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Corona-Live-Ticker: Stiko: Bald Klarheit über Impfstoffwirkung gegen Mutation

  • 11:03 Uhr: Stiko: Baldige Klarheit über Impfstoffwirkung gegen Corona-Mutation
  • 08:06 Uhr: Nach Panne starten Impfungen gegen Corona nun auch in Oberfranken
  • 07:37 Uhr: Südafrika überschreitet Millionen-Marke bei Corona-Fällen
  • 06:22 Uhr: Mehr Impfstoff-Dosen – Linken wollen Lizenz-Weitergabe von Biontech erzwingen
  • 05:21 Uhr: 348 neue Corona-Todesfälle in Deutschland
  • 03:50 Uhr: Spahn gegen Sonderrechte für Geimpfte

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Top-News: Stiko: Baldige Klarheit über Impfstoffwirkung gegen Corona-Mutation

In ein bis zwei Wochen sollen verlässliche Daten vorliegen, ob der derzeit in Deutschland verteilte Impfstoff auch gegen die in Großbritannien aufgetauchte Mutation des Coronavirus wirkt.

“Nach den bisher vorliegenden Daten scheint es so zu sein, dass der Impfstoff noch wirken sollte”, sagte Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert-Koch-Institut (RKI), am Montag im ZDF-“Morgenmagazin”.

Es seien aber noch Untersuchungen nötig, die derzeit unter anderem Biontech durchführe, der Hersteller des Impfstoffs. “Wir denken und hoffen, dass wir in etwa ein bis zwei Wochen die Ergebnisse haben werden, so dass man dann ganz sicher sagen kann, wie er wirkt”, sagte Mertens weiter.

In Großbritannien war zuletzt eine neue Variante des Coronavirus aufgetaucht, die möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form ist. Die meisten EU-Staaten hatten daraufhin entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien vorübergehend weitgehend einzuschränken.

Stiko-Chef Mertens wies am Montag außerdem darauf hin, dass der von Biontech entwickelte mRNA-Impfstoff auch in “relativ kurzer Zeit” nachjustiert werden könnte.

Die weiteren Corona-Meldungen des Tages im Überblick:

Ramelow geht von Verlängerung des Lockdowns aus

12:18 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow geht davon aus, dass der Corona-Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert wird.

“Wenn die Ministerpräsidenten am 5. Januar erneut beraten, wird nichts auf Lockerungen hindeuten. Wir gehen alle davon aus, dass der Lockdown verlängert werden muss”, sagt der Linken-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Zwar seien die Infektionszahlen zuletzt zurückgegangen, sagte der Linken-Politiker dem RND. Doch sei bei den Infektionszahlen “Vorsicht geboten”, betonte Ramelow unter anderem mit Blick auf die Tatsache, dass über Weihnachten weniger geimpft werde. Insgesamt sei es “zu früh, Entwarnung zu geben”.

“Ich richte mich darauf ein, dass wir bis März mit Einschränkungen leben müssen.”

Österreichs Skigebiete schärfen nach Andrang Sicherheitskonzept nach

11:47 Uhr: Einige Skigebiete in Österreich schärfen nach dem teils starken Andrang vom Wochenende ihr Sicherheitskonzept nach. Dazu gehörten eine weitere Begrenzung der Parkplätze, mehr Platz zum Anstellen und mehr Ordner, teilte das Bundesland Oberösterreich am Montag mit. In den dortigen Skigebieten Hinterstoder, Wurzeralm und Kasberg herrschte am Sonntag bei schönem Wetter großer Andrang.

“Im Sinne der Eigenverantwortung appelliere ich aber auch an die Skifahrerinnen und Skifahrer, so weit möglich auch erst ab Mittag in die Skigebiete zu kommen, denn da sind viele Gäste vom Vormittag wieder auf dem Heimweg und man kommt so bequem und ohne Staus auf die Piste”, so der Wirtschaftsminister des Bundeslands, Markus Achleitner. Am Sonntag seien um 12 Uhr rund 3.000 Gäste im Skigebiet Hinterstoder gewesen, ein Drittel aber bis 12:30 Uhr wieder abgereist.

In Österreich sind viele Skigebiete geöffnet, allerdings praktisch nur für Einheimische. Für Anreisende aus dem Ausland gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Zudem sind die besonders wirksamen FFP2-Masken als Mund- und Nasenschutz für alle Skifahrer über 14 Jahre vorgeschrieben, die Gondeln oder Lifte benutzen oder anstehen müssen.

Schauspielerin Nadja Tiller an Corona erkrankt: “Es geht mir gar nicht gut”

11:18 Uhr: Schauspielerin Nadja Tiller (91, “Das Mädchen Rosemarie”) ist an Corona erkrankt. “Es geht mir gar nicht gut. Ich habe die Krankheit jetzt wohl mehr oder weniger überstanden. Aber alles ist so anstrengend. Ich bin kaputt und müde”, sagte die Schauspielerin, die in einer Seniorenresidenz in Hamburg lebt, der “Bild”-Zeitung (Montag-Ausgabe). Wo sie sich angesteckt hat, wisse sie nicht. Ihr Management bestätigte die Erkrankung am Montag.

