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Corona: Lockdown vor Verlängerung – RKI mit neuen Zahlen

Berlin. 

  • Die Bundesländer sind offenbar mehrheitlich für eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar
  • Am Dienstag treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Angela Merkel, um das weitere Vorgehen in der Pandemie zu besprechen
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn prüft wohl mehrere Maßnahmen zur Beschleunigung der Impfungen
  • In Großbritannien ist der erste Brite mit dem Impfstoff der Uni Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca geimpft worden
  • Bildungsministerin Anja Karliczek bezeichnet eine Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht derzeit als “nicht vorstellbar”
  • Die britische Regierung warnt vor einem großen Risiko durch die in Südafrika aufgetretene Coronavirus-Mutation
  • Dem Robert Koch-Institut lagen am Montagmorgen 9847 neue Meldungen über Neuinfektionen vor
  • Nach unseren Recherchen haben sich in Deutschland bisher rund 1.784.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 34.800 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben



Vor den für Dienstag geplanten neuen Bund-Länder-Gesprächen läuft alles auf eine Verlängerung des Lockdowns in Deutschland hinaus. Nach übereinstimmenden Medienberichten werden Bund und Länder den Corona-Lockdown wohl bis zum 31. Januar verlängern. Lesen Sie dazu: Lockdown – Das könnte beim Corona-Gipfel beschlossen werden



Offen ist allerdings, was mit Schulen und Kitas passiert. Hier könnten die Länder nach den Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel unterschiedliche Linien fahren.



„Eine vollständige Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht in allen Jahrgängen ist in diesen Tagen nicht vorstellbar, so sehr dies natürlich im Sinne der Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern wünschenswert wäre“, sagte auch Bildungsministerin Anja Karliczek im Gespräch mit unserer Redaktion. Lesen Sie hier: Corona – Öffnen Kitas und Schulen wieder? Das sind die Pläne

Corona-News des Tages: RKI meldet 9847 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Bis Montagmorgen haben die deutschen Gesundheitsämter 9847 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 302 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen bekanntgab. Eine Interpretation der Daten ist jedoch momentan schwierig, weil während der Weihnachtsfeiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet wurden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI noch zu Nachmeldungen kommen.

Lesen Sie dazu: Corona – RKI meldet Fallzahlen und neue Reproduktionszahl


Corona – Mehr Infos zum Thema




4. Januar: RKI: Mehr als 264.000 Impfungen bundesweit

14.26 Uhr: Mehr als 264.000 Menschen in Deutschland sind bislang gegen Covid-19 geimpft worden. Bis Montag (Stand 12.00 Uhr) wurden insgesamt 264.952 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl dort erfasster Geimpfter um 22 234, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Die meisten Impfungen pro 1000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern (7,1) erfasst, gefolgt von Sachsen-Anhalt (6,1) und Hessen (5,3). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher aus Thüringen (0,4), Niedersachsen (0,7) und Sachsen (1,2) gemeldet. Der Bundesschnitt liegt bei 3,2 Impfungen pro 1000 Einwohner.

Unter den Geimpften sind rund 114.300 Bewohner von Pflegeheimen. Etwa 122.400 Menschen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen. Darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 62.805 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft. In knapp 8000 Fällen gab es einen medizinischen Anlass. Pro Person kann es mehr als einen Grund für die Impfung geben.

Oberhof soll wegen Touristenansturm abgeriegelt werden

14.06 Uhr: Angesichts eines riesigen Ansturms von Ausflüglern auf Oberhof (Thüringen) will Bürgermeister Thomas Schulz die Stadt weitgehend abriegeln. „Es sollen nur noch Leute Zugang haben, die hier wohnen oder arbeiten oder ein berechtigtes Interesse daran haben, hierher zu kommen“, sagte Schulz am Montag auf Anfrage. Er habe dies dem Thüringer Innenminister Georg Meier (SPD) bereits unterbreitet. Am Wochenende waren in Oberhof Straßen zugeparkt, Feuerwehrzufahrten versperrt und Rettungswege blockiert. Oberhof bereitet sich zudem gerade auf zwei Biathlonweltcups vor, von denen der erste Ende der Woche beginnt.


Mehrheit der Länder für Lockdown bis 31. Januar

13.58 Uhr: Die Mehrheit der Ministerpräsidenten ist für eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis Ende Januar. Die Unions-geführten Länder hatten sich bereits am Sonntagabend auf diese Linie verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus dem Kreis der Ministerpräsidenten erfuhr. Nur zwei SPD-geführte Länder seien noch anderer Meinung, hieß es aus einer anderen Quelle. Der Corona-Lockdown sollte eigentlich am 10. Januar enden, doch angesichts weiter hoher Infektionszahlen ist eine Verlängerung höchstwahrscheinlich.

Auch der Bund tritt für eine Ausweitung bis Ende Januar ein. Thüringen hatte schon am Sonntag erklärt, den Lockdown bis zum 31. Januar weiterführen zu wollen. Auch die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) sprach sich im SWR für eine Verlängerung bis Monatsende aus. „Das ist, glaube ich, auch die Mehrheit der Kollegen“, fügte die SPD-Politikerin vor den für diesen Dienstag geplanten Bund-Länder-Beratungen hinzu.

Nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) halten sich die Länder mit niedrigen Infektionszahlen offen, in zwei Wochen noch einmal über den dann aktuellen Stand zu sprechen und die Maßnahmen neu zu diskutieren. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, Bund und Länder seien sich bereits einig darüber, den Lockdown bis 31. Januar zu verlängern. Das Blatt schrieb aber auch, endgültig entschieden werde erst an diesem Dienstag bei der Schalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten.

Zu wenig Impfstoff für großen Impfstart in der Schweiz

13.25 Uhr: Nach den ersten Corona-Schutzimpfungen am 23. Dezember wollten die meisten Schweizer Kantone nun mit großen Impfkampagnen beginnen. Allerdings fehlten vielerorts Impfdosen. Die wenigen angebotenen Impftermine waren innerhalb von Minuten ausgebucht. Die Regierung hatte sich zwar 15,8 Millionen Impfdosen für die 8,5 Millionen Einwohner gesichert, die Hälfte davon aber bei dem US-Hersteller Moderna, dessen Impfstoff noch nicht zugelassen ist. Mit der Mainzer Firma Biontech und dessen US-Partner Pfizer wurde erst im Dezember ein Vertrag geschlossen.

