. Die Regelung wäre eigentlich Ende Juni ausgelaufen; sie wurde nun bis Ende 2022 verlängert.


Leichte Corona-Lockerungen auch in Flensburg ab Montag

12.50 Uhr: Auch in der von hohen Infektionszahlen betroffenen Stadt Flensburg werden die besonders strengen Corona-Regeln von Montag an etwas gelockert. Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) nannte am Freitag das bisher absolute Kontaktverbot: Demnach darf von Beginn der nächsten Woche an wieder eine Person aus einem anderen Haushalt getroffen werden. Bis dahin wird die am Samstag auslaufende Kontaktsperre verlängert. Auch dürfen die Friseure in der Fördestadt am Montag unter Auflagen wieder öffnen.

Nasenabstrich: Bei Kindern kann die Gegenwehr groß sein

12.46 Uhr: Alle bisher zugelassenen Coronavirus-Schnelltests für Laien verlangen einen Abstrich in der Nase. Auch wenn der Tupfer nur wenige Zentimeter ins Nasenloch hinein geführt werden muss, kann das unangenehm sein – besonders für Kinder. „Selbst wir in der Praxis haben da manchmal Probleme und für Eltern wird das in vielen Fällen sehr schwierig und manchmal gar nicht möglich sein, weil die Gegenwehr zu groß ist“, sagt der Berliner Kinderarzt Jakob Maske. Das erhöhe auch die mögliche Fehlerquote bei den Selbsttests. Wichtig ist aus seiner Sicht: Wenn das Kind sich sehr wehrt, sollte man von dem Abstrich absehen.

Kultureinrichtungen des Landes öffnen am 12. März

12.44 Uhr: Die Kultureinrichtungen des Landes Hessen öffnen ab dem 12. März für Besucher. Dies teilte Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) am Freitag mit. Dies gelte für das Hessische Landesmuseum Darmstadt, das Museum Wiesbaden, die Museumslandschaft Hessen-Kassel, die Staatlichen Schlösser und Gärten sowie das Archäologische Landesmuseum mit der Saalburg und der Keltenwelt am Glauberg. Voraussetzung: Die Zahl der Infektionen binnen 7 Tagen pro 100 000 Einwohner bleibe hessenweit stabil unter dem Wert 100.

Nikosia: Ab 1. Mai keine Quarantäne mehr für geimpfte Briten

12.34 Uhr: Das EU-Mitglied Zypern erlaubt vom 1. Mai an allen Briten, die gegen das Coronavirus geimpft sind, ohne Quarantänepflicht und andere Formalitäten ihren Urlaub auf der Mittelmeerinsel zu verbringen. Dies teilte am Freitag der für den Tourismus zuständige Vizeminister Savvas Perdios im zyprischen Staatsfernsehen (RIK) mit. „Wir haben die Regierung in London darüber informiert“, sagte Perdios. „Keine Quarantäne mehr für geimpfte Briten ab 1. Mai.“ Ab 1. April gilt die gleiche Regel auch für gegen das Corona-Virus geimpfte Touristen aus Israel. Dies hatte Präsident Nikos Anastasiades bei einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu im Februar vereinbart. Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Zyperns.

Tschechien führt Quarantäne-Bonus ein – Krankenhäuser extrem belastet

12.12 Uhr: Tschechien führt im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine Quarantäne-Bonuszahlung ein. Präsident Milos Zeman unterzeichnete am Freitag ein entsprechendes Gesetz. Arbeitnehmer erhalten umgerechnet bis zu 14 Euro täglich, solange sie sich in behördlich angeordneter häuslicher Quarantäne befinden. Die Auszahlung erfolgt zusätzlich zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall in Höhe von 60 Prozent des Durchschnittsverdiensts.

Steinmeier: 70.000 Corona-Tote sind „erschütternde Dimension“

12.00 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an die vielen Menschen erinnert, die in Deutschland im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben sind. Mehr als 70.000 Menschen seien dem Virus bereits zum Opfer gefallen – „das ist und das bleibt eine erschütternde, verstörende Dimension“, sagte das Staatsoberhaupt am Freitag in Berlin bei einem Gespräch mit Hinterbliebenen.


