Corona: RKI meldet neue Zahlen – Kinderärzte mit deutlicher Forderung

Berlin. 

  • Bei der Corona-Pandemie in Deutschland ist aus Sicht von Angela Merkel noch keine Entwarnung möglich. Deutschland habe “die schwersten Monate” noch vor sich, so die Kanzlerin
  • Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland trotz Lockdown weiter deutlich an. Auch die Todeszahlen liegen erneut über 1000
  • Den zweiten Tage in Folge haben die USA einen Höchstwert bei Corona-Todesfällen binnen 24 Stunden verzeichnet
  • Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert angesichts des verlängerten Lockdowns weitere Hilfen von Bund und Ländern
  • Als zweiter Corona-Impfstoff ist nun auch das Mittel des US-Herstellers Moderna in der Europäischen Union zugelassen
  • Bund und Länder haben die bestehenden Lockdown-Regeln am Dienstag bis zum 31. Januar verlängert. Die Maßnahmen werden zudem weiter verschärft
  • Dem Robert Koch-Institut lagen am Donnerstagmorgen mehr als 26.000 neue Meldungen über Neuinfektionen vor
  • Nach unseren Recherchen haben sich in Deutschland bisher mehr als 1.841.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 37.800 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben


Als zweiter Corona-Impfstoff ist nun auch das Mittel des US-Herstellers Moderna in der EU zugelassen. Dies entschied die EU-Kommission am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte.



Währenddessen bereiten sich die Menschen in Deutschland auf den verschärften Lockdown vor, der am kommenden Montag beginnen soll. Lesen Sie dazu: Lockdown – Das sind die Beschlüsse des Corona-Gipfels



Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt eine Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern wird der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzt. Mehr dazu: Corona-Lockdown: Das bedeutet die 15-Kilometer-Regel

Auch für die Schulen und Kitas wird der Lockdown bis Ende Januar verlängert. Lesen Sie hier: Corona – Kitas und Schulen bleiben noch länger geschlossen

Corona-News des Tages: RKI meldet 26.391 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Bis Donnerstagmorgen haben die deutschen Gesundheitsämter 26.391 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 1070 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag bekanntgab.

Lesen Sie dazu: Corona – RKI meldet Fallzahlen und neue Reproduktionszahl


Corona – Mehr Infos zum Thema



7. Januar: Corona – Merkel sieht “schwerste Monate noch vor uns”

11.45 Uhr: Bei der Corona-Pandemie in Deutschland ist aus Sicht von Kanzlerin Angela Merkel noch keine Entwarnung möglich. “Natürlich haben wir die schwersten Monate – das kann man glaube ich erahnen – der Pandemie noch vor uns”, sagte sie in Berlin bei der Klausurtagung der CSU-Abgeordneten im Bundestag.

Dies sei jedoch “gepaart mit einem Stück Hoffnung” durch die inzwischen zur Verfügung stehenden Impfstoffe. Merkel sagte, gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Deutschland würden nach der Corona-Pandemie “eine noch größere Herausforderung” werden. “Es ist für mich auch die Voraussetzung dafür, dass die Fliehkräfte in unserem Lande nicht immer größer werden.”

WHO Europa sieht Wendepunkt im Verlauf der Pandemie

11.39 Uhr: Das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation in Europa sieht den Kontinent zum Start ins neue Jahr an einem wichtigen Punkt im Kampf gegen das Coronavirus. “Dieser Moment stellt einen Wendepunkt im Verlauf der Pandemie dar”, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge bei einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Man habe mittlerweile deutlich mehr Erkenntnisse und neue Werkzeuge wie Impfstoffe zur Verfügung. Gleichzeitig gebe es aber neue Herausforderungen wie ansteckendere Varianten des Virus. Wissenschaft, Politik und andere müssten eine Allianz bilden, um Corona zurückzudrängen.

Großbritannien kündigt neue Corona-Maßnahmen für Einreisen an

11.05 Uhr: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, will Großbritannien neue Maßnahmen an seinen Grenzen einführen. Die Vorschriften würden “in den nächsten Tagen” verkündet, sagte Innenministerin Priti Patel dem Sender BBC Radio 4. “Reisen sollten nur unter sehr strengen Regeln stattfinden”, sagte Patel. Die Menschen sollten zu Hause bleiben und nur ins Ausland reisen, wenn sie eine Ausnahmegenehmigung hätten.

Premierminister Boris Johnson wollte sich am Donnerstagabend um 18.00 Uhr (MEZ) zur Corona-Lage äußern. Er hatte zuletzt Maßnahmen angekündigt, die sicherstellen sollen, dass Einreisende auf das Coronavirus getestet werden. Im Gespräch ist die Pflicht, an der Grenze ein negatives Testergebnis vorzulegen. Ausgenommen sein sollen demnach Lastwagenfahrer.


Corona: Hochschulen setzen primär auf digitale Prüfungen

10.45 Uhr: An den deutschen Hochschulen wird es nach Einschätzung des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, Peter-André Alt, wegen des Infektionsgeschehens aktuell kaum Prüfungen im Präsenzformat geben. Viele Hochschulen entwickelten stattdessen “flexible Lösungen und unterschiedliche Formen für neue, digitale Prüfungsformate”, die sie auch erfolgreich einsetzten, sagte Alt der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Präsenzprüfungen seien allerdings durch die Corona-Verordnungen der Länder erlaubt und blieben möglich. Insgesamt rechnet Alt mit zunehmenden Schwierigkeiten für den Hochschulbetrieb bei einem Fortdauern der Pandemie. Mit der Zeit wüchsen auch die Herausforderungen, Studenten beim Lernen individuell zu unterstützen. Der persönliche Austausch bleibe für das akademische Leben zentral und sei virtuell schwer zu ersetzen.

Corona-Tote – Neuer Tageshöchstwert in den USA

10.15 Uhr: Den zweiten Tage in Folge haben die USA einen Höchstwert bei Corona-Todesfällen binnen 24 Stunden verzeichnet. Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore wurden am Mittwoch 3865 Tote im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Am Vortag waren es 3775 gewesen, der bis dahin höchste Wert innerhalb von 24 Stunden.

Ryanair streicht Flugplan noch drastischer zusammen

9.35 Uhr: Die jüngste Verschärfung der Corona-Pandemie durchkreuzt bei Europas größtem Billigflieger Ryanair die ohnehin schon dürren Geschäftspläne für den Winter. Wegen der neuen Lockdowns in Irland, Großbritannien und einigen anderen EU-Staaten streicht das irische Unternehmen sein Flugangebot ab 21. Januar drastisch zusammen, wie es am Donnerstag in Dublin mitteilte. Ab Ende Januar will Ryanair nur noch wenige oder überhaupt keine Flüge von und zu britischen und irischen Airports anbieten. Dies gelte, bis die scharfen Reisebeschränkungen aufgehoben werden.

