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Corona-News im Live-Ticker: Corona-Testpflicht für alle Flug-Rückkehrer ab Freitag vorgesehen

  • 11:50 Uhr: ➤ Corona-Testpflicht für alle Flug-Rückkehrer ab Freitag
  • 12:42 Uhr: Polen verschärft Lockdown – Mehr als 34.00 Neuinfektionen
  • 11:25 Uhr: Bayern erlaubt Gottesdienste zu Ostern unter Corona-Auflagen
  • 09:22 Uhr: Saarland beendet Lockdown direkt nach Ostern als Modellprojekt
  • 08:01 Uhr: Neue Daten: Astrazeneca korrigiert Angaben zur Wirksamkeit des Impfstoffs leicht
  • 06:25 Uhr: RKI registriert 22.657 Corona-Neuinfektionen und 228 neue Todesfälle

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➤ Corona-Testpflicht für alle Flug-Rückkehrer ab Freitag vorgesehen

11:50 Uhr: Die geplante umfassende Testpflicht für Reiserückkehrer auf dem Luftweg soll nach einem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums bereits an diesem Freitag in Kraft treten. “Sie soll unabhängig davon gelten, ob die Beförderung aus einem Risikogebiet stattfindet”, heißt es im Begleitschreiben des Ministeriums an das Kanzleramt und die anderen Ressorts. Der Beschluss soll demnach an diesem Donnerstag im Umlaufverfahren gefasst werden.

“Personen, die einen entsprechenden Testnachweis nicht vor Abreise ihrem Beförderer vorlegen können, dürfen nicht befördert werden”, heißt es in dem Text. Bund und Länder hatten die Neuerung in der Nacht zum Dienstag in ihren Corona-Beratungen beschlossen. Bisher ist eine Testpflicht vor der Einreise nach Deutschland nur für Reisende vorgesehen, die sich in den zehn Tagen zuvor in einem Gebiet aufgehalten haben, wo die Infektionszahlen besonders hoch sind oder Mutationen verbreitet sind.

“Mit einer Testung bereits vor Abflug wird die Wahrscheinlichkeit gesenkt, dass infizierte Personen reisen und andere während des Fluges anstecken können bzw. einen zusätzlichen Eintrag von SARS-CoV-2 Infektionen nach Deutschland verursachen”, heißt es in dem Entwurf weiter. Das Testen ergänze bereits etablierte Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen einer Maske, Abstandhalten und Hygienemaßnahmen – diese müssten unbedingt weiter eingehalten werden. Die Regelung soll zunächst bis zum 12. Mai gelten.

Die weiteren Corona-News des Tages:

Impfarzt aus Essen soll Restimpfstoff an Familienmitglied verimpft haben

13:41 Uhr: Im Essener Impfzentrum soll ein Arzt Restimpfstoff ungeachtet der vorgegebenen Priorisierung an mindestens ein Familienmitglied verimpft haben. Die Kriminalpolizei wirft dem 65-Jährigen vor, am Dienstag drei Impfdosen der Firma Biontech an sich genommen und außerhalb der Öffnungszeiten verimpft zu haben, wie die Ermittler am Donnerstag mitteilten. Dafür habe er dem Familienmitglied Zutritt zum Impfzentrum verschafft.

Auch zwei weitere, bislang unbekannte Menschen soll der Arzt geimpft haben. Laut Polizei bemerkten Angestellte des Impfzentrums den Verstoß und informierten den zuständigen Leiter. Gemeinsam hätten sie die weiteren Impfungen gestoppt. Bei dem verabreichten Impfstoff handle es sich um Reste, sodass bereits bestätigte Impftermine nicht gefährdet seien.

Die Kriminalpolizei prüfe nun, ob sich der Arzt wegen Diebstahl beziehungsweise Unterschlagung strafbar gemacht hat. Zudem sei der 65-jährige der kassenärztlichen Vereinigung gemeldet und für alle Impfzentren gesperrt worden.

Dänemark setzt Astrazeneca-Impfstoff weiter aus

13:22 Uhr: Die dänische Regierung will den Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca vorerst nicht wieder einsetzen. “Wir verlängern die Pause um drei Wochen”, sagte Søren Brostrøm von der Gesundheitsbehörde.