Corona-Pandemie: Frauen arbeiten häufig in systemrelevanten Berufen

11.53 Uhr: Frauen sind in Sachsen besonders stark in Berufen vertreten, die in der Corona-Pandemie als systemrelevant gelten. So liege der Frauen-Anteil in der Altenpflege bei 85,5 Prozent, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz am Freitag anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März mit. Erziehung und Sozialarbeit sind mit 85,2 zu einem ähnlich hohen Prozentsatz Frauensache. Im Lebensmittelverkauf lag der Frauenanteil bei 82,8 Prozent und bei der Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen bei 75,5 Prozent. Alle Zahlen des Amtes beziehen sich auf 2019.

Rom zu Impf-Exportstopp: „Kein feindseliger Akt gegen Australien“

11.43 Uhr: Nach dem Export-Stopp für Corona-Impfstoffe des Herstellers Astrazeneca hat Italien betont, dass das von Rom erwirkte Verbot dem Gesundheitsschutz dienen soll und keine Attacke gegen Australien sei. „Das Ganze ist kein feindseliger Akt Italiens gegen Australien“, schrieb Außenminister Luigi Di Maio am Donnerstagabend auf Facebook. Das Verbot sei Teil einer am 30. Januar in Europa beschlossenen Export-Kontrollregelung. Die Verzögerungen bei der Verteilung der Impfstoffe in der Europäischen Union (EU) seien „nicht akzeptabel“, unterstrich Di Maio. „Und wir erwarten, dass sich die von uns bezogene Position positiv auf die europäische Impfkampagne auswirkt.“


Laumann: Kostenlose Schnelltests nicht gleich überall verfügbar

11.30 Uhr: Das Angebot kostenloser Schnelltests wird nach Einschätzung von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nicht gleich am 8. März für alle Bürger flächendeckend verfügbar sein. „Also es ist so, dass wir nicht nächste Woche allen Bürgern dieses Angebot machen können“, sagte Laumann in der Bundespressekonferenz am Freitag in Berlin. Die Infrastruktur für die Schnelltests, die von geschulten Personal vorgenommen werden, müsse für das Angebot von mindestens einem Test pro Woche für jeden Bürger größer werden. Nicht das Material und die Verfügbarkeit sei das Problem, sondern wer es mache. Laumann zeigte sich aber davon überzeugt, dass die flächendeckende Testinfrastruktur in NRW schnell aufgestellt werden kann.

Australiens Premier zeigt Verständnis für Italiens Impf-Exportstopp

11.25 Uhr: Australiens Regierung hat auf den Lieferstopp von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union enttäuscht, aber auch mit Verständnis reagiert. Premier Scott Morrison sagte am Freitag nach einer Kabinettssitzung, er verstehe die Gründe, warum Italien als zuständiges EU-Land die Ausfuhr von 250 000 Dosen des Herstellers Astrazeneca gestoppt habe. „In Italien sterben etwa 300 Menschen am Tag“, erklärte er Medien zufolge vor Reportern. „Sie befinden sich in einer unkontrollierten Krisensituation. Das ist in Australien nicht der Fall.“

Kretschmann beklagt „ernste Versäumnisse“ bei Selbsttests im Bund

11.24 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dem Bund „ernste Versäumnisse“ wegen der späten Bestellung von Corona-Selbsttests vorgehalten. Er verstehe nicht, warum der Bund hier nicht schneller und umfangreicher gehandelt habe, sagte der Grüne am Freitag bei der Sondersitzung des Landtags in Stuttgart zu den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern. „Da ist leider noch nichts passiert.“ Erst seit kurzem gebe es eine gemeinsame Plattform von Bund und Ländern, um Schnelltests in großem Stil zu bestellen. „Wir verlieren da leider wieder wertvolle Zeit“, beklagte Kretschmann.