Die Behörden seien von der schnellen Zulassung des Biontech-Impfstoffs noch vor Weihnachten überrascht worden, sagte Christoph Berger, Präsident der Kommission für Impffragen, der Zeitung “Blick”. Die Behörden hätten mit einem Impfstart im Februar oder März gerechnet. Manche eigens eingerichteten Impfzentren blieben mangels Impfstoff zunächst weitgehend leer, manche Ärzte bekamen nur vereinzelt Dosen, um Patienten zu impfen. “In den nächsten Monaten werden wir auf die ausreichende Menge kommen”, sagte Berger. “Bis im Sommer sind alle Impfstoffe geliefert und hoffentlich auch gebraucht.”


EU prüft Bestellung weiterer Biontech-Impfungen

13.11 Uhr: Die EU-Kommission erwägt die Bestellung weiterer Dosen des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer. “Die Kommission überprüft, ob es einen Weg gibt, weitere Impfdosen zu den bislang vereinbarten Mengen hinzuzufügen”, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde. Der bisherige Vertrag mit Biontech/Pfizer sieht zunächst 300 Millionen Impfdosen zur Abnahme durch die EU vor.

13.11 Uhr: Im Homeoffice tragen viele gerade lieber eine Jogginghose statt dem Business-Outfit. Doch das könnte die Arbeitsleistung schwächen. Lesen Sie dazu: Studie – Schlechtere Leistung durch Jogginghose im Homeoffice

Kinderärzte und Lehrer gegen längere Weihnachtsferien

12.46 Uhr: Vor den Beratungen von Bund und Ländern zur weiteren Vorgehensweise in der Corona-Pandemie haben Kinderärtze und Lehrer an die Politik appelliert, den Schulunterricht zu ermöglichen. In einer gemeinsamen Erklärung lehnten die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin und der Deutsche Lehrerverband den Vorschlag ab, die Weihnachtsferien bis Ende Januar zu verlängern und dafür die Sommerferien zu verkürzen. Beide Organisationen betonten, dass Präsenzunterricht sowohl zur Erfüllung des Bildungsauftrages als auch unter psychosozialen Gesichtspunkten das Beste für Kinder und Jugendliche sei.

Ökonom hält Lockdown-Verlängerung auch wirtschaftspolitisch für richtig

12.14 Uhr: Eine Verlängerung des harten Lockdowns ist laut dem Berliner Ökonomen Marcel Fratzscher auch aus wirtschaftlichen Gründen geboten. Oberste Priorität müsse eine möglichst schnelle Kontrolle und Eindämmung der zweiten Infektionswelle haben, sagte der Chef des Forschungsinstituts DIW. Die Restriktionen seien für die betroffenen Branchen zwar schmerzhaft und mit hohen Kosten verbunden: “Ohne Lockdown-Verlängerung wären die wirtschaftlichen Kosten einer lang anhaltenden zweiten Infektionswelle jedoch deutlich höher.”

12.08 Uhr: Der Corona-Lockdown geht wohl in die Verlängerung. Doch was ist mit Schulen und Kitas? Wann sollen sie öffnen? Ein Pro und Contra unserer Kollegen Diana Zinkler und Jörg Quoos: Pro und Contra – Sollen Schulen und Kitas wieder öffnen?

Coronakrise – Vertrauen in politische Institutionen gewachsen

11.32 Uhr: Das Vertrauen der Bevölkerung in die politischen Institutionen in Deutschland ist in der Corona-Krise stark gewachsen. Das Vertrauen zur Bundesregierung legte im Vergleich zum Jahreswechsel 2019/2020 um 29 Prozentpunkte zu, zur Bundeskanzlerin um 25 Prozentpunkte, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL hervorgeht.

Zum Bundestag und zu den Landesregierungen ist es Anfang 2021 mit jeweils 13 Prozentpunkten größer als vor Ausbruch der Pandemie. Das Vertrauen zu den Institutionen auf lokaler Ebene ist zwischen acht und neun Prozentpunkten gewachsen. Dagegen sei das ohnehin schon nicht allzu große Vertrauen zur Europäischen Union noch etwas geringer geworden und um zwei Prozentpunkte geschrumpft.

Spahn prüft Beschleunigung der Corona-Impfungen

11.24 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn prüft eine Beschleunigung der Impfungen. So könne der Abstand zwischen der ersten und der nötigen zweiten Impfung vergrößert werde, heißt es in einem Ministeriumspapier. Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts solle dies prüfen. Zudem erwägt Spahn, die Überfüllung der Impffläschchen auszunutzen. So könnte aus ihnen bis zu sechs statt fünf Dosen gewonnen werden. Dies ermögliche bis zu 20 Prozent mehr Impfungen.

Thüringen will Winterferien wegen Corona vorziehen

11.15 Uhr: Thüringen will wegen der Coronakrise die Winterferien vorziehen. Das kündigte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) im Mitteldeutschen Rundfunk an. Die Ferienwoche soll nach seinen Angaben auf die letzte Januarwoche vorverlegt werden. Bis dahin gebe es Unterricht zu Hause.

Eine Ausnahme solle es nur für Abschlussklassen geben, sofern sich die Schüler vorher einem Schnelltest unterziehen. Eigentlich sind in Thüringen in der zweiten Februarwoche Ferien. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte zuvor erklärt, eine Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht in allen Jahrgängen sei derzeit “nicht vorstellbar”. Die Kultusminister der Länder beraten heute über das weitere Vorgehen.

Corona-Impfzentren in Norddeutschland gestartet

11.00 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus haben die ersten Impfzenten in Schleswig-Holstein am Montag ihren Betrieb aufgenommen. Zum Auftakt in Kiel bat Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) die Menschen um Geduld, die noch nicht geimpft werden können. Zunächst sind über 80-Jährige, medizinisches Personal und Rettungskräfte an der Reihe.