Aus der ersten Corona-Welle nichts gelernt – Ethikratmitglied kritisiert Politik

8.45 Uhr: Der Ethiker und Philosoph Jürgen Manemann hat der Politik Versäumnisse im Kampf gegen die Corona-Pandemie vorgeworfen. „Wenn wir auf die Maßnahmen schauen, müssen wir uns leider eingestehen, dass wir aus der ersten Krise nichts dazugelernt haben“, sagte Manemann, der Mitglied im Niedersächsischen Ethikrat ist, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Die Zeit, sich auf eine nächste Welle vorzubereiten, sei nicht genutzt worden. „Obwohl wir alle wussten, dass die nächste Corona-Welle ab dem Herbst auf uns zurollt und im Winter die Infektionszahlen in die Höhe schießen werden.“

Tokio zählt Rekord an Corona-Neuinfektionen

8.35 Uhr: Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt auf einen Rekord gestiegen. Erstmals wurden binnen eines Tages mehr als 2000 Fälle registriert, wie japanische Medien berichteten. Erst am Vortag war die Zahl erstmals über die Marke von 1500 Fällen geklettert.

Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga erklärt wegen der Corona-Krise den Notstand in der Hauptstadt Tokio und drei benachbarten Bezirken. Dies gelte vom 8. Januar bis 7. Februar, sagt der Regierungschef.


Kinderärzte fordern schnellere Corona-Impfungen für Minderjährige

8.20 Uhr: Deutschlands Kinderärzte fordern schnellstmögliche Corona-Impfungen für Kinder, damit Kitas und Schule wieder geöffnet werden können. Minderjährige hätten es in der Pandemie seit Beginn besonders schwer, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Dass sie nun auch beim Impfen hinten anstehen – und die Schulen deswegen weiter dichtbleiben – ist daher doppelt bitter.“ Die Impfstoffe von Biontech und Moderna sind derzeit für Personen ab 16 Jahren zugelassen. Beide Hersteller haben laut der Zeitung Tests gestartet, um die Verträglichkeit der Vakzine für Kinder ab 12 Jahren zu prüfen.


Corona – Mehr zum Thema



Corona-Auflagen – Alleinerziehende fordern Klarheit über Betreuung

8.00 Uhr: Die knapp 330.000 Alleinerziehenden minderjähriger Kinder in NRW befürchten erhebliche Lasten durch die neuen Corona-Einschränkungen in Schulen und Kitas. Sie fordern schnell Klarheit über die geplanten Kinderkrankentage zur Sicherung der Betreuung.

„Die erneute Umstellung auf Distanzunterricht und der eingeschränkte Pandemiebetrieb in der Kindertagesbetreuung ist für Eltern und insbesondere erwerbstätige Alleinerziehende wieder eine enorme Belastung“, sagte Nicola Stroop, Vorstand des Verbands allein erziehender Mütter und Väter (VAMV) NRW, der dpa.

Größter Corona-Ausbruch seit Monaten in China

7.45 Uhr: China erlebt den größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten. Nachdem das bevölkerungsreichste Land das Virus seit dem Sommer weitestgehend im Griff hatte und nur noch ganz vereinzelt Infektionen zählte, sind die Zahlen in der Provinz Hebei direkt vor den Toren Pekings in wenigen Tagen auf insgesamt mehr als 200 gestiegen. Bis Donnerstag meldete die Gesundheitskommission in der Provinz um die Hauptstadt 90 Erkrankungen und 144 asymptomatische Infektionen. Es wurde mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

Corona – Kramp-Karrenbauer will Bundessicherheitsrat

7.30 Uhr: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht sich als Lehre aus der Corona-Krise in der Forderung nach einer zentralen Schaltstelle für die Sicherheit Deutschlands bestärkt. “Ich bin der Auffassung, man braucht so etwas wie einen Bundessicherheitsrat auch für solche Situationen.

Wir brauchen einen Ort, an dem man die Organisationen und Behörden zusammennehmen kann, an dem gemeinsame Lagebilder erstellt werden, an dem man die Dinge koordinieren kann”, sagte die CDU-Chefin der Nachrichtenagentur dpa. “Ich finde, dass Corona bewiesen hat, dass ein Bundessicherheitsrat ein solcher Ort sein könnte.”


Mehrheit gegen Corona-Impfpflicht im Kampf gegen die Pandemie

7.00 Uhr: Eine Mehrheit der Deutschen lehnt eine Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ab. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 56 Prozent gegen eine zwingende Immunisierung gegen das gefährliche Virus aus. 33 Prozent befürworteten einen solchen Schritt dagegen. 11 Prozent machten keine Angaben.

Corona-Krise: IW-Chef übt scharfe Kritik an Rettungspaketen der Politik

6.50 Uhr: Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft aus Köln (IW), Michael Hüther, hat die Bundesregierung für die Ausgestaltung der Corona-Hilfen scharf kritisiert. „Die Aussage von Finanzminister Scholz, wir halten das finanziell lange durch, kann man zynisch beantworten: ja, weil das Geld nicht abfließt und daran auch kein Interesse besteht. Die Rettungspolitik ist mehr Erzählung und Propaganda als Realität“, sagte Hüther unserer Redaktion.

Für ihn liege der „eigentliche Skandal“ nicht bei der Impfstrategie, sondern bei den nicht abfließenden Hilfsgeldern. „Die Zugangshürden sind zu hoch, die administrative Umsetzung ist eine schiere Katastrophe“, kritisierte Hüther.

Der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien, warnte vor Überlegungen, bei steigenden Infektionszahlen weitere Betriebe zu schließen. „Es liegt am Verhalten der Menschen, dass wir nicht vorankommen. Deshalb macht es auch keinen Sinn, weitere Betriebe zu schließen“, sagte Dullien.

So sei die Homeoffice-Quote von 27 Prozent im April auf 14 Prozent im November gesunken. „Es gibt also Potenzial, konsequenter von zu Hause aus zu arbeiten. Und zur Not muss die Mobilität weiter eingeschränkt werden, etwa in Form von Ausgangssperren. Das wäre hilfreicher, als weitere Betriebe zu schließen“, sagte Dullien.

Mittelstand warnt nach Lockdown-Beschlüssen vor „kippender Stimmung“ in Betrieben

6.30 Uhr: Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert angesichts des verlängerten Lockdowns weitere Hilfen von Bund und Ländern. „Durch den staatlich angeordneten Hausarrest kippt die Stimmung in der mittelständischen Wirtschaft“, sagte BVMW-Hauptgeschäftsführer Markus Jerger unserer Redaktion.

Als „Trotzreaktionen“ würden erste Geschäfte trotz Lockdown wieder öffnen wollen. „Um die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen zu erhöhen ist Folgendes notwendig: Weitere Staatshilfen, ein konkreter Fahrplan für die Rückkehr zur Normalität sowie ein erhöhtes Tempo bei den Impfungen“, forderte Jerger. Zudem drang der BVMW-Hauptgeschäftsführer darauf, dass die zugesagten Hilfen ausgezahlt werden. „Der Mittelstand braucht Planungssicherheit und verlässliche politische Rahmenbedingungen“, sagte Jerger.

SPD legt mit Kritik an Corona-Impfstoffbeschaffung nach

2.15 Uhr: Die SPD hat mit ihrer Kritik an der Beschaffung von Impfstoffen gegen das Coronavirus nachgelegt. SPD-Bundesvize Kevin Kühnert hielt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der „Rheinischen Post“ und dem „General-Anzeiger“ vor, zu zögerlich bei der Bestellung gewesen zu sein. „Es ist doch so: Wenn ich die Nadel im Heuhaufen noch nicht finden kann, sie aber dringend brauche, dann kaufe ich doch erstmal zur Sicherheit den Heuhaufen, und zwar komplett.“ Er bezog sich dabei darauf, dass lange nicht klar war, welche Impfstoff-Entwicklungen erfolgreich sein würden.