Museen, Burgen und Zoos dürfen Montag öffnen – mit Termin und Maske

11.07 Uhr: Museen, Galerien, Burgen, Schlösser oder Zoos dürfen in NRW ab Montag unter Auflagen wieder öffnen: Man muss vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro zwanzig Quadratmeter aufhalten. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten neuen Coronaschutz-Verordnung hervor.


Krebskranker scheitert vor Bundesverfassungsgericht mit Antrag auf frühere Impfung

11.00 Uhr: Ein an Krebs erkrankter 78-Jähriger ist vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit dem Versuch gescheitert, sich eine frühere Corona-Schutzimpfung zu erstreiten. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sei unzulässig, teilte das Gericht am Freitag mit. Zuvor hatten schon das Verwaltungsgericht München und der bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) gegen ihn entschieden. (Az. 1 BvQ 15/21) Der Mann soll bald eine Chemotherapie bekommen und wollte sofort geimpft werden. Das Verwaltungsgericht lehnte ab, weil er nur in die Gruppe mit der zweithöchsten Priorität falle. Der VGH wies seine gegen die Entscheidung gerichtete Beschwerde ab. Vor dem Bundesverfassungsgericht beantragte der Mann daraufhin, die Beschlüsse aufzuheben und die Stadt München oder das Bundesland Bayern dazu zu verpflichten, ihn sofort zu impfen.

Dies lehnte das Bundesverfassungsgericht am 22. Februar ab, wie es nun öffentlich machte. Der Mann habe nicht nachvollziehbar dargelegt, dass ihm durch das Warten auf eine Impfung innerhalb der Gruppe zwei ein schwerer Nachteil entstünde oder dass er eine erste Impfung als Teil dieser Gruppe nicht bald erhalten könne, teilte das Gericht mit. Das Gericht war auch nicht überzeugt davon, dass der Mann sich nicht isolieren könne, um das Risiko zu verringern. Er habe nicht näher erklärt, warum das Ansteckungsrisiko bei einer teilstationären Behandlung hoch sei.

Corona: Tutus Stiftung prangert ungleiche Impfstoffverteilung an

11.00 Uhr: Südafrikas Friedens-Nobelpreisträger Desmond Tutu prangert über seine Stiftung die ungleiche globale Verteilung der Corona-Impfstoffe an. „Da muss unverzüglich mehr passieren, um ärmeren Ländern schnelleren Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, Diagnosegeräten und Behandlungen zu sichern“, fordert die vom früheren Erzbischof Desmond Tutu und seiner Frau Leah gegründete Stiftung am Freitag in einer Erklärung. Unter Hinweis auf eine Studie der Duke-Universität heißt es darin: „Während reiche Länder gerade mal 16 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, halten sie zur Zeit 60 Prozent der bisher verkauften Impfstoffe gegen Covid-19.“

„Wir blockieren“: Paris begrüßt Impfstoff-Lieferstopp für Australien

10.57 Uhr: Frankreich begrüßt den europäischen Lieferstopp von Corona-Impfstoff für Australien. „Das zeigt, dass wir als Europäer fähig sind, nicht naiv zu sein und unsere Interessen zu verteidigen“, sagte Europa-Staatssekretär Clément Beaune am Freitag im Sender RTL France. Italien habe richtig gehandelt, die Lieferung zu verhindern. Es habe sich um viele Impfstoffdosen gehandelt, und in Australien sei der Bedarf weniger dringend als in Europa. „Wir blockieren. Und wir behalten ihn“, sagte der Vertraute von Staatschef Emmanuel Macron mit Blick auf den Impfstoff.

NRW holt vor den Osterferien alle Schüler in die Klassen zurück

10.56 Uhr: Nordrhein-Westfalen holt ab 15. März auch alle Schüler der weiterführenden Schulen zumindest tageweise in die Klassen zurück. Geplant sei vorerst bis zu den Osterferien ein Unterricht bei halbierter Klassenstärke im Wechselmodus, schrieb das NRW-Schulministerium am Freitag in einer Mail an die Schulen. Kein Schüler solle dabei länger als eine Woche ohne Präsenzunterricht zu Hause lernen müssen.


