Corona: RKI meldet neue Zahlen – Ärztevertreter für längeren Lockdown

Berlin. 

  • Sachsen bleibt das Bundesland mit der höchster Corona-Inzidenz
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet sehr hohe Corona-Ansteckungs- und Todeszahlen
  • In Frankreich endet eine illegale Silvesterparty mit 2500 Teilnehmern erst am Samstagmorgen
  • Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet in Folge der Corona-Krise eine Zunahme der Unternehmenspleiten
  • Der Tourismuskonzern TUI erwartet trotz der Corona-Krise beim Reiseverkehr einen „weitgehend normalen Sommer“
  • Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert angesichts der Lage in den Krankenhäusern eine Verlängerung des harten Lockdowns
  • Laut Robert Koch-Institut wurden innerhalb des vergangenen Tages 12.690 Neuinfektionen registriert
  • Nach unseren Recherchen haben sich in Deutschland bisher mehr als 1.767.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 34.150 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben


Ärztevertreter fordern mit Blick auf die Bund-Länder-Schalte am kommenden Dienstag dringend eine bundesweit einheitliche Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen: „Die Belastung durch die Versorgung der Patienten mit Covid-19 ist auch an den Feiertagen weiter angestiegen“, sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, unserer Redaktion.



Johna dämpfte zudem die Hoffnung auf eine rasche Entspannung durch den Start der Impfungen: „Bei allem Optimismus muss uns klar sein, dass durch die Impfung zumindest in den ersten drei Monaten des neuen Jahres kaum Entlastung für das Infektionsgeschehen zu erwarten ist.”



Corona-News des Tages: RKI meldet 12.690 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Am ersten Tag des neuen Jahres haben die deutschen Gesundheitsämter 12.690 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 336 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten ist jedoch momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI noch zu Nachmeldungen kommen.

Vor einer Woche, also am ersten Weihnachtsfeiertag, waren 14.455 Corona-Neuinfektionen und 240 Todesfälle registriert worden. Der Höchststand von 1129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.12.) erreicht worden.

Lesen Sie dazu: Corona – RKI meldet Fallzahlen und neue Reproduktionszahl


Corona – Mehr Infos zum Thema




2. Januar: Sachsen bleibt Bundesland mit höchster Inzidenz

10.53 Uhr: Sachsen hat in der Corona-Pandemie weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer. Die Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag wies für den Freistaat 341,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche aus und damit 6,7 mehr als am Vortag. Im Vogtlandkreis erhöhte sich der Wert um 66,8 auf 885,4, damit ist die Region weiterhin Negativ-Spitzenreiter in Deutschland. Im Landkreis Meißen auf dem zweiten Rang ging er um knapp 20 auf 594,1 zurück. Der bundesweite Durchschnittswert liegt laut RKI bei 141,2, die geringste Inzidenz hat mit 30,1 der Landkreis Nordfriesland.

Lauterbach: Stehen vor den schlimmsten drei Monaten

10.36 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet im ersten Quartal sehr hohe Ansteckungs- und Totenzahlen, zeigt sich aber zuversichtlich, dass 2021 insgesamt deutlich besser wird als 2020. “Wir werden jetzt die schlimmsten drei Monate der gesamten Pandemie mit hohen Infektions- und Todeszahlen vor uns haben”, sagte er der “Rheinischen Post. “Dann ist aber Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Die Kombination aus mehr verfügbarem Impfstoff und besserem Wetter wird ab April hoffentlich für Entspannung sorgen.”

Wegen des gegenwärtigen Engpasses bei Impfstoffen dringt er auf eine raschere Zulassung des Mittels von AstraZeneca und der Universität Oxford durch die europäische Arzneibehörde EMA. “Zur Not wäre bei Verzögerungen hier ein deutscher Alleingang sogar vertretbar.”

Illegale Silvesterparty mit 2500 Menschen endet erst am Samstagmorgen

10.29 Uhr: Eine illegale Silvesterparty mit rund 2500 Teilnehmern im Westen Frankreichs hat am Samstagmorgen begonnen sich aufzulösen. Die Musik sei ausgeschaltet worden, und zahlreiche Feiernde hätten das Gelände inzwischen verlassen, hieß es aus der Präfektur des Départements Ille-et-Vilaine in der Bretagne. Es habe “kein Einschreiten der Polizei” gegeben. Innenminister Gérald Darmanin schrieb bei Twitter, die Polizei werde alle Teilnehmer beim Verlassen des Geländes kontrollieren und gebührenpflichtige Verwarnungen verhängen.

Die illegale Silvesterparty in einer leerstehenden Lagerhalle in Lieuron war am Donnerstag völlig aus dem Ruder gelaufen. Trotz Corona-Auflagen und Ausgangssperre feierten Raver aus verschiedenen Regionen Frankreichs und aus dem Ausland in dem kleinen Ort in der Bretagne. Als die Polizei die Party beenden wollte, wurde sie gewaltsam angegriffen und vertrieben. Bei den Ausschreitungen wurden nach Polizeiangaben ein Fahrzeug der Beamten angezündet und drei weitere beschädigt. Zudem seien Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen worden. Nach den Ausschreitungen nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf.

Handel erwartet kein schnelles Ende der Ladenschließungen

7.48 Uhr: Der Handel rechnet nicht mit einem raschen Ende der coronabedingten Ladenschließungen in Deutschland. „Ich fürchte, dass die Läden am 10. Januar noch nicht wieder öffnen dürfen. Denn das Ziel, die 7-Tage-Inzidenz bundesweit auf unter 50 zu senken, wird bis dahin wohl nicht zu erreichen sein“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth.

DIW-Präsident erwartet Welle von Unternehmenspleiten wegen Corona-Krise´

5.48 Uhr: Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, erwartet in Folge der Corona-Krise eine Zunahme der Unternehmenspleiten. „Die zweite Welle wird härter“, sagte Fratzscher der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstagausgabe). „Je länger es dauert, desto mehr Unternehmen kommen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, desto mehr werden pleitegehen.“ Die Frage sei nicht, „ob eine Welle an Unternehmensinsolvenzen kommen wird, sondern wann.“

Lauterbach fordert Wiedergründung des Bundesgesundheitsamts

4.06 Uhr: Als eine Lehre aus der Corona-Pandemie fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die Wiedergründung des 1994 aufgelösten Bundesgesundheitsamts, aber mit einem Schwerpunkt auf Präventionsmedizin. „Die Tatsache, dass wir in Deutschland bei Corona eine relativ hohe Sterblichkeit pro Infizierten haben, liegt nicht nur an unserer Altersstruktur, sondern an einer weiten Verbreitung von Risikofaktoren“, sagte der Mediziner der „Augsburger Allgemeinen“. Es müsse mehr für Prävention getan werden. Dafür brauche es einen flächendeckenden Ausbau des öffentlichen Gesundheitsdienstes und „als zentrale Institution wieder ein Bundesgesundheitsamt, das sich für die öffentliche Gesundheit starkmacht“.

TUI-Chef erwartet „weitgehend normalen“ Sommer 2021

2.52 Uhr: Der Tourismuskonzern TUI erwartet in diesem Jahr trotz der Corona-Krise beim Reiseverkehr einen „weitgehend normalen Sommer“. TUI werde allerdings nur rund 80 Prozent so viele Flugreisen wie in früheren Jahren anbieten, um eine optimale Auslastung zu erreichen, sagte Vorstandschef Fritz Joussen der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). In den Sommerferien sei es daher wahrscheinlich, „dass die Jets auf manchen Strecken im Mittelmeerraum schnell ausgebucht sind“.

Ärztevertreter fordern bundesweit einheitliche Verlängerung des Lockdowns

1.00 Uhr: Ärztevertreter fordern mit Blick auf die Bund-Länder-Schalte am kommenden Dienstag dringend eine bundesweit einheitliche Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen: „Die Belastung durch die Versorgung der Patienten mit Covid-19 ist auch an den Feiertagen weiter angestiegen“, sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, unserer Redaktion. Die Kliniken hätten keine Atempause. „Das Gesundheitssystem braucht dringend eine Entlastung, die nur durch eine Verlängerung der Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung zu erreichen ist. Anders werden wir die Lage nicht in den Griff bekommen.“

Zur Verschärfung der Situation führe, dass immer mehr Patienten auf den Intensiv- und Infektionsstationen mit immer weniger Personal versorgt werden müssten, weil sich auch Krankenhauspersonal mit dem Virus infiziere. Diese extreme Arbeitslast sei dauerhaft nicht zu schultern. Sie wünsche sich „von dem Treffen der Ministerpräsidenten in der nächsten Woche eine möglichst einheitliche Verlängerung der Kontaktbeschränkungen“, so Johna.