Grünen-Chefin kritisiert neue „Ein-Freund-Regel“ im Lockdown

01.05 Uhr: Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat davor gewarnt, Familien mit den neuen Ein-Freund-Kontaktbeschränkungen zu überfordern. Es sei richtig, dass Bund und Länder den Lockdown verlängert und die Maßnahmen verschärft hätten. „Wichtig ist aber, dass die Maßnahmen in der Lebensrealität der Menschen auch umsetzbar sind“, sagte Baerbock unserer Redaktion.

So werde die Regel, nur noch eine Person außerhalb des eigenen Haushaltes zu treffen, Familien vor erhebliche Probleme stellen. „Wenn die Nachbarin bei sich zu Hause nur eins von zwei Geschwisterkindern betreuen kann, während die Eltern arbeiten, ist das alles andere als sinnvoll. Dann müssen Eltern ihre Kinder in die Notbetreuung schicken, obwohl es zur Kontaktreduzierung anders viel besser wäre“, sagte Baerbock, die Mutter von zwei Kindern ist.

Die Politik müsse bedenken, dass sie mit nicht zu Ende gedachten Maßnahmen ausgerechnet diejenigen Familien vor den Kopf stoße, „die sich mit heftigsten Einschränkungen bei Vereinbarkeit von Job und Familie an der Pandemiebekämpfung bisher am solidarischsten beteiligen“.

Für Alleinerziehende sei die Ein-Freund-Regel überhaupt nicht umsetzbar: „Sie sind völlig auf sich zurückgeworfen“, kritisierte Baerbock. „Ebenso kleine Kinder, die damit für Wochen komplett isoliert sind, weil eine Dreijährige sich schlecht allein auf dem Spielplatz treffen kann.“


6. Januar: Curevac und Bayer wollen laut Bericht Impfstoff-Allianz gründen

22.19 Uhr: Das Tübinger Unternehmen Curevac und der Chemiekonzern Bayer wollen laut einem Medienbericht bei Weiterentwicklung, Produktion und Vertrieb eines Corona-Impfstoffes zusammenarbeiten. Ziel sei es, den Impfstoff nach einer Zulassung möglichst schnell und breit auf den Markt geben zu können, berichtete das Nachrichtenportal „ThePioneer“ (Donnerstag). Der Bericht wurde der Deutschen Presse-Agentur in Regierungskreisen bestätigt. Eine solche „nationale Impfallianz“ könne die Impfsituation in Deutschland beschleunigen und helfen, dass bis zum Sommer alle geimpft würden, die es wollten, schreibt das „ThePioneer“.

Wahrscheinlich keine zeitliche Streckung der Impfungen

20.19 Uhr: Das Verabreichen der zweiten Corona-Impfdosen wird wohl in Deutschland nicht verzögert. Zuvor hatte es Vorschläge gegeben, das knappe Vakzin so mehr Menschen zugänglich zu machen.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin: “Wir lassen die Daten von der Ständigen Impfkommission anschauen, aber die ersten Rückmeldungen sind tatsächlich die, dass wir bei der Zulassung und dem, was in der Zulassung steht, bleiben sollten.”

Welche Branchen im Lockdown arbeiten dürfen

19.55 Uhr: Geschäfte und Restaurants bleiben bis mindestens Ende Januar dicht. Doch welche Branchen sind noch betroffen und welche dürfen arbeiten? Was bedeutet dies für die Wirtschaft? Erfahren Sie hier mehr.

Sanktionen für Impfverweigerer gefordert

19.40 Uhr: Wirtschaftsvertreter fordern finanzielle Sanktionen für Impfverweigerer. Der Wirtschaftsforscher Michael Hüther kann sich vorstellen, dass gesetzlich Versicherte, die sich ohne medizinische Begründung nicht impfen lassen, einen Teil ihrer Behandlungskosten selbst tragen müssen, wenn sie an Covid-19 erkranken.

Ein solcher „Selbstbehalt“ könne die Bereitschaft zur Impfung erhöhen. Das sagte der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft, gegenüber der Wochenzeitung “Die Zeit”.


Infektiologe: “Kinder sind nicht die Treiber der Pandemie”

19.17 Uhr: Professor Reinhard Berner ist Leiter der Universitäts-Kinderklinik in Dresden, sein Spezialgebiet sind Infektionskrankheiten. Er war am Montagabend bei der großen Runde dabei, die die Beschlüsse vom Dienstag und die strengeren Corona-Regeln vorbereitet hat.

Als Einziger in der Expertenrunde hat er sich gegen eine längere Schließung von Kindergärten und Schulen ausgesprochen. Der Mediziner sagt: “Kinder sind nicht die Treiber der Pandemie”. Lesen Sie hier weiter.


Umfrage: Mehrheit der Deutschen mit Lockdown einverstanden

18.59 Uhr: Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland ist der Meinung, dass die Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns wegen des Coronavirus insgesamt richtig ist.

54 Prozent der Bürger sind mit den am Dienstag von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen einverstanden, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von RTL und ntv ergeben hat. 27 Prozent der Menschen gehen sie zu weit, 18 Prozent noch nicht weit genug.

Lesen Sie auch: 15-km-Radius: Darum benachteiligt die Hotspot-Regel das Land

Nur die Hälfte des Pflegepersonals will sich impfen lassen

18.32 Uhr: Nur die Hälfte der Pflegekräfte in Krankenhäusern ist einer Umfrage zufolge bereit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Dies ergab eine Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), wie „Zeit Online“ am Mittwoch berichtete.

EU-Parlament stellt Fragen zur Impfstoffbeschaffung

18.01 Uhr: Das EU-Parlament schaltet sich in die Debatte rund um die Brüsseler Strategie zur Corona-Impfstoffbeschaffung für die EU-Länder ein. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides wird sich am Donnerstag den Fragen der Abgeordneten im Haushaltskontrollausschuss stellen.

Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Parlamentskreisen. Am kommenden Dienstag soll auch die Chef-Unterhändlerin der Kommission, Sandra Gallina, zu den Verhandlungen mit den Impfstoffherstellern im Gesundheitsausschuss befragt werden.


Weltweit mehr als 15.700 Corona-Tote binnen 24 Stunden

17.32 Uhr: Die Zahl der weltweit registrierten Corona-Todesfälle innerhalb eines Tages hat einen neuen Höchstwert erreicht. Rund um den Globus starben innerhalb 24 Stunden laut einer auf amtlichen Angaben beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP 15.790 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus und damit so viele wie noch nie.

Kultusminister setzen Präsenzpflicht an Hessens Schulen aus

16.53 Uhr: Schüler der Klassen 1 bis 6 in Hessen müssen bis Ende Januar nicht für den Unterricht in die Schulen kommen. Die
Präsenzpflicht werde für sie ausgesetzt, für Schüler ab Klasse 7 werde mit Ausnahme von Abschlussklassen grundsätzlich Distanzunterricht angeboten, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden.

Auch Moderna-Impfstoff in der EU zugelassen

16.40 Uhr: Als zweiter Corona-Impfstoff ist ab sofort auch das Mittel des US-Herstellers Moderna in der Europäischen Union zugelassen. Dies entschied die EU-Kommission am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte.