RKI-Chef: Wird noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten

10.10 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht „Signale einer Trendumkehr“ bei der Corona-Pandemie in Deutschland. Es erwartet, dass die ansteckendere britische Mutante demnächst die Oberhand gewinnt: „Es ist absehbar, dass B.1.1.7 bald die vorherrschende Variante in Deutschland sein wird“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. „Dann wird es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten.“ Die in Großbritannien entdeckte Variante sei „noch ansteckender und noch gefährlicher“.

Spahn: Corona-Öffnungen an der Grenze des Verantwortbaren

9.50 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut zu Vorsicht bei weiteren Lockerungen von Corona-Beschränkungen gemahnt. Die von Bund und Ländern vorgesehenen Öffnungsmöglichkeiten gingen an die Grenze dessen, was unter dem Gesichtspunkt des Gesundheitsschutzes verantwortbar sei, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Keine Öffnungsschritte zu wagen, wäre aber auch kaum verantwortbar gewesen. Wichtig sei deswegen die vereinbarte „Notbremse“ für den Fall, dass die Zahl der Neuinfektionen wieder stark ansteigen sollten. Spahn machte deutlich, dass für den Start kostenloser Schnelltests als Angebot für alle Bürger ab kommender Woche ausreichend Tests vorhanden seien.


Computerspielkauf im Lockdown: Flüchtiger in England geschnappt

8.30 Uhr: Der Kauf eines Computerspiels hat einen Mann in England die Freiheit gekostet. Polizisten fiel der Mann auf, weil er trotz Ausgangsbeschränkungen mit einem Kumpel in der Innenstadt von Birmingham unterwegs war. „Ich will mir das neue “Call of Duty”-Spiel kaufen, weil ich nicht immer nur herumhocken will im Lockdown“, sagte der zweite Mann, wie auf einem Polizeivideo zu hören ist. Als die Beamten den beiden klar machten, dass sie gegen Corona-Regeln verstießen und ihre Personalien aufnehmen wollten, trat der Flüchtige einem Polizisten in den Bauch und lieferte sich mit den Beamten ein Handgemenge. Schließlich wurde er jedoch festgenommen.

Papst Franziskus tritt erste Auslandsreise seit Pandemie-Beginn an

8.07 Uhr: Papst Franziskus ist zu einem historischen Besuch im Irak aufgebrochen. Der Papst flog am Freitagmorgen von Rom aus Richtung Bagdad. Es ist der erste Besuch eines katholischen Kirchenoberhaupts in dem krisengeschüttelten Land und die erste Auslandsreise des Papstes seit Beginn der Corona-Pandemie.

WHO meldet „ernste Bedenken“ gegen geplanten EU-Impfpass an

8.01 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat „ernste Bedenken“ gegen den von der EU geplanten Corona-Impfpass angemeldet. So sei unsicher, wie lange die Immunität nach einer Corona-Impfung anhalte, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge der Zeitung „Die Welt“ vom Freitag. Auch könne die Impfung nicht unbedingt verhindern, dass der Empfänger andere Menschen anstecke. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten bei ihrem Gipfeltreffen vergangene Woche die Einführung eines europaweit gültigen Impfausweises bis zum Sommer beschlossen.


Giffey: Corona hat Ungleichheiten zwischen Geschlechtern verstärkt

7.53 Uhr: Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey bestehende Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern „sichtbar gemacht und auch verstärkt“. „Die Aufteilung der Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen ist nach wie vor ungleich verteilt“, sagte die SPD-Politikerin, die auch Berliner SPD-Landesvorsitzende ist, dem „Tagesspiegel“ (Freitag) vor dem Frauentag am 8. März. Frauen würden weiterhin „die meiste familiäre Sorgearbeit“ übernehmen. Allerdings würden Väter hier aufholen.