Johna dämpfte zudem die Hoffnung auf eine rasche Entspannung durch den Start der Impfungen: „Bei allem Optimismus muss uns klar sein, dass durch die Impfung zumindest in den ersten drei Monaten des neuen Jahres kaum Entlastung für das Infektionsgeschehen zu erwarten ist.” Angesichts der neuen hochinfektiösen Virusvariante sei das Ziel einer Inzidenz von 50 Fällen pro Woche auf 100.000 Einwohner besonders wichtig: „Wir dürfen diese Zielmarke nicht aus den Augen verlieren.“

Vorschläge, die Corona-Strategie zu ändern und nur noch Risikogruppen zu schützen, wies die Medizinerin zurück: „Die mehr als 20 Millionen Menschen in hohem Alter oder mit Vorerkrankungen lassen sich nur konsequent schützen, wenn die Übertragung des Virus in der gesamten Bevölkerung abnimmt.“

1. Januar: Irland beendet den Einreisestopp für Briten

22.37 Uhr: Irland will das Verbot für Einreisen aus Großbritannien am 6. Januar aufheben. Stattdessen sind eine Reihe von strengen Vorschriften vorgesehen, mit denen eine Ausbreitung des Virus eingedämmt werden soll, wie Außenminister Simon Coveney dem „Irish Independent“ sagt.

Flugpassagiere, die nicht wegen dringender geschäftlicher Gründe ins Land kommen, müssen etwa einen negativen Coronatest vorweisen. Auch sollen sie nach ihrer Ankunft zunächst weitestgehend vor Ort bleiben. Irland hatte vor Weihnachten den Passagierverkehr mit Flugzeugen und Fähren gestoppt, nachdem in Großbritannien eine ansteckendere Variante des Coronavirus aufgetaucht war.

Grundschulen in London wegen Corona geschlossen

21.02 Uhr: In London sollen nun doch auch sämtliche Grundschulen in den kommenden zwei Wochen geschlossen bleiben, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Regierung sei endlich zur Vernunft gekommen und habe eine Kehrtwende eingelegt, erklärt Bürgermeister Sadiq Khan.

Das Bildungsministerium hatte am Mittwoch Pläne vorgestellt, wonach die Öffnung der weiterführenden Schulen nach den Weihnachtsferien verschoben werden sollte – Grundschulen sollten aber nur in besonders stark betroffenen Gegenden zubleiben. Dagegen hatten mehreren lokale Behörden protestiert.

Coronavirus-Muation aus Großbritannien nun auch in der Türkei

20.58 Uhr: Nach ersten entdeckten Fällen der Coronavirus-Mutation aus Großbritannien hat die Türkei einen vorübergehenden Einreisestopp für Reisende aus dem Land verkündet. Der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca schrieb auf Twitter, 15 Menschen, die aus Großbritannien kamen, seien positiv auf die Variante getestet worden. Sie und ihre Kontaktpersonen seien in Quarantäne. Die Situation sei “unter Kontrolle”.

Mehr als 20 Millionen Corona-Infektionen in den USA

19.12 Uhr: Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als 20 Millionen Infektionen mit dem Virus nachgewiesen worden. Das entspricht rund einem Viertel aller weltweit verzeichneten Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in der US-Stadt Baltimore hervorgeht.

Mehr als 346.000 Todesfälle in Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 sind in den USA bekannt. In den Vereinigten Staaten leben insgesamt rund 330 Millionen Menschen.

Ärzte warnen vor Burnout in Großbritannien

18.25 Uhr: Britische Medizinerverbände haben angesichts der extrem angespannten Corona-Situation in Großbritannien vor einer Überlastung des Krankenhauspersonals gewarnt. “Wir sind quasi auf Gefechtsstationen”, sagte der Vizepräsident des Royal College of Emergency Medicine dem Sender BBC.

“Es gibt große Sorgen wegen Burnouts.” Zwar sei das Personal auf den Nofall- und Intensivstationen auf harte Zeiten vorbereitet, aber die Ärztinnen und Pfleger seien müde, frustriert und ausgelaugt, so wie jeder andere auch.

An Neujahr meldeten die Behörden mehr als 53.000 neue Corona-Fälle in Großbritannien sowie 613 Todesfälle. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie mehr als 82.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Durch eine neue und womöglich sehr ansteckende Virus-Variante, die sich vor allem in London und im Süden Englands derzeit sehr stark ausbreitet, steht Großbritannien besonders unter Druck. Notfallkrankenhäuser werden bereits auf ihren Einsatz vorbereitet, da die Intensivstationen unter anderem in London überlastet sind. Mike Adams vom Royal College of Nursing’s England warnte im Sender “Sky News” jedoch, es gebe nicht ausreichend Personal, um diese Krankenhäuser auch zu betreiben.


Regierung erwartet noch 2,68 Millionen Impfdosen bis Februar

18.00 Uhr: Die Bundesregierung erwartet bis Anfang Februar noch 2,68 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech. Die nächste Lieferung an die Länder sei weiterhin für den 8. Januar geplant, teilte das Gesundheitsministerium auf Twitter mit.

Insgesamt sind bis einschließlich 1. Februar vier Liefertermine vorgesehen. Das entspricht den bereits bekannten Plänen, nach denen zunächst rund 670.000 Impfdosen pro Woche geliefert werden sollen. Inklusive der Lieferungen aus dem alten Jahr wären es dann insgesamt 3,98 Millionen Dosen.

Im Verlauf des Monats könnte allerdings weiterer Impfstoff vom Hersteller Moderna dazukommen. Das Ministerium rechnet damit, dass dieser am 6. Januar zugelassen wird. “Die genauen Lieferpläne für diesen Impfstoff werden wir dann zügig mit der EU und dem Unternehmen abstimmen”, hieß es. Im Laufe des ersten Quartals seien außerdem weitere Zulassungen wahrscheinlich.

17.30 Uhr: In einem belgischen Seniorenwohnheim sind 26 Bewohner mit oder an Covid-19 gestorben. Auslöser war der Besuch eines Nikolaus-Imitators. Lesen Sie dazu: Nach Besuch vom Nikolaus – 26 Corona-Tote in Altenheim

Regierungschefs mahnen vor Corona-Gipfel zu Geduld

16.48 Uhr: Vor dem nächsten Corona-Krisengipfel mahnt die Politik die Bürger zu Geduld. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderten auch mehrere Ministerpräsidenten in ihren Neujahrsansprachen die Menschen trotz Impfstart zum Durchhalten auf.

Vor den Bund-Länder-Gesprächen am Dienstag zeichnete sich ab, dass die Bevölkerung weiter mit erheblichen Beschränkungen rechnen muss.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) plädierte für „ausgewogene Entscheidungen“. Er mahnte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, bei den Corona-Maßnahmen „bleibt es zentral, dass die Exekutive die Verantwortung des Einzelnen fest im Blick hält und auf so viel Freiheit wie möglich setzt“.

Zahl der Geimpften steigt auf über 160.000

15.10 Uhr: Mehr als 160.000 Menschen in Deutschland wurden bislang gegen das Coronavirus geimpft. Bis Freitagmittag (Stand 12.30 Uhr) wurden insgesamt 165.575 Impfungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 31.846, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

2500 Menschen feiern illegale Silvesterparty in Frankreich

15.07 Uhr: Trotz Ausgangssperre ab 20 Uhr haben rund 2500 Menschen auf einer illegalen Silvesterparty im Westen Frankreichs gefeiert. Die Teilnehmer stammten aus verschiedenen Regionen Frankreichs und aus dem Ausland, teilte die Präfektur des Départements Ille-et-Vilaine in der Bretagne mit. Bei der versuchten Auflösung der Party in der Stadt Lieuron südlich von Rennes kam es demnach zu gewaltsamen Ausschreitungen. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

Landkreis Meißen: Sieben-Tage-Inzidenz von über 800

15.05 Uhr: Sachsen ist weiter Negativ-Spitzenreiter in der Corona-Pandemie. Nach einer Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag gab es dort 334,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Der Vogtlandkreis und der Landkreis Meißen führen mit Sieben-Tage-Inzidenzen von 818,6 beziehungsweise 613,9 die Liste der Landkreise in Deutschland an. Der Durchschnittswert aller Bundesländer lag bei 141,9, die geringste Inzidenz hatte mit 26,3 die Stadt Rostock (Mecklenburg-Vorpommern).