Der Einsatz war am 11. März gestoppt worden, nachdem eine Frau nach der Impfung an mehreren Blutgerinnseln gestorben war. Auch andere Länder hatten Impfung mit dem Astrazeneca-Wirkstoff ausgesetzt. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA kam inzwischen zu dem Schluss, dass der Impfstoff sicher sei.

“Der Astrazeneca-Impfstoff ist aus medizinischer Sicht im Allgemeinen ein sicherer Impfstoff”, sagte Tanja Erichsen von der dänischen Arzneimittelbehörde. “Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass ein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und dem sehr ungewöhnlichen Krankheitsbild besteht, das wir gesehen haben.” Deshalb wolle man die Ergebnisse der Untersuchung abwarten.

Die meisten Länder haben die Impfung mit dem Mittel inzwischen wieder aufgenommen. Finnland und Island wollen das Vakzin zunächst aber nur bei Menschen über 65 beziehungsweise 70 Jahren einsetzen.

Hat Astrazeneca bei einer Impfstoff-Studie alte Daten verwendet? Das denken US-Experten. Vorschaubild: picture alliance

Polen verschärft Lockdown – Mehr als 34.000 Neuinfektionen

12:42 Uhr: Angesichts einer drastisch steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verschärft Polen den Lockdown weiter. Ab Samstag würden Möbelgeschäfte und Baumärkte mit großer Verkaufsfläche für einen Zeitraum von zwei Wochen geschlossen, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski. Das gleiche gelte für Friseursalons und Kosmetikstudios.

Auch Kindergärten und Krippen müssen schließen, Ausnahmen gelten nur für die Betreuung von Kindern des medizinischen Personals und der Ordnungskräfte. Auch bei Gottesdiensten gelten neue Einschränkungen: Erlaubt ist künftig ein Besucher auf 20 Quadratmeter.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen erreichte den zweiten Tag in Folge einen Rekortwert. Innerhalb von 24 Stunden kamen 34 151 neue Fälle hinzu, die meisten davon (5430) in Schlesien, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 520 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Rekord war mit 29 978 erst am Mittwoch erreicht worden. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

Die Bundesregierung hat Polen seit Sonntag wegen stark steigender Infektionszahlen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Die Einreise aus dem Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

Berlin: Bürgermeister Müller stellt schnellere Impfungen für Jüngere in Aussicht

12:00 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat schnellere Impfungen für Jüngere in Aussicht gestellt. Über kurz oder lang werde der Punkt kommen, an dem darüber geredet werden müsse, die bisherige Impfpriorisierung aufzugeben und neue Schwerpunkte zu setzen, sagte Müller in seiner Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus.

Von den Wissenschaftlern, mit denen der Senat im Gespräch sei, gebe es die Empfehlung, die Infektionsketten bei besonders mobilen Bevölkerungsgruppen zu durchbrechen. “Was heißt das eigentlich? Dass wir vielleicht jetzt darüber diskutieren müssen, ob wir als nächstes die Studierenden oder die Auszubildenden oder andere Jüngere mit reinnehmen in unsere Impfstrategie und entsprechend schneller impfen”, so der SPD-Politiker.

“Und ich weiß, was dann passiert, es wird wieder eine Diskussion geben über Privilegien und Ungerechtigkeiten”, sagte Müller, der gleichzeitig darauf hinwies, dass aktuell noch ausreichend Impfstoff fehle. “Wir verwalten hier im Moment einen Mangel. Und das machen wir, so gut es geht. Wir könnten pro Tag 20.000 Impfungen vornehmen und kommen gerade mal auf 10.000 Impfungen”, so der Regierende Bürgermeister. “Es ist nach wie vor zu wenig Impfstoff, den wir zur Verfügung haben. Wir müssen deswegen sehen, wie wir, bis wir mehr Kapazitäten bekommen, diese Impfstoffe flexibler einsetzen.”

Bayern erlaubt Oster-Gottesdienste unter Corona-Auflagen

11:26 Uhr: Anders als im vergangenen Jahr sind öffentliche Gottesdienste in Bayern an Ostern erlaubt – wenngleich unter strikten Zugangsbeschränkungen und Maßnahmen. Im Rahmen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung könnten Ostergottesdienste stattfinden, sie sollen “weiterhin uneingeschränkt zulässig” sein, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einem Gespräch mit Vertretern der christlichen Kirchen und dem Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden.

