Corona: RKI meldet mehr Fälle – Dänemark stoppt Astrazeneca-Impfungen

  • Das RKI meldet am Donnerstag einen massiven Anstieg der Corona-Fallzahlen
  • Die Kassenärztliche Vereinigung rechnet erst im Mai mit Corona-Impfungen in Arztpraxen
  • Obama, Bush, Clinton und Carter werben für Corona-Impfungen
  • Sachsens Ministerpräsident Kretschmer fordert eine Impf-„Brandmauer“ an der Grenze zu Tschechien
  • Die britische Corona-Mutation hat sich als dominante Variante in Deutschland durchgesetzt
  • Dänemark setzt die Astrazeneca-Impfungen wegen möglicher Gerinnungsstörungen für 14 Tage aus


Berlin. Ein Jahr nach der Erklärung einer Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Deutschland nach Überzeugung des Robert Koch-Instituts (RKI) die dritte Corona-Welle begonnen. „Wir haben ganz klare Anzeichen dafür: In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler im Gespräch mit der UN-Journalistenvereinigung (ACANU) in Genf. „Ich bin sehr besorgt.“ Die strikte Anwendung von Schutzmaßnahmen wie Maske tragen und Abstand halten sei trotz Impfungen weiter dringend nötig.



Lesen Sie dazu: Corona: So soll die Impfkampagne endlich Fahrt aufnehmen



Die EU-Arzneimittelbehörde EMA will sich am Donnerstag zum Impfstoff von Johnson & Johnson äußern und wird mit ziemlicher Sicherheit eine bedingte Zulassung empfehlen. Es wäre dann der vierte Corona-Impfstoff, der in der EU nach jenen von Pfizer/Biontech, Moderna und Astrazeneca zur Verfügung stünde. Sein großer Vorteil: Das Vakzin des US-Herstellers muss nur einmal gespritzt werden.


Corona-Zahlen: RKI meldet 14.356 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 14.356 Corona-Neuinfektionen gemeldet – und damit 2444 mehr als vor genau einer Woche. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) stieg mit 69,1 im Vergleich zum Vortag (65,4) an. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 321 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 11.912 Neuinfektionen und 359 neue Todesfälle registriert. Lesen Sie dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert


Corona – Mehr Infos zum Thema



Corona-News vom 11. März: Obama, Bush, Clinton und Carter werben für Corona-Impfungen

12.09 Uhr: Die früheren US-Präsidenten Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton und Jimmy Carter haben in einer Werbekampagne zu Corona-Impfungen aufgerufen. „Diese Impfung bedeutet Hoffnung. Sie wird Sie und die, die Sie lieben, vor dieser gefährlichen und tödlichen Krankheit schützen“, sagt Obama (2009-2017) in einem der Videoclips, die die gemeinnützige Werbeagentur Ad Council in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichte. Als einzige der lebenden Ex-Präsidenten und First Ladys waren Obamas Nachfolger Donald Trump (2017-2021) und dessen Ehefrau Melania in keinem der Werbespots zu sehen.

Der einminütige Clip zeigt, wie die vier Ex-Präsidenten und ihre Ehefrauen ihre Impfungen erhalten. „Ich will wieder arbeiten, und ich will mich bewegen können“, sagt Clinton (1993-2001). Sein Nachfolger George W. Bush (2001-2009) hat als Baseball-Fan ein konkreteres Ziel: „Worauf ich mich wirklich freue, ist der erste Spieltag im Texas-Rangers-Stadion mit einem vollen Stadion.“

Dresden untersagt „Querdenken“-Demos auf drei Plätzen im Zentrum

11.41 Uhr: Die Stadt Dresden hat die für Samstag geplante „Querdenken“-Demonstration gegen Corona-Auflagen auf drei großen Plätzen im Zentrum untersagt. Die Kundgebungen und damit einhergehende Anreisen aus Sachsen und angrenzenden Bundesländern würden dem „Schutzzweck aller Corona-Schutzverordnungen zuwiderlaufen“, teilte die Stadt als Versammlungsbehörde am Donnerstag mit. Der Anmelder habe infektionsschutzrechtliche Bedenken nicht entkräften können.

„Die Versammlungsbehörde musste daraus schlussfolgern, dass der Veranstalter nicht in der Lage und nicht willens ist, seine Mobilisierung und den damit verbundenen Zustrom von Tausenden Teilnehmern auch aus Hochinzidenz- und Mutationsgebieten nach Dresden zu beeinflussen“, hieß es.


Reisen trotz Corona – Mehr zum Thema



Dänemark setzt Astrazeneca-Impfungen vorerst aus

11.19 Uhr: Der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke hat am Donnerstag via Twitter bekanntgegeben, dass das Land die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca vorerst aussetzt. Grund dafür sollen mögliche Nebenwirkungen sein. Wie die dänische Gesundheitsbehörde laut Nachrichtenagentur AFP mitteilte, liegen ihr Berichte über „schwere Fälle der Bildung von Blutgerinnseln“ bei Geimpften vor. Bisher sei allerdings noch nicht abschließend geklärt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Gerinnungsstörungen gibt.

Nach Behördenangaben wird der Stopp zunächst 14 Tage dauern, danach wird geschaut, wie es weitergeht. Es sei wichtig, zu unterstreichen, dass man den Astrazeneca-Impfstoff nicht ablehne, sondern die Verabreichung pausiere. Es sei gut dokumentiert, dass das Mittel sowohl sicher als auch effektiv sei. Man müsse jedoch auf Berichte zu möglichen ernsthaften Nebenwirkungen reagieren.


Michelle Obama spricht über ihre Gesundheit in der Pandemie

10.51 Uhr: Die ehemalige First Lady der USA hat öffentlich über ihre persönliche Krise in der Corona-Krise gesprochen. Im Gespräch mit dem US-Magazin „People“ bezeichnete Michelle Obama ihren Gesundheitszustand als „leichte Depression“. Sie warb für einen offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen.

Lesen Sie hier mehr: Michelle Obama spricht über Depressionen in Pandemie


Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:



Kretschmer will schnell alle Menschen in Sachsens Grenzregionen impfen lassen

10.39 Uhr: Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat schnellstmögliche Corona-Impfungen für die gesamte Bevölkerung an der Grenze zu Tschechien gefordert. „Wir werden dort nicht erfolgreich sein mit den bisherigen Regeln“, sagte Kretschmer am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“ und forderte eine „Brandmauer“ gegen die hohen Infektionszahlen in dem Nachbarland. Andernfalls könne sich das erhöhte Infektionsgeschehen in den Grenzregionen auf ganz Deutschland auswirken.

Dieses Infektionsgeschehen mache ihm mittlerweile nicht nur in sächsischen Regionen wie dem Vogtland, sondern auch in Thüringen „große Sorge“, sagte Kretschmer weiter. Es sei „keine Option“, dass Schulen und Geschäfte in den betroffenen Landkreisen geschlossen blieben. Für die Impfungen in den Grenzregionen will das Bundesgesundheitsministerium mit einer Änderung der Impfverordnung den Weg ebnen.


Ethikrat-Chefin Buyx fordert höheres Tempo beim Impfen

10.12 Uhr: Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hat die schnelle Beteiligung niedergelassener Ärzte bei den Corona-Impfungen gefordert. „Es ist ein ethisches Gebot, jetzt Meter zu machen beim Impfen“, sagte Buyx am Donnerstag in der Sendung „Frühstart“ von RTL und n-tv. „Ich bin ein ganz großer Befürworter, dass man das in die niedergelassenen Praxen bringt – so schnell wie möglich.“

Sie habe großes Vertrauen, dass die niedergelassenen Ärzte die vorgegebene Impfreihenfolge im Großen und Ganzen gut umsetzen können, sagte die Ethikratsvorsitzende. Sie sei zwar dafür, grundsätzlich an der Priorisierung festzuhalten. Aber den Ärztinnen und Ärzten solle die Möglichkeit gegeben werden, „selbst zu entscheiden, wen impfe ich jetzt von meinen Patientinnen und Patienten besonders schnell, wer braucht besonders viel Schutz“.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Vortag beschlossen, dass die Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen routinemäßig wohl erst Mitte April starten können

Konjunkturprogramm: Kinderbonus kurbelt Konsum an

9.51 Uhr: In der Corona-Krise hat sich der Kinderbonus als wirksameres Instrument zur Ankurbelung des privaten Konsums erwiesen als die zwischenzeitlich abgesenkte Mehrwertsteuer. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Statistischen Bundesamtes zu dem im Juni vergangenen Jahres beschlossenen Konjunkturprogramm hervor. Laut einer repräsentativen Befragung zogen 20 bis 25 Prozent der Hauhalte geplante Anschaffungen wegen der um drei Prozentpunkte abgesenkten Mehrwertsteuer vor oder betrachteten sie als zusätzlichen Kaufanreiz.

Der Kinderbonus in Höhe von 300 Euro pro berechtigtem Kind sollte den Angaben zufolge von weit mehr Haushalten für Konsumausgaben genutzt werden. Mehr als jeder zweite kindergeld-berechtigte Haushalt setzte den Kinderbonus ganz oder teilweise zu Konsumzwecken ein, hieß es.

Ifo: Firmen sparen wegen Corona bei der Forschung

9.28 Uhr: Die deutschen Firmen haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Geld für Forschung ausgegeben. Der Anteil am Umsatz sank über alle Branchen auf 3,2 Prozent und somit 0,3 Prozentpunkte weniger als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Zudem sei in vielen Branchen der Umsatz gesunken. Dadurch war der Rückgang der investierten Summen noch stärker.

Besonders deutlich fiel der Rückgang in der eigentlich sehr forschungsstarken Automobilindustrie aus. Hier sackte der Anteil von 6,9 auf 4,8 Prozent ab. Selbst die Pharmaindustrie verzeichnete einen Rückgang – wenn auch nur von 7,2 auf 7,0 Prozent. Der für Deutschland wichtige Maschinenbau und die Elektroindustrie konnten den Anteil mit einem minimalen Sinken um je 0,1 Punkte beinahe stabil halten. In einzelnen Branchen stieg der Anteil am Umsatz sogar – besonders stark im Textilgewerbe, wo er sich von 2,1 auf 4,8 Prozent mehr als verdoppelte.

Essen gehen in der Pandemie – Wohnmobil-Dinner

9.09 Uhr: Öffnen dürfen sie nicht, aber Außer-Haus-Verkauf ist erlaubt: Immer mehr Gastronomen servieren ihre Köstlichkeiten auf dem Parkplatz nebenan – direkt in die Wohnmobile der Gäste. Ein Internet-Portal nennt schon über 900 Wohnmobil-Dinner-Anbieter. Die meisten gibt es in den Ballungsräumen entlang der Rheinschiene. In ländlichen Regionen sind die Angebote spärlicher, vor allem östlich von Berlin.


Kassenärztliche Vereinigung geht von Impfungen in Arztpraxen erst ab Mai aus

8.51 Uhr: Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sieht die Haus- und Fachärzte nicht wie von der Bundesregierung geplant im April mit den Corona-Impfungen starten. Auf die Impfressourcen könne „wohl erst im Mai in Arztpraxen zurückgegriffen werden“, sagte Gassen am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Es fehle an Impfstoff. Außerdem habe die Regierung entschieden, vorerst die Menschen prioritär weiter in Impfzentren zu immunisieren.

„Fünf Millionen Impfungen pro Woche sind in Arztpraxen ohne große Anstrengung machbar“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende. Voraussetzung sei, dass diese Impfstoffmengen verfügbar seien. „Dann wären 50.000 oder 100.000 Praxen im Impfprozess beteiligt. Das können sogar mehr werden“, stellte Gassen in Aussicht.

Nach Beratungen im Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch hieß es, die Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen könnten routinemäßig wohl erst Mitte April starten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder hatten in ihren Corona-Beratungen vergangene Woche noch einen Impfstart in den Praxen Anfang April anvisiert.

Weltnaturschutzunion: Pandemie hat Naturschutz schwer getroffen

8.29 Uhr: Der Naturschutz hat in vielen Teilen der Welt wegen der Corona-Pandemie schweren Schaden genommen. So mussten in mehr als der Hälfte aller Schutzgebiete in Afrika Patrouillen und Einsätze gegen Wilderer reduziert oder eingestellt werden, wie die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Donnerstag in Gland bei Genf berichtete. Auch ein Viertel aller Schutzgebiete in Asien meldete Einschränkungen bei Naturschutzaktivitäten. In Nord- und Lateinamerika sowie in Europa und der Region Ozeanien seien die wichtigsten Funktionen aufrecht erhalten worden, obwohl Einkünfte durch Touristen fehlten.

Nach Umfragen in mehr als 60 Ländern verlor jeder fünfte Wildhüter seinen Arbeitsplatz, jeder vierte musste mit einer Einkommenskürzung oder Auszahlungsverspätung fertig werden, schreibt die IUCN in der hauseigenen Zeitschrift „Parks“. In 22 Ländern seien in mindestens 64 Fällen Erhaltungsmaßnahmen in Schutzgebieten zugunsten von Straßenbau oder Öl- und Gasförderung zurückgenommen worden.

Schwesig twittert, wie die Luca App funktioniert

8.11 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zeigt auf Twitter, wie die Luca App funktioniert. Das Bundesland hat als erstes in Deutschland eine Lizenz für das Kontaktnachverfolgungs-System in der Corona-Pandemie gekauft.


Staat nimmt 1,6 Millionen Euro Steuern durch Kurzarbeit ein

7.52 Uhr: Arbeitnehmern in Kurzarbeit drohen Steuernachforderungen, obwohl das Kurzarbeitergeld selbst steuerfrei ist. Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag mitteilte, nimmt der Fiskus für das Steuerjahr 2020 1,6 Milliarden Euro durch den sogenannten Progressionsvorbehalt beim Kurzarbeitergeld ein. Die Antwort liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Dieser Vorbehalt bedeutet, dass das Kurzarbeitergeld den Steuersatz für den regulären Lohn und sonstige Einkünfte der Beschäftigten erhöht.

Kurzarbeit dürfte auch an diesem Freitag bei einem gemeinsamen Auftritt von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und dem Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, mit im Zentrum stehen. Beide wollen eine arbeitsmarktpolitische Bilanz zu „Ein Jahr Corona“ ziehen. Nach Einschätzung Scheeles sichert die Kurzarbeit in großem Umfang Beschäftigung und verhindert Arbeitslosigkeit.

Brasilien meldet erstmals über 2000 Corona-Tote in 24 Stunden

7.31 Uhr: Nach der bisher todbringendsten Woche in der Pandemie hat Brasilien erstmals mehr als 2000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. 2286 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Mittwochabend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben.

Insgesamt sind damit in Brasilien 270.656 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 79 876 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 11,2 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Das Gesundheitssystem ist in vielen Städten zusammengebrochen.


Hemdenhersteller will ab April 20 Millionen Corona-Tests monatlich verkaufen

7.19 Uhr: Der Hemdenhersteller van Laack, der in der Coronazeiten massenhaft Stoffmasken in Umlauf gebracht hat, will ein weiteres Pandemieprodukt verkaufen. Als Importeur bekomme man allein im März 10 Millionen Corona-Selbsttests des Herstellers Lepu Medical aus China geliefert, sagte Firmenchef Christian von Daniels in Mönchengladbach. Ab April sollen es pro Monat 20 Millionen sein.

Die Sonderzulassung durch eine Bundesbehörde steht noch aus. Van Laack will das für die Eigenanwendung bestimmte Produkt vor allem an Firmen und an den Einzelhandel weiterverkaufen. Es gibt zahlreiche weitere Anbieter von Tests. Teilweise hat der Einzelhandel bereits mit dem Verkauf begonnen, bei Aldi und Lidl waren die Bestände aber schnell ausverkauft. Der Einstieg von van Lack verdeutlicht, dass die derzeitige Marktknappheit bald Geschichte sein könnte.

So wird in Deutschland gegen Corona geimpft

7.01 Uhr: Der Impfmonitor unserer Redaktion zeigt, wie ganz Deutschland und die Bundesländer beim Impfen gegen das Coronavirus vorankommen. Mittlerweile wurden 5.555.420 Menschen ein entsprechendes Vakzin verabreicht. Das entspricht 6,7 Prozent der Bevölkerung. 3,1 Prozent haben sogar schon den vollen Impfschutz. Von den Pflegebedürftigen, die in Heimen leben, haben 93 Prozent ihre erste Impfdosis erhalten.

EMA entscheidet über Impfstoff von Johnson & Johnson

6.40 Uhr: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wird an diesem Donnerstag voraussichtlich den Weg für den vierten Corona-Impfstoff in der EU freimachen. Es wird erwartet, dass die Behörde mit Sitz in Amsterdam die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson & Johnson empfehlen wird. Dann muss zwar noch die EU-Kommission zustimmen – doch das gilt als Formsache und könnte noch am selben Tag erfolgen.

Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Allerdings gibt es Befürchtungen, dass das Unternehmen nicht rechtzeitig liefern könne. Der Hersteller sicherte zu, dass er sich an die Absprachen halten und ab April liefern werde.

Umfrage: Vakzin von Astrazeneca mit Akzeptanzproblemen in Deutschland

6.19 Uhr: Das Vertrauen der Deutschen in die Sicherheit der bisher in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe ist unterschiedlich ausgeprägt. Nach einer YouGov-Umfrage sagen zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent), der Impfstoff von Biontech/Pfizer sei ihrer Meinung nach sicher. Nur 43 Prozent machten diese Angabe beim Vakzin von Astrazeneca und 54 Prozent bei dem von Moderna. 27 Prozent der deutschen Befragten wollen sich nicht mit dem Astrazeneca-Vakzin impfen lassen und warten, bis ihnen ein anderer Impfstoff angeboten wird. 35 Prozent würden sich damit impfen lassen. Bei Moderna sagen dies 49 und bei Biontech/Pfizer 61 Prozent.

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hatte mehr als 8000 Menschen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und USA im Zeitraum vom 23. Februar bis 2. März befragt. Die Briten sehen in den Impfstoffen von Biontech/Pfizer (79 Prozent) und Astrazeneca (81 Prozent) eine nahezu gleich hohe Sicherheit. In Großbritannien ist das Impfen bereits fortgeschritten, mehr als ein Drittel der Bürger hat eine erste Corona-Impfdosis erhalten.

Corona-Trend: Chef, ich bin dann mal auf Workation

5.31 Uhr: Nach der Corona-Pandemie werden wahrscheinlich deutlich mehr Menschen mobil arbeiten können als zuvor. Auf diesen Trend reagieren Hotels und Gaststätten mit besonderen Workation-Angeboten. War mobiles Arbeiten bis Anfang 2020 eher die Ausnahme, so wird laut einer repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom in Zukunft mehr als jeder Dritte den Arbeitsort flexibel wählen können.

Dabei ist das Konzept der so genannten Workation nicht neu. Seit vielen Jahren sieht man in Cafés auf Bali, im mexikanischen Cancún oder auf den Kanaren neben cocktailschlürfenden Touristen arbeitende Reisende an ihren Laptops sitzen, sogenannte digitale Nomaden. Nach Freelancern sind es nun aber auch immer mehr Festangestellte, welche die Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten nutzen.

Tourismusforscher Harald Pechlaner von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt glaubt, dass uns der Trend zur Workation auch nach der Pandemie erhalten bleibt und sogar einen Entwicklungsschub erleben könnte. Schon jetzt würden sich klassische Ferienregionen wie die Kanaren damit ein neues Segment aufbauen.


Ramelow für schnelle Nutzung von Sputnik V in Deutschland

4.01 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für eine schnelle Nutzung des russischen Impfstoffs Sputnik V ausgesprochen. „Für mich ist der Sputnik-Impfstoff eine große Chance, wieder schneller zur Normalität zurückzukehren“, sagte Ramelow den Zeitungen der Dieser Redaktion. Er appellierte an die Bundesregierung, gegenüber der EU deutlich zu machen, „dass jetzt bei den Produzenten von Sputnik entsprechende Impfmengen geordert werden sollten“. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft derzeit die Zulassung.

Er selbst habe keine Präferenz beim Impfstoff, sagte Ramelow dieser Redaktion: „Wenn ich an der Reihe bin, werde ich mich mit dem impfen lassen, was zur Verfügung steht.“ Angst vor Nebenwirkungen gebe es bei ihm keine: „Ich lasse mich auch regelmäßig gegen Grippe impfen. Körperliche Reaktionen zeigen, dass der Impfstoff wirkt.“ Lesen Sie hier: Sputnik V: Das ist der Corona-Impfstoff aus Russland

Bundesregierung rechnet mit Anstieg der Gewalt gegen Polizeibeamte in der Corona-Pandemie

2.22 Uhr: Die Bundesregierung erwartet für das Pandemie-Jahr 2020 einen Anstieg der Zahl der Übergriffe auf Polizeibeamte. Es werde „ein erhöhtes polizeiliches Vorgangsaufkommen“ im Bereich des Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte festgestellt, erklärte das Bundesinnenministerium gegenüber dieser Redaktion. Eine Umfrage dieser Redaktion ergab, dass die Zahl der Übergriffe auf Vollzugsbeamte im Jahr 2020 in zehn Bundesländern gestiegen ist, in Baden-Württemberg um 3,2 Prozent, in Bayern um 4,2 Prozent, in Rheinland-Pfalz um 8,4 Prozent, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg jeweils um mehr als zehn Prozent, in Berlin sogar um rund 18 Prozent. Dagegen gingen die Zahlen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen zurück. Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Niedersachsen haben noch keine Zahlen gemeldet.

Union verliert durch Maskenaffäre Vertrauen

1.11 Uhr: Die Union verliert durch die Maskenaffäre an Vertrauen in der Bevölkerung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag dieser Redaktion. Demnach vertrauen nur rund ein Drittel der Befragten der Union in gleichem Maße wie vor den Korruptionsvorwürfen. Rund 60 Prozent gaben hingegen an, dass die Maskenaffäre ihr Vertrauen in die Union negativ beeinflusst habe. Das gewachsene Misstrauen gegenüber CDU und CSU zieht sich laut Umfrage gleichmäßig durch alle Altersgruppen, nur bei den 18 bis 29-Jährigen ist es noch ausgeprägter.

Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer rechnet damit, dass die Union durch die Maskenaffäre bei der Bundestagswahl mit großer Wahrscheinlichkeit Schaden nehmen wird. Gut 75 Prozent der Befragten antworteten auf eine entsprechende Frage mit Ja. Lediglich vier Prozent der Umfrageteilnehmer waren sich sicher, dass die Korruptionsvorwürfe die Union keine Wählerstimmen kosten werde. Selbst rund 65 Prozent der potentiellen Wähler von CDU/CSU glauben dagegen, dass die Union aufgrund der Maskenaffäre bei der anstehenden Bundestagswahl Probleme bekommen wird.

Corona-News vom 10. März: Fläschchen von erster Corona-Impfung in den USA kommt ins Museum

22.31 Uhr: Die USA planen noch in der Pandemie den historischen Rückblick auf Corona. Das leere Fläschchen der ersten Corona-Impfung wird in Zukunft im Nationalmuseum für Amerikanische Geschichte in Washington zu sehen sein, wie das Museum mitteilte. Gespendet hatte es der New Yorker Krankenhausbetreiber Northwell Health. Ursprünglich war das Fläschchen das Biontech/Pfizer-Vakzin beinhaltet. Gespendet wurden außerdem die Impfkarte, die Mitarbeiterkarte und der Kittel der New Yorker Krankenschwester Sandra Lindsay, die am 14. Dezember als offiziell erste US-Bürgerin geimpft worden war.

„Diese inzwischen historischen Gegenstände dokumentieren nicht nur den bemerkenswerten wissenschaftlichen Fortschritt, sondern repräsentieren auch die Hoffnung für Millionen Menschen“, erklärte Museumsdirektorin Anthea Hartig. Northwell-Health-Chef Michael Dowling erklärte, der 14. Dezember sei „ein historischer Moment für alle“ gewesen.

EMA sieht keinen Zusammenhang von Impfung und Todesfall in Österreich

21.46 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) sieht derzeit keinen Zusammenhang zwischen einem Todesfall und einer Astrazeneca-Impfung in Österreich. Eine 49 Jahre alte Frau war zehn Tage nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca an einer schweren Gerinnungsstörung gestorben. Eine weitere Frau hatte nach der Impfung eine Lungen-Embolie erlitten, befindet sich laut EMA aber auf dem Weg der Besserung. “Es gibt zurzeit keine Hinweise darauf, dass die Symptome durch eine Impfung hervorgerufen wurden”, teilte die EMA heute mit. Beide Frauen hatten Impfstoff aus derselben Charge erhalten. Solange die Untersuchung durch die EMA noch nicht vollständig abgeschlossen ist, sind Impfungen mit dieser Charge gestoppt.

USA billigen billionenschweres Corona-Konjunkturpaket

20.49 Uhr: Die US-Regierung hat das 1,9 Billionen Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) schwere Corona-Konjunktur von Präsident Joe Biden gebilligt. Nach dem US-Senat stimmte am Mittwoch auch das Repräsentantenhaus dem Vorhaben zu. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, kündigte an, Biden wolle das Gesetzespaket am Freitag unterzeichnen, um es in Kraft zu setzen.

Der Umfang des Paktes entspricht fast zehn Prozent der jährlichen US-Wirtschaftsleistung. Viele Republikaner hatten sich gegen derart umfangreiche Hilfen gesperrt. Biden will damit die Wirtschaft ankurbeln und Millionen neuer Jobs schaffen. Vorgesehen sind unter anderem Direktzahlungen für die meisten Steuerzahler in Höhe von 1400 Dollar. Zudem soll es Finanzierungshilfen für Coronavirus-Tests, die Impfkampagne, Schulöffnungen sowie zusätzliche Unterstützung für Arbeitslose geben.


Corona-Mutante aus Großbritannien beherrschende Variante in Deutschland

20.06 Uhr: Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hat sich die hoch ansteckende Mutante aus Großbritannien als die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland durchgesetzt. In der vergangenen Woche gingen rund 55 Prozent der in Laboren untersuchten Proben auf die Virus-Variante B.1.1.7 zurück, informierte das RKI am Mittwoch. In der Vorwoche waren es noch 46 Prozent, in der Woche zuvor nur 22 Prozent gewesen. Die Tendenz der Ausbreitung sei weiter steigend.

Die Daten basieren auf einer Teilmenge der SARS-CoV-2-positiven Proben, die von Laborverbunden untersucht wurden. Das RKI rechnete seit längerem mit einer starken Ausbreitung der Virusvariante. Es wird vermutet, dass die Mutante B.1.1.7 nicht nur deutlich ansteckender als die Ursprungsvariante des Coronavirus, sondern auch tödlicher ist.

Impfstart in Arztpraxen spätestens bis Mitte April

18.47 Uhr: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern peilen den Start von Corona-Impfungen in den Arztpraxen spätestens für Mitte April an. Ziel sei frühestmöglich, jedoch spätestens in der Woche vom 19. April damit zu starten, beschlossen die Minister nach Beratungen am Mittwoch. Dafür brauche es aber auch eine gewisse wöchentliche Mindestmenge an Impfstoff, hieß es im Bundesgesundheitsministerium. Um dem Wunsch der Länder entsprechen zu können, ihre Impfzentren wie bisher auszulasten, könnten die Praxen wohl erst Mitte April starten.

Die Empfehlung der Fachminister soll nun Basis für Entscheidungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder sein, wie Regierungssprecher Steffen Seibert angekündigt hatte. Dies solle „zeitnah“ noch vor der nächsten Bund-Länder-Runde zum weiteren Corona-Vorgehen am 22. März geschehen. Die Gesundheitsminister hatten die Einbeziehung der Praxen zunächst für Anfang April angedacht.

Aldi will Mitarbeitern kostenlose Corona-Tests anbieten

18.26 Uhr: Der Discounter Aldi will ab der kommenden Woche seinen Mitarbeitern einen kostenlosen Corona-Selbsttest pro Woche zur Verfügung stellen. Das Angebot gelte für alle Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice arbeiten könnten – also etwa für das Verkaufspersonal in den Märkten, teilten Aldi Nord und Aldi Süd am Mittwoch mit. Aldi wolle damit „einen wichtigen Beitrag bei der Bekämpfung der Pandemie leisten“. Am Samstag hatte Aldi als erster Anbieter in Deutschland Selbsttests für die Kunden in seinen Märkten verkauft. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Dienstag einen Appell zu mehr Corona-Schnelltests an die Betriebe im Land gerichtet.

Impfstoff von Johnson&Johnson kurz vor der Zulassung

17.38 Uhr: Der Impfstoff des US-Herstellers Johnson&Johnson wird voraussichtlich am Donnerstag zugelassen. Am selben Tag will nämlich die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) über eine Empfehlung beraten. Damit könnte die Behörde mit Sitz in Amsterdam den Weg für den vierten Corona-Impfstoff in der EU freimachen. Die EU-Kommission muss zwar noch zustimmen. Das gilt aber als Formsache und geschieht in der Regel noch am selben Tag, wie die Empfehlung der EMA.

Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Der Hersteller hatte zugesichert, dass ab April geliefert werde. Der Impfstoff wurde in den Niederlanden von der Johnson-Tochter Janssen entwickelt und hat Vorteile gegenüber den bisher zugelassenen Präparaten von Pfizer/Biontech, Moderna und Astrazeneca. So muss er nur einmal gespritzt werden.Merkel geht von weiteren „drei, vier schweren Monaten“ aus

Merkel zur Corona-Lage: „Das sind jetzt noch drei, vier schwere Monate“

17.15 Uhr: Die Corona-Lage in Deutschland wird nach Einschätzung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch bis in den Sommer angespannt bleiben. „Das sind jetzt noch drei, vier schwere Monate: März, April, Mai, Juni“, sagte Merkel am Mittwoch in einem öffentlichen Digital-Gespräch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen.

Danach würden die Effekte des Impfens deutlich werden, so Merkel. „Dann wird es deutlich besser, aber im Augenblick fällt jeder Tag schwer. Das merkt man ja jedem an.“ Der Frühling mache manches leichter, lasse aber auch die Einschränkungen mehr spüren. Der politische Umgang mit der Krise sei von Ungewissheit geprägt, sagte die Kanzlerin. „Ich weiß es auch nicht, was dieses Virus noch anstellt“, und ob es etwa zu weiteren Mutationen komme.


Deutlicher Anstieg von Hilfesuchenden bei Krisentelefonen in Corona-Krise

17.10 Uhr: Deutlich mehr Menschen suchen derzeit Rat bei einem Krisentelefon oder ähnlichen Anlaufstellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) informierte sich am Mittwoch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern solcher Hilfsangebote über die Erfahrungen in der Pandemie. Einhellige Aussage war, dass die Sorgen der Menschen deutlich gestiegen sind. Die Hilfesuchenden leiden demnach unter Einsamkeit, Isolation, Problemen in der Familie oder depressiven Stimmungen. Viele hätten auch Suizidgedanken.

Gabriela Piber von der Telefonseelsorge Oberschwaben-Allgäu-Bodensee sagte, aufgrund der Pandemie sei die Zahl der Anrufe wegen Einsamkeit und Isolation um 27 Prozent gestiegen. Zudem riefen deutlich mehr Menschen mit Suizidgedanken an, darunter auch viele Jugendliche. Hier liege der Anstieg bei fast 17 Prozent. Die Leiterin des Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen, Petra Söchting, berichtete von einem Anstieg der Anfragen seit April 2020 um rund 20 Prozent. Es werde „sehr deutlich“, wie belastet und verzweifelt viele Frauen durch Corona seien. Die Arbeit des Hilfetelefons werde durch die Pandemie erschwert, da viele Stellen wie Frauenhäuser oder Beratungsstellen ihre Arbeit wegen der Pandemie einschränken mussten.

Details zu Impfungen in Arztpraxen bleiben vorerst offen

17.09 Uhr: Die Entscheidung zur Einbindung von Hausärzten in die Impfkampagne gegen das Coronavirus verzögert sich. Die Gesundheitsminister der Länder wollten noch am Mittwoch eine gemeinsame Empfehlung in dieser Frage erarbeiten, die endgültige Entscheidung solle dann aber erst beim nächsten Corona-Gipfel fallen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Diese Runde solle „zeitnah“ noch vor der für 22. März geplanten Ministerpräsidentenkonferenz stattfinden.

Hintergrund ist laut Seibert die ungelöste Frage der künftigen Aufteilung des Impfstoffs zwischen den öffentlichen Impfzentren und den Hausarztpraxen – insbesondere die Frage, bei welchen Liefermengen ein „Deckel“ bei den Impfzentren eingezogen werden soll und wie viel der Dosen an die Praxen gehen solle. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will nach Regierungsangaben am Mittwoch die neue Impfverordnung mit mehreren deutlichen Änderungen unterzeichnen – die anvisierte Regelung zum Impfen in Hausarztpraxen ist darin aber noch nicht enthalten.

Gericht kippt Bevorzugung von Blumen- und Buchläden

16.55 Uhr: Ein Gericht im Saarland hat die Corona-Beschränkungen für den Einzelhandel im Bundesland vorerst gekippt. Dass der Einzelhandel einen Kunden pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche bedienen darf, während privilegierte Geschäfte einen Kunden pro 15 Quadratmeter empfangen dürfen, ist nicht verhältnismäßig, wie das saarländische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Saarlouis am Mittwoch mitteilte. Geklagt hatte die Betreiberin eines Computerladens.

Die saarländische Corona-Bekämpfungsverordnung sieht vor, dass Geschäfte Termine für Kunden vergeben müssen. Pro 40 Quadratmeter ist ein Kunde sowie ein weiterer Mensch aus demselben Haushalt erlaubt. Privilegierte Geschäfte wie Buchhandlungen oder Blumenläden hingegen dürfen einen Kunden plus Begleitung pro 15 Quadratmeter einlassen. Eine Rechtfertigung dafür, den Computerladen gegenüber privilegierten Geschäften deutlich strenger zu behandeln, sei mit Blick auf das Infektionsgeschehen nicht zu erkennen, entschied das OVG. Die Regelung verletze das Grundrecht der Berufsausübungsfreiheit und die Eigentumsgarantie.

Impfstoffstreit: Hersteller exportierten 34 Millionen Dosen aus EU

15.50 Uhr: Pharmahersteller haben seit 1. Februar rund 34 Millionen Dosen Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union an etwa 30 Länder in aller Welt geliefert. Dies bestätigten EU-Kreise am Mittwoch in Brüssel. Davon seien allein neun Millionen Dosen nach Großbritannien gegangen und eine Million in die USA.

Hintergrund ist der Impfstoffmangel in der EU einerseits und andererseits die Kritik an einem EU-Exportstopp für 250.000 Impfdosen von Astrazeneca an Australien. Die britische Regierung hatte diesen Exportstopp kritisiert. EU-Ratschef Charles Michel wies jedoch darauf hin, dass weiter Exporte aus der EU möglich seien, während die USA und Großbritannien Impfstoffexporte faktisch gestoppt hätten. Dies wies London zurück.

Jede zweite Stromrechnung laut Vergleichsportal wegen Corona-Pandemie höher

15.47 Uhr: Die Corona-Krise hat den Stromverbrauch in deutschen Haushalten in die Höhe getrieben. Wegen Homeoffice, Homeschooling und Kurzarbeit seien in der Pandemie mehr Menschen zu Hause gewesen, und rund jeder zweite Haushalt müsse nun eine Nachzahlung leisten, teilte das Vergleichsportal Verivox am Mittwoch mit. Demnach gaben in einer Umfrage 66 Prozent der Befragten an, dass ihr Stromverbrauch zuletzt gestiegen sei.

Zwar erhielt demnach wegen unterschiedlicher Abrechnungszeiträume erst die Hälfte der Befragten die Strom-Jahresabrechnung. Dabei müssen aber 59 Prozent eine Nachzahlung leisten, 46 Prozent führen die Nachzahlung direkt auf die Pandemie zurück. Im Schnitt waren 112 Euro fällig. Hochgerechnet bedeutet das, dass rund 20 Millionen Haushalte mit höheren Stromkosten rechnen müssen, erklärte Verivox. Für die Studie wurden im Februar deutschlandweit online 1001 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren befragt.

Corona-Warn-App bekommt neue Event-Funktion

15.30 Uhr: Die Corona-Warn-App des Bundes wird um eine „Event“-Funktion erweitert, die die Kontaktverfolgung nach einem Restaurant-, Konzert- oder Theaterbesuch verbessern und erleichtern soll. Das bestätigte das Bundesgesundheitsministerium der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). In Restaurants oder bei Veranstaltungen können App-Nutzende dazu einen vom Veranstalter erstellten QR-Code scannen und sich damit an- und abmelden. Ein Sprecher des Ministeriums sagte: „Dabei werden keine persönlichen Daten ausgetauscht. Aber wenn jemand positiv getestet wird und das in die App eingibt, werden alle anonym gewarnt.“ Die Event-Registrierung solle „zeitnah nach Ostern“ den Weg in die App finden, so der Sprecher.

Eine Funktion dieser Art gibt es bereits in der App „Luca“. Das Programm hatte deshalb zuletzt viel Zulauf erfahren. Der Sprecher sagte, dass prinzipiell jedes Bundesland bereits heute die „Luca“-App oder ein ähnliches Angebot zur digitalisierten Kontaktdatenerfassung nutzen könnte. „Aber die Bundesländer müssen dafür auch ihre Corona-Schutzverordnungen anpassen, und die Gesundheitsämter müssen diese Systeme integrieren“, so der Sprecher weiter.


Mehr zur „Luca“-App: “luca”: Bundesregierung will App für ganz Deutschland einsetzen

Öffnung der Bühnen – Pilotprojekt in Berlin angedacht

15.07 Uhr: Neues Licht am Ende des Tunnels für den Kulturbereich. Berlin plant wohl, mit einem Pilotprojekt zu testen, wie Bühnen wieder öffnen könnten – auch mit Hilfe von Corona-Tests fürs Publikum. Details sollen voraussichtlich an diesem Donnerstag bekanntgegeben werden, wie ein Sprecher der Senatskulturverwaltung am Mittwoch sagte. Zuvor hatten die „B.Z.“ und andere Medien über den Vorstoß berichtet. Demnach könnte es etwa in der Philharmonie noch im März ein Testkonzert geben. Die Bühnen sind wie viele andere Einrichtungen wegen der Pandemie seit Monaten geschlossen.

Homeoffice-Pflicht bis Ende April verlängert

15.03 Uhr: Die Bundesregierung hat die Pflicht für Arbeitgeber, ihren Beschäftigten zum Schutz vor Corona Homeoffice zu ermöglichen, bis 30. April verlängert. Das Kabinett verlängerte dafür am Mittwoch die am 15. März auslaufende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung. Damit wurde unter anderem auch die vorgeschriebene Verminderung der Personenbelegung in gemeinsam genutzten Räumen durch Vorgabe einer Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person verlängert.

Es gilt zudem weiter eine Verpflichtung zur Bereitstellung und Benutzung hochwertiger Masken. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte: „Homeoffice ist ein wichtiges Element, um Kontakte zu reduzieren und die Pandemie einzuschränken.“

Patientenschützer befürchten Nachteile für Ältere bei geänderter Impfreihenfolge

14.49 Uhr: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz befürchtet, dass durch Veränderungen bei der Reihenfolge der Corona-Impfungen die besonders gefährdeten Gruppen ins Hintertreffen geraten. „Bundesregierung und Bundestag haben versprochen, alte und kranke Menschen zuerst durch eine Impfung zu schützen“, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch in Berlin. „Schließlich sind sie am stärksten bedroht.“

Die ethisch festgesetzte Impfreihenfolge sei „nur noch eine Farce“, beklagte Brysch. „Länder, Städte und Gemeinden machen, was sie wollen.“ Deshalb sei es nicht verwunderlich, dass über drei Millionen Menschen der ersten Prioritätsgruppe immer noch nicht geimpft seien. „Es herrscht das Recht der Starken, Schnellen und Lobbyisten.“ Die Schwachen seien hingegen die Verlierer. Als „bedenklich“ bezeichnete Brysch die Äußerungen niedergelassener Ärzte. Zwar sei es wichtig, die 50.000 Praxen mit ins Boot zu holen. „Wenn es aber heißt, die Mediziner kennen ihre Patienten am besten, dann ist Willkür nicht weit.“


In Grenz-Hotspots könnte bald andere Impfreihenfolge möglich sein

14.14 Uhr: In Corona-Hotspots in Grenzregionen soll nach Worten von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) künftig von der eigentlich vorgegebenen Impfreihenfolge abgewichen werden können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe ihm zugesagt, die Impfverordnung des Bundes entsprechend zu ändern, sagte Holetschek am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München – er ist derzeit Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz der Länder.

Wie Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin sagte, ist auch die Bundesregierung offen für solche Riegel- oder Ringimpfungen in besonders betroffenen Grenzregionen. Nach Darstellung Holetscheks sollen die Behörden vor Ort dann freier entscheiden können, ob bestimmte Gruppen früher geimpft werden. „Es geht darum, dieses Ausbruchsgeschehen in den Griff zu bekommen“, sagte Holetschek. Als Beispiel nannte er mögliche Reihenimpfungen in Betrieben, in denen es vermehrt Corona-Infektionen gebe. Theoretisch könnten dann auch alle über 18 geimpft werden, wo dies sinnvoll sei, sagte Holetschek.

Tirol dringt auf Öffnung der Grenze zu Deutschland

13.50 Uhr: Das österreichische Bundesland Tirol dringt mehr denn je auf die Aufhebung der deutschen Grenzkontrollen. „Das muss ein Ende haben“, forderte Landeschef Günther Platter (ÖVP) am Mittwoch im Landtag in Innsbruck. Es sei gelungen, die Fälle mit der Südafrika-Variante des Coronavirus massiv zurückzudrängen – von 193 aktiv positiven bestätigten Fällen und Verdachtsfällen auf 47. Die Kontrollen seien nicht mehr zu rechtfertigen. Zudem seien die Maßnahmen nach Ansicht vieler Experten ohnehin nicht EU-konform.

Deutschland hatte vor einer Woche seine Kontrollen wegen der Gefahr durch die Virus-Varianten an der Grenze zu Tschechien und Tirol bis zum 17. März verlängert. Die Ausreisekontrollen aus Tirol in die benachbarten Bundesländer Salzburg und Vorarlberg durch Österreich sollten am Mittwoch enden. Einen Monat lang war die Ausreise nur mit negativem Coronatest erlaubt.

Caritas fordert Zugang zu Impfen und Testen auch für Menschen in der Illegalität

13.27 Uhr: Der Sozialverband Caritas fordert auch für illegal in Deutschland lebende Menschen Zugang zu Corona-Impfungen und Tests. „Auch Menschen in der Illegalität müssen in der Pandemie geschützt werden“, erklärte der Verband am Mittwoch in Berlin. Sie lebten „weitgehend unter dem Radar“. Die Gefahr sei groß, „dass sie vor Corona nicht adäquat geschützt werden können, wenn sie etwa keinen Zugang zu staatlich finanzierten Tests oder zu Impfungen haben“.

Die Caritas forderte, dass „mindestens für die Zeit der Pandemie die Übermittlungspflicht“ ausgesetzt werde, die öffentliche Stellen verpflichtet, einen illegalen Aufenthalt zu melden. Nur so könnten sich die Betroffenen angstfrei testen und impfen lassen – zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz anderer.

Intensivmediziner über Corona-Lage: „Druck im Kessel immer noch hoch“

13.20 Uhr: Trotz der im Vergleich zum Jahresbeginn gesunkenen Zahl an Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland stehen die Zeichen laut einem Experten noch nicht auf Entspannung. „Der Druck im Kessel ist immer noch hoch“, sagte der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Christian Karagiannidis, am Mittwoch in einer Videoschalte.

Zuletzt sei die Gesamtzahl der Intensivpatienten mit Covid-19 bundesweit nicht mehr weiter gesunken, diese Plateaubildung sei „kein gutes Zeichen“. Karagiannidis betonte, er befürchte einen Zusammenhang mit der wachsenden Verbreitung der ansteckenderen Corona-Variante B.1.1.7, die ersten Studien zufolge schwerere Verläufe verursacht. Die derzeitigen Zahlen von rund 2700 bis 2800 Covid-19-Intensivpatienten bundesweit seien immer noch sehr hoch, betonte der Mediziner von der Lungenklinik Köln-Merheim. Die Zahl freier Intensivbetten sei trotz des Rückgangs um rund 3000 Fälle seit Januar 2021 unverändert, etwa weil Operationen nachgeholt würden.


Brandenburg beschleunigt Impfaktion im ganzen Land

13.07 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat eine deutliche Beschleunigung der Corona-Impfkampagne zugesichert. Darauf habe er sich mit Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bei der zweiten Sitzung des sogenannten Corona-Kabinetts („Impf-Jour-fixe“) verständigt, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch auf Anfrage in Potsdam mit. „Wir bauen jetzt ein Management auf, mit dem wir nicht nur schneller vorankommen, sondern auch die Menschen in der Fläche besser erreichen“, sagte Woidke. „Statt Impf-Lagerhaltung muss der Stoff in die märkischen Oberarme. Unsere bisherigen Ziele wurden nicht erreicht. Das muss und wird sich ändern.“

Bis Dienstag lag Brandenburg beim Anteil der Erstimpfungen an der Bevölkerung im Ländervergleich auf dem letzten Rang. Die Zahl der Impfdosen soll nach Angaben der Landesregierung von 65.412 in dieser Woche auf 81.000 in der nächsten Woche und 82.000 in den beiden darauffolgenden Wochen bis Anfang April steigen. Zu den Impfungen in den elf Impfzentren kommen demnach ab nächster Woche Impfmöglichkeiten in verschiedenen Krankenhäusern, Arztpraxen und durch mobile Teams hinzu.

Darum erkranken Männer häufiger schwer an Covid-19

13.00 Uhr: Bereits zu Beginn der Pandemie stellten Forscher fest, dass besonders Männer häufig schwer an Corona erkranken. Frauen infizieren sich zwar etwa gleich häufig, allerdings ist der Verlauf bei ihnen oft leicht, auch das Sterblichkeitsrisiko männlicher Corona-Patienten ist sehr viel höher als das von weiblichen Erkrankten. Woran das liegt, erklärt die Virologin Sandra Ciesek im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“. Lesen Sie dazu: Corona-Podcast: Darum sind Männer stärker gefährdet

Höchste Tageszahl an Corona-Neuinfektionen in Polen seit November

12.47 Uhr: In Polen sind an einem Tag so viele Corona-Infektionen festgestellt worden wie seit November nicht mehr. Das Gesundheitsministerium in Warschau meldete am Mittwoch 17.260 neue nachgewiesene Fälle innerhalb von 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie stieg um 398 auf knapp 46.000. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Die Belastung für das Gesundheitssystem nimmt zu: Fast 18.400 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt. Davon mussten mehr als 1900 auf der Intensivstation beatmet werden. Innerhalb von 7 Tagen steckten sich in Polen nach Berechnungen rund 240 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an. In Deutschland lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 65,4.

Polen hatte zuletzt einzelne Schutzmaßnahmen gelockert. In den meisten Teilen des Landes durften Hotels, Kinos, Museen, Kunstgalerien und Schwimmbäder mit begrenzter Kapazität wieder öffnen. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums schloss angesichts steigender Infektionszahlen neuerliche Verschärfungen nicht aus.

Biontech/Pfizer liefert EU im März vier Millionen Impfstoffdosen mehr

12.23 Uhr: Die Europäische Union hat mit dem Hersteller Biontech/Pfizer die Lieferung von vier Millionen zusätzlichen Dosen Corona-Impfstoff im März vereinbart. Sie könnten in den kommenden beiden Wochen geliefert werden, um in den Mitgliedstaaten gegen „Virus-Hotspots“ vorzugehen und die Freizügigkeit in der EU aufrecht zu erhalten, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, „schnelles und entschlossenes Handeln“ sei nötig, um „aggressive Virus-Varianten“ in den Griff zu bekommen. In der EU wird seit Ende vergangenen Jahres gegen das Coronavirus geimpft. Die EU-Kommission hat im Auftrag der Mitgliedstaaten über zwei Milliarden Impfdosen geordert. Wegen Produktionsengpässen bei den Herstellern läuft die Impfkampagne aber weiter schleppend.

Spitze der Unionsfraktion setzt in Maskenaffäre Frist bis Freitag

12.04 Uhr: Die Führung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat allen Unionsabgeordneten eine Frist bis Freitagabend gesetzt, sich zu möglichen finanziellen Vorteilen im Zusammenhang mit pandemiebezogenen Geschäften zu äußern. Die Fraktionsmitglieder müssten bis Freitag 18 Uhr „eine Erklärung darüber abgeben, dass keine solche Vorteile im Rahmen der Covid-19-Pandemie erzielt wurden“, schrieben Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in einem Schreiben an die Abgeordneten, der unserer Redaktion vorliegt.

Diese Erklärung müsse sich auf die Jahre 2020 und 2021 beziehen und alle Geschäfte berücksichtigen, die entweder „direkt oder über Gesellschaften“ getätigt wurden, heißt es in dem auf den 10. März datierten Schreiben weiter. Zu berücksichtigen seien dabei im Einzelnen etwaige finanzielle Vorteile „aus dem Kauf oder Verkauf von Medizinprodukten wie etwa Schutzausstattung, Test- und Impfbedarf, aus dem Vermitteln von Kontakten, aus der Weiterleitung von Angeboten oder Anfragen oder aus der Unterstützung oder Beratung Dritter bei solchen Tätigkeiten“. Mehr dazu: Masken-Affäre: Unionsabgeordnete müssen Erklärung abgeben

Sieben große Open-Air-Festivals wegen Corona abgesagt

11.47 Uhr: Sieben große Open-Air-Festivals in Deutschland und der Schweiz fallen auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte das Veranstalter-Netzwerk Eventim Live am Mittwoch mit. Abgesagt seien damit unter anderen „Rock am Ring“ am Nürburgring, „Rock im Park“ in Nürnberg, das „Hurricane Festival“ in Niedersachsen und „Southside“ in Neuhausen ob Eck in Baden-Württemberg. Auch das „Deichbrand“ bei Cuxhaven, „SonneMondSterne“ in Thüringen bei Saalburg-Ebersdorf und das Schweizer „Greenfield Festival“ fallen somit aus.

„Die Veranstalter mussten sich aufgrund der weiterhin bestehenden unsicheren Infektionslage zu einer Absage entscheiden“, teilte Eventim Live mit. Für die Mitarbeiter und Hunderttausende Fans fallen die Konzert-Events somit zum zweiten Mal aus. Bereits im Sommer 2020 waren alle Großveranstaltungen gestrichen worden.

Lesen Sie hier mehr: Corona: Diese Open-Air-Festivals sind für 2021 abgesagt


Neuer Rückschlag bei Impfstoff: Johnson & Johnson kann wohl nicht so schnell liefern

11.26 Uhr: Bei der Lieferung von Corona-Impfstoffen in Deutschland und Europa droht ein neuer Rückschlag: Der Hersteller Johnson & Johnson kann voraussichtlich nicht so zügig wie liefern erwartet. Das Vakzin wird zwar am Donnerstag von der EU-Arzneimittelbehörde EMA für die Europäische Union zugelassen – aber die Auslieferung dürfte sich hinziehen.

„Es gibt Zweifel, dass die zugesagte Liefermenge von 55 Millionen Dosen bis Ende Juni eingehalten werden kann“, sagte der CDU-Gesundheitsexperte Peter Liese in Brüssel nach Gesprächen mit Vertretern von Johnson & Johnson. Er sei nach dem Gespräch „geschockt“ gewesen, sagte Liese. Vor Mitte April sei mit einer ersten Lieferung nicht zu rechnen, die zugesagte Liefermenge für Ende Juni habe das Unternehmen nicht mehr bestätigt. „Dies ist eine große Enttäuschung und ich glaube, die europäischen Institutionen müssen deutlich mehr Druck auf die Unternehmen sowie die USA und Großbritannien ausüben“, sagte Liese.

Alaska erlaubt Corona-Impfungen für Bewohner ab 16 Jahren

11.04 Uhr: In Alaska dürfen sich alle Bewohner ab 16 Jahren von nun an gegen Corona impfen lassen. Damit sei Alaska der erste US-Bundesstaat, der die Zugangsvoraussetzungen für Impfungen bei Erwachsenen abschaffe, teilte Gouverneur Mike Dunleavy am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Der Impfstoff von Pfizer und Biontech sei für Bewohner ab 16 Jahren erhältlich, die Mittel von Moderna und von Johnson & Johnson für Menschen ab 18 Jahren.

Der nördlichste US-Bundesstaat mit seinen rund 730.000 Einwohnern steht nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC landesweit mit rund 302.000 verabreichten Impfdosen an der Spitze. Knapp 120.000 Bewohner erhielten örtlichen Angaben zufolge bereits beide nötigen Impfungen. USA-weit meldeten die Behörden am Dienstag knapp 56.000 neue Corona-Fälle und fast 1900 Tote, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging.

Lego verbucht in der Pandemie zweistelliges Umsatzwachstum

10.46 Uhr: Trotz der Corona-Krise hat der dänische Spielwarenhersteller Lego Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz des Unternehmens um 13 Prozent – von 38,5 Milliarden dänischen Krönen (5,2 Mrd. Euro) in 2019 auf 43,6 Milliarden (5,9 Mrd. Euro) in 2020. Das teilte die Lego-Gruppe im dänischen Billund am Mittwoch mit.

Der Nettogewinn stieg um 19 Prozent von 8,3 Milliarden (1,1 Mrd. Euro) auf 9,9 Milliarden Kronen (1,3 Mrd. Euro). Geholfen habe, dass Lego auch im digitalen Bereich gut aufgestellt sei. Die Anzahl der Besuche auf der Webseite Lego.com habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Der weltweiten Verkäufe stiegen in 2020 um 21 Prozent dank einer großen Nachfrage in China, Amerika, Westeuropa und Asien. Trotz der Pandemie öffnete Lego im vergangenen Jahr 134 neue Geschäfte, 91 davon in China.


FDP warnt wegen ausgesetzter Corona-Hilfen vor mehr Insolvenzen

10.19 Uhr: Die FDP hat angesichts der ausgesetzten Corona-Hilfen wegen Betrugsverdachts vor weiteren Firmenpleiten und Jobverlusten gewarnt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) habe „immer wieder schnelle Hilfen versprochen und sein Wort immer wieder gebrochen“, sagte Fraktionsvize Michael Theurer am Mittwoch. „Mit dem aktuellen Stopp der Abschlagszahlungen für Coronahilfen steigt die Gefahr weiterer Insolvenzen und von noch mehr Arbeitslosen“, fuhr er fort.

Die Bundesregierung hatte wegen Betrugsverdachts die Zahlungen aus mehreren Corona-Hilfsprogrammen vorübergehend eingestellt. „Es besteht in einigen Fällen der Verdacht, dass unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder bei den Corona-Hilfen erschlichen wurden“, teilte das Bundeswirtschaftsministerium dazu am Dienstag mit. Demnach wurden Ermittlungen eingeleitet.

Spahn setzt Vertrauen in Ärzte bei Impfreihenfolge

9.51 Uhr: Vor dem für April geplanten Start der Corona-Impfungen in Arztpraxen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Ärzteschaft sein Vertrauen bei der Einhaltung der Impfreihenfolge ausgesprochen. „Ich habe ein sehr hohes Vertrauen in die Ärztinnen und Ärzte, dass sie zuerst diejenigen Patienten impfen werden, die auch am meisten gefährdet sind“, sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Priorisierung bei der Impfstoffvergabe sei weiterhin notwendig. „Menschenleben retten ist keine Bürokratie.“

Zur Menge der Impfstoffe, die dann in den Praxen verfügbar sein soll, sagte Spahn: „Die Impfmengen werden nicht gleich auf 20 Millionen im Monat oder gar auf 10 Millionen in der Woche wachsen.“ Im April werde es zwar deutlich mehr Impfungen geben, aber noch nicht in dieser Größenordnung. Die Impfungen könnten in den Praxen der Hausärzte dann flexibler erfolgen. „Die Ärztinnen und Ärzte kennen ja ihre Patienten und wissen ja, wer zuerst zu impfen ist.“ Nächster Schritt seien dann Impfungen in Betrieben durch Betriebsärzte.

Hilfsorganisationen beklagen Impfengpässe in armen Ländern

9.29 Uhr: Hilfsorganisationen haben erneut vor Engpässen bei Corona-Impfungen in Ländern mit niedrigem Einkommen gewarnt. Weltweit habe die Mehrheit der ärmsten Länder noch keine einzige Impfung verabreicht, teilte Oxfam gemeinsam mit einer Allianz anderer Hilfsorganisationen in der Nacht zum Mittwoch mit. Bis Ende 2021 könnten demnach bestenfalls nur gut 20 Prozent der Bewohner in Ländern der Südhalbkugel auf eine Impfung gegen das Coronavirus hoffen.

Die Allianz warnte vor einem Machtmonopol der Pharmaunternehmen. Wirtschaftlich privilegierte Staaten würden den globalen Gesundheitsnotstand verlängern, sagte Gabriela Bucher, Geschäftsführerin von Oxfam International, der Mitteilung zufolge. „Indem sie einer kleinen Gruppe von Pharmaunternehmen erlauben, zu entscheiden, wer lebt und wer stirbt“, so Bucher.

In den USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien sind einer Umfrage zufolge mehr als zwei Drittel der Befragten der Meinung, dass Regierungen dafür sorgen sollen, Impfstoff-Technologien mit anderen Ländern zu teilen. Die Befragung hatte die Allianz im Auftrag des Meinungsforschungsinstituts YouGov Ende Februar durchgeführt.

Viele Gerichtsverhandlungen im Norden per Video

9.02 Uhr: Infolge der Corona-Pandemie führen die Gerichte in Schleswig-Holstein inzwischen viele Verhandlungen, bei denen Beteiligte per Video zugeschaltet sind. Nach Angaben des Justizministeriums erfasst die Statistik von Juni 2020 bis Februar des laufenden Jahres allein 866 Videoverhandlungen für die vier Landgerichte, die Amtsgerichte Kiel und Lübeck sowie das Oberlandesgericht.

Die tatsächliche Zahl sei aber höher, weil nicht alle Fälle und bei weitem nicht alle Gerichte in diese Statistik einflossen. Allein das Landgericht Kiel kam auf 222 Verhandlungen per Video, wie aus der Antwort des Justizministeriums auf eine Kleine Anfrage des SSW-Landtagsabgeordneten Lars Harms hervorgeht.


Biontech stellt für 2022 bis zu drei Milliarden Impfdosen in Aussicht

8.41 Uhr: Der Impfstoffhersteller Biontech stellt für den Fall einer entsprechenden Nachfrage eine deutliche Steigerung der Produktion mit seinem Partner Pfizer in Aussicht. Im Jahr 2022 könne die Kapazität für drei Milliarden Corona-Impfdosen erreicht werden, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin der Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Das hänge aber auch von der Nachfrage ab und davon, ob etwa Auffrisch-Impfungen benötigt würden. Drei Milliarden Dosen wären nochmals 50 Prozent mehr als die für 2021 geplanten zwei Milliarden.

Diese FFP2-Maske trägt Gesundheitsexperte Lauterbach

8.19 Uhr: Karl Lauterbach möchte zwar keine Empfehlung oder Noten abgeben – auf Twitter verrät der Gesundheitsexperte aber doch, welche Maske er zum Schutz vor dem Coronavirus trägt: Die FFP2-Maske der Firma 3M, die von Stiftung Wartentest empfohlen wird.

In Anspielung auf die Maskenaffäre bei der CDU macht der SPD-Politiker jedoch deutlich, dass er noch nie Masken oder ähnliches an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vermittelt hat.


Krankenkassen warnen vor Milliardenlücke durch Corona-Pandemie

8.02 Uhr: Den gesetzlichen Krankenkassen droht nach Einschätzung ihres Spitzenverbands eine Finanzierungslücke in Milliardenhöhe. Grund sei, dass sämtliche Reserven während der Corona-Pandemie aufgebraucht werden, wie der GKV-Spitzenverband in Berlin deutlich machte. Die Verbandsvorsitzende Doris Pfeiffer sagte: „Für dieses Jahr bin ich noch optimistisch, dass die Zusatzbeitragssätze nicht weiter angehoben werden müssen.“ Im kommenden Jahr drohe aber eine Finanzierungslücke im zweistelligen Milliardenbereich.

Auch wegen der Corona-Folgen rutschten die Kassen im vergangenen Jahr tiefer ins Minus. Insgesamt wurde nach Angaben vom Dienstag ein Defizit von 2,65 Milliarden Euro ausgewiesen. Im Jahr 2019 hatte das Minus bei 1,5 Milliarden Euro gelegen. Beim Gesundheitsfonds als Geldsammel- und Verteilstelle der Kassen stand jetzt ein Defizit von 3,49 Milliarden Euro.

Burlesque-Star Eve Champagne ist jetzt Impfhelferin

7.41 Uhr: Normalerweise leitet die 36 Jahre alte Eve Campagne einen Burlesque-Club auf St. Pauli und ist bei der Kiez-Tour von Dragqueen Olivia Jones im Einsatz. In Zeiten des Corona-Lockdowns geht sie im zentralen Hamburger Corona-Impfzentrum einem etwas anderen Broterwerb nach. „Da ich ein aufgewecktes altes Mädchen bin und nicht gerne rumsitze, habe ich mir gedacht, dass ich persönlich für die Beendigung der Pandemie sorge, indem ich helfe, den Impfstoff zu verteilen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

„Es war die große Liebe, die mich hierher gebracht hat. Ich habe die Pandemie meines Lebens“, sagte Eve Champagne. Inzwischen teile sie sich mit ihrem Freund auch eine Wohnung. „Nach 36 Jahren lebe ich jetzt zum ersten Mal mit einem Partner zusammen.“ Den Traum vom Leben als Revue will sie aber nicht aufgeben. „Ich kann die Welt retten und auf die Bühne gehen, habe ich beschlossen.“


Masken-Affäre: Linke fordert von Laschet und Spahn Namensliste vor den Landtagswahlen

7.19 Uhr: Im Zusammenhang mit der Affäre um Schutzmasken-Deals zweier früherer Unionsabgeordneter hat die Linke jetzt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, die Namen von weiteren Vermittlern solcher Geschäfte noch vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz publik zu machen.

„Dass der Gesundheitsminister eine Liste der schwarzen Unions-Schafe erst auf öffentlichen Druck erstellt, spricht Bände“, sagte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch unserer Redaktion: „Hier besteht zusätzlicher Aufklärungsbedarf. Das Ministerium muss Tempo machen, damit Schäuble die Namen vor den Wahlen am 14. März öffentlich machen kann. Alles andere wäre ein weiterer Betrug an den Wählern.“ Spahn hatte angekündigt, in Absprache mit der Bundestagsverwaltung eine Liste aller Abgeordneter erstellen zu wollen, die im Zusammenhang mit der Beschaffung von Schutzmasken Kontakt mit dem Gesundheitsministerium aufgenommen hätten.

Auch CDU-Chef Armin Laschet wurde von der Linken aufgefordert, mögliche weitere Namen noch in dieser Woche öffentlich zu machen. „Armin Laschet hat vollmundig angekündigt, den Sumpf in der Union auszutrocknen“, sagte Bartsch: „Ich erwarte jetzt Taten und zwar vor den Landtagswahlen. Laschet ist aufgefordert, Ross und Reiter zu benennen, weil die Affäre ansonsten auch am Parteivorsitzenden der Union klebt.“

So wird in Deutschland gegen Corona geimpft

6.57 Uhr: Der Impfmonitor unserer Redaktion zeigt, wie ganz Deutschland und die Bundesländer beim Impfen gegen das Coronavirus vorankommen. So wurden bundesweit mittlerweile 5.350.408 Menschen geimpft. 6,4 Prozent haben einmal das Vakzin erhalten. 3,4 Prozent genießen bereits den vollen Impfschutz. 70 Prozent der Pflegebedürftigen in den Heimen haben Erst- und Zweitimpfung erhalten. Aktuell würde es noch 506 Tage dauern bis 70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland geimpft sind und eine Herdenimmunität erreicht ist.


Stiko-Chef Mertens: Sputnik V „guter Impfstoff“

6.35 Uhr: Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V gelobt. „Das ist ein guter Impfstoff, der vermutlich auch irgendwann in der EU zugelassen wird. Die russischen Forscher sind sehr erfahren mit Impfungen. Sputnik V ist clever gebaut“, sagte Mertens der „Rheinischen Post“.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft die Zulassung von Sputnik V noch. In der EU sind bisher die Vakzine der drei Hersteller Pfizer/Biontech, Moderna und Astrazeneca zugelassen. Am 11. März will die EMA voraussichtlich auch die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson&Johnson empfehlen.

Mertens wollte keine Prognose abgeben, wann alle, die das wollen, in Deutschland geimpft sind. „Ungerne“, sagte er auf eine entsprechende Frage. „Ich hoffe zumindest darauf, dass wir die Lage bis Herbst so weit im Griff haben, dass der Effekt der Impfungen deutlich sichtbar wird“, sagte der Stiko-Chef. Schon jetzt sei ein massiver Abfall von schweren Erkrankungen und Todesfällen in den Alten- und Pflegeheimen festzustellen.


Betriebsärzte: Können pro Monat fünf Millionen Beschäftigte gegen Corona impfen

5.34 Uhr: Die Betriebsärzte in Deutschland sehen sich gut aufgestellt für eine Beteiligung an den Corona-Impfungen. Die bundesweit rund 12.000 Werksmediziner könnten „pro Monat etwa fünf Millionen Beschäftigte impfen“, sagte die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, unserer Redaktion.

Im Unterschied zu Hausärzten, die sich auch um akute Krankheitsfälle kümmern müssen, seien Betriebsärzte vor allem mit Vorsorgeuntersuchungen befasst. „Bis zu 80 Prozent dieser Untersuchungen lassen sich um einige Woche verschieben, um dem Impfen Vorrang zu geben“, sagte die Vizepräsidentin des Verbands.

Zugleich plädierte Wahl-Wachendorf dafür, sich bei künftigen Corona-Schutzimpfung in den Unternehmen an der derzeitigen Impfreihenfolge zu orientieren. Auch bei Impfungen in den Betrieben „sollte darauf geachtet werden, dass eine gewisse Priorisierung erhalten bleibt“. Die Medizinerin führte aus, wer im Berufsalltag viele Kontakte habe, „etwa weil er mit Kunden zu tun hat oder im Außendienst ist, sollte bevorzugt geimpft werden. Darauf sollten die Unternehmen achten“. Zugleich sprach sich die Vizepräsidentin des Verbands dagegen aus, „dass der Chef beim Impfen als erster an der Reihe ist, wenn er ständig im Homeoffice sitzt. Vielmehr sollte diejenigen Vorrang haben, die in ihrem Berufsalltag das höchste Ansteckungsrisiko haben“.

EU-Kommission kritisiert deutsche Pläne für Milliardengelder aus europäischem Corona-Fonds

4.11 Uhr: Die Pläne der Bundesregierung für die Verwendung von 23,6 Milliarden Euro aus dem europäischen Corona-Wiederaufbaufonds stoßen auf Kritik der EU-Kommission. EU-Wirtschaftsminister Paolo Gentiloni sagte dieser Redaktion, die Kommission erwarte, dass mit dem Geld tatsächlich zusätzliche Projekte finanziert würden und nicht bereits geplante Projekte. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die Ziele unterlaufen würden und der wirtschaftliche Impuls geschwächt werde.

Die Bundesregierung hatte dagegen schon früh festgelegt, die zu erwartenden EU-Mittel großenteils für schon geplante Vorhaben einzusetzen, vor allem für ihr zuvor beschlossenes deutschen Konjunktur- und Zukunftspaket. Daran üben auch Oppositionspolitiker Kritik. Gentiloni sagte, er kenne die Diskussion in Deutschland. Das Problem gebe es nicht nur in Deutschland, sondern auch in einigen anderen Ländern. „Rechtlich gesehen ist das Vorgehen in Ordnung“, meinte der Kommissar. Die Regeln besagten, dass die Mitgliedstaaten Investitionen fördern könnten, über die seit Februar 2020 entschieden worden sei. „Aber wir wollen, dass die Investitionen zusätzliches Wachstum bringen“, fügte der Kommissar hinzu.

9. März: Schnelltests von Aldi wohl anfällig für Betrug

22.39 Uhr: Die seit Kurzem bei Aldi erhältlichen Corona-Schnelltests für den Heimgebrauch sind wohl betrugsanfällig, berichtet die “Deutsche Apotheker Zeitung“ (DAZ). Demnach könnten sich Personen mit Hilfe der Tests des Herstellers Biotechnologieunternehmens Aesku Diagnostics ein negatives Testergebnis bestätigen lassen, ohne den Test jemals durchgeführt zu haben.

Laut “DAZ“ langt es aus, einen QR-Code auf der Verpackung oder gar nur das Foto des Codes abzuscannen. Dadurch gelange man auf eine Unterseite von ichtestemichselbst.de. Dort würden sich anhand von zwei einfachen Fragen, beliebig viele negative “Testzertifikate“ erstellen lassen.

In Chile wird am schnellsten gegen Corona geimpft

21.32 Uhr: Chile ist das Land mit den weltweit meisten gegen das Coronavirus geimpften Menschen pro 100 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage. Damit hat Chile Israel beim Impf-Tempo überholt. „Heute haben wir einen neuen Grund, stolz zu sein: Chile hat den ersten Platz im weltweiten Ranking der verabreichten Dosen pro 100 Einwohnern eingenommen“, schrieb die Regierung des südamerikanischen Landes am Dienstag auf Twitter, nachdem die Daten des Statistikportals „Our World in Data“ bekanntgeworden waren.

Chile hat insgesamt 18 Millionen Einwohner. Seit die Behörden mit im Dezember mit dem Impfen begonnen haben, wurde 4.176.094 Millionen Menschen mindestens eine Impfstoff-Dosis verabreicht. Das entspricht mehr als 21 Prozent der Bevölkerung.


Immer mehr Engpässe bei Impfstoff-Bestandteilen

20.40 Uhr: Wegen dem beispiellosen Bedarf an Impfstoffen melden immer mehr Hersteller Engpässe bei den Impfstoff-Bestandteilen. Dies betrifft „Roh- und Verpackungsmaterial sowie Ausrüstung“, berichtete die Denkfabrik Chatham House am Dienstag in Genf. Sie hatte ein Treffen mit Vertretern der Industrie, von Verbänden und der UN-Impfinitiative Covax organisiert, um Lösungen zu suchen. In einem Strategiepapier, das bei dem Treffen diskutiert wurde, heißt es, größere Produktionsmengen seien durch Effizienzsteigerungen in den bestehenden Fabriken, dem Umbau bestehender Fabriken für die Herstellung der neuen Stoffe und den Bau neuer Fabriken nötig.

Kretschmann nimmt CDU in Schutz

19.39 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht wegen der Maskenaffäre kein strukturelles Problem in der CDU. Es handle sich um das Fehlverhalten Einzelner, sagte Kretschmann am Abend bei einem Rededuell der „Südwest Presse“ zur Landtagswahl mit CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann (CDU). „Das soll man erstmal auch so benennen und nicht rumspekulieren“, sagte Kretschmann. Es sei gravierend, sich in einer Krise zu bereichern. Aber: „Keine Partei ist davor gefeit, dass sie solche Leute in den eigenen Reihen hat.“ Der Fehler sei aber schnell korrigiert worden. Das sei das Positive, dass gezeigt werde, dass die Demokratie schnell darauf reagiere und dass man das nicht zulasse.

Betrugsverdacht: Bundesregierung stoppt Corona-Hilfen für Unternehmen

18.48 Uhr: Die Bundesregierung geht zur Zeit einer Reihe möglicher Betrugsfälle mit Corona-Hilfen für Unternehmen nach. Es bestehe „in einigen Fällen der Verdacht, dass unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder erschlichen wurden“, teilten Wirtschafts- und Finanzministerium auf einer Internetseite zu den unterschiedlichen Coronahilfen mit. Wie eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums auf Anfrage dieser Redaktion bestätigte, sind deshalb die Auszahlungen der staatlichen Hilfen für Unternehmen vorerst gestoppt. Diese müssten zunächst überprüft werden. „Sie stehen in Kürze wieder zur Verfügung“, informierte die Sprecherin weiter. Die Auszahlung der Corona-Hilfen durch die einzelnen Bundesländer seien nicht betroffen. Nähere Einzelheiten zu den Betrugsverdachtsfällen könnten aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht mitgeteilt werden.

Zunächst hatte das Magazin “Business Insider“ von den möglichen Betrugsfällen und den Stopp der Auszahlungen berichtet. Laut Informationen des Magazins sollen sich mehrere Personen mit falschen Identitäten Gelder in Millionenhöhe erschlichen haben. Seit Beginn der Coronakrise wurden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums bereits mehr als 86 Milliarden Euro Staatshilfen für die Wirtschaft bewilligt.

Rewe kündigt Schnelltests für mehr als eine Viertelmillionen Angestellte an

18.14 Uhr: Der Handelskonzern Rewe hat angekündigt, er werde seinen mehr als 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland „schnellstmöglich“ und kostenlos Corona-Selbsttests zur Verfügung stellen. Diese Tests könnten die Beschäftigten dann „freiwillig nutzen“, teilte Rewe am Dienstag mit. Weitere Angaben machte der Konzern nicht – etwa, wieviele Tests er den Beschäftigten anbieten will oder wie oft.

SPD fordert Rechtsverschärfung nach Maskenaffäre

17.01 Uhr: Angesichts der fragwürdigen Geschäfte von Bundestagsabgeordneten mit Corona-Masken hat die SPD die Union zu Gesetzesverschärfungen aufgefordert. So solle Abgeordnetenbestechung und -bestechlichkeit nicht mehr als Vergehen, sondern als Verbrechen mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe eingestuft werden, heißt es in einem Zehn-Punkte-Plan der SPD-Bundestagsfraktion, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete zuerst darüber.

„Die Maskenaffäre bei der Union muss rechtliche Konsequenzen haben, so wie wir sie seit langem schon von unserem Koalitionspartner fordern“, sagte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dem RND. Die SPD fordert ein Verbot bezahlter Lobbytätigkeiten neben dem Mandat, ein Verbot der Spendenannahme für Abgeordnete und eine genaue Veröffentlichung von Nebeneinkünften. Der Umfang von Nebentätigkeiten soll angegeben werden müssen, ebenso Aktienoptionen sowie Unternehmensbeteiligungen ab 5 Prozent der Stimmrechte – nicht erst ab 25 Prozent wie heute. Parteispenden sollen auf jährlich maximal 100.000 Euro pro Spender begrenzt werden. Die Veröffentlichungspflicht der Spenden soll von 10.000 Euro auf 2000 Euro gesenkt werden. Treffen mit Lobbyisten sollen bei Gesetzgebungsvorhaben veröffentlicht werden.


Merkel fordert von Firmen Umsetzung von Schnelltest-Angeboten

16.26 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen Appell der deutschen Wirtschaft zu mehr Corona-Schnelltests in den Betrieben begrüßt, pocht aber auch auf breite Umsetzung. „Wir erwarten, dass wirklich substanziell die Wirtschaftsunternehmen daran teilnehmen“, sagte sie am Dienstag in Berlin. Die Teststrategie sei „ein Muss für die Möglichkeit von Öffnungen“ und eine Brücke bis zu Impfungen größerer Bevölkerungsteile. Merkel betonte, sie könne nur alle einzelnen Unternehmen aufrufen, sich dem Appell anzuschließen. Anfang April solle eine erste Überprüfung der Beteiligung vorliegen. Die Regierung werde dann sehr genau anschauen, was herausgekommen sei.

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft hatten sich zuvor zu einer „vorübergehenden substanziellen Ausweitung“ von Coronatests in Unternehmen bekannt – allerdings auf freiwilliger Basis. Bund und Länder hatten in der vergangenen Woche beschlossen: „Für einen umfassenden Infektionsschutz ist es erforderlich, dass die Unternehmen in Deutschland als gesamtgesellschaftlichen Beitrag ihren in Präsenz Beschäftigten pro Woche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest machen.“ Danach hatten die Spitzenverbände und die Bundesregierung allerdings um ein Konzept gerungen.


16.15 Uhr: Die Corona-Pandemie beschert uns allen sehr viele Einwegprodukte, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Doch wie entsorgt man Tests und Masken ordnungsgemäß? Mehr dazu: Masken, Tests und Co.: Wie man Corona-Müll richtig entsorgt

Umfrage: Kaum jemand will nach der Pandemie wieder in ein Großraumbüro

16.04 Uhr: Die meisten Büroangestellten in Deutschland möchten nach der Corona-Krise an einem festen Arbeitsplatz in den Firmenräumen sitzen – aber kaum jemand will ins Großraumbüro. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 1500 Erwerbstätigen ab 16 Jahren hervor, die der Digitalverband Bitkom am Dienstag vorstellte. Demnach möchte nur ein Prozent der Beschäftigten mit Schreibtischarbeit mit fünf oder mehr Kollegen im Raum arbeiten.

38 Prozent der befragten Berufstätigen, „die zumindest teilweise vom Schreibtisch aus arbeiten“, wünschen sich laut Bitkom ein Einzelbüro. 27 Prozent präferieren einen festen Arbeitsplatz in einem Büro mit zwei bis vier Mitarbeitern. 17 Prozent wollen am liebsten am sogenannten Shared Desk arbeiten, also ihren Arbeitsplatz im Unternehmen frei wählen können. Und zwölf Prozent wollen den Angaben zufolge auch nach der Pandemie komplett auf den klassischen Büroarbeitsplatz verzichten und ausschließlich im Homeoffice oder mobil arbeiten.


Norweger im Ausland sollen zu Ostern nicht heimkommen

15.27 Uhr: In Norwegen ruft die Regierung wegen steigender Corona-Fallzahlen zum Verzicht auf Reisen an den Oster-Feiertagen auf. „In den letzten Wochen sind die Zahlen wieder hochgegangen und die infektiöseren Varianten werden bald die dominierende Virusvariante sein“, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg am Dienstag im Parlament. Ebenso appellierte sie an Norweger im Ausland, an Ostern nicht nach Hause zu kommen. Die sogenannte Reproduktionszahl liegt in Norwegen derzeit bei 1,3. Das heißt, dass 100 Erkrankte statistisch gesehen 130 andere Menschen anstecken.

Es gebe lokale Ausbrüche in Kindergärten, Schulen und auf Baustellen, so Solberg. Viele Kommunen hätte strenge Beschränkungen eingeführt. Man wisse jedoch noch nicht, welchen Effekt diese hätten. Deshalb wolle sie mit weiteren nationalen Regeln warten. Besonders betroffen ist nach Behördenangaben die Hauptstadt Oslo, wo die Infektionszahl am Dienstag doppelt so hoch war wie vor einer Woche. Im Stadtteil Grorud kamen auf 100.000 Einbürger 765 Infizierte.

Diese Unternehmen sollen den digitalen Impfpass entwickeln

15.11 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium will vier Unternehmen mit der Entwicklung des geplanten digitalen Impfpasses beauftragen. Das sind der US-Konzern IBM, das Softwareunternehmen Ubirch, die IT-Genossenschaft govdigital und der IT-Dienstleister Bechtle, wie das Ministerium am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Ubirch ist auf die Blockchain-Technologie spezialisiert, die fälschungssicher sein soll, da die Ausführung jedes neuen Schritts im Programmablauf auf mehreren Rechnern gleichzeitig verifiziert wird.

Der digitale Impfpass ist ein kürzlich vereinbartes Projekt der EU und soll im Schnellgang entwickelt werden. Den Gesetzentwurf will die Kommission am 17. März vorlegen. Helfen soll der Impfpass bei einer schnelleren Rückkehr zur Normalität. Bedenken angemeldet hat unter anderem die italienische Datenschutzbehörde, die eine Diskriminierung nicht geimpfter Bürger fürchtet.

Entwickler von Astrazeneca-Impfstoff bitten um Vertrauen

15.05 Uhr: Die Entwickler des Astrazeneca-Impfstoffs haben um Vertrauen für in die in Europa verfügbaren Impfstoffe geworben. „Öffentliches Vertrauen ist entscheidend. Wissenschaft und Politiker müssen klare Botschaften vermitteln“, sagte Andrew Pollard von der Universität Oxford, der die klinischen Studien mit dem Präparat betreut, am Dienstag. „Impstoffe haben keine Wirkung, wenn sie im Regal herumliegen.“

In Deutschland blieb in den vergangenen Wochen eine Vielzahl von Astrazeneca-Impfdosen ungenutzt – unter anderem, weil frühere Berichte über eine geringere Wirksamkeit sowie Nebenwirkungen die Skepsis gegenüber dem Impfstoff erhöht hatten. Zudem empfahl die Ständige Impfkomission (Stiko) das Präparat zunächst nur für Menschen unter 65 Jahren. Mittlerweile rät sie, das Vakzin für alle zu verwenden.


Sachsen will Impfpriorität für Vogtland aufheben

14.53 Uhr: Angesichts hoher Infektionszahlen sollen sich in Kürze im Vogtland alle Einwohner ab 18 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen können. Das kündigte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden nach einer Kabinettssitzung an. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in dem Landkreis am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 251,3. Köpping bat aber darum, dass nun nicht alle gleich losstürmen. Man brauche noch ein paar Tage Zeit, um die Maßnahme umzusetzen.

Lauterbach hält „schwere dritte Welle“ für immer wahrscheinlicher

14.30 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Karl Lauterbach warnt vor einer schweren dritten Pandemie-Welle durch die großzügigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Vielerorts werde gelockert, obwohl die Infektionslage dies gar nicht hergebe, erklärte Lauterbach am Beispiel des Landkreis Calw auf Twitter.

Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über 50 und der R-Wert über 1. „Daher ist die Inzidenz für die Öffnung zu hoch und weder stabil oder gar sinkend“, twitterte der Bundestagsabgeordnete. Die Disziplin wackele – und das könnte dramatische Folgen für Deutschland haben. „Eine schwere dritte Welle wird wahrscheinlicher“, so Lauterbach.


Internationale Presse kommentiert das deutsche „Impfdebakel“

14.14 Uhr: Während des ersten Lockdowns, im Frühjahr 2020, galt Deutschland noch als Corona-Musterschüler. Schnelle Reaktion, wirksame Maßnahmen. Im Sommer galt die Pandemie unter Kontrolle. Doch der Umgang mit der zweiten Welle und die Probleme bei der Umsetzung der Impfkampagne haben diesem Image einen ordentlichen Knacks verpasst.

Mittlerweile berichten sogar internationale Medien über das „German Impfdebakel“. Der englische „Guardian“ verglich diese Woche in einem Artikel die Lage in Großbritannien mit der in Deutschland. Fazit: Ausnahmsweise stehen die Briten mal besser da als die Deutschen. Denn beim Impfen liegen sie weit vorn und können sich so auf ein wahrscheinlich nachhaltiges Lockdown-Ende im Juni einstellen.

Auch der amerikanische Fernsehsender CNN berichtet über den Misserfolg von Deutschlands Impfkampagne, nennt es ein „Desaster“. Auch die späte Empfehlung des Astrazeneca-Vakzins für über 65-Jährige wird als ein Grund für die Impfprobleme genannt. Hier wären Zweifel unnötig gesät worden – der Schaden aber nicht reparierbar.


Alle bisherigen Corona-News

14.00 Uhr: Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

(fmg/dpa/afp)

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