Amoklauf in Colorado: Details bekannt – Demokratischer Senator gegen schärfere Waffengesetze

Die Behörden in Boulder machen Details des tödlichen Amoklaufs in Colorado bekannt. Ein demokratischer Senator stemmt sich gegen schärfere Waffengesetze.

  • Schüsse im Supermarkt: In Boulder, Colorado, sterben zehn Menschen nach einem Angriff.
  • Wer hinter dem Amoklauf in Boulder steckt, ist weiterhin unklar. Die Polizei berichtet von einer Festnahme. Auch die Tatwaffe ist bekannt.
  • Die Rufe nach schärferen Waffengesetzen in den USA werden nach einer ganzen Reihe an Amokläufen lauter.

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+++ 21.20 Uhr: Der demokratische Senator Joe Manchin, der schon oft damit aufgefallen ist, äußerst konservative und den Republikanern nahestehende Positionen zu vertreten, will entgegen dem Wunsch von Joe Biden gegen schärfere Waffengesetze stimmen. Manchin hatte mit seiner Stimme unter anderem dem umstrittenen Richter Brett Kavanaugh an den Supreme Court verholfen. Dem von Donald Trump nominierten Kavanaugh wurde im Rahmen seines Nominierungsprozesses von mehreren Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen. Die als liberal geltende republikanische Senatorin Lisa Murkowski hatte ihm seine Stimme verweigert, sodass Manchins Votum ausschlaggebend für Kavanaughs Berufung an den Obersten Gerichtshof der USA war.

Ungeachtet der angekündigten Ablehnung durch Joe Manchin, der im Senat den konservativen Bundesstaat Virginia vertritt, will der demokratische Mehrheitsführer Chuck Schumer die beiden geplanten Gesetze zur Verschärfung der Waffengesetze in den Senat einbringen. Ein Zeitplan sei jedoch noch nicht vorgesehen, da es „eine ganze Reihe von Dingen“ gebe, welche die Demokraten mit ihren Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat angehen wollen.

Moment der Trauer: Eine junge Frau legt am Tatort in Boulder (Colorado) Blumen nieder.

© BOB STRONG via www.imago-images.de

Schutzweste, Gewehr und Pistole: Polizei von Boulder gibt Details über Tathergang des Attentats bekannt

+++ 21.10 Uhr: Die örtlichen Behörden in Boulder haben ein Dokument veröffentlicht, aus dem Details der Bluttat in und vor einem örtlichen Supermarkt hervorgehen. Der 21-jährige mutmaßliche Attentäter soll strukturiert und mit klarer Tötungsabsicht vorgegangen sein. Zunächst mit einer „taktischen“ und „gepanzerten“ Weste bekleidet, habe er zunächst auf dem Parkplatz mehrere Menschen erschossen. Darunter eine Person in ihrem Auto sitzend und einen älteren Mann, auf den er zugegangen sein und sich über ihn gestellt haben soll, bevor er ihn erschoss.

Der ermordete Polizist Eric Talley sei infolge einer Schusswunde am Kopf verstorben. Nach dem Eintreffen des SWAT-Sondereinsatzkommandos habe sich der Tatverdächtige bis auf die Unterhose entkleidet und sei rückwärts auf die Polizeieinheiten zugegangen, um sich zu ergeben. Am Tatort seien neben der kugelsicheren Weste ein Sturmgewehr, eine halbautomatische Pistole, ein grüner Gewehrkoffer, eine Jeans und ein dunkles Langarmhemd aus dem Besitz des Attentäters gefunden worden.

Amoklauf in Colorado: Joe Biden für schärfere Waffengesetze – Kritik an Fox News

+++ 18.20 Uhr: Joe Biden ehrt den im Einsatz gegen den Schützen von Boulder erschossenen Polizisten Eric Talley. Dieser habe sein Leben in Ausübung seiner Pflichten geopfert, um Menschenleben zu schützen. Seine Tapferkeit werde nicht vergessen. Darüber hinaus sendet der US-Präsident seine Gedanken an die Familien der Opfer sowie an alle, die um ihr Leben fliehend den Anschlag überlebt hätten. Ihre seelischen Verletzungen seien noch lange nicht abzuschätzen.