Einer von 50 Briten war bereits mit Corona infiziert

16.20 Uhr: Das Lockdown-Gesetz der britischen Regierung mit Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen soll bis zum 31. März gelten. Premierminister Boris Johnson betonte im Parlament, das Datum sei nicht deshalb gewählt, weil der Lockdown bis dahin dauern solle. Vielmehr gehe es darum, „einen steten, kontrollierten und faktenbasierten Übergang“ zu ermöglichen. Dabei dürften Fortschritte nicht schnell wieder zunichtegemacht werden, sagte Johnson am Mittwoch in London. Johnson betonte, die Lockdown-Maßnahmen würden dauernd überprüft und sobald wie möglich beendet.

Premierminister Boris Johnson, der noch am Sonntag Schulschließungen abgelehnt hatte, und seine obersten Gesundheitsexperten machten mit dramatischen Zahlen die Brisanz deutlich. „Etwa einer von 50 Menschen hat das Virus“, sagte der medizinische Regierungsberater Chris Whitty am Dienstag. Hochgerechnet entspricht das zwei Prozent der Bevölkerung. In London sei demnach sogar etwa einer von 30 Menschen infiziert geewesen. Mit mehr als 60.000 neuen Fällen meldeten die Behörden am Dienstag einen Tagesrekord. „Wenn die Menschen die Fakten betrachten, wird die überwältigende Mehrheit feststellen, dass wir keine Wahl haben“, sagte Johnson mit Blick auf den Lockdown.

Bayern nutzte ungeeignete Kühlboxen zum Impfstoff-Transport

16.13 Uhr: Das bayerische Gesundheitsministerium hat nach mehrfacher Anfrage des „Spiegel“ bekannt gegeben, dass unqualifizierte Kühlboxen zum Transport des Biontech-Impfstoffes genutzt wurden. Dadurch kam es zu Pannen bei der Kühlung von mehr als 1000 Impfdosen im oberfränkischen Kulmbach und weiteren bayerischen Landkreisen. Ärzte und Landräte hatten sich zum Impfstart nach Weihnachten geweigert, die Impfdosen zu verabreichen, weil Messgeräte Temperaturen außerhalb des erlaubten Bereichs von zwei bis acht Grad anzeigten.

Für die Bereitstellung der Transportboxen ist das bayerische Gesundheitsministerium verantwortlich. Experten erkannten, dass die Kühlboxen vom schwedischen Hersteller Dometic stammen. Sie werden zur Kühlung von Getränken und Lebensmittel genutzt, sind aber nicht zum Transport von Arzneien lizenziert.

Bayern: Einkaufen außerhalb des 15 Kilometer-Radius erlaubt

16.10 Uhr: Einkaufen ist nach Angaben von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) durchaus ein Grund, den 15 Kilometer-Radius in Corona-Hotspots mit sehr hohen Infektionszahlen zu verlassen. Es sei nun geklärt, „dass man eben trotzdem zum Einkaufen auch über die 15 Kilometer natürlich hinaus fahren kann“, sagte er nach einer Kabinettssitzung in München. Aiwanger betonte, „dass es sich wirklich auf touristische Tagesausflüge bezieht“.

Hamburg will Start des strengeren Lockdowns vorziehen

15.41 Uhr: In Hamburg soll der strengere Lockdown bereits ab kommendem Freitag gelten. Das
sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach einer Sondersitzung des Senats, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Ursprünglich war der Start der verschärften Lockdown-Regelungen bundesweit für den 11. Januar geplant.

Präsenzunterricht in Nordrhein-Westfalen wird komplett ausgesetzt

15.20 Uhr: Die Landesregierung von NRW hat nach dem Ende der Winterferien am kommenden Montag Distanzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler angeordnet. Die Regelung soll bis zum 31. Januar gelten. Ausnahmen für Abschlussklassen gibt es nicht. Das
kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) nach einer Sondersitzung des Kabinetts an.


RKI veröffentlich neue Impfzahlen

14.56 Uhr: Dem Robert Koch-Institut sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden mehr als 45.000 neue Impfungen gegen das Coronavirus gemeldet worden. Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember ist das Mittel laut RKI damit nun mindestens 367.331 Menschen gespritzt worden. Das macht 4,4 Impfungen pro 1000 Menschen.

Italienische Mafia nutzt Corona-Lage aus

14.48 Uhr: Die Corona-Krise hat der Mafia in Italien im vergangenen Jahr viele Gelegenheiten für ihre kriminellen Machenschaften in der Wirtschaft und dem Internet geboten. Das geht aus einem veröffentlichten Quartalsbericht der italienischen Sicherheitsbehörden hervor. Die kriminellen Vereinigungen verfügten über sehr viel Geld aus illegalen Geschäften, das sie in notleidende Unternehmen investierten, hieß es darin. Die Mafiosi hätten das Geld damit gewaschen und somit die Wirtschaft infiltriert. Nicht selten versuchten sie dabei, sich die Vermögenswerte der Unternehmen zu eigen zu machen.

Zudem würden die Clans die Pandemie für Straftaten im Internet aunutzen. So hätten die Cyber-Kriminellen versucht Krankenhäuser zu erpressen, die auch Corona-Patienten behandelten. Die Täter hätten gedroht, die Systeme der Krankenhäuser lahmzulegen. Während von Januar bis Oktober 2019 insgesamt 105 “kritische Infrastrukturen” angegriffen wurden, schoss die Zahl im Zeitraum des vergangenen Jahres in die Höhe auf 476 Attacken.

Moderna-Impfstoff vor der Zulassung

13.31 Uhr: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung des Moderna-Impfstoffes empfohlen. Die EU-Kommission wird nun die endgültige Entscheidung über die Zulassung des Impfstoffes des US-Pharma-Unternehmens treffen. Das gilt als Formsache.

Kommissionschefin Ursula von der Leyen begrüßte dementsprechen auch die Empfehlung der EMA. “Gute Nachrichten für unsere Bemühungen, mehr Covid-19-Impfstoff zu den Europäern zu bringen”, schrieb von der Leyen auf Twitter. Die EU-Kommission arbeite nun mit voller Geschwindigkeit daran, das Mittel zu genehmigen und in der EU verfügbar zu machen.


Streit in der Bundesregierung über Doppeltest-Pflicht für Einreisende aus Risikogebieten

13.15 Uhr: Gegen die vereinbarte Doppeltest-Pflicht für Einreisende aus Corona-Risikogebieten gibt es laut Informationen dieser Redaktion starke Vorbehalte beim Bundesinnenministerium. Es ist offen, ob die neuen Auflagen wie vorgesehen am 11. Januar in Kraft treten können.

Die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin haben nicht festgelegt, wie mit infizierten Einreisenden verfahren wird: ob sie zurückgewiesen werden. Auch die Kontrolle der geplanten Testpflicht bei Einreise ist nicht geregelt. Reisende im Schengen-Raum werden nicht kontrolliert, damit kann auch nicht in jedem Fall nachgehalten werden, ob jeder Einreisende einen Test auf Covid-19 vorlegt.

Die Ministerpräsidenten hatten am Dienstag eine Zwei-Test-Strategie vereinbart. Dazu gehört eine Testpflicht bei Einreise oder binnen 48 Stunden danach.