Roberto Blanco trauert um Bruder: „Victor wird mir sehr fehlen“

7.50 Uhr: Schlagerstar Roberto Blanco („Ein bisschen Spaß muss sein“) trauert um seinen Bruder Victor (73). Laut dem „Bild“-Bericht verlor Blancos Bruder im Februar in Beirut das Gleichgewicht und stürzte. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Zuerst sei zu hoher Blutdruck als Ursache vermutet worden. Doch dann habe ein Corona-Test positiv angeschlagen. „Victor hatte überhaupt keine Symptome, doch er starb nach drei Tagen“, sagte Blanco. Die Frau seines Bruder habe ihm die die traurige Nachricht am Telefon mitgeteilt. Blancos Bruder soll dem Bericht zufolge in der Schweiz beigesetzt werden.

Schulleiter fordern Impfangebot für alle Schulbeschäftigten

7.40 Uhr: Angesichts des gestaffelten Wiederbeginns des Schulunterrichts fordert der Schulleitungsverband Niedersachsen ein Impfangebot für alle Schulbeschäftigten. „Das Impfangebot für die Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen von Beginn der kommenden Woche an ist ein erster Schritt“, teilte der Verband in Hannover mit. Nun müsse es auch Beschäftigten der weiterführenden und berufsbildenden Schulen ermöglicht werden, vorzeitig und umgehend geimpft zu werden, wenn in Landkreisen und Städten Impfdosen übrig seien. Spätestens bis zum Ende der Osterferien müssten die Lehrer und Lehrerinnen aller Schulformen, die sich impfen lassen wollten, auch geimpft sein, forderte der Schulleiterverband. Der Landesschülerrat und der Landeselternrat forderten einen weiteren Ausbau des Infektionsschutzes an Schulen.


Bericht: Corona-Krise verschärft Spaltung zwischen Arm und Reich

7.33 Uhr: Die Corona-Pandemie trifft einem Bericht zufolge vor allem die unteren Einkommensschichten. Bis Ende August 2020 mussten bereits 15,5 Millionen Haushalte in Deutschland Einkommenseinbußen hinnehmen, wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag unter Berufung auf den Entwurf des sechsten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung berichtete. Darunter zu leiden hätten vor allem Gering- und Normalverdiener. Besonders betroffen seien Selbstständige. Aber auch auf dem Arbeitsmarkt trifft die Pandemie die Schwächeren in der Gesellschaft dem Bericht zufolge härter. Wer eine geringere Qualifikation habe, habe ein größeres Risiko, seinen Job zu verlieren.

Sport trotz Corona: Fenster-Gymnastik für Senioren

7.12 Uhr: Wenn die Sportler wegen der Corona-Pandemie nicht zum Verein kommen dürfen, kommt der Verein zu ihnen: Die TSV Reinbek im südlichen Schleswig-Holstein bietet den Bewohnern einer nahe gelegenen Seniorenwohnanlage zweimal wöchentlich Fenstergymnastik an. „Das Angebot ist aus Corona erwachsen. Es ist für alle die, die wir mit Livestreams und Videos nicht erreichen, wie zum Beispiel Menschen in einem Altersheim“, sagt der sportliche Leiter der TSV Reinbek, Uwe Schneider. So sei die Idee entstanden, extra für diese Menschen etwas zu machen.


Trotz Corona-Krise: China will „mehr als sechs Prozent“ wachsen

5.52 Uhr: China will in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von „mehr als sechs Prozent“ erreichen. Das geht aus dem Arbeitsbericht hervor, den Regierungschef Li Keqiang am Freitag in Peking zur Eröffnung der Jahrestagung des Volkskongresses vorlegte. Nachdem der Premier im Vorjahr wegen der Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie davon abgesehen hatte, wie sonst üblich eine solche Vorgabe zu machen, setzte er damit – entgegen vielen Erwartungen – doch wieder ein Ziel für die zweitgrößte Volkswirtschaft.

KMK-Chefin Ernst: Alle Schüler sollen noch im März zur Schule

5.00 Uhr: Alle Schüler sollen nach den Worten der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, noch im März wieder in die Schule gehen können. „In der Kultusministerkonferenz sind wir uns einig: Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen – auch wenn es im Regelfall erst mal Wechselunterricht sein wird“, sagte Brandenburgs Bildungsministerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). „Einige Bundesländer, in denen die Inzidenzwerte sehr niedrig sind, werden sich auch für Präsenzunterricht entscheiden“, fügte die SPD-Politikerin hinzu. Gerade der Wechselunterricht ermögliche das Einhalten von Abständen sehr gut.