An Präsenz-Gottesdiensten können weniger Menschen als sonst teilnehmen, teils ist eine vorherige Anmeldung nötig. Im Münchner Dom sollen etwa zum Pontifikalamt und zu den Karmetten mit Kardinal Reinhard Marx laut erzbischöflichem Ordinariat 130 Menschen zugelassen sein. Sonst kommen dort zu Gottesdiensten an Weihnachten und Ostern weit über 1.000 Gläubige. Um mehr Menschen die Teilnahme zu ermöglichen, werden viele Gottesdienste live im Internet übertragen – das hat auch die Staatsregierung empfohlen.

Kretschmann: Kontaktregeln über Ostern werden noch geklärt

11:12 Uhr: Nach dem Rückzieher bei der Osterruhe ist noch unklar, welche Kontaktbeschränkungen in Baden-Württemberg über die Feiertage gelten. “Das wird noch geklärt”, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). In dem Beschluss von Bund und Ländern vom frühen Dienstagmorgen hatte es geheißen, dass sich während des Oster-Lockdowns zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen dürfen. Kinder bis 14 Jahre sollten nicht mitgezählt werden.

Nachdem die Osterruhe aber am Mittwoch gekippt wurde, ist nicht klar, ob über die Feiertage nun die Kontaktregeln der Notbremse gelten. Das würde bedeuten, dass sich in Kreisen mit über 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche nur ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen darf. Auch hier werden Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt.

Dem Vernehmen nach soll diese Frage bis diesen Freitag geklärt sein. In Bayern sollen auch über Ostern die strengen Kontaktregeln gelten. Wie in Baden-Württemberg sind aber Gottesdienste erlaubt, wenn die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Minister: Astrazeneca sichert Großbritannien bevorzugte Behandlung zu

09:55 Uhr: Großbritannien hat sich dem britischen Gesundheitsminister Matt Hancock zufolge beim Impfstoffhersteller Astrazeneca eine bevorzugte Behandlung gesichert. Mit Blick auf den Streit zwischen der EU und Astrazeneca über gekürzte Liefermengen sagte Hancock der “Financial Times”: “Unser Vertrag übertrumpft deren.” Die EU habe einen Vertrag, der lediglich “beste Bemühungen” seitens des Impfstoffherstellers zusichere, London habe sich hingegen Exklusivität ausbedungen.

Hancock warnte Brüssel davor, Exportbeschränkungen für Impfstoffe zu verhängen. Das wäre ein schwerer Fehler, so der konservative Politiker. Unternehmen aus dem Bereich der Biowissenschaften würden sich in Zukunft in Großbritannien niederlassen, nicht in einer protektionistischen EU. “Von Großbritannien aus können Sie überall in die Welt exportieren – dem werden wir niemals einen Riegel vorschieben”.

Die EU beklagt, dass bislang zwar Millionen von Impfstoffdosen in den vergangenen Monaten vom Kontinent nach Großbritannien geliefert wurden, aber so gut wie nichts in die entgegengesetzte Richtung gegangen ist. Hancock betonte Gespräche mit der EU darüber seien “kooperativ, praxis-orientiert und kollaborativ”.

Merkel bekräftigt europäischen Weg bei Pandemie-Bekämpfung

09:28 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den gemeinsamen europäischen Weg bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gegen Kritik verteidigt. “Bei allen Beschwerlichkeiten glaube ich, dass sich in der Pandemie wieder gezeigt hat, dass es gut ist, dass wir diese Europäische Union haben”, sagte Merkel in einer Regierungserklärung im Bundestag.

Ausdrücklich nannte sie auch die Impfstoffbeschaffung. “Es war richtig, auf die gemeinsame Beschaffung und Zulassung von Impfstoffen durch die Europäische Union zu setzen.”

Wenn man sehe, dass selbst bei kleinen Unterschieden in der Verteilung große Diskussionen ausbrechen, wolle sie sich nicht vorstellen, was wäre, wenn einzelne EU-Staaten Impfstoff haben und andere nicht. “Das würde den Binnenmarkt in seinen Grundfesten erschüttern”, sagte Merkel.