SPD-Fraktion macht Druck auf Spahn für mehr Impfstoff

12.29 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) muss sich nach Ansicht der SPD-Fraktion stärker für mehr Impfstoff gegen das Coronavirus einsetzen und dafür mit Pharmafirmen kooperieren. Bei einem Gipfel mit allen in Deutschland produzierenden pharmazeutischen Unternehmen müsse Spahn klären, „welche Produktionsstätten bestehen und kurzfristig nutzbar gemacht werden können“, sagte der Parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider der Deutschen Presse-Agentur. „Der Bundesgesundheitsminister muss das Chaos um die Lieferung und Verteilung des Impfstoffes nun schnell beenden.“

Biontech-Chef verwundert über Impfstoff-Bestellpolitik der EU

11.24 Uhr: Der Ansturm auf den Corona-Impfstoff von Biontech ist groß. Die zögerliche Bestellpolitik der EU verwundere ihn, sagte Firmenchef Sahin dem „Spiegel“. Das Mainzer Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Ausweitung der Herstellungskapazitäten des Corona-Impfstoffs.

Die Produktion kurzfristig zu erhöhen, sei “alles andere als trivial“, sagte Sahin. “Es ist ja nicht so, als stünden überall in der Welt spezialisierte Fabriken ungenutzt herum, die von heute auf morgen Impfstoff in der nötigen Qualität herstellen könnten.” Lesen Sie hier: Corona-Impfstoff – Biontech-Chef: “Sieht nicht rosig aus”

Israel hat fast eine Million Bürger geimpft

11.03 Uhr: Weniger als zwei Wochen nach dem Beginn einer Impfkampagne im Rekord-Tempo hat Israel schon fast eine Million seiner Bürger geimpft. Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte am Freitag mit, rund 950.000 Israelis hätten bereits die erste Impfdosis erhalten. Das sind mehr als zehn Prozent der Bevölkerung – das Land hat fast 9,3 Millionen Einwohner.

Allein am Donnerstag wurden in Israel nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 153.400 Menschen geimpft. Mehr als 40 Prozent der über 60-Jährigen im Land haben demnach schon die erste Dosis des Biontech-Pfizer-Impfstoffs erhalten.

Israel impft damit nach Informationen von Oxford-Forschern schneller als jedes andere Land auf der Welt. Eine Grafik auf der Website „Our World in Data“ vergleicht verschiedene Staaten nach der Zahl der verabreichten Dosen pro 100 Einwohner. Dort hatte Israel mit 9,18 Dosen je 100 Einwohner (Stand 30. Dezember) weiter klar die Nase vorn – wenn auch nicht in absoluten Zahlen, wo die USA, China und Großbritannien führen.

Friedrich Merz fordert schnellstmögliche Schulöffnungen

9.23 Uhr: Vor der Corona-Schalte der Regierungschefs von Bund und Ländern am Dienstag hat der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, vor längeren Schulschließungen gewarnt. Die Schulen müssten „so schnell wie möglich wieder geöffnet werden“, sagte Merz unserer Redaktion. Damit stellte er sich hinter den umstrittenen Vorstoß der baden-württembergischen Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Diese habe „den Mut, etwas Richtiges zu sagen“, so Merz. Von der Runde der Regierungschefs wünsche er sich ein möglichst einheitliches Vorgehen.

Der Wirtschaftspolitiker bekräftigte: „Was mich am meisten beschwert, ist nicht der ökonomische Schaden durch den Lockdown, sondern der massive Schaden in der Bildung unserer Kinder durch die geschlossenen Schulen. Darunter leiden vor allem die Kinder aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien. Das ist meines Erachtens die größte Herausforderung in und nach der Pandemie.“

Die Lücken, die jetzt im analogen Unterricht entstünden, müssten „durch gute digitale Formate“ geschlossen werden, forderte Merz. Leider sei der vergangene Sommer nicht genügend genutzt worden, um digitalen Unterricht vorzubereiten.

Zugleich kritisierte der frühere Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Mangel an Impfstoff in Deutschland. „Das Problem scheint bei den nationalen Bestellungen des Impfstoffs zu liegen“, sagte er – und fügte hinzu: „Aber das sollten Sie den Bundesgesundheitsminister fragen.“

Kritik an der Impfstrategie der Niederlande

7.51 Uhr: In den Niederlanden nimmt die Kritik an der Corona-Impfstrategie zu. Obwohl in einem Speziallager im Osten des Landes bereits rund 175.000 Impfdosen der Hersteller Pfizer und Biontech lagern, will das Land erst am 8. Januar als letztes Land in der EU die ersten Menschen impfen und am 18. Januar landesweit starten. Trotz der Kritik will die Regierung den Start der Impfkampagne nicht vorziehen. Das sei aus logistischen Gründen nicht möglich. Der Fahrplan werde vorerst nicht verändert, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag in Den Haag.

Söder bremst Hoffnungen auf schnelles Ende des Lockdowns

4.11 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Lockdowns oder umfassende Lockerungen gebremst. „Wir müssen jetzt einfach die Zahlen nachhaltig senken. Daher bin ich sehr skeptisch, schon ab 10. Januar wieder Öffnungen in Aussicht zu stellen“, sagte Söder wenige Tage vor den erneuten Bund-Länder-Beratungen.

Söder forderte einen weiterhin entschlossenen Kampf von Bund und Ländern gegen das Virus. „Wir wissen nicht, ob wir im Frühjahr Dank oder Quittung dafür bekommen. Aber wenn wir aus Ängstlichkeit nicht entscheiden würden, dann hätten wir unseren Auftrag verfehlt“, sagte er. „Es kommt jetzt nicht darauf an, die bequemste Lösung zu finden, sondern die wirkungsvollste.“

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 5. Januar mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, wie es nach dem bundesweiten Lockdown, der zunächst bis 10. Januar befristet ist, weitergeht. Erklärtes Ziel ist es, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf unter 50 zu drücken – ein Ziel, das angesichts der aktuellen Zahlen noch in weiter Ferne ist.

31. Dezember: Gericht in NRW kippt Demonstrationsverbot

19.58 Uhr: Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat ein vom Land verhängtes Demonstrationsverbot für Silvester und den Neujahrstag kurzfristig aufgehoben. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte einen entsprechenden Beschluss des Münsteraner Gerichts vom Donnerstag. Vom Gericht selbst gab es am Silvesterabend keine Bestätigung mehr. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Die Landesregierung hatte in der Corona-Schutzverordnung für den 31.12. und den 1.1. Demonstrationen grundsätzlich untersagt. Dahinter stand die Sorge, dass angemeldete Versammlungen missbraucht werden könnten, um das Verbot von Silvesterfeiern zu umgehen. Die Richter befanden, diese Regelung sei rechtswidrig und unverhältnismäßig – die Behörden könnten den Infektionsschutz auch ohne das pauschale Versammlungsverbot gewährleisten.

Die Polizeidienststellen im Land seien deshalb kurz vor dem Jahreswechsel über die neue Rechtslage informiert worden, bestätigte der Ministeriumssprecher. Sollten Demonstrationen nun noch kurzfristig angemeldet werden, würde die Polizei als Aufsichtsbehörde sie entsprechend überwachen.

Fast eine Millionen Menschen gegen Corona geimpft

19.24 Uhr: In Großbritannien sind mittlerweile fast eine Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Das Land hatte am 8. Dezember mit einer Massenimpfung begonnen. Bis zum 27. Dezember hätten 786 000 Menschen in England, 92 188 in Schottland, 35 335 in Wales und 31 016 in Nordirland eine Dosis des Mittels der Unternehmen Biontech und Pfizer erhalten, teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit.

Von diesem Montag (4.1.) an soll ein zweiter Impfstoff für Tempo sorgen. Am Mittwoch hatte die Aufsichtsbehörde dem Mittel des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca und der Universität Oxford die Freigabe erteilt.


England bereitet Notfall-Lazarette für Corona-Patienten vor

19.05 Uhr: Angesichts eines Anstiegs der Ansteckungen mit der neuartigen Corona-Mutation hat England am Donnerstag die Wiedereröffnung seiner Notfall-Lazarette vorbereitet. Wie der staatliche Gesundheitsdienst (NHS) mitteilte, stellen sich die behelfsmäßigen Einrichtungen in ganz England auf die Aufnahme von Patienten ein. Derweil meldete Frankreich einen ersten Fall mit der in Südafrika aufgetretenen Virus-Mutation.

Durch die Ausbreitung des neuen Corona-Stamms stehe den Krankenhäusern in England möglicherweise eine erneute Überlastung bevor, erklärte der NHS. Während der ersten Corona-Welle waren in ganz England sieben behelfsmäßige Lazarette eröffnet worden, um zusätzliche Betten für Corona-Patienten zur Verfügung zu stellen.

Südafrikanische Coronavirus-Variante auch in Frankreich nachgewiesen

18.43 Uhr: In Frankreich ist ein erster Fall der in Südafrika aufgetretenen Coronavirus-Variante registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, war die Virusvariante bei einem in Frankreich lebenden Mann nachgewiesen worden, der sich zuvor in Südafrika aufgehalten habe. Einige Tage nach seiner Rückkehr habe er Symptome gehabt und sich umgehend zu Hause isoliert. Es gebe keine Risikokontakte, der Mann sei mittlerweile genesen.