Um das Impfen in Deutschland zu beschleunigen, seien zwei Dinge vorrangig, sagte Garg. „Wir müssen gemeinsam mit den Landeswirtschaftsministern und dem Bund gucken, dass Produktionskapazitäten ausgeweitet werden können auch auf nationaler Ebene.“ Zweitens sollten aus seiner Sicht auch nationale Notfallzulassungen von Impfstoffen, die bereits in anderen Ländern zugelassen sind wie beispielsweise der von Astrazeneca, zumindest als Option ins Auge gefasst werden.

Großbritannien warnt vor südafrikanischer Virus-Variante

10.35 Uhr: Die britische Regierung warnt vor einem großen Risiko durch die in Südafrika aufgetretene Coronavirus-Variante. Diese Mutation sei ein „sehr signifikantes Problem“ und sogar ein noch größeres Problem als die hochinfektiöse britische Variante, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock im BBC Hörfunk. Er sei „unglaublich besorgt“ deswegen. Daher habe Großbritannien Maßnahmen ergriffen, um Flüge aus Südafrika zu beschränken.

Tausende Menschen stehen in Peking für Impfstoff Schlange

10.19 Uhr: Zum Schutz vor der Corona-Pandemie insbesondere während des chinesischen Neujahrsfestes werden in der Volksrepublik derzeit massenhaft Menschen geimpft. In Peking standen tausende Menschen für das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinopharm Schlange, wie auf Bildern des staatlichen Fernsehsenders CCTV zu sehen war. Seit der Zulassung des Impfstoffs am Freitag seien bereits mehr als 73.000 Menschen geimpft worden, berichteten Staatsmedien am Sonntag.

Die Behörden haben dem Sinopharm-Impfstoff eine bedingte Zulassung erteilt. Das Mittel hat nach Herstellerangaben eine durchschnittliche Wirksamkeit von 79 Prozent.

Österreich will Lockdown wohl bis 24. Januar verlängern

10.15 Uhr: In Österreich wird nach Angaben aus Regierungskreisen der bis zum 18. Januar geplante Lockdown verlängert. Da das ursprünglich geplante Freitesten wegen Widerstands der Opposition nicht möglich scheine, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun für alle bis zum 24. Januar dauern, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA erfuhr. Die Maßnahme betrifft auch die Gastronomie, viele Dienstleistungen und den Tourismus.

Ursprünglich war geplant, dass alle, die sich einem Corona-Test unterziehen, ab 18. Januar in die ab dann wieder geöffneten Geschäfte können. Für alle ohne Test sollte ein verlängerter Lockdown bis zum 24. Januar gelten.

Am Sonntag hatte die Opposition aus unterschiedlichen Gründen angekündigt, dem entsprechenden Gesetz die Zustimmung zu verweigern. Die Opposition könnte durch ihre Mehrheit in der Länderkammer die Novelle für zwei Monate auf Eis legen.

Erster Brite mit heimischem Astrazeneca-Vakzin gegen Corona geimpft

9.30 Uhr: In England ist der erste Brite mit dem heimischem Impfstoff der Uni Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca geimpft worden. Der 82 Jahre alte Dialyse-Patient Brian Pinker aus Oxford habe am Montagmorgen den schützenden ersten Piks in der dortigen Uniklinik erhalten, teilte der britische Gesundheitsdienst NHS mit.

„Ich freue mich so, heute die Covid-19-Impfung zu bekommen und ich bin wirklich stolz, dass sie in Oxford erfunden wurde“, sagte Pinker der Mitteilung zufolge. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete den Impfstart mit dem Mittel als „unverzichtbaren Schritt“ im Kampf gegen die Pandemie.

Großbritannien hatte dem Präparat in der vergangenen Woche eine Notfallzulassung erteilt. Nach dem Biontech/Pfizer-Impfstoff ist es das zweite Corona-Vakzin, das im Land zum Einsatz kommt. Der große Vorteil: Das Mittel aus Oxford kann bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden, was die Logistik deutlich vereinfacht. Zu Beginn stehen dem Land gut eine halbe Million Dosen zur Verfügung, die in Hunderten von Krankenhäusern und Arztpraxen ab dieser Woche gespritzt werden sollen. In der EU ist der Impfstoff noch nicht zugelassen.

Spahn fordert Corona-Impfungen im Gesundheitswesen

8.56 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Mediziner und Pflegekräfte im Gesundheitswesen dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. “Es ist ein Gebot der Vernunft und der Solidarität, dass diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, sich ebenfalls impfen lassen, zu ihrem eigenen Schutz und dem Schutz der ihnen anvertrauten Patienten”, sagte Spahn der “Rheinischen Post”.

Er selbst werde sich sofort impfen lassen, wenn er an der Reihe sei. “Und ich möchte auch mit meiner Impfung davon überzeugen, dass es ein sicherer Impfstoff ist.” Zahlreiche Mitarbeiter im Gesundheitswesen hatten erklärt, sich nicht impfen lassen zu wollen.

Corona: Kretschmer will künftige Generationen nicht belasten

8.41 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht bei der Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen die heutige Generation in der Pflicht. Künftige Generationen dürften damit nicht belastet werden, sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Dresden: “Das müssen wir selber schaffen.”

“Wir brauchen einen Kassensturz, wenn das Gröbste überwunden ist. Dann sieht man, wer welche Kosten hatte. Dann haben wir zu schauen, wie Bund und Länder das am Ende gemeinsam tragen”, erklärte der Regierungschef. Sachsen will zur Bewältigung der Krisenfolgen bis zu sechs Milliarden Euro Schulden aufnehmen. Nach derzeitiger Verfassungslage müssten sie in einem Zeitraum von acht Jahren beglichen werden. Zuletzt waren Zweifel daran laut geworden, ob das in der Kürze der Zeit gelingt.