Eigentlich habe Tiller das Weihnachtsfest mit ihrer Tochter Natascha und ihrem Sohn Jan-Claudius und ihren vier Enkelkindern feiern wollen. Jetzt musste die Schauspielerin Weihnachten alleine in ihrem Apartment in einer Seniorenresidenz am Elbufer verbringen. “Es war auszuhalten, denn man wird hier gut versorgt”, sagte sie. “Aber ich hatte es mir anders vorgestellt.”

Tiller zählt zu den großen Kinostars der 1950/60er Jahre. Zu ihren bekanntesten Filmen gehört “Das Mächen Rosemarie”, in dem sie 1958 als Edelprostituierte Rosemarie Nitribitt auf der Leinwand zu sehen war. Mit ihrem Ehemann Walter Giller, der 2011 starb, arbeitete die gebürtige Wienerin verstärkt fürs Fernsehen und am Theater.

Über 19 Millionen Corona-Infektionen in den USA

10:14 Uhr: In den USA haben sich seit Beginn der Pandemie über 19 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Sonntag wurden binnen eines Tages 150.094 Neuinfektionen und 1.209 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion erfasst, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Montag hervorging.

Die deutlich niedrigeren Werte sind wahrscheinlich auf reduzierte Testkapazitäten über die Weihnachtsfeiertage zurückzuführen.

Die bisher höchsten Werte wurden mit 249.709 Neuinfektionen am 18. Dezember und 3682 Toten am 16. Dezember verzeichnet. Gesundheitsexperten wie der Immunologe Anthony Fauci befürchten einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen aufgrund von Reisen während der Weihnachtsfeiertage.

Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 333.100 Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen – unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten – nachträglich aktualisiert.

Spahn rechnet bald mit höherer Impfstoffproduktion in Deutschland

08:54 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zuversichtlich, dass die Produktion des Corona-Impfstoffs in Deutschland bald hochgefahren werden kann.

“Wir tun alles zusammen mit Biontech-Pfizer, dass es zusätzliche Produktionsstätten hier in Deutschland etwa in Marburg in Hessen geben kann”, sagte Spahn am Montag im ZDF-“Morgenmagazin”. “Ziel ist, noch im Februar/März dort auch Produktion möglich zu machen. Und das würde die Menge enorm erhöhen.”

Biontech hat die Marburger Produktionsanlage von dem Schweizer Pharmariesen Novartis übernommen. Nach Angaben des Unternehmens sind dort nun einige Umstellungen nötig, bevor es auch dort mit der Produktion des COVID-19-Impfstoffs losgehen kann.

Forderungen nach mehr Tempo wies Spahn zurück. Die Herstellung von Impfstoffen sei überaus anspruchsvoll, sie könne nicht in drei oder vier Wochen beliebig hochgefahren werden. “Das braucht Vorlauf, und das ist in Vorbereitung in Marburg”, betonte er.

Mit Befremden reagierte Spahn auf den Vorschlag des Linken-Gesundheitspolitikers Achim Kessler, Impfstoff-Hersteller zu zwingen, anderen Unternehmen eine Lizenz zum Nachproduzieren zu gewähren.

“Eine Produktion für einen Impfstoff ist hoch anspruchsvoll und hochkomplex, die kann man nicht mal eben per Lizenz bei einem anderen Unternehmen machen”, sagte er. Gerade auch für das Vertrauen in den Impfstoff ist es wichtig, dass alle Qualitätsanforderungen eingehalten würden.

Generell sei es einfach falsch, wenn der Eindruck entstehe, alle Länder außer Deutschland hätten genügend Impfstoff: “Der ist überall knapp, für alle auf der Welt.” Die Bundesregierung arbeite daran, dass es bald mehr Impfstoff gebe. “Aber wir machen das so, dass dann anschließend auch die Qualität stimmt.”



Die drei Phasen der Impfstofftestung, die Dauer bezieht sich auf Durchschnittwerte. Beim Coronavirus kann die Entwicklung und Zulassung bei gleichbleibender Sicherheit beschleunigt werden, weil zeitgleich getestet, geprüft und ausgewertet wird. Darüber hinaus stehen wegen der laufenden Pandemie auch ausreichend freiwillige Testpersonen zur Verfügung.

© 1&1

Nach Panne starten Impfungen gegen Corona nun auch in Oberfranken

08:06 Uhr: Nach einer Panne beim Impfstart in Oberfranken soll nun auch dort gegen Corona geimpft werden. Die herstellende Firma habe die Qualität der Impfdosen bestätigt und die Dosen freigegeben, teilte die Regierung von Oberfranken in der Nacht zum Montag mit. “Damit steht dem Impfstart in Oberfranken nichts mehr im Wege. Die Impfungen können beginnen.”