Dobrindt rüffelt SPD für Kritik an Impfstrategie

13.01 Uhr: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat die SPD angesichts deren Vorwürfe gegen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Impfdiskussion zur Koalitionsdisziplin aufgerufen. “Die Bundesregierung hat auch in einem Wahljahr im Arbeitsmodus zu bleiben, um die Krise zu bewältigen”, sagte Dobrindt am Mittwoch vor dem Start der Klausur der Bundestagsabgeordneten der CSU in Berlin. Zugleich äußerte sich der CSU-Landesgruppenchef erneut skeptisch zu einer möglichen schwarz-grünen Koalition nach der Bundestagswahl. Direkt an die Adresse der SPD gewandt verlangte Dobrindt: “Wir erwarten Disziplin.”

Corona-Krise: Bayerische Gesundheitsministerin Huml muss Posten räumen

12.38 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seine Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) abberufen. Sie soll durch Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) ersetzt werden. Söder gab am Mittwoch Humls Versetzung als Ministerin in die Staatskanzlei bekannt. Dort wird sie teil der Corona-Task-Force. Holetschek war bisher deren Leiter. Dabei habe er sich zuletzt als Macher erwiesen, auch in Zusammenarbeit mit den Kommunen in Bayern, sagte Söder nach einer Kabinettssitzung. “Das ist eine souveräne Entscheidung, die mit allen besprochen ist”, erklärte Söder. “Ich glaube, dass die Aufstellung so die beste ist”.


Autoverkauf in Großbritannien massiv eingebrochen

12.00 Uhr: In Großbritannien ist der Absatz der von der Corona-Krise gebeutelten Autobranche 2020 so stark eingebrochen wie seit 1943 nicht mehr. Die Neuzulassungen sanken im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf 1,63 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) mitteilte. Mit einem Minus von 97 Prozent war der April der schwächste Monat.

Pandemie kostet in Italien mehr als 200 Priester das Leben

11.40 Uhr: Mindestens 204 katholische Diözesanpriester sind in Italien bislang an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Wie die Zeitung “Avvenire” berichtete, hatten sich viele der Opfer bei der Ausübung ihres pastoralen Dienstes angesteckt. Seit Jahresbeginn 2021 wurden vier Corona-Todesfälle im italienischen Klerus verzeichnet. Bei den meisten Verstorbenen handelte es sich den Angaben zufolge um hochbetagte Personen.

Corona – FDP-Generalsekretär kritisiert Bewegungseinschränkung

11.30 Uhr: FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat erhebliche Zweifel, ob im Kampf gegen das Coronavirus die Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern juristisch zulässig ist. “Die Bewegungsfreiheit ist ein hohes Gut und wir haben hier keine gesetzliche Grundlage. Inwieweit das verfassungskonform ist, muss man prüfen”, sagte Wissig im”rbb”.

Er halte die Einschränkung der Bewegungsfreiheit für eine sehr schwierige Maßnahme, zumal sich das sehr unterschiedlich auf die Menschen auswirke. “Wenn Sie in Berlin leben, haben Sie praktisch keine Einschränkungen. Wenn Sie auf dem Land, in der Fläche leben, und das nächste Dorf 15 Kilometer entfernt ist, dann sind Sie quasi aufs Dorfleben reduziert”, sagte Wissing.

Corona-Regeln: Strenge Kontaktbeschränkungen auch für Kinder

11.20 Uhr: Für Kinder und Teenager gelten neue Regeln. Waren unter 14-Jährige bisher von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen, so gilt das seit dem Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den 16 Ministerpräsidentinnen und -präsidenten am 5. Januar nicht mehr.

Die von Bund und Ländern beschlossenen schärferen Bestimmungen gelten ab dem 11. Januar und unter 14-Jährige sind jetzt nicht mehr nur bei der Zählung der Kontakte Anhängsel ihrer Eltern, sondern zählen als volle Person.

Lesen Sie dazu: Corona-Regeln: Strenge Kontaktbeschränkungen auch für Kinder


China bremst Suche nach Ursprung des Coronavirus

10.35 Uhr: China verzögert weiter die Einreise von Experten, die im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ursprünge des Coronavirus erkunden sollen. Außenamtssprecherin Hua Chunying begründete den Aufschub mit nötigen Vorbereitungen. “Wir müssen noch Schwierigkeiten überwinden, um unsere internen Vorbereitungen voranzubringen und gute Bedingungen für die Experten zu schaffen, nach China zu kommen.” Es gehe nach ihrem Verständnis “nicht nur um Visa, sondern auch um Termine und einige andere Details”.

Die Sprecherin reagierte damit auf die Frustration aufseiten der WHO, nachdem China die Einreise in letzter Minute geblockt hatte, wie ihr Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Vortag in Genf mitteilte. Die Experten hatten die Reise demnach zum Teil schon angetreten, waren umgekehrt oder hatten ihre Abreise gestoppt.

Entgegen den Absprachen habe Peking kurzfristig mitgeteilt, dass die nötigen Einreisepapiere doch noch nicht vorlägen, so Nothilfekoordinator Michael Ryan. Es war geplant, dass die Experten nach der Ankunft in China erst zwei Woche in Quarantäne müssen. Die WHO verhandelt schon seit Monaten mit China über diese Expertenmission.

Corona-Krise sorgt für Milliardendefizit in Deutschland

10.10 Uhr: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben dem deutschen Staat in den ersten drei Quartalen des Vorjahres ein Defizit von 157,1 Milliarden Euro beschert. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Verweis auf vorläufige Ergebnisse der Kassenstatistik mit.

Um 11,6 Prozent gestiegene Ausgaben standen demnach zwischen Januar und September um 4,3 Prozent gesunkenen Einnahmen gegenüber. Die Ausgaben aller öffentlichen Haushalte im Untersuchungszeitraum erhöhten sich in der Coronakrise auf etwa 1,23 Billionen Euro. Die Einnahmen gingen zugleich auf rund 1,07 Billionen zurück, was zu einem sogenannten Finanzierungsdefizit von 157,1 Milliarden Euro führte.

Corona-Impfungen starten in den Niederlanden

9.30 Uhr: Als letztes Land der EU haben auch die Niederlande mit dem Impfen begonnen. Eine Mitarbeiterin eines Pflegeheimes wurde am Morgen in Veghel im Südosten des Landes gegen Covid-19 geimpft. Weitere Pfleger und Ärzte sollten ebenfalls am ersten Tag an der Reihe sein.

Erst in der kommenden Woche sollten alle Impfzentren im ganzen Land einsatzbereit sein. Gesundheitsminister Hugo de Jonge sprach von “einem wahnsinnigen Beginn.” Wegen heftiger Kritik hatte die Regierung den Impfstart um einige Tage vorgezogen.

Höchstwert an gemeldeten Corona-Toten in den USA

9.18 Uhr: Die USA haben einen neuen Höchstwert bei Corona-Todesfällen an einem Tag erreicht. Nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore wurden am Dienstag 3775 Tote registriert. Der bisherige Rekordwert war am Mittwoch vergangener Woche mit 3744 Verstorbenen verzeichnet worden. Die Zahl der Neuinfektionen stieg den Daten zufolge wieder auf gut 229 000 an, wie aus Zahlen der Universität am Mittwoch hervorging.