Anschließend kommt Joe Biden auf Initiativen zur Reform der Waffengesetze in den USA zu sprechen. Mit emotionalen Worten fordert er den US-Senat auf, zwei vom US-Repräsentantenhaus bereits gebilligten Waffenkontrollgesetzen zuzustimmen. Zuvor hatte das Weiße Haus Bidens Anweisung veröffentlicht, zu Ehren der Opfer des Anschlages alle Flaggen am und im Weißen Haus auf halbmast zu hissen. Der 21-jährige mutmaßliche Attentäter befindet sich inzwischen im Gefängnis.

Fox News ignoriert tödliche Schießerei von Boulder und macht sich lieber über Biden lustig

Kritik gibt es unterdessen an Fox News. Der konservative Nachrichtensender, der von jeher eine Nähe zur Waffenlobby NRA sowie den der Schusswaffenorganisation ebenfalls nahestehenden Republikanern aufweist, hatte am Vorabend im Gegensatz zu CNN und MSNBC nicht über die Schießerei von Boulder berichtet. Stattdessen thematisierte der Sender unter anderem einen Stolperer von Joe Biden auf dem Weg in die Air Force One, die „Farce“ der sozialen Distanzierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie und „den Anfang des Endes des Mädchensports.“ CNN-Reporter Oliver Darcy twitterte daraufhin: „Heute hat Fox sein wahres Gesicht gezeigt.“

Amoklauf in Colorado: Täter identifiziert – „Absolut verstörend“

+++ 16.10 Uhr: Vizepräsidentin Kamala Harris hat sich zu der tödlichen Schießerei von Boulder geäußert. Im Rahmen eines TV-Auftritts nannte Harris den Anschlag „absolut tragisch.“ Weiter sagte Harris: „Es ist absolut verstörend. Wir trauern um zehn Menschen, die ihren Tag damit verbrachten, ihr Leben zu leben, ohne irgendjemanden zu stören. Und um einen Polizisten, der seine Aufgaben erfüllt und mit großem Mut und Heldentum gehandelt hat.“

Auf die Frage, ob die Bundesregierung der USA unter Präsident Joe Biden nun plane, eine Verschärfung der Waffengesetze zur Priorität zu machen, wollte Harris zunächst nicht antworten. Bereits als am vergangenen Freitag acht Menschen in Georgia erschossen wurden, darunter acht asiatisch-amerikanische Frauen, wollte Joe Biden nicht über Waffengesetze sprechen. Biden selbst will noch am heutigen Dienstag Stellung zu der Schießerei von Boulder nehmen.

Kamala Harris über die tödliche Schießerei von Boulder: „Absolut tragisch und verstörend“

© KEN CEDENO via www.imago-images.de

Nach tödlicher Schießerei von Boulder wächst Druck auf Joe Biden, Waffengesetze zu verschärfen

Unterdessen mehren sich die Stimmen, die Joe Biden dazu auffordern, neben dem Kampf gegen die Corona-Pandemie auch die Verschärfung der Waffengesetze an höchster Stelle seiner Agenda zu behandeln. Cedric Richmond, Direktor des Büros für öffentliches Engagement im Weißen Haus sagte, dass es nun „Maßnahmen im Land“ brauche: „Unser Präsident hat nachweislich gegen die Waffenlobby gekämpft und sie geschlagen. Wir müssen sicherstellen, dass wir in diesem Land vernünftige Waffenvorschriften haben, um die Sicherheit zu gewährleisten. Wir brauchen also Maßnahmen, nicht nur Worte und Gebete.“