Der in Grenznähe Lebende war in der Schweiz getestet worden, wie es vom Gesundheitsministerium hieß. Untersuchungen ergaben, dass er mit der vorerst 501.V2 genannten Variante infiziert war. Um die Ausbreitung dieser Form des Coronavirus in Frankreich einzudämmen, ist ein negativer Corona-Test aus den vorangegangenen 72 Stunden bei der Einreise aus Südafrika notwendig.

Finnland verlängert Flugverbot für Maschinen aus Großbritannien

18.12 Uhr: Passagiermaschinen aus Großbritannien dürfen wegen der dort aufgetretenen neuen Variante des Coronavirus weiter nicht nach Finnland fliegen. Ein seit dem 21. Dezember geltendes Flugverbot wird vorläufig bis zum 11. Januar 2021 verlängert, wie die finnische Transport- und Kommunikationsbehörde Traficom am Donnerstag mitteilte.

In Großbritannien war eine mutierte Corona-Variante aufgetaucht, die möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form ist. Die meisten EU-Staaten hatten daraufhin entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien vorübergehend einzuschränken.

Einzelfälle des britischen Mutanten waren dennoch in einer Reihe von weiteren Ländern entdeckt worden. In Finnland gab es bislang zwei solcher Fälle. Das nördlichste EU-Land hat es bisher relativ gut durch die Corona-Krise geschafft. Die finnischen Neuinfektionszahlen zählen seit längerem zu den niedrigsten in Europa.

China startet ohne große Einschränkungen ins neue Jahr

17.11 Uhr: Weil in China die Corona-Pandemie unter Kontrolle ist und es kaum noch Infektionen gibt, hat das neue Jahr in der Volksrepublik ohne große Einschränkungen begonnen. Allerdings ist Silvester für die Chinesen auch kein besonders wichtiger Feiertag. Nach ihrem traditionellen Mondkalender beginnt das neue Jahr erst im Februar. Erst dann beginnt eine große Reisewelle, in der sich Hunderte Millionen durchs Land bewegen, um ihre Familien zu besuchen. Erst dann wird auch richtig groß gefeiert. Dennoch wurden am Freitag um Mitternacht in einigen Städten Feuerwerke gezündet. Auch in Wuhan, der Stadt des Corona-Ausbruchs, war eines geplant gewesen.


Italien will Schulen für ältere Schüler ab 7. Januar öffnen

16.46 Uhr: Italien will ab 7. Januar die Schulen auch für ältere Schüler verstärkt wieder öffnen. Das bestätigte das Innenministerium in Rom am Donnerstag in einer Mitteilung. Trotz der Corona-Pandemie müsse ein sicherer Unterricht gewährleistet werden, hieß es. Die Verantwortlichen vor Ort und in der Regierung in Rom peilten an, dass zunächst 50 Prozent Präsenzunterricht erteilt werde. Dafür muss etwa der Schülertransport strenge Gesundheitsvorgaben erfüllen. Für den Rest der Mädchen und Jungen bleibt es zunächst beim Online-Lernen. Rom hatte zuvor mehrfach von 75 Prozent Präsenzunterricht zum Start nach Neujahr gesprochen.

Bulgarien öffnet Schulen und Kitas wieder

16.17 Uhr: Bulgarien öffnet ab 4. Januar Kindergärten und Grundschulen wieder dank der gebremsten Dynamik bei den Corona-Fallzahlen. Die Zahl der genesenen Corona-Infizierten sei derzeit größer als die der Neuansteckungen, sagte Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Donnerstag auf der wöchentlichen Pressekonferenz des Krisenstabs in Sofia. Die Zahl der Corona-Toten gehe nach Angaben des Stabs zurück. Bulgarien sei im EU-Vergleich in puncto Corona-Sterblichkeit jetzt auf Platz drei gefallen.

Kinderhorte, Kindergärten und Schulen bis zur vierten Klasse sollen am 4. Januar wieder öffnen. Bei einem Anstieg der Corona-Fallzahlen werden sie wieder schließen müssen, warnte der Krisenstab. Bulgarien hat einen Teil-Lockdown bis Ende Januar in gelockerter Form verlängert. Restaurants in Hotels haben am 22. Dezember unter Corona-Auflagen den Betrieb nur für Hausgäste wieder aufgenommen. Museen, Galerien und Kinos dürfen ab Januar bei 30 Prozent ihrer Kapazität wieder öffnen.

Von den Einschränkungen wurden Apotheken, Supermärkte, Drogerien, Bank- und Versicherungsfilialen ausgenommen. Auch Tankstellen sind geöffnet.

Norwegen führt Corona-Testpflicht für Reisende ein

15.47 Uhr: In Norwegen muss man sich bei der Einreise ab dem 2. Januar verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen. Der Corona-Test solle so schnell wie möglich am Flughafen oder einem anderen Grenzübergang und spätestens einen Tag nach der Ankunft in dem skandinavischen Land vorgenommen werden, teilte die norwegische Regierung am Donnerstag mit. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld. Von der Testpflicht ausgenommen werden Kinder unter zwölf Jahren. Weitere Ausnahmen gibt es unter anderem für Arbeitnehmer mit kritischen Funktionen und Grenzpendler. Mehrere kleinere Grenzübergänge sollen im Zuge der Maßnahme geschlossen werden.


Patientin nach Impfpanne aus Klinik entlassen

15.30 Uhr: Vier Tage nach der Impfpanne in Stralsund ist auch die letzte vorsorglich im Krankenhaus behandelte Frau wieder zu Hause. „Ich bin froh und auch erleichtert, dass alle Personen wieder zuhause sind und es ihnen nach und nach besser geht“, sagte Landrat Stefan Kerth (CDU) am Donnerstag.

Am Sonntag war in einem Pflegeheim in Stralsund an acht Mitarbeiter versehentlich die fünffache Dosis des gelieferten Corona-Impfstoffes der Firma Biontech/Pfizer verabreicht worden. Vier von ihnen wurden daraufhin vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Drei wurden bereits nach einer Nacht wieder entlassen.

Dem Landrat zufolge berichten allerdings drei Personen von immer noch andauernden Symptomen, wie Schmerzen und Schwellung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, allgemeiner Schwäche und leichtem Schwindel. Fünf sprächen von einer Besserung ihres Befindens. Das Gesundheitsamt stehe im täglichen telefonischen Kontakt mit allen. Die Staatsanwaltschaft hat unterdessen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen.

Putins Neujahrsrede: Kampf gegen Corona hört 2021 nicht auf

14.46 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin sieht den Kampf gegen die Corona-Pandemie auch für 2021 als eine der größten Herausforderungen an. „Leider ist es noch nicht gelungen, die Epidemie vollständig zu stoppen“, sagte der Kremlchef in seiner Neujahrsansprache, die im äußersten Osten Russlands bereits neun Stunden früher ausgestrahlt wurde als in der Hauptstadt Moskau. „Der Kampf mit ihr (der Epidemie) hört keine Minute auf“, sagte Putin.

Putin bezeichnete 2020 rückblickend als ein für alle schweres Jahr: „Es scheint, als hätte das zu Ende Jahr die Last mehrerer Jahre in sich aufgenommen.“ Das Coronavirus habe das Leben auf den Kopf gestellt. Putin erinnerte auch an die vielen Menschen, die 2020 geliebte Angehörige verloren haben.


Ärztin und Bloggerin kritisiert Impfstoff-Verteilung

14.24 Uhr: Die Essener Ärztin und Bloggerin Doc Caro fordert eine schnelle Corona-Impfung für das Klinikpersonal – und hat damit bei Facebook in Zehntausenden Kommentaren viel Zustimmung bekommen. „Vergessen Sie uns nicht! Wir wollen die Impfung und zwar schnell!“, schrieb die leitende Oberärztin im Universitätsklinikum Essen, Carola Holzner, und wandte sich dabei auf Facebook speziell an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Bei der Bekämpfung des Coronavirus wird derzeit zunächst in den Pflegeheimen geimpft – das Klinikpersonal soll in NRW erst ab Mitte Januar an der Reihe sein.

„Ich bin ja auch Befürworterin, dass die Risikogruppen geimpft werden. Ich verstehe nur nicht, wieso der Lastwagen mit den Impfdosen nicht parallel zu den Kliniken fährt“, sagt Holzner am Donnerstag. „Die Altenheime können uns die Patienten nicht abnehmen, die behandeln wir und wir müssen auch gesund bleiben“, betonte die in den sozialen Netzwerken als Doc Caro bekannte Medizinerin.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte am Donnerstag zu der Kritik: „Wir haben eine begrenzte Anzahl an Impfdosen und irgendwo muss man anfangen eine Entscheidung zu treffen.“ Die Impfkommission habe deutlich gemacht, dass der Verlauf der Erkrankung besonders bei über 80-Jährigen schwer sei. Daher habe man sich entschieden, dort zuerst zu impfen.