Berlins Bürgermeister Müller will Schulöffnung nicht prognostizieren

8.56 Uhr: Aus Sicht des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) sind Prognosen zu einer Öffnung von Schulen in der Corona-Krise kaum möglich. “Unsere Zahlen geben das noch nicht her, dass wir wieder in den Präsenzunterricht gehen können”, sagte Müller im ARD-Morgenmagazin. Erst in etwa zehn Tagen könne man sagen, ob eventuell für Grundschüler oder besondere Jahrgänge ab dem 18. Januar wieder Unterricht in Präsenz möglich ist.

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz räumte ein, dass man beim Anstieg der Infektionszahlen im Herbst “vielleicht ein, zwei Wochen früher” härtere Maßnahmen hätte beschließen können. Doch sei man in der Rückschau immer klüger. Inzwischen sehe man aber sehr deutlich, dass die Infektionen und Inzidenzen sinken. “Wir haben nur leider noch nicht genügend Entlastung in unseren Krankenhäusern”, sagte Müller.

Corona: Ministerpräsident Weil rechnet mit Einschränkungen bis Ende März

8.30 Uhr: Die angespannte Corona-Infektionslage dürfte nach Einschätzung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wohl noch weit über den verlängerten Lockdown hinaus anhalten. Er rechne aus derzeitiger Sicht bis Ende März mit einer insgesamt schwierigen Situation, sagte der SPD-Regierungschef im “NDR.” “Danach wird es hoffentlich besser.” “Was das Impfen angeht, haben wir die Impfmenge weg, die uns zur Verfügung steht”, erklärte Weil. Bisher ist Niedersachsen laut Zahlen vom Dienstag mit 1,1 Impfungen pro 1000 Einwohner regionales Schlusslicht.

Scholz über Lockdown – “Wir können das lange durchhalten”

8.23 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) macht sich angesichts der Corona-Beschlüsse nach eigener Aussage keine Sorgen um die Finanzierung der Maßnahmen. “Wir können die Hilfen bereitstellen, die notwendig sind”, sagte der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten im “ARD-Morgenmagazin” und ergänzte: “Wir können das lange durchhalten.”

In der Vergangenheit habe man “gut gewirtschaftet”, so Scholz. Deswegen sei es nun möglich, Kredite aufzunehmen, um die aktuellen Maßnahmen zu finanzieren. Nach derzeitigen Berechnungen werde Deutschland nach der Corona-Krise eine geringere Staatsverschuldung aufweisen als nach der Finanzkrise nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers.


Grüne fordern deutlich schnellere Impfungen

8.15 Uhr: Die Grünen fordern eine schnellere Umsetzung der Corona-Impfkampagne in Deutschland. „Ich kann als Arzt überhaupt nicht verstehen, wie wir in dieser dramatischen Situation es nicht geschafft haben, die 1,3 Millionen Impfdosen, die seit Dezember im Land sind, auch wirklich vollständig zu verimpfen“, sagte der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Bislang sei erst knapp 25 Prozent der verfügbaren Impfstoffmenge verabreicht worden. „Das reicht überhaupt nicht. Angesichts der Mutation aus England ist es ein Wettlauf gegen die Zeit“, sagte Dahmen.

Kinderärzte fordern schnelle Wieder-Öffnung von Schulen und Kitas

8.10 Uhr: Kinderärztepräsident Thomas Fischbach kritisiert die bundesweit geplante Verlängerung der Schulschließungen. “Je jünger die Kinder sind, desto wichtiger ist der Präsenzunterricht. Für Kinder bis zehn Jahre, die erwiesenermaßen bei der Pandemie keine entscheidende Rolle spielen, müssen Kitas und Schulen unter Wahrung angemessener Hygieneregeln zumindest dort so schnell wie möglich wieder aufmachen, wo die Inzidenzwerte nicht im tiefroten Bereich sind”, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Wo das Corona-Infektionsgeschehen besonders dramatisch sei, müssten natürlich Ausnahmen gemacht werden, dann müsse auch mal im Grundschulunterricht eine Maske getragen werden. Es gebe weiterhin keine belastbaren wissenschaftlichen Grundlagen, mit denen fortdauernde bundesweite Schul- und Kita-Schließungen begründet werden könnten, argumentierte Fischbach. Anders als bei Kita- und Grundschulkindern sei die Lage bei Jugendlichen, die fast so infektiös seien wie Erwachsene. “Da muss man vorsichtig sein, hier braucht es Hybridmodelle, Online-Unterricht und so weiter”, sagte der Verbandspräsident.

Rekord an Corona-Neuinfektionen in Japans Hauptstadt Tokio

8.00 Uhr: In Japans Hauptstadt Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals über die Marke von 1500 Fällen gestiegen. Binnen eines Tages wurden 1591 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch bekannt gab. Am Donnerstag wollte Japans Regierungschef Yoshihide Suga über die erneute Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio entscheiden. Es wird erwartet, dass er voraussichtlich einen Monat dauern wird – die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer sollen aber fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn erklärt.

Lindner zu Corona – “Wir stehen vor Neugründung unseres Landes”

7.50 Uhr: Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sieht einen grundlegenden Erneuerungsbedarf in Deutschland in der nächsten Wahlperiode. „Bei der Bundestagswahl geht es um die Neu-Verhandlung der Grundlagen unseres Landes in den zwanziger Jahren“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur vor dem Dreikönigstreffen der Liberalen an diesem Mittwoch. „Wir haben sehr viele Grundsatzfragen, die sich neu stellen. Wir stehen vor einer Neugründung unseres Landes.“

Lindner verwies darauf, dass Deutschland die Quellen seines Wohlstandes erneuern und aufgrund der Alterung der Gesellschaft seine Sozialsysteme reformieren müsse. „Wir müssen uns auch neu der inneren Liberalität unserer Gesellschaft nach einer Pandemie mit einer starken Polarisierung der Gesellschaft vergewissern.“

Giffey bezeichnet Corona-Kontaktbeschränkungen für Familien als “unumgänglich”

7.45 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat die in der Corona-Pandemie noch einmal verschärften Kontaktbeschränkungen für den privaten Bereich als “unumgänglich” bezeichnet. “Die Lage ist wirklich sehr ernst”, sagte Giffey im Deutschlandfunk mit Verweis auf die stark gestiegene Zahl der Menschen, die derzeit mit dem Coronavirus sterben. “Je länger wir im soften Lockdown dahinwabern, desto schwieriger wird es auszuhalten”, sagte die Ministerin, die zugleich betonte, dass die harte Regelung bis Ende Januar beschränkt sei.

Impf-Strategie – Pflegebeauftragter nimmt Spahn in Schutz

7.10 Uhr: Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Kritik in Schutz genommen. Er sagte der “Passauer Neuen Presse”, Spahn habe sehr gut begründet, warum man auf mehrere Impfstoffe gesetzt hat. “Im Sommer wusste man noch nicht, welcher Impfstoff das Rennen machen wird. Jetzt herzugehen und nur Kritik zu üben, wo wir bei 316.000 Impfungen sind, während andere Länder weit darunter liegen oder noch nicht einmal angefangen haben, ist alles andere als hilfreich”, sagte der CDU-Politiker.


Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg sollen ab dem 18. Januar wieder öffnen

5.21 Uhr: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann will Kitas und Grundschulen in ihrem Bundesland möglichst ab dem 18. Januar wieder öffnen. Alle Schulen, auch die Grundschulen, über weitere Wochen komplett geschlossen zu halten, hielte sie für einen Fehler, sagte Eisenmann unserer Redaktion.