Klingbeil fordert größere Corona-Impfstoffproduktion

8.28 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil fordert eine nationale Kraftanstrengung für eine größere Impfstoff-Produktion. Es müssten alle Pharmaunternehmen zu Beratungen an einen Tisch geholt werden, wie man auch national über Kooperationen mehr Impfstoff herstellen könne, sagt Klingbeil in der ARD. “Es kann nicht sein, dass ein Land, in dem der Impfstoff sogar erforscht wurde, dass wir am Ende zu wenig Dosen davon haben.” Die Lockdown-Kosten sollten besser in die Impfstoff-Produktion gesteckt werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warf er Fehler bei der Impfstoff-Beschaffung und Verteilung vor. Deutschland stehe viel schlechter da als andere Länder. “Wir haben zu wenig Impfstoff bestellt, es gibt kaum vorbereitete Strategien mit den Bundesländern zusammen.” Nachdem die EU-Kommission das Biontech-Angebot für mehr Impfstoff abgelehnt habe, hätte die Bundesregierung bilaterale Verträge mit dem Mainzer Hersteller abschließen sollen.


Südafrika will im Februar mit Impfungen beginnen

8.05 Uhr: Das schwer von der Covid-19-Krise betroffene Südafrika will im kommenden Monat mit den Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. „Unser Ziel ist der Februar“, sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Sonntag mit Blick auf die geplante erste Impfstoffdosen-Lieferung. Zunächst müssten jedoch die Verhandlungen mit den Impfstoff-Herstellern abgeschlossen werden. Gesundheitsexperten hatten die südafrikanische Regierung zuvor dafür kritisiert, noch nicht mit der Impfkampagne begonnen zu haben.

Um die Impfkampagne zu finanzieren, setzt Südafrika auf die Unterstützung der Privatwirtschaft sowie der Krankenkassen. Das Land nimmt zudem an der Covax-Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teil, die eine gerechte globale Verteilung von Corona-Vakzinen gewährleisten soll. Mehr als eine Million der rund 59 Millionen Einwohner Südafrikas hat sich nach Angaben der Behörden seit Pandemie-Beginn mit dem Coronavirus infiziert. Es ist damit das am schwersten von der Krise betroffene Land Afrikas.

Polen hofft in der Pandemie aus Ärzte aus dem Osten

7.39 Uhr: In der Corona-Pandemie wirbt Polen massiv um Ärzte aus seinen östlichen Nachbarländern. Eine vom Parlament verabschiedete Gesetzesänderung soll die Zulassung von Medizinern aus Ländern außerhalb der EU vereinfachen. „Momentan haben wir schon mehr als 500 Anträge von Ärzten“, sagt Kacper Gasienica-Byrcyn, Chef der Personalagentur Optimus Work. Etwa 80 Prozent kämen aus der Ukraine, weitere 20 Prozent aus Belarus (Weißrussland). Ähnliche Erfahrungen hat auch Krzysztof Inglot von der Firma Personnel Service gemacht. Mehr als 1500 Ärzte seien an Stellen in Polen interessiert. „Hauptsächlich suchen wir Kardiologen, Lungenärzte, Virologen, Anästhesisten und Internisten.“

Japan plant trotz gestiegener Corona-Infektionszahlen weiter für Olympia

6.43 Uhr: Angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen erwägt Japan erneut die Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio – die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer soll aber fortgesetzt werden. Das erklärte der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga am Montag. Die Gouverneure von Tokio und umliegenden Präfekturen hatten seine Regierung zuvor aufgefordert, erneut den Ausnahmezustand für den Großraum Tokio auszurufen, nachdem die Hauptstadt des Landes zu Neujahr einen neuen Rekord von 1337 Neuinfektionen vermeldet hatte.

USA erwägen halbe Dosis von Moderna-Impfstoff zu verabreichen

6.32 Uhr: Die US-Behörden überlegen, einigen Bürgern die halbe Dosis des Moderna-Impfstoffs zu verabreichen. “Wir wissen, dass das die gleiche Immunantwort hervorruft”, sagt der Chef des Bundesimpfprogramms, Moncef Slaoui, dem Sender CBS. Dabei peile man die Altersgruppen von 18 bis 55 an. Es würden Gespräche mit Moderna und der Zulassungsbehörde FDA geführt, ob man so die Zahl der Impfungen verdoppeln könne.

Pandemie: Ägypten will Touristen mit “sicheren Korridoren” vor Corona schützen

5.15 Uhr: Ägypten will deutsche Touristen spätestens im Sommer mit einem speziellen Corona-Sicherheitskonzept wieder in die Urlaubsgebiete am Roten Meer locken. „Wir wollen sichere Korridore schaffen, in denen es vollständige Sicherheit für Touristen gibt“, sagte der ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, der Deutschen Presse-Agentur. Das Konzept werde eine ganze Reihe von Maßnahmen von einer Begrenzung der Passagierzahlen in den Flugzeugen bis zu verpflichtenden Tests bei Ein- und Ausreise beinhalten.

Corona: Schottland könnte heute neuen Lockdown ausrufen

4.15 Uhr: Schottland wird einer Zeitung zufolge heute einen neuen Lockdown ausrufen. Dabei solle die Eröffnung der Schulen nicht vor dem 18. Januar erfolgen, berichtet “The Times”. Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon hat für heute eine Kabinettssitzung angesetzt und das Parlament wieder einberufen.

Hans fordert Verlängerung des harten Lockdowns – “Regelbetrieb an Schulen und Kitas kaum denkbar”

1.04 Uhr: Saar-Ministerpräsident Tobias Hans hat eindringlich davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen vorschnell zu lockern. „Um eine dritte Welle zu verhindern, müssen wir weiterhin an einem harten Lockdown festhalten“, sagte der CDU-Politiker dieser Redaktion. Die Infektions- und Todeszahlen seien „trügerisch, denn es braucht noch Zeit, um die Auswirkungen von Weihnachten und Silvester auf das Infektionsgeschehen endgültig beurteilen zu können“.