Südafrika überschreitet Millionen-Marke bei Corona-Fällen

07:37 Uhr: Als erstes Land des Kontinents hat Südafrika die Marke von einer Million nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. Das zahlenmäßig am schwersten betroffene Land Afrikas hat inmitten einer zweiten Infektionswelle 1.004.413 Fälle seit März dokumentiert, wie das Gesundheitsministerium am späten Sonntagabend mitteilte. In Südafrika kursiert eine neue Variante des SARS-CoV-2-Virus, die als Treiber für die neue Infektionswelle gilt. Das Tempo der Ausbreitung hat dadurch zugelegt. Seit Bekanntgabe des mutierten Virus haben viele Länder daher Restriktionen für Reisende aus Südafrika verhängt.

Mehr Impfstoff-Dosen – Linken wollen Lizenz-Weitergabe erzwingen

06:22 Uhr: Seit Sonntag wird in Deutschland geimpft. Die Anzahl an Impfdosen ist aber nach Ansicht vieler Politiker aus verschiedenen Parteien nicht ausreichend.

Um die Produktion zu beschleunigen schlägt die Linke deshalb vor, dass Biontech die Lizenz für das Vakzin weitergibt – so könnten auch andere Pharmaunternehmen den Impfstoff produzieren und so stünden schneller größere Mengen zur Verfügung.

Linken-Gesundheitspolitiker Achim Kessler sagte dem “Spiegel”: “Der Gesundheitsminister kann nach dem Ersten Bevölkerungsschutzgesetz Unternehmen zwingen, anderen Unternehmen eine Lizenz zum Nachproduzieren zu gewähren.” Das müsse die Bundesregierung jetzt schnell tun. “Wenn die Bundesregierung jetzt nicht alle gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpft, gefährdet sie zahllose Menschenleben.”

Die Pharmaindustrie widersprach dem Vorwurf, wonach die Produktion des Corona-Impfstoffs zu langsam anläuft. “Wir sehen in Deutschland sechs Tage nach der Zulassung erste Corona-Impfungen, und wir werden im Januar noch deutlich mehr Impfungen haben, weil immer mehr der vom Staat bestellten Mengen geliefert werden”, sagte der Präsident des Verbands der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa), Han Steutel, der “Augsburger Allgemeinen”. Er verwies darauf, dass überall in Deutschland die Produktionskapazität für den Corona-Impfstoff hochgefahren werde. “Und jeder weitere Hersteller, der eine Zulassung erhält, wird ebenfalls mit vorproduzierten Chargen schnell im Markt sein.”

348 neue Corona-Todesfälle in Deutschland

05:21 Uhr: Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat in Deutschland die Grenze von 30.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 348 weitere Todesfälle – damit stieg die Zahl auf 30.126, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen bekannt gab. Darüber hinaus wurden 10.976 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die Zahl der Neuinfizierten und der Opfer sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Vor genau einer Woche waren 16.643 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am 16. Dezember registriert worden.

Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat in Deutschland die Grenze von 30.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 348 weitere Todesfälle – damit stieg die Zahl auf 30.126. (Teaserbild: imago images/photothek)

Coronavirus-Variante aus Großbritannien in Südkorea bestätigt

04:30 Uhr: In Südkorea sind nun ebenfalls Fälle der in Großbritannien entdeckten Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich laut Angaben der Seuchenschutzbehörde vom Montag um drei koreanische Staatsbürger, die letzte Woche aus Großbritannien zurück nach Südkorea geflogen waren. Die neue Variante des Coronavirus ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Die meisten EU-Staaten hatten daraufhin bereits vergangene Woche entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien vorübergehend weitgehend einzuschränken.

Auch die südkoreanische Regierung hatte am 23. Dezember angekündigt, jeglichen Flugverkehr von und nach Großbritannien bis Jahresende zu stoppen. Zusätzlich verpflichteten die Behörden Einreisende aus Großbritannien zu einer 14-tägigen Quarantäne sowie einem zusätzlichen Virustest kurz vor Ende der Quarantäne.

Spahn gegen Sonderrechte für Geimpfte

03:50 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich gegen Sonderrechte für Geimpfte ausgesprochen. “Viele warten solidarisch, damit einige als Erste geimpft werden können. Und die Noch-Nicht-Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden”, sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). “Keiner sollte Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung hatten.” Diese gegenseitige Rücksicht halte die Nation zusammen. “Gegen die Pandemie kämpfen wir gemeinsam – und wir werden sie nur gemeinsam überwinden.” Am Wochenende hatten die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland begonnen. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte sich gegen Sonderrechte ausgesprochen.




Abstand halten, Hände waschen, Maske richtig verwenden – Hygiene ist das beste Mittel in der Coronakrise. Auch vor Erkältungs- und Grippeviren vermag sie uns zu schützen. Welche Regeln zum Alltag gehören und bei welchen Symptomen Sie lieber zu Hause bleiben sollten.

Alle Corona-Meldungen vom 27. Dezember zum Nachlesen finden Sie hier.

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Mit Material von dpa, afp, sid und apa.



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© AFP

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