Sachsen-Anhalt braucht Impflieferung komplett

13.56 Uhr: Zum Start der Impfungen gegen das Coronavirus hat Sachsen-Anhalt sein eigenes selbstgestecktes Etappenziel übertroffen. Bis zum Donnerstagvormittag wurden rund 10 100 Dosen des Impfstoffs verabreicht, wie aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die ersten von zwei nötigen Spritzen wurden in etwa gleichen Teilen an Bewohner von Pflegeheimen sowie medizinisches und pflegerisches Personal verabreicht. Sachsen-Anhalt hatte sich vorgenommen, bis zum Jahreswechsel die erste Lieferung aufzubrauchen. Das entspricht 9750 Impfungen und wurde erreicht.

Skandinavier feiern in Österreich Party – Anzeige

13.42 Uhr: Ohne Abstand und Mund-Nasen-Bedeckung haben rund ein Dutzend Skandinavier in Österreich eine Party gefeiert. Die Polizei in Bad Gastein rund 100 Kilometer südlich von Salzburg löste das illegale Treiben in der Nacht zu Donnerstag auf und zeigte die jungen Leute an, wie sie berichtete. Den Erwischten drohen Strafen von bis zu 1450 Euro pro Person.

Die Dänen und Schweden waren am Mittwoch angekommen und wollten ihren Jobstart als Skilehrer feiern, wie die Polizei berichtete. Nachbarn hatten sich über den Lärm aus einer Wohnung beschwert. Unter den verschärften Corona-Maßnahmen darf man sich in Österreich nur mit einem nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden engsten Angehörigen oder einer Bezugsperson treffen.

RKI: Bereits über 130.000 Corona-Impfungen

12.38 Uhr: Mehr als 130.000 Menschen in Deutschland wurden bislang gegen das Coronavirus geimpft. Bis Donnerstagfrüh wurden insgesamt 131 626 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 51.465, wie aus RKI-Angaben von Donnerstag hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele somit nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.


Unter den Geimpften sind 57.406 Bewohner von Pflegeheimen. 61.612 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen, darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 31.250 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft.

Die meisten Impfungen wurden bisher in Bayern erfasst (28.206), gefolgt von 19.930 in Nordrhein-Westfalen und 15.674 in Hessen. Die in absoluten Zahlen am wenigsten Impfungen wurden bisher in Thüringen (810), Bremen (1691) und Hamburg (2040) erfasst. Den Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung gibt das RKI zu Beginn der Impfkampagne nicht an.

Neuseeland feiert Silvester ohne Beschränkungen

12.04 Uhr: Mit einer Reihe von großen Musikfestivals und Feuerwerksshows hat Neuseeland das neue Jahr begrüßt. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern hat der Inselstaat im Südpazifik seit mehr als einem Monat keine lokalen Corona-Fälle mehr verzeichnet. Daher konnten die Veranstaltungen ohne Begrenzungen der Besucherzahl oder anderen coronabedingten Einschränkungen stattfinden.

Neuseeland gilt dank früher und strikter Maßnahmen als erfolgreich im Kampf gegen das Coronavirus. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat 2162 Fälle bestätigt, 25 Menschen starben mit dem Erreger Sars-CoV-2. Der jüngste lokale Corona-Fall wurde Mitte November verzeichnet.

Verfassungsschutzchefin warnt vor Corona-Verschwörungsmythen

11.46 Uhr: Baden-Württembergs Verfassungsschutzpräsidentin Beate Bube hat vor einer Verbreitung von Corona-Verschwörungsmythen in der Mitte der Gesellschaft gewarnt. „Bei ganz normalen Bürgern stößt man auf ein tief sitzendes Misstrauen gegen die staatlichen Institutionen“, sagte Bube dem „Spiegel“. „Bei manchen wird daraus geradezu eine Feindschaft gegen das System als Ganzes.“ Die LfV-Präsidentin fragte sich dem Magazin zufolge, ob deshalb nicht „eine Art Aussteigerprogramm für Verschwörungsanhänger“ nötig sei.


Das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) in Baden-Württemberg beobachtet als erstes in Deutschland die in Stuttgart entstandene „Querdenken“-Bewegung. „Man darf die staatlichen Maßnahmen gegen Corona fundamental kritisieren und andere Rezepte für die besseren halten“, sagte Bube. „Aber wer gezielt Falschbehauptungen aufstellt, um die Bürger gegen den Staat aufzuwiegeln, unterhöhlt die Demokratie.“

Feuerwerk in Sydney – hohe Strafen für Zuschauer

11.24 Uhr: Wenige Stunden vor dem weltbekannten Silvester-Feuerwerk im Hafen der australischen Metropole Sydney wollen die Behörden mit saftigen Strafen Schaulustige abschrecken. Jeder, der die aufgestellten Absperrungen zum Hafengebiet zu überwinden versucht, riskiere eine Geldstrafe von 1000 australischen Dollar (etwa 626 Euro), hieß es am Donnerstag. Wegen der Corona-Pandemie hatte die Regierung des Bundesstaats New South Wales beschlossen, dass sich in diesem Jahr keine Zuschauer im Hafengebiet an der berühmten Harbour Bridge einfinden dürfen.

Das Feuerwerk wird zwar an der Harbour Bridge stattfinden und im Fernsehen übertragen, aber kleiner und mit einer Dauer von sieben Minuten deutlich kürzer ausfallen. Australien gehört zu den Ländern, die als erste weltweit das neue Jahr begrüßen. Normalerweise zieht das Spektakel im Hafen von Sydney jedes Jahr mehr als eine Million Menschen an. 2021 wird „Down Under“ um 14.00 Uhr MEZ beginnen.

Astrazeneca-Impfstoff: Europäische Arzneimittelagentur will eingehende Prüfung

11.08 Uhr: Sicherheit vor Schnelligkeit: Die europäische Arzneimittelagentur EMA setzt auch nach der Zulassung in Großbritannien auf eine sorgfältige Prüfung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca. Anders als in Großbritannien erteile man in Europa keine Notfallzulassung, sondern eine bedingte Marktzulassung – mit allen damit verbundenen Schutzmaßnahmen, Kontrollen und Verpflichtungen. Das teilte die Behörde mit Sitz in Amsterdam am Mittwochabend mit. „Das garantiert, dass der Impfstoff den strengen EU-Standards für Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität entspricht.“

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford wird von der EMA derzeit im sogenannten Rolling Review-Verfahren geprüft. Dabei werden Daten von den Herstellern nach und nach eingereicht, die Prüfung und gegebenenfalls Zulassung des Impfstoffes sollen so beschleunigt werden.

Bisher sind laut EMA einige vorläufige Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit bewertet worden, die in vier laufenden klinischen Studien in Großbritannien, Brasilien und Südafrika erhoben wurden. Zuletzt seien am 21. Dezember neue klinische Daten eingegangen. Daten aus Laborstudien seien bereits ausgewertet, die Bewertung der Impfstoff-Qualität laufe. Weitere wissenschaftliche Informationen zu Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit seien beim Hersteller angefordert worden. Im Januar erwarte man weitere klinische Daten, im ersten Quartal 2021 sollen zudem Zwischenergebnisse einer klinischen Studie in den USA vorliegen.

Bund und Länder rechnen mit Corona-Kosten in Höhe von bis zu 1,3 Billionen Euro

10.20 Uhr: Staatshilfen und andere Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise könnten Bund und Länder im Jahr 2020 bis zu 1,3 Billionen Euro gekostet haben. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage von Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über die am Donnerstag auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete. Allerdings sind in dieser Summe auch Garantien von rund 826,5 Milliarden Euro enthalten, die Bund und Länder gewährleisten und von denen man nicht weiß, in welcher Höhe sie überhaupt greifen müssen. Auch erwartete Einnahmeausfälle durch weniger Steuern sind berücksichtigt.

Für das Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung mit weiteren Corona-Folgekosten von rund 184 Milliarden Euro, die aber auch nicht oder unvollständig in Anspruch genommene Gelder aus dem Jahr 2020 beinhalten können.

Der Großteil der Corona-Ausgaben im Jahr 2020 belastet den Bund, der insgesamt 397,1 Milliarden Euro bereitstellte. Länder und Gemeinden beteiligten sich mit rund 82,8 Milliarden Euro. Die Sozialkassen zahlten 27 Milliarden Euro, wobei mit 25,5 Milliarden der größte Teil auf Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld entfiel.