Corona-News vom 4. März: Scholz hält Nachtragshaushalt 2021 für notwendig

  • Bundesfinanzminister Olaf Scholz zufolge wird dieses Jahr trotz bereits hoher Neuverschuldung ein Nachtragshaushalt nötig. Deutschland werde in der Corona-Krise solange wie nötig gegenhalten, sagte der SPD-Kanzlerkandidat in einem TV-Interview der “Welt”. “Das können wir auch.”
  • Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hält den Covid-19-Impstoff von AstraZeneca für ebenso gut wie die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna.
  • Trotz Lockdown sind erste Garten- und Baumärkte offen. Ab Montag gelten zudem bundesweit einheitliche Regeln. Wir geben einen Überblick: In diesen Bundesländern dürfen Baumärkte jetzt wieder öffnen
  • Viele hatten beim Corona-Gipfel auf Lockerungen für Hotel- und Reisebranche gehofft. Doch ob Oster-Urlaub möglich ist, bleibt unklar.
  • Nach 55 Prozent im Vormonat sind aktuell 50 Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 49 Prozent üben Kritik. Das ist der schlechteste Wert für das Berliner Kabinett seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr. Auch interessant: Merkel nach Corona-Gipfel – So war die Pressekonferenz
  • Hat der Mensch Schuld am Coronavirus? Eine Studie legt nahe, dass die Menschheit zumindest eine Teilschuld an dessen Entstehung trifft. Lesen Sie dazu: Wie der Klimawandel, Fledermäuse und Corona zusammenhängen
  • In Gartenmärkten und Gartencentern kann auch ohne Buchung eingekauft werden. Lesen Sie dazu auch: Corona-Lockdown: Was sich wo für den Einzelhandel ändert
  • Bei der digitalen Nachverfolgung der Kontakte soll am Montag die Entscheidung über eine bundeseinheitliche App gefällt werden, die in allen Ländern zum Einsatz kommen soll. Lesen Sie dazu: “luca”: So erleichtert die Corona-App den Weg aus dem Lockdown
  • Rund ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie schränken die Menschen zumindest bei schönem Wetter ihre Mobilität kaum noch ein. Wie aus einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden vom Freitag hervorgeht, hat sich die Mobilität in der zweiten Februarhälfte 2021 „stark dem Vorkrisenniveau angenähert“.
  • Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca künftig auch für Ältere ab 65 Jahren. Lesen Sie hier: Astrazeneca-Impfung hat überraschende Wirkung bei Älteren
  • Mehr als die Hälfte der Länder in Europa haben in der vergangenen Woche einen Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Wie das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Donnerstag mitteilte, ist die Anzahl der Neuinfektionen um neun Prozent gestiegen.
  • Das Impfen gegen Corona soll in Deutschland deutlich schneller vorankommen. Haus- und Facharztpraxen sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Auch sie sollen ab April die Impfstoffe verabreichen. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Covid-19: Wann bekomme ich die Impfung beim Hausarzt?
  • Die Corona-Pandemie hat auch für die Behandlung krebskranker Kinder weltweit negative Folgen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die US-Forscher am Donnerstag im Fachblatt „The Lancet Child and Adolescent Health“ veröffentlichten.
  • Intensivmediziner gehen angesichts des Öffnungs-Fahrplans von Bund und Ländern in der Pandemie von einer deutlichen Zunahme der Corona-Fälle aus.
  • Die Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik-V in Deutschland und den anderen EU-Staaten rückt näher. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA gab am Donnerstag überraschend bekannt, dass sie offiziell eine fortlaufende Überprüfung des Russen-Impfstoffs begonnen hat.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat auch bei möglichen nächsten Öffnungen in der Corona-Krise zu notwendiger Vorsicht gemahnt. Niemand wolle Einschränkungen einen Tag länger als nötig, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Bundestag. Doch die Pandemie sei „noch nicht am Ende“, wie die Infektionszahlen, die Lage auf den Intensivstationen und ein Blick in europäische Nachbarländer zeigten.
  • Der Geschäftseinbruch in der Corona-Krise hat der Lufthansa 2020 einen Rekordverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von 6,7 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden ein Jahr zuvor, wie der vom Staat gestützte Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Nach dem schwierigen Start ins neue Jahr wird Vorstandschef Carsten Spohr auch für 2021 ein Stück pessimistischer.
  • Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des Corona-Lockdowns und einige Lockerungen geeinigt. Doch der Fahrplan ist mutlos, kommentiert Chefkorrespondent Miguel Sanches. Lesen Sie hier: Corona-Gipfel – Ergebnis ist ein Kompromiss ohne Perspektive
  • Die Apotheken fordern die Politik auf, nachvollziehbare Regeln für die jetzt beschlossene Ausweitung der kostenlosen Corona-Tests zu schaffen. Notwendig seien „klare und detaillierte Rahmenvorgaben, welche Personengruppen wie oft kostenfrei in Apotheken, Arztpraxen oder Testzentren getestet werden sollen“, sagte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Regina Overwiening, dieser Redaktion.
  • Nach der Bund-Länder-Vereinbarung zu einer stärkeren Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten bei den Corona-Impfungen, fordern die Hausärzte bürokratische Entlastungen und eine stärkere organisatorische Einbeziehung der Krankenkassen. Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Testungen stemmen zu können, „muss jeglicher vermeidbarer Aufwand wegfallen“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, unserer Redaktion.
  • Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels als „Corona-Irrgarten“ bezeichnet. „Heute haben wir ein Inzidenz- und Lockerungswirrwarr erlebt, der die Bürger und Bürgerinnen weiter verunsichern wird“, sagte Bartsch unserer Redaktion.