„Dies würde dem Bildungsanspruch nicht gerecht werden und soziale und psychische Folgen bei einer anhaltenden Isolation von Kindern völlig ausblenden“, so die CDU-Politikerin. Der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom Dienstag ermögliche es, dass Unterricht in der Schule vor Ort, aber ohne Präsenzpflicht stattfinden kann. „Wir arbeiten deshalb darauf hin, dass wir Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg ab dem 18. Januar wieder flächendeckend öffnen können.“

Es sei richtig, den Lockdown in nahezu allen Lebensbereichen zu verlängern und die Maßnahmen in Corona-Hotspots zu verschärfen, sagte Eisenmann zu den Beschlüssen der Bund-Länder-Runde am Dienstag. „Allerdings hätte ich mir bei den so wichtigen und sensiblen Themen Bildung und Betreuung eine differenzierte Entscheidung schon ab kommenden Montag gewünscht.“ Dass die älteren Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden und den beruflichen Schulen vorerst Fernunterricht haben sollen, sei nachvollziehbar und vertretbar.

Dehoga sieht zunehmende Existenzgefährdung für kleine und große Gaststätten und Hotels

5.05 Uhr: Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) fordert die Bundesregierung zur schnellen Auszahlung der zugesagten Hilfen auf, um eine Insolvenzwelle bei Gaststätten und Hotels zu verhindern. „Durch die Verlängerung des Lockdowns nimmt die Existenzgefährdung der Branche weiter zu“, sagte die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges unserer Redaktion. „Die zugesagten Hilfen für die Unternehmen für November und Dezember müssen jetzt endlich fließen – und zwar schnell. Viele Betriebe haben bislang noch keinen Cent erhalten, noch nicht einmal Abschlagszahlungen.“

Viele Unternehmen müssten aufgeben oder Insolvenzen anmelden. Das betreffe sowohl kleine wie große Unternehmen. „Viele sind in einer enormen Schieflage. Vieles hängt deshalb davon ab, wie schnell die November- und Dezemberhilfen ausgezahlt werden“, sagte Hartges. Die meisten Gastronomien und Hotels waren seit März 2020 insgesamt fünf Monate lang geschlossen und ohne Umsätze. Zeitgleich wurden von den Novemberhilfen nur 1,15 Milliarden Euro ausgezahlt. „Allein unsere Branche erwartet Hilfen von rund 3 bis 3,5 Milliarden Euro für den Monat November. Und die großen Betriebe wissen überhaupt noch nicht, wann sie wieviel Geld nach welchen Kriterien bekommen.“

Elternvertretung der Kita-Kinder fordert mehr finanzielle Unterstützung für Familien

4.25 Uhr: Die Bundeselternvertretung für Kita-Kinder befürwortet vor dem Hintergrund längerer Kita-Schließungen die beschlossenen zusätzlichen bezahlten Betreuungstage, dringt aber auf mehr finanzielle Unterstützung für Familien. „Wir nehmen wahr, dass die Politik die Probleme der Familien sieht und begrüßen die zehn zusätzlichen Betreuungstage pro Elternteil“, sagte Katharina Queisser, Sprecherin der Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (Bevki) unserer Redaktion. Das reiche für den Januar.

Aber der Druck auf den Familien bleibe hoch, so die Elternvertreterin. „67 Prozent des Einkommens bedeuten für viele Familie ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten“, erklärte Queisser. „Das trifft diejenigen Familien und Kinder am härtesten, die ohnehin schon in prekären Situationen leben und um Teilhabe kämpfen müssen.“ Bevki fordert deshalb eine Neuauflage des Corona-Kinderbonus von 1000 Euro pro Kind und Monat. „Damit lässt sich diese Schieflage ausgleichen.“

Göring-Eckart reagiert mit Unverständnis auf Corona-Beschlüsse

3.01 Uhr: Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat Versäumnisse von Bund und Ländern bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie kritisiert. „Dass die harte Einschränkung privater Kontakte geregelt wird, aber die Kontakte am Arbeitsplatz nur mit einem kurzen Appell behandelt werden, ist völlig unverständlich“, sagte sie nach der Ministerpräsidetenkonferenz unserer Redaktion. „Es muss mehr getan werden, um den Schutz der Menschen am Arbeitsplatz zu erhöhen, und wo immer es möglich ist, Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen.“

Durch die über die Ferien hinaus geschlossenen Schulen und Kitas steige die Belastung von Eltern wieder immens, betonte Göring-Eckardt. „Es muss endlich klar geregelt sein, dass Homeoffice von Vätern oder Müttern nicht als Betreuungsmöglichkeit gilt.“

Zwar sei es richtig, dass die Ministerpräsidentenkonferenz konsequentere Maßnahmen beschlossen habe, resümierte Göring-Eckardt. Es sei aber wieder deutlich geworden, dass „die Bundesregierung keine langfristige Strategie“ habe. Dabei seien Planbarkeit und Verlässlichkeit elementar.

NGG-Chef fordert Mindestkurzarbeitergeld von 1200 Euro und eine Soforthilfe von 1000 Euro

1.21 Uhr: Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) fordert angesichts des verlängerten Lockdowns eine schnelle und stärkere Unterstützung für die betroffenen Beschäftigten. „Wir fordern ein Mindestkurzarbeitergeld von 1200 Euro und eine Corona-Sofortnothilfe von einmalig 1000 Euro“, sagte der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler unserer Redaktion. „Die Löhne von Kellnern oder Köchinnen sind ohnehin niedrig – das Kurzarbeitergeld reicht da auf Dauer einfach nicht.“

Der NGG-Chef befürchtet zudem einen weiteren Stellenabbau. „Mit jeder Verlängerung des Lockdowns geht der Personalabbau weiter. Menschen werden auf die Straße gesetzt, viele Verträge einfach nicht mehr verlängert“, sagte Zeitler.

5. Januar: Bund und Länder einigen sich auf Verlängerung des Corona-Lockdowns

  • Die Regeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland werden noch einmal verschärft. Ab dem 11. Januar müssen sie nicht nur für zehn Tage in Quarantäne, sondern sich auch 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise zwingend auf das Virus testen lassen
  • Wegen weiter hoher Corona-Infektionszahlen wird der Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.
  • Die Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden wegen der weiter hohen Infektionszahlen
    verschärft. Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.
  • Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen die Länder lokale Maßnahmen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen, sofern kein triftiger Grund vorliegt
  • Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.
  • Seit 16. Dezember sind die Friseure in Deutschland geschlossen. Doch wie kommt man jetzt an einen Haarschnitt und darf der Friseure Hausbesuche machen? Wir beantworten im Überblick die wichtigsten Fragen rund um Dauerwelle und Co..
  • Englands neue Abriegelung wird bis März andauern und einige Einschränkungen werden sogar noch länger in Kraft bleiben, sagte Vize-Premierminister Michael Gove