Unterdessen gaben Boulders Polizeichefin Maris Herold, Colorados Gouverneur Jared Polis sowie der Kongressabgeordnete Joe Neguse eine gemeinsame Pressekonferenz. Einmütig versprachen sie eine vollständige Aufklärung des Verbrechens. Währen Herold mit den Tränen kämpfend die Namen der Opfer verlas und mitteilte, dass der 21-jährige mutmaßliche Täter, der nach aktuellem Kenntnisstand aus Arvada in Colorado stammt, nach einer medizinischen Versorgung im Krankenhaus in ein bundesstaatliches Gefängnis eingeliefert werden soll, bat Polis um Zeit für „Trauer, Wut und die Ehrung der zehn Leben, die wir verloren haben.“

Die Namen der Opfer von Boulder, Colorado
Denny Strong 20 Jahre
Neven Stanisic 23 Jahre
Rikki Olds 25 Jahre
Tralona Bartkowiak 49 Jahre
Officer Eric Talley 51 Jahre
Terry Leiker 51 Jahre
Suzanne Fountain 59 Jahre
Kevin Mahoney 61 Jahre
Lynn Murray 62 Jahre
Jody Waters 65 Jahre

Außerdem wünschte Polis allen Angehörigen die „Kraft, weiterzumachen“. Der Bundesstaat Colorado werde die zehn Verstorbenen „niemals vergessen.“ FBI-Chefermittler Michael Schneider sprach von einem Einzeltäter, der keine Komplizen gehabt habe: „Die Bevölkerung ist sicher.“

Colorado: Amoklauf mit zehn Toten im Supermarkt – Tatwaffe bekannt – Täter ging gezielt vor

+++ 15.10 Uhr: Der Schütze vom Boulder ging offenbar gezielt vor. Die Polizei berichtet vom Einsatz eines halbautomatischen AR-15-Sturmgewehres, das in den USA zu den meistverkauften und laut „New York Times“ zu den „beliebtesten und verunglimpftesten“ Langfeuerwaffen im Land gehört. Laut der New Yorker Tageszeitung wurde es „durch den Aufstieg einer Videospielkultur populär“. Gewehre vom Typ AR-15 oder vergleichbare Modelle kamen laut „Los Angeles Times“ bei etwa der Hälfte der zehn tödlichsten Massenerschießungen in der modernen amerikanischen Geschichte zum Einsatz.

Der Tatverdächtige von Boulder soll alle Opfer getötet haben, bis auf ihn selbst berichtet die Polizei von keiner weiteren verletzen Person. Bei vorangegangenen Amokläufen mit Schusswaffengebrauch in den USA war stets eine Vielzahl von Verletzten neben den Todesopfern zu beklagen. Laut Angaben der Polizei habe der Schütze im Moment des Eintreffens der Einsatzkräfte sofort das Feuer auf sie eröffnet. Der Mann konnte entwaffnet und in Handschellen abgeführt werden, nachdem er den ersten am Tatort eingetroffen Polizisten, Officer Eric Talley, erschossen hatte.

Ein SWAT-Sondereinsatzkommando der Polizei von Boulder sichert den Tatort.

© CHET STRANGE/afp

Colorado: Amoklauf in Supermarkt in USA – Siebter Schusswaffenangriff in einer Woche

+++ 11.40 Uhr: Der Amoklauf am Montag in einem Supermarkt in Boulder, Colorado, ereignete sich weniger als eine Woche nach dem Tod von acht Menschen bei einer Reihe von Angriffen auf Spas in Atlanta.

Aufgrund der beiden Vorfälle dürften die Diskussion über die Gesetzgebung zur Waffenkontrolle in den USA wieder angestoßen werden – wo Todesfälle durch Schusswaffen aufgrund der liberalen Waffengesetze sehr häufig sind. In der vergangenen Woche gab es mindestens sieben Amokläufe in den USA – darunter drei Vorfälle allein am Samstag.