Hans betonte: „Um das Infektionsgeschehen überall möglichst gering zu halten, ist ein Regelbetrieb an Schulen und Kitas im Januar in der derzeitigen Lage kaum denkbar. Die Verbreitung des Virus sollte jetzt in allen Bevölkerungsgruppen eingedämmt werden, wo es Inzidenzen von über 50 gibt, also auch und insbesondere bei Kindern über 12 Jahren.“

Bund und Länder dürften “keine weiteren Risiken eingehen, insbesondere mit Blick auf die neue Virus-Mutation B 117 mit ihrer erhöhten Ansteckungsgefahr”, forderte der Regierungschef des Saarlands. “Unsere Krankenhäuser sind an der Grenze ihrer Belastbarkeit und ohne eine Verlängerung des Lockdowns bekommen wir die Lage nicht dauerhaft in den Griff.”


Bildungsministerin Karliczek: Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht “nicht vorstellbar”

1.00 Uhr: In der Debatte um die Wiederaufnahme des Schulunterrichts hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zu großer Vorsicht aufgerufen. „Die Infektionszahlen sind weiter besorgniserregend hoch und es ist noch unklar, welche Auswirkungen Treffen an den Weihnachtstagen und über den Jahreswechsel auf das Infektionsgeschehen haben“, sagte die CDU-Politikerin unserer Redaktion.

„Eine vollständige Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht in allen Jahrgängen ist daher in diesen Tagen nicht vorstellbar, so sehr dies natürlich im Sinne der Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern wünschenswert wäre.“ Die Frage, wie mit Kitas und Grundschulen umgegangen werde, könne nicht rein nach Infektionsschutzgesichtspunkten entschieden werden, betonte Karliczek. Hier sei eine umsichtige politische Abwägung nötig.

„Wenn Präsenzunterricht stattfinden soll, könnte dies allenfalls nur unter strengster Einhaltung der Hygienevorschriften einschließlich des Tragens von Masken geschehen“, forderte die Ministerin. „Für die älteren Jahrgänge wäre Wechselunterricht dann momentan angezeigt.“

Die Lage an den Schulen werde in den in den nächsten Wochen schwierig bleiben, sagte Karliczek voraus. Doch könne man Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren. „Wir werden im Laufe des Jahres nach heutigem Stand auch wieder zu einem regulären Unterricht kommen. Das kann uns auch heute Hoffnung geben.“

3. Januar: Neue Corona-Variante in Griechenland und Zypern nachgewiesen

22.55 Uhr: Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante hat auch Griechenland und Zypern erreicht. Sie sei in Griechenland bisher in vier Fällen entdeckt worden, berichtete der griechische Fernsehsender Antenna unter Berufung auf Athener Virologen. Die Behörden auf Zypern meldeten zwölf bisher bestätigte Infektionen. Gezielt geprüft worden seien die positiven Testergebnisse von Menschen, die vor Weihnachten von Großbritannien nach Zypern gereist waren, berichtete die Zeitung „Cyprus Times“.

In Großbritannien läuft Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff an

21.00 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt in Großbritannien ab Montag auch der von dem Konzern AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelte Impfstoff zum Einsatz. Zunächst stehen nach Regierungsangaben 530.000 Dosen dieses Vakzins zur Verfügung. Insgesamt hat Großbritannien 100 Millionen Dosen bei AstraZeneca bestellt.

Kretschmer nennt Lockdown-Verlängerung bis Ende Januar “unvermeidbar”

18.51 Uhr: Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Verlängerung des Lockdowns im Freistaat um mindestens drei Wochen angekündigt. „Wir befinden uns in der härtesten Phase dieser Pandemie“, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montagsausgaben). „Ich plädiere statt einem Hü und Hot zwischen Lockerungen und Beschränkungen dafür konsequent zu sein und Nervenstärke zu haben. Eine Verlängerung des Lockdowns in Sachsen bis mindestens Ende Januar ist daher unvermeidbar.

Drama um mutiertes Coronavirus: Briten “im Auge des Sturms”

18.15 Uhr: Angesicht der Verdreifachung der Infektionszahlen ändern die Briten die Impfstrategie. Das könnte den Impfschutz an sich gefährden. Lesen Sie hier: So soll nun in Großbritannien geimpft werden

Ramelow will Bewegungsradius der Thüringer einschränken

17.08 Uhr: Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält angesichts der noch immer hohen Infektionswerte eine Verschärfung der Thüringer Corona-Regeln für nötig. Er habe dem Kabinett vorgeschlagen, nach dem Beispiel von Sachsen den Bewegungsradius der Menschen im Freistaat auf 15 Kilometer im Umkreis ihres Wohnortes zu beschränken, sagte Ramelow am Sonntag in Erfurt.

Ramelow reagierte damit auch auf den Ansturm, den es am Wochenende auf die Wintersportgebiete im Thüringer Wald gab, wo sich entgegen den Kontaktbeschränkungen Menschen aus verschiedenen Landesteilen sowie aus Franken begegneten.

Nach Angaben des Regierungschefs sollen Schulen und Kindergärten im Freistaat bis Ende Januar geschlossen bleiben. So lange würde der Lockdown beibehalten.

Weil und Bouffier für Verlängerung des Lockdowns

16.30 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier erwartet von der Bund-Länder-Schalte am Dienstag keine Lockerungen der Corona-Auflagen. “Ich gehe davon aus, dass die Maßnahmen verlängert werden”, sagte der stellvertretende CDU-Bundesvositzende unserer Redaktion. “Einzelheiten, insbesondere Schule und Kitas, müssen noch besprochen werden.”

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sagte, vom Etappenziel – 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen – sei man noch weit entfernt. Das bedeute, “dass es leider keinen Raum gibt für Lockerungen – wir werden den Lockdown verlängern müssen”, teilte der SPD-Politiker am Sonntag mit.


Kritik an Impfstrategie der Bundesregierung reißt nicht ab

16.02 Uhr: Die Kritik an der Corona-Impfstrategie der Bundesregierung reißt nicht ab. „Deutschland darf im Vergleich zu anderen Ländern bei der Bereitstellung des Impfstoffs nicht hinterherhinken“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. „Wir könnten deutlich mehr Menschen impfen, wenn mehr Impfstoff zur Verfügung stehen würde, um insbesondere ältere Menschen mit einem hohen Risiko möglichst schnell vor dem Coronavirus zu schützen und damit das Gesundheitssystem zu entlasten“, sagte Schwesig.