4. Januar: Bericht: Grüne fordern Corona-Schnelltests für Heimgebrauch

  • Die Grünen im Bundestag wollen einem Medienbericht zufolge, dass die Bundesbürger sich künftig selbst auf das Coronavirus testen können
  • Der Premierminister des Vereinigten Königreichs Boris Johnson hat in einer Fernsehansprache einen landesweiten Lockdown angekündigt
  • Die EU-Wettbewerbshüter haben deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den schwer von der Corona-Krise getroffenen Reisekonzern Tui genehmigt. Das teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.
  • Im Homeoffice tragen viele gerade lieber eine Jogginghose statt dem Business-Outfit. Doch das könnte die Arbeitsleistung schwächen. Lesen Sie dazu: Studie – Schlechtere Leistung durch Jogginghose im Homeoffice
  • Der Corona-Lockdown geht wohl in die Verlängerung. Doch was ist mit Schulen und Kitas? Wann sollen sie öffnen? Ein Pro und Contra unserer Kollegen Diana Zinkler und Jörg Quoos: Pro und Contra – Sollen Schulen und Kitas wieder öffnen?
  • Das Vertrauen der Bevölkerung in die politischen Institutionen in Deutschland ist in der Corona-Krise stark gewachsen
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn prüft eine Beschleunigung der Impfungen. So könne der Abstand zwischen der ersten und der nötigen zweiten Impfung vergrößert werde, heißt es in einem Ministeriumspapier
  • In England ist der erste Brite mit dem heimischem Impfstoff der Uni Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca geimpft worden

3. Januar: Neue Corona-Variante in Griechenland und Zypern nachgewiesen

  • Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante hat auch Griechenland und Zypern erreicht
  • Angesicht der Verdreifachung der Infektionszahlen ändern die Briten die Impfstrategie. Das könnte den Impfschutz an sich gefährden. Lesen Sie hier: So soll nun in Großbritannien geimpft werden
  • Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält angesichts der noch immer hohen Infektionswerte eine Verschärfung der Thüringer Corona-Regeln für nötig
  • Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt zur Lösung der Probleme bei den Corona-Impfungen auf eine schnelle Zulassung des Impfstoffs des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca
  • Die auch als Corona-Impf-Hotline genutzte Nummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist teilweise schwer erreichbar. Lesen Sie mehr dazu hier: Bericht: Corona-Impf-Hotline überlastet – lange Wartezeiten
  • Der Chef-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, erwartet in der Corona-Krise für 2021 herausfordernde erste sechs Monate. Mehr dazu:
  • In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Fälle einen neuen Höchststand erreicht. Am Samstag meldeten die Behörden 299.087, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Sonntagmorgen (MEZ) hervorging

2. Januar: Röttgen kritisiert “Systemversagen” bei der Digitalisierung der Schulen

  • Vor der Corona-Schalte der Regierungschefs von Bund und Ländern am Dienstag hat CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen in scharfen Worten mangelnde Fortschritte bei der Digitalisierung der Schulen beklagt. Lesen Sie hier das ganze Interview: Corona: Röttgen geißelt “Systemversagen” bei den Schulen
  • In der Debatte über eine Verlängerung des bundesweiten Lockdowns sprach sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn 8CDU) für eine Beibehaltung der Maßnahmen über den 10.Januar hinaus aus
  • Italiens Wintersportgebiete dürfen nach einer langen Corona-Sperre ihre Ski-Lifte ab dem 18. Januar wieder für Freizeitsportler öffnen
  • Erneut haben sich auch im Sauerland und im Harz viele Ausflügler auf den Weg in die Ski- und Rodelgebiete gemacht – trotz wiederholter Bitten, darauf im Lockdown zu verzichten. Lesen Sie dazu: Chaos in Skigebieten – Ansturm im Harz und im Sauerland
  • Laut Regierungsangaben hat Indien den von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelten Corona-Impfstoff per Notfallzulassung freigegeben
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet im ersten Quartal sehr hohe Ansteckungs- und Totenzahlen, zeigt sich aber zuversichtlich, dass 2021 insgesamt deutlich besser wird als 2020
  • Eine illegale Silvesterparty mit rund 2500 Teilnehmern im Westen Frankreichs hat erst am Samstagmorgen begonnen sich aufzulösen. Lesen Sie hier: Silvester-Party mit 2500 Menschen in Frankreich eskaliert

1. Januar: Irland beendet den Einreisestopp für Briten

  • Irland will das Verbot für Einreisen aus Großbritannien am 6. Januar aufhebenIn London sollen nun doch auch sämtliche Grundschulen in den kommenden zwei Wochen geschlossen bleiben, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen
  • Britische Medizinerverbände haben angesichts der extrem angespannten Corona-Situation in Großbritannien vor einer Überlastung des Krankenhauspersonals gewarnt
  • In einem belgischen Seniorenwohnheim sind 26 Bewohner mit oder an Covid-19 gestorben. Auslöser war der Besuch eines Nikolaus-Imitators. Lesen Sie dazu: Nach Besuch vom Nikolaus – 26 Corona-Tote in Altenheim
  • Vor dem nächsten Corona-Krisengipfel mahnt die Politik die Bürger zu Geduld. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderten auch mehrere Ministerpräsidenten in ihren Neujahrsansprachen die Menschen trotz Impfstart zum Durchhalten auf
  • Weniger als zwei Wochen nach dem Beginn einer Impfkampagne im Rekord-Tempo hat Israel schon fast eine Million seiner Bürger geimpft

31. Dezember: Gericht in NRW kippt Demonstrationsverbot

  • Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat ein vom Land verhängtes Demonstrationsverbot für Silvester und den Neujahrstag kurzfristig aufgehoben
  • Angesichts eines Anstiegs der Ansteckungen mit der neuartigen Corona-Mutation hat England am Donnerstag die Wiedereröffnung seiner Notfall-Lazarette vorbereitet
  • In Norwegen muss man sich bei der Einreise ab dem 2. Januar verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen
  • Staatshilfen und andere Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise könnten Bund und Länder im Jahr 2020 bis zu 1,3 Billionen Euro gekostet haben
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache weiter zu Zusammenhalt im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen und den Menschen gedankt. Was Merkel Corona-Leugnern vorwirft und in ihrer wohl letzten Neujahrsansprache sonst noch sagen wird, lesen Sie hier
  • Mit Sinopharm hat nun auch in China erstmals ein Pharmahersteller eine Zulassung für die breite Anwendung eines Corona-Impfstoffes erhalten
  • Die Kosten zur Bewältigung der Corona-Pandemie für Bund und Länder belaufen sich allein in diesem Jahr einem Medienbericht zufolge auf bis zu 1,3 Billionen Euro
  • CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Geimpften größere Freiheitsrechte in der Pandemie zu gewähren

30. Dezember: USA: Anhebung der Corona-Direkthilfen kaum noch möglich

  • Eine Anhebung der Corona-Direkthilfen für US-Bürger auf 2000 Dollar hat wegen einer Blockade im Senat kaum noch Aussicht auf ErfolgNach Großbritannien hat auch Argentinien den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca zugelassen
  • Wegen stark gestiegener Corona-Neuinfektionen und der Ausbreitung einer neuen Virusvariante, fährt Irland das öffentliche Leben für mindestens einen Monat herunter
  • Im vergangenen Januar steckte sich der erste Deutsche mit dem Coronavirus an. Wie es dem “Patient 1” fast ein Jahr später geht, lesen Sie hier: Coronavirus: Wie geht es Deutschlands “Patient 1” heute?
  • Die Pharma-Industrie rechnet damit, dass in Deutschland schon bald eine größere Zahl an Dosen mit Corona-Impfstoff zur Verfügung steht
  • Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im November deutlich gestiegen

16.30 Uhr: Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos

Beschreibung anzeigen


Leave a Comment