  • 16.03.2021, Atlanta, Georgia: Acht Menschen, darunter sechs asiatisch-amerikanische Frauen, wurden getötet, als ein 21-jähriger Weißer Schütze drei Spas stürmte und das Feuer eröffnete.
  • 17.03.2021, Stockton, Kalifornien: Fünf Personen, die in Stockton im kalifornischen Central Valley eine Mahnwache vorbereiteten, wurden Opfer eines sogenannten „Drive-by-Shooting“. Keiner hatte lebensbedrohliche Verletzungen.
  • 18.03.2021, Gresham, Oregon: Vier Opfer wurden nach einer Schießerei in der Stadt östlich von Portland ins Krankenhaus gebracht.
  • 20.03.2021, Houston, Texas: Nach Angaben der Polizei wurden nach einem Aufruhr in einem Club auf fünf Personen geschossen. Einer befand sich nach einem Schuss in den Nacken in einem kritischen, der Rest laut CNN-Tochter KPRC in einem stabilen Zustand.
  • 20.03.2021, Dallas, Texas: Acht Menschen wurden von einem unbekannten Angreifer angeschossen, von denen laut Polizei einer starb.
  • 20.03.2021, Philadelphia, Pennsylvania: Eine Person wurde getötet und weitere fünf wurden bei einer Schießerei auf einer illegalen Party verletzt, berichtete die CNN-Tochter KYW. „Es waren mindestens 150 Menschen dort, die um ihr Leben geflohen sind“, sagte Danielle Outlaw, Polizeikommissarin von Philadelphia.
  • 22.03.2021, Boulder, Colorado: Nach Angaben der Polizei wurden bei einer Schießerei im Supermarkt King Soopers zehn Menschen getötet, darunter ein Polizeibeamter aus Boulder.

Waffengewalt in den USA: 2019 fast 40.000 Menschen getötet

Obwohl einige offizielle Daten zu Waffengewalt verfügbar sind, verfügt die US-Bundesregierung nicht über ein zentrales System oder eine Datenbank, um bundesweit Vorfälle mit Schusswaffen und Amokläufen zu verfolgen. Nach Angaben der „Centers for Disease Control and Prevention“, in denen einige Daten zu Waffengewalt erfasst sind, wurden 2019 bei Vorfällen mit Schusswaffen fast 40.000 Menschen getötet.

+++ 09.20 Uhr: Am Montagnachmittag (22.03.2021) Ortszeit stürmte ein Amokschütze in ein Lebensmittelgeschäft in Boulder, Colorado, und tötete zehn Menschen, darunter einen Polizisten. Ein Verdächtiger wurde festgenommen; er war bei seiner Festnahme verletzt worden.

Amoktat in Boulder, Colorado – getöteter Polizist verhinderte weitere Opfer

In dem Supermarkt in Boulder, der sich südlich des Uni-Campus Colorado befindet, begann gegen 14.30 Uhr Ortszeit ein Mann um sich zu schießen. Angestellte und Kund:innen suchten Deckung, einige sind nach eigenen Angaben durch das Lager in den hinteren Teil des Ladens geflohen. Ein Augenzeuge berichtet, er habe vor dem Supermarkt angehalten, um sich ein Eis zu kaufen, als er plötzlich Schüsse gehört habe. Sie seien aus Richtung der Tiefkühlabteilung gekommen: „Ich habe das verängstigte Gesicht einer Frau auf mich zukommen sehen“, da habe er gewusst, dass er sich umdrehen und wegrennen müsse: „Es ist alles nur verschwommen. “

Hintergrund zu Boulder
Name Boulder
US-Bundesstaat Colorado
Einwohnerzahl ca. 107.353

Ein Zeuge, der ein Video mit seinem Handy gedreht hat, sprach von verwundeten Personen auf dem Parkplatz und im Supermarkt. Sechs Stunden nach dem Amoklauf trat Michael Dougherty, Boulders Polizeichef, vor die Öffentlichkeit und informierte über die zehn Todesopfer. Einer der Getöteten ist Eric Talley, Polizist in Boulder seit 2010. Er sei der erste Beamte gewesen, der am Tatort eintraf. Wie die „The New York Times“ berichtet, soll er mit verhindert haben, dass noch mehr Menschen getötet wurden.

Nur wenig über Todesschützen von Boulder bekannt

Bislang sind nur wenige Informationen über den Schützen nach außen gedrungen. Unklar ist, wie schwer der Mann bei seiner Festnahme verletzt wurde, und welche Motive er für die Tat hat. Augenzeugen berichten von einem blutüberströmten Bein.