Viele Deutsche an dänisch-schwedischen Grenze abgewiesen

9.58 Uhr: Hunderte Menschen aus Deutschland sind auf der Fahrt nach Schweden an der dänisch-schwedischen Grenze abgewiesen und wieder nach Hause geschickt worden. Seit der Einführung eines Einreiseverbots aus Dänemark am 22. Dezember wegen Sorgen vor einer in Großbritannien aufgetretenen Coronavirus-Variante sei fast 450 deutschen Staatsbürgern die Einreise nach Schweden verweigert worden, sagte eine Sprecherin der südschwedischen Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Es handele sich ausschließlich um Reisende, die auf ihrem Weg nach Schweden durch Dänemark gereist seien, Direktreisen aus Deutschland seien von der Maßnahme nicht betroffen.

Minimalistische Silvesterfeiern in Griechenland – Hohe Geldstrafen bei Regelbruch

8.48 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie müssen die Menschen in Griechenland Silvester zu Hause verbringen. Allein im Großraum Athen werden 5000 Polizisten die Einhaltung der nächtlichen Ausgangssperre von 22 Uhr an Silvester bis 5 Uhr am Neujahrstag streng überwachen, teilte die Regierung mit.

„Ab 22 Uhr wird niemand – aber wirklich niemand – auf der Straße sein“, sagte der griechische Minister für Bürgerschutz, Michalis Chryssohoidis, griechischen Medien immer wieder. Ausnahmen werde es nur geben, wenn Menschen ins Krankenhaus oder zur Arbeit gehen müssten. Ein von den Städten organisiertes Feuerwerk soll dennoch um Mitternacht gezündet werden. „Aber bitte alles nur von den Balkonen beobachten“, mahnten die Bürgermeister.

Auch für Feiern in privaten Räumlichkeiten gelten strenge Regeln. Am Silvesterabend dürfen höchstens neun Menschen pro Haushalt zusammenkommen. Hält das ein Gastgeber nicht ein, droht ihm eine Geldstrafe von 3000 Euro. Die Gäste müssen dann 300 Euro zahlen. Bars und Tavernen, in denen die Griechen traditionell Silvester feiern, sind seit Anfang November geschlossen.

Merkel zu Corona: „Es wird noch eine ganze Zeit an uns allen liegen“

5.46 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache weiter zu Zusammenhalt im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen und den Menschen gedankt. „Es wird noch eine ganze Zeit an uns allen liegen, wie wir durch diese Pandemie kommen“, sagte die CDU-Politikerin laut vorab verbreitetem Text in ihrer voraussichtlich letzten Neujahrsansprache als Regierungschefin. „Die neben dem Impfstoff wirksamsten Mittel haben wir selbst in der Hand, indem wir uns an die Regeln halten, jeder und jede von uns.“

Was Merkel Corona-Leugnern vorwirft und in ihrer wohl letzten Neujahrsansprache sonst noch sagen wird, lesen Sie hier.


Labor-Meldungen zu positiven Corona-Tests künftig digital

4.52 Uhr: Positive Ergebnisse von Corona-Tests müssen mit Beginn des neuen Jahres digital von den Laboren an die Gesundheitsämter gemeldet werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: „So lassen sich Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen.“ Die Zeit, in der Nachweise über Neuinfektionen per Fax geschickt und dann per Hand in die Systeme der Ämter übertragen wurden, sei damit endgültig vorbei.

Konkret müssen Mitteilungen zu positiven Tests ab 1. Januar über das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem (Demis) laufen, an das alle Gesundheitsämter angeschlossen sind. Bereits genutzt wird es laut Ministerium bisher von 88 Prozent der Ämter. Darüber seien in den vergangenen sieben Tagen mehr als 100.000 Meldungen übermittelt worden. „Mit dem digitalen System erfahren die Gesundheitsämter sofort, wenn jemand positiv auf das Coronavirus getestet wurde“, sagte Spahn.

China lässt ersten Corona-Impfstoff offiziell zu

4.08 Uhr: Mit Sinopharm hat nun auch in China erstmals ein Pharmahersteller eine Zulassung für die breite Anwendung eines Corona-Impfstoffes erhalten. Die Daten hätten gezeigt, dass der Impfstoff die einschlägigen Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Nationalen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde erfülle, hieß es am Donnerstag in einer offiziellen Mitteilung.

Dem Impfstoff von Sinopharm sei eine „bedingte Zulassung“ erteilt worden. In Zukunft müssten die Haltbarkeit und die Schutzwirkung der Impfimmunität kontinuierlich beobachtet werden. Sinopharm hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass sein Impfstoff einen mehr als 79-prozentigen Schutz vor Covid-19 (79,34 Prozent) bieten soll. Diese Angabe wurde von den Behörden bestätigt.

USA verzeichnen mit mehr als 3900 Corona-Toten neuen Tageshöchstwert

3.24 Uhr: In den USA ist mit mehr als 3900 Corona-Toten ein neuer Tageshöchstwert verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität am Mittwoch mitteilte, starben 3927 Menschen binnen 24 Stunden an den Folgen einer Corona-Infektion. Außerdem wurden 189.671 Neuansteckungen registriert.

Seit Beginn der Pandemie starben in den USA mehr als 341.800 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion, über 19,7 Millionen Ansteckungen wurden verzeichnet. Die Vereinigten Staaten sind das am schlimmsten von der Gesundheitskrise getroffene Land der Welt.

Bericht: Bund und Länder rechnen mit Krisen-Ausgaben von 1,3 Billionen Euro für 2020

3.01 Uhr: Die Kosten zur Bewältigung der Corona-Pandemie für Bund und Länder belaufen sich allein in diesem Jahr einem Medienbericht zufolge auf bis zu 1,3 Billionen Euro. Die Berechnung umfasst die Staatshilfen und öffentlichen Ausgaben, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.

Darin enthalten sei der Gesamtbetrag „aller Hilfspakete, die in der Corona-Krise bislang seitens der Regierungen in Bund und Ländern auf den Weg gebracht wurden“, die erwarteten Einnahmeausfälle durch die Krise sowie die Summe der Garantien von rund 826,5 Milliarden Euro, die Bund und Länder gewährleisten. Für das Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung dem Bericht zufolge mit weiteren Corona-Folgekosten von rund 184 Milliarden Euro, die aber auch nicht oder unvollständig in Anspruch genommene Gelder aus dem Jahr 2020 beinhalten können.

Der Großteil der Corona-Ausgaben im abgelaufenen Jahr belastet den Bund, der 2020 aus seinem Haushalt und dem Wirtschaftsstabilisierungsfond insgesamt 397,1 Milliarden Euro bereitstellt. Die Länderhaushalte wurden in diesem Jahr mit insgesamt rund 82,8 Milliarden Euro belastet, wobei die Gemeinden sich daran mit insgesamt 2,3 Milliarden Euro beteiligten. Die Sozialkassen zahlten insgesamt 27 Milliarden Euro im Zuge der Corona-Krise, wobei mit 25,5 Milliarden der größte Teil davon auf Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld entfällt.

Saskia Esken will Reiche in der Corona-Krise stärker belasten und kritisiert Corona-Politik

2.51 Uhr: Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken pocht darauf, Vermögende stärker zu belasten. Die Corona-Krise dürfe „die soziale Spaltung nicht weiter vertiefen“, sagte sie dieser Redaktion. Daher müssten starke Schultern gerade jetzt einen größeren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten. „Ob das in Form einer Vermögensteuer oder einer einmaligen Vermögensabgabe erfolgt – darüber kann man diskutieren.“

Menschen mit niedrigen Einkommen hätten in der Krise „massive Einbußen an Einkommen und sozialer Sicherheit erlitten“, beklagte Esken. „In derselben Zeit sind die großen Vermögen in Deutschland und auf der ganzen Welt explosionsartig gewachsen. In Deutschland gibt es 120 Menschen, die ein Vermögen von mehr als einer Milliarde Euro besitzen.“ Sie hätten ihr Gesamtvermögen im Krisenjahr von 500 auf 600 Milliarden steigern können.


Die SPD-Vorsitzende forderte mehr Wertschätzung für Beschäftigte in der Pflege, im Supermarkt, in der Logistik, in Kindergärten oder bei der Polizei. „Wertschätzung, die auch im Geldbeutel ankommt“, betonte Esken. „Dafür muss auch die Tarifbindung wieder eine größere Rolle spielen.“

In der Pflege und in der medizinischen Versorgung sei zu viel dem privaten Markt überlassen worden, der sich immer stärker aus der Tarifbindung verabschiedet habe, kritisierte die Parteivorsitzende. „Wir wollen deshalb die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen wieder stärken – auch am Veto von Arbeitgebern vorbei.“ Anständige Bezahlung müsse in Deutschland eine Selbstverständlichkeit sein.