Spahn hofft auf schnelle Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs

15.58 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt zur Lösung der Probleme bei den Corona-Impfungen auf eine schnelle Zulassung des Impfstoffs des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca. Dabei strebt er aber keinen deutschen Alleingang an. „Ideal wäre eine zügige europäische Zulassung“, sagte Spahn der „Rheinischen Post“. Der Impfstoff, der in Großbritannien bereits zugelassen ist, wird derzeit von den europäischen Zulassungsbehörden geprüft. Das Mittel hatte in Studien eine geringere Wirksamkeit aufgewiesen als der Impfstoff von Biontech, kann aber mit weniger Aufwand gelagert werden und ist deutlich günstiger.

Mehr als 238.000 Corona-Impfungen erfasst

14.09 Uhr: Mehr als 238.000 Menschen in Deutschland wurden bislang gegen das Coronavirus geimpft. Bis Sonntagmorgen (Stand 08.00 Uhr) wurden insgesamt 238.809 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl dort erfasster Geimpfter um 40.665, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.


Indien gewährt erstmals zwei Corona-Impfstoffen Notfallzulassung

14.00 Uhr: Indien hat erstmals zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt. Neben dem in Indien entwickelten Impfstoff namens Covaxin handelt es sich um den des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca. Die Vakzine des Serum Institute of India und von Bharat Biotech seien “für den eingeschränkten Gebrauch in Notfallsituationen zugelassen”, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Das Serum Institute stellt den Impfstoff, der von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelt wurde, für Indien und andere Märkte her. Damit ist in dem Land mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern der Weg frei für eine der weltweit größten Impfaktionen.

Bei dem zweiten zugelassenen Präparat handelt es sich um den im dem südasiatischen Land entwickelten und hergestellten Impfstoff namens Covaxin. Dieser wurde von der Firma Bharat Biotech mit Unterstützung der Regierung entwickelt.

Trotz Corona – Illegale Massenpartys in Spanien und Frankreich

13:54 Uhr: Nach zwei tagelangen illegalen Massenpartys an Silvester in Spanien und Frankreich drohen Gästen und Organisatoren harte Konsequenzen. In Frankreich wurden acht Menschen in Polizeigewahrsam genommen, wie die Staatsanwaltschaft Rennes mitteilte. Laut Innenminister Gérald Darmanin erteilten die Ordnungskräfte mehr als 1600 gebührenpflichtige Verwarnungen. Auch in Spanien kam es zu Festnahmen.

Bei der bretonischen Stadt Rennes hatten sich am Silvesterabend etwa 2500 überwiegend junge Leute zu einem Rave in einem stillgelegten Hangar getroffen.


Großbritannien bereitet Impfstart mit Astrazeneca-Mittel vor

12.30 Uhr: In Großbritannien bereiten sich Krankenhäuser und Arztpraxen auf den Impfstart mit dem heimischen Präparat der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca vor. Die Impfungen sollen ab Montag anlaufen, wie der staatliche Gesundheitsdienst NHS mitteilte. Zu den 700 bereits aktiven Impfstellen sollten Hunderte weitere Krankenhäuser und Praxen im Laufe der kommenden Woche hinzukommen.

Zunächst stehen dem Land gut eine halbe Million Impfdosen des Oxford/Astrazeneca-Mittels zur Verfügung. Am Wochenende kamen die ersten Lieferungen bei den Einsatzorten an. NHS-Chef Simon Stevens bezeichnete den Schritt als „Meilenstein im Kampf der Menschheit gegen das Coronavirus“. Anders als der Pfizer/Biontech-Impfstoff kann das britische Vakzin bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden, was Transport und Lagerung erleichtert.

Boris Johnson deutet härtere Corona-Maßnahmen an

12.00 Uhr: Angesichts der ernsten Corona-Situation in England hat der britische Premier Boris Johnson in einem Fernseh-Interview härtere Maßnahmen angedeutet. “Möglicherweise gibt es Dinge, die wir in den nächsten Wochen tun müssen, die härter sein werden”, sagte er am Sonntag in der “Andrew Marr-Show” des Senders BBC. Derzeit gilt im Land ein mehrstufiges Regelsystem je nach Infektionslage, wobei schon die größten Teile des Landes unter harten Beschränkungen leben.

Großbritannien verzeichnete am Samstag eine Rekordzahl von mehr als 57.000 neuen Infektionen, insbesondere in London und im Süden Englands geraten die Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenzen. Die neue und wohl deutlich ansteckendere Coronavirus-Variante lässt die Fallzahlen nach oben schießen, in Teilen Londons liegt die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen bei mehr als 1100.

Tui rechnet nach Impfungen mit Reise-Boom im Sommer

11.46 Uhr: Europas größter Tourismuskonzern Tui rechnet mit einer kräftigen Wiederbelebung des in der Corona-Krise eingebrochenen Reisemarkts in diesem Jahr. „Wir erwarten einen schon weitgehend normalen Sommer“, sagte Tui-Vorstandschef Fritz Joussen der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag). Man werde aber „nur rund 80 Prozent so viele Flugreisen anbieten wie in den Jahren vor der Corona-Krise, um eine optimale Auslastung zu erreichen.“ In den Ferien im Juli und August sei es wahrscheinlich, dass viele Flüge auf Strecken im Mittelmeerraum schnell ausgebucht seien. Das Angebot für Mai sei zu 50 Prozent ausgebucht.