Corona-News vom 3. März: Pressekonferenz nach fast zehnstündigen Beratungen

  • Nach fast zehnstündiger Beratung gab Kanzlerin Angela Merkel die Ergebnisse des Corona-Gipfels gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller auf einer Pressekonferenz bekannt.
  • Der Discounter Aldi verkauft ab Samstag deutschlandweit Corona-Schnelltests. Pro Kunde werde die Abgabemenge auf eine Packung begrenzt, damit möglichst viele Kunden zum Zuge kämen, teilten Aldi Nord und Aldi Süd mit.
  • Das RKI hat einen neuen Bericht zum Anteil von Varianten in Deutschland getwittert. Darin erläutern die Experten, wie häufig besorgniserregende Varianten des Coronavirus zurzeit in Deutschland vorkommen.
  • Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) will die Beschränkungen für Geimpfte zügig aufheben.
  • Deutlich mehr Menschen in Deutschland könnten einer Studie des ifo-Instituts zufolge im Homeoffice arbeiten.
  • Österreichs Bundeshauptstadt Wien will den Impfstoff von Astrazeneca ab sofort auch bei über 65-jährigen Personen einsetzen.
  • Die stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sollen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa zunächst bis zum 17. März verlängert werden.
  • Lediglich jeder achte Landkreis in Deutschland liegt bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz derzeit unter der politisch definierten Schwelle von 35. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen hervor.
  • Um die Geschwindigkeit bei den Corona-Impfungen zu beschleunigen, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möglichst bald auch über 65-Jährige mit dem Vakzine von Astrazeneca impfen lassen.
  • Unser Impfmonitor zeigt, wie ganz Deutschland und die Bundesländer beim Impfen vorankommen, wie gut Risikogruppen bereits versorgt sind – und wo welcher Impfstoff im Kühlschrank liegen bleibt. Hier sehen Sie alle Grafiken.
  • Der Einzelhandel fordert vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern eine rasche Wiedereröffnung der Geschäfte. „Wir möchten Sie eindringlich auffordern, die Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels auf der Basis der funktionierenden Hygienekonzepte zum 8. März zu ermöglichen“, heißt es in einem Schreiben des Branchenverbands HDE an das Kanzleramt.

Alle bisherigen Corona-News

10.00 Uhr: Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

(fmg/dpa/afp)

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