Zudem kritisierte Esken vor der nächsten Corona-Schalte der Regierungschefs von Bund und Ländern am 5. Januar die deutsche Pandemiebekämpfung scharf. „Wir haben fast alle die zweite Infektionswelle unterschätzt“, sagte sie unserer Redaktion. „Es hat zu lange gedauert, bis sich die Ministerpräsidentenkonferenz zu dem Wellenbrecher-Shutdown entschlossen hat, und der war dann nicht stark genug.“ Daher sei das Gesundheitssystem „in große Bedrängnis geraten“.

Einer Rücknahme von Corona-Beschränkungen nach dem 10. Januar erteilte Esken eine Absage. „Ich glaube nicht, dass wir Zahlen haben werden, die uns Lockerungen im Januar erlauben“, sagte sie. „Deswegen müssen wir Gastronomen, Hoteliers, Kultur und Einzelhandel auch weiter unterstützen.“

Corona: Vizevorsitzender der Unionsfraktion fordert verkürzte Quarantäne

2.08 Uhr: Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein hat eine Verkürzung der Quarantäne für Kontaktpersonen von Infizierten gefordert. „Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen maximal zehn Tage in Quarantäne und können sich nach fünf Tagen durch einen negativen Corona-Test freitesten. Personen, die engen oder längeren Kontakt zu einer mit Covid-19 infizierten Person hatten, müssen 14 Tage in Quarantäne und können sich vor dem 10. Tag nicht einmal freitesten lassen“, sagte Nüßlein unserer Redaktion. „Die Quarantäne muss einheitlich auf 10 Tage festgelegt werden.“

Helfen könne dabei der Ct-Wert (Cycle-treshhold-Wert), der beim PCR-Corona-Test ermittelt wird. Je höher er liegt, desto niedriger ist die ursprüngliche Viruskonzentration und desto geringer das Risiko, dass ein Infizierter noch ansteckend ist. Nüsslein fordert deshalb, dass Labore automatisch den Gesundheitsämtern auch den Ct-Wert eines Tests übermitteln sollten.

„Die starren Quarantäneregeln von 14 Tagen können mit der Bestimmung des Ct-Werts individuell verkürzt werden“, sagte der CDU-Politiker: „Damit könnten die Betroffenen schneller wieder zur Arbeit gehen.“ Dies wäre zum Beispiel für Lehrerinnen und Lehrer, die immer wieder von Quarantäne betroffen sind, eine erhebliche Erleichterung.

Peter Altmaier appelliert an Bürger: Silvester nur im engsten Kreis feiern

1.47 Uhr: Vor dem Jahreswechsel hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eindringlich an de Bürger appelliert, sich an die Corona-Beschränkungen zu halten. „Je schneller die Infektionszahlen sinken, desto schneller geht es für unsere Wirtschaft wieder bergauf”, sagte der CDU-Politiker dieser Redaktion.


“Wir müssen daher auch in den nächsten Tagen und vor allem auch über Silvester und Neujahr sehr vorsichtig sein und nur im engsten Kreis feiern, denn sonst gefährden wir nicht nur die Gesundheit unserer Mitmenschen, sondern auch unsere Wirtschaft.“

Tourismusbeauftragter fordert „klares Signal und Regelungen für den Winter- und Skitourismus“

1.23 Uhr: Ski- und Winterurlaub ist nach Einschätzung des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), im Moment „schwer vorstellbar“. Unserer Redaktion sagte er, „die Branche wird auf jeden Fall stark beeinträchtigt“.

Von der Ministerpräsidentenkonferenz am 5. Januar erwarte er „ein klares Signal und Regelungen für den Winter- und Skitourismus“. Die betroffenen Regionen bräuchten Hilfszusagen für den Fall, dass der Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert werde. „Die Branche muss wissen, woran sie ist und auf was sie sich einstellen muss“, forderte Bareiß, „die Unternehmen wie auch die Verbraucher brauchen Planungssicherheit.“

Für viele Regionen vor allem in den Alpen sei der Skitourismus die jährliche Haupteinnahmequelle. „Die Gesundheit geht vor, keine Frage. Aber als Tourismusbeauftragter liegt mir viel daran, dass bisher gesunde Unternehmen die Auswirkungen der Pandemie überstehen“, betonte Bareiß. Im Frühjahr hatten sich Skiurlauber aus ganz Europa im österreichischen Ort Ischgl mit Corona angesteckt.

Friedrich Merz fordert fordert mehr Rechte für Corona-Geimpfte ​

1.03 Uhr: CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Geimpften größere Freiheitsrechte in der Pandemie zu gewähren. Man könne einer immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe von Geimpften, Gesunden und Genesenen “nicht pauschal die Grundrechte vorenthalten, weil eine immer kleinere Gruppe nach wie vor durch das Virus gefährdet ist”, sagte Merz dieser Redaktion.

“Es ist daher keine Diskriminierung, denen die Freizügigkeit zurückzugeben, die sich selbst und andere nicht mehr gefährden.” Das gehe entweder durch den Nachweis einer Impfung oder einen Negativtest.


Merz betonte: “Dadurch wird auch eine faktische Impfpflicht ausgeschlossen, die wir alle nicht wollen. Aber diejenigen, die sich bewusst gegen eine Impfung entscheiden, müssen akzeptieren, dass sie, solange dieses Infektionsrisiko besteht, zumindest einen Schnelltest machen müssen, bevor sie zum Beispiel in ein Konzert oder ein Fußballstadion gehen.“


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Mittelstand fordert mehr Unterstützung für Kunst- und Kulturschaffende

1.00 Uhr: Der Mittelstand hat die Bundesregierung aufgefordert, Kulturschaffende stärker zu unterstützen, um einer Verarmung der Kulturszene entgegenzuwirken. „Für sehr viele der 1,8 Millionen Kunst- und Kreativschaffenden geht es derzeit um das wirtschaftliche Überleben“, mahnt der BVMW-Bundesgeschäftsführer, Markus Jerger in, in einem Brief an Staatsministerin Monika Grütters, das dieser Redaktion vorliegt.

Konkret schlägt der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) vor, „dass die November- und Dezemberhilfen von betroffenen Betrieben schon bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent beantragt werden könne“. Da die Kreativwirtschaft weit über Deutschlands Grenzen hinaus vertreten sei, müssten auch die aus dem Ausland stammenden Umsätze des Jahres 2019 einberechnet werden können, fordert der Verbandschef. Zudem sollte die einmalige Betriebskostenpauschaule der Überbrückungshilfe III für Solo-Selbstständige (Neustarthilfe) von 25 auf 50 Prozent des Vergleichsumsatzes erhöht werden.

Unter der Schließung von Theatern, Opern, Museen und dem Veranstaltungsverbot litten auch zahlreiche mittelständische Betriebe wie Tanzschulen. Aber auch viele Soloselbstständige seien seit Monaten zur Untätigkeit verdammt, schreibt Jerger. „Zum Verlust der persönlichen Existenz kommt der volkswirtschaftliche Schaden.“

Die Bruttowertschöpfung in der Kultur- und Kreativwirtschaft lag 2019 bei rund 106 Milliarden Euro, rechnet der Mittelstandsverband vor. Nur der Fahrzeugbau und der Maschinenbau habe eine höhere Bruttowertschöpfung verzeichnet. Umso erschreckender seien die jüngsten Prognosen, wonach die Wertschöpfung in den Teilbereichen Darstellende Kunst (-75 Prozent), Film (-72 Prozent) und Kunstmarkt (-64 Prozent) dramatisch eingebrochen seien.

30. Dezember: USA: Anhebung der Corona-Direkthilfen kaum noch möglich

22.44 Uhr: Eine Anhebung der Corona-Direkthilfen für US-Bürger auf 2000 Dollar hat wegen einer Blockade im Senat kaum noch Aussicht auf Erfolg. Der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, sagte am Mittwoch (Ortszeit) in der Kongresskammer, der Senat lasse sich nicht durch Schikane dazu drängen, eilig Geld an Menschen auszugeben, die dies zum Teil gar nicht bräuchten. Er wies damit erneut hartnäckige Versuche der Demokraten ab, rasch eine Abstimmung zu dem Thema durchzusetzen.

Die Forderung nach einer Anhebung der Corona-Direkthilfen hat heftige politische Auseinandersetzungen ausgelöst – mit ungewöhnlichen Allianzen. Als Teil eines gewaltigen Corona-Konjunkturpakets bekommen viele Amerikaner einmalige Hilfszahlungen in Höhe von 600 Dollar. Der amtierende republikanische US-Präsident Donald Trump hatte höhere Direkthilfen im Umfang von 2000 Dollar ins Gespräch gebracht, was die ihm sonst verhassten Demokraten eifrig aufgriffen und im Repräsentantenhaus verabschieden ließen. Trumps Republikaner sind in der Frage jedoch gespalten. Viele von ihnen sind gegen höhere Ausgaben an dieser Stelle und verweisen auf die Haushaltsdisziplin.

Argentinien lässt Impfstoff von Astrazeneca zu

21.08 Uhr: Nach Großbritannien hat auch Argentinien den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca zugelassen. Die Arzneimittelbehörde Anmat erteilte am Mittwoch nach eigenen Angaben eine auf ein Jahr begrenzte Notfallregistrierung für den Verkauf des Mittels gegen Rezept. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis des Produkts sei akzeptabel, hieß es. Es war zunächst unklar, wann mit dem Einsatz des Präparats zu rechnen ist und wie viele Dosen das südamerikanische Land erhalten soll.

Erst am Dienstag hatte Argentinien begonnen, den von russischen Forschern entwickelten Impfstoff „Sputnik V“ verabreichen zu lassen. Das Vakzin war bereits Mitte August in Russland freigegeben worden, seit Beginn dieses Monats wird es dort eingesetzt. Vergangene Woche unterzeichneten Russland und Astrazeneca ein Memorandum für eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Impfstoffen.

Nach offiziellen Zahlen liegt Argentinien, das rund 45 Millionen Einwohner hat, mit gut 1,6 Millionen Corona-Infektionen weltweit an zwölfter Stelle – knapp hinter dem fast doppelt so bevölkerungsreichen Deutschland. Mehr als 43 000 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden in Argentinien bislang registriert.

Irland verhängt für mindestens einen Monat Corona-Shutdown

20.29 Uhr: Wegen stark gestiegener Corona-Neuinfektionen und der Ausbreitung einer neuen Virusvariante fährt Irland das öffentliche Leben für mindestens einen Monat herunter. Die Situation sei sehr ernst, sagte Regierungschef Micheal Martin am Mittwochabend. „Die Zahlen werden sich in den kommenden Tagen weiter verschlechtern.“ Angesichts des Tempos, in dem das Coronavirus um sich greife, müsse die Bremse gezogen werden, sagte Martin.

Die Beschränkungen ähneln einer Ausgangssperre. Von Mittwochabend an sind private Besuche ebenso verboten wie öffentliche Versammlungen – Ausnahmen gibt es für Hochzeiten mit bis zu sechs und Begräbnisse mit bis zu zehn Menschen. Die Menschen sollen ihre Häuser nur für Arbeit, Ausbildung und andere notwendige Zwecke verlassen. Sport im Freien ist im Umkreis von fünf Kilometern um die Wohnung erlaubt. Der Schulstart nach den Weihnachtsferien wird um drei Tage auf den 11. Januar verschoben.


Großbritannien: Corona-Tests für Flugpassagiere in Luxemburg

20.11 Uhr: Im vergangenen Januar steckte sich der erste Deutsche mit dem Coronavirus an. Wie es dem “Patient 1” fast ein Jahr später geht, lesen Sie hier: Coronavirus: Wie geht es Deutschlands “Patient 1” heute?

18.52 Uhr: Bei der Ankunft in Luxemburg können alle Flugpassagiere ab dem 2. Januar neben einem PCR-Test auf das Coronavirus auch einen Schnelltest erhalten. Sie bekommen dafür einen kostenlosen Gutschein, wie das Verkehrsministerium am Mittwoch mitteilte. Die Tests sind vor allem für Reiserückkehrer aus Urlaubsgebieten gedacht.

Nach einem Schnelltest können die Passagiere den Flughafen sofort verlassen und bekommen das Ergebnis innerhalb von drei Stunden in einer SMS mitgeteilt. Bei einem positiven Ergebnis nehmen die Behörden Kontakt auf und geben weitere Anweisungen. Der PCR-Test am Flughafen wird bereits seit Mai angeboten. Passagiere sollen schon vor der Landung auf beide Testangebote hingewiesen werden.

Großbritannien: Halbe Million Impfstoff-Dosen von Astrazeneca ab nächster Woche

17.49 Uhr: Dem britischen Gesundheitsminister Matt Hancock zufolge sollen bereits in der kommenden Woche mehr als eine halbe Million Dosen des neu zugelassenen Impfstoffs zur Verfügung stehen. „Die Neuigkeiten von heute bedeuten, dass jeder, der eine Impfung will, auch eine bekommen kann“, sagte Hancock am Mittwoch im Parlament. Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) hatte dem Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford am Mittwoch eine Notfallzulassung erteilt.

Das Präparat biete bereits nach einer ersten Impfung Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung, so Hancock. Eine zweite Impfung werde erst nach zwölf Monaten empfohlen. Das ermögliche, schnell eine große Zahl an Menschen zu schützen.

Gleichzeitig kündigte Hancock eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen in weiten Teilen Englands an. Das sei wegen der Ausbreitung der neuen, möglicherweise ansteckenderen Virus-Variante geboten. Großbritannien verzeichnet seit einigen Tagen Rekordwerte an Neuinfektionen.

Pharmaindustrie: Bald mehr Corona-Impfstoff für Deutschland

17.11 Uhr: Die Pharma-Industrie rechnet damit, dass in Deutschland schon bald eine größere Zahl an Dosen mit Corona-Impfstoff zur Verfügung steht. „Wir werden im Januar noch deutlich mehr Impfungen haben, weil immer mehr der vom Staat bestellten Mengen geliefert werden“, sagt Han Steutel, der Präsident des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (vfa), der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vom Dienstag.

Nach Steutels Worten funktioniert dies nur, weil die Hersteller vorproduziert hätten. „Jeder weitere Hersteller, der eine Zulassung erhält, wird ebenfalls mit vorproduzierten Chargen schnell im Markt sein“, sagte Steutel voraus. Er verwies darauf, dass gerade überall in Deutschland Produktionskapazitäten für den Corona-Impfstoff hochgefahren würden – etwa in Mainz, Idar-Oberstein, Marburg, Laubheim, Dessau, Brehna und Tübingen.

Corona: Deutschland liefert Beatmungsgeräte in die Ukraine

17.08 Uhr: Im Kampf gegen die Folgen des Coronavirus hat Deutschland 18 Beatmungsgeräte an die Ukraine geliefert. Deutschland zeige damit seine Solidarität bei der Überwindung der globalen Pandemie, sagte die deutsche Botschafterin Anka Feldhusen am Mittwoch in Kiew. Damit sollten die Auswirkungen des Virus abgefedert werden. Nach Angaben der deutschen Botschaft in der ukrainischen Hauptstadt hat Deutschland das osteuropäische Land in den vergangenen Monaten bereits mehrfach mit medizinischen Geräten unterstützt.

In der Ukraine hat sich nach offiziellen Angaben seit Beginn der Pandemie im Frühjahr mehr als eine Million Menschen mit dem Virus infiziert. Am Mittwoch kamen demnach fast 8000 Neuinfektionen hinzu. Mehr als 18.300 Menschen starben bereits mit dem Virus. Das Gesundheitsministerium in Kiew unterzeichnete nach eigenen Angaben am Mittwoch einen Vertrag mit dem chinesischen Pharmaunternehmen Sinovac zur Lieferung von Corona-Impfstoff.


Sterbezahlen wegen Corona deutlich gestiegen

16.48 Uhr: Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im November deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes sind im vergangenen Monat elf Prozent oder 8186 mehr Menschen gestorben als im November-Schnitt der vier Vorjahre. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Corona lag demnach bei 7335. Deutschlandweit wurden insgesamt 84.480 Todesfälle gezählt. Zuletzt seien hierzulande im Jahr 1974 mehr als 80.000 Menschen in einem November gestorben, hieß es.

Wie die Statistiker am Freitag weiter mitteilten, war die Übersterblichkeit in Sachsen im letzten Monat besonders hoch. In dem Bundesland, das stark von Corona betroffen ist, starben im Vergleich zum November der Vorjahre 39 Prozent mehr Menschen. Sowohl bundesweit als auch in Sachsen nahm die Differenz um Woche zu Woche zu. In der letzten Novemberwoche (48. KW) lag sie in Sachsen 55 Prozent über dem Vorjahresschnitt. Deutschlandweit waren es 14 Prozent. Zeitgleich war im November auch die Zahl der Menschen die an oder mit Corona starben von Woche zu Woche in die Höhe geklettert.

Die Statistiker registrierten vor allem bei den über 80-Jährigen eine deutliche Zunahme der Todesfälle. „Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen sind hingegen auf dem Niveau der Vorjahre“, hieß es.

„Neben den direkten und indirekten Folgen der COVID-19-Pandemie können auch Verschiebungen in der Altersstruktur der Bevölkerung zu überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen beitragen“, erklärten die Experten. So sei die Zahl der Menschen ab 80 Jahren von 2015 bis 2019 von 4,7 Millionen auf 5,7 Millionen gestiegen.

16.30 Uhr: Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

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