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Das Unternehmen biete die meisten Reisen zwar zu den gleichen Preisen wie 2020 und 2019 an, doch die Urlauber würden mehr für Reisen ausgeben. „Die Kunden buchen hochwertiger. Viele haben zusätzlichen Spielraum im Budget, wählen dann ein 5- statt das 4-Sterne-Hotel“, sagte Joussen. Ein Grund sei, dass Gutscheine für 2020 stornierte Reisen eingelöst werden. „Alle unsere Marktforschungen zeigen, dass es eine enorme Sehnsucht der Menschen gibt, nach dieser schwierigen Corona-Zeit wieder schöne Reisen machen zu können.“


Experten: Verlängerter Lockdown hat schwere wirtschaftliche Auswirkungen

11.28 Uhr: DIW-Chef Marcel Fratzscher erwartet eine
Verlängerung des Corona-Lockdowns mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. „Je länger es dauert, desto mehr Unternehmen kommen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, desto mehr werden pleitegehen“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstag). Die zweite Welle werde härter als erwartet. „Die Frage ist jetzt nicht, ob eine Welle an Unternehmensinsolvenzen kommen wird, sondern wann“, sagte der Wirtschaftsforscher. Es drohe auch ein Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Fratzscher betonte, es sei dennoch richtig, den Lockdown bei weiter hohen Infektionszahlen zu verlängern. „Wirtschaftliche Lockerungen jetzt mögen kurzfristig manchen nutzen, langfristig würden sie jedoch
allen schaden.“

Fratzscher sagte der Zeitung, der Arbeitsmarkt sei weniger gut durch die Krise gekommen, als das die Statistiken zeigten. Fast 600.000 regulär sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hätten 2020 ihre Arbeit verloren. „Dazu kommen rund 850.000 Minijobber, die allerdings in keiner Arbeitslosenstatistik auftauchen, die kein Anrecht auf Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld haben.“ Hinzu kämen unzählige von den rund zweieinhalb Millionen Solo-Selbstständigen mit massiven Einbußen.

Der Ökonomen Gabriel Felbermayr schätzt, dass in Deutschland rund 600.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Am härtesten treffe es Bereiche, die bereits vorher einem strukturellen Wandel unterlagen wie die Luftfahrt- und die Tourismusbranche, sagte der Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft der Deutschen Presse-Agentur.

Corona-Impf-Hotline teilweise schwer erreichbar

10.38 Uhr: Die auch als Corona-Impf-Hotline genutzte Nummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist teilweise schwer erreichbar. Lesen Sie mehr dazu hier: Bericht: Corona-Impf-Hotline überlastet – lange Wartezeiten

Polizei löst Gottesdienst mit über 100 Teilnehmern auf

9.20 Uhr: In einer Freikirche im ostwestfälischen Herford hat die Polizei mitten in der Corona-Pandemie einen Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern aufgelöst. Bei der Messe am Samstagabend trugen die Gläubigen keine Mund-Nasen-Bedeckung und sangen, wie ein Sprecher am Sonntagmorgen mitteilte. Die Gäste und den Veranstalter erwarteten nun Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, hieß es.

Patientenschützer verlangen verbesserte Impfverordnung

9.08 Uhr: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert eine neue kleinteilige Impfverordnung, die eine genauere Reihenfolge der zu Impfenden festlegt. „Die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sind gefordert, dem Impf-Wirrwarr am Dienstag ein Ende zu setzen“, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. „Denn der Bundesgesundheitsminister hat bei der Impf-Priorisierung versagt. Er kannte die logistischen Herausforderungen des Impfstoffes und seine begrenzte Verfügbarkeit. Es war sein Fehler, in der ersten Phase gleichberechtigt acht Millionen Menschen auf eine Stufe zu stellen.“


Der größte Teil der Pflegebedürftigen lebe zuhause. Ihr Risiko sei ähnlich dem der Heimbewohner, denen Spahn nun eine Impfung im Januar versprochen hat. Viele seien hilfsbedürftig. „Es war daher vorhersehbar, dass die für Organisation und Terminvergabe zuständigen Länder schnell an ihre Grenzen stoßen werden. Zudem wurden nicht-mobile Menschen schlichtweg vergessen. Konzepte für aufsuchende mobile Impfangebote verschwanden in den Schubläden der Länder und Kommunen.“ Mit den Alleingängen der Länder bei der Information und Terminvergabe via Homepages, Apps, Anschreiben und Call-Center eskaliere jetzt die Lage.

„Deshalb müssen Bund und Länder jetzt die Reißleine ziehen“, verlangte Brysch. „Deshalb sind Impf-Angebote zunächst für Pflegebedürftige zuhause und im Heim vorzuhalten. Anschließend sind die über Achtzigjährigen und die Altenpflegekräfte dran. Mit dem Impfangebot für das Personal auf Corna-Stationen der Krankenhäuser kann die erste Phase abgeschlossen werden“, schlug der Patientenschützer vor. „So kann auch das Impfsystem planvoll hochgefahren werden.“

Christian Drosten erwartet “sehr komplizierte” erste Jahreshälfte

5.36 Uhr: Der Chef-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten, erwartet in der Corona-Krise für 2021 herausfordernde erste sechs Monate. Mehr dazu:

USA: Corona-Neuinfektionen erreichen neuen Höchstwert

3.24 Uhr: In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Fälle einen neuen Höchststand erreicht. Am Samstag meldeten die Behörden 299.087, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Sonntagmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Rekord war am 18. Dezember mit 249.664 Neuinfektionen registriert worden. Zugleich wurden am Samstag 2398 Tote mit einer bestätigten Corona-Infektion verzeichnet. Der bisherige Höchststand war am 30. Dezember mit 3750 erreicht worden.

Das Impfprogramm in den USA leidet derweil unter logistischen Problemen. Bisher erhielten gut 4,2 Millionen US-Bürger eine erste Impfdosis, weit weniger als die vom scheidenden Präsidenten Donald Trump bis Ende 2020 versprochenen 20 Millionen.