Colorado: Zehn Tote bei Schusswaffenangriff in Supermarkt

Erstmeldung: Boulder – Wieder sorgt ein Attentat in Georgia für Entsetzen: Der Täter erschoss am Montag in einem Supermarkt in der Stadt Boulder im Bundesstaat Colorado mindestens zehn Menschen, wie die Polizei mitteilte. Unter den Opfern sei auch ein Polizeibeamter. Der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen. Die Demokraten bekräftigten ihre Forderung nach einer Verschärfung des Waffenrechts.

Unter den Opfern sei auch der Beamte Eric Talley, sagte die Chefin der Polizei in Boulder, Maris Herold. Er sei als erster Polizist am Tatort eingetroffen, nachdem Schüsse aus dem Supermarkt gemeldet worden seien. Herold lobte den „heldenhaften“ Einsatz des erschossenen Polizisten. Details zu den anderen Todesopfern nannte die Polizei nicht. Der mutmaßliche Angreifer wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft festgenommen.

Attentat in Georgia: Schüsse im Supermarkt

Der Täter hatte am Nachmittag in einem Supermarkt in der rund 50 Kilometer nordwestlich von Denver gelegenen Stadt Boulder das Feuer eröffnet. Augenzeugen berichteten, sie hätten mehrere Schüsse gehört und seien dann durch den Hinterausgang aus dem Supermarkt geflüchtet. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Dutzende gepanzerte Fahrzeuge, Rettungswagen und Spezialkräfte waren am Tatort zu sehen.

Livebilder vom Tatort zeigten, wie die Beamten einen am Bein blutenden Mann in Handschellen abführten. Die Polizei machte aber zunächst keine Angaben dazu, ob es sich bei ihm um den festgenommenen Verdächtigen handelte. Polizeichefin Herold sagte, sie rechne mit „sehr komplexen Ermittlungen“, die sich über mehrere Tage ziehen werden.

Amoklauf in Boulder: Joe Biden äußert sich

US-Präsident Joe Biden sei über die Geschehnisse in Boulder auf dem Laufenden gehalten worden, schrieb seine Sprecherin Jen Psaki im Onlinedienst Twitter. Colorados Gouverneur Jared Polis sprach von einer „sinnlosen Tragödie“. Auch Boulders Bürgermeister Sam Weaver äußerte sich erschüttert über die Gewalttat.

Erst in der vergangenen Woche hatten tödliche Angriffe auf drei Massagestudios im Bundesstaat Georgia die USA erschüttert. Acht Menschen wurden erschossen, unter ihnen sechs Frauen asiatischer Herkunft.

Zehn Tote nach Schüssen in Boulder – Demokraten fordern strengere Waffengesetze

Biden hatte sich im Februar für eine Verschärfung des Waffenrechts ausgesprochen. „Diese Regierung wird nicht die nächste Massenschießerei abwarten, bis sie diese Forderung beherzigt“, sagte er. Er appellierte an den Kongress, eine „vernünftige“ Waffenreform auf den Weg zu bringen. Der Präsident forderte Hintergrundüberprüfungen „für alle Waffenverkäufe“ und ein Verbot von Sturmgewehren und Magazinen mit hoher Kapazität.

Die „Seuche der Schusswaffengewalt“ müsse gestoppt werden, sagte am Montag der Vorsitzende der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. Der Senat müsse und werde entsprechende Gesetze auf den Weg bringen.

In Colorado hatten sich in den vergangenen Jahrzehnten zwei der schlimmsten Schusswaffenangriffe der jüngeren US-Geschichte ereignet. An der Columbine High School in Littleton hatten zwei Jugendliche im April 1999 zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Danach begingen sie Suizid. Im Juni 2012 eröffnete ein 24-jähriger Mann in einem Kino in der Stadt Aurora das Feuer und tötete zwölf Menschen. Der Amokläufer wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt. (ktho/sot/afp)

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