Saarland beendet Lockdown nach Ostern

09:22 Uhr: Das Saarland steigt nach Ostern aus dem Corona-Lockdown aus. Vom 6. April an – dem Dienstag nach den Feiertagen – sollen Kinos, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung sei ein tagesaktueller negativer Schnelltest, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Donnerstag. Die lang anhaltenden Einschränkungen stießen bei den Menschen immer mehr an ihre Grenzen. Daher: “Ab dem 6. April wird wieder mehr privates, wieder mehr öffentliches Leben möglich sein.” Weitere Öffnungsschritte könne es nach dem 18. April geben: in der Gastronomie, beim Ehrenamt, in den Schulen.

Auch bei den wegen der Pandemie geltenden Kontaktbeschränkungen werde gelockert, kündigte der saarländische Regierungschef an. Bei privaten Treffen im Freien sollten bereits im ersten Schritt bis zu zehn Personen erlaubt sein. Auch Kontaktsport im Außenbereich sei dann wieder möglich: “Immer in Kombinationen mit Testungen”, betonte Hans.

Für diesen Ausstiegsplan starte das Saarland ein Modellprojekt, sagte der CDU-Politiker. Bund und Länder hatten beim jüngsten Corona-Gipfel beschlossen, dass in Ländern und einzelnen Regionen zeitlich befristete Modellprojekte möglich sein sollen – “mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept, um einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zu öffnen”.

Söder für Änderungen bei Bund-Länder-Runden

Bayerns Ministerpräsident Söder hat sich für das Hin und Her um die wieder zurückgenommenen zusätzlichen Oster-Ruhetage entschuldigt. “Es tut uns Leid, es tut auch mir Leid.” Zudem fordert er, das Format der Ministerpräsidentenkonferenz zu reformieren.

08:51 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich für Änderungen am Format der Bund-Länder-Runden in der Corona-Pandemie ausgesprochen. “Ich bin erstens ein Verfechter, dass man früher anfängt – nicht immer erst sich um 14:00 Uhr oder 15:00 Uhr zu treffen”, sagte der CSU-Chef im Radiosender Bayern2. “Dann bin ich der festen Überzeugung, dass man manchmal auch abbrechen kann, noch mal eine Nacht drüber schlafen kann, um das am nächsten Tag anzugehen.” Auch komplett öffentliche Runden brachte Söder ins Spiel. “Es wird ja ohnehin nur immer durchgestochen und für Verwirrung gesorgt”.

Im ZDF-“Morgenmagazin” sagte der bayerische Regierungschef: “Da stellt sich dann auch die Kernfrage auf Dauer: dass wir das MPK-Format überdenken müssen. Ich bin dafür, es schneller, effektiver zu machen, besser vorzubereiten, und vor allen Dingen auch nicht diese endlosen Nachtsitzungen zu machen.”

Angesichts der steigenden Infektionszahlen sagte Söder: “Wir empfehlen noch einmal, bei der Notbremse eine wirklich deutliche Verschärfung in den Ländern zu machen, einen Automatismus einzuführen.” Es gebe einige Länder, in denen das eine Einzelfallentscheidung sei. “Der zweite Punkt ist, dass wir in den nächsten zwei Wochen nicht öffnen.”

Hälfte der Israelis hat zweite Impfdosis gegen das Coronavirus

08:39 Uhr: Die Hälfte der Israelis hat bereits die zweite Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Donnerstag auf Twitter mit. Nach Daten seines Ministeriums erhielten knapp 4,7 Millionen Menschen die zweite Dosis. Die Zahl der Erstimpfungen betrug mehr als 5,2 Millionen, sie hatte in den vergangenen Tagen nur noch leicht zugenommen. Mehr als 800.000 Menschen galten in Israel als genesen.

Die Impfkampagne in Israel hatte kurz vor Weihnachten begonnen, sie zählt zu den erfolgreichsten weltweit. In den vergangenen Wochen gingen die Zahlen der Schwerkranken und der Neuinfektionen deutlich zurück. In dem Mittelmeerstaat lebten nach Angaben des nationalen Statistikamtes im Januar 9,305 Millionen Menschen. Israel ist ein sehr junges Land, rund 30 Prozent der Bürger sind unter 16 Jahre alt. Diese Altersgruppe kann bisher noch nicht geimpft werden.

Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen. Dort erhielten bislang mehr als 7,9 Millionen Menschen die Erst- und mehr als 3,5 Millionen Menschen auch die Zweitimpfung.

Neue Daten: Astrazeneca korrigiert Angaben zur Wirksamkeit des Impfstoffs leicht

08:01 Uhr: Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca sieht die hohe Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs durch nun aktualisierte Daten bestätigt. Das Vakzin schütze mit einer Wirksamkeit von 76 Prozent vor COVID-19, bei über 65-Jährigen betrage dieser Wert 85 Prozent, teilte das Unternehmen am frühen Donnerstagmorgen unter Berufung auf weitere Daten einer sogenannten Phase-III-Studie mit etwa 32.500 Probanden mit. Das bedeutet, dass unter den älteren Probanden einer geimpften Gruppe 85 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als unter denen einer Kontrollgruppe. Die Wirksamkeit über alle Altersgruppen hinweg in Bezug auf schwere Krankheitsverläufe liege sogar bei 100 Prozent.

Am Montag allerdings hatte das Unternehmen mitgeteilt, das Vakzin schütze einer neuen Untersuchung zufolge mit einer Wirksamkeit von 79 Prozent vor COVID-19. Am Dienstag hatte die US-Gesundheitsbehörde NIAID die Aussagekraft von Daten dieser Untersuchung von Astrazeneca zu dessen Impfstoff angezweifelt. Astrazeneca sagte daraufhin zu, Daten innerhalb von 48 Stunden nachzuliefern. Frühere Untersuchungen, die ebenfalls für eine gute Wirksamkeit des Präparats sprechen, zweifelte die NIAID in ihrem Statement nicht an.

Astrazeneca erklärte nun, die Untersuchungsergebnisse der Zwischenanalyse seien bestätigt worden. Der Impfstoff sei gut vertragen worden, es seien keine Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Impfstoff festgestellt worden. Astrazeneca-Forschungschef Mene Pangalos sagte, man freue sich darauf, in den kommenden Wochen einen Zulassungsantrag für Notfallzulassungen in den USA einzureichen.

Das britisch-schwedische Unternehmen hat den Impfstoff namens AZD1222 zusammen mit der Universität Oxford entwickelt. Er wird seit Januar in Großbritannien in großem Stil eingesetzt.

Deutschland und mehrere andere Staaten hatten die Impfung mit dem Astrazeneca-Stoff vorerst ausgesetzt, weil mehrere Fälle mit Thrombosen (Blutgerinnseln) in den Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zur Impfung gemeldet wurden. Mittlerweile wird das Vakzin wieder eingesetzt.

Mehr als 300.000 Corona-Tote in Brasilien

07:11 Uhr: Als zweites Land der Welt nach den USA hat Brasilien die Grenze von 300.000 registrierten Corona-Toten überschritten. 300.685 Menschen seien seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Nur in den Vereinigten Staaten sind mit rund 545.000 Todesfällen dem Virus bislang mehr Menschen zum Opfer gefallen. Brasilien hatte am Dienstag erstmals die Marke von 3000 Toten innerhalb von 24 Stunden überschritten.

Im größten Land Lateinamerikas haben sich nachweislich über 12,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In den meisten Bundesstaaten sind die Intensivstationen an der Belastungsgrenze. Der rechte Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost, einen landesweiten Lockdown lehnt er aus wirtschaftlichen Gründen ab. Nach einer Fernsehansprache des Staatschefs am Dienstag kam es in zahlreichen Städten des Landes zu Unmutsbekundungen gegen die Corona-Politik der Regierung.

RKI registriert 22.657 Corona-Neuinfektionen und 228 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 22 657 Corona-Neuinfektionen gemeldet – über 5000 mehr als noch vor einer Woche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 228 neue Todesfälle verzeichnet. Fotocredit: imago images

06:25 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 22.657 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 228 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.504 Neuinfektionen und 227 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05:05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zuletzt gab es am 14. Januar mehr Neuinfektionen. An diesem Tag wurden 25.164 registriert. Zudem wurden 1.244 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 113,3 – und damit höher als am Vortag (108,1).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 1,00 (Vortag 1,04). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

RKI-Chef: Lockdown ist “Werkzeug” im Kampf gegen dritte Welle

Die jüngste Zunahme der Corona-Neuinfektionen in Deutschland kann nach Ansicht des Robert Koch-Instituts (RKI) nur mit Hilfe eines Lockdowns gestoppt werden.

06:01 Uhr: Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat die zentrale Bedeutung des Lockdowns im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen betont. “Wir können diesen Anstieg nicht stoppen, es sei denn mit einem neuen Lockdown für das Land”, sagte Wieler am Mittwochabend (deutscher Zeit) in einer Online-Veranstaltung der deutschen Botschaft in Washington. Andere “Werkzeuge” zur Eindämmung der dritten Welle stünden derzeit nicht zur Verfügung.

Das RKI gehe davon aus, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Virus immun sein müssten, um eine neue Welle zu stoppen. “Bis das erreicht ist, werden wir nicht sicher sein”, sagte Wieler. Bis die Impfkampagne so weit fortgeschritten sei, müssten die bekannten Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen von Masken und das Begrenzen von Kontakten weiter befolgt werden.




Auf ihnen liegen große Hoffnungen in der Pandemie: Corona-Selbsttests, die in Deutschland bald flächendeckend zu kaufen sein sollen. Wir zeigen, wie die Tests durchgeführt werden und was es zu beachten gilt.

Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt forderte hingegen, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie vermehrt auch andere Möglichkeiten als den Lockdown in den Blick zu nehmen. “Der monatelange Jo-Jo-Dauerlockdown zermürbt die Menschen. Er darf nicht unsere einzige Antwort auf die dritte Corona-Welle sein”, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag).

Kanzleramtschef Braun zu Oster-Lockdown: “Das war ein großer Fehler”

05:45 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat eingeräumt, dass die Idee der “Ruhetage” rund um Ostern rechtlich nicht abschließend geprüft war. “Das war ein großer Fehler, weil er dazu geführt hat, dass viele Menschen sich darauf eingestellt haben. Das darf man nicht gering schätzen und so etwas darf nicht noch mal passieren”, sagte Braun am Mittwochabend in der ARD-Talksendung “maischberger. die woche”.

Die Idee der Ruhetage sei erst in der Diskussion entstanden. “Auch ich hatte meinen Anteil daran”, sagte Braun. Der Kanzleramtschef schloss sich der Entschuldigung der Kanzlerin an. “Wir müssen in Zukunft diese Dinge anders vorbereiten”, sagte Braun. Es sei nicht immer einfach, zwischen der Notwendigkeit schnell zu handeln und der minuziösen Vorbereitung das richtige Maß zu finden.

Schon sehr hohe Impfquote bei Pflegeheimbewohnern erreicht

04:30 Uhr: Rund 95 Prozent der Pflegeheimbewohner haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bereits mindestens eine Corona-Impfung erhalten. 73 Prozent hätten schon beide Impfungen bekommen, teilte das RKI in seinem Lagebericht vom Mittwochabend mit. Es wertete Daten bis zum 23. März aus. Zu den Impfquoten der über 80-Jährigen liegen keine kompletten Daten vor.

Insgesamt hätten in Deutschland 7.937.540
Menschen eine erste und 3.516.986 auch die zweite Impfung erhalten. Die Impfquoten liegen damit für mindestens eine Impfung im Bundesdurchschnitt bei 9,5 Prozent, für beide bei 4,2 Prozent.

In den Bundesländern wird weiterhin mit unterschiedlichem Tempo geimpft: Die Quote für die erste Impfung reichte von 8,3 Prozent in Sachsen bis zu 11,4 Prozent im Saarland. Bei den Zweitimpfungen liegt die Spanne zwischen 3,5 Prozent in Brandenburg und 5,0 Prozent in Thüringen. Einige Bundesländer haben bereits angefangen, die Altersgruppe der über 70-Jährigen zu impfen.

Alle Corona-Meldungen vom 24. März zum Nachlesen finden Sie hier

Mehr zum Themenkomplex Coronavirus:

Mit Material von dpa, afp, sid und apa.

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