Auch Markus Söder für Verlängerung des Corona-Lockdowns

00.04 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Verlängerung der bis 10. Januar befristeten Corona-Beschränkungen um weitere drei Wochen. „Der Lockdown muss bis Ende Januar verlängert werden. Vorschnelle Lockerungen würden uns wieder weit zurückwerfen“, sagte er der „Bild am Sonntag“ vor der für Dienstag geplanten Ministerpräsidenten-Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). „Die Zahlen sind einfach noch viel zu hoch. Dabei sind die Auswirkungen von Weihnachten und Silvester noch gar nicht absehbar.“ Dies könne man erst Mitte Januar genau beurteilen, sagte Söder. „Wir müssen konsequent bleiben und dürfen nicht wieder zu früh aufgeben. Das war die Schwäche der Corona-Politik in Deutschland: zu spät begonnen und zu früh aufgehört.“


Söder sprach sich auch für eine längere Schließung von Kitas und Schulen aus – und für eine angepasste Ferienplanung: „Es darf keine überstürzte Öffnung von Schulen und Kitas geben. Es wäre angesichts der hohen Infektionszahlen verantwortungslos, Lehrer und Schüler einfach wieder komplett in die Schulen zu schicken. Es hat sich gezeigt, dass auch in der Schule Ansteckung und Verbreitung stattfinden. Gerade nach den Ferien ist die Gefahr am höchsten.“

2. Januar: Röttgen kritisiert “Systemversagen” bei der Digitalisierung der Schulen

  • Vor der Corona-Schalte der Regierungschefs von Bund und Ländern am Dienstag hat CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen in scharfen Worten mangelnde Fortschritte bei der Digitalisierung der Schulen beklagt. Lesen Sie hier das ganze Interview: Corona: Röttgen geißelt “Systemversagen” bei den Schulen
  • In der Debatte über eine Verlängerung des bundesweiten Lockdowns sprach sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn 8CDU) für eine Beibehaltung der Maßnahmen über den 10.Januar hinaus aus
  • Italiens Wintersportgebiete dürfen nach einer langen Corona-Sperre ihre Ski-Lifte ab dem 18. Januar wieder für Freizeitsportler öffnen
  • Erneut haben sich auch im Sauerland und im Harz viele Ausflügler auf den Weg in die Ski- und Rodelgebiete gemacht – trotz wiederholter Bitten, darauf im Lockdown zu verzichten. Lesen Sie dazu: Chaos in Skigebieten – Ansturm im Harz und im Sauerland
  • Laut Regierungsangaben hat Indien den von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelten Corona-Impfstoff per Notfallzulassung freigegeben
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet im ersten Quartal sehr hohe Ansteckungs- und Totenzahlen, zeigt sich aber zuversichtlich, dass 2021 insgesamt deutlich besser wird als 2020
  • Eine illegale Silvesterparty mit rund 2500 Teilnehmern im Westen Frankreichs hat erst am Samstagmorgen begonnen sich aufzulösen. Lesen Sie hier: Silvester-Party mit 2500 Menschen in Frankreich eskaliert

1. Januar: Irland beendet den Einreisestopp für Briten

  • Irland will das Verbot für Einreisen aus Großbritannien am 6. Januar aufhebenIn London sollen nun doch auch sämtliche Grundschulen in den kommenden zwei Wochen geschlossen bleiben, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen
  • Britische Medizinerverbände haben angesichts der extrem angespannten Corona-Situation in Großbritannien vor einer Überlastung des Krankenhauspersonals gewarnt
  • In einem belgischen Seniorenwohnheim sind 26 Bewohner mit oder an Covid-19 gestorben. Auslöser war der Besuch eines Nikolaus-Imitators. Lesen Sie dazu: Nach Besuch vom Nikolaus – 26 Corona-Tote in Altenheim
  • Vor dem nächsten Corona-Krisengipfel mahnt die Politik die Bürger zu Geduld. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderten auch mehrere Ministerpräsidenten in ihren Neujahrsansprachen die Menschen trotz Impfstart zum Durchhalten auf
  • Weniger als zwei Wochen nach dem Beginn einer Impfkampagne im Rekord-Tempo hat Israel schon fast eine Million seiner Bürger geimpft

31. Dezember: Gericht in NRW kippt Demonstrationsverbot

  • Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat ein vom Land verhängtes Demonstrationsverbot für Silvester und den Neujahrstag kurzfristig aufgehoben
  • Angesichts eines Anstiegs der Ansteckungen mit der neuartigen Corona-Mutation hat England am Donnerstag die Wiedereröffnung seiner Notfall-Lazarette vorbereitet
  • In Norwegen muss man sich bei der Einreise ab dem 2. Januar verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen
  • Staatshilfen und andere Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise könnten Bund und Länder im Jahr 2020 bis zu 1,3 Billionen Euro gekostet haben
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache weiter zu Zusammenhalt im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen und den Menschen gedankt. Was Merkel Corona-Leugnern vorwirft und in ihrer wohl letzten Neujahrsansprache sonst noch sagen wird, lesen Sie hier
  • Mit Sinopharm hat nun auch in China erstmals ein Pharmahersteller eine Zulassung für die breite Anwendung eines Corona-Impfstoffes erhalten
  • Die Kosten zur Bewältigung der Corona-Pandemie für Bund und Länder belaufen sich allein in diesem Jahr einem Medienbericht zufolge auf bis zu 1,3 Billionen Euro
  • CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Geimpften größere Freiheitsrechte in der Pandemie zu gewähren

30. Dezember: USA: Anhebung der Corona-Direkthilfen kaum noch möglich

  • Eine Anhebung der Corona-Direkthilfen für US-Bürger auf 2000 Dollar hat wegen einer Blockade im Senat kaum noch Aussicht auf ErfolgNach Großbritannien hat auch Argentinien den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca zugelassen
  • Wegen stark gestiegener Corona-Neuinfektionen und der Ausbreitung einer neuen Virusvariante, fährt Irland das öffentliche Leben für mindestens einen Monat herunter
  • Im vergangenen Januar steckte sich der erste Deutsche mit dem Coronavirus an. Wie es dem “Patient 1” fast ein Jahr später geht, lesen Sie hier: Coronavirus: Wie geht es Deutschlands “Patient 1” heute?
  • Die Pharma-Industrie rechnet damit, dass in Deutschland schon bald eine größere Zahl an Dosen mit Corona-Impfstoff zur Verfügung steht
  • Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im November deutlich gestiegen

16.30 Uhr: Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

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