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Corona: RKI meldet neue Zahlen – Drosten gibt düstere Prognose

  • Das Robert Koch-Institut meldet neue Corona-Zahlen
  • Der Virologe Christian Drosten sieht Deutschland „am Anfang einer neuen Welle“ von Corona-Infektionen
  • Mehr als die Hälfte der Deutschen möchte den Lockdown lockern
  • Ein vorzeitiges Lockdown-Ende für Fußballstadien findet aber keine Mehrheit
  • Städte und Gemeinden fordern, schneller und effektiver gegen das Coronavirus zu impfen
  • Der deutsche Mittelstand verliert in der Krise für Bewerber an Attraktivität


Berlin. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder, der R-Wert liegt bei 1,08, die Sieben-Tage-Inzidenz steigt: Das Coronavirus breitet sich in Deutschland wieder aus, der Abwärtstrend bei den Fallzahlen scheint vergangen.



Virologe Christian Drosten sieht Deutschland am Beginn einer dritten Welle. Er wies in einem Podcast dazu auf die schnellere Ausbreitung der Virus-Mutationen hin. Andere Experten halten sogar eine starke Ausbreitung des Virus wie vor Weihnachten für wahrscheinlich. Denn die ansteckendere und wohl auch tödlichere Mutation B.1.1.7 greift um sich.



Friseure und in einigen Ländern auch Garten- und Baumärkte öffnen trotz steigender Fallzahlen schon am heutigen Montag wieder öffnen. Die Lockerungen treffen bei den Deutschen einen Nerv. In einer Umfrage sprach sich mehr als die Hälfte der Befragten für ein schrittweises Ende des Lockdowns aus, fast jeder fünfte möchte sogar ganz zurück zur Normalität. Geisterspiele in Fußballstadien wollen die Befragten aber bis zum Saisonende im Mai beibehalten.


Corona-News des Tages: RKI meldet 4732 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4369 Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle verzeichnet.

Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Lesen Sie dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert



Corona – Mehr Infos zum Thema



Corona-News vom 1. März: Bayern und Sachsen fordern Hilfe – und wollen Tschechien unterstützen

11.10 Uhr: Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Bayern, Michael Kretschmer (CDU) und Markus Söder (CSU) haben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz Hilfe von der Bundesregierung und der EU gefordert.

  • Für die Corona-Hotspots in den beiden Bundesländern wünschen sie sich „zusätzliche Impfstofflieferungen“, sagte Söder
  • Kretschmer schlug vor, in Hotspots allen Menschen über 18 ein Impfangebot zu machen
  • Beide Ländern wollen zu dem Tschechien unterstützen, die Coronakrise besser zu bewältigen. „Wir müssen das Herz Europas unterstützen, das leidet besonders unter Corona“, sagte Söder
  • Dazu sollen aus Bayern und Sachsen Schnelltests in das Nachbarland geliefert und Patienten zur Behandlung nach Deutschland geholt werden

Dritte Corona-Welle – Söder warnt vor „Blindflug“

10.40 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor einem „Blindflug in die dritte Welle“ hinein gewarnt. Es dürfe in den anstehenden Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch „kein Öffnungsrausch“ entstehen, sondern es müsse „ein kluges und ausbalanciertes Öffnen“ geben, sagte Söder am Montag in München. „Wir müssen die richtige Balance finden zwischen Vorsicht und Öffnen.“

Söder befürwortete eine regionale Differenzierung bei den weiteren Corona-Maßnahmen. Allerdings dürfe daraus „kein reiner Wildwuchs“ werden. Große Hoffnungen lege er auf die Corona-Schnelltests, die eine echte Hoffnungschance seien. Allerdings seien die Schnelltests keine „Schnellwaffe“, sie lägen nicht sofort in ausreichender Zahl vor.


In den 15 Jahren vor Corona sind 38.000 öffentliche Klinikbetten abgebaut worden

10.20 Uhr: Gesundheitsversorgung liegt in Deutschland zunehmend in privater Hand. In den 15 Jahren vor Ausbruch der Corona-Pandemie sind in Deutschland 38.000 Betten in öffentlichen Kliniken abgebaut worden. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtete zuerst.

206 öffentliche Kliniken wurden im selben Zeitraum geschlossen. Demgegenüber steht ein Aufwuchs von 154 privaten Häusern und 30.000 Betten in privaten Kliniken.

Allein im Vor-Corona-Jahr wurden so viele Betten gestrichen wie in den acht vorangegangenen Jahren insgesamt. 4000 Betten sind zwischen 2018 und 2019 weggefallen. Bei freigemeinnützigen Trägern lag das Minus bei 173 Häusern und 22.000 Betten.


Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:



England sucht nach Patient mit brasilianischer Corona-Mutation

9.45 Uhr: In Großbritannien suchen die Behörden derzeit mit Hochdruck nach einem Patienten, der positiv auf eine Ansteckung mit der brasilianischen Coronavirus-Variante P.1 getestet worden war. „Wir müssen die Person so schnell wie möglich finden“, sagte Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi im BBC-Interview.

Die gesuchte Person habe bei ihrem Corona-Test nicht ihre Kontaktdaten angegeben und sei deshalb bislang nicht aufgefunden worden, teilte die Behörde Public Health England am Sonntag mit. Auch am Montag ging die Suche weiter.


Grüne fordern Alternativen zu strengem Lockdown

9.20 Uhr: Die Grünen fordern Alternativen zum strengen Corona-Lockdown und flankierende Maßnahmen für schrittweise Öffnungen. „Wenn Beschränkungen keinen Beitrag mehr zur Eindämmung der Infektion leisten, dürfen sie nicht aufrechterhalten werden“, schreiben Grünen-Chef Robert Habeck und Gesundheitsexperte Janosch Dahmen.

In einem Strategiepapier schlagen die beiden unter anderem vor, dass jeder Bürger sich „mindestens zwei Mal in der Woche“ auf das Coronavirus testen können soll, wie der „Spiegel“ am Montag berichtete. Schnelltests sollten für Menschen, die Sozialleistungen beziehen, kostenlos sein.

In digitalen Impfnachweisen sehen die Grünen-Politiker aber keinen Freifahrtschein für Geimpfte. Digitale Nachweise eines aktuellen Negativtests, der Nachweis von aktueller Immunität durch überstandene Krankheit (aktueller Antikörpertiter) und Impfungen sind dann gleichzustellen“, heißt es in dem Papier. Damit würde eine „rechtliche Ungleichbehandlung von Geimpften und Nichtgeimpften vermieden“.

Familienministerin lehnt Lockdown bis April ab

9.00 Uhr: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) erhofft sich von den Bund-Länder-Gesprächen am Mittwoch Lockerungen der Corona-Beschränkungen. „Für mich ist ganz klar, dass es Öffnungsschritte geben muss“, sagte Giffey dem „Handelsblatt“.

„Die neuen Entwicklungen bei der Zulassung von Selbsttests und das begonnene Impfen geben Rückenwind dafür.“ Eine Verlängerung des Lockdowns bis April, wie ihn die Intensiv- und Notfallmediziner fordern, lehnte sie ab.

Es sei allerdings nicht verantwortbar, alles gleichzeitig zu öffnen, stellte Giffey klar: „Das Öffnen muss stufenweise geschehen und verantwortlich sein.“


Mehrheit in Deutschland lehnt Öffnung von Fußballstadien vor Saisonende ab

8.50 Uhr: In Deutschland findet ein vorzeitiges Lockdown-Ende für Fußballstadien derzeit keine Mehrheit. 61 Prozent der Befragten in Deutschland wollen nicht, dass bis zum letzten Spieltag im Mai wieder Zuschauer in den Arenen zugelassen werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.

Vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Pandemie am Mittwoch waren nur 23 Prozent der Befragten dafür, die Stadiontore bald wieder für Fans zu öffnen.

Friseure öffnen am Montag – Hamburger empfing erste Kunden um Mitternacht

8.40 Uhr: Seit Montag dürfen die seit Wochen geschlossenen Friseure wieder öffnen. So mancher wollte seine Kunden so früh wie möglich bedienen können und öffnete bereits um Mitternacht. So wie Henry Riehl, der zwei Läden mit Namen „Stadtteil Friseur“ betreibt. In seinem Salon im Stadtteil Barmbek bediente er zu der frühen Stunde mehrere Kunden.

„Die Freude ist riesig“, sagte er über die Wiedereröffnung. „Geld verdienen, Kunden und Mitarbeiter wiedersehen – es hat alles plötzlich wieder einen Sinn.“ Das Nachholbedürfnis der Hamburger ist groß: Die Terminbücher für die kommenden Wochen sind laut Hamburger Innung bereits gut gefüllt.


Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gestiegen

8.03 Uhr: Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 65,8 – und damit höher als am Vortag (63,8). Vor vier Wochen, am 1. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 91 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Grüne sprechen von „historischem Versagen“ der Bundesregierung

7.35 Uhr: Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hielt der schwarz-roten Bundesregierung ein „historisches Versagen“ im Kampf gegen Corona vor. „Nach einem Jahr Pandemie hat sie kaum mehr vorzuweisen als Stückwerk oder nervöses Hin und Her.“ So müsse bei Impfungen und Schnelltests endlich der Turbogang eingelegt werden.

„Ich kann nicht erkennen, dass die Bundesregierung für die steigenden Liefermengen der nächsten Wochen ausreichend vorbereitet ist“, sagte sie. „Es braucht jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern, damit sämtliche Impfstoffe binnen kürzester Zeit verimpft werden.“ Impfzentren müssten mit voller Auslastung arbeiten, Hausärzte in der Breite impfen können, und die Impfberechtigten müssten leicht erfahren, wo, wann und wie sie einen Termin bekämen.

Städte und Kommunen fordern schnelleres Impfen – auch mit Astrazeneca-Impfstoff

7.10 Uhr: Die Impfkampagne der Bundesregierung geht den deutschen Städten und Gemeinden zu schleppen voran. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund forderte, die Menschen schneller und effektiver gegen das Coronavirus zu impfen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte, es sei nicht akzeptabel, dass „Hunderttausende von Impfdosen“ in Kühlschränken lagerten, während gleichzeitig Millionen Menschen auf eine Impfung warteten.

Der Deutsche Städtetag appellierte zudem an die Länder, das Impfen mit dem Impfstoff Astrazeneca zu vereinfachen. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag), es müssten auch kurzfristig Menschen geimpft werden können, die in der zweiten Gruppe an der Reihe seien. In einigen Bundesländern würden die strikten Vorgaben bereits flexibilisiert – andere müssten zügig folgen.


Reisen trotz Corona – Mehr zum Thema



Mehrheit der Deutschen für umfassende Lockerungen

6.55 Uhr: Trotz der heranrollenden dritten Welle: Mehr als die Hälfte der befragten Deutschen hat sich in einer Umfrage gegen die Aufrechterhaltung des harten Lockdowns ausgesprochen. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge sind nur noch gut ein Drittel für eine Beibehaltung (26 Prozent) oder Verschärfung (9 Prozent) der geltenden Einschränkungen. 43 Prozent meinen dagegen, der Lockdown sollte weiter gelockert werden. 17 Prozent sind sogar für eine komplette Rückkehr zur Normalität. 5 Prozent machten keine Angaben.


Nachfrage nach Papp-Kartons deutlich gestiegen

6.40 Uhr: Die Coronapandemie hat den Strukturwandel in der deutschen Papierindustrie verschärft. Die heimischen Fabriken stellten im vergangenen Jahr 12,4 Millionen Tonnen Verpackungen her und damit 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte der Verband Deutscher Papierfabriken am Montag in Bonn mit. Ein Grund für den Anstieg war die erhöhte Nachfrage nach Kartons für den Online-Handel.

Die Herstellungsmenge des grafischen Papiers – etwa für Zeitungen und Werbeprospekte – brach hingegen um 15,1 Prozent auf 6 Millionen Tonnen ein, 2019 waren es noch minus 8,3 Prozent gewesen. Die Produktionsmenge im Bereich Hygienepapiere stieg um zwei Prozent auf 1,5 Millionen Tonnen – das lag unter anderem an einer temporär höheren Nachfrage nach Toilettenpapier.

Mittelstand verliert bei Bewerbern an Attraktivität

3.33 Uhr: Mittelständische Unternehmen und auch Familienunternehmen verlieren in der Corona-Krise an Attraktivität bei Bewerbern. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstitut Trendence, das dieser Redaktion vorliegt.

Vor allem bei Studierenden büßen mittelständische Arbeitgeber demnach in der Gunst ein. Zwar würden sich aktuell 24,9 Prozent der Studierenden bei kleinen und mittelständischen Unternehmen bewerben. Dies seien aber 19 Prozent weniger als noch im Juni 2020.

Bei Arbeitnehmern mit abgeschlossenem Hochschulstudium sank das Interesse an mittelständischen Arbeitgebern der Studie zufolge um sieben Prozent auf 27 Prozent. Bei nichtakademischen Fachkräften verlor der Mittelstand um sechs Prozent an Attraktivität. Auch Familienunternehmen waren demnach weniger gefragt. Lesen Sie dazu: Wie sich das Bewerbungsverhalten in der Corona-Krise ändert

Verbraucherschützer wollen Kinder besser vor Falschinformationen schützen

1.11 Uhr: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) will Kinder künftig stärker für den Umgang mit Waren, Dienstleistungen und Informationen sensibilisieren. „Das Corona-Jahr hat gezeigt, wie wichtig diese Kompetenz ist, um falsche Gesundheitsversprechen, Fake News oder Datenkraken unter den Online-Diensten zu erkennen“, sagte vzbv-Vorstand Klaus Müller dieser Redaktion.

„Verbraucherbildung kennt kein Mindestalter. Kinder und Jugendliche müssen in der Schule lernen, ihre Konsumentscheidungen kompetent, informiert und im Bewusstsein der Folgen zu treffen“, sagte Deutschlands oberster Verbraucherschützer.

Müller forderte, dass Verbraucherbildung bundesweit und in allen Schulformen zum Einsatz komme. „Dafür muss sich die kommende Bundesregierung einsetzen und bestehende rechtliche Grundlagen nutzen“, sagte er. Lesen Sie dazu: Verbraucherschutz bei Kindern: Verband appelliert an Schulen

Corona-News vom 28. Februar: Südafrika lockert Corona-Maßnahmen

22.31 Uhr: Weil die Zahl der gemeldeten Neuinfektion sinkt, lockert Südafrika seine Corona-Beschränkungen. Das kündigte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa am Sonntag an. Unter anderem werden die Ausgangssperre verkürzt und die Einschränkungen bei Treffen und dem Verkauf von Alkohol gelockert, sagte Ramaphosa in einer Fernsehansprache an die Bürger.

Die Lockerungen sollen für eine Ankurbelung der Wirtschaft und eine Erholung des Arbeitsmarktes sorgen, sagte Ramaphosa. „Unsere ganze Anstrengung muss dem Wachstum der Wirtschaft gelten.“ 33 der 53 Grenzübergänge ins Land bleiben geschlossen, zudem sind nur fünf Flughäfen für internationale Reisen geöffnet.

Dreyer: Astrazeneca-Impfstoff vorerst nur für erste Prioritätsgruppe

22.00 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat sich dafür ausgesprochen, den Astrazeneca-Impfstoff zunächst nur der ersten Prioritätsgruppe zur Verfügung zu stellen. „Es ist eine gute Nachricht, dass die Ständige Impfkommission den Impfstoff von Astrazeneca bald auch für ältere Menschen frei geben will‘, sagte die SPD-Politikerin dieser Redaktion. „Damit könnten wir die besonders gefährdeten Menschen aus der Prioritätsgruppe 1 schneller Impfen.“ Damit widersprach sie Amtskollegen wie Winfried Kretschmann (Grüne, Baden-Württemberg) und Markus Söder (CSU, Bayern), die eine Freigabe des ungenutzten Astrazeneca-Impfstoffs für alle Bürger gefordert hatten.

Es gebe immer noch Menschen über 80 Jahre, die sehnlich auf ihre Impfung warteten, weil es zu wenig Impfstoff von Biontech gebe, entgegnete Dreyer. „Wenn wir diesen Menschen jetzt eine Impfung mit AstraZeneca anbieten können, gewinnen wir sehr viel Sicherheit.“ Bereits die erste Impfung biete einen sehr großen Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe.

Drosten sieht Deutschland am Beginn einer dritten Welle

21.35 Uhr: In einem Podcast der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gefragt, ob sich Deutschland schon in einer dritten Welle befinde, sagte der Virologe Christian Drosten, man sei „zu Beginn“ dieser Entwicklung. Drosten wies auf die schnellere Ausbreitung der Virus-Mutationen hin. Der Mutations-Anteil war zuletzt binnen zwei Wochen stark gestiegen.

Laschet will bei Corona-Gipfel für bundeseinheitliche Lockerungen eintreten

21.29 Uhr: CDU-Parteichef Armin Laschet hat sich dafür ausgesprochen beim Corona-Gipfel am 3. März möglichst bundesheitliche Lockerungsregeln zu beschließen. Das pauschale Schließen, das die letzten Wochen bestimmt habe, solle verändert werden, sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. Laschet plädierte für eine „differenzierte, vorsichtige, angleichende Öffnung“.

In seine eigene Partei will er keine klaren Ansagen machen. „Corona-Bekämpfung ist keine parteipolitische Frage. Und ich warne auch davor, es zu einer Frage zwischen CDU und SPD, zwischen Grünen und FDP zu machen“, sagte Laschet.

Brasilianische Coronavariante aus Manaus erreicht Schottland und Großbritannien

Die erstmals in der brasilianischen Stadt Manaus nachgewiesene Variante des Coronavirus ist in England und Schottland aufgetaucht. In beiden Ländern wurden je drei Fälle bestätigt, wie die Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten. Die Variante steht im Verdacht dreimal ansteckender zu sein, als das ursprüngliche Coronavirus. In Brasilien selbst werden derweil immer mehr Fälle publik, in denen Senioren Impfungen nur vorgetäuscht wurden. Lesen Sie dazu: “Windimpfungen” lösen Corona-Skandal in Brasilien aus

SPD drängt auf einheitliche Corona-Regeln in den Bundesländern

19.25 Uhr: Die SPD hat in Person von Fraktionschef Rolf Mützenich für einheitliche Corona-Regeln in den Bundesländern plädiert. „Die Menschen müssen endlich wissen, wann und nach welchen Kriterien gelockert oder gegebenenfalls auch wieder verschärft wird“, sagte Mützenich der „Süddeutschen Zeitung“. Das gelte für Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus, aber auch für einzelne Öffnungsschritte.

Mützenich forderte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs auf, dafür beim Corona-Gipfel am Mittwoch eine Lösung zu finden. Bereits am Montag treten in mehreren Bundesländern unterschiedliche Lockerungen in Kraft. Lesen Sie dazu: Corona-Lockdown: Was sich wo für den Einzelhandel ändert

Tschechien ordert Sputnik V bei Putin – trotz fehlender EU-Zulassung

18:33 Uhr: Die tschechische Regierung hat angesichts der zähen Impffortschritte im Land in Russland eine Lieferung des Vakzins Sputnik V geordert. Nach Absprache mit Regierungschef Andrej Babis habe er Kreml-Chef Wladimir Putin um die Lieferung von Sputnik V gebeten, sagte der tschechische Präsident Milos Zeman im Fernsehsender TV Prima. Er schloss auch den Einsatz des Corona-Vakzins des chinesischen Herstellers Sinopharm nicht aus.

Der russische Impfstoff könnte bereits in den nächsten Tagen in Tschechien eintreffen, sagte Zeman unter Berufung auf die russische Botschaft weiter. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat bisher weder dem chinesischen noch dem russischen Impfstoff eine Zulassung in der EU erteilt. In Ungarn werden beide Vakzine bereits eingesetzt.

Intendant der Volksbühne warnt vor bleibenden Pandemie-Schäden für Theater

17.44 Uhr: Der Intendant der Berliner Volksbühne, Klaus Dörr, hat vor Dauerschäden für die Theater durch die Pandemie gewarnt. Er rechne damit, dass viele Theaterschaffenden ihren Beruf aufgeben werden, sagte Dörr der „Berliner Zeitung“. „Ich befürchte, dass sich ein Fünftel der Theaterschaffenden eine neue Arbeit suchen muss.“

Die Schließung der Theater scheine keinen gravierenden Effekt auf das Pandemiegeschehen zu haben, sagte der 60-Jährige. „Das öffentliche Leben ist jetzt seit vier Monaten wieder still gestellt – und trotzdem geht die Inzidenz hoch? Es gibt übrigens nach wie vor keinen einzigen nachgewiesenen Ansteckungsfall, der sich in einem Theater zugetragen hätte. Die Theater sind es also offenbar nicht.“ Der Lockdown sei für die Kulturszene verheerend. Künstlerinnen und Künstler könnten sich nur sehr eingeschränkt dem Markt präsentieren, während bereits zwei Absolventenjahrgänge nachrückten. Dörr sagte, kein Theater werde mehr 25 Premieren pro Spielzeit herausbringen.


Bouffier für flexiblere Impfreihenfolge: „Astrazeneca-Impfstoff für alle“

16.46 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier unterstützt Forderungen nach einer flexibleren Impfstoffvergabe. „Ich habe viel Sympathie für die Idee, den ungenutzten Impfstoff von Astrazenena allen Bürgern zur Verfügung zu stellen“, sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende unserer Redaktion. „Man muss aber auch klären, wie das konkret gehen soll.“ Lesen Sie mehr dazu: Corona: Mehr Forderungen nach Lockerung der Impfreihenfolge

Mehr als 20 Millionen Menschen in Großbritannien haben Erstimpfung

16.26 Uhr: Mehr als 20 Millionen Menschen haben in Großbritannien eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten, das sind etwa 30 Prozent. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag mit. In Großbritannien wird anders als in Deutschland sowohl der Astrazeneca-Impfstoff als auch das Präparat von Biontech und Pfizer im Abstand von bis zu zwölf Wochen verabreicht, damit so viele Menschen wie möglich schnell eine Erstimpfung erhalten können. Die Zahl der für den vollen Impfschutz notwendigen Zweitimpfungen lag in dem Land zuletzt noch bei unter einer Million.

Nach Berechnungen der „Financial Times“ wirkt sich der rapide Fortschritt des britischen Impfprogramms bereits auf Neuinfektionen, Krankenhauseinweisungen und Todesfällen aus. Demnach sinken die Zahlen bei den bereits zu großen Teilen geimpften über 80-Jährigen deutlich schneller als bei jüngeren Altersgruppen. Die Fallzahlen in der Coronavirus-Pandemie sind in Großbritannien weiterhin rückläufig. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit etwa 110 angegeben.


Corona-Impfstoff: Hilfe aus Deutschland für Tschechien

15.57 Uhr: Sachsen, Bayern und Thüringen wollen Tschechien mit Corona-Impfstoff aushelfen. Ab Montag sei die Lieferung von insgesamt 15 000 Impfstoff-Dosen an das Nachbarland geplant, sagte Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber am Sonntag. Zuvor hatte MDR Aktuell darüber berichtet. Die tschechische Regierung werde demnach über die weitere Verteilung entscheiden. Tschechien hat gegenwärtig die höchste Infektionsrate in der ganzen EU. Das Land mit 10,7 Millionen Einwohnern registrierte seit Beginn der Pandemie rund 1,2 Millionen Infektionen. Mehr als 20.000 Corona-Patienten starben.

Strobl will massenhafte Tests an Grenzen zu Frankreich und Schweiz

15.45 Uhr: Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) will mit Hilfe von massenhaften Tests mögliche Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz vermeiden. In Briefen an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gesundheitsminister Manne Lucha (beide Grüne), die der dpa vorliegen, schreibt Strobl: „Da wir bei den Impfungen auf absehbare Zeit nicht schnell genug vorankommen werden, möchte ich eindringlich dafür werben, durch eine umfassende Test-Strategie in den Grenzregionen die Pandemie bestmöglich einzudämmen.“

Der Vize-Ministerpräsident reagierte damit auf die Entscheidung der Bundesregierung vom Sonntag, die Einreise aus der französischen Region Moselle, die an Rheinland-Pfalz und das Saarland grenzt, zu erschweren. Mit Wirkung ab Dienstag wurde die Region als sogenanntes Virusvariantengebiet eingestuft. Strobl schrieb dazu: „Sollten unsere Nachbarländer ebenso vom Bund als “Virusvarianten-Gebiete” oder “Hochinzidenzgebiete” eingestuft werden, drohen auch hier neuerliche Binnengrenzkontrollen. Dieses Szenario gilt es aus meiner Sicht dringlich zu vermeiden.“ Denkbar wäre aus seiner Sicht ein gemeinsam betriebenes deutsch-französisches und ein deutsch-schweizerischen Testzentrum.

Färöer-Inseln sind erstmals seit Juli 2020 Corona-frei

15.41 Uhr: Die Färöer-Inseln haben erstmals seit Juli 2020 keinen aktiven Corona-Fall mehr. Am Wochenende prangte eine blaue Null in der entsprechenden Auflistung auf der Corona-Webseite der Inselgruppe, nachdem dort bereits am späten Freitagabend zu lesen gewesen war: „Covid-free – for now“ (Covid-frei – vorerst). Die vorerst letzte infizierte Person ist demnach am Freitag als gesund erklärt und aus der Quarantäne entlassen worden.

„Unsere beste Entscheidung ist gewesen, uns an unseren ursprünglichen Plan zum Testen, Verfolgen und Isolieren zu halten“, sagte Regierungschef Bárður á Steig Nielsen. Die Färöer-Inseln mit ihren rund 50.000 Einwohnern zählen offiziell zum dänischen Königreich, sind aber weitgehend autonom. Sie liegen abgeschieden im Nordatlantik etwa auf halber Strecke zwischen Schottland und Island. Bislang sind auf den Inseln 658 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden – bei mehr als 230.000 Tests. 657 der Infektionen sind überstanden, eine Person ist gestorben.


Fast 40 Menschen feiern Corona-Party in Charlottenburger Wohnung

15.10 Uhr: Die Polizei hat eine illegale Party mit fast 40 Gästen in Berlin-Charlottenburg wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln aufgelöst. Anwohner aus dem Mehrfamilienhaus in der Lietzenburger Straße beschwerten sich in der Nacht zum Sonntag über den Lärm aus einer Wohnung, wie die Beamten mitteilten. Als die Sicherheitskräfte kurz vor Mitternacht in der vierten Etage klingelten und klopften, erklärte der 55 Jahre alte Wohnungsinhaber, es werde eine Party gefeiert.

Prinz William und Kate werben für Corona-Impfung

14.31 Uhr: Der britische Prinz William (38) und seine Frau Herzogin Kate (39) haben sich der Queen angeschlossen und für die Corona-Impfung geworben. „Catherine und ich sind zwar überhaupt keine medizinischen Experten“, sagte William bei einem Videotelefonat mit einer Frau, die an Diabetes erkrankt ist. „Aber wenn es sie tröstet, wir können Sie vorbehaltlos darin unterstützen, die Impfungen zu bekommen (…)“, so der Enkel von Königin Elizabeth II. (94). Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen sei das sehr wichtig.

Die Nummer zwei in der britischen Thronfolge warnte auch vor falschen Informationen im Internet. „Die sozialen Medien sind voller Gerüchte und Fehlinformationen. Wir müssen aufpassen, wem wir Glauben schenken und wo wir unsere Informationen herbekommen“, sagte William.


FDP-Chef Lindner fordert nationales Impfportal und Nachrückliste

14.15 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat gefordert, den Stau bei der Verwendung von Impfstoff gegen das Coronavirus schnell aufzulösen. „Wir brauchen den Bürokratieabbau beim Impfen. Die Bürger haben längst den Durchblick verloren, wann wer geimpft werden kann“, sagte Lindner am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Millionen Bürger warteten seit vielen Wochen auf Termine.

„Deutschland braucht ein nationales Impfportal, damit der Zugang zu Impfterminen erleichtert wird“, forderte Lindner. „Wir drohen schon bald mehr Impfstoff als Impftermine zu haben. Deshalb sollten auch die Arztpraxen impfen dürfen. „Haus- und Fachärzte kennen ihre Patienten am besten“, sagte er. Sie könnten entsprechend der bundesweiten Vorgaben am besten einschätzen, wer den Impfstoff am dringendsten brauche. „Für nicht genutzte Termine brauchen wir eine Nachrückliste, damit Impfdosen so schnell wie möglich verimpft werden können.“

Müller erwartet Bund-Länder-Beschluss zu Öffnungsstrategie

14.08 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) geht davon aus, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen Mitte der Woche gemeinsame Kriterien für eine schrittweise Öffnungsstrategie in der Corona-Krise beschließen. „Grundlage wird ein Stufenplan sein, den wir in Berlin schon formuliert haben“, sagte der aktuelle Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz der Deutschen Presse-Agentur. „Ich rechne fest damit, dass wir ein Grundgerüst miteinander verabreden, an dem sich die Länder orientieren können.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Pandemie und über mögliche Öffnungsschritte. Die Beratungen fallen in eine Phase, in der die Zahl der Neuinfektionen nach wochenlangem Rückgang langsam wieder steigt und die ansteckendere und wohl auch gefährlichere Virus-Mutation B.1.1.7 weiter um sich greift.

So wirksam ist der neue Impfstoff von Johnson & Johnson

13.50 Uhr: Die US-Arzneimittelbehörde hat den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen. Das Vakzin bietet mehrere Vorteile. Wie wirksam das Mittel ist und was man noch zu dem Imfpstoff wissen sollte, lesen Sie hier.


Corona-Hilfen: London schnürt Milliardenpaket für Einzelhandel und Gastgewerbe

13.19 Uhr: Die britische Regierung will Unternehmen unter anderem im Einzelhandel und Gastgewerbe mit einem Hilfspaket in Höhe von fünf Milliarden Pfund (umgerechnet rund 5,8 Milliarden Euro) unter die Arme greifen. Das kündigte der britische Finanzminister Rishi Sunak am Sonntag in einem Interview des Nachrichtensenders Sky News an.

„Wir wissen, dass Unternehmen speziell in Gastgewerbe, Freizeit, Hotel und Einzelhandel von den Einschränkungen betroffen waren und sie werden in den kommenden Wochen noch immer geschlossen sein und nur langsam wieder aufmachen (…)“, so der Schatzkanzler. Das Hilfspaket solle den Unternehmen ermöglichen, Angestellte zu behalten und Rechnungen zu zahlen, so Sunak weiter. Einzelne Unternehmen könnten mit Einmalzahlungen von bis zu 18.000 Pfund (rund 21.000 Euro) unterstützt werden. Profitieren sollen davon rund 650.000 Unternehmen im ganzen Land.

Ungarns Ministerpräsident Orban lässt sich chinesisches Vakzin spritzen

13.10 Uhr: Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hat sich nach eigenen Angaben gegen Covid-19 impfen lassen. Der rechtsnationale Politiker veröffentlichte am Sonntag auf seiner Facebook-Seite Bilder, die ihn bei der Impfung zeigen. Auf einem weiteren Foto ist eine Packung mit chinesischer Aufschrift zu sehen. Bereits zuvor hatte Orban angekündigt, sich den chinesischen Impfstoff Sinopharm spritzen lassen zu wollen.

Bisher verabreichte Ungarn seinen Bürgern 680.000 Impfungen gegen Corona, die meisten davon mit Produkten westlicher Hersteller. Doch allein in den letzten 24 Stunden wurden nach offiziellen Angaben vom Sonntag 114.000 Impfungen vorgenommen – die weitaus meisten davon mit Sinopharm. Der Impfstoff ist ebenso wie das russische Produkt Sputnik V in der EU nicht zugelassen.

Einreiseregeln für französische Grenzregion Moselle werden verschärft

13.00 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung gefährlicher Mutationen des Coronavirus wird die Einreise aus der französischen Grenzregion Moselle nach Deutschland erschwert. Mit Wirkung ab Dienstag stufte die Bundesregierung die an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzende Region am Sonntag als sogenanntes Virusvariantengebiet ein, wie das Robert Koch-Institut im Internet bekannt gab.

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert neue Impfstrategie

12.36 Uhr: Der SPD-Politiker und Epidemiologe Karl Lauterbach hat eine Neuausrichtung der deutschen Impfstrategie gefordert. Der Astrazeneca-Impfstoff solle für alle unter 65-Jährigen in den ersten drei Prioritätsgruppen der Impfverordnung “sofort zur Verfügung gestellt werden”, sagte Lauterbach unserer Redaktion. Außerdem solle das Präparat von Astrazeneca auch bei über 65-jährigen „sofort eingesetzt werden dürfen“.


Darüber hinaus forderte der Epidemiologe, der Abstand zwischen erster und zweiter Impfung solle „bei allen Impfstoffen innerhalb der Zulassung soweit gestreckt werden wie möglich“. Mit möglichst vielen Erstimpfungen gelinge es, Menschen vor schwerer Krankheit und Tod zu bewahren.

Lauterbach betonte: „Da wir noch nicht ausreichend viel Impfstoff zur Verfügung haben, eine dritte Welle begonnen hat und gleichzeitig auch Impfstoff liegen bleibt, müssen wir die Strategie ändern.“ Zuvor hatten die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Wüttemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), die Freigabe des ungenutzten Astrazeneca-Impfstoffs für alle gefordert.


Kinderärzte wollen, dass Schulen und Kitas umgehend öffnen

12.21 Uhr: Vor den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch fordern die Kinderärzte eine rasche Öffnung von Schulen und Kitas. „Auch nach dem Auftreten von Virusmutationen bleibt es dabei, dass Kinder und Jugendliche keine Treiber der Pandemie sind“, sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Sonntag. „Deshalb können und müssen alle Schulen und die Kitas umgehend wieder geöffnet werden. Sie spielen im Infektionsgeschehen keine nennenswerte Rolle.“

Eine weitere Schließung der Schulen würde die Kollateralschäden für Kinder und Jugendliche massiv erhöhen, warnte Fischbach. Die psychischen, sozialen und emotionalen Beeinträchtigungen seien nach einem Jahr im Corona-Ausnahmezustand jetzt im zweiten Lockdown noch stärker als im ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr. Neben Vereinsamung, Depression, aggressivem Verhalten und innerfamiliären Konflikten sei auch eine Zunahme der Fettleibigkeit aufgrund von Bewegungsmangel zu beobachten. „Je länger der Lockdown dauert, desto massiver werden aller Voraussicht nach die Langzeitfolgen sein“, sagte Fischbach.


Dreyer fordert staatlichen Zuschuss für Corona-Selbsttests

12.15 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hält die Wiedereröffnung vieler Geschäfte und Einrichtungen ab dem Frühjahr unter Verwendung von Corona-Schnelltests für sinnvoll. „Mit Schnelltests kann ein privater Veranstalter oder Gastgeber, egal ob er eine Gaststätte, einen Laden oder ein Museum betreibt, sicherstellen, dass von seinen Kunden kaum Ansteckungsgefahr ausgeht, und damit sein Gewerbe wieder betreiben“, sagte sie der „Bild am Sonntag“.

Mit Blick auf Corona-Selbsttests für den Hausgebrauch, die seit wenigen Tagen in Deutschland zugelassen sind, forderte Dreyer Unterstützung für Menschen mit niedrigem Einkommen. „Man muss sicherlich eine Regelung für Geringverdiener finden. Selbsttests dürfen kein Luxusgut für Besserverdiener werden“, sagte sie.

Corona: Bundesländer fordern flexiblere Impfreihenfolge

12.11 Uhr: Aus den Bundesländern werden Forderungen nach einer Lockerung der Impfreihenfolge laut, um die Verschwendung von liegen gebliebenem Corona-Impfstoff zu vermeiden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schlug vor, hunderttausende ungenutzte Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs aus den Depots der Bundesländer zur Impfung für alle freizugeben. „Bevor er liegen bleibt: impfen wer will. Es darf keine Dose von Astrazeneca übrig bleiben oder weggeschmissen werden. Denn jeder Geimpfte schützt sich und andere“, sagte Söder der „Bild am Sonntag“

Deutschland müsse beim Impfen Tempo machen: „Jeder Tag zählt.“ Es könne nicht sein, dass einerseits zu wenig Impfstoff vorhanden sei, aber andererseits Astrazeneca-Vakzin „in hohen Zahlen nicht verimpft wird“. Der bayerische Regierungschef strebt daher eine bundesweite Regelung an, für das Astrazeneca-Vakzin die Impfreihenfolge zu lockern. Zudem solle der Impfstoff auch durch Hausärzte verimpft werden können.


Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach sich ebenfalls dafür aus, den Zugang zu Impfstoff für alle Bevölkerungsgruppen zu öffnen, solange einige Vakzine auf Vorbehalte stoßen. „Die Priorisierung ist unbedingt wichtig – zumindest solange der Impfstoff noch Mangelware ist. Zugleich können wir es uns nicht leisten, dass Impfstoff herumsteht und nicht verimpft wird, weil Teile der Berechtigten ihn ablehnen. Dann müssen wir dieses strenge Regiment auflockern und Menschen impfen, die nach der Priorisierung noch nicht an der Reihe wären“, sagte Kretschmann der „Welt am Sonntag“.

Großer Andrang bei Corona-Impfungen für Kita- und Grundschulpersonal

11.45 Uhr: In Thüringen nehmen seit Sonntag Tausende Beschäftigte von Kindergärten, Grund- und Förderschulen das Angebot in den Corona-Impfzentren wahr. In der Apoldaer Stadthalle, wo sich teilweise Warteschlangen bildeten, war die Nachfrage groß. Die landesweit mehr als 5000 eigens für Pädagogen, Küchen- und Verwaltungspersonal reservierten Termine sind nach Angaben von Gesundheitsministerium und Kassenärztlicher Vereinigung komplett ausgebucht. Gespritzt wurde mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca.


Familien mit Schulkindern in England erhalten kostenlose Tests

10.58 Uhr: Alle Familien mit schulpflichtigen Kindern in England sollen von März an kostenlose Corona-Selbsttests erhalten. Das teilte die Regierung in London am Sonntag mit. Demnach sollen Kinder und ihre Eltern sowie Beschäftigte im Umfeld von Schulen wie beispielsweise Fahrer von Schulbussen zwei Tests pro Woche und Person zur Verfügung gestellt bekommen. Kinder in weiterführenden Schulen sollen zudem zum Schulbeginn drei Mal in der Schule getestet werden. Anschließend sollen auch sie zuhause testen. Verpflichtend sind die Tests allerdings nicht.

Steinmeier lobt Geduld der Kinder in der Corona-Pandemie

10.30 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Geduld der Kinder in der Corona-Pandemie gelobt. „Ich bin ganz, ganz tief beeindruckt, wie ihr das macht“, sagte er am Sonntag in einem Auftritt in der „Sendung mit der Maus“ der ARD. „Ihr seid die meiste Zeit Zuhause bei den Eltern, kein Spielen, keine Freunde treffen“, beschrieb das Staatsoberhaupt die Situation der Kleinsten in der Pandemie.

„Aber ihr kriegt das hin und das finde ich ganz toll“, fügte das Staatsoberhaupt hinzu. Allzu viel Hoffnung auf Besserung konnte er den Kindern nicht machen: Selbst die „schlauesten Wissenschaftler“ wüssten nicht, wie lange die Pandemie noch dauern werde. „Sich ist nur: Es wird wieder normaler, je mehr und schneller wir uns impfen lassen. Steinmeier trat anlässlich des 50. Jubiläums der „Sendung mit der Maus“ auf. Zum Abschluss wurde ein 50 Jahre altes Foto eingeblendet, das Steinmeier als 15-Jährigen mit seiner Fußball-Mannschaft zeigt. „Wie man auf dem Foto sieht, hab ich viel und gerne Fußball gespielt“, erinnerte sich der Bundespräsident.

Düsseldorfer Arzthelferin mit B.1.1.7-infiziert – hunderte Kontakte

9.40 Uhr: Bei einer Arztpraxis-Mitarbeiterin in Düsseldorf, die mit bis zu 450 Personen Kontakt hatte, ist die hochansteckende Coronavirus-Mutante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Das teilte die Stadt am Samstag mit. Die Nachverfolgung der Kontaktpersonen laufe auf Hochtouren. Die Angestellte soll den Angaben zufolge trotz Krankheitssymptomen weitergearbeitet haben. Die Arztpraxis wurde geschlossen.

Mitarbeiter im Gesundheitsamt versuchten derzeit, alle Kontaktpersonen, vor allem Patienten der Praxis, zeitnah telefonisch zu erreichen, hieß es bei der Stadt. Für alle Kontaktpersonen der Medizinischen Fachangestellten werde vorsorglich eine Quarantäne angeordnet. Das Ordnungsamt sowie die Kassenärztliche Vereinigung wurden informiert. Frühestens für Montag erwarte man eine Auswertung zu den Kontaktpersonen.


Trickbetrüger verteilt falschen Brief vom Impfzentrum

9.13 Uhr: Mit einem falschen Brief vom Impfzentrum hat ein Trickbetrüger in Duisburg eine Seniorin beinahe um 1900 Euro gebracht. Der falsche Postbote habe der 95-Jährigen den Brief am Freitag als angebliches Einschreiben mit Nachnahmegebühr übergeben, teilte die Polizei am Samstag mit. Dann habe er sie aufgefordert, die Gebühr in Höhe von 1,90 Euro sofort per EC-Karte zu bezahlen. Da sich die Seniorin um ihren bereits gebuchten Impftermin sorgte, habe sie gezahlt. Hinterher sei ihr aufgefallen, dass es sich bei dem Brief gar nicht um ein persönliches Schreiben an sie handelte. Durch einen Anruf bei der Bank habe sie dann erfahren, dass statt 1,90 Euro eine Gebühr von 1900 Euro zur Abbuchung vorgemerkt war.

Gesundheitsminister Spahn in der Beliebtheit abgestürzt

8.30 Uhr: Nach monatelangem Lockdown spricht sich eine Mehrheit der Bundesbürger für weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen aus. Laut einer Umfrage des Instituts Insa für die „Bild am Sonntag“ sind 75 Prozent für eine Öffnung des Einzelhandels im März, nur 17 Prozent sind dagegen. Restaurants und Kneipen wollen 54 Prozent der Befragten wieder offen sehen, 64 Prozent sind für eine vollständige Wiederöffnung von Schulen und Kitas.

Auch bei Hotels, Kosmetiksalons und Museen gibt es laut der Umfrage mehr Öffnungs-Befürworter als Gegner. Bei Kinos und Theatern ist dagegen eine Mehrheit von 46 Prozent gegen eine rasche Öffnung, nur 35 Prozent wollen sie rasch wieder öffnen.


Derweil ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Umfrage zufolge in der Beliebtheit der Bürger abgestürzt. 56 Prozent der Befragten äußerten sich „eher unzufrieden“ mit dessen Arbeit, zufrieden sind nur 28 Prozent. Mit der Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind dagegen 54 Prozent zufrieden, mit der Arbeit von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 45 Prozent. Befragt wurden 1016 Menschen.

Schwesig dringt auf Perspektivplan – Einkaufen per Terminvergabe?

7.05 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch ihre Forderung nach einem Ausstiegsszenario aus dem Lockdown erneuert. „Wir brauchen dringend einen Perspektivplan für ganz Deutschland“, sagte Schwesig der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Festlegung auf Lockerungen der aktuell harten Corona-Schutzmaßnahmen dürfe nicht allein die Sieben-Tage-Inzidenz bei Neuinfektionen der Maßstab sein. Wenn flächendeckend Selbsttests zur Anwendung kämen, etwa in Kitas, Schulen und auch wirtschaftlichen Bereichen, wären mehr Öffnungen möglich. Ob dann auch der zuletzt für Lockerungen festgesetzte Inzidenzwert von 35 Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche wieder erhöht werden könnte, sagte Schwesig nicht. Im Land und auch bundesweit liegt er aktuell über 60, bei zuletzt wieder steigenden Infektionszahlen.

USA lassen dritten Corona-Impfstoff zu

5.30 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus können die USA künftig auf einen weiteren Impfstoff zurückgreifen. Als drittes Vakzin erteilte die Arzneimittelbehörde FDA am Samstag (Ortszeit) dem Mittel des Herstellers Johnson & Johnson eine Notfallzulassung zur Anwendung bei Erwachsenen. Bei dem Impfstoff reicht eine einzige Spritze, er kann zudem bei normalen Kühlschranktemperaturen gelagert werden. Präsident Joe Biden sprach von „aufregenden Nachrichten für alle Amerikaner“ und einem ermutigenden Schritt.

Bislang waren in den USA schon die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen. US-weit wurden bereits mehr als 66 Millionen Injektionen verabreicht. Vorprüfungen der FDA bescheinigen dem Vakzin von Johnson & Johnson eine sehr hohe Wirksamkeit.



Corona-News vom 27. Februar: Städtetag warnt Bund und Länder vor umfassenden Corona-Lockerungen

  • Städtetagspräsident Burkhard Jung hat Bund und Länder vor der nächsten Corona-Schaltkonferenz am Mittwoch zur Vorsicht bei weiteren Öffnungsschritten aufgerufen. „Umfassende Lockerungen kann es jetzt noch nicht geben“, sagte er unserer Redaktion. „Nur ein stabil niedriges Niveau bei den Neuinfektionen bringt uns die Aussicht, einen erneuten exponentiellen Anstieg zu verhindern.“
  • Die Bundesärztekammer fordert eine zentrale Erfassung der Ergebnisse von Corona-Schnelltests durch das Robert-Koch-Institut: „Mit der wachsenden Bedeutung der Antigen-Schnelltests in Deutschland sollten die Ergebnisse dieser Testverfahren detailliert ausgewertet werden“, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt unserer Redaktion.
  • Erzwungene Nähe in der Pandemie stellt Beziehungen auf eine harte Probe. Bestseller Autor Michael Nast sagt, wie die Liebe halten kann. Lesen Sie hier: Corona – Wie die Liebe eine Pandemie übersteht
  • Vom Corona-Lockdown betroffene Firmen können seit Samstag auch große Hilfsbeträge von mehr als zwei Millionen Euro beantragen. Hintergrund sind neue Vereinbarungen mit der EU-Kommission, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.
  • In deutschen Pflegeheimen hat es zuletzt weniger Tote Menschen, die an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind. Die großen deutschen Pflegeheimbetreiber führen das auf die steigende Zahl an Impfungen in den Hochrisiko-Gruppen zurück.
  • Einreisende aus Gebieten mit einem hohen Anteil an Sars-Cov-2-Mutationen sollen auch weiterhin vorerst nicht mit öffentlichen Transportmitteln befördert werden dürfen. Das sieht ein Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministerium vor-
  • Die deutscher Tourismus-Branche hofft mit Impfungen und Schnelltests auf eine Reisewelle im Sommer. Im vergangenen Jahr waren der Umsatz von Veranstaltern und Reisebüros um 80 Prozent zurückgegangen.
  • Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor den Bund-Länder-Gesprächen zu einem gemeinsamen Vorgehen bei möglichen Öffnungen in der Corona-Pandemie gemahnt. „Ich bestehe darauf, dass wir hier eine gemeinschaftliche Führungsleistung in Deutschland zustande bringen“, sagte Scholz.
  • US-Präsident Joe Biden hat im Repräsentantenhaus die Zustimmung für sein Corona-Hilfspaket gefordert. Das 1,9 Billion Dollar schwere Maßnahmenpaket muss jetzt noch durch den US-Senat.
  • Eine Mehrheit der Deutschen hat sich in einer Umfrage für die Einführung eines Impfpasses nach dem Vorbild von Israel ausgesprochen. Dieser ermöglicht freies Reisen oder etwa den Theaterbesuch.
  • Patientenschützer haben die Pläne von Bund und Ländern, weitere Öffnungsschritte mit Hilfe von millionenfachen, flächendeckenden Corona-Schnelltests abzusichern, im Gespärch mit unserer Redaktion als „reines Wunschdenken“ kritisiert.
  • Bundeswahlleiter Georg Thiel hat eine einheitliche Regelung für den Umgang mit Maskenverweigerern in Wahllokalen gefordert. Gleichzeitig sieht Thiel aber keine Not, die Bundestagswahl im September als reine Briefwahl abzuhalten. Mehr dazu im Interview: Bundeswahlleiter gibt sein Wort: Die Briefwahl ist sicher
  • Deutschland hat für die Erforschung von Covid-19-Medikamenten bisher 73 Millionen Euro ausgegeben. Für Importe von Impfstoffen hingegen hat der Bund bereits rund 400 Millionen Euro bezahlt – ein Schieflage, kritisiert der Wissenschaftspolitiker der Grünen, Kai Gehring, kritisierte das Vorgehen der Koalition. „Wären vergleichbare Summen frühzeitig in die Medikamentenforschung zu Covid-19 geflossen, wären wir heute viel besser aufgestellt“, sagte er unserer Redaktion.
  • Der UN-Sicherheitsrat hat in einer einstimmig verabschiedeten Resolution eine gerechte weltweite Verteilung von Corona-Impfstoffen gefordert. Vor allem der Zugang zu Corona-Vakzinen in konfliktgeplagten und ärmeren Ländern soll verbessert werden.
  • Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat einstimmig empfohlen, dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson eine Notfallzulassen zu erteilen. Der Impfstoff steht auch in Deutschland vor der Zulassung und soll ab April verspritzt werden können.

Corona-News vom 26. Februar: Impfkommission plant neue Empfehlung für Astrazeneca-Vakzin

  • Die Ständige Impfkommission in Deutschland (Stiko) will ihre Empfehlung zum Impfstoff des Herstellers Astrazeneca überdenken. Es werde „sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen“, so der Chef der Kommission, Thomas Mertens.
  • Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass sich die Infektionsrate ab Mai deutlich verändern wird. „Bis zum Spätsommer sollten wir die Pandemie deutlich besser unter Kontrolle haben, wenn sich genügend Menschen impfen lassen“, sagt der 55-Jährige. Das bedeute nicht, dass es keine neuen Ansteckungen mehr gebe. „Aber, dass wir ein normales Leben haben können.“
  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält eine Öffnung der Außengastronomie in Deutschland um Ostern herum für möglich.
  • Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung das beliebte Urlaubsland Malta ab Sonntag als Hochrisikogebiet eingestuft.
  • Die Gründer des Impfstoffherstellers Biontech, Özlem Türeci und Ugur Sahin, bekommen das Bundesverdienstkreuz.
  • Geringverdiener, Langzeitarbeitslose und Sozialhilfebezieher erhalten in der Corona-Krise weitere Unterstützung. Der Bundestag billigte am Freitag ein Hilfspaket, das einen Zuschuss zur Grundsicherung vorsieht.
  • Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) tragen 36 Millionen Deutsche das Risiko eines schweren Covid-19-Verlaufs. Damit gehört mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung über 15 Jahren zur Covid-19-Risikogruppe. Lesen Sie dazu: 36,5 Millionen Deutsche gehören zur Corona-Risikogruppe
  • Menschen mit Vorerkrankungen und einem besonders hohem Gesundheitsrisiko können in Einzelfällen bevorzugt in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen geimpft werden.
  • Urlaub in Spanien, Italien oder Frankreich: Die Bürger sehnen sich danach. Tourismusbeauftragter Bareiß hofft auf einen Sommerurlaub im Süden. SPD-Politiker Lauterbach ist, selten genug, überfragt. Und warnt. Lesen Sie hier: Corona-Pandemie: Was wird aus dem Sommerurlaub im Süden?
  • Wenige Tage vor der nächsten Bund-Länder-Runde zur Corona-Politik hat RKI-Chef Lothar Wieler große Vorsicht bei möglichen Öffnungsschritten angemahnt. Man müsse „weiter wachsam“ sein, „ansonsten steuern wir in eine weitere, in eine dritte Welle hinein“, sagte Wieler.
  • Die Mehrheit der Deutschen möchte einer ZDF-Umfrage zufolge umgehend Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ finden 56 Prozent der Befragten, dass jetzt gelockert werden sollte.
  • Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hält es für denkbar, Inlandsreisen jenen Bürgern zu ermöglichen, die ihre Corona-Impfung mit einem Impfpass nachweisen können.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soll am Tag vor seiner positiver Corona-Testung an einer Lobby-Veranstaltung teilgenommen haben. Laut „Spiegel“-Informationen soll er noch am selben Abend ein Unternehmerdinner in Leipzig mit rund zwölf Gästen besucht haben. Dass es sich um ein CDU-Spendendinner gehandelt habe, ließ Spahn unkommentiert. Lesen Sie dazu: Anspruch und Wirklichkeit: Jens Spahns fatales Abendessen
  • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat angeregt, in der Corona-Pandemie nicht nur geimpften Menschen, sondern auch aktuell Getesteten mehr Freiheiten zu geben.
  • Die deutsche Luftverkehrswirtschaft fordert anlässlich des EU-Gipfels zur Bewältigung der Corona-Pandemie praktikable Regeln für sicheres Reisen unter Pandemiebedingungen. Lesen Sie dazu: Coronavirus in Europa – Einige Länder lockern – geht das gut?
  • Der Handel kämpft ums Überleben. Jeder zweite Betrieb sieht sich ohne die stockende staatliche Hilfe in akuter Insolvenzgefahr. Lesen Sie hier: „Der Handel wird zum Schafott geführt“
  • Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Bundesregierung aufgefordert, am Beförderungsverbot und den Grenzkontrollen für Einreisende aus Virusvariantengebieten festzuhalten.

25. Februar: Rund die Hälfte der Infektionen in Frankreich mit britischer Mutante

  • Rund die Hälfte der Corona-Infektionen in Frankreich beruht inzwischen auf der erstmals in Großbritannien aufgetretenen Mutante des Virus
  • Einer Studie zufolge können zwei Wirkstoffe zur Behandlung von Rheuma den Verlauf einer Covid-19-Erkrankung verbessern und die Sterblichkeit der Patienten senken. Mehr dazu: Studie: Rheuma-Medikamente helfen Covid-19-Patienten
  • Laut einer RKI-Erhebung, für die 1006 Erwachsene in Deutschland befragt wurden, wollen sich 66,8 Prozent “auf jeden Fall” gegen Corona impfen lassen
  • Die EU hat auf einem Sondergipfel über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Unter anderem wurde über die Einführung eines gemeinsamen EU-Impfpasses in Verbindung mit möglichen Vorteilen beim Reisen debattiert. Mehr dazu: Urlaub 2021 – Was ein europäischer Impfapass ändern würde
  • Seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr sind weltweit bereits mehr als 2,5 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben
  • Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigt sich offen für Vorteile für gegen Corona geimpfte Menschen
  • Deutschlands Intensiv- und Notfallmediziner haben eine Verlängerung des Lockdowns bis Anfang April gefordert
  • Wegen der Häufung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten verschärft das Saarland die Einreiseregeln an der Grenze zum französischen Verwaltungsbezirk Moselle
  • Das RKI ist der Frage nach dem Beitrag von Schulen zur Pandemie nachgegangen. Eine Analyse von Meldedaten und Studien lege nahe, dass Schüler „eher nicht als “Motor” eine größere Rolle spielen“
  • Regierungen in aller Welt haben nach Erkenntnissen von EU-Ermittlern insgesamt 400 Millionen Dosen sogenannter “Geisterimpfstoffe” angeboten bekommen, die nicht direkt von den Herstellern kommen
  • Der Bundestag hat die Immunität des CSU-Abgeordneten Georg Nüßlein aufgehoben. Mehr dazu: Bundestag genehmigt Durchsuchung bei Abgeordnetem Nüßlein
  • Der Vizepräsident des Bundestages, Wolfgang Kubicki, hat die von der Koalition geplanten hohen Bußgelder für Impf-Vordrängler als “sinnlos” kritisiert
  • Nach einem Coronavirus-Ausbruch in einer Fabrik der Firma Miele im nordrhein-westfälischen Euskirchen sind rund 200 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt worden
  • Die Zahl der Verkehrstoten ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren gesunken. 2724 Menschen kamen ums Leben – das waren 10,6 Prozent weniger als 2019. Hauptgrund ist die Pandemie
  • Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat in der Corona-Pandemie Hoffnungen auf Biergartenbesuche im Sommer gemacht. Die nächsten Öffnungsschritte könne man mit Schnelltests verbinden
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet wegen der höheren Priorisierung von Grundschul- und Kita-Personal nicht mit einer späteren Corona-Impfung von vorerkrankten Menschen
  • Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hat sich im ARD-Talk “Maischberger. Die Woche” für einen digitalen Impfpass nach israelischem Vorbild ausgesprochen
  • Lehrervertreter fordern eine lückenlose Erfassung aktueller Corona-Fälle in Schulen, um frühzeitig zu erkennen, was in den Bildungseinrichtungen passiert

24. Februar: RKI legt Roadmap zur Normalität vor

  • Alle reden über Lockerungen. Auch das Robert-Koch-Institut (RKI). In einer “Handreichung zur Entwicklung von Stufenkonzepten bis Frühjahr 2021” schlagen die Virologen des Instituts vor wie Öffnungsschritte aussehen könnte. Mehr dazu: RKI-Papier zu Corona: In vier Stufen zurück zur Normalität
  • Der Pharmakonzern Moderna geht davon aus, in diesem Jahr weltweit 700 Millionen Impfdosen herstellen zu können und damit 100 Millionen mehr als bislang erwartet
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht für mögliche Lockerungen von Corona-Beschränkungen auf deutlich mehr Tests. “Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden”, sagte sie der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”
  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung mehr als 25 Millionen Gesichtsmasken an einkommensschwache Bürger verteilen
  • Impfvordängler müssen in Zukunft mit einem Bußgeld in der Höhe von bis zu 25.000 Euro rechnen
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen Privilegien für Geimpfte ausgesprochen. “Solange die Zahl der Geimpften noch so viel kleiner ist als die derjenigen, die auf die Impfung warten, sollte der Staat beide Gruppen nicht unterschiedlich behandeln”, wird Merkel in der “FAZ” zitiert
  • Die Bundesregierung hält es für wahrscheinlich, dass die Reihenfolge der Impfungen gegen Covid-19 in den kommenden Monaten noch einmal angepasst wird

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(fmg/dpa